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Full text of "Die Faustsplitter in der literatur des sechzehnten bis achtzehnten jahrhunderts nach den ältesten quellen"

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Die 

Faustsplitter in 
der literatur 
des 

sechzehnten ... 



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Alexander Tille 
Die Faustsplitter in der Literatur 
des sechzehnten bis achtzehnten Jahrhunderts 



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rtie fiau8t8plitter 



in der Literatur 



des sechzehnten bis achtzehnten Jahrhunderts 



nach den ältesten Quellen 



herausgegeben 



von 



Alezander Tille 



VNIVE 




Berlin 

Verlag von Kiuil Fe Iber 
1»00 



uiyu 




Alle iiechtc vorbelialteii. 



Ohicnroth'sche Huehdruckcrei Erfurt. 



Dem Andenken Julius Bodes. 



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Inhalt 



Seite 

VOl'Wnrt V 

SpHttervfr;ieicliiiis XXI 

Die Faustsplitter des sechzebotou bis acbtj&ehnten Jahrhunderts 

1 -3H1 • 1 

Nachträge: Erste Reihe: 362 375 945 

Zweite Reihe: 976 438 975 

Dritte Reihe: 434—487 1095 

Erganstungen und Berichtigungen 1111 

Fehlende Splitter 1124 

Erstes Register: Splitterregiater 1136 

Zweites Register; Namen- und Sachregister 1158 



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Vorwort 



Als ich vor gerade zehu Jahren die Vorarbeiten zu 
meiner GesehiehU der Faustsage begann, war es mir klar, 
dass der Schwerpunkt derselben in der Darstellung der ver- 
schiedenen Phasen liegen müsse, die der Fauststoff in der 
▼olkfltfimlichen Anschauung der letzten vierhundert Jahre 
durchgemacht hat. Als ich damals anfing, dasQuellenmaterial für 
eine solch«' Entwicklungsgeschii hte zusammenzutram ii. dachte . 
ich jetlorh nicht <larun. es zu einer eiycnefi VeroliVutli' liiuii^ 
zusamiin'n/iist»'llcn. Krst die Erkenntnis der rnniöffli» likcii, 
au.s «lirst'iM w.'it verzwi'igtt'n und zum Teil n-clit wunderli* lit ii 
Material in einer Darstellung, der natürlich gewisse Raum- 
grenzen gezogen sein müssen, die nötigen Belege anzuführen, 
hat mich bestimmt, eine Ausgabe der Erwähnungen Fauats 
in Hand- und Druckschriften, welche anderen Stoffen ge- 
widmet sind, zu veranstalten. leb habe für diese versprengten 
Urkunden zur Geschichte der Faustsage die Bezeichnung 
FaustsplUter gewählt, die, dem modernen Worte „Gedanken- 
splitter*' nachgebildet, deutlieh auf das Bruchstück hafte dieser 
Fauststelleu hindeutet und zugleich den Vorzug grosser 
Kürze besitzt. Ich habe die einzelnen Splitter durchnume- 
riert und hoff»*, dHss man sie künftig einfach nai li meiner 
Nummer arifiiln.»n wird. Ks ist mir schwer geworden, für 
diese (^urll. nausgabe eine tranz befriediuMMnle negrenzuiiu zu 
finden. Da alter doch irsjend wo (Irenzen gezogen werden mussten. 
so habe ich zuletzt rein üusserliche gewählt und zunächst 
alle selbständigen Druckschriften zur Faustsage ausgeschlossen, 
seien sie auch not^h so klein wie die Volkslieder odn die 
Theaterzettel. Sie sollen In einem zweiten Bande als Khiue 



VI 



Vorwort 



Faustdrueke vereinigt werden. Während die obere Zeit- 
grenze durch die Verhältnisse ohne weiteres gegeben war, 
habe ich wegen der unteren mehrfach gesehwankt, mich aber 
schliesslich für <las «lahr 18()0 entschieden. Zur engeren 

Wahl stand mir daneben iioeli das Jahr ISOH als Krsclieinungjs- 
jaiir ersirii Teiles von (loethes Faust. Ich habe esj^dui li 
endgiltig nicht als i]ii(ij;ilir benutzen zu sollen geglaubt, 
da ich zuniirhst wieiler aus Kauni'^n'üiKltMi für <ien ersten 
Ban«l alles (iorTlies Fau.^t ilctretVende aiiss( lilicssrii musste. 
ich freue mich dessen jetzt doppelt, da es mir dadurch er- 
spart wird, mit Offn /'nioirers unmittelbar bevorstehender 
Ausgabe der auf Goethes Funst bezüglichen Stellen in Wett> 
bewerb zu treten und ich durch dieses gewiss treffliche Buch 
der mühsamen Arbeit einer solchen Ausgabe überhaupt über- 
hoben wenle. 

Von der Literatur der Hitlfenzwänge selbst ist in dem 
vorliegenden Bande nichts wiedergegeben, über die HöUen- 
zwänge findet sich darin jedovh allerlei. Eine umfangreiche 

üntersui^hung dieser Schriften, ihrer KntMebung und ilires 
Verhältnisses zu den Kxürcismenlnicliern . «lie eigentli(rh zu 
einer Leipziger llabilit:itionss<'hrift bestimmt war. elie mich 
vor Hellt .laliren das Schicksal ins Auslaml nahe dem Nordpol 
verscliluy:, ist zur Zeit immer noch nicht vcrolVcntlicht. l)a- 
gegcn sind andeMe lietrachtungeu fd)er Kinztdfragen aus dem 
(Jebiete der Faustsage, meine Deutschen VolkUieder vom 
PoLinr I'\fusf (Halle IStH)), meine Bibliographie und Be- 
evlireibung iler Faustbilder im siebenten Bantle der l'Hhlica* 
tions of the Kuglish Goethe Society (London li^WÄ: The 
Arthtie Tfeatwent of the Faust Letfend p. 151 — 2*24) und 
ein Kapitel aus meiner Oe^chichte der Faustsage über die 
Bi/der zu Goet/ies FaM«^ bereits erschienen (Prenssische Jahr- 
bnidter, Band 7*2. Berlin während ein anderes Doktor 

Fan-ft auf alte» BiMem demnächst in einer Zeitschrift er- 
scheinen wird. Die bedauerlii hf Verzögerung der seit 
IM^M j^eheiiimisvoll angekiuidiut.'ii Milclisarksclicn Ver- 
riltciitlichunt;. n on der zur Zeit ein zweiter Band immer noch 
erst in Aussif lit ist. hat auch mich beträchtlich zuriick- 
gehaltea; no<;ii mehr allcriliag» der ümtjtaud, da8ä ich wah- 



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Vorwort 



Vll 



reml meines Aufenthalts an meinem eigentlichen Wohnort 
vollständig von genministischer Fachliteratur ausgesrhiosseii 
bin, soweit i<*h sie nicht seihst besitze, iiitd somit nur auf 
der Reise arbeiten kann, wo mir wiederum meine eii?ene 
Bucherei nicht zugebote steht. In eiiKM- deutschen Lniver- 
^itätsstndt mit einigermassen unU'v llihliotbek würden mir 
humiert Verzogerungen. Lnterbri'cliungen und Stockungen 
erspart geblieben sein, und es ist ein eigenartiges Miss- 
gesvbick, dass gerade ich mi(;b mit einer Aufgabe bemfdien 
muss, die sieb befriedigend nur in Deutschland und in 
dauernder Beziehung zu einer bestimmten Bibliothek lösen 
lässt Zur Zeit scheint es jedoch, als ob sich für mich noch 
keine Gelegenheit für die gewünschte Heimkehr aus der 
Verbannung böte. 

Eine neue Ermutigung, mit dem Anbau des gesammten 
FVldes der Faustsage fortzus<rhreiten . erhielt ich l.SJ)-2 da- 
duirh. dass mir (inn li tVi'uide Hochherzigkeit die Jioi/rsrJu' 
F((itsthih'heri i ziilirl. die einen grossen Teil der auf Faust 
bezüglichen Wi rke in drii nriiiituilausgalx-n enthält und ohne 
die meine Gesvltichtf dt'r J 'mtsfsatfc no»*h sehr viel langsamer 
fortgeschritten sein würde, als sie ohnedies schon ist. Aber 
gerade daraus, dass mir sonstige ältere Materia! zu 
dieser Arbeit durch eine freundliche Fügung so leicht zu^ 
gänglich wurde, int mir ein Sporn erwachsen, diejenige LQcke 
möglichst vollständig auszufüllen, welche dieser Böcberei 
eignet. Die ßodesche FaustbQcherei enthält bei all ihrer 
bewundernswerten Vollständigkeit namentlich in der kritischen 
Literatur über Goethes Faust nur etwa ein Dutzend Faust* 
Splitter in den Uransgaben, und ich habe es daher als eine 
Art Fhrensache betrachtet, diesem Mangel durch die Ver- 
ol^'entlichung des vorlitigcnden Büches niclit nur für mich 
suiMli in für alle diejenigen abzuhelfen, die an der Kntwiek- 
hinu der Faustsaire Interesse nehmen. Ich hetraelite das 
Buch als eine Art Schuld, <lie ich dem Andenken des Muinn's 
abtrage, der jene Bucherei gesammelt hat. und wenn ich es 
seinem Andenken widme, so bedarf dies wohl keiner weiteren 
Erklärung. 



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VUI 



Vorw<»rt 



AU im Jahre iHHö Engels Faustttehrifien erecbienen, wart*n 
etwa bundertuiidfünfzig Fausteplitter vor 18()0 bt*kaniit gewor- 
den, von denen jedoch Engel etwa ein Sechstel entgangen war. 
Seitdem haben andere diesen ein weiteres Hundert hinzu- 
gefügt, und wenn ich selbst ein drittes brin^n^ so wird man 
mir (las lioffentlich nicht verftbeln. Mein Verdienst dabei 
ist freilich nur kK'in. Die meisten neuen Faustsplitter sind 
mir hei unifnnjjreiehen Quellenstudien zu einer (rinchiihte 
der ra/kstiiniln hnt ]\ '< ltitn>^rh<iuunij in I h-ntfif lthni(l fast mühe- 
los in den Selioss gefallen, und i< li habe ei^viitlieh nur die 
Arbeit des Ahst hreihens zu leisten gehabt. Trotzdem ist 
dadurch die vorliegende Ausgabe wesentlich vielseitiger mimI 
eindringender geworden, indem namentlich auch zahlreiche 
Bäcber herangezogen sind, die mit Zauberglauben und Hexen« 
wesen nicht in unmittelbarer Verbindung stehen. Von einer 
Anführung der Entdecker der einzelneu Faustsplitter habe 
ich gemeint absehen zu sollen. Einmal kann man bei vielen 
von ihnen von einem Entdecker Oberhaupt nicht reden, so- 
dann ist die vorliegende Ausgabe gerade dazu bestimmt die 
bisher allenthalben namentlich in Zeitschriften verstreuten 
Ahilrui ke dieser Stellen zu ersetzni. und schliesslich hätte 
ich mich selbst Im i ji-deni vierten Splitter nennen müssen. 

ÜImt «lie Ihm der Arln it hefidgten (iriiiidsätze ist vveni«; 
zu sau' ii. Ausm-sclilu^stMi lialie icli nur die Krwälinungeii 
der Faustliteratur in den Messkatalogen. Am Kopfe jeden 
i>plitters ist das Bucii augegeben, aus dem er abgedruckt ist, 
und zwar mit s< iii»'ni vollen Titel, gemeinhin dem genauen 
Abdruck der Titelseite, jedoch mit Weglassung von Vignetten, 
Strichen und sonstigen Verzieningen. Da mein Ruch auch 
in England, Amerika und Frankreich benutzt werden wird, 
wo man mit der deutschen germanistischen Zeitschrifteu- 
literatur weniger vertraut ist, so habe ich auch bei unseren 
Fai^hzeitschriften keine Ausnahme damit gemacht, sondern 
ebenfalls den vollen Titel nebst Mottos und allen Kleinig- 
keiten wiedergi'gehen. Anti<|ua ist durch Anti(|ua. Fraktur 
diircli Fraktur, schrätre Aiiti(|iia diiirli schräge Antiipia. 
Sperrsctirift durch S|)err>rlii ift . l-'t ttih ii< k <lurch Fettdruck 
zum Ausdruck gebracht, weuigsteus Wiu» den Text der ahge- 



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Vorwort 



IX 



druckten Stellen betrifft. Bei den Titeln, wo sieh dadurch 
ganz ungeheure Schwierigkeiten für das Abschreiben wie für 
den Drucker ergeben hätten, ist ein abgekürztes Verfahren 
verwandt worden. Auch hier entspricht Antiqua der Antiqua^ 

8«;hräge Anti<iua schräger Anti(|ua, Fraktur der Fraktur; aber 
auf WifdiM liahe von Sperrsclirift uud Fettdruck ist ;;i lUHlsiitz- 
lirh verzirlitt't . eheiisr» wie auf Wiedergabe der roten Farbe 
oder (b-r Zrib-uaiitciluim. Soi^ar die Kapitalschrift ist bei 
Aiiti({UH aufgegeben. Die in den ilriginab'ii aus hinter grossen 
Buehstaben zusamuicui^esetzteu Worte hal)cii nur einen grossc-n 
Aofangsbuchntaben Itekonimen, sind also dadnn-h denen gbMch- 
gc worden, die im l rdruck nur einen soli ben haben. Dafür 
haben die Titel dadurch an Lesbarkeit und Übersichtlichkeit 
ausserordentlich gewonnen. Die selten, fast nur bei Angabe 
des Erscheinungsortes der Bücher, vorkommende Fraktur- 
kapitalschrift ist als besondere Auffälligkeit beibehalten. 
I^ngezeichen sind nicht wiedergegeben, Zusammenziehungen 
und Siegel aufgelost worden« Eigentliche Abkürzungen wie 
die der hUeinis<*hen Su[)erlative oder der deutschen Prono- 
mina der Anre(b* wie \\\\. sind heil)clialten; ß im Latei- 
nischen ist durch ss wicdcr^ngeljen. Offenkundige Druck- 
feider sind berichtigt wonhMi; wo es sich lohnte, unter Hin- 
weis darauf in einer be<uti(b*ren Anmerkung. An wahr- 
scheinlichen DrucktVIiIrrii in l!^igeiuiamen ist uiclit gerührt. 
I>ic Eigenartigkeit d«'r Aufgabe eines Neudrucks, dessen Vor- 
lauen sich über dreihundert Jahre erstreckten, hat ein solches 
Verfahren notwendig gemacht Alles über einen Kamm zu 
scheren war unmuglicb, zumal die im Texte vertretenen acht 
Sprachen die verschiedenartigsten Anforderungen stellten. 
So habe ich von Fall zu Fall nach eigenem Gutdünken ent- 
scheiden zu müssen geglaubt. Da ich kein bibliographisches 
Nachschlagewerk zu schaffen beabsichtigte — obgleich auch 
die geschichtliche Volkskunde in dem vorliegenden Bande 
eine nicht unwichtige Titelsammlung Huden wiid - so ist 
auf die Angabe des Foraiat''s und der Seiteuauzald der 
</uc|i»'n verzichtet wttrden. Dauc^cu sifid di»- >t'itt iiHJifänge 
iiiuerhalb der einzelnen Faustsplitter dun-h Einfügung der 
Seitenzahlen in eckiger Klammer in den Text angegeben 



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X 



Vorwort 



worden, um die Auffiodung jeder beliebigeo Einzelheit im 
Urdruck za erleicbteni. Wo die Vorlage keine Seitienz&Matig 
aufweist, habe ich ihr eine gegeben und nicht nach der 
Bogensignatur gezählt. Mit Hilfe dieser wird sieh jeder 
Leser, der eine solcbe S»tel1e im Original nachzoschlaj^eii 
wünscht, ilercu Fuuilort selbst in dickeu Büchern leiclit 
berechnen kwiiuiMi. Iii tiiesem Falle ist die Seitenzahl über- 
dies in runde KlHinmeru i?es»'t/t. ,s(j dass das Bild [( )] 
entsteht. Wo in der ürsclirift di • lUiittrr ^ezaldt sind, ist 
die Blnttzahi beibehalten nnd sind die S. itm mit a und b 
bezeichnet. Wo ilberdies Druck in zwei Spalten erscheint, 
ist dann noch eine kleine * und hinzuueffl^t. Dass ich 
die Korrektur nicht nach den Originalen les<Mi konnte, wird 
niemand mehr als ich selbst bedauern. Indessen war dies 
durch die vorliegenden Verhältnisse vollständig ausgeschlossen, 
wie ich nicht erst zu beweisen brauche, und ich hoffe auch 
ohne diese Massregel einen hohen Grad von Genauigkeit er- 
zielt zu haben. 

Die Bestimmung der Vorlage für den Abdruck hat in 
nahezu der Hälfte aller Fälle Stdiwierigkeiten gemacht. Als 
allgemeinen (utiiidsatz habe ich festgehaltt ii . meine Splitter 
Von ilii iMn erstell |)rii( kt^ iirken, am li hei niodtTiien 

Verötteutiicliiiimeii ;ms iilteren Handschritteii. In letzteivni 
Kalle blieb mir li.iiitiu gar keine andere Wahl, da der Auf- 
bewahrungsort der meisten Handschriften ni< ht bekannt oder 
die H;iii(!s. hrift sell>st gar nicht melir vorhan«len ist. Wo 
durch die Person des llt-rausgebers die mitige (iewälir für 
die Zuverlässigkeit des Abdruckes alles Handschriftlichen 
gegeben war, ist nicht nachverglichen worden. Wie diese 
Handschriften ist. ausserdem ein gedrucktes Szenar und eine 
Schauspielerreklame behandelt wor<len, die der Kundige beide 
sofort finden wird. In diesen Fällen« wo es der Natur der 
Sache natdi nur einen einzigen privaten Druck geben kann, 
schien es mir vergeudete .Mühe und Pedanterie, denselben 
erst uorli ;uit/,njai;en. Wo ein v<ilUt;imli:;«M- Abdru(rk des 
HandM'lirittliclirii nii lit vr>rlag. wii* hei dvu l"'aü.>t>|tlitt<;rn aus 
öffenflii hen .\rchiven, ist dagegen auf die Handschrift zurück- 
gegaugeu. 



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Vorwort 



XI 



Sehr viel srrösser waren <He Schwierigkeiten betreffs der 
BeschaffuDg zahlreicher alter Drucke. £twa die Hälfte der 
hentttzten Drucke des sechzehnten, siebzehnten und acht- 
zehnten Jahrhunderts gehört zu den seltensten deutsehen 
und englischen Buehern. Hier habe ich jeder bibliographischen 
Angabe grundsätzlich misstraut und, wie sich herausstellte, 
meist mit Recht. Die meisten Bibli()gra|)hen, die hier in Be- 
tracht kommen, haben die einscIilHgigen AVerke nie gesehen. 
Wenn es auch wenige so schlimm machen w'w Kari Kngek, 
der den Titel injt iid einer spftte« Ausgabe ahschreibt und 
ilduu die .lahit'szalji irgend einer üUtTcn darnutt-r st*tzt. ganz 
unbekümmert darum, ob deren Titel vielleicht ganz ainlt^rs 
lautet, so hat doch bisher selbst bei den am häutigsten au- 
geführten Büchern nichts weniger als eine genau« Kenntnis 
ihrer Krscheinungsjahre geherrscht. Eine cTitwicklungs- 
geschichtliche Darstellung kann nur dann zu sicheren Ergeb- 
nissen kommen, wenn sie jedes einzelne Zeugnis, auf das sie 
sich stQtzU im Voraus aufs Genaueste zeitlieh und örtlich 
festlegt, und das ist bei einer dreihundert Jahre lebendigen 
Sage, die in engster Berrihmug mit der Entwicklung der 
Weltanschauung der Gebildeten wie der weiteren Kreise des 
Volkes steht, doppelt wichtig. Wenn mau überhaupt davon 
reden will, dass ciiif solche Suife von einem bestimmten Zeit- 
punkte an eine Mirnvirkiiiiii von ciliar hcstiiiiinteii Welt- 
an.schauuiigsströinuiiy; crfalirt mid diirrli sir weiter gebildet 
wird, so muss man das erste Auftreten der Weiterbildung 
so weit nach rückwärts verfolgen wie nur irgend möulirli. 
Die Lösung dies» ! Aufgabe ist in den meisten Fällen gleich- 
bedeutend mit der Feststellung des Krscheinungsjahres irgend 
eines obskuren Buches. In über hunilert Fällen, wo nur 
irgend der Verdacht vorlag, dass es eine ältere Ausgabe 
geben könnte, habe ich umfangreiche Nachforschungen nach 
älteren Ausgaben anzustellen gehabt, und dieselben sind in 
einem sehr hohen Prozentsatze ?on EIrfolg gekrönt gewesen. 
Selbst bei scheinbar allbekannten Büchern trifft das zu. So 
giebt es von Hondorffs Prompt nur tum KxempJonnn bisher un- 
bekamite Ausgaben von i."><i.s und l.')70. so dass di«- allnfiuuiu 
nach Kugel als erste augeführte Ausgabe von läT2 bereits 



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XU 



Vorwort 



die dritte Auflage ist. wie übrigens auch auf dem Titelblatte 
steht. Nur hat Kugel diene Bemerkung^ in seinem Titelab- 
druck wohlweislich weggela^seiL In vielea Fällen waren 
Bücher zehn bis zwanzig Jahre filter als man annahm, in 
einigen sogar ein halbes Jahrhundert, jlch habe mich Qberall 
damit begnügt, dem Ergebnis meiner Untersuchungen durch 
Umstellung der zeitliehen Reihenfolge der einzelnen Splitter 
zu ihrem Rechte zu verhelfen, und habe die Untersuchungen 
seligst oder die (Irunde. die mich zum Kntsrlft id iiltii die 
Ursptün^lii'hkeit einer von v<Tsrhied«'iicii koukumcrenden 
Austfahen bestiimntrii, von dti WirdtTualh- jinsirfschlnssen. 
um (Ins olinrldii .schon dirke Diudi niclit iiocli weitor iimiötig 
an/uscliweilen. Solche Inhliographische Forschungen mit ihrmi 
häutig winzigen Krgebnis tragen oft ihren Lohn in sich selhi^t, 
indem sie ihren Urheber mit einer Fülle merkwürdigen 
Stolfes in Berührung bringen, dem er sonst kaum jemals 
nahegetreten sein würde. 

Ist im allgemeinen die älteste Ausgabe der Quellen- 
drucke zugrunde gelegt, so ist doch naturgemfiss davon in 
den Filllen abgewichen« wo der Faustsplitter zuerst in einer 
spftteren Ausgabe erscheint. Dann ist jedoch darauf hin- 
gewiesen, dass die früheren Auflagen den Sjditter nicht ent- 
halten. Spätere Aiisgaltrii sind, wo sie ir^fiid crifirliliar 
waren. nach\ ergliclien worden. Wo sich dabei eiiie Text- 
Verschiedenheit innerhalb der Splitter zeigte, ist auch die 
spiitere Fas.smig abgedruckt worden. (Jerade solche An<le- 
rungen sind ja hrmtig auss rnrdentlich bezeichnend für eine 
rmwaudiuug der früheren Anschauungen. Dasselbe gilt von 
Büchern, die wie <ler Simplizisitmus nach längerer Frist in 
neuer Bearbeitung herausgegeben werden. Daj«s ein Quellen- 
werk wie das vorliegende Hunderte von Wiederholungen ent- 
halten muss, ist so selbstverständlich, dass es eigentlich 
keiner Erwähnung bedarf. Ich habe auch bei längeren Wieder- 
holungen von jeder Kürzung a))ge8ehen, da es bei der Be- 
urteilung der Wirkung einer Stelle auf den zeitgenossischen 
Keser gerade auf den (lesamteindruck ankommt, den sie macht, 
und der!<elbe sich nur richtig beurteilen liisst, wenn man sie 
in ilirer (luuzheit vor sich hat. Au.sserdem sind kleine Ab- 



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Vorwort 



YTTT 



weichuDgen Yom Originale oft die einzigen Leitsterne bei 
Entscheidung der Abhftngigkeitsfirage. 

Gegen Ende des aelitzehnten Jahrhunderts kommt es 
häufig vor, dass Faustdiehter Bruchstücke ihrer Fauste Jahre 
▼or dem Erscheinen in Buchform in Zeitschriften Tcröffent- 
liehen. Auch diese BrurliHtOcke habe ich aufgeuomnien. 
Einiual mul sie später zum Teil uur in Überarbeitungen wieder 
abgedruc kt worden, oder das ganze Werk ist überhaupt niemals 
erschienen, und sodann sind sie auch in den Fällen, in deueu 
das vollstlindii^c Werk sit» m'nuu wiederholt hat. von Wich- 
tigkeit als mögliche Quellen für Faustdiehtungen, die zeitlich 
zwischen ihrer Veröfteatiichung und der Veröflteatlichung des 
Ganzen liegen. 

Da8s die Anordnung der Faustsplitter die zeitmässige 
ist, bedarf bei einem Buche, das die Quellen zu einem Stfick 
geistiger Entwicklungsgeschichte bieten will, keine Erklärung, 
im allgemeinen habe ich das Erscheinungsjahr meiner Quelle 
als das Jahr betrachtet, unter dem ihr FaustspHtter einzu- 
reihen war: in den Fällen jedoch, wo sich die frQhere Ent- 
stehung des Faustsplitters nachweisen liess, habe icdi ihn 
unter der dahreszahl eingereiht, die sich für seine Entsteliuiig 
als wahrst hciidich herausstellte. Dabei bin ich in einer gan/t ii 
Reihe von Italien zu Krirt^bnissen uekoninien. die von den 
herkömmlich angeiKunnieueu abweichen. In einigen Fallen 
habe ich meine (iründe in einer Anmerkung besonders er- 
klärt, auf andere behalte ich mir vor in dem Apparat zu 
meiner Geschichte der FtutHtmife zurückzukommen. Ein Re* 
gister am Schlüsse des Bandes enthält alle im Text vor- 
kommenden Namen (mit Ausnahme von Faust) und Stich- 
worte, sowie die in den Titeln vorkommenden Verfasser- und 
Bearbeiternamen, so dass jeder Benutzer sofort die Stellen 
feststellen kann, in denen auf das Puppe ns[)iel, die Höllen- 
zwänge, die Clavigula Salomonis, auf Marlowe, die deutschen 
Faustvolksbficher. bestimmte Verfasser v(m Faustsplittern und 
ihre Wirkung auf die Folgezeit u. s. w. iM /.uMgenunimen ist. 

Zweifellos wird sich in nicht zu lancfpr Zeit ein Nachtnig 
notwenditr maehen. Werden doch daiiei iid immer neue Fanst- 
eplitter entdeckt, uud hoH'e ich doch selbst noch einige von 



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Vorwort 



den Büchern aufzutreiben, von denen ich weiss, dass sie 
Faustsplitter enthalten, deren ich aber bisher noch nicht habe 
habhaft werden können. Für jeden Beitrag dazu bin ich 
dankbar, ebenso wie ffir jede Nachweisung eines Exemplares 
einer älteren Ausgabe als derjenigen, die ich meinem Abdmck 
zugrunde gelegt habe. Mit dem Hinweis auf Bibliographen, 
die ältere Ausgaben als die von mir benutzten erwähnen, ist 
freilich nichts sjethau. Mir ^^elb.st .sind eine Reihe solcher 
Augubeii Ix'kamit, und die meisten laisseu sich ohne weiteres 
als Irrt Ulli HF erweisen. 

Dit' Scltenlicit der Druckschriften, wt^che Fau.stsplitter 
eiitliulteu, hatte ich selbst bedeutenil unterschätzt. Viele von 
ihnen sind mir erst na<;h jahrelangem Suchen auf den ver- 
s« Iii» (Ifiistt n Bibliotheken zugänglich geworden. Einii^e bis 
beiitr noch nicht. Am Ende des Bandes, vor dem Register, 
soll ein Verzeichnis dieser noch fehlenden Splitter gegeben 
werden. Natürlich kann ich nicht daran denken, dem vor- 
liegenden Bande, wie weit er auch in mancher Richtung über 
das Bekannte hinausgehen mag, auch nur annähernde Voll- 
ständigkeit zuzuschreiben. Gewiss habe ich das Eine oder 
Andere fibersehen, das in fernerliegenden Zeitschriften neu- 
gedruckt ist. KbeiisnwHnig glaube ich iiaiueutliili die /eit- 
selirifteii-. Brief- m l Memoirenliteratur vom Kode voriijen 
«lahrliunderts ausgeschuptt zu itaben. obgb'ich ich ain ii da 
vielfach neues bringe. Abnr ich bin der l bt r/rumiiig. dass 
sich eine planmässige Durchsicht derselbeu auf Faustsplitter 
nicht lohnen wurde. 

Im Laufe meiner zehnjährigen Samiin larbeit habe ich 
über fünfzig deutsche und fremde Bibliotheken in Anspruch 
genommen und den Verwaltungen zum Teil nicht geringe 
Möhe bereitet. Allen voran dankend zu nennen habe ich da 
die Königliche Bibliothek zu Berlin und die Universitäts- 
bibliothek zu Bonn. Die erstere habe ich ttber ein «lahr, die 
letztere ein halbes Jahr tagein tagaus belagert und auf beiden 
bei allen meinen vielartigen und weitgehenden Wünschen das 
gnisste Hntgecrenkommcu gefunden. !)aiiii folgt die Stadt- 
biblinth»'k zu Hainburjf. die reiclilialtigste Sannnluiiij: der 
volkstümiicheu Literatur des siebzehnten Jahrhunderts, die 



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Vorwort 



XV 



wir in Deutschland besitzeD, deren Verwaltung mir nieht nur 
bei meiner mehrfachen Anwesenheit in Hamburg die Arbeit 
in jeder Hinsicht erleichterte, sondern mir auch nach aus- 
wärts, nach Berlin und Bonn, ganze Ballen ihrer Schätze ge- 
sandt hat. Die Hof- und Staatsbibliothek zu MQnchen, die 
Grossherzoglicht^ Bibliothek iu Darinstadt, die Königliche 
Bihliothek zu Dresden, die Grossherzogliche Bibliothek zu 
Weimar, die lüldiotliek des Kreien deutschen Hochstiftes zu 
Frankfurt a. M. luid die iMinnuerzbibliothek zu llauiluirg. die 
Universitätsbibliotheken von Göttingen, Leipzig, Halle, .Iciia, 
Freihurg i. B,, Breslau, Würzburg, MarJiurg, (ilasgow. da« 
Britische Museum iu London, die Bodleian Librarv in Oxford 
und das Hunteriau Museum in Glasgow, die Pauiina zu Münster 
i. ^\.. die Stadtbibliotheken zu Lübeck, Landshut. Ingolstadt, 
Zwickau, Mainz, Köln, Frankfurt a. M., Magdeburg,Trier, Bremen. 
Nürnberg, Augsburg, Hannover, die Ffirstliche Bibliothek zu 
Wernigerode, die Herzugliche Bibliothek zu Gotha, die Landes- 
bibliotliek zu Cassel, die Hof- und Staatsbibliothek zu Wien, 
die Grossherzogliche Bibli<»thek zu Karlsruhe, die Herzogliche 
Bibliothek zu Wolfenbfittel — sie alle haben zu (b-ni Inhalte 
des vorliegenden Baiides lurijr als einen Beitrag geliefert, und 
mancher von ihnen danke ich die Niu liweisung älterer mir 
bis dahin iinbekaunter Ausgaben. Vnn öftentliclien Archiven 
bin icli zudauke verpflichtet den Koniulicii Prenssisclicn Ge- 
heimen Staatsan liiveu zu Berlin und i\ irn'jslx rü^^. dem An hiv 
des Predigeriniuisteriums zu Frankfurt u. M. und dem König- 
lich Wurtembergischen Staatsarchiv zu Stuttgart. 

Die Aufwendung derartiger Mühe auf die genaue Be- 
Stimmung kleiner zum grossen Teile rein anekdotenartiger 
Faustgeschlchten mag vielleicht manchem Pedanterie scheinen. 
Wenn man sich jedoch vergegenwärtigt, welche Zeit und 
welcher Scharfsinn heute auf die Erforschung der kleinsten 
Kleinigkeiten im Leben einzelner Dichter verwandt werden, 
und daran erinnert, das» der Gegenstand der Literatur- 
geschichte im (Jrniide «loch die Literatur ist und niclit die 
Biot^raphie der iu(ii\ iduellen Geister, die in der Schaffung 
ders«'|l»en eine mehr oder ninnl<M- wiciitit!»* Holle u<'spi<dt 
haben - so erscheint eine derartige lüforscliuug des Lciieus 



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XVI 



Vorwort 



einer $age vielmehr als eine Wiedereinsetzung des puetischen 
firzeugnissee in seine Stellung als direkte» Objekt der lite- 
rarhistorischen Arbeit. Obgleich neuerdings eine kleine Besse- 
rung eiiigetret«»n i»t, so iit*hmen doch Stoffgenchiclite und 
Weltanschaumigsgesrliiclite noch lange nicht tlic fulirende 
Stellung in der l^iteraturcesi liiditc l iii. die iliiit ii t;rhührt, 
ja mit der Stotflu'si-liatVung und -«trdming für diese (i^^ldete 
steht es noch so schlecht, tiass ülier einen grosseren Zeitianni 
sich erstreckende Arl>eiten noch kaum niöglirh sind, und der 
eiuzelue, der es unternimmt, sich an derartige Arbeiten zu 
wagen, wie meine (ifuc/nc/itf t/er ihntmlifn Weihnacht 
(Leipzig, 1893) eine ist, Gefahr läuft« seinen wissenschaft- 
liehen Namen aufs Spiel zu setzen. Andrerseits sind aber solche 
zusammenfassende Arbeiten dringend notwendig, damit end- 
lich einmal festgestellt wenle, wo denn noch die gfthnendsten 
Lücken in unserer Kenntnis der geistigen Vergangenheit 
unseres Volkes klaffen. Denn ohne die eingtdiendste Kenntnis 
dieses Kntwicklungsstromes ist auch das individuellste l^ite- 
raturerzeugnis inhaltlich nur mangelhaft /ii verstehen. 

Auf dem (Jehiete der (ies<'hichtss( In t ilinnsi: bricht sich 
jetzt endlich tlie Hinsicht IJahn. das> nicht d<'i' Held dnrch 
die Kruft seines fJeistes die trägen Massen <ler Zeitgenossen 
in Bewegung setzt und so zum Meister und Kichtunggeber 
seiner Zeit wird, sondern dass die Massenerscheinungen der 
Zeit das Denken und Thun auch des Melden in jeder Richtung 
bestimmen, dass sie das Stärkere nud in ges<;hichtlicheu Ent- 
wicklungen Ausschlaggebende sind, der einzelne Held aber, 
so sehr er auch von <ler filteren (leschichtsschreibung unge- 
rechtfertigter Weise in den Vordergrund gerückt worden sein 
mag, doch mit all seinem Denken und Thun nur ihr Erzeugnis 
ist, w«nn auch zweifellos ihr persönlich interessantestes Er- 
zeugnis. Wo die Saite des Imlividuellen in eisener Weise 
schwingt, da braiu ht es mu h lange keinen neuen eigenen 
Ton zu geben, und wo es ihn «riebt, wird er ohne den 
richtigen Resonan/luMlcii des Zeit vcjstiuolinsscs nnuehört 
verhallen. ^( lesanitwillc ' ist vielleicht eine ungliicklielie 
Bezeichnung für die Summe der in den Millionen von 
Menschen einer Zeit und eines Volkes verlaufenden see- 



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Vorwort 



XVII 



lischen Vorgänge; dena dem Worte „WiUe*' haftet im Sprach- 
gebrauch immer noch der Begriff des Bewussten au, ttud 
der Cesitihtspuukt des bewussten AVoUens ist vielleicht der 
am wenigsten geeignete^ unter dem man das psychische 
Gesamt«lasein von V<ilkeni hinsichtlich ihrer gesrliichtliclu ii 
Entwicklunt: hotrarliteii kium, ahn- das hiosse Dasein dieses 
Wortfr-s scholl liihl sciiit' N'erwciitliiiiti; in historischen Dar- 
stelhingeii zeint den Lnischwung in r Aiifl'assuugsweise dor 
Geschichte, der sich eben vollzieht. >oilte die IJteratur- 
gescbichte unterdessen wirklich beiseite stehen und unbe- 
kümmert um das, was sich auf dein Nachbargebiete vollzieht, 
ihr altes Versehen weiterlallen, indem sie in den Susseren 
Lebensumständen der einzelnen IMchter den Schlüssel zum 
Verständnis ihrer Werke sucht, statt die geistigen Massen- 
erscheinungen ihrer Zeit, die Weltanschauungs-Scbattierungen, 
-Gruppierungen, -Znsammenstösse und -WandUuigen, den 
geistigen Gesichtskreis mit seinen Grenzsteinverrfickungen, 
die Kenntnisse, hiteregsen, Triinme, Wunsche. Ideale und 
Problemstellungen ihrer Zeit zu studieren und uu ihnen, statt 
an imaginären Schönheitsidealefi. den Wert individueller 
Dichtungen zu nie.s.vcn? Von den Inldisidieii Sai^eo abneseheii, 
(leiicii dnr<di iiire \\'eltHn&(diainmusi;eltiiin; durch zwei .lahr- 
taiisejide eine Ausnahmestellung zukommt, giebt es keineu 
zweiten Fall in der Weltliteratur, in dem sich wie bei der 
Faustsage aus rlreihundert Jahren mehr denn dreihundert 
selbständige Erwähnungen eines StoH'es nachweisen lassen, 
ganz abgesehen von einem Viertel hundert grösserer Werke, 
die sich ausschliesslich mit ihr beschäftigen, und vielen Hun- 
derten von Bohnenaufführungen. Im sechzehnten Jahrhundert 
sind sie etwas dünner und im achtzehnten etwas dicker gesät, 
aber durchschnittlich kommt in diesen drei Jahrhunderten 
auf jede neun Monate eine literarisch niedergelegte Äusse- 
rung über die Faustsage, und dadiucli entsteht ein Material, 
das uns die Kutwicklunir der Sage in ganz einzigartiger 
Weise zeiet. ja selijst weit h.-Hser als bei den biblischen 
Sauen, dun h den-n Weltanscliauun^süeltung und autoritäre 
Fixierung notweniiigerweise eine verhältnismässige Entwick- 
lungslosigkeit bedingt gewesen ist. Die Faustsage hingegen 



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XVlll 



Vorwort 



ist mit der allgemeinen Weltanschauung gt^rade eng genug 
▼erknilpft. um an all den Kntwickluii^spii:i.seii fiers(>lbßn teil- 
uehiik ii zu können, besitzt jeUocIi andererseits keine so enge 
Verkettiu»;i mit ihr. dass eine Abwcichiinu von der über- 
lieferten Form .sofort unter den Begriil' der Ketzerei fallen 
und durch Mitwirkunu <ler Staatsgewalt den daraus geniufht 
bekonimen könnte. So lassen sich aus ihrer < lescbiebte seilist 
wichtige Aufschlüsse üt»er die Kntwickiuog von ^>agen ftUer- 
haupt gewinnen, namentlich was Stanimspaltungen, Neu- 
ansetzung von Asten und Zweigen und deren späteres Ver- 
kümmern oder Weitergedeiben unter bestimmten Zeiteinilussen 
betrilTt Als Qnellenwerk ffir die Thatsachen der Sagenent- 
wieklung ist der vorliegende Band gemeint, und aus diesem 
Grunde sind auch die Faustsplitter mit der spallenden Axt 
nicht allzu kurz abgehackt, sondern umfassen alles, was zum 
YerstAndnis der Tendenz der engeren Stelle nfttig schien, 
zum Teil sogar eine ganz beträcbtlicdie Menge Fasern nach 
oben luul unten. Ich habe nh(>r die Ansdefmuug. in 
der die einzelfj^fi Stellen Mbzudiiickeu waren, in jedem eiu- 
zelnen F;ille inHin saeliiieltef< (iutdiiuken entscheiden hissen, 
jedoch grundsatzlich alles einL:;esrhln.«<sen, worin Faust direkt 
genannt war. Das Material für meine eigene Darstellung, 
die diesem liande auf dem Fusse fulgen soll, ist damit freilich 
nicht erschöpft: aber eine Ausgabe der kleinen Fau.st- 
erwäbnnngea kann eben nicht zugleich ein (^ueUenband zu 
einer (leschiehte iler volkstumlichen Weltanschauung in 
Deutschland vom fünfzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert 
sein, so wünschenswert es auch ist, dass der Verfasser einer 
Darstellung der Geschichte der Faustsage diese allgemeine 
Entwicklung einigerma,«jsen beherrsche. 

In der (ieschichtc der Faustsage hat nur dreimal ein 
imliv idueller (ieist neuschatVend inul l ieht imu^^ehend in grossem 
Massstabe eingei^rittVts: <ler Verlasser des Spiessclini Fnnst- 
buehrs. Marlovse und üoethe. Lessing ist mitten aiit <bin 
Wctie dazu stehen geblieben. Ich brauche wohl kaum noch 
auszusprechen, dass ich «las in dem vorliegenden Bande ver- 
einigte Material an geschichtlicher Bedeutung über alle vier 
Faustvolksbficher stelle. Nur d&n Spiessche Faust buch kann 



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Vorwort XiX 

• 

sich überhaupt entfenit mit ihm messen. Georg Rudolft'Widmans, 
.lüiiaan Nicolaus FKtzers und Christupli iMietlies Arbeiten 
(wenn dieser Leipzig-T)res(leüer Brosfhnrenverleger wirklich 
der Verfasser oder Amcut'r des Puusthiiclics des ('laistlich 
Meynenden ist) sind mt'lii- retardierende Mümeiitf in der 
geschichtlichen Entwiclvlung der Faustsage als etwas Anderes, 
und dasselbe gilt auch von den) Fanstspiel nach der Mitte 
des siebzehnten .fahrhunderts. Die KntwickluDgsgeschicbte 
der i:*age selbst im Hewtisstsein der Zeiten liegt mir in den 
vorliegenden Denkmälern mit einiger Treue wiedergeapiegelt 
vor. Wie die FauBtbilder, namentlich der greise Fau8ttypu8 
nnd der jugendliche Fausttypus, die Goethe beide bekannt 
waren, uns interessante Einblicke in Goethes Faustwerkntatt 
gestatten, so in noch unendlich höherem Grade das hier ge- 
sammelt vorliegende Material. Es bietet eine ganze Reihe 
neuer hinsichteu in Goethes Faust, die in den drei diese 
DichtuTJK behandelnden Kapiteln nieiiiur üti>clndite der Faust- 
suyr im einztdut'ii vrrarheitet sind, die hoffentlich binnen 
Jahresfrist wird erscheinen können. 

Glasgow, März 1898. 

Alexander Tille. 



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Splitterverzeichnis 

Im Texte dieses Buches, dessen Druck sich über vier Jahre hin- 
;ge?.ogen hat, besteht iDncrhalh der Spllttirrrihon 1 362-37'». 
"376^ — 433 und 434—437 sowie in den Ergänzungen und Berichtigungen 
zeitniääsigc Anordnung. Dieses Sjjliliorverzeichnis giebt jedoch die ge- 
samten 437 Splitter dieses Bandes in einer einzigen nach den Ent- 
jtohuDgnaiten angeordneten fieibe. Aueh die Nachträge (8. 046 — 1110), 
-die Bigftnsungea und Beiiehtigungen (S. 1111—1148) und die Fehlenden 
«Splitter (8, 1144 — 1145) rind unter ihren JahresMhlen in dieses Ver- 
xeiehnis etogestetlt, U t/.tere mit ilirer lateinischen Xummer und in eddger 
Klammer. Ebenso sind ein paar Irrtümer in der Zeitbeatimmnng von 
Splittern, welche im Texte vorkommen, berichtigt. 

^pUtter Seite 
y/ 1. 1607. Johannes Trithemios: Epistolae Familiäres, Hagonoae 
1586. p. 819 Tritheim an Wirdang d. 90. Aug. 1607. 1 
Zu 1 1111 

t, 2. 1513. Wilhelmus Ernestus Tcntzelius: Supplementum Historiao 
Gothanae, Jenae 1701. p. 93 Conrad liutian üufus an Hein- 
rich Urbanns d. .'J. Okt. 1513. 8 ' 
8. 1520. Aiis-itt'llung von Handschnttcn. Driirkwotketi, Bildern 
und Tonwt rkea zur Faustsage, Frankfurt lÖÜÜ. Faksimiletafel 2, 
Eintrag im Hechnungsbuch Georg III, FürsibischoEs von Bam- ■ 
betg d. 19. Febr. 1590. 5 

y 4. 15aa Oborbayerisches Archiv. XXXII Hänchen 1879/78. 

8. 886. 6 
a BatsprotokoU aber die obrigkeitlichen Beschltlsse in Ingol- 
stadt. 6 
h Protokoll der ans Inpjolstiult Verwiesenen. 6 
^ 5. J.'jHt). .Inachiin ( 'anicrHrius : Libellus N(n iis. Ltpüiae 15H8 Fol. 

( iHla j .fniieliiin C'nnicrurius nti Daniel Stiliuruji d. 13. Anp. I5HH. 6 

\/ 6. I."i39. l'hilipp Begardi: index Sanilalis, Worniba [15<j9J 
fil. 17a. 9 

K'' 7. 1540. Johann QeoiyMeusel: Histotisch-Iitierarisches Magssin I. 

Bayreuth und Leipsig 1785. 8. 98. Philipp von Hutten an 

Morits von Hutten d. 16. Jan. 1540. 10 

U 

Tille: FauitspHtter 



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XXII 



SpUtterreneidinia: 1648-1576 



Splitter Sdtfr 

1^ 8. 1546. [Jobfttin«» Gait] Semonet Oonvivftlet IL BMÜeM 1546. 

p. 280. 11 
9. ]5(;0. ExpUcatiooea JieUDchthoniAnM II. HaoovUo 

1594. p. 7«.^ 12 
' 10. irao 15«0. Explicationes HeUuchtbooiAnae IV. Hanoviao 

lä9ä. p. 442. 16 
' 11. 1581. Conrad OMher: EpittolM VecHdnakL Tiguri 1577. 
fol. la. Conrad 0«aner an Joluuioet Grato von CraSUieim, d. 
le. Ang. 1561. 14 
' IS. 15ftB. Johannes Jfanlius: Locoram Communitim Gollectanea. 

Basilea* fir)f>.'{l p. 42. Äusserungen Melanchthons. 14 
18. Um 15H.'). Karl August Barack: Zimmeroache Chronik, l^i- 

btirp und Tühingeu 1681. 1*» 
a Bd. I, «5. :*77. 16 
b Bd. III, S. 529. 17 
^ 14. 1588. Johann Manilas: Loci Commanes 1. Deutsch von Jo> 
hano Huldreich Bagor. Franckfurt a. M. 1586. S. 88. Änner- 
nogen Helancbthoni. Übenetsung von Splitter 19. 17 
^ 15. 1566. Martin Luther: TiMbreden, Eitleben 1566. BL 16b. 90- 
16. 1508. Andrea« Hondorff: Fromptuarium Ez«nplonim o. O. 

l.m Bl. 83 h. 20« 
^t. ^ v .Fnannes Wieras: De Praestigüs Daemonum, Basileac 

1568. p. 142. 21 
Zu 17 IUI 
V 18. 1560. Ludwig Lavater: Von Oespänsten. Ztinch 15H9. BL92a. 23 
c 19. 1570. LttdoTicna Lavater: De Spectris [Tiguri 1570J p. S08. 

[Übenetaung von Splitter 18.] 98 

90. Um 1570. 'Wilhelm Hayer: Nürnberger Faustgeschichten. 
Manchen lHfif>: Christoph Roshirt der £lter: Hiatoiien a69, 
h70, c63. d7i>, e73. f78. 24 

37ti. 1571. Loys Lavater: Treis Livres des Apparitions. Paris 

1571 p. 177. (l'bersetzung m^u S]ilitti r IH.] 975' 
377. 1572. Ltwt'H i..u* aler: Of gostts und spiriU s, Trauslated by K. 

H. London 1572 p. 170. [Übersetzung von Splitter 18.] 976- 

91. 1575. Benedictas Aretius: ^obletnata Theolo|^ca IL Lau- 
sannae 1575. p. 898. 88 

29. 1575. Theatrum Diabolorum. Franckfurt a. M. 1575. BL o86b. 44 
28. 1575. Andreas HonduPf vi Philippus Lonicer : Tbeatrum Bis- 

toriciun, Franrofurti 1575. p. 140. 46 

24. 1575. Leonhardt Thumeisser zum Thum: i.VvTo^df/i«0Ofc Berlin 

I. 57.5. III. H.Hb. 47 

25. 157f». liiitiur: Epitome Hiätonuruu) [Weimar], 1576. 
aHl. 5ya, b. Bl. 115 a. 48 

Zu 25 Ult 



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Bpatterverzeidmis: 15bO— 15b8 



XXTfl 



Splitter Seit« 

26. Um 1580. August Sauer: Euphorion II. Bamberg 1805. B.54. 
Zacharias Hogels Chronica von Thüringen und der Stadt 
Brfivth. a54, b58. 49 

862 1581. F. Joaiin Nasa: Examen Chartaeeae Lutheraoorum 

Coocordiae, Ingolstatt 1581. S. 874. 945 

27. 1588. Joannes Jacofaus Wecker: De Seeretb, Bariltae 1582. 

p. 43. 54 

28. 1583. Joseph Hansen: Nuntiaturberichte au» Dout.scliland III, 

2y Berlin 1894. S. 617: Mlnucci an Herzog Wilhelm von 
Bayern, zwischen 95. Marz und 4. April 1688. 55 

29. 1583. Leouhart Thurueysser zum Thum: MeUzAt xai igfi^veia 
Bas ist ein Onomastieum, Berlin 1588. S. 88. 58 

80. 1585. Augustio Lercheimer von Steinfelden [Wilcken, Witte* 
Idnd]: (Thristlich bedencken. fleidelbevg 1585. al6», bflO«, 

c86b, d44b, e55«. - 58 

81. 158<». Theatruni dt« \'cMieticis. Franckfurt a. iL 1586. 62 
a S. 172' liudwif:^ Laviiter: Von (lespensten. 68 
b S. IW^ Leonhard Tluirneysspr t Hed^ncken 68 
c-g Aii^:iistin Lerch(>iiiior vt)ii Sti-irdclden [W'ilcken, Wittt'kind] : 
Chri«Uich Bedencken: c 272i>, d279b», e282a*, 1287', g294». 64 
h S. 808' Heiorieli BuUinger: Wider die Schwartaen Knntt. 67 

32. 1586. Johannes Weier: Do Praestigiis Daemonum. Von 
Teuffehgespenst. Deotaeh von Johann Foglioua. PraneUurt 
a. M. 1586. S. 98a. [Überaetsung von Splitter 17.] 66 

88. 1587. Bamoel Heigerios: De Panurgia Lamiarum. Hamborch 
1587 a88b, b95a. 71 

84. 1587. Stanislans Samicius: Annales, Sive De Ori^ne Et Re- 
bus Oestis Polonoram Et Lttuanoram v. O. 1587. p. 67. 78 

85. 1587. Eduard Jacobs: Zeitschrift des Harz-Vereins, Wernige- 
roda 1874. S. 362 Lud <. Iph ns Lttders an Wolff Emst Grafen 
von Stolbergk d. 30. Okt. 1587. 74 

Zw 85 ' Uli 

36. 1588. Aupust yaucr: Kuphoruui I. HaiiiDcrg 1894. 8. 787, 

Fridrich Beer: Fau^tus verzaubert zwöli Studenten. 76 

Zu 86 ins 

87. 1588 [Wilhelm Braune]. Das Volksbuch vom Doctor F^ust, 
Halle 1878. Bibliographie [von Friedrich Zamcke]. 8. 17. 

Senatsprotokollc der Univerrität Tübingen vom 15. April 1588. 

a p. p. hi.st<:>riiun Fausti 77 
b Hockiuui wcUlf man . . . einsetzen. 77 
434. 1588. .August Sauer; Kuphurion VI Wien nnrl Lf-ipzijf 1H;»;<, 
S. 679. Friedrieh Beer: D. Faustus macht laut schreyende 
bawren stil. 1095 

n* 



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SpLitterveraeichnis: 1589 - IdOl 
Splitter Seite- 

88. 1589. Edward Arber: A Transcript Of The R. trister» ü! Th.- 
Company Of Stationors II. London 1875. ji. r»l»>. d. 2B. Febr. 
1589. Rio Jones lässt A ballad ot the life «od deathe of Doctor 
Faust uü the great Cunngercr eintragen. 

89. 1591. Johftnü Georg Oodelmftnn : De Hagis. Frsncoforti 1591 
ft7, b45. 79 

> 40. 1592. Georg Oodclmann: Von Ziüiberarn, Frenekfort «. U. 

1599 ftSO, bl57. [Übersetzung von Splitter 39.] 80 
485. 1592. August Bauer. Euphorion VI Wien und Leipzig 1899. 

8. 67n: Vu'tnr Pfrilhis fdrniintH): Der Hörs.-ll..TK'k. 1096 

41. 1598. Kdward Arber: A Transi iipt Of The Kegiüters OlThe 
Company üf »Stutioners II. Londnn 1875. p. 640, d. 1<>. Nov. 
1593. Cutbert Burbye lümi The secondc iteporte of Doctour 
J6ka FInistas eintragen. 89 

48. 1594--ieOS. J. Peyne GolUer: The Diaiy of Philip Henslowe, 
Lftndon 1845. üänttSge über d«a Dran» Docier Foetet a49, 
bc43, d44. e45, Mi48, 147, k148, m51, d54. o56, p57, q64, 
r«67. tu 82. v83, w84. x9I. y228. z 278. Im InrenUr 
vom 10. März 15J19: Drache Für Faust. 88 

43. Um 1593. J. Fayne Collier: Memoirs (){' Kdvsard Allfvn. 
Lond«»n 1841. S. 20. Im Inventur Fuusts U aitis und Mantel. 81 

44. Um 1595, Henry Harington: Nugae .\ntiquae. London 1779. 

p. 180. 8tr John Heriogton: A Trefttiae on Playe. 84 

45. Jean Jaequea Vuecher [Johaon Jaeob Weclcer]: Lea Secreta, 
Lyon 1596. p. 61. [Übenetoung von Splitter 97.] 85 

48. 1596. H. WoIfTgang Bätner und Georg Steinhart: Bpitome 
flistoriarum. L.Mpzij.' 1596 a'd4\ b36a, e4^7^ d438» 86 

47. 1597. .Jacob Ayerer: Historischer Proeeaaua Juri«, Ifranckfort 

a. M. 1597 nH'l 1.175, c479. 90 

48 1597. Carl Hiiiü und Anton Birliniji'r: Auj^Mistin Lercheimer. 
Strassburg 1888. S. [1] Ausgabe letzter Hand 1597 von Lerch- 
eimers [Wilckena, Witteicindaj ChristUchem bedeiicken a29. b41, 
c61, d85, ein, f 181. 93 

49. 1597. Henning Groaae: Uagiea laiebUe 1597. p. 164. 98 

' 878. 1597. Füroemate Wundergeschicht 1597 S. 39 977 

50. 1598. Samuel Ueigerlua: Nuelena Htatoriarum III. Hambarg 
löim. S. 192. 98 

51. i ")9H. .Tnaiinp,'» t^rtiltott!'^ [.\ntonius Fraetorius] : (iründlichcr 
Bericht \'on Zauberey und Zauberern, Lieh 1598 a59, b67, 
c78, d316. 99 

52. 1599. 3Lartiuus Deliio: DiaqubitioDes JMagicae, Lovanil 1599. 

p. 167 108 
p. Um 1600. Jacobua Martini, Diapiitatio De Magicia Actlonibua] 1144 
379. 160L Theobald Höelc [OthebladÖckh]: Bchönea Blumeofeldt 

1601. Bl 6b. 978 



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SpUfctenreneidinU: ltiOI-1611 XXV 
Splitter Seite 

»4. 1601. Edward Arber: A Tmoscript Of The Hegisters Of The 
Company Of Stationers III. London ISTfi. p. 178. d. 7. 
Jan. Irtül. Thomas Btisshell liisst The plaie of JJoctor J^'austus 
[von Christopher Marlow«'! »'iniragcn. 102 

54« 1002. Philipp Cuiutranua; Operae Horarunj äubeiüivarum, 

F^eofinÜ p. 314. lOft 

55. 1609. Liebhaber der Warheit: Orundtliclier Bericht, was 
voo der Zauberey and Uexenwerck au halten aey» [Knmberg] \ 
1603. [Verfusst von den Nfimbeiger Theologen Mauritius 
Heinig, Joannes Scheibammer, LaorentiuB Dumhofer, Heinri- ' 
cos Scholidel, Joannes Kaaffimann und Martioua Sallinger.] 
S. 10. 106 

ö6. 1603. Fhiliii}ic Cuinciuriiis : Lea Meditaiions Uistoriques 1. 

traduites par. 8. ü. Lyon 1603, p. 279. 106 

57. 1604. (TboBiaeHlddletoii]: The Black» Booke. London 1604. 

p. [12J. 100 

58. 1605. I^avid Heder: Acht Hexenpradigten. Leipadg 1605. 

Bl. 40 b. 110 
50. 1606. Thomas Btrck: Begenten^SpiegeL Franckfurt a. M. 1607 

al58, bl76, cl81. Iii 

60. 1606. 3Iichael Sachse: Newe JCeyser Chronica, Magdeburgk^ 
1606. 8 303. Ua 

61. Vor 16U8. Januü JucobuK Boissardus: Tractattis |)oäthumu8 

De Divinatione et Magicis Praestigiis o. O. u. J. p. 18. 117 
63. 1607. FhilippasLndwigui £lich: Daemonomagia. Francofurü 
1607 a56,b65,e67, d84, e85, flOO, glOS, hll8, 1116, kU8, 
1180, in 196, n201, 0807, pSOO, q215. IIS 

63. 1608. Simon Maiolus: Colloquia II. o. O. u. J. p. 176b. ISft 

64. 1608. Johannes Meissner: Die« Englischen Comoedianten Zur 
Zeit Shakespeares. Wien 1HH4. S. 78. Erzheraogin Magda- 
lena von Osterreich an Erzherzog Ferdinand v. Österreich 

d. 21. Febr. 1608. 124 

65. 1609. Samuel Howlands: The Oomplete Works. [London] 
1880. Bl. 47. The Knave of Clubbes. 196 

66. 1610. Bibliotheca Exotiea. Frankfourt 1610. S. 548. 130 

67. 1610. Edward Arber: A Transcript Of The Registers Of The 
Company Ol Stationers III. London 1876 p. 442, d. 13. 
Sept. 1610. Thomas Busshel überträgt an John Wrighte sein 
Eijjf'ntiimsreoht an Thv trogicoU history of the horrihic lifo 
and Dcath of Doctor Faustus, writteu by C. H. [Christopher 
Marlüwe]. 131 

68. 1611. Daniel Schallerus: Zäuber Händel, Acht Predigten. 
Magdeburgk 1611 a86«, b45a, c58a. 131 

69. 1611. Georgias Draudius: Bibliotheca Librorum Oermanicorum 
Ulaasica. Franckfurt a. M. 161 L 8. 548. 138 



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XXVI 



SpUttonreneichnis: 1618—1680 



Splitter Seite 

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Roisa der Fürsten Ludwig Friderich und Magnus von Würtem- 
beriff vom 18. April bi» 97. Mai 1618. 1096 

70. 1615. J. M. Gowper: B. C: The Times' Wfaittle. London 
1871. p. 98. 1S4 

71. 1618. [Johann VnlentinAndreM): Henippui. CotmopoU o. 0. 

1618. p. 221. 136 

75. 1619. Wolfgang HUdebrand: Jbgia Natundii II. Leipiig 

1619. 8. 12. ia7 

73. 1620. Bäpstliche Aderläss o. (). 1610. Tit«lblatt. 138 

74. 162Ü. I. C: A Pieasant Comedie, C'alled The Two Merrj- 
MUke-ltaids. London 1680. a 5, b [44] 188 

76. 1690. JohnHelton: Astrologaater. London 16S0 a8, b 18, e9S. 144 

76. 1691. Elia« Steinmeyar nnd Wilhelm Beherer: Zeitschrift liir 
Deutsches Alterthnm XVII, Berlin 1885. 8. 87. Erich 
Schmiilt: luhail einer Theophiiuakomödie aus logoUtadt 
Okt. 1621. 149 

77. 1623. Williana Shakespeare: Comedies, Hiütories, And Tra- 
gedies. London 1623. [Neudruck von 1808]. p. 39. The 
Merry Wives of Windsor. a40a, b57. 146 

III. Vor 1694. Franciacus von Rosset: Lee Histoires Tragitjues 

de Nostre Tempa. Deutsch ron Martin Zeiller] 1144 

78. 1694. WilheLmns Schickard: Becbinath flappenischim, Tubin- 
gae um a7, bl9«. 147 

79. 1624. Franziscus von Rosset : I.ps Histoires Tragiques de 
No-^tn- Tcmps. Deutsch von Martiims Zcilh-r. Andi-re Edition 
i'urth i'):i4. 41. Zeillers Anmerkuugeti zur zweiten Ge- 
schichte. [Zweite Auflage von Splitter iL] 148 

80. 1625. (xabriel Naude: Apolugie Pour Tous Les Ürands l'er- " 
sonnages. Paris 1695. a. 81. 149 

Zu 80. b56, c4n0. d419, e498, f440, g609 1119 

81. 1696. Albert Cohn: Shakespeare In Germanjr. London and 
Berlin 1865. p. CW, Kalendereintrag über Dresdener 
Fausiau6ührung d. 7. Juli 1(>26. 150 

62. 1626. Karl Engel: Das Volksschauspiel Dort« ir Johann Faust. 
()](l.'t)hiirp 1882. S. HI. Kalendereiotrag über Dresdener 
>'auslu iinihninyr d. 7. Juli 1620. 151 

83. 1628. Zücharius Theobald: ArcauoNaturac, Nürnberg 1628. 152 

84. 1098. IL Oeorgius Haier: flistorbcber Lustgarten. S. 417. 159 

85. 1680. Johannes RQdinger: De Hagia IlUcita Decas Ooncionum. 
Jehna 1680. a46, b60< e95. dl8l, el46. 155 

86. 1680. [Thomas Randolph]: Aristippus, London 1680. p. 8. 158 
Zo86 1115 



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SpUtterverxeichnu: ltfdl-lti51 XXYU 

.•Splitter Seite 

87. 1631. Thomas Beard: The Tbeatre üf Oods ludgements, 

London 1631. p. .553. 158 

•88. 1631. Jacob Freyherr von Liechteiiberg, Jacob ^^'ecker und 
Woltgung ^debrmnd: Goetia, vel Theurgia, Leipzig 1681. 
abd, e95, a66, eTS^ n48, g248. 160 

89. 1688. Cunrad Dieteiick: Dm Buch der Weinheit S«lomon«, 
übn 1688. «1088, blOBO, cl08t, dloas, cUUl. 178 

90. 1635. Johannes Rüding^er : Decas Goncionum Secunda, De 
Ma^ia IlUcita. Jehna 1635. S. IRl. 178 

■880. 1635. Benedictus Carpzovius : l'rnctica Xovu Irnperialia Saxo- 

nica Renim Criminalinm Witteburgiif 1^)3') \i. 411a. 1J8Ü 

91. 1636. Crisbertus Yoctiua: Selectae Uispututioius. l.ltrajeeti, 
1669. a549, boSS, c657, d568, e565, f . 567, g 584, h . 58.5, 1596. 179 

98. 1640. J. D. : The Xnave in Gnine. London 1640. a70, b78. 188 
98. 1648. Conrad Dietorich: ficeleaiattea IL Ulm 1648. a887, b 666. 183 

94. 1648. Hieremia* Drexelitts: Amifodina Artinm et scientiarum 
omniom. Antverpiae 1649. p. 144. 184 

Zu fU 1116 

95. 1643. AlatthäusMehaD; Topographia Sueviae, Ifraucklurta. 31. 
1643. S. IIP. 185 

^IlL Vor 1644. Daniel Dyko: Nosce Teipsum, edited by Jeremy 

Dyke, Loudon. [Engliüches Original au Splitter 881.] 1144 

•861. 1648. Daniel Dyke: Noice Teipsuin, herausgegeben von Jeremy 
Dyke, Deutsch von D. H. P. Dantaig 1648. 8. 48. (Übenetaung 
Ton SpUtter III.] 988 

96. 1646. Hieremias Drexelius: Christliche. AndHrhtige Betracht 
tungen und Übungen. Moguntiae 1645. S. 1017. 185 

4>82. y>\7. Heinrich Rimphof: DrachcD-König, Hinteln 1647. 

al3ü, bl32, cl4«, d2l«, e232, f298. 982 

97. 1648. Hermannus Conringius: De Hermetica Aegyptiorum 
Vetere. Helmstadü 1648. p. 342. 187 

98. Naeh 1648. Johann Hermann Dnntte: Oetcbichte der ireien 
Stadt Bremen. Bremen 1851. B. 588. Über Fausttheatenettel. 188 

[IV. 1649. [Gabriel Naud4:] Le Hawarat oa de tout ce qul a itä 

imprimö contre 11- Cardinal Maaarin, Paris 1649] 1144 

99. 1660. [Gabriel Naude:] lugement De Tout C.- Qui A Este Im- 
prim^ Contre Le Cardinal Malaiin. O. ü. u, J. p. 519. 
[Zweite Auflage von Splitter IV.] 189 

^00. 1651. TlioiiiftH Randolph and F. J. IXkovioi^ iiakfua Äkovioya^iia 

A Pleaaanl Cuniedie, London 1651. p. 33 a. 189 

.101. 1651. Leo Blaia: Das Theater und Drama in Böhmen. Prag 
1877. 8. 57. Liste der Theaterstacke de« a&chsischen Hof- 
komödianten Johann SehillinK vom Mai 1651. 191 

^888. 1651. Edmund Prestwich: HIppolitus translated out of Seneca. 



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XXVIII Splitterventeichnia: lt)5ä— ItitU 

Splitter Seit» 

Together with diven other Foemi of tbe aame Autbora» Lon- 
don 1(151. p. 67. 965- 
109. 1658. Hwtintt« Zetllen»: Ckronieon Pftrvom SumM, Ulm 

1H53. 8. 564. 198- 
108, 1654. Alexander Bromet The Ounning Lovert. A CkwnecUe. 

London 1651. p. 53. lÖSJ* 
384. 1655. [Sir John ilemiis nm] .larnps Smith] S»", J. N. and Ja. 
ii. : Musaruiu Deliciac, or the ^duKes Kecreatiuu, London, 1655. 
p. 53 987 

104. 1657. ThoniMBAiigus: Uaq(iedfii»'£t.Uaeluni Onentit. Hat- 
niM 1667. p. 66. 194 

105. 1657. Giebertus Voetius: Selectae IHeputationee Theologicte 
III. L'ltrajecti 1050. 614. 195- 

885. 1657. Gabriel Naude: Histor\- Of Uagick by way of Apo- 
lop^y for all thc Wise Moii who hav*» i!nju«<tly been reputed 
Ma^iviaus. Engliahed by J. Davies, London 1657. al6, bS?« 
cl8H, dl97, ü20l, f'206, g287. 08T 

106. 1659. [Gaspar Schott:] Joco-Scria Naiurue Ei Aitis, Sive 
HogU NatureUi. ■ o. 0. ii. J. 196' 

107. 1660. Berahard Waldechmidt: PythonitM Endorea, Dm Ut 
Acht uod swontslg Hexen- und Gespenet-Fjredigten, Fmnddnit 
1660. a78, b 194. c204« d454, e467. 196- 

108. 1661. üelchior Goldast von Haimina-Feld: Rechtliuhes Be- 
denckcn. Von Confiscation der Zauberer und Hexeo-(iüther) 
Bremen 1661. n7l. b75. rdSf». iM- 

109. 1661. Elias Coiirmli et l'onstuutinus Ziegta: Dispututio l'iiy- 
sica exhibens I. Doctnnain de Magia II. Theoremata Mis> 
ceilanca. Wittobergae 1661. p. [lüj. S(U1 

386. 1661. Adolf Köcher: Memoiren der Herxogin Sophie, Nach« 
mala Kurinntin Von Hannover. Vierter Band der Publi- 
kationen aus den K. Preusneclien Staateardiiven. Leipzig 
1879. 8. 70. Aufzeichnung zwischen 8. Okt. und I.Dez. 1661. 901 

110. 1663. Johannes Praetorius: Saturnalia: Das ist. Kine Com- 
paifnie Weihiiaclits-Fratzen. Leipzig 1663. 8. 5. 2(tö* 

363. 16<i:{. William Pnnn*»: Histrio-roaatrix, Tho l'laycrs Scourge. 

London 1633. Fol. 55lib. 946 

111. Um 1663. Johann Balthasar Schuppiua: Schriflten. [Frank-, 
furt, 1663.] iO» 

a) 169 Der Geplagte Hiob. 209 

b) 652 Abgenötigte Ehren-Rettung. 903. 

112. 1664. Jacobus Masenius: Paiaestra Eloquentiae Ligatae III. 
Coloniae Agrippinae 1664. p. 66. 206 

119. I't^l. David Schuster: Mahometa und Türcken Greuel. Franc- 
furt a. 31. 1664. S. 19. 204 



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Spüttmerzeiobnie; 1Ö67— 1675 XXIX 
Hpiitter Seite- 

114. 1667. Johann-feter Langius; Democritu« itiden«. Ulmae 
16«7. p. 247. 21)6- 

387. 16H7. Thomas .luidain: Moih-v b an Asso. A Cuuiedy Li- 
ceased d. 16. Nov. 1067. London 1668 p. 1 J. 992- 

115. im. Geoig Schröder: C^odUbet Oder Tage Buch Von 
AUerband AnmerckuDgen Bl. 114 b. Eintrag Uber ein gelesenea 
FauiUpiel Tor d. SO. Okt. 1669. S07 

116. 1660, Gal'iit'l Xaudc: Apologie Pour Tons Lea Grands Hom- 
mee. Paria 1669. b41, d803. e309, f318. Durch die Er- 
gän7.uQg von Splitter SO ist Splitter 116 Sberfliiaeig geworden 208 

Zu 116 n'>B. c28{<. 1 12 1116- 

117. 16()H. (Teriuuii Srhleifheim von »Sulsfort [Grimmelshausen]: 
Der Abeulhuuerliebu 8implici&äüuus Teatacb. 3lonpclgart 
1668. & 191. SlO 

118. 1669. Daniel Schneider; Titins Continuatua Ei Illustratua. 
Wittenberg 1669. a489, b445, c460. 211 

119. Uro 1670. Johann Balthasar ächuppiua: Schritten [Frankfurt] 

o. O. ti. J. [Vermehrte Auflage von Splitter III.] 215 

a) I. S. 162 Der Geplagte Hi..l. Splitter lila.] 216 

b) I. S. 652 Abgenötigte Kl rct ^^ tt.lllg [ss Splitter 111b.] 216 

c) II. S. 82 Der geistlirhc Spat/ici jjang. 216^ 

388. Um 1670. The Witch ot the Woodlandü; or the Coblera uew 
Translation^ London. Titeiblalt 992* 

869. 1670. Michael Paris Walbni^r et Emst Friderieh Schr6ter: 

Dissertatio Jnridica de Lamiis eanimque Proceasu Ch^tnali. 

d. 1. Hai 1670. Jena. 8. 57. 993. 
ISO. 1671. 3Iirhael Freudius: (inwissens^Fragen Oder Gründlicher 

Bericht Von Zauberey und Zauberern, Fhmckfnrt a. M. 1671. 

a264, b267". 217 
390. 1672. Christian Siri\ei . Das Verlohrnc im(i wiedergefundene 

Schäfflein, Magdeburg und Helmstedt 1672. 8. 32. § 28. 998- 

121. 1678. 8ir WUliam D'avenant: The Works. London 1678. 

p. 76. The Play-house to be Let. S21 

122. 1674. Bartholomäus Anhorn: 3Iagiologia. ChristUcbe War- 
nung fSr dem Aberglaul)en und Zauberey. Basel 1674. a 249, 

c 625. 221 
Zu 122 b 264 1118- 

123. 1675. Edw.ird l'hili]i(i: l ln ntruiii Poetarmn, Or A Compleat 
Collectlon ut The Poets. London 1675. p. Iii, unter C: 
Christopher Mmrlow. 224 

124. 1675. Johannes Ulricus Mayer et Jaeobat ThomaMus: Dis* 
Curaus EQstorico-Philologieus De Vagantibns 8cholailieis Sive 
Von Fahrenden Schülern, o. 0. 1675. a9, b45, e46, d49. 225 

125. 1675. Johannes Christianus Frommann : Tractatus de Faaei- 
nation e. Norimbergae 1675. aoSÖ, b59ö. 262: 



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XXX 



SplittervetMkliDis: l«7tf>-1687 



Splitter Seite 
126. 107ß. fJ. G. Sciu'liiuriiiu.s] AiniiiMniiitf.s Litcniriin-. Kniiu-n- 

turti ut i^lpsiae 172Q. p. öu. .iohuuacs Conradua Jlurrius ao 

Oeotgius SigismundiM FÜirenii d. IB. Jali 1676. S99 
1S7. 1676. Coondiu Samu«! Schumfleucltua: Epktolae. Vitem* 

b«rgM 1700.. p. 650, d. 96. J«o. 1676. 945 
128. 1670. Theophiloa Spixelius: Felix Litentiu. August *e Tin« 

dclicorum 1676. p. 162. 846 
120. 1680. Enismu« Frsncisi i : Der Wunder-reiche Uberaug nnierer 

Nider-Wc!t Nüriiber^r IHKO. 3. 29. 248 

180. 1680. J'iK Tü 1111(1 (i(>liil)(liiiis Dt's.s Im dvr üastiUie zu Pariss 

iu YerimÜL Sitzendeu Her(zug8 von LuxcDburg. o, Ü. 160. 252 
Zaiao 1118 

181 . 1680. ThomM Jobann Sdiultie : Des Teuflela Borg- Wenk. Witten- 
beig 1680. a 6, b 96, c 76, d 81, e 95« f 107, g 1 1 1 , h 1 14, i 1S8, k 199. 256 

182. 1680. Tbeopbiln« Spiselttie: lofelix Liteimtua, Auguatae Vin- 
delii-oriün 1680. p. 882. ' 262 

[V, 1681. Ludwig Lavatcr: Van den spooken Xugt-Geesten en 
andere diergelyke TerschyoiDgeD. Gorich 1681.] [UbersetzuDg 
von Splitter 18.) 1U4 
133. 1682. Adamus a Lebenwaldt: Achtes Tractütl, Vun dvsa 

Teaffela List and Betrug a46, b 74, c 165, d2l9. 264 

184. 1682. Martinui Lipeniui: Bibttotheca Bealia fhiloiophica, 
Francofurti Ad Moennra 1689. p. 860a. 266 

185. 1689. Johann Georg Schiebel: Zweytes Hiatoriaehes Lust- 
Haus», Leipzig und Franckfurt 1682. S. 105. 966 

136. 1684. (»ermau 8chleilheim von Sulsfort [Jacob von CtriuimcU- 
hausen]: Der Aus iletn (trab der Vt-rfiosscnheit wieder erstan- 
dene Teutschf Simpiici.ssimus. Nürnberg l'^81. a2l7, b22t). 
Krste Ausgabe luit Anmerkungen von Splitter 117. 267 
•864. Um 1684. Karl vun Reinhardstüttncr und Karl Trautmann: 
Jahrboeh fiir Hünchener Geaehichte. L Manchen 1887. 8. 957. 
Repertoire Michael Daniel Tnm. 947 

187. 1685. Jacob Daniel Bmtt: Das Neu-auffgeriehtete Historische 

Bilderhauss. Altenburg 1(>85. a35, b74. 268 

138. HiH.'i. M. Johann-Creorge Schiebet : yeucrbanctcs erbauliches 
Historisches Lust-Hauss. Leipzig 1685. a229, b264. 972 

Zu 188 1119 

139. 1687. Christiainis Wilhclmus Eybenius: Tobiae Magiri Ejki- 
nymologium Criticum. Francofurti et Lipsiau 1687. }>. 343. 275 

140. 1687. Johannes Adamus Oslander: Tractatus Theolugicus de 
Magia. Tubingae 1087. a78, b85, c909, d210. 276 

141. 1687. Gottlieb Spitset: Die Gebrochene Macht der Finster- 
nüss. Augapurg 1687. a41, b70, c 106, d 116. e 199, f 148, 
g935, h960, 1970, 1(816, U98, m iOS^ n6l7. 270 



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Splitterveneidmis: 1688—1701 



XXXI 



äpütter Seite 

142. im JACob Daniel Brost: Ehrenholda Beifflich-betrMlitete, 
and Cairiitaiulih%-veneht«te Eitelkeit Altenburg 1688. S.215. 989 

-891. 1689. R. W[ildl: The Boru ficc. A Comedy London 1689.] p.8 994 

143. 1690. ( hristianus Stridtbcc-kh et Valentinus Albertu«: DiMOr- 
tatio ActtUemiea, De Sagia. Lipsiae [1690], p. 25, 291 

144. IW'J. Misander [Johann Samuel Adaoii] Deliciao Biblicae 
Uder BibUsche flrgeUlichkeiten XYII, Jan. 16U2. Leipzig 
[1692]. S. m 292 

145. 1698. NicoUne Heroigii»: DaeniODoIntifn Oder BeeehrelbuDg 
von Zauberern und Zauberinnen. Bambuvy 1698. II. b 509. 296 

.Zal45a478, b520 U19 
148i 1695. Christoph Zcisseler: Neu<*eroffneter Hietoriseher Schau- 
platz, Leipzig 1695. S. 147. 297 
J47. Wilhelmiis St-liwart?: et Antonius Laub: Dissprtatin 

Murulis, Dt' iVcnitis Kriirlit(»rnrf!. Tl<'linstadi [1696]. alO. 1)20. 300 
14b. 1696. B. Seuft'ert: ViLTtoljiilir.st liritt tür Litteraturgcschichlc 

IV. Weimar 1891. S. 158. Scherrers Chronik. dOl 

149. 1897. KrieÜan FrantsPauUini: Zeit-kürtzeude Erbauliche Lust 
m. Fnnekfurt a. M. 1687. 8, 694. 801 

150. 1698. Peter Goldscbmid: HollUeher Hoipbeiu/ Hamburg. 
1698 S. 372. 808 

151. 1698. Misander [Johann Samuel Adami] Deliciae Historicae, 
Oder Hi.storiache ErgötsUchkeiten, Dresden 1698. a224, b286. 
c288, d681. <K»9 

152. 16W). Kherhardiis Gofkelius : Tractatus Polyhistoricus Magico- 
Mcdlcuü CtiriuäUü, Frutickfurt und Leipzig o. J. a7, b 28. 318 

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Allflage Too Splitter 865 und 892.] 1144 
-892. 1699. [Edward Ward) The London 8py. Por tbe Month of 
May 1699. Ftert VII. The Seeond Edition, [von Splitter VI] 
London 1702. p. 15. ^ ' 995 

153. 1700. Johannes Nicolaus Martins: Dissertatio Inauguralis Phy- 
sico-Mcdica, De Mii^nn Naturali. Ertordiae [WOO]. uf). ML 319 

154. 1700. Georgias Pasrhius; De Novis IiivonttM, Lipsiae ITOO.p. 820 

155. 1700. Johann Gottfried Zeidler: PantomysteriiiTii, oder das 
Neue vom Jahre in der Wündsclielruthe. Hall in Magdeburg 
1700. 8. 527. 321 

156. Um 1700. Comte Antoine Hamilton: Oeuvre« Mel^ee VII. 

o. O. 1777. p. 162. L'Ettchaoteur Fauetus. 325 
2u 156 1124 

157. 1701. Felix Slartinus Brähm et Henncns Bodinus: Disputatio 
Inaugnralis De Fallacibus Indiciis Magiae. fiaiae Magdebur- 
gicae [1701J. p. 27. 



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XXXII 



BplittonmeieliDis 1701—1708 



Splitter Seit» 

(VIL 1701. A Walk tn StiiithH.'ld. or a true dcscriptton of the 

humnun« of liortholoiutnv hair. Lotuloii 1701.] llü 

[Vlll. Vor 170*?. Cnriose Erw ^unk' d« t Worte Moses «en. VI. 2. 

Amsterduoi vor 1702. Erste Autlage von Splitter 217.] 114-1 

158. 1701. [Johsun Geor^^ Kccord]: MoDttfilidiM' Aanag aus 
allerhand iieu*horau8gegebenen natilicliea und artigen Büehcm. 
Hannover. Wbcz 1701. 8. 60. JBen»r«chttng von SpUtter VHX, (217) 845 

169. 1702. Dei Duc de Luzenburgs, GeweaeDeii Königlichen IVan- 
iaosieehen Generals und Hnf-Marschalls, VerböndoiM, So er 
mit dem Satan gemocht. Colin 1702. 348 

Zu loO. 1 124 

393. 1702, Paul Friedrich Sperlinjf : ( uulinuutio Nicodemi quaerentis 
et Jesu Hcspondontis. Das ist; Fortsetzung derer Jürbaulichcu 
Fragen. Leipzig 1702. a 690, b 528. 905 

100. 1708. Johann Beiche: Untersehledliche Sehrifflen Von Unfug 

DesHeseo-Ph>MiMi. Halle im Uagdebarg. 1703. al2, b85. 861 

181. 1708. Königlich Preueiischee Geheimes Staate* Archiv au Berlin. 
Acta fit' 1703 betr. Comoedien des Italit ner s S. hastiaii de Cio. 
Fol. 7. Hep. 9, LL 7 c. - a3. Kvangeliscli- Lutherisches 
Ministerium an dnn Köni^if; b7ti. König Friderich andasKvan* 
gelisch-Iiutheri-srln' Minisicrium. 363- 

[IX. I7Ua. jEllis Wynne) (iwelcdigaetheu y Bardd Cwsg. 1703. 

[Erste Auflage von Splitter 422.] 1144 

182. 1701, Wilhelm Emst Tcntxel : Curieuse Bibliothec I, 1. Franek- 
furt und Leipzig 1704. 8. 746. 887 

188. 1704. Johann Beiche: H. D. Christian Xhomasi Kartxe Lehr^ 
sätze Von dem Laster der Zauberey übersetzt und erleutert. 
Halle im Mapdebm ^isc-licn 1704. aHa: Naudes Apologie, deutsch: 
h H». d 1S1. , U)2, f 19U, g 197. L. Goffredys Zauber- 
gt'si-li'u lite : i .'»t>4. 3H8 
Zu lti;i. c 28. h 2."i2. 1124 
164. 1704. [Krdmaun Uhsc] [Uernian SudenJ: Der gelehrte Criticus, 

Leipzig 1704. S. 102. 872 
Zu 184. 1128 
185. 1706. Peter Ooldschmidt : Verworffener Hexen- und Zauberer- 

Advocat. Hambufg 1706. a201, b382, c498, d651. 380 
Zu IHÜ 1127 
lOtf. 1706. Hurcardus (lotthclft'iu.s Struvius : Introductio ad Notitiam 

Rei Litterariae. lenar 170(?. p. 473. 384 

187. 17(»f,. Bibliotheea Ai»tu|ua. l.nae, lim p. 2'.V2 llUircardus 
(iotthelhus Struvius:] Besprechung von Widmanus f uustbuch. 385 

188. 1708. Wilhelm Ernst Teutxel: Curieuse Bibliothec III, 3. 
Fhmclcfurt und Leipzig 1708. S. 193. [Ijisprcohung von 
Struves Introductio (Splitter 166).] 891 



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SpUttanmeichnis 1706-1712 



xxxm 



Splitter Seite 

169. 1706 Albertus Josepho« Loocio von OoiiMiD>i(idber1r -JoM^h 
Gontin von Hönning] der Clurbtliehe Welt^ Weise [I]. Au^purg 
1706. 10. 804 

170. 1707. Gottlieb Spitzt und Michael Freadiua : Die gewarnten 
Schatz-Orübcr. Leipzig 1707. 8. 8. [Aue Bpitxelf Gebrochener 
3Iacht der Finstcrniss. Splitter 141.] 395 

-437. 1707. Unbezaiiht rtrr: Die Neiiesto Alnmodische Teuffeley Und 

Zauberey rocommendiret. Leipzig 17üH. ü. 13. 1099 

4)94. 1707. Merckwürdige uud wahrhafTtige Begebenheit, Wie selbige 
mit J. G, £. bey Beeehwemng des Teuifbli , aus des togenaonteo 
D. Feustens HoUen-'Zwang ilchi sugetragen. Leipzig 1706. 997 

171. 1706. P. L. Berckenmeyer: Der Getreue Antiquarius. Ham- 
borg 1706. 6. 215. 396 

172. 1708. Albertus Josephus Loncin von Gonirniti [Albert Joseph 
(.'Oniin von Hönning]: Der Christliche Welt- Weise LU u, IV. 
Augspurg 17U6 a. III 855, b. III 361, d. IV 498. 397 

Zu 172. c. IV, 4L U27 

173. 171)8. Johannes l'histophorus Kudiagerua vi Johannes Clodins: 

De Spiritibua FamiUaribus. Vitembergae 1708. p. 18. 402 

174. 1706. Aloysius Charitinus [Jakob Brunnemann]: Dicurs Von 
BetrOgltchen Kennseichen der Zauberey, Stargard 1706. S. 66. 408 

175. 1706. Barthel Feind: Deutscke Gedichte, SUde 1708. 8. 94. 405 

176. 1709. [Abraham a Santa (^ara] [Ulrich Megerle]: Genti- 
Folium Stiiltorura In Quarto. W^ienn 1709. S. 6869. 406 

177. 1709. [Buddaeus]: Allgemeines Historisches Lezicon, II S. 107. 406 
Zu 177. 1127 

1709. [Edward Ward:] The Londou-Spy Compleat, London 1709. 

a na. Fourth Kditiou. [Durch Splitter 892 8. 995 überflüssig 

geworden.] 948 
Zu 865. 1148 
176. 1710. (Boufdelot) [Bordeion]: L^flistoire Dee Imaginations 

De 3[onsieur Galle, II Amsterdam 1710 b II 122. 409 
Zu 178 a I 13. 1128 
179. 1710. Bnn-ardua GotthelfiuH Struvius; Siipplrmenta ad Nutitiam 

Rei Litttruriac, .Ifnae. 171U. iS. 153. Nachtrag zu Splitter lti4i. 411 
160, 1711. Amaraiithcs [G. 8. Cor\-int!s] Pioben Der Poesie. Fraiick- 

furt und Leipzig 1711. 6. 462. 412 
695. 1711. [Bourdelot] [Bordeion]: A Histoiy of the Bidiculous 

fixtravagancies Gf Monsieur Oufle. JßngUsli. London 1711 

a9, b254. [Obersetsung von Splitter 178.] 1010 
181. 1712. [Bourdelol] (Bordeion ]: Histoii.-. Oder Wunderliche Er- 

zehlung der seltsamen Einbildungen des Monsieur üuflo. Dantzig 

1712. 8. 14. [Übersetzung von Splitter 17tt.J 412 



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XXXIV 



SplUtemrseidinu 1712—171« 



Splitter S«it» 

896» 171 LV Theodor Heinkingk : Hei^iuain Juris In Ardua et Gravi 
(^uaduiii t'Musa. (^nncernente processum quendHm. cc'utrii Sagam, 
nullitcr iuatittitum, et indo «xoitAui difiaunationem, Coluniae 
Agrippinno 1712. p. 2.H b. 1012- 

182. 1713. GaudetitiuM Jucuüuü: Doctae Xugae, Suliabuei, l7l3. 

p. 49. 4iS. 

188, 1714. Johann Jacob Vogel : Leipziguches (Hichidit-ßuch Oder 

AnnalM, Leipsig 1714 S. lU. 414 

184. 1714. Neu-eröffhetoi HuMum I. Leipzig' 1714. & S73. 41& 

185. 1715. Daniel Dost et Georg. Christiamis Wagoerus: Eruditos, 
S|iintinim Familiarium Usu Suspectos Dissertatione Literario- 
Critica Percensuerunt. läpaiae 1715. n 21. h |H. 

Ibt). 1715. Urkuridio, lU-itriigo zur vnt<'rliiiuli.si-lu'ii (ieschichts- 
foriichuug IL Solotluirn 1H75. 8. 74. Jakub Hüchtoid: 
Wienoriacha Rei«eb«schreibung das Uinoriten Oeoiig König von 
Qplolhun. : %Bictrag d. 89. Juli 1715. 4Sa 

966. 1715. Simon Henricli fieuter: Suitana Alsatanga, Das ist: 
Das mächtige doch iimscliraackte B«ich dos Teufels, Lemgo 
1715. a229. b2()4, c 3l!>, d :^61, o H«2, f «7»», g 751, h 7«H, 
i799, k808, 1850, m 898. n907, o 1007, pl075, ql082, rill«, 
8 1119, tll51, u 1153, V 1160, W1175, X 1176, ylld2, s 1226, 
aa 1232, bb 1247. 94» 

397 1715. [T. Burnett] A Sccond Tale of a Tub, Ür the History 

oi Robert Powel the Puppet-81iow>Msn, London 1715. p. 218. lOia 

187. 1716. Georg Andreas Agricota: Neu- und noch nie erhörter. 
Doch in der Natur und Yerounfit WohlgegrHndeter Venucb 
der Uniyenal- Vennehrung Aller fi&ume, Stauden, und 6e> 
wichse. Begenspurg 1716. al4, btl7. (c Register 1717). 494 

Zu 187. I1S9- 

188. 1716. Georg Andreas Agricolo: Knrtzfr Bericht von dem 
Ursprnnpe Der m u- und h«u hst-iiiit2barcn Universal- Vennt-hrung 
AIUt Häunie und Stuudvn-dt wUchse, Leipzig 1716. S. 20. 427 

189. 1706. Die sonderbaren Gerichte Gottes [Jena] [1716J o. ü. 

u. J. B. 6. 428 

190. 1716. Wahre Eröffnung der Jenaiachen Chiistnachto-Tragodie 
Jena 1716. 8. 1. 4S8 

191« 1716. Der Theologischen, Juristischen und Medicinischen 
Facultäten in Leipzig Responsum über die Jeuische Conju- 
rafinns-Sache. o. O. 1710. |r)n«s ist i<'doch in Wirklichkeit 
nur (iif Antwort der juristischen Ir'ocultät. Die übrigen »iehe 
Splitter a98.J 454 
Zu 191. 112» 
398. 1716. Derer drey Hohen Facultaten au Leipzig Bedencken und 
respective Urthel, welche über den su Jena in der Heil. Christ- 



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SplittorreneichnM 1716-1790 XXXV 

Splitter Seite 

DAcht Anno 1715 pauiiten traurigen Casum mit denen aoge* 
nannten Teuffels-fiannem. d. 6. Hart 171tf autgeferüget worden 
a. 8. 5. Bedenken der Theologischen Facultät: b. S. 17. Be- 
deuken der Medicinischen Facultät. [Das Bedenken der 
Juristischen Fat-tiHät siehe Splitter 2f)l. 8. 4ö4]. lOU 

192. 171 fi. I. A. W. M. Ö. Der Aller Urteu Wegen des \u der 
('liristnacht 1715 zu Jena geschehenen Casus, mit inii^n^chen 
Cirillen beschäffligte Mereurius. u. Ü. 1716. a b lä, c 17. 460 

193. 1716. Franciacus de Cordua; Sciirtffi- und Yerouinfitmiisnge 
Gedaneken vom Schatagraben, Hamborg 1716. & 107. 462* 

194. 1716. Julias Tamlanns: Sendschreiben An Hieronymom 
FisteUnm, HagUuna io Arabien (o. 0.) 1716. a 20, b 29. 465 

195. 1716. Olorinu»: Neue» Bedeucken über das gründliche Be- 
dencken eines berühmten Medici in Halle, o. O. 1716. 14. 466- 

196. 171R. I. A. \y M. S.: I. Continuatio Des aller Orten Wegen 
des in der ( Ihi^t nacht 1715. zu Jena geschehenen magischen 
Casus, rait mugischen Grillen beschäftigten Hercurii o. 0. 
1716. a47, b49 4«7 

197. 1716. loannes Andreas Binnebecg et Michael Foertschius: 
£sercitatio Theologica De Pactis Hominum Cum Diabolo, 

d. 4. JnU 1716. lenae o. J. p. 99. 476- 
196. 1716. Henricus Andreas Mätcke et David Richterus, Quadriga 
Disputationum Magico-Theurgicarum De ConcUiatioiie Spiri- 
tuum d. 11. Juli 1716. lenae o. J. S. .">. 477 

199. 1706. Huuiphrey Prideaux: The Old und New Testament 
Connected, London 1716. p. 221. 478-- 

200. 1717. Peter Fridericus Arpe: De Prodigiosis Naturae Et 
Artis Operibus Talismanes Et Amuleta Dictis, Hamburgi 1717 

p. 195 479 
901. 1720. Prideriens Roth-Seholtsius : Johann. Conradi Zeltneri 

Theatrum Virorum Eruditomm, Noritnbergao 1720. p. 15. 48Q- 
202. 1720. O. A. Agricola: L'Agriculture Parfaite. Traduit de 
l'Allemand avec des Remarques I. Amsterdam 1780, p. 156 
Ubersetzung von Splitter 1H7. 481 
908. 1720. G. A. Agricola: L Agriculturo Parlaite. Traduit de 
rAUemand avec des licuiarques II, Amsterdam 1720. S. 142 
Übersetzung vuu Splitter 167. 482-' 

904. 1790. Oottlried Wahrlieb [Johann Christoph BVanck] Deutliche 
Vorstellung der Nichtigkeit derer vermeyntenHezereyen, Amster- 
dam [1720] a2, b l.')8, c 165. 483- 

905. Um 1720. Königlich Württembergisches Geheimes Haus- und 
Staatsarehiv zu Stuttgart. Fnlinverzeichnis der Al)te. Vögte 

. und Verwalter des Klosters Maulbroun 1147 — 1805. S. U. 4S2i 



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XXXVI SplItterrerseichnU 1721-1727 



BpIiUor 8«Ue 

:206. 1721. Juhaun Ulrich Konig: Dressdiiische iHruevals-Lust. 

Dressden und L«ipzig 17il. 8. 15. 493 
:207. 1781. Humpbrey FHdMuz: Alt« und Neues Testament, Ins 

Hochdeutsch übersetiei von August Tittol, Dresden 1721. 

8. 279. [ÜbersetBung von Splitter 190.] 494 
•899. 1721. G, A. Agricola: A. Philosophical Tr» atise of Husbandr}- 

•nd öardeiiing, EtiKÜsh h\ Kirhard Bradley, London 1721. 

p. 122. [tfektirzti" Kni,disclif rbiM-sctziingf vnn Splitter 187.] 1024 
400 1721. lo. Ernst Kloercko: l'oiumi'iuiutio df Oiiiiini' ( "i>nitirationi8 

Spirituum eüis Processu et JfoeDis, Jenau 11 2\. a \ iii, b 520 1026 
208. 1722. Uumphrey Pride«uz: Hiatoire Des Juifs Et Des Peuptes 

Voisins, Amsterdam 1722. p. 401. (Übersetsung von Splitter 199.] 495 
'909. 1722. Oustavns Georgtua Zeltoer: Vitae Theologomm Altor* 

phinomm. Norimbergae 1722. p. 508. 497 
■867. 1722. [Buddäus] Allgemeines Historisches Lcxicon II. Leipzig 

1722. Sp. 232 [Zwoit«' Auflage Ton Splitter 177. Hierdun-h 

wird Splittf>r 224 iiberHüssig.J 1*62 
•3(Ä. 1724. Williiiiii Ht.^'urth: Masquerades and Opcras: Burlington 

Oate. [Satirische Zeichnung.] 963 
Zu 368. 1148 
r210. 1724. FHdericus Guilieimus Bleriingius: Commentatio De 

Fytriioniamo flistorico. Lipsiae 1724. p. 158. 497 
-401. 1724. Georg Andreas Agrieola: Nieuwe en Ungehoorde dog in 

de Xatuur welgcgronde Queek-Konst. Uyt 't Hoogduyts 

Vertaalt doov. .1. Le Long, Amsterdam 1724. a 15, h 131 1038 
'.211. L'm 1725. Dpr WVIt-honiflFenen Herzogs von Luxenburg 

Pacta, Uik'i Verbündiiiss mit dem Satan o, (). u. .1. a 3, b 2.'), fiiHi 
212. 1725. J. C. ('anders: Das In guntz Europa berühmte, galante 

und seheus-würdige Königliche Leipzig in Sachsen. Leipzig 

1725, S. 18. 508 
402. 1725. William Uogarth: Just View of the British Stage; or 

three Heads. [Batirische Zeichnung.] 1080 
:818. 1726. Franciscus Hutchinson: Historiseher Versiich Von der 

Hezerey, Ins Teutsch»' übersetzet v(m Theodorus Arnold 

Leipzig 1726 a2 Titelbild, b35 Vorrede des Übersetacers 

Arnold. 509 
214. 1726. [Daniel Defoe:] The Political History Uf The Devil, 

London 1726. c 377. 514 
Zu 214» 289, b 268. 1130 
.ItlS. 1728. [J. O. Schelhornius :] Amoenitates Literariae. Franco- 

furti et Lipsiae 1728. p. 299. [Zu Dürrs Briefe an Führer, 

Splitter. 1-26.] 518 
:218. 1727. Jacobus Brunnemann : Discours Von beträglichen Kenn* 



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SpUttenreraeielmis: 1787—1780 X3QLVU 

aplUter Seite 

id«heit der Kenberey. Halle 1797* S. 109. [Nene Aiugabe 
▼OD BpUtter 174.] 518 
1117. 1787. CnrioM Erwegong der Worte Hoee« Gen. VI. 8. Amcter- 

dam 1797. 8. 4. [Zweite Auflege tod Splitter VIH.] 519 

Zu 217. 1130 
218. 1727. Gnttiieb B. Hancke: Weltliche Gedichfe. Leipzifr 1727. S. 1. 580 
:819. 1727. Suuiuel Frioderiih Laiiterbuch: Pohlnische Chronicke. 

Franckfurth und Leipzig 1727. S. 10. 521 

:8ä0. 1727. Herrn von lloffmunnswaldaii und andrer Deutschen 
auserlesene und hissher un^edruckte (Tedichte, Kraiick- 
furt uud Leipzig 1727 : ü. F. W. J. [Gottlob Friedriclx 

Wilhelni tfiuieker]: UntemidittDg Henm Gottfried Beojamin 
Hanckent WeltUcher Gedichte, d 7e [Gegen Splitter 918.] 698 
il91. 1798. Daniel Stoppe: £nte Sammlung Tentecher Gediehte. 

Franckfurt und Leipzig 1728. 584 
222. 1728. [I. 6. S.] Die In Guter Stille ausgeheekte Cuiieoee 

Grillen. Chemnitz 1728. &:m, b 810. c318. 585 
-403. 1728. [AlexBnfjrr Pope;] The Duociad. Au Heroic Poem. 

In Threc Hookji. Dublin, Printed, London, Kcprioied 1788. 

a 46, b 50. 1081 

404. 1798. Jonathan Swift: The Wotki Vol HL Part IL London 1755. 
p. 818. A Dialogue Between Uad Xullinix and Timothy. 
Written in 1798. 1088 

405. 1728. [J. Chr. Gottsched:] Der Biedermann, Zweyter Theil. 
Leipzig 172». 8.42. Einundscehzigstes Blatt, d. 5. Juli 1728. 1038 

.889. 1729. [Alexander Pope:] The Duiiciad. With Notes Variorntn, 

a 15H (.Splitter 22»)) b 165. [Dureh Splitter Zu 226 erietzt.] [Aua- 964 
gäbe mit Anmerkungen von Splitter ^O'd] 
Zn 369 1143 
.998. 1799. Bibliotheca Uffeobachiana Umversalis. Fraocofurti ad 

Moennm 1789. p. 774. 599 

-984. 1799. [Buddaeus] Neu-vermehrtei Hbtorisch- und Geo- 
grsphisehea Allgemeines Lezieon. S. 877. [Durch Splitter 
887 enetst] 599 

1729. [Daniel Defoe:] Histoire Da Diablo, Traduite de l'Angloia, 
II. Am<<tr<nlam 1789. c 361. [Übersetsung von Splitter 814.] 531 
Zu 225. a 107, b 131. U31 
1236. 1729. [Alexander P(ipf>:| The Duueiad, Varionim, Londrm; 

1769, a. 69. [Erste Aiib«^ai)c mit Anmerkungen von Splitter iü'A.] 532 
Zu 226. a 69, b 74. [Durch diese Bericht igurtg wird Splitter 226 erüetzt.jl 132 
997. 1790. (Haniel Defoe:] GründlieheHistoriieheKaehrieht Vom 
Teuffel Ins Teutsche fibersetiet Von Johannes Gebhard. Leipzig 
1780. b. 170. [Übersetsung von Splitter 814.] 584 
ms. 1780. Cortense Gespräche Im Reiche derer Todten, Zwischen 

Tille, FiraatapUtter. UI 



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XXXVIII 8ptitterv«nceichnU: 1780— ITiM 

Splitter Seit» 

Balthaier Beeker und Chiistian Sciiver. Franckfnrt und Lelpsig 

1730. a45, h48. rsr> 
22ft. 1730. roetischer Staar-Stccher. Bresslau und Leipzig 1780. 54» 
370. 1730. Johann C'hristoph Gottsched : Versuch einer Critischeu 

Dichtkunst. T.eipzip 1730. S. 152. 96S 

406. 1730. .Inh. iJhrbtiuii Fritschius : Seltsame jidoiii wührhatVtif^ 
Theolügische, Juristische, Medicinische und Physikalische (Je- 
sehicJite. Leipzig 1780. 8. 294. 1085> 

407. 1790. [Graf v, Btein:] Unterredungen von dem Aeiche der 
Geister. Band L Leipzig 1780. V. Stfick. S. 600. 108» 

280. 1781. Jacobus Rhrharth: De illustriuui ac obacurorum Scrip- 
toruni Erroribus Fraeoipui» in UiatorU Mahometi. Ulm 1781. 
p. 82. 538 

2B1. 1731. Keimannianae BibIiotheci% Theolugicao Catalogus 11. 

Hildcsiae 1731. p. 1022. 540 

Zu 231. 1134 

871. 1781. [Ladvig Uolberg:] Den Daoate Stue-Pladi FV 1781 abe. 968 

408. 1781. [Jamea Ralph:] The Taate of ihe Town: or a Guide 

to all Publick Diversiona. London 1781. p. 55. 1088 
982. 1782. J. B. t. E. [Johann Benedikt Scheibe]: Ffeymttthige 

(;c(ianckcn aus der Historie. Cölln 1732. S. 53. ** 541 

233. 17.32. Johannes Vogt: Catalogus Hiitorico^Criticus Librorum 
Rarioruni. Haniburgi 1732. p Hl. 541 

234. 1733. [Daniel Defoe:] (leschichte des Teutl. ls. Fruucklurt a. M. 
1733. c. 403. [Übersetzung von Splitter 214.J 542^ 

Zu 234. a 354, b 375. . 1134 

235. 1735. Just Ohriatoph Hotachmann : Erfordia Literata Contimita 
III. Erffurth und Leipaig 1785. 8. 869. 548 

Zu 285. 1135 

236. 173'). Ci ossps vollständiges Univenal Lexicon, IX. Halle und 
Leipzig 1735. Sp. 340. 550 

409. 1735. (»HVfit Pilaval : CauMes ("elebres Et Interessantes, Avec 
les Jngomens qui les ont devidees. Tome «Sixieme. La Have 
1735. p. 180. 1039 

287. 1736. Max Koch: Zeitschrift für vergleichende Litteratur- 
geschiehte III. Weimar 1898. 8. 468 Szenarium eines 
Cyprianspieles. 551 

238. 1787. Johann Benedict Scheibe: Freymfithlge Gedancken aus 
der Historie, der Critic und /uniahl der Litterutur. Francken- 
thal a. d. Werra 1737. (Zweite .\uHugo von Splitter 232.) 

239. 1737. Johann .larnl» Hriiut.< r: Physicalisch und Historisch- 
Ei-rTtiTtv- riirifisitiiii ii : ( »ilt r: Kntlarvter Teuiflischer Aberglaube. 
Franckturlh a. .M. iT.iT. a lUU. h 752. 554 

240. 1738. [Fassniann] Gespriiche Li deui Keiche derer Tudteu 
[XV] 232. Leipzig 1738. S. 511. 568 



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Sptittervemichnb: 1788—1744 XXXIX 
Splitter Seite 

410. 1788. [Gnf von Stein:] Unterredungeu vou dem Reiche der 
Oeitter, Band HI. Leipzig 1781. XVIL Stack. BerUn 1788. 

S. 479. 1041 

411. 1738. Oeoig Wilhelm Wegner (TharMnder] : Sehau-FlatK Vieler 
Uiil^nreimten Meytuingen u«d Erzehlnngen , Zweyter Band. 
Berlin 1739. XIII. Stück. Berlin und Leipzig 1738. h 469, b 503.1051 

:341. 1T39. Eberhard David Hauber: BibÜr.thcc a Sive Acta ot 

8^ ripta Magica I. 5 und 8. Lemgo 173«. a 8H. 1)513. 572 
■412. 1739. Rudolph Lang: Kurtz-verfasste Reis*s-Hesc hicihui)^' Oder: 

Offt beschuldigte aber niemab erwiesene Zauber-Kunst. Augsburg 

1780. aö8, b84, c99, dl02. 1057 
jt4d. 1740. Eberhard David fiauber: Bibliotheca Sive Acta et 

Scripta Magica II, 99. Lemgo 1740. S. 707. 578 
•848. 1740* Loub Moreri: Le Urand Dictionaire Hutorique IV. 

Amsterdam, Leyden, La Haye, Utrecht. 1740. p. 30 a. 577 
^4. 1740. E. A. lliiifen: Geschichte des Theaters in Preussen. 

Köiiig.<iberg 1854. ä. 116. Schauspieler Hilferding 1740 in 

KiMiigsberg. 579 
(X. Um 1740. Kornreuther: Magia Ordinis Äriiura et ScieD- 

tiarum. Post Partum Vii^nis 1515.] 1144 
418. 1740. [Facsmano:] Sedttehoder Band au denen Gesprächen in 

demKeiehe derer Todten. Leipzig 1 740.[Zweiter Teü.] S. 797. 

Inhalt der 282. £ntrevue [SpUtter 840]. 1068 
-414. 1740. Rudolph Lang: Die von mir aub höchst gebrachte 

Natürliche Zauberey. Dritter Theil. Augspurg 1740. S. [16]. TiO. 1005 
ji45, 1741. Königlich Preussisches Gehoimos Staatsarchiv zti Königs- 
berg. Ostpreusaittcher Foliant 12U7 o. Protokoll vom 17. 

Aprü 1741. 579 
246. 1741. Johann Geoi^e Keyssler: Fortsetzung Neuester Reisen 

Hannover 1741. S. 1180. 580 
D47. 1749. Eberhard David Hauber: BibUotheca, Acta et Scripta 

Uagica, III, 27. Lemgo 1749. S. 184. $80 
Zu 247. 1185 
948. 1742 Reilexious Sur Les Ouvrages De Literature VI. Paris 

1749. p. 984. r.92 
Zu 24«. 1137 
iiii). 1743. Fridericus Otto Monckenius: Jtfisccilanea Lipsiensia Nova. 

Lipaiae 1743. p. 122. 593 
Zu 949. 1187 

950. 1744. Neue Beytrage zum Vergnügen des Verstandes und 
Witaes; I, 8* Bremen und Leipzig 1744. S. 914. Zaefaaria- 
Verwandlungen. 595 

^u 2V). 1187 

951. 1744. Eberhard David Hauber: Bibliotheca^ Acta et Scripta 

Magica III, 85. Lemgo 1741. S. 7(K). 596 

IIP 



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XXU SpUttorvaneidiDif: 1744—1758 

Splitter 8flil» 

879. 1744. Ludwig Hdberg: Zun dritten nnd letsten Brie Seebi 
Luat-Spiele, denteeh Ton J. G. L» tob A. [J. O. Leab vtm 
Augsburg.] Coppenhagen und Ldpng 1744* Die Hwnj Oder 
der blindo Lärmen. »977, b874, e878. [Übenntiung von 

SplHtor 311.] m 
952. 1745. Bernhard Sonffort: Vierteljahrschrift Rir Littemtur- 
geschioiite III. Weimar 1»90. 8. 800. Ode voa S. 6. Lange 
an Herrn Raml»T. 598- 

415. 1747. Alexander l'ope: Duncias mit llistoriacheD Notea und 
einen Schreiben dee Obenetsert «n die Ubotriten. e 87, b41. 1086> 
[ÜberMrtmng von Splitter Zn 996 (408. 868. 996).] 

958. 1748. Berolurd Seufiert: Viertejjnknehrift ifir LIttentur- 
geschiebte DI. Weimar 1890. 8. 900. Ux an Gleim d. 95. 
März 1748. 599- 

954. 174«. Gotthold Ephraim Ijossinpr: Schriftt-n IV. Berlin I7i>4. 

8. 5 der jnnpp delohrt«-. zuerst aufgeführt 174H, 590" 

416. 1748. tlohuuui'8 Andreas Tiitin^er et ( "hriütophorus Mutthaeus 
PCaflius: Disscrtatio Theologien iasualis de Invucatione 
8. (äutetophori ad largiendot Nummoa. Vom Christophela-Oebet. 

d. 6. Sept. 1748. Tubiogae p. 97. 1067 

966. 17-^. Augustin Galmet: Diaaertations Sur Lea Appariüona 
Des Bsprits. BiDildleD 1749. p. 350. 600^ 

417. 1749. Chri«;tnph Matthaeua Pfaff [und Johftnaei Andreas 
Tfifiiif(er]: Theolo frische Unfprsuchunf^ dos »o genannten 
(.'hristophel-debets. Franckfurt und Leipzig 1749. S. 80. Deutsche 
Übersetzung von Splitter 416. 1068 

25<i. 1750. Fridericus (iotlhilt FVoyta^?: Auulecta Litteraria De Libriü 

Karioribus. Lipsiae 1750. p. 884. 60L 

967. 1750. Wilhelm Creixenadi: Vemucb einer Geaehiehte dei 
Volkaechaospiels vom Doetor Faust Halle a. 8. 1878. 8. 168. 
Theatenettel ISr Leben nnd Tod des Enssanberers flansworsi, 60S^ 

968. 1751. Augustinus Calmet: Gelehrte VexlundlHng der Materi. 
Von Erscheinungen der Geistcron. Aogspurg 1751. & 487. 
(Übersetzung Ton Splitter 255.J * 4K)9 

Zu 2:>H. 1187 
259. 1751. Catalogus Bibliothecac Buuavianac I, 2. Lipsiao 1751. 

p. 1987b. 608 

960. 1751. Gersaint, Helle et Olomy: Catalogue Raisonn^ De 
Toutes Lea Fieces Qui lorment TOeuvre De Kembrandt Paris 
1761. p. 195. 606 

961. 1759. Christian Friderich Sattler, Hiistorisehe BeschrGihung 
de» Henogthums Würtemberg. Stuttgart und fissUngen 1752. 

S. 191. 608 

969. 1753. William Hogarth : The AualysU Of Beauty. London 
1753. p. 32. 608 



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8plitterven«idiDu: 176S~1757 XXXXl 
Splitter B«ite- 
878. 1758. {^Sieger:] TenunflmBBBlg« BeartheitaogZw^er Schreiben. 

Ldpiif 1758. «56, b78. 968- 
283. 1754. Wilhelm Hogarth : ZergUedenin^r der Schönheit, deutaeli 

von C. Mylius. London undHannoTer 1754. S. 18. [Übenetsung 

von Kptittor 2()2.] 608- 

264. 1754. Neue Erweiterungen der Erkenntnis und des Ver- 
piiiTpens IV. 21. Frankfurt und Leipzig 17.54. .1. F. H. . . ert: 
iSchuuspiclc von Schuch Mai und Juni 1754 zu Berlin, a 229, b 231. 609 
Zu 2(W. 1137 
865. 1754. [Nach Ludwig Holberg:] Der Blinde Lermeo cor Faet- 
naeht-Zeit Oder der eingebildete Hezenmeieter. Uhn 1754. 
[Bearbeitung Ton Splitter 871 u. 87S.] dlO 

d66. 1755. Anade de Burgy: Catalogus Van de Weergalooae En 
Eenigsle Volkoome Ventameling Der Printkuntt Van Bern- 
brandt. In*t Hage 1755. a 24/35^ b 28/29. 610- 

267. 1755. Gelehrter Briefwecheel awieehen D. Jc^iatiii Jaeob 

Reiskc, Moses Mendelssohn und (lotthold Ephraim Lessing I. 
Berlin 1789. 8. 13. Mendelssohn an Lessing d. 19. Nov. 1755. 611 
Zu 267. Mendelssohn an Lf^Msi^g d. 26. Dec. 1755. 1187 

418. 1755. Bernhard SeuftcrtA'icHoljahrschriftfdr Litteraturgeschichte. 

Zweiter Band. Weimar 1889. 8. 271. Lessing an von Breiteobauch. 1Ü69 

268. 1755. Honrictis Philippus St(dl)t>rp:iiis et Christophonis Aiipustus 
Heumann: iiiipplonienta lüstoriae Liter&riae Uottingeusis. 30. 
S«^pt. 17.55. Gottingno <). J. 612 

269. 1756. Johann Friedrich Lowt- : Die W^alpurgis 2\ucht. lium- 
burg und Leipzig 1756. a 1, b 5, c 19, d 68, e 69, 612' 

Zu 369. 1188 
[XL 1756. Odilo Schreger: Zu nStxlieher Zdtanwendung Zu- 
aamnittDgetrBgeiier Auaaug der Meritw&rdigsteo Sachen. Stadt 
nni Rof 1756. S. 286.] 1145- 

270. 1756. Pierre Yver: Supplement Au Catalogue Kaisonne De 

M H. Oenaint, Helle et Glomy. Amsteidam 1756. a75, b 123. 614 
Zu 270. 1188 

271. 1756. Oeorgius Ciothofredus Küsterus : Alarchm Litterata XVLLl. 

o. 0. u. J. 615 
Zu 27L 1188 

272. 1757. Heinrieh Carl Sehfitze: Vernunft- und BchriftmSasige 
Abhandlung von Aberglauben. Wernigerode 1757, a 79, b 82, e91. 617 

Zu 272. 1138 

273. 1757. Urtheile über das Verhalten der Menschen. Frankfurt 
und Leipzig' 1756. 8. 836. 623 

[XII. Vor IT.'H. Hibliotheca Schroedteriaiia j». HO.').] 1145 

274. 1758. Prosper Marchaud: Dictionaire Historique I. La Haye 
1758. p. 249. 628. 



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XXXXII 8pIitterv«neichQia: 1756—1765 

Splitter Seite 

17'iH. XUt/Ucho Saiuiiiluugea, vom Jahre 1758, 73. ilaiinover 

1758. a 11Ü7, b 1457. 884 
Zu 275, 1139 
fl76w 17d8. Gotthold Eplindm liening* Briefweeluet mit Friedrieh 

Wilhelm Gleim. Berlin 1794. S.44. Lewing tn Gleim, d.8J uU 1758. 68« 
277. 1759. [GotthoM Ephraim Lesring:] Briefe, die Neueste iatteratur 

betreffend, L Berlin 1761, 8. 97, d. 16. Febr. 1759. 639 
Zu 277. 118» 
;37ä. 1759. Briefe, dif Einflilirnii^^ dos Englischen (JesrhtniukR in 

Schauspielen betri-tlVnJ. Fruttkt'urt und Leipzig 17t)0. a 3, b 8, 

c 12, (1 49, e 107, f 108, g 1 15 «45 
279. 1759. Das Neueste aus der uunuithigeu Gelehräamkeit. Leipzig 

1759, B. 916. 658 
260. 1759. Hannoverische Beytrage xum Nutzen und Vergnügen, 

I. Hannover 1759. 8p. 609;610. 668 
281. 1760. Otto Christian Lohcnschiold: Des Herrn Äbtj Ladvokat 

histcirisches Hand-Wörterbuch. Ulm 17f>f>. 8p 1344. «79 
S6S. 1760. Uibliotheca loannis liicolai Frobesii (HeimstadüJ 11760] 

p. 39t>. G7a 
1283. I7tt0. August Sauer: Euphorion II. Han»l>crg lKi»5. S. 631. Neu- 

juhmwuuäch de» Schauspieldirektuni l'rehauüor. (»73 

284. 1761. Dryden: Der Fall des Menschen« F^nkfiirt und Leipzig 
1761. a XV. Vorbericht 674 

■374. 1761. Ludwig von Holberg: Die dünische Schaubühne. Kopen- 
hagen 1761. a 255, b83S, c860. (Übersetzung von Splitter 871, 
Neubearbeitung von Splitter 372.] i>T:i 
Zu 374. U4a 
418. 17'?1. Ardoinn I '^hf>idfiit(» drü' ()s;i [1*. .fnrdnii Simi^nl: I^as 
grussf Wrlt -}n'tni>^i iHlf Niohls ddcr <lit.' heutige Hexerey und 
Zauberkunst. Wirl/.luirg 17l>l. Zweyter Theil. S. 5U1. 1071 

285. 1764. Zacharie: Lea Metamorphuses. Paris I7ti4 [übersetzt von 
Müller] ]). 34. lÜberseizung von Splitter 250.] 675 

(XUL Vor 1761. [Bourdelot] [Bordeion :] Storia delle Imroaginaxioni 

Stravaganti dei Sigoor Oufle. [Erste Auflage von Splitter 420.J) 1145 

420. 1764. [Bourdelot] [Bordeion:] Stoim delle Immaginaziom 
Stravaganti dei Signor Oufle. Tradotta dal Francese. £diztone 
Seconda. Tomo Primo Luccu 17»>4 al2. b. Tomo Secondo p. 169. 

(Zweite Auflage von Splitter XIII.] 1072 

"286. (.'in 17(i5. (tottlnild Kphruitn Leasings simnitlicho Schriften 

XV. Herlin 1793. 8. K<»ll. ktiin»M^n ?.ur Literatur, Heraus- 
gegeben Non Johann .fnachim Kschenbjirg, 675 

287. l'in 17<>5, (Jottludd Ephraim L^-^sings sämnitliche Schriften. 

XVI. Herlin 1793. S. 410. K.tlU'ktaiu'iMi zur Literatur, 
herausgegeben vou Johann Joaclüni Eschenburg. S. 42. Ü76 



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SplittervemicbQb : 1705—1774 XXXXUI 
Splitter Seite 

288. Uia 1745. fleinneh Anntu: Die dnniatifche Kunst und daa 
Theater zu Lübeck. Lübeck 1862. S, 88. Deutsche Schau- 

spifliT in Liil)('i-k, Febr. 17Hr>. 677 

289. 176.5. Johann Christoph Gnttschtd : Der nöthigc Vomiflj 7nr 
Geschichte der deuttfchea drauiatischeu Dichtkunat, 11. Leipzig 
17«5. 8. 140. H77 

290. 1767, Voltaire: Oeuvres Avec rreittcus. XLIII, Mfelunges 

VIL Pkrit 1B8L p. 501 : Voltaix« an Kari Wilhelm Ferdinmd 
van Brauneehweigf'Läneburgf. 078 

291. 1767. Archiv des Prediger-Hiniateriumt su Frankfurt a. H. 
1767 No. 29 bis No. 82. a29, JjdO, e81, d82. 680> 

292. 1767. FranItforierTfaeateniettel von Joseph von Kurti SU Lesnnga 

Minna von Pariihdni 17H7. 688- 
288k 1767. Gotthold Ephraim I.rf;ssings sämmtliche Schriften XXX. 
Berlin 1794. 8. 24. Gotthold Ephraim Lossiug an Karl Gott- 
helf Lessing d. 21. Sept. 1767. «8S 

421. 1767. A. r. Mayt rfF. X. Blocksberger]: Nichtige, un:^'t t;rüiiUt;te 
eiUe, kühle und lücherlichc Verantwortung dt's 11. 1'. Angelus 
Mine über die vom F. Don Ferdinand Sterzinger gestellten 
Fhigen. Vom Moldaustrom 1767. 8. 3. 107a 

294. 1768. Gelehrter Briehrechsel awischen D.Johann Jacob fieiske, 
Conrad Arnold Schmid und Ootthold Ephraim Lessing IL 
Berlin 1789. S. 189. Bbert an O. B. Lessing. 68& 

295. 1768. Gelehrter Briefwechsel zwischen IX Joliunn Jacob Heiske, 
Conrad Arnold Schmid und Gotthold Ephraim Lessing II. Berlin 
1789. S. 198. Ebert an (i. E. L-«ing d. 26. Jan. 1769. 68^ 

296. 1770. (Siepmiind von Schweigerhausen:] Uber die Leipziger 
Biihiit! au Herrn J. F. Löwen zu Hustock. Erstes Schreiben. 
Drcssden 1770. a7.'), b94. 687 

297. 1770. [Siegmund von Schweigerhausen:] Über die Leipziger 
Buhne an Herrn J. F. Löwen zu Rostock. Zweites Schreiben. 
Dressden 1770. S. 200. 688 

296. 1770. Gelehrter Briefwechsel zwischen D. Johann Jacob Eeiske, 
Conrad Arnold Schmid und Gotthold Ej^iralm Lessiog II. 
BeHin 1789. Ebert an G. £. Lessing d. 7. .Tan. 1770. a217, 
b222, c223. 689 

299. 1770. Hoffmatin von Fallersleben und Oskar Scha«le: Wei- 
marisches .Jalirlturh Für Dfiitsclif Sprache VI. Hflnnfi\<r 
18.'j7. S. 74. .Johann Arnold Eberl an Haspe d. 10. April 1770. 690 

300. 1771. J U. W. Möhscn: Verzeichnis einer Satnluug von 
Bildnissen grosstentheils berühmter Aerzte, Berlin 1771. al 11, 

bl 18, cll 40. 690 

422. 1774. (EUis Wynne:] Gweledigaetheu Y Bardd Cwsc. Gwerthwr 
Llyfrau 1774. all2, bl81. (Spatere Auflage von SpUtter IX.] 1074 



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JULXXIV Splittermieichoi«: 1775—1778 

49plitter Seite 

-801. 1775. Richard Maria Werner: Aus dem .loMphioiichen Wien. 

GtbUrs und Nicolais Briefwechsel 1771^1786. Berlin 1868. 

ö. 73. Fr. v(.ti Opblor an Nicolai. 697 
■802. 1775. Morgenblutt fiir gobiltleto Leser. XXXIV. Stuttgart 

und Tübingen iHtO. S. IIH"}. Felix Christian Weisse an 

Johann i'eter Lz d. 7. Oct. 1770. 698 
42». 1775. Chr. F. SebntwTt: Beutoclie Chronik ftof da« Jahr 1775. 

Ulm. Zweiter Jahrgang Neon aod dreyssigstei Stttek d. 15. MmX 

1775. & 810. 1076 
.303. 1776. [Chr. AI. Wieland:] Der TcuUche Herkur vom Jahr 1776. 

Weimar [1776], S. 206. Wieland: Liebe um Liebe. 609 
-875. I77ti. Heinrich Hüntzer: Zur deutschen Literatur und Geschichte. 

Ungedruckte i^riefe aus Knebels Nachlass I Nümbeig 1858. 

8. 62. Von Hyetn an Knebel d. 8. Dez. 1776. 976 
424. 1776. [Chr. M. Wielaud:] Der TeuUciie Merkur vom Jahr 

1776. Drittes Vierteljahr. Weimar .Juitu« 1776. S. 81. Be- 
•preohang von Situation aua Fauiti Leben von Hahler Hfiller. 1076 

804. 1777. Deotacfaes Jloaeoim Enrter Band, dcittet Stttek, Hin 

1777. Leipiig 1777. S. 954. Jakob Miehael Reinhold I^ens: 
Fragment aus einer Farce ^dio Höllenrichter". 699 

Ä)5. 1777. [N. A. O. Reiehard :] Theater-Journal tür Deutschland 
vom Jahre 1777. Uotha [1777]. 8.64. Schach auf derüainser 
Bühne 1746. 701 

4m. 1777. Chr. F. D. Schubart: Teutsche Chronik auts Jahr 1777. 

IV, 46. S. 868, Über die Franz Grimmerschc Truppe in Ulm. 702 

Za 306. 1189 

■807. 1777. Frankfurter Konveraaüonablatt 1849. Frankfurt a. Jf. 

[1849]. Ein Autograph yon ITaler Müller. a9S8», b997». 70» 
7.1. 307. 1189 

|XIV. Johaun Godofrcd Mayer, Hi»toria Diaboli, Tubingae 1777 

Erst.» Auflage von Splitter l'iS.] 1145 

■806. iTTs Jtihann Peter Eberhard: Abhandlungen \oni physi- 
kalischen Aberglauben und der Magie, Halle im Magdeburgischeu 

1778. a64, b 95, c 109. 706 
309. 1778. [N. Ä. O. Reichard:] Theater-Journal für Deatsehland, 

6. Gotha 1778. S. 18. ScMnk: Doktor Faust: ein komiBchet 
Bnodrama. 708 
Zu 309. 1189 
MO. 1778. (N. A. <). lieichard:] Bibliothek der llomane f. lierün 
1778. S. 81. Auszug aus dem Fausibuch des Chriatlich 
Meynonden. 725 
■311. 1778. fN. A. O. Reichard.J Bibli(»th. k der Romane IL 
Berlin 1778. S. 267. Anton Graf llauiiltou: Doktor Faust, 
Erfüllung. Deutsch von Hylioe und Schink. [Übersetzung von 
SpUtter 156.] 788 



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Splittenerzeichnia: 1779 1782 XXXXV 
Splitter Seite 

813. 1779. [N. A. Ü. Keichard:] Theater- Journal lör Deutschland, 

9. (»othu 1779. 8. 36. Wiener Theater. 765 
»12. 1779. Littcratur und Theater-Zeitung II, c. Berlin 1779. 

S. 236. Besprechung von Mal«r Millleii JTaiMta Leben, 756 

814. 1779. [N. A. O. fUtclurd :] Bibliotliek der Ronitne IV. Berlin 
1779. «98, hm, 759 

813. 1779. Deutsches ^In^mm I, Leipsig 1779. S. 284. Shene ms 

3Ialer Müllers Fausts Leben. 760 

816. 1779. \S. A. O. Reichnr-l:] Theater-Kalender, auf das Jahr 

1779. Gotha [177!)|. >i 141, b22tJ. 762 

317. 1779. Johann Cliriüiiuii Wieglub: Diu nulürliche 3Iugio, Berlin 
und Stettin 1779. Johann Nikolaus Martins: Unterricht in der 
natfirlichen Magie: Johftnn Peter Eberhard: Abhandlung von 
der Magie, a 8, b 27, c 89. 768 

818. 1779. Zeitgenoeeeo. Biographien und Charakterbtiken L 
Leipzig und Altenbuxg 1816. 8. 26. Friedrich von Matflüaon: 
Selbstbiographie. 765 

ölö. 1780. Anhang zu doni fünf tind zwanzigsten \ns scoha und 
dr^yssig.iton Baiidf iler uUjrciiit'iiicn diMit.schv'ti Mibliothek. 
Berlin uud Stettin 17HU. II. S. 74<t. Besprcchuujf von Juhaun 
Faust^ allegorisches Drauiu und Maler Miillerü Situation aus 
Fatuta Lebeo. 765 

880. 1780. £liaB GMpar Beiehard: Yermieelite Beytrftge cur Be- 
förderung einer nahern Einsicht in daa geaamte Oebterreleh. 
Helmstedt 1780. al7, b875, c 880, d 520. 7K7 

Zu 820. 1139 

426. 1780. Johann Godofred Mayer: Historin DiabnÜ St u Commen- 
tatio de Diaboli. Malurumquo Spirituum Ex.<iist(Mitia. Statibos« 
ludiciis, Consiliis, Potestate. Kditio Altera Tubiugae 1780. 
(Von SpUtter XIV.J 1078 

821. 1781. Thomas Warton: The History Of Bnglish Poetcy. 

Oxford 1781. p. 436. 770 

B22, 1781. J. Ü. W. Moehsen: Beschreibung einer Berlipisehen 

MedaiUen-Sanunlong. Berlin und Leipaig 1781. S. 431. 772 

828. 1781. Litteratur- und Theater-Zeitung iV, 8. Berlin 1781. 

a 465, b 481. 773 

Zu 323. 1139 

324. 1781. Preussische Blumenlese für das Jahr 1781. Königsberg 

[178I|. 8. 176. Herklots: Doktor Fau»t. 778 

825. 1781. L. M. Plümicke: Entwurf einer Theatergescbichte von 

Berlin. Berlin und Stettin 1781. 8. 76 : di Seio Okt. 1708 in Berlin. 788 

Zu 825. 1189 

836. 1789. Fianco [Heinrich Freiherr Bcker von Eekhofen:) Der 

Hosenkreuzer in seiner Blösse. Amsterdam 1782. S. 184. 7H| 

(XV. 1782 Zum Behuf des neuen Theaters. Salsbui« 1782.J 114ä 
Tille, Fttu»Uplttt«r. III** 



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XXXXIV Splittenreneidiiii«: 1775—1778 

Splitter Seite 

SOI, 1775. Richard Maria Werner: Aus dem Jow]^iiiicliMi IK^en. 

(tchlcrs und Nicolais Briefwechsel 1771^1766. BerUn 1888. 

8. 73. Fr. v..„ (Nobler an Xiooliii. 697 
<B09. 1775. 31orginblutt für gebildete Leser, XXXTV. Stuttgart 

uud Tiibinpon IKIO. S. 1183, Felix t'hnötian Weisse an 

.loiiami l'eter Lz d. 7. Oct. 1775. Ö98 
428. 1776. Ohr. F. Schobwt: DeiitMhe Chronik auf das Jahr 1775. 

Ulm. Zwejter Jtlugang Neon und dreyssigstea Stttek d. 15. Mai 

1775. 8. 810. 1076 
4103. t776. [Chr. M. Wieland:] Der Teutsche Merkur vom Jahr 177«. 

Weimar [1770] S. 206. Wieland: Liebe um Liebe. 699 
875, 1776. Heinrich Düutzer: Zur deutschen Literatur tind (beschichte. 
ITngpdruckte Briefe aus Kn<>H('U Nuohlass I Nüruberg 1868. 

5. 02. Von Byern an Kut bei d. 8. Deal. 1776. 975 
424. 1776. [Chr. ii. Wieland:] Der Teutsche Merkur vum .lahr 

1776. Dnttes Vierteljahr. Weimar .JuUus 1776. S. 81. Be- 
•preohung von Situttion mu Fauste Leben von Hahler Müller. 1076 

804. 1777. DeatMbet Hnteom, Bnter Bend, drittM Stfiek, Min 

1777. Leipiig 1777. 8. 254. Jakob Mkluel Beinhold Leos: 
Fragment aus einer Farce ,die Höllenrichter". 699 

1777. [N. A. 0. Reichard:] Theater- Journal für Deutschland 
vom Jnhro 1777. Ootba [1777]. aö4. Schuch auf derMainser 
Bühne 1746. 701 

■306. 1777. Chr. F. D. Schubart: Teutsche Chronik aufs Jahr 1777. 

IV, 46. S. 868. Uber die Franz ürimmersche Truppe in Ulm. 702 
Zq 306. 1189 
■807. 1777. Frankfurter Konvenationsblatt 1849. Frankfurt a. M. 

[1849]. £in Autograpb von Maler M&ller. aS28», b297». 708 
Zu 307. 1189 
IXIV. Johann Godofred Mayer, Historia DiaboU, Tubingae 1777. 

Ersto Auflage von SpHttfr 425.] 1145 
•808. 177H. Johann Pttir Klxrhard: Abhaiiiiluiigen vom physi- 

kaliüi-hen Aberglauben und der Magie, Halte im Magdeburgischen 

1778. a 64, b 95, c 109. 706 
^)9. 1778. [N. A. 0. Reichard:] Theater^ournal für DeutMshland, 

6. Gotha 1778. 8. 18. Schink: Doktor Faast: ein komiachea 
Duodrama. 708 

Zu 309. 1199 
.310. 1778. (N. A. 0. Heichaid:] Bibliothek der Romano I. Berlin 
1778. S. 81. Aussog aus dem Faustbuch des UhnstUch 
Meynenden. 725 
•311. 1778. [X. A. O. Reichard:] Bibliothek der Romane IL 
Berlin 1778. ä. 267. Antun Graf Hamilton: Doktor Faust, 
EnsililoDg'. Deatwk von Mylioa und Schink. [Ubenetsuog von 
SpUtter 156.] 788 



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Splittenerzeichnis: 1779- 1782 XJCXXV 
Spitüer Seite 

312. 1779. [N. A. O. Reichard:] Theater- Journal iiir Deutachland, 

9. Gotha 1779. S. 36. Wiener Theater. 755 

dl2. 1779. Litieratur und Theater-Zeitung II, c Beitin 1779. 

S. 296. Besprechung ron Heier Müllen Feutte beben. 766 

814. 1779. [N.A.O.Beicherd:] Bibliothek der Bonune IV. BerUn 
1779. a93, b 105. 769 

815. 1779. Deutsches Mu»pum I, Leipzig 1779. S. 284. Smoo aus 
Haler Müllers Fausts Leben. 760 

31«. 1779. [S. A. (>. Rpichard:) Theator-Keleader, auf das Jahr 

1779. r;,,tli!i |177!IJ. a 141, h 22»!. 762 

317. 1779. Juliauu Christian Wiegleb: Die uatUrliche Ma^ie, Berlin 
und Stettin 1779. Joluwo Nikolaus Martius: Unterricht in der 
natürlichen Ma^e: Johann Peter Bb^iard: Abhandlung von 
der Uagie. a8, b27, e89. 768 

818. 1779. Zeitgenossen. Biographien und Charakteristiken L 
Leipzig und Altenbuig 1816. 8. 28. Friedrich ron Mattiiiaon: 
Selbstbiographie. 765 

319. 17fiO Anhang" zu dem fiinf und /wanziprsten bis sechs tind 
(Irf'-N ssi^^sttii Bande der ullg«'ini.'iiieii deuuchen Bibliothek. 
Berlui uud Stettin 1780. II. S. 74u. Besprechung von Johann 
Faust, allegorisches Drama und Maler Möllers Situation aus 
Fatista X^eben. 766 

820. 1780. £Uas Caspar Reichard: Vermischte Beytriige aur Be- 
Rirderung einer oühem Einsicht in das gesamte OeistaiTeteh. 
Helmstedt 1780. al7, b875, c880, d520. 767 

Zu 320. 1139 
425. 1780. Johann (J'-flnfVod Mayer: Historia DiaVtoli Sern Citrnmeii- 
tatio tlf Diaboli, 3Luluruinque 8pirituum Exsi.st«.'iitiii, Statibus, 
Itiüicüs, Consiliis, Potestate. Editio Altera Tubingae 1780. 
[Von Splitter XIV.] 1078 

821. 1781. Thomas Warton: The History Of £ngUsh Poetiy. 
(Mord 1781. p. 486. 770 

822. 1781. J. C. W. Moehsen: Beschreibung einer Bertinisehen 
Medaillen^Sammlung. Berlin und Ijeipzig 1781. S. 431. 772 

828. 1781. Litteratur- und Theater-Zeitung lY, 8. BerUn 1781. 

a46ö, b48L 773 
Zu 323. 1139 
324. 1781. Preussisi ho Hlunx idcsc für das Jahr 1731. Königsberg 

11781J. 8. 176. Herklot^: Doktor Faust. 778 

825. 1781. L. M. Plömicke: Entwurf einer Theatergeschiehte von 
BerUn. Beriin und Stettin 1781. S. 76 : di Seio Okt 1708 in BerUn. 788 

Zu 825. 1189 

826. 1782. Banco (Heinrich Freiherr Ecker von Eckhofen:] Der 
Rosenkreuzer in seiner Blosse. Amsterdam 1782. S. 184. 784 

[XV. 1782. Zum Behuf des neuen Theaters. Salsbnrg 1782.] 1145 

Tille, Fauftt«plitt4sr. III** 



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XXXXVI SpUttenenceiclinit: 1788—1791 

Splitter Seit© 

'621. 178^. Sulzmann: Dor Teufel in Wien. Wien 1 783. a Porsoaen- 

verzeichuis, b 11', c50. 788 

4S8. 1788. BMederich SehiUer: Die Venohwörung des Fiesko ni 
Genua. Ein republüninifchee Tteuerspiel. MBnnlieim 1788. 
B. 38. I, 9. 1079 

888. 1784. Littemtor ttod Völkerkunde V. Dem 1784. 8. 88. von 

Blftnkenbuig über Leningi Ftutt 787 

Zu »28. U40 
829. 1784. F. L. W. Mover: Fri< «Irirh Ludwig 8cbri>d«r 1. Ham- 
burg 1819. al73, bl77, v 2iH. 790 

880. 1784. Christian Fridrich Sattler: TojK»«frn])hischo Geschichte 

des Heraogthuroa Würtemberg. Stuttgard 17ti4. S. 549. 791 

Ö31. 178r>. Uhuhu oder Hexen- Oe8]>euster-Scliazgräbcr uud Er- 

ücheinungs-GcschichU^D L Erfurt 1785. S. III. 793 

888. 1788. Ootthold Bphndm Leisings Theatnliacher Knchlaw II. 
Berlin 1788. • XXXIX K. O. LemDg; bl89 J. J. £ngel. 798 

Za 888. 1140 

487. 1786. Nachrichten von merkwürdigen Verbrechern in DeuUcll- 
land. Zweyter Band h Z. Bornholm 1786. 8. 277. Ühnr 
Johann Gotthard Weber und die Jenaisclie Christnachtstragüdie. 1060 

333^ 1787. Friedrich Nicolai: Beschreibung einer Ut-Uo durch 
Deutschland VI II. Berlin und Stettin 1787. S. 151. Augsburger 
I»npp<M'thoater. 80Ö 

884. 1787. |(r. Xaude:J Über den Zaubtrgluubcn und andere 
Schwärmereien. Leipzig 1787. b33, c 230, d 240, e 245» f 250. 
[Überaetsung von Splitter 80.] 807 

Zu 834. » 21, g 314. Anhang über neuere Magiker: h 885. 1141 

488. 1787. Joseph Weber: Ungrund dei Hexen- und Gespenster' 
GUubens. DiUingen 1787. S. 48. 1088 

885. 1788. Gemeinnätzige BlKtter. £ine Woehenschritt lum Beeten 
der Ämien von der Littenurisehen OeBellschnft sn Ualberstadt 

I, 1. a 114. b 129. 810 
334. 1789. [J. i\ AHobing:] Geschichte der menachlichen Narrheit 

VII. Lmpzig 17S!». ö. 3(57. 819 

337. Um 1790. Philipp Hafners Gesammelte Schriften. Wien 1812. 

S. 112. 820 

338. 1790. [Grimuit'lshuusen :| Der im vorigen Jahrhundert so welt- 
berufene Simplizius r. Einfaltspinsel. Frankfurt und Leipzig 
1790. 8. 219. 891 

889. 1790. Carl Friedrieh Bahrdt: Geschiehte seines Lebens l. 
Wien 1790. 8. 178. 822 

429. 1791. Und der Satz: Teuflische Mugie cxistirt, bestehet noch. 
In eiiHT Antwort des katholischoti Woltmannps auf die von 
einem Herrn Landpfiarrer herausgegebene Apologie der Professor 



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Bplittenreneichnis: 1799—1797 XXXXVJI 

Splitter Seite 
Webenehen HexeorefiMsnatioo. Augsburg 1791. & 178. [Gegeo 
Splitter 498.] 1068 

■810. 1799. Allgemeine Litentur-Zeitung III. Jen» und Leipiig 

1792. a349, biUl. 885 

MU 1792. Geaehichte der TaUsmamachea Knast, Oeimanien 1799. 

S. 145. 841 

342. 1792. Sieginuiul FrcvlR-rr vou Bibra: Journal von und für 

Deutschland o. U. 1792. a B57, b 1041. 842 

34Ü. 1793. Karl Ootthelf Lessing: Gotthold Ephraim Ltiätiings 

t BerUn 1798. &848. 665 

48a 1798. Jean Paul [Friedrich Biehter]: IMe Uniiclitbare Loge. 
Berün 1798. Darin Anbang: Leben des vergnfigten > Sehul- 
meisterleins Maria Wuz in Aueuthal. Bine Art Idylle. S. 371. 1087 

844. 1794. Deutsche Monatsschrift L Berlin 1794 8. 907. £ngelsehall: 

Doktor Faust und Oftnmir. 8Ö6 

345.' 1704. .luhami Friedrich Soluitzo: Hamburgische Theater-Ge- 
schichtp. Hamburg 1794. atil, b81, c82, d97, e 99, fl29, 
g2e6, ha91, i392. 880 

■846. 1794. [Gbilslian August Behr:] Ansvahl Toigeblieher Weis- 

sagungen. Zeits und Kaumbnrg 1794. aVO, b81. 888 

Zu 846. 1149 

481. 1794. [Heinrich Ladwig Fischer:] Beitrage sur Beantwortung 
der Frage: ob Aufklärung schon weit g^onug gediehen oder 
volltMKipt sey? AU Anhang zu dem Buch vom Aberglauben. 
Hannover 1794. S. 47. 1088 

347. 1795. Neue allgeraeino deutsche Hibliothok XVI, 2. Kit 1 171).'). 
S. 3U7. Besprechung von Behrs Auswahl vorgeblicher Weis- 
sagungen. 886 

848. 1795. Berlinisches Archiv der Zeit und ihres Geschmaeks I, 
9. BerUn 1795. a4^ b45l. Bchink: Fh»logsu einem dramatischen 
Gedichte: Doktor Faust. 887 

Zu SiS. 1148 

849. Um 1795. Abentheuerliche Reise des Superintendenten Typke 
aus Dobrilugk. Acheron ;>700. a 10. h 22, c26. 901 

350. 1796. Daniel Daulby: A Descriptive Caialogue of the Works 

of Kembrandt. Liverpool and London 1796. p. 158. 905 

351. 1796. Gottiried Erich B<»iienthal: Johann Nikolaus Martins 
Unterricht in der natttrlichen Hagie XI. BerUn und Stettin 
1796. & 5. 906 

488. 1796. NoTalis [Hardenbeig]: Sammtliche Werke herausgegeben 
von Carl Meissner, eingeleitet von Bruno Wille. Erster Band. 
Florenz und Leipaig 1898. Novalis an Beinhold d. 1* April 
179«. S. 57. 1092 

352. 1797. Allgemeiner Litterarischer Anzeiger, II. Leipzig 1797. 
Sp. 472. 907 



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XXXXVHI SpUttervecMiolini«: 1797—1800 

SpUtter Seit» 

Za 869. 1148^ 
8S0. 1797. Jouniftl fOr Theater und andere eehSne Kfintto L Hud' 

barg 1797. & 7. 90» 

864, 1797. Adam Bartsch: Catalogue KaisonnS De Toutcs Le« 
Eatampes (jui Fonaent L'Oeovza De Henbraiidi L Vienne 
1797. p. m. 909 

Zu Ö54. 1143- 

865. 1797. Julius 8nden: Thalia Und Molpomeni» I, 3. ChemDit/. 
1797. S. Ii. Öiseiien aus Sodeoa Doktor Fauit. 910- 

Zu 856. 1148 
856. 1797/6. [C. J. Weber:] DymocHtot oder hInCerianeoe Papiere 

eine« laehenden FhÜoiophen XIL Stuttgart l^fO. 8. 80. 917 
867. 1798. Srdnin Julius Koch: OompeDdium der Dentaohen 

Literatur-Opschichtp II. Berlin 1798. S. 237. 919- 
858i. 1798. Huiiihur^risch- und Altouaiache Theater - Zeitung II. 

Altona 1798. a93, b49, c65. Docter Fatut £io SaUokobes 

Fragment. ^ 921 

859. 1799. Allgemeiner Litterarischer Anzeiger IV. Leipzig 1799. 

8p. 2089. Veeaeumeyer über Dr. Oeorg Sabellioua. 988> 

860. 1799. Berlinieehe Dramaturgie I. Berlin 1799. 8. 86. Lewingi 
Faost 981 

488. 1799. W. O. Beeker. Almaoach and Taaehenbudi zum ge- 
selligen Vevgnligen. Leipzig 1800. 8. 2H0. 28. Sddnk, Doetor 
Faust, Komanzo aus einer noch ungedruckten Oper. 1096 

861. Um I Hl M l. Ignaz V. Zingerle: Scbilderoien aus IHrol. Inabnick 
1877, S. 48. 935. 



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* 



4 

Die Faustsplitter in der Literatui' 
des sechzehnten bis achtzehnten Jahrhunderts 



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1 




1507. Trithemius: Epistolae familiäres (tö36) 

Joaimis Trithemii Abbatis Spiuihenieusiö Epistolarum 
familiarium Jibri duo ad diuersos Germaaiie Priacipes. Kpi- 
scopos, ac eruditione praistautes uiros, quorum Catalogus 
subiectus est. Cavtvm £8t Pvblico Edicto Caesareae Maiestatia, 
ne qnis alias impune intra quatuor annos imprimat. Haga- 
noae Ex Officina Petri Brubachij ldH4>. 
p. 812. 

JUAN. TRITE. AB. MONASTKKll S. lAcobi subnrbio 
eiuitatis Herbipolensi« Joanni Virdungo tle Hasfurt mathe- 
matieo doetissfmo Balutem. 

KXhibuit mihi literas tuas Heurirus Oroiiigerus Keuereu- 
dissinii pra»sulis nostri u secretis. quibns plaii«^ cfiiinniii can- 
sam meani petitonaiii u|»iui lllusfrissiiiiuni i)riFici|t»Mn Pliiiip- 
piini ( ttmitein Palatinuin per te fuisse promotam. (^)MHre 
tibi gratias liaher» f|naiii inaxiinas. retVrnnHjiie pro uiril)us 
quoties mihi dabitur occasio. De libris uero principis faciam 
iuxta consilium tumn . (luamuis timeam ne mora iuducat 
pericuium, quoniam homiaes sunt uigilantia iit plurimum 
carentes, qui paruam rebus etiam arduis adhibeant curam. 
Librnm uero tuum quem mihi eomodasti manibus commisi 
scriptaris, qui mox ut fuerit rescriptus, ad te sine mora 
reuertetur. Libros autem Berengarii meos, quos apud te 
Budoris dimiseram rescribeados, cum perfeeeris ad me ut 
redeant iubeto. . Homo ille de quo mihi seripslsti Georgias 
Sabellicus. qui se principem necromanticorum Giorgim 
ausuö est uommare, gyiuiuigus. battolügus, et SabetUcu«. 

Till«: FaaiatepSlter. 1 1 



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1 

1507. Trithemius: EpUtolae funUiu«f (1586) 

circuacellio est, dignu» qui uerberibus castigetur, ne temere 
deinceps tum nefanda et ecclesi^ sanctie contraria publice au- 
deat proHteri. Quid enim sunt alttid tituli quos sibi assumit. 
nisi stuItissimsB ac uesanae mentia iaditia, qui se fatunm non 
philo80pham ostendit? Sic enim titulum sibi conuenientem 
formauit. Magister Georgius Sabellicue, Faustue iunior. fona 
necromantieonim, aatrologus, magus secuodus, chiromanticus, 
agromanticus, pyromaatieoa, in hydra arte aecundus. Vide 
8tultam hominis temeritatem , quanta feratur insania, ut se 
fonteni uecromantia? (»rjofiteri pra*«umat, qui vere oin l-^V'^ 
niiiin InMiarum liti^ranim i^iiarus tatuum se potius appellaro 
(lebuisset (|uani iiiagiHtnim. Sed me uou latet eins iittiuitiu. 
('um anno pri(»re de !Man lii;i (^randenburgensi ie«iirenj. Iiiinc 
ipsum bominem apiul deileiiliusen op[>iduni inueni. de quo 
FausH uunitm mihi plura dieebantur in hospitio fnuola, uoa 
inngnis. sine magna eins temeritate ab eo promissa. 
Vui mo3L ut nie adesae audiuit, fugit de huspitio, et a nuUo 
poterat persuaderi, quod ae meis prsifsentaret aspectibua. 
Titulum stultici» aua*. qualem dedit ad te quem memoraui- 
mus, per quendam ciuem ad me quoque deatinauit. Refere- 
bant mihi quidam in oppido sacerdotes, quod in multorum 
pr;«aentia dinerit^ tantam ae omnia sapientiae couflecutum 
8cientiam atque memoriam, ut «i uolumina Platonia et Aria- 
totalis omnia iMim tota corum philosophia in toto perisset ab 
hoiiüiuim nienioria, ipse siio iuj^euio uelut ICzras alter He- 
hraMis. rt'vt it tit'it' iiiuuer.su riim |ira;.sfaritiori' uaieret elegantia. 
r<tstta nie N.(»iii.ti existente Herbip lim uenit. eademffue 
uaiiitat»' actus in pliiiiinonnu fertur liixi.sse pnesentia, <|Uod 
Christi Saimitoris minuniia non sint miranda, se (junqne 
omuia fa<'ere posse qu% Christus fecit quoties et quaudo* 
cunqne ueiit. In ultima (|uo(|ue huius anni ({uadragesima 
uenit Stanronesum, et simili stulticia^ glorioaus de se polli- 
cebatur ingentia, diceua se in Alchimia omnium qui faerint 
unqnam esse perfectissimum, et scire atque posse quioquid 
homines optauerint. Vacabat interea munus docendi sehola- 
sticum in oppido memorato, ad quod Francisei ab Siciiingen 
ßaliui principis tui, hominis mysticarum rerum percupidi 

2 



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1513. Tentzelius: 5upplcuie(iiuiii Uistohac Gutlmnue {1701) 

promolioiie fuit assumptus, qui mox nefandissimo fomicar 
tionis^) geliere cum pueris uideKcet uoluptari coepit, quo 
statim dedneto in lucem fuga p(eQaiii declinauit paratam. 

Haec sunt qii% mifai certissimo coustant testimonio de homine 
illo, quem tanto uenturimi esse desyderio praestolaris. Cum 
uenerit iid te. uou philosopiium, sed [Hl 4] homioem fatuum 
et iiimia temoritate agitatum iiiii iiii s. Valt' mei memor cum 
ofHtrtunitate principali. Kx luiliipoii uicesima die meosis 
AugustL Aquo Chriätiauorum 1507. 



1513. Tentzelius: Supplementum Historiae 
aothanae 0701) 

Wilhehni Ernesti Tentzelii Ilistoriograplii Saxouii i Sifh- 
plementcm Historiae Gothanae Primvm Co&radi Mvtiani Rvfi 
Canonici Qvondam Gothani Ac Inter Prixnos Litteranrm 
RestaTTatores Celeberrimi EpiBtola» Plerrnqve Ineditas Car- 
mina Hk £3ogia Complectens. lenae Svmptv loannis Bielckii 
Bibliopolae. 1701. 
p. 93. 

Kx Kpistola C'XX. ad Vrbanum. 

VEruin e.st, (juod fc:cribi.s, liuiu; esse iiiorem theolügi^staiiim, 
Tt et. bonas literas. et bene literatos, udio iusecteiitur vel 

■ 

dtciimano. Ileri leisrimns iu sacro; pacißce loquelxintur, srd 
cum fiolo. Quid illa .sibi verba volunt? AV rri/>.< Iilmnee 
o»sa in eitleres usqne consnmanturf Profecto pariere volunt 
Capnioni, non rogam excitare, nisi tantum libris: rpiasi vero 
Uber citra authoris iniuriam comburi possit. (> fueatam 
dementiam ! Sub specie humaui aft'ectus atrociter des:euiunt. 
Combnastt Italia Antonii^) Panormitaui Poemata. £o facto 
Botam inowit Poet». Combussit Moguntia magistri Weaalie 
opinionea gymnastieaa. famam senis ea res coinquinauit. Qni 

') forraations im Jejl. T. 
«) ^ antonü. X. .d. 

S 1* 



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l'tlli. 'l'piitzuüus: Supplemcntum Historiae (lothanae (1701) 

libram odit, acriptorem odit. non potest ledi alterum, um 
sentiat alter IgnomiiiiaiD. Et qaamuis haec ita sint, audeDt 
tarnen impnidentes Trophonii sie scribere: Mieamuit smpe- 

fatnm libellum, citra tarnen authori» sui uotam et If/nominiam, 
sK/iiirimendum, tofleHdutHj etc. Sed nihil hac fraude profi- 
citMit. Appellamus (.'ipsnrom. Prouociiiim.s ad summiiiu I'onti- 
ticeni. vt Htuitum pr*iu(liLiuiii consequatur sanioiein seuteu- 
tiam. C;t'sar silentiuni imperauit. Papa dedit disceptatareni 
Episcopum Basiliensem. Kx (|uo potest eolligl, quam sit cara 
Salus et dignitas lani Reuchlin capitibus ortbodoxae tidei. 
Kant igitur liuidi censoren in maximam malam crucem. Casare 
et Leone deeimo propiciis mtnutulos istos cacodaemonas flocci- 
pendamuB. liatrare possunt, vt cane» rabiosi: mordere non 
possunt, quia edentuli Bunt. Quanto sapientior est Petreiua, 
qui sie exaranit in epistola: Ideo senteMtiam non /ero, quia 
non intelligo, 

[94] Quid enim improbius, quam iudicta causa quem- 

piani damnare? non intelligunt ist! Simii, et tarnen iudicant. 
Nihil a^.sui»iüut de suu. sed verba Ariioldi lesiiiuiint. iiii-pti 
sidlieet iniitatore». Anirustini regulani addu<'uut. oliiii mihi 
lertani. I.egi enim niuiiia Augustini. <|ii;i' »'xtaiit. (»jj^ra et 
imirtiiii fditu <'ir('iiiii fiTiiiifiir a Ijü^liupulis (|Uotl *>ini|)lii-it«'r, 
tion arroganter dii;tuni v«lim. Sed illa regula ad Flatcniieos 
refertur. vel potius Manieh.Tos. ((uo.s Aurelius initio suse cre- 
duiitatis imitabatur. Est et illud in Arnoldo. Cum ex verbis 
incnitte proiatis swjje error nriatitr et haresls: quod ex 
Hieronymo meo desumtum est: Denique nihil hie, quod non 
ante Arnoldo sit provisum et positum. Tametsi non apte. 
Quid enim barbasculus et bomo sophista eomponat laude 
dignum? Mulum muli scabunt Colones forta secjuitur. et 
mugit hoc modo: Totius <jiwf/ue nenerandi collegü exceUentiss. 
doctarum Theologicoe Facultatis studn Cohniensin eonfmtrum 
ntfffte fatttomm nostrorum in fpunm c(>/en<lornm. Aiidit blan- 
ditias insulsas. Kst eiimi ttater vester laiuis Keuchlin. Huik- 
(»(•(•iditis irapii, vt liuori vestro satistaciatis. I'm fvrtis ipsiu.^ 
/n'otestatiouem et rhu (rraitunafint' attt Lmficu. <^\u- Je^u. Qualis 
cecitas Parua uaptant, magna uon ob^ieruaut. instar vena- 

4 



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8 

1519. Frankfurter FauiUutBteUung (1890) 

tornin. 'jni pro lepusculiö capiunt erinac^t'os, ue vaciii donuim 
redeaut. C^iiid tandem? bodie cautauimus duos Evvaldo«, 
Christi testes, collaadautes. Abstergat deos omnem iacry- 
iDam ab ocnÜB sanctoram, et iam non erit amplius neque 
luettis neqne clamor, sed nec vllus dolor, qiium priora trans^ 
ienint Traasiait per ignem Reucblin, aed illsesus pennanet 
In a^teniom. Ignia autem theologistaram, id est inuidia, 
nanquam extfognetur. Non erit luctus et clamor et dolor 
ID domo lani, sanetlssimi Patrie nostri. qui diuinitus ita 
loqailar: male [^I5J pereant incendiarii Itbroram. Pereant 
oranes talla »qoo ammo ferentes. Pemitiat eos Dens egestate, 
febre, frigure, ardore. sestu, aere corrupto, ac rul)igiiie, donec 
pereant. perciitiHt eoa vlcere .Egypti, scabitj et prurigiue, ita 
vt curari neiiiieaiit. Percutiat eo8 amentia, CTcitate et furore. 
nec habeaut, qui liheiet eos. tradantur sataii;»', vt Spiritus 
saluus fiat. Et tu Vrbaiu*, «i vacat, adde p^alnium: Deus 
laudem et stimuloä omnium deuotionum et maledictiouis 
genipiterne. Neque enim comburi liber debet. sed siien- 
tiura litigaiitibus inungi, quod et Ciesari et Pap% placere 
videmuB. Hactenus de cenBura bardoram. | Venit octauo 
abbine die quidam Chiromanticus £rphardiam nomine Geor- 
gias Fanstus, Helmitheus Hedebergenis, merus ostentator et 
fatnns. £ias et omnium diuinaculonim vana est professio, 
et talis physiognomia lenior typula. Rndes admirantur. in 
enm theologi iiisurgant. Non eonficiant philoBophum Cap- 
nionem. Egu audiui garrientem in hospitio. Non castigaui 
iactaiitiam. quid aliena insania ad nie? Spalatini tu vnieus 
es Salnator. Hratiain referet et soluet debita. Vale. V. Nona» 
(>ctobri8 MDXiil. 

3 

1519. Frankfurter Faustausstellung 0893) 

Ausstellung Von Handschriften. Dru(;kwerken, Bildern 
und Tonwerk^n Zur Faustsage lind Faustdichtung Veranstaltet 
Vom Freien Deutschen Hochstift. 28. August — 10. November 
1893. Frankfurt A. M. Druck von GebrQder Knaner. 

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4«, b 

15S8. Oberbayertsches Archiv (1B7B,'78) 

Facsimile-Tafel 2. Aus dem Kechnungsbueh des ßiscliofs 
▼on Bamberg ldl9/20. 

$anfen muIleTd (Samerme^fterd S^^rre^nung ton toalbutgid 
fonffael^enl^uiibert lonb fm !Reun^el^etten big mibenimb aitff mU 
bttrotd fonff5et)ent)unbett »nb jm 3»"nt3igiften ^atn, 
f"~'^intrafl öom 12. gebr. 1520 «ntcr Pro DWersis: 

3tcm jr t^iilöfen] (^eben önb cief(t)cncft J)octor Jvauftiie pI)filD= 
fo;)J)lo puereniiui luu iu|cuiciuj t]| imDuicuJ .'onTn cht luUiuUcl oDcr 
onbiciiim i^cmadjt, 3^*1^ ^^oiitag nad) jtolüftice ^ii\\it 3i[eoe« 
rcnöijiijmuö. 

4 

1528. Oberbayerisches Archiv (I872|73) 

n-b 

Äbcrbaijciiicljce iHid)iu für yatcildnbijd)e (Mcjd]id)tc hciaiie^ 
ßcivibcii üon bcm I)iftonfct)en ^^^crciiu' üon ituD fiu Cbcrbni)ciii. 
^wciuuörcißigfter ^anb. 3)iit ^njci Slbbiibungötafdn. *Dfüu(t)cii 
1«72— 73. 

vE. "^30. iiui- tvauftjaöc «auit lä2b in ingolftabt) öo« 
Dfteiniair. 

a) dtateprotofoU über bie obvigfettUc^ett ^efc^iüfie in 

Jnflolftabt: 

Anheilt Mitwoch uach vitt 15*28. Dem Wahrsager 
soll befohlen werden, dass er zu der Stadt auszieh 
und seinen Pfennig anderswo verzehre. 

b) ^^rotofott ber aue S^doljlabt $enotefeneit: 

Am Mitwoch nach viti ld2H ist einem der sich ge> 
nannt Dr. Jdrg Paustns von Heidelberg gesagt, dass 
er seintMi l'feunig ainlerswo verzehre, uud hat ange- 
lol»t. sdlclie Krt"(»nlerung für die Übrigkeit uitlit zu 
ahudeu uoch zu äÜ'eu. 

5 

1536. Joachim Camerarius: Libellus Novus (1&68) 

Liltefhtn Xomts, Kpistolas Kt Alm Qra>dam Jiionvmettfn 

Dodorrni sif/wrioris et Judus a'fah's rorHpferfeus, Qtuv iicripfa 
Wmiin eiusnKJi/i si(nf, rt eoruiti coyuitio neipie KtiHtute cariturUf 

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& 

1586. Joaduin Cunenriua: Lib«llus Nonn (1668) 

fi uolvpiatem legenHhus aüatura ene uideatur: Editus studio 
Joachimt Camerarij Pobeperg. IAp9i€e, Johannes Bhmmha sah 
primebai Anno Christi M, D. LXVIIL Cum Priuilegio Quin- 
quennij. 

Fol. [161 a]. 

PrsstiuitiBsimo Viro D. Danielo Stibaro. S. S. 

S. D. 

Q\o(l licrlbis (iolori tibi esse dilafionem conyre.sslon/s 
nostrw , uf tihi r red II, >/r non amcedo ut maiorem hwe res 
tristitiam tibi aj/eral, qimni mihi. Nfitn ft rrtretidftm mihi 
mnxima uoluptafe colloquij tui^ et sustinen(i(e iiiw mo/estiw 
itunt morbiy quihu» impedior, quo minus iter Jacere possim. 
¥ui in therm i ff, qme /also sie nominantur, non enim caUdes 
nunt aqufT sed Jiunt, Uetuii inde hoc aminwdi ut iam oIp- 
quunto sim quam prius affUetior, Nunc alias spedo al^otpv&s 
0egfiäs, Vhi igitur lAuüenus noster est? qui addat se soeium 
ei comiiehtr euntem. \na etiam expeiAatio adueuUts Vhilippi 
moraiur me, qui nunquam tto plane seripsit se uenturum esse 
atque nuper» Vrid. Noikm noetem mmsUssimam sustinui cum 
huna Marti obijceretur in Piseibus. Taustus enim tuus facit, 
uf tecum lubeat ista disserere, i/ui nfinnm docuerit te f>otim 
illiquid ex hoc arte, quam inßauerit uentido utntixslniir sxjier- 
stitiofiis, Auf ttfffcio ifuibus pt'(Pstifff}^ sftftpetifutni ttniirrit. Sed 
quid nie ait nobm ((indem? Quid rtiaiiiY Scitt tu im dili- 
titer de omnibus pereontatum. Caesar ne niuritc' tjuiden, 
Jieri necesse est, Quam [Fol. Itil bj uis narmif VV. suam 
interponere tanquam pacißcam persouam, et petere ab ntroque 
XX. M. militum quibus Coneilium, quod indictunis sif, prote- 
gere^ ef redigere in ordinem eontumaces possU. \ta Galli qui' 
dam qui apud nos litteris dant operam, ferunt, No» Caroli 
etlebratiunculas emisimus eu^issime, itaque minus elahoratas, 
sed probari cupio uoluntaUm, Tibi dedicauimus^ st fecimus 
Phiiippi Huteni mentionem temers quidem ut uideo, sed honori- 
üee tarnen, quare graimn fratri iüius me fecisse eonßdo, 
Vereor, mi Daniele, ne hoc bellum classicum stf maximorum 
tuMultuum. (Uir tu tttm longe abesY auf cur noif es liberior 
ant ego ßnnior f Ad uqs »i quando uenei o, scitote nie exac- 

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1586. Joulum Camenuiiu: libeUu« Korus (1568) 

turum a nobis equum, sed non ut i$idere innuere, acdpiam 
€ammO€laio, mlo enim habere proprium cum prknum insidere 
equo uidebor poste, qm me htte Uluc ttefta^, gtii ^iam auehut, 
9i ita res /erat, fuffieiUem. Sed iod» tum e9t heue. De a^ne 
meo affo tibi gratiaSj qui est proijpe omnSbus suis fortuuis euersus, 
Neqtte eyo inuenio quid opis iUi aferre paeeim. In propinquo 
oppidulo tibi argenti/adinw eunt aeeedit, ibi eomtnade se fore 
putat. Quod mihi §olum conceditur doiUo uieem illius, et 
misericordia hac cumulantur aliw mew curce tnu/tiplices. Si 
max. ft( illum ferum /idhcfis, (juid hoc fofidfin profverif? 
quem i O</tta/'t * / , irn(nisjtict rc oportet, quid nunc (t(/(if junique 
invipidt 'ji/asi riiif'rsifs dr nif/ri, utinani quiden) ciie/sus fs$eL 
Sed de hoc alias. Tuie tittent nidentur nescio quid mali 
teyere. Sic enim scribiit Ulm ualuiese. Xeque tarnen ut opinw 
Gallo» dexiijnm, Vemm refuyis expli- [Fol. 162 a| cationem, 
propterea /ortasse quod quicquid est litteris cmtmitfere pert" 
eulomm esse uideatur. Remitio hoc igitur tibi, Sed nostri 
euram et respectum uon remitto. Quid qwtris'^ nunquam ita 
requisiui tuum eoHeilium atque hoc tempore, tam uariai et 
dtfficiles dsliberalioMS mihi obijeiuntur. Vbi hoe est miserr, 
quod nequr poseum neqne audeo omnia ptaus perscribere, Sed 
Caput est hör, qmxl apud ms ex quo hie fiti nihil fere omnium 
ex liep. et studiorum itostrorum ditjuitate est (festum. Hoc etsi 
hactemts urtrhc fiill, full tarnen. Xunc uero aniimts tarhatur 
u(iH (f iirit idl ine aliqidi lamu ^ sed atfentionr rf ronsi((< l atione. 
Nam iii'd Djit-rd facitf rejtftitar ah ijs. </ui in« ttitper tam hheuter 
dimisere. See uon ab aiijs quoque adinodum autem serio a 
Sa Jon ihn s j}ostalatur, afferente Fhilippo epistolam, ut ipse 
scriißit. Kyo autem primum ofjicium prodere nsquaquam uelim, 
deinde, per mihi fuerit contrarium proxima miyratione sumti' 
bus auctis exhamia peeunia, conflatis debitis, in eadem tam 
cito incommoda recidere. Taeeo lonqiss. itineris molestiam 
cum ijs impedimentis qnce relinquere non possumus, At enim 
dum oeulos intendo ad nostras res, dum perieula qu(ft fortasse 
his loeis propius iiupendeant, dum adhuc tenuia, infirma dU' 
hiaque eonsiderOj dum ipse me ae meos respieio^ et haue mihi 
uiwn aperiri nonnunquam suspicor ad meliora: Ita, ut necesse 

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im. Philipp BegMdi: lodex SaniUtis 

est, hasitan» atf/ue duhim animi iactor in quüdmn eogitationum 
peiago. üed portum tamm proapiciOf in quo etlam ante dthia 
quasi nauis cansilianm meorum sieüt ac HUa fiät: uoluntatem 
diuinam. Qua cum se osUnderit, staüm perssguar et contra 
amnss quasi uetUos rerum aduet' [Fol. 162b] sarum appetam, 
JVbft possum tarn plura seribere. PkUippum expeeto, quem ubi 
uidero dabo operam, ut aliquid consHiutum habeam, Quod 
siynifieas in tua re priuaiim nonnihil uersari mafif etsi tleua» 
iu illnd (ftiid^n, me tarnen ualde amtrhtatnm scito. Superbiore 
titulo nos cotnpeHnsti quam df-bucrfis. Siilld ettim est pro'' 
f^etnra ttostrn, nhi uohtnfnrlj faljuns rt tnn/fij/iu dtjufi- 
i/</fio/ns^ rt fn(ji mntper omnen lununes e^itnn tt' siuidentr. Quat f 
iftft jiosthac remouea» censeo. Sed mm calliditatem titain 
animaduerto. Jurprimere nolns (jnoque hac assentotiunctUa 
magnißeas uocea fe aperasti, ut sie ml ad talem modum 

fariamuft: Cousuli Francisco. Xam, arnsules ueteres, ut sciSf 
ludiees dixere, Aut, si hoc durius uideatur, sattem Prastori 
primo. Sed non fadam^ ne ille quem nostif hos derideat et 
paganismi insimtdet, ei me altquando pudeat mei, Si te as- 
pejrero et eognouero priore humanitaie et moderatione prwditumf 
quem ego Ha quasi inflasBem nominibus, Mitto tibi librum 
quem petijsti, we prope huius lingutB pertofsum est gentts . uitio. 
Tu fac hene ualens una cum tuix omnibns. Valt. Tubinyw. 
Jd. Sexiii. Anno ('hriati MDXXXVl. , 

Joacltm, Camer, 

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1539. Philipp Begardi: Index Sanitatis 

Iudex SanitatLs. Qr)n Sct)6nö Diii) »aft uü^üctje 2bü(t)liu / 
genant ^ex^gn ber gefiinDt[)et)t / iDen jl)enen / io franrf fcinb / 
pnd nit miffene l^ben / mie / mo onb mit mad maffen (te reibe« 
nimb berommen mögen mh erlangen rei^t i»ol(ommenbe gefunbt« 
bci^t 3U troft gemad)t mh am tag geben, ^urdk 4^4Hipf»um 
Segarbt ber freien fünft onb Hr^nei i^octorem / ber gett ber 
£bblH^ jre^ferli^en !Rei4ftatt Sormbd i^^^pcum onb Selb« 
orbet. 3n i^ormbd tnicftK SebafHannd S^agner.^) 

•l Xic i>one0c ift datiert bcn VIll. ta^ ^nuarij. ^min jar 3LÜXXXIX, 

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1540. Georg Meusel: Htstorisch-Littenrisches Magwin (1785) 

231. 13a. S?on ben böfen ; öngcjc^affiten / üiitüglid^en trügt» 
^ffttgen / onnü^en / onb au(^ Dngelertcit ailitcn etc. Dnb auo^ / 
wo bei ertennen mog. SDofli i^terd Kapitel. 

17 a. 

mtrt nod) e^n nam^fftiger bai^ ff ci er mann erfutibeu: id^ 
looU aber bod) feinen namen nit genent t)aben / jo mil er au^ nit 
mborgen fein / noc^ onbefant. 2)ann er tft vor etlichen iareti nafl 
burdi alle lanbtf^afft / gürftent^uomb onnb l^dnigrei^ gebogen / 
feinen namen feberman felbd befant gema<^t / onb feine groffe hinfi / 
nit allein ber ar^net / fonber aud^ (S^iromoncei / llligrantancei / 
^ftonomei / ä^ifioned imm (Sriftal / »nb berglei(^en nter fünft f 
fxd} ^5(t)Ii(t) ber&mpt. $nb avt^ nit allei^n berftm^t, fonber ftc^ 
a\i&} ei)nen berümpten önb erfarnen meijfter bc!ant t>nnb gc* 
f(^riben. Jpat aud) felbö befant , uiiö nit gelnuifiict Dan lei / 
ünnb ^ei)§ Jyanttue, bomit tt<t) öefd)riben ^il)iio!üpl)iim ^Uiilofo» 
p^orum etc. :5iMe Dil aber mir peftac^t J)aben, ba^ fie üon jm 
fcinb betron^n morben, bercn ift ct)n ftroffe jttl geweien. ^3tuou 
fein ucrl)ei)fien irare aucti i]rof? ' wie bee Icffnii: bcrnleidien fein 
rl^uom / wie and) bee I lieophrafti: aber Die tl)at iiüc id) nod) 
Dernimm, oaft tle^n Dub betrüglic^ erfunben: bod) t)at er ftd) 
imm gelt nemen, ober empfaf)en (boil aud) red)t reb) nit gefaumpt / 
Dnb nad^mall au^ imm ab^ugt / er l^fat / mte ic^ bera^t ) nil mit 
ben fergen gefegnet. Uber mal foU man nuon bar^uot^uon, ^in 
tft ^in / xä) mil el febt au4 bo bei laffen / luog bn netter / 
mad bn aufliefen (|aft. 

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1540. Georg Meusel: Historisch-Litterarisches 

Magazin (1785) 

i|tftürif(4«litterarif4ed 9Ragaain. Jn @)efellf(^ft mehrerer 
€tele^rten angelegt non Sol^ann ®eorg Teufel. (Srfter ^^etl. 
Sa^reutt) nnb 2eip3ig, im Verlag Johann Knbrea«» SubecTd feel. 
(Srben. 1785. 

10 



8 

1548. (Jobmnei Gtat) Semionet OomrivalM 

€. 51. 5. dettuit0 mi 3nl»ta Juncker $^ilt^ »on 
Hutten. Sud feiner, 3um 3:i^eil uitleferlid^ gemorbeneti ^anbfd^rift. 
€. 84^94. 9Hef oom 16. Jan. 1540. 
6. 93. 

^ic ^obt il)r Don allen ©ubernationen ein »enig, bamit 

ihr feher, baf; anr tiic in S^eni^ola mit)! allein bisher un* 
t^iudlid) ü^mc\t jciii, Dicfc alle obc|ciiiclte iHrmata üciboibcn foinb 
innerhalb 3. 9-lioiiait)i\ uor unb nad) luie 311 ^ct^iHa aiiec^ctaljieii, 
baf» id) befennen mu% ba§ eö ber iib!(ofopt)uo ^uiiijlue j(t)icr 
troffen hat, bann mir ein fnft bö|Vi? uthr aiitroffen ijahcn, aber 
i^^üit t)ab ^ob i)t inie faft unter allen anbern am beften gan^^en. 
3i?iÜ end) ob (^ott will ef)e roir bif aue^^ieben »eitcr fdiroibcn. 
Sbitt eud) unfer Üebee alt» ^lutterle la^en befohlen fe^n. (^rü^ 
mir aQ unfere !Ra4baren unb greunb, Infoitber^ett ^alt^far 
SRabenfietnem unb 3org oon £ibra, BU^elm odu ^egberg unb 
alle gute ®efeQen, €aQt au4 $errn N son X^ungen meinet gnl. 

trüber [94J mein i^ienft. ^tum in iSoto ber ^rooinjen 
Seue.^ola im etc. 40. :3a ()r ben 16. Jan. 

C^. 33. 

iNbilipp öon .v)utten. 

8 

1548. (Johannes Gast): Sermones Convivales 

loiijvs >ecvn(lv.s ( onvivalivin StMiiioiiimi. [►artiin ex pro- 
l»ati.s.«<iinii.s Uistoriofjraphisy partim exenip/is iniunnerix , >finr 
«ox//v; serulo acciJeruntf congestus, ornuibus uerarum uirtutnm 
n'mlioHis, tttüMsimus. Nunc primum in fueem fdUus. Basileae, 
M.D.XLVIII. 

p. 2H0. 

De Fausto necromantico. 

JMueiiiiur sub noctem in ecmohium quoddam, ttalde diues, 
penutetahirm illic, FratercuJm apiMmit Uli uile ninwn, pen* 
tlulum, (IC nihil f/rfffi(t hahens*. rofpif Fansfus uf ex uase nUero 
fuinriiit mrhus inmini, i/mu/ n()hi/ihns d/ire amnueiwrut, Fnitt r- 
• iifiK iinu (iixii, ChiKt's HÖH /laheo, Prior dormit y (/nein e.rns- 
ciiare jjiaruium est. h'austm in^uitf flaues iacent in isla 

11 



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9 

1549^60. fizplicationea MelwiclithoniK Vtn II. {IbU) 

angulo, has accijje, ei um iUud ad sinuitrum latus aperi, et - 
at(fer mihi potttm. Fraferculus renuit^ aibi mm esse com- 
mhsum a PHori aliud uinum ho^^ilma pri^nere, Faustus 
ij8 audiiis, iratua dixit, Videbig hrmi [281] momento nUra 
inhospOolia fratereule, Abijt summo mane in»aiu$aio koftpOe, 
ira accenauB, ac immisit satanam quendam furibundum, die 
moduque in e(Bnobio perstrepentem, amnia mauentem tarn in 
ecdesia quam in ipais habitatimibus tnanaehorum, adeo ut 
ijuietem nulfam habere possiut , qiwdcunque neijotium atien- 
iannt.^) Tandein (leUhrrarunt , an cwnoh'ium e.'isef it'linqKt^n- 
dum, auf nmnino prretmdKtn. Fulutitm itaifue scrtpserttHt de 
infortuiito diu, tjno tpn^hantur. Qui cainobiian In sdam recepit 
defenfiionem y ab'tectis nionachis, (juibus uUmtnta prwstat^) in 
singulos annoTft, re/ifjua sihi seruat. Aiunt qitidam, etsi adhuc 
hodie monachi ca>nobium itUrent, tantas turbationes fieri, 
(juietem incolentes habere non poesinU Hoc noutt saUm 
institutre. 

Aliud de Fauato exemplum» 
Baeilew cum ilfo emuaim sum in eolhgio magno ^ qui 
uarij generia auea, neacio ubi emerat, aut quia dederai, cum 
hoc temporia nuKne uenderentur, coqtto ad aaaandum prcebuerat* 
qualea etiam ego nnnquam in noatria regiombua uiderim. Canem 
ffeeum ducehat et equam, Satanaa fuisne reor, qui ad omnia 
(■/■(tut parati exeqnfnda, (\nieiii (i/iiju<nido s^rtd fortnam assu- 
imri', et fxculenfa adferre^ quidam mihi dixtre. .itfjin iniser 
depltnandiim ßnem sorfif/^s rnf, nam a satana snff'ocatus, cninA 
cadanei' in feretro fucie ad tcrram jwrpefuo specfan.i, etat quin- 
quies in terynm nerteretur. JJomtnua custodiat nos, ue aatame 
mancipia fiamua, 

9 

1549-60. Explicatiiweslllelanclithojiiae?arsil.(l594) 

l^ixplicationvm Melaiiclithoniavvm In Kvaii^^elia Uoiniiii- 
calia. Pars U, A Dominica Quinquayenimw is<iue ad 

*) 3in ^t^^t atttentarent. <t. .V. 
3m prastat. S". .p. 

12 



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10 «- • 

1549 (iO. Explicatione« Melanthoni« Pu* IV. (1595) 

Fe9tuin Trinitatis, Dedicata Pastoribvs £t Magistratibus In 
Ecclesitfl Paononl« et Transsyluaiii»,. poriorem doctrmam 
Enaogelii profitentibufi. HanovisB Apud Guflielmum ADtoniuBit 
samptibus Mattb»! Harnisch. Anno MDXCIV. 

p. 59. Doiuinira Iiivocavit. Evangelivin Matth. 4. 
p. 70. iJe Secundo Grude Ttututiontim. 
p. 70. 

Ibi [coram N«'roiie] Simon Magiis voluit .sul)uoiaiv in 
cifliun: se«! IVtrus precatiis est vt decideret. r'redo .Apostolos 
habuisse magna eertamina. etiumsi non omnia »unt scripta. 
Faustus Yenetiiß etiam hoc tentauit. Öed male est allisus solo. 



10 

l54>9-60. Explicationes Melanthoniae Pars IV. (1595) 

txplicationvni Melatithoniarviii In Kvaii^jelia Domiiiicalia, 
l*ur.> postrPTiia. .1 Jfomituat past Tiiiiitutis /-.•«ji/c ad Jinem 
atittf. l>t.Mii'ata illiistri et generoso Domino Williclnio-Lvdo- 
vicu. Coniiti iu Na.ssaw, et Cattt'm'!liil>osj;en, et«-. (lulHMiiatori 
Frisiif Occidu*: et Amplissimis Ordinibiis eiusdem Frisiai 
Oicidentalis, Cum «/rtifulatioHe de ejrpitf/nafa vrhe Groninffay 
ft htstoriris nonnuflifi dp Joanne M'e}<sf'fo Groninf/ensi, etc, 
1595 Hanoviae. Apud Gulielmum Antonium, impensis Matthias 
Harnisch. 

p. 438. Dominica XXI. Post Trinitatis. Euangel. lo- 
hannis 4. 

p. 439. De Primo Loco. 
p. 442. 

Diaboins est mirabilis artifex; potest enim ali<pia arte 
efficere, quae sunt iKitinalia,| qua^ iios non scimu.s. J)enn er 
kau int'hr, d^n dit- menschen können. Siciit narrantur multa 
nuagica prodi^iosa. vt alias dixi de puella i>*»H(»iiienf»i: Itcin 
Faustus magus deiioruvit alium Magum Viennai, (jui post 
paucos dies inuentus est in quodam speeu. Der Teuff'el kan 
viel tcunderlichs ding$: tarnen Ecclesia habet propria qusBdam 
miracula. 

18 



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11 

1561. CoDjrad Oesner: £pbtot«e 3Iedicinal«s <1677) 

u 

1561. Conrad Gesner ; Epistolae Medicinales (1577) 

L|>i.st()larvni Meiliciiialivni, (.'unnitii (iesiicri. l'liilosophi 
Et Medici ligvrini, Libri III. Um Arcesserviit VA\stiefn 
Aconit i primi Uioncoru/is Asseueratio, et De Ojrymeiitis AV/f- 
barati vtriusque deseripfione et psm Lihellus. (hntua nunc pH' 
mum per Caspiiriim VVoIphivm Medicum T'njunnutn, in hicem 
data, Tigvri Excvdeliat (^hristopb. Frosch. Auno MDIAXVll. 

Fol. la. 

Epistolarvin Medicinalivm Conradi Gesneri Philosoph! 
£t Medici Tigurini, (^iber primuB. 

Coaradvs GesnervK loanni Cratoni a Crafthem, S. Cvs, 
Maiest Medieo iuthno^), 

Opnrinus Basile:« oliin discipulns Theophraj^ti, et fami- 
liaris fuit. is mira t\e eins cum (lipmoiübus commercio pnfdi- 
cnt. Astn)lo«fiani vaiiam. ^ IcoTnantiam , NVcromaiiti;i!ii . «t 
hiii>iii<Mli Mrtt's j»i<)liiliif:is cv- ii >'nt. MipiidtMii siispicor illos 
ex I)riii(l;irimi it'li(|Ui)s rsse. <|ui apiul Celtas vctfies in sub- 
terraneis io<'is a «ht^inoiiibus alii(iiot annis eriuliehaiitur: ipiod 
nostra mtMiinria in Hispauia adhuc Salamaui^B factitatum 
constat. Kx illa srhola prodieruiit . (pios vulgo scholasticos 
vagantes nominabant, inter riuos Faustus quidam non Ita 
pridem mortuus, mire celebratur. 

1563. Johannes Manlius: Locorum Communium 

Collectanea 

Loirorvm eoiiiimmiuni collectanea: A luhanne Manlio 
per uiiiltns anni)!i5. p!< ra(ine tnni ex Leetionibns l). Philippi 
Melain litlioJiij» , tum ex alinriini (lurtissitiioniin uironiin rela- 
tionibu« exeerpta. et nupHi- in urdmeni ab ro redacta: In 
Qvihvs Varia Non soluin iietera, sed in primis recentia nostri 

') Fol. 2 b \\\ ba i^rict öCicid}iiet Tiguri 1561 Augusti die 16. i^. ^. 

14 



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1563. Johuine» lUoUiu: Loeornm Communiuni CoUecUne« 



iempori» Exempla, SimilUudinet , SentefUia, Cotuilia, Bellid 
apparatus, Stratagemaia, Hisioriof, Apohgi, AUegoritt, Salea, 
et id genus alia tUHissima eotUinentur: non solum ITieolof/is, 
Iut'isi>frltia, Medieia, studiasia artiumf uerumetiam Hempub, bene 
et fefieiter administraturin, mtjnitu eumprimu neeessaria. Cum 
Prjefati«)rie D. Simonis Svlceri, Aead. Basilien. Rectoris: et 
R«»rnrii at((ue uet Uorum iiuUce copioso. Basileae, Per lo'dnnem 
(Jj/iitniHin. 

Index iiutCV F.: de Faustet inaijo, eiuRque iiiteritu 43. 44. 
\). 13, De Creatiojn- l>c Mundo Ft Tenipore. 
p. 3'^. De Malis bpiritibvs seu diabolis et ipseruiu 
operibus. 
p. 42.1) 

Abbas Trittefthemius $ett Spanheinu^nsh fuit magnus maguSf 
in quodam forte Uiuere (sicut mihi [43j Pirdtaimerug narrauit) 
emn ueniseet in dinereorium non bene inetrudum, quidam per 
ioeum dixerunt: Domine Abbas f eura no&M bonum ferculum 
pieeinm, igte tantum puhauit fenestrae, ac statim uenit quidatn 
portfiHg iancem inatmeinm Ineijn coetis. 

Xijiil ifXfmlam iioniitit' F<tusttitn ilr /\ iimiUtnj , tfuml est 
partium oppuhtm^ piitrid mrtr uicininn. Iflr cum pssft ftcho- 
lantirus CracouieHxia, ihi mtif/iam iiiäiceraty .sivut ihi olim fuit 
eiua ma(jnHs usus, ff ibidem Juerunt publica', eiusdem artis 
profeasioues. VagcUnifm- pageim, dicebnt arcaua muUa. llle 
Veuettjg cum uellef nstendere gperfaculum, dijcii se uoJafurum 
in rwfum. Diaboiug igitur gubuexit eum, et afßixit adeo^ ut 
alliaug humi pene exanimatug egget: ged tarnet^ non tat 
mortuug, 

Ante paucog annog idem loanneg Faugtus, poetremo die 

gedit ndmodvm mopstns in qtimlam pfujo duratug Vuirfeuber' 

yensis. Maspes ipsum aUoquitur ^ cur mwstus esset pneter 

') ^ aVen fpfitercn Xnfioabeii, bie mir vorlagen, fte^t bie StcQe 3. 38/39. 

3rfi l)altc bief« iudgabe für bic ältcfte, benn mc l)at nid)t mir eine iS3ibnmn(\ 
bee !iRanliud an Äaifer IVarimilian Dat.f Hasileee, pridic calend. Febniary. 

Anru» reitnratr«' a Christo gjilutis DLXIll . ionbcm nithiilt aiuti eine Epistola 
bi"> Siiii.iii Sulcerus. Basilea?, pritli«- Cal. Octobr. Ann«' Dciiiini 1502 unb 

bcn iudex Docbem^ejct. ;l)er(^i^aiiioi obigen :Xejrte'^i|t'JDklan(^t^on. D. ;p. 

15 



13ii 

Um ISm. Zünniernsrhe Chronik 1881 

morem ei cOHMtetudinem (erat alioqui turpüsimus nebulo, in* 
quinaiisBima! ttiiw, Ua ut semel aitque iterwn pene interfectua 
$it propter (ibtdittea) ibi dixH hospiti in iUo payo: Ne per- 
terrefias hac noete* Media node dcmus quassata est, Maue 
cum Faustus tton surgeret^ et iam e$$et fere meridies, hosjies 
adhibitis alijs, hif/ressus est in eius conclaue, inuenitque eiim 
iacentem prope lectmn inuerm jnc'ie , sie a diubolo interfecfus. 
' Viueiis, adhitc, hahehnt [44 1 secum cauem, 'jtii rruf <liahnlH$, 
siciif ixtfi nebulo f/ul scrip.sit De uanitnte orfi/nn etium imbf- 
bat canemy secum currentetn, qui erat <luib(tl iis. liic Faustus 
in hoc oppido y^uittenberrja enasit, cum optimus pnnreps (lux 
Joannes dedisset mandata de iiio eapiendo, Sic Xorimbergw 
etiam euasitf cum >"ni ineiperet prandere, wsiuauH^ surgitgue 
statimf soluens quod hoepUi debebat, uise autem venerat ante 
portam, ibi ueniunt lictoreSf et de eo inquirunt. 

Idem Faustus magus, iurpiesma bestia, et doaea muHo- 
rum diabolorum, uane gloriahaiur de ee amnes uiHoriaSf quas 
habuerunt Caesariani exercitus in Italia, esse partas per ipstm 
sua magia, iil^jnc fuit mendacium uanissimum, Id enhn dtco 
propter iuuentutem, ne stathn taUbus nanis kammbus asseu' 
tiautur. 

Um 1565. Zimmernsche Chronik (1881) 

Slimmcrn|(t)e (5^ronif. Ileransut i^clj^^n vou Karl August 
Barack. Zweite verbet;öerte Auilage. Frei bürg i. B. Lud 
Tübingen 

a) Bd. 1. (2. 577. n 

[1*291.] I^ao aber bic pratif ft?ld)er Äunft [be^ 3^3eifiac^ent?| 
nit allatn c^ottloi?, fonbcr ^iini liöitlten jorgclid), bae ift uulaiuicii> 
bar, bann )id) bad in ber erfarnue bcroeift, uitb miffen, mit 
bem weitbcriiempten fdinjar^fünftler, bem <yaufto, ergangen. 2>cr* 
{eibig tft na4 »il^ munberbarlid^en fachen, bie er bei fernem 

M yi. '^üu^e Dci5 ^tuiti^artcr viterarijdicn ijewinc*. 1,555, 

16 



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14 

1^3^ J«>h. Uuldi'. Hugor: Uaitierung. (Manlius Lac. Com. Deutsch) 



:hcn gcicM, borvon and^ ein befonbcrer tnictat »er 311 ma^eit, 
^^ftllf!^ in ber l^errfc^aft Staufen im ^reidgcw in grogem alter 
»om böfen gaijit umbgdbra(|t loorben. 
b) 33b. III. 6. 529, 1) 

fOcad) 153t>.| ift aud) «mb bie ^ett ber Aauftue ^11 ober 
bod) lur ipcit dou Staufen, bem 1I1IU11 lui i^ieitnjt'io, qeftorben. 
4^cr ift bei feiner jeit ein imnibcrbarlid)er iiii^romautü öciucü, alo 
er bei itnfcrn feiten hat moc;eu in beut|'d)eii lanben erfiinbon 
rocrben, ^fr aud) joDil jelt^amer hciibcl iietjapt unb iinöer, 
Da» iciii iu üil jaren nit Ieud)tlid)en rourt öergeffeii lucrben. 5ft 
ain alter mann morben unb, tote man jagt» eUengcti(^en geftorben. 
^il t)aben aUert)anbt an^igungen unb Dermiietungen noc^ Der> 
maint, ber bbe gaift, ben er in feinen leb^eiten nur fein fc^roager 
genannt, ib^^be ine umbbrad^t. ^ie büe^er, bie er oeriafen, fein bem 
l)CTTen x>ott ©taufen, in beffcn l^errfd^aft er obgangen, au banben 
tDOTben, bainmb bocb b^rna<^ Dil leut baben gcmorben unb baran 
ntelnd era((tend ein forgcli(^en unb unglücfi)aftigen jd)ab unb gäbe 
be^ert. 5)en mfm<ben ^u gfijrbetm im 3ßafficf)iu bat er ain ge» 
ipenft in Dae cloftcr ücrbannet, öc]cii fie in Dil jaren nit babcn 
fiinöcu ab tommcn unb fie loiinberbarlid) hat moleftirt, allain 
bei nriad), bae fie ine eiiiümale nit babcti seilen über- 
nad)t behalten, barumb hat er inen ben uuiücbit'ii'n i\ajt cicid)aftt, 
,^u gleid) mk man fni^t, bae bom uorii^cii apt üon ^. I^ieienberg 
aud) ain toliid))^ geipeuft ^oi\ ainem ucibigeii uareubcu jdjuckv 
feie sugenift unb angebenft worbeu. 

U 

1566. Joh. Huldr. Ragor: Gattierung 
(Manlius Loc. Com. Deutsch) 

1j< nrvni Commvnivni ^er ^rfte Ibeil. 2d)6iu' orbcnt* 
lid)e i^HUticniiu) allerlei) alten rn^ nercen (yiempel l?Meid)nig / 
€pnid) ^)tathid)lÄge / ÄriegBriiftung ; geid)n)inber J)?encfc .öi* 
ftoricn / ^^ni^ttbtn / buncteler «^rücb / rböterifcb / böfii4)er 

') ^iti y3. i^anbc t>c« ituttöiirtcr i'iteiariidicii in'rciuv. Iii, lüM. 

Tille: Fawtspttttor. 17 ^ 



14 

1566. Joh. Hutdr. Ra^por: tiattierung (lUiiliiw Loc. Com. Deutsch) 

^d^mencf mt> berglet(^en Dteler anbercr ernft t>nh tct)impfli(^r 
teben Ditb traten. 9li(^t (tUeiit Im Ideologen / (^^erei^t^gelel^rten ' 
Ctubenten f onb anbern ^unft oenoaiibten / fonberti au4 brn 
£)ber^mtt / Sj^egenteti i>nb SefetUragern fe^t notioenbig ; bienflHc^ 
mb fur^metlig. Sßon oteleii taten / aud be« ^enn $4Ut|>pi 
9Xelant^ontd / oiib anberer gelehrten j fürtTeffii<^ fReniter 
Sectionen ©efprec^eii Dtib '2:ijd}rebeit ^ufammeii getragen , ^i-ftlict) 
im l^atein nad)ma(e( and) ^iim tl)eil in leutfdjer jprad) an tag 
geben hiiid) O'LU^auucui OJiaiiliiim ■ 5f^t ubci im XeutulH'n üiiffö 
neiüc übcnclicn bcin l'atetnifcl)C!i m allem glcid)iörmig giiiiaU)! 
öub an üiclcii orten (^omcbict imb gebeffert t>on ;Jot)ann .*»)ulö= 
reic^ JWagor. 9tö. Mei). IHai;. ivre^^eit aufi se^en jar. (^c« 
trurft 511 (vrancffurt am ^?Qi)n 

«S. |4i»J. Bon ber ($rj(^d|>ffung. Bon ber onb ber äai. 

Ter 3lbt e^üiilunm tft amli ein rtroffcr ,5aiibcrcr amuM'cii ' 
berii'lbige ift cini? iiinlo gcreifet (irie ^' i^rirfliamcr augCjeigi t}al) 
ünb ift in eine .v>evi)erg tommeii i^^a nlct)t0 jugend)tet mar ' ba 
tiabeii etliche im f(t)erfe 511 im gejagt: Wncbtger .N)err lieber Der= 
t(t)affet üne ein guts? ainic()tc uon Aifdicn (vi l)at nnr ani? fcitfter 
geflovtft Don ftnnd au ift einer berein foutinen mit einer groffeu 
(^(^üfjel DoU gefottenei* «pec^ten. 

^4 tob einen gefennet ' mit nammen S^uftud Don ^unb* 
ling (ift ein ffeined ftetthtn ' ni^t »dt von meinem Batterlanb) 
berfelbige ba er (Erocfan) in bie €d^ni gieng / ba ^atte er bie 
itauberei) gelernet / mie man fie bann nor jeiten an bem ort fe^r 

gebrau(f)t / auc^ öffentlid) folcl)e fünft gelceret ()ttt. ^r gieng ^in 
pnb mi^er alleiü)allHMi iinb fagte üicl ücrboriinu' biiig. (fr 
moit ciiK' malei 3n i??eiu'bti) ein f(t)arofvicl auriil)tcii ur.b jagte ' 
er molte t)inauff iuu .vinnucl fliegen. ?llöbalb füret in ber Jouffel 
l)inmeg ' onb hat in bcrmaffen zermartert onb ^erftoffen bcu^ er 
ba er n^ibci aiiff bie OrrDeu tarn / Dor tobt ba lag . 3)od) ift er 
bae mal nid)t gcjtorben. 

itlu'ü Ucbcrfnuunuv ?ic 'i^oncPc ift Datiert Dom 23. ,^cUi. 15<i6. Ter jiocita 
i^aai» ift iirtümlirf) 155«* Datiert. 2». .p. 

IS 



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14 

lo<M. «Job. Huldr. Ragor: (vattiorung (MuuUu» Loc. Cum. Deutsch) 

fßox taeni^ jaren ift berfelbige So^atine« ^auftud / ben tag 
»or feinem festen ettbe / in einem ^orff in ^irtenberger lanbt 
gan^ tramrig ö<^l^ft'«^n- 3)er Mixt fiagt jn ; SBie [ ferne / 

bal er fo ttatoxi% tom ba^ er bod) jouftcn ntd)t \>ikQtc {bann 
er mar fonften c\ax ein Dnuerfct)ämbtci 'l^w^iat wunb füictc i^nr 
DbL'iau[; cm LmiLxiM) kbeu aljo öae er etlul)t.' mal fehler umb^ 
fommen roerc uoii uhi^ch feiner groffeu .pitrerei)) T^a bat ci ^um 
3l>irt gejant: £o er ctmae in öer na(I)t l)ört'ii iinhöe jolt er nid)t 
erf(t)re(fen. iBmb ^JiJiiüeniacl)! ift im .paufe ein i^rüffcy i^ctümmel 
ttjorbeu. 3)ei? mon^cn^ mik Der A-auftue iiid)t auffftebeu. 'Ißnb 
ai0 ed fester auff ben ^JDättag tarn l)at ber :i^irt etliche ^JD^euner 
3U jm genommen mb ift iun bie ^(^lafffammeru gegangen / 
barinn er gelegen ift ba ift er neben bem Sette tobt gelegen 
gefnnben / Dnb ^atte jm ber Seuffel b^ angefic^t auff ben rüden 
gebreitet, fbtt^ feinem (eben ^atte er ^meen {)unb mit j^m lanffen / 
bie maren Senffeien, mti^ mie ber Unflat ber bad mifldn 
gefd^rieben ^t Don oergeblic^feit ber fünfte ber ^atte au«^ all« 
mo, einen .^unb mit jm laufen . ber mar ber leuffeL ^erfelbige 
^anftnd ift 311 'Bittenberg entmnnen ald ber fromme onb ldbUd)e 
AÜrft .v)erfeog ;^oliannet^ t)ettc befelil i^than bat^ man jn fangen 
foüc. I'el^rtlt'ittien ift er ühiniberg aiid) ciurunneii. ;'Uo er 
Dberd ^))iittagnial fü^ ift fm l)ei§ morben »nb ift Don ftuiiDan 
aiifti^eftanbeii t»nb tyat ben ^^l^irt behalt iiias3 er fbm fd)iilbig 
mar mib ift Daniou gegangen, i^nö aU^ er tanm ift 
fiui^ tl)or fommen »aveu bic 6tattfnect)t fommen . onb Ratten 
na(4 i^m gefraget. 

S)erfeibige gauftud ber B^uberer onnb onge^enrig S^ier / 
onb ftintob ^eimii^ @kma<i^ bed Seuffetö . r^ümete onuerf^emet ' 
ba0 aKe @iege / bte j^e^ferli^er tieftet Mriegfliuolcf in 
lanb getrabt t)etten bie maren burt^ f^n mit fetner B^uf^^f^i) 
jnmegen gebra(t)t morben. ^a^ ifi eine erftuncfene lügen ' onb 
nictit war. 6old)e0 fage icf) aber oon wegen ber gemeinen jngent / 
auff Da^ fie |ic^ nic^t üun iol(l)cu lüfcu Acuten »erfüren onb ober- 
reben lafjen. 



19 2* 



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15 J 6 

1368. AndreM Hondorff: Promptuarium fiacemplorum 



15 

1566. Martin Luther: Tischreden 

tiif(l)rebcit 5Dbei Colloqvia Doct. Wtart: Sutfjerel / €o er 
in Dielen Jaicii i^e^en gelarten beuten aud) ficnibDm Weftcu, 
Dnb feinen Iifd)gcjfllon gchioret / üiad) Don .N>ciibtftücfcn unieier 
(ll^riftlid)cii Vcic ^ufammen getragen, o^^^lii^"- <iap. <iaiulct 
bie übrigen ibrorfen Sluff bae nidjte Dmbfomc. (^brucft ju 
eiefobeii bei) ^rbati ökiubijc^. 15GG. 

^Mi. U>b. 

(^ottee 'i^ort aileia obemtnbet bee i^eufeW feiorige Pfeile 
onb alle anfec^tungen 

^21 ober $if4 abenbe eine^ sEd)mar^tünftler<i 
3<ttbmr. %an {tud genant gebadet marb / faget iDoctor Wartinud 
emftUi^ / ber Teufel gebraust ber / aeubeter Menft »iber 
miäi m4t / Ivette er mir gefönt t»nb oermo^t {^aben )u tl^un / 
er l^e e^ lange get^an. ^at mt(4 mol ofiftmaltf f<bon be^ 
bem fopff ge()abt / aber er ^at mi^ bennoc^ muffen geben laffen. 

1568. Andreas Hondorff: Promptuarium Exemplonim 

Proniptvarivm Kxemplorvni. .'piftorienn Dnb (^rem;)elbnd). 
iHno Apeiliger ed)riftt ' Dnb Dielen anbern bewerten Dnb beglaubten 
Wei|tlid)en onb 3i^eltlid)en 33iict)ern »nb ^ct)rifften gebogen. Bunt 
@|)iegel ber mar^apgen C'hriftitcben ^uje , iebermennigU^en 
3u biefen legten Dnb gefe^rlt<ben aeiten för bie Singen gefielt 
!D{it aDem flei^ auffd (ür^fte na4 ben l^etligen i}e!^en Geboten 
&ott^ fein orbentitcb au^getl^eUt. 5Dur<b ^nbream ^onborff / 
^ar^errn ju ^raiffig. $falm 5. bu bift ni^t ein 

@ott / bem (^otm mejen gefeit j mtt bbfe ift / ber bleibet ni^i 
für bir. Cum gratia et Priuilegio, ad decem annos. Anno / 1568. 

Ji ) leinb ^iiHMic 2i1iiiiart;fiin[tler gcweien : mib l)at einer 
ben anbern (aljo irtjciucut) gefrefieu i bcnn ber S^euffcl ^at Den» 

M -^k «uögaben 1570, 1572 u. f. to, ^abcu Oüfüi ii^icn. D. ^. 

20 



17 

1568. Joftnnea Wienu: De FrwstigUa Daemonum 

felben gefreffenen in eine l^ölc ober \o(S) gefürtlö / ber crft tmc^ 
btti^ tagen mieber t^erfur fam. (Sin fold^ @4iDar|fünftIec 
ifi au(( 3oI|an %ttupi» gctoeft / ber viel SnbenftucI burc^ feine 
ff^ttMirte fünft gcitbet / etc. dr ^ot be^ M ^n ^unb 

gehabt / bod ttpar ein Sieufel / etc. er gen SBittenberg fommen / 
toa er and befel^l bed (E^urfürften gefangen werben / m er nic^t 
entmnnen / S^crgleic^eii roere ihm ouc^ iJlfimberg begegnet / 
Da er aud) eiitnimien ' ^ein lol)n aber ift btefer getceft. feine 
jjeit aue mar ; ift er in an Torff im Siruu beider gebiet ' het) 
einem ©irt gewefen ; ba jl)n ber 3iMrt gefraget i mwninm er 
nlfo trarorig roere: @agt er / 5)icfc nacf)t foltu bid) nic{)t [ürcl)icu / 
ob bii fd)on f|ro^ fratticn pnö erfd)ottcrii be^ .^»aiiiee t)öreu wirft. 
iHiiff beu Wori^en bat mau in bor .Hammer ba er läge ' tobt 
gefunben mit ombgebre^etem ^aU. lohan Maoliiis in suis 
Collectaneis üb. i.^) 

* 

17 

1568. Joannes Wierus: De Praestigüs Daemonum 

loautiis VVi^^i D« IVaestigiis Dj<-monvm. Et Incanta- 
tionibus ac ueueHcijs IJbri sex, aucti »'t recogniti. Arre^tilt 
Ret'um et uerhorum copiosus Judex. Cum Ca*s, Malest, gratia 
et priuilegio. Baaileuc, Kx Ofßcina Oiforitfiatia. l.jßS. 

p. 125. De Magis Infamibvs. über ^ecundus. 

p. 140. Qui Mmiiavi infamem postea eoluere, ei ftmeMus 
quorundam interitus Cap, IIIL 

p. 142. 

loannes Faustos ex Kundling oppidulo oriuDdus, Craco- 
uisB magiam, ubi olim docebatur palam, didicit eamque 
pauciB annis ante quadragestmum Bupra aesquimlllesimum, 
cnm mnitorum admiratione , mendacijs et fraude multifaria 

in diuersis Germauiai locis exercuit. Inani iactantia et 
poUicitatiunibus [14iiJ nihil uou potuit. i^xemplo uiio arteiu 



• >£tcUc !tc()t in Kt ^luegabc m\ i'üo iM. ölb, 1572 'W. 83b, 

1580 101b, 1585 U6b, 1595 161b« bi« 162a». 2). 



21 



17 

1568. Joanne« Wieras: De FraestigUs DMmonum 

ea coDilitione Lectori ostendam, ut 86 non imitaturum, mihi 
prius tidem faciat. Hie seeleBtas ergo captus Batoburgi 
in Mo82e ripa ad Geldriae fines, barone Herinaiino abseilte, 
mitius ab eins sacellano D. loairne Dorstenio tractabaliir, 
quod huic uiro bono nee callido, plurinm rerum cognidonem 
artefiqne uarias pollieeretur. Hinc et tamdin uinum, quo 
Faustns unice afficiebator, pr(>iii{)sit ille, doner uas piiacua- 
retur. Quod uhi Faustus iutf lli^cret, atque (irauium sibi 
uluMiiidiini esse, ut iiuleretur liurbu dicfret alter, uinum is si 
atlliiif curaret, artem denuo proniittit siiij^nlaivin, ()iia citra 
nouaeuhv usum, tolleretur barli i < '(Miditi«iii«' aeeepta. arse- 
nico ((infricari tain citra ullaiii pra*parati<iiiis meutioneai 
iubet: udliiiiitaque illirjitione taiita succesöit iuÜainmatio, ut 
uon modo pili, sed et pellis cum carne exarerentur. Cum 
Btomacho idem ille mihi facinus lioc non semel recensuit. 
Aliu8 mihi neu iurognitus, barba nigra, reliqua faeie sub 
obscura, et melancholiam attestante (spleiieticus etenim erat) 
qmiin Faii8tnm - accederet, iucnnctanter hic ait: Profecto te 
»ororium meum esse existimabam', propterea et pedes tuos 
mox obseruabam, iiiim longa» et iiicuruap in ijs prominerent 
uugul«: ita hunc dsemoni assimilaus, quem ad se ingredi 
arbitraretur, ennderoqne sororium appellare (^onsneuit. Hie 
tandiMu in pai^o «lueatus Vvirtenberi^iri inueiitus fuit iuxtA 
leetuni niortuus inuersa tacie, et douio pneeedciUi uotte media 
(piassata, ut fertiir. 

I.udimodfMator apud (ioslari' iists ex Faiisti majii. uel 
ueriiis iut'austi niali dor tritia instru<*lü>, moduin quo «armini- 
bus in nitro eoerceretur satan, didicit. Vt itaque inipe- 

diretur a nemine, die quodani in Hvluani abijt: ubi in magica 
execratione aberrauti apparuit daemon horrenda admodum 
forma, oculis flammeis, naribus ad cornu bubuli morem in- 
tortis, oblongis dentibus, aprinis non dissimilibus, genis feiern 
referentibus, et in uniuersnm terribilis. Hoc idolo terrefactua 

') Tic lat. \1u«3viaben liasiloac, l.'»i;'5, m\i> lör.r, ciifbaltcn Die 
2tclU' Uüiti nii1)t. O-lHMilüincnii^ ^ic ^c^ü^ltw! \*!n''nal\Mt 1 ')(",.'» ^^^ l.')75. 3" 
^oll 'Oiii-Mtahcn B!isi!<«ao löTT \n\i> 1.VS2 jtoijt fic l.'i<> -.'iii; iu ^cr £>cut}it)eit 
StuiS^aDc, Aranfrutt ü. lööii, ^. l>3a. 

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lB/19 

1570. Ludovieus Lsvftter: De Spectris 

bic prosternitur, iacetque honis aliquot semimortuus. Taudem 
respiranti nonnihil, atque ad ciuitatis portas progredient!, 
qiiidam familiäres obuij, uultus mutati, pallorisque cauBam 
rogant Hic tremens et ueint furibundus obmutuit, lade 
domum ducitur, ubi horrendos edere sonos, et prorsus insanire 
€<Bpit. Anno tandem exacto fari denuo incipit, et ea Speele 
sibi daemonem appaniisse narrat Caan» nero Domlnic» 
communionem ubi tum celebrasset, tertio post die se Deo 
L'ommendaüä, ealainitosae huie uita^ ualedixit. 

18 

1569. Ludwig Lauater: Von Gespinsten 

Mon (^f|)dnften / Ditgtiüreu fälen / Dnb anbereit munber^ 
baren bingeu , fo merteil^ menn bie menfc^en fterben föUenb ^ 
ober »enn junft groffe jad^en nnnb enberungen üortiaiiben fntb / 
bef<4d^enb / tur|er vnb einfaltiger beriet / geftelt bur^ £ub* 
iDtgen ^anater biener ber Stitd^ Qixx^Ö:^, @etnuft juo >)iiri4 
b9 @^Mel Srof^oroer / im 3ar M.D.LXIX. 

91. 50b. <Der anbcr teil. 
90a. ^ad XYIL aopitel. 

331. 92a. 

jioil) t)ütt bi) ta^ \h\b jd)irart5fünftlcr iid) u^tl)iionb • 
fi) föniiluD ein rojj fattlen üff bcii ji) in tm^a- i)l (^roffe icifcii 
mögiuD uollbiiugeu. ^en felbigen mirt / rpenn w umbl)iii 
gabt / ber H'ifel ritt uub rof§ Ion ' beid)lecfit t»nb foftcUiclt mit 
einanbeieu geben. "Bao nnnibor fol ^uo Ottjercu ^Jjteu ivauftu^ 
ber Derrümpt sauberer getribeii ^beui^ 

19 

1570. Ludovieus Lavater: De Spectris 

De Spectris lemuRibus Kt Hagnis Atque Insolitis Frago- 
ribus, rariisque prieHagitionibn^ qua* plerunque obitum homi- 
nnm, magnas clades^ mntationesqne Imperiomm prsecedunt, 

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20» 

Um 1570. Wilhelm Keyer: Nürnberger F»us(«eschicht«n (1895) 

Über Vnvs: f^vdovioo Lavatero Tigvrino Avtore. Apvd loannem 
Crispiuiim. *) 

Seeunda Pars, cap. XVIL 

p. 208. 

Hodie fuo^ magi inueniunturf qui gtoriantur, se magici$ 
pr<e8tig^8 equnm sternere posee, quo paucU horis Her longissi' 
mum eonficianU Hos tandem Dem merUts poetus affciet Quam 
miranda re/eruntur de Fausto Germano, qwB nostra <etate per 
maijicas artes effeceiUY 

* 

«0 

Um 1570. M/ilhelm Meyer: Nürnberger 

Faustgeschichten (1895) 

Xilraberg«»r Faustgeschichten. Von Wilhelm Meyer aus 
Speyer Au8 den Abhandinngen der k. bayer. Akademie der 
WiBS. 1. CK XX. Bd. 11. Abth. München 1895. Verlag 
der k. Akademie in Comraission dee G. Franz'schen Verlags 
(J. Roth).^) 

S. 50. Handselirift 437 der Hof- und l-.andesbibliothek 
iii Karlsruhe: 

Lutlicrs TiscIiDMlt'ii ans dt ii .lalireii Ib'^h — 154*2. Anhang: 
Christoft" Roshirt der Kiter, iiistürien. Nach löäö, 
a) I». (VI. 
(Bl. 20()b bcv .<panbjcl)iift) 

Volgeu etliche Historien, vonn Teuffei Gespenst 
ttnd Wechssellen Kindern oder Kilkröpffen. 

(Bl. 207 a.) Vom Doctor Georgio Fauste dem 
Schwartzkünstler und Zauberer (BUdf alter Holz- 
achnitt: 3 Beiter auf Hund, Back und EbeVj daneheti »Hzi 
ein Mann auf einer Bank,) Auif eine Zeit hett D. Faustus 

') ^ie l>orre^c ift initir;cut)net DaUe Tiguri meoee Januario, anno 

a natiuitatp Christi l'iTO. 

') '.'un1> 2. r>(i iü Da ^!*U>rtlaut aciuui luut) Oer ."öanbffhrift iicMiirtt. 
üiur fiiit» ^utiipuntium luw ijiüBc uiiO tloiric Jlnfangöbuitittdbcu von Ii». jDic^cr 
nadi ^utfrünfen cin^cjc^t. ST. 

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20 b 

Um 1570. Wilhelm H^«r: Xiimbcrgor FuustKeaehichten (1895) 

gut Freund zu Gast geliideii, denen ehr sehr guttlich 
thett mit flberflflssigem Essen und Trincken, allein ver- 
bott er ihnen, sie wolten mit seinen Dienern, so das Essen 
nnd Trinclwen auftragen wurden, nichts reden. Als sie nun 
fürstlich und herlich gelebt betten, verwunderten sie sich der 
herlichenn (Bl. 'iOT b) j^ehaltenen Malzeyt. I)o sprach O. 
Faust zu ihnen: wolt ir wissen, mit wem ir Jessen habt? 
Sie sagten: ja. gern. Sprach er: mit dem Kumu in Knge- 
hmdt; der helt heut Hochzeit, und wa.s da aufgetragen wurden 
ist, dergleiehen habt ir auch i^ehabt, «iiid itzt hebt si«'b der 
Tantz do an. |63) Sie spraehen: den möchten wir t^ern .sehen. 
Do sagt er: wan itzt da.s Haiitwasser bracht wirt, so halt 
Hieb ein Ider an die Hantzweln, so solt ir in auch sehen. 
SoK'hs gescha^^: kamen in Knrtz auf den Tantzboden in Knge- 
landt. Do sie aber gesehen worden und das es Ausslender 
und ungeUdene Gest waren, wurd solchs dem Konig ange- 
zeigt. Der schaff, sie gefencklig einzuzihen; nachmal wart 
Befehl geben, die Gefangene zu hencken. Darob sie hard 
erschrocken; Fanstus liss sichs nichs mercken. Als nun der 
Rechstag angestelt, bad D. Faust, man wolt in zuvor ein 
gut Malzeit geben vor ireni Knde. Solch« gesciuich; er batt 
urab ein Haudtwusser: dass wiirf auch vergunt. Do sagt er 
heimlich zu inen allen wan die Ilantzwel aufgelegt, so greift* 
ein ider dran; wilchers verneumpt, der bleibt hie; kamen also 
wider heim. 

b) p. 70. 

(Hl. '^Vuj Vom D. Fausto dein Schwartzkunster. 
Zu Krankfurt am Mein wart er einem .luden scrhuldis:, verzilt 
in ihn sein Herberich zu bezalen. ümb bestimpte Zeit kumpt 
der Jud, frag nach dem Fausto, wilcher in seim Gemach 
thet sam schliff er. Der Jud weckt in, zeugt in letzlich beym 
8chenckel, wilchen er dem Fausten schlaffent aussgerisseu. 
Darüber schreit Fanstus sehr laut, der Jud gibt die Flucht, 
wirt also durch Betrug des Teuffels bezalt. Dan wie der 
Kaufman gewesen, also ist auch der Verkaufter gewesen: 
das Sprichwort laut: gleich und glcn li geselt sich gern. 

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20 e 

Um lä7ü. Wilhelm 3lt'y»^r: Nürnberger Funstgi-schichten (1895) 

e) p. Hd. 

(BL SSlh,) VoD Doctor Georgio Fausto, dem 
Zanberer und Schwartzkunstler (sthlecht gemaltes ßild: 

H Gfiste an einer hesefzteti Tafel, ein Mann brinijf Schüsseln; 
Fenster mit Bntzenscheihen, an den Wänden Pokale h In dem 
Letzteiitheil Collocjuitiiuiu Doctoris Martini Liithcii. daniiueu 
niancherley IlistoritMi v<un Betrug und (1)1. H.S2) List ;:»*sagt 
und von ZaubtMt'v. ist dieses Zauberers FauNti auch gedacht 
worden mit kurtzen Worten (Bl. '2L't _ Tischreden 1 47). 
Derbalben von seiueu Hendel eiiu^tbeyb weitleiftiger sol 
allhie gebaudelet werden, dem Leser zu mehreren! Bericht. 

Zur Zeyt. als I>. (ieorgius Faustus zu iuf^eUtad auf 
der hohen iSchul den Studenteu Philosophiam und OiroinaD' 
tiam läse, wurde er mit etlicher BurgenschafTt bekant, die ihn 
(weil er kein sonderliche Ilausshaltung bette) oftmals zu Gast 
geladen umb Kurtzweil wegen, die er dan mit mancherley 
Gesprech in Gelo<rhen wüste furzttbriugen, wie dan der Welt 
Gebrauch ist, das sie viel li(*ber von schimpfiicheun Dingen 
dan von (Jottes Wort hört reden. 

Auff ein Zeyt sprachen seine ifute Ürkante. Freun<lt und 
ZechjreselleFi zu im: Her Doctor. waii wolt ir uns auch fl^r- 
jnalt'ins zu (last lad>'n un«l euiM* Kostfn ylieit sehen lassen. 
(Hi. oSL^h i Der Doctor Faust antwort: ich wolt Solches lengst 
gern gethan haben, so wist ir alzumal, das ich kein eygene 
Ilausshaltung hnh und selbst zu Kost gehen, aldo meines 
Wirts Gnaden leben. Idoch wil ich der entpfangene W(d- 
thaten, so mir von euch wider faren ist, gut ingedonck sein 
und dieselbicbe zur gelegene [B4] Zeyt widerumb vergelten. 
Der Antwort waren sie zufrieden. Nach etlicher verschiener 
Zeit, als Doctor Faust sein Gelegenheit ersehen, das er seine 
(leste wüste reichlich zu bewirten, lies er sie auf ein be- 
stimpten Tag zur Malzeit durt^h seyuen Diener beruffen. Des 
waren sie alzumal willieh luid bereidt. unabschlegig zu körnen. 
Als die ernentte Zeyt das Mittagmal einzunenien vurbaiuleu. 
erschinen die geladene (leste mit allem freuntlichem iiut. n 
Willen, i Rl. Do sie nun in den Saal des Hauss kamen, 

welcher herlich uud zirlich zugericbt war, wurden sie vom 

2« 



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2Ue 

Um 1570. WlUiebn 3[eyor: Nürnberger Faiutgvschichton (1895) 

Hern Fausto freundlieb entpfangen. Nun war einer untter 
den Gesten, ein scbimpflieher Man, der sich dan sonderlieh 
mit dem Doetor Pausto wol vermogte; der ging hinauss in 
die Kuchen, zu sehen, was man ohngeferlich kochen thctt, 
aber er fandt weder Feuer noch Koch. Di r kam halt wider 
iu den Saal und sprach scliiin ptVIidi : Herr Dortor. es ist 
weder F»'w«'r. Kaiitii iiocli KOrh iu eui rer Kuchen; nicht wei.ss 
ich. wie ii nns hewirtteu werdet: wir liofteii getisslirh . ir 
wert uns doch gutli< li thnn. Kr antwort: liehen Hern, seidt 
oiiue Sorge, es wirt halt besser werden. Aber eines wil ich 
euch alle und einen iden insonderheit gebeten haben, tias ir 
mit meinen verortlenten Dienern« so uns Eawu und Trincken 
und was zur Malzeyt vonnoten sein wirt. bringen werden, 
gar (BL B83b) nirbs reden wollet; wir aber wollenn untter 
einander frolicb gntter Ding sein; verKoiT, ir werdet des kein 
Besebwer haben. Sie waren des gar wol zufrieden alzumal. 
Doc'tor Paust batt, sie wollen zum Tische setzen; man wurde . 
anrichten und zuvor ein Handtwasser bringen. Dem Befehl 
waren sie gehorsam. Ralt kamen zweii .Inu};ling gar wol 
gt hützt; der erste trug ein vergultes siibere Handtb«Mken 
mit schöner .\rbeit zngeri* ht. unih den Hals het er ein lier- 
liche «^t'stickte Hantzwcin: auf in vnlirt't einer mit der sillti ic 
Scht'nckkandt'l . darinni-n wcdricheuts W asser viTordii-'t war. 
Der Doctor batt. sie woltt'U unibficr \\ ass, r ni inm. sieh damit 
waschen; das jrt Sf hag. Die Hant/weln wart umligelegt sich 
zu trocknen und halt wider aufg«dHd)en und von daniien ge- 
tragen. In dem kumpt ein Truchses mit dem Zepter (BI. 
gantz fürstlich bekleidet: auf in volgen etliche mit silberen 
Schusseln auf einander gesetzt. Doctor Paust uam das Kssen 
von ihnen und satzt es seinen geladenen Gesten für, vermanet 
sie zu essen, credentzt ihnen dasselbiche, domit sie kein Ab- 
sehew hetten, Balt darauf wurden viel güldene Sehewer und 
andere herliehe Credenss mit dem besten Wein herge- 
bracht und auf den verordeiiten Credent'/tisch gesetzt: die 
dau fler \Viii ilin» u mit aller Krnliehkeit tursat/t un<l einen 
friMUidlichefi Kunilttninf k venu'duet. Diese furstliehe und 
königliche Malzeyt weret nun lang, das die rie.«*te gross Ver- 

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20 g 

Um 1570. Wilhelm Heyer: Ntunbort^or Faustt^eicluchten (1895) 

wuQderung ob dem horlichen Essen und Getranck hetten; 
sagten: Her Doctor, der Unkosten ist gar zu gross und des 
uberschwencklicben Essens zuviel. Darauf er antwort, sie 
selten nor gater Ding sein und nichten mer bekümmern. 
(BL 384 b.) Als sie nun die königliche Malzeit in grossen 
Freiden und Wolleben volbracht betten und des besten Weins 
entpfiinden. wurden sie gar frolich, danckten dem Doktor 
Faust^^n für die lierliche eiitpfangene Wulthiitt, baten ihn. 
er Nvtillt' der t;n>sst' iilMTsrhwenekliche l'nkosteii kein Be- 
grhvver traictMi ; \\u si»- solr )is in ihren vrrnmgliclu'n Dinsten 
widerumb vvi.stLii zulitscliuldeu, wolten a\v allezeit dem Hern 
Dortor wilfertig sein. Mein lieben Hern und gute Freund 
und (lunner, der gehaltene Malxeit trag ich kein Beschwer; 
dan dieses Kssen und Trinck ist mir von des Konig8 in Knge- 
iand Tisch komen, welcher heut sein Hochzeyt helt, und was 
ir von Essen und Trinck durch dise Diener entpfangen tiabt, 
eben dergleichen ist seiner königliche Wirde heut auch ge- 
tragen worden; und gleich itzt wirt der (Bl. 385) Tantz an- 
gefangen werden, do es dan sehr brechtig wird zugehen. 
(Ih) Do fing einer auss ihnen an und .sjM-ach: Her Doctor, weil 
wir dan heut mit dem Konig in Kngelandt gensen und 
truneken haben, darfur wir im und euch grossen Damk 
sagen, so inot liten wir, \vt» es muglich, tlen Dnnt7 auch gern 
sehen, domit wir wissten von tler konigliclit ti ilurliz* it aut h 
zu sagen. Der Ductur spracli: dns kan wol ohii alle be- 
schwerliche Verliiiidernis ges« lirinMi, sutVrn ir niciiicni Hcfehl 
mit VIeiss wert nachkommen um! volgen. Die bewiliigeten 
alle mit grosser Begir darrein, versprachen auch dem Gebot 
nachzusetzen mit allem gehorsamen Vermugen. Itzunt. sprach 
Fnustus. werden die zwen widerumb wie im Anfang der 
Malzeit kommen und das Handwasser furtragen: so merckt 
das ein Jder« nachdem er sich (Bl. 385b) gewaschen, fest 
an die Handzwei halte und rede kein Wort zu Nimants: so 
wollen wir in kurtzer Zeit den Tantz in Engeland auch sehen. 
Sie thetenn, wie ihnen befohlen wart, furent mit einander dahin 
und kamen anff den königlichen Saal, do der Tantz in aller 
llerligkeyt gehalten wanlt. Die weil aber die Wach und 

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Uni 1570. Willic'liu Jleyer: Nürnbi-rger KüiistgeHi-Uichten (IÖ1».>) 

Hütt vor dem Palast [66] fast wol bestellet wäre und ein 
fremdes ausslendichs Voick auff dem Saal gesehen wart, 
welches doeh bey Leibstraff verbotten war, wurde Solches dem 

Kom^ anzeigt. Der lies halt die Verwalter des königlichen 
Hoffs rechfertigen, vvannnh sie über ir (ielubt ein frenidts 
UDKelad»'!! Volck wider koiii^lirlis Mandat hetten auf den 
Saal kommen lassHU. Die Hec/.ss» hir und verordente Tra- 
banten eiit.suhiil'liirti'n sich zum Höchsten, sie hetten kein 
Wissen umb die Sachen, ihnen wer auch kein fremhs 
Yolck zu sehen worden. Dem Konig wardt der Handel tur- 
bracht; des er sic!i vervvundt rt , li» thicht aber bey sich, es 
musten Kmidsrhafter sein; befahl derbalben, das man sie in 
der Styl ohn all Rumhmor solt gefencklich einzihen (schlecht 
gemalies Bild: Ge/anyene werden ton Bewaffneten hi das Ge- 
/änguiss geführt). Diesem königlichen Befehl wart balbt 
nachkommen. Des wurden sie sehr bekumert, aber D. Faust 
lies sich nichs der Errettung gegen ihnen merckeu: sonder 
stelt sich nebenn ihnen ganss tranrich als ein gefangen Man. 
(Bl. 8K(;h) Dieweil sie aber Teudsche waren, lies er sie zu- 
saiiieit in ein Gefencknis vers( liliess»>u. Als aih r die Hodi- 
zeit voll)ra( ]it wart, und der (ictanueiic durch den Kercker- 
nii iiisttM Aäoucliuiin ueschni?. Ii» s (lt*r Kimm seine verordentt-ii 
Rehte zu Gericht setzen, dem aiisslemiischen Volck nach 
Verbott irer königlichen Wirden einen Rechtsstag anzustellen 
und nach V^erdinst zu verurtheylen. Nach gesetztem Recht 
wart zu recht erkent, das Tuan sie ohn alle (luadt als Kund- 
schafter an einen Galgen hencken solt Dieser schwere Sen- 
tentz wart ihnen im Gefencknis angesagt, des sie von Hertzen 
sehr erschrocken mit Berewung irer begangene Sundt und 
Misshandlnng, gaben dem Doctor die Schulde, der sie unver- 
dieneter Sache also umb Leib und Leben bringen thett mit 
Betrug. (BL 387) Doctor Fanst sprach zu dem Kerckermein- 
ster: dieweil wir dan ohn alle Gnade ihe sterbenn und 
hencken müssen, so ist bei uns Teudschen der (iebrauch und 
Gewonheit, das man den Armen, so zum Todt verurthrilet 
sein, auf den Rechstag zuvor eine gute Malzeyt ijibt. donih 
sie dester frolicber iu den Todt gehen. Bitt derhalüeu, 

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20 f 

L'in l.'»7U. Wilhelm Sleycr: Nürnberger Fuustgesehichten (IbÖ.'») 

wollet unser untterthenigs Bitten und Begeren zu HoflT für- 
liringiMi; verhoffen des keines Abschlags. Der Kerekermein- 
ster antwort: i< h wil» euch tr('\vli(!li aussricliten und. so viel 

an mir gidfgfn. (l»»n llainl»*! tuidt'rn. Iiidi-in er hingiu. 
sagrt»*n die Mit«?«'t';iii;iene ziini l^austeii mit klcsrlieheii Worten: 
Arli wer kcHite und iiiociite vor y:rosseni j()7j l^eid und 
KummernuH. so wir cdiiie Verdin.st .so eines selimeliehcii Tixlt 
sterben müssen, essen oder trinrken. Darauf sagt U. Faiii^t: 
Ky, seid nicht so kicinmuttig (ßl. H87b); wist ir nielit das 
Sprichwort 'ein guts Mahl ist Henckens werdt% Solche Wort 
verdross die Gefangene fibel; «ian sie wenig Trost noch Freid 
davon entpfingen. • Aber der Kerckermtfinster, welcher ein 
gebomer Teudseher war, auch den Gebrauch, so mit der 
Armen in Teudschlaudt gehalten wurt, gut Wissens trug, 
brachte ihr bittlichs Begeren dem Hoffmeinster für, auch was 
ires Landes Sitten und Gewohnheit wer. Der Hofmeinster 
tbat Befehl, das ihrem Begeren genügsame Volg gescheen 
s(dt; '/«'igt sohhs dem Konig an; daroh er sanipt seinen 
Kehten ein V^erwun(h*rung hetten, das sie so leielitsinnig 
weren und den Todt so «rerinir jirlitfu. Als nun gut Speiss 
un(i Tranck ihnen ins ( iidViimiis turgctrageii wart, vennanet 
I)»»etor Faust sein Mitgesellcri. sie 8(dteü essen unnrl tnn«-k('U 
und unbekummer sein: aber ihr ( Rl. '4hh) Hertz war ihnen 
vor Traurigkeit ganss schwer. Do nun Faustus Nimants umb 
sich sähe, vor dem er ein Abscheu haben mochte, dan die 
Huttcr TeudHciier Sprachen unerfaren waren, redet er mit 
frölichem Angesicht zu seineu .Hitgesellen; Lieben Hern und 
Freundt. heuttiges Tages sol unserm Keinem kein Leid wider- 
faren. Darumb nempt Speiss und Tranck zu euch auff die 
Reiss. Dan wan wir gnug gessen und truncken haben, wH 
Ich ein Hantwasser und Hantzwei fordern; sobald ir euch 
prewa*5ehen habt, greifft an die Handtzwel: damit sieh Keiner 
versenmme: er würde sonst dahinden in l.t ilis (Jefahr bleiben. 
Dan in I'!nirelant wollen wir die Hfiide w;usi'lieii und in 
Tcud- lil ni i drneknen; durcli mein Kunst solt ir all errettet 
werdtMi. IHf li^utc Lt-ut lingiMi ••in Hertz, fissen und tnnirken. 
Al8 nuu der Kerkermeiuster zu ihnen kam, auch ^lii. 3^8 b) 

so 



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20 a 

Um 157U. Wilhelm Mjpy«r: Nürnberger Faiutgesckichten (IHi).'») 

die Zeit, das sie zum Galgen solten gefurt und erheuckt 
werden« spraeti D. Faust zu ihm: meiu Freiindt, weil wir t)o 
wo! und reichlich gelebt haben, darnmb wir königlicher 
Wirden untertheiiigeu Danck sagen, s<» gelangt unser aller 
letzt« Bitt an euch, ir wollet uns zu Khren unbeschwert auch 
ein Haiidt Wasser gehen, darzu eine Han<lzweln, (himit wir 
uns m(»g«:ii druc'kenen. Der Kerckernieinster lacht nini sprach: 
liehe Freund, es sol in dem euer Will auch crfrilh t werden; 
dan soh-her I)iiist kau durch mein seihst Vt'rnui;;en Wül ver- 
riciitet werden: ging eyllent hin. luacht ilinen dasselhich. 
Als sie nun die Heuile gewaschen, gnft'en nie alle an 
die Hautzwei: Paustutt sprach mit lachedem Mündt: in Enge- 
landt hab«Mi wir unsere Hende gewaschen, zu liigelstat wollen 
wir die trucknen. Füren also unverhinderlich davon. Des 
der Kerekermeinster (Bl. verwundert und hart erschraok, 
ging eyllent zum Konig, zeigt im den Handel an, wie es ihm 
mit den Teudschen (lefangeneu ergangen were. Do merckt 
der König, das ir ZukunpH't und die Abfurt mit listiger 
Zauberey wer volbracht und sein Verdacht von we«jren der 
Verretterey nichs gewesen, ihnen derwegen auch Unrecht wer 
gescheen: war derli;ilhcu wi»l zufrieden, mid Idicl) dt r Kereker- 
meinster nngestrart't. Als sie aher widcrmnh oline Leihs 
fJefahr genu Ingelstat knmnit'ii waren, wurdeu etlicli von 
wegen des Schreckens t(Kiliclien kriiuck. 

D. Kaustus aher verharret ein kleine Zeyt in der Stadt, nani 
seineu Wege in andere Landt. dd er d;ni uubekant innen möcht 
seyn. Dan er hesorgt. ihm mix htc hinfort geringe Lieb und 
(innst aldo bewiesen werden, wie dan gut zu erachten gewesen. 

Diss ist also die erste Historia von D. Georgio Fausto. 
d) 70. 

{Bl,SHifb): Kin andere Historia vom Doctor Ge- 
orgio Fausto. (Srhhcht ijemaUea Biid: im Hintertf runil 
Fensierwand; dtttor im Zimmer ein Tisch, auf dem ein Geld- 
saek M^ht und (foldmünzen fie<jen; t/am im Vordprf/nonf 
liefft Pamf auf einem La</er mit hoher Kopfiraml , an welcher 
eine T<if( l hihi(/f , ruff t/er h'*75 steht, also das .hiln\ in trel- 
cfiem dieses Hiid jemalt isi - ein Jude zieht an seinem BeinJ. 

Bl 



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20 d 

Um 1570. Wilhelm Meyer; Xöriiberifer Faust^fesehichteii (IHM.j) 

Nachdem D. G. Faustus von Ingelstadt verreyset, nam 
er seiaen Wege auf Frankfurt am Mein zu und kam auf 
gelegene Heflg dahin. Do dan mancherley Kaufmanschaft 
getrihen wirt und sonderlich (BI. 390) [71] haben alda die 
Juden allerley Kauffmanschaft. Dortor Faust kam zu einem 
reiilieii Handels Juden, kauftt iiii ah z\vt»y schone Ro88; 
darnaeh inm er für .sich und seinen Diene r auss schone jje- 
iiiailiU' Kleitler und Spruch: lielx'r .lud, ich hah hie hey mir 
^ehr Nvol gewegene frantzhossisi lie Krone, an denen ich nicht 
gedenck zu verliren (lies ihn der etliche sehen) und wan ich 
gute ganghatftige Taler oder andere grobe Müntz dafür 
möchte bekuranien, weit ich sie verweschlen lassen umb ein 
geringen Aufschlag. Dem Juden getilen die Cronen wol, 
fragt den D. Fausten, wo er zur Herberich einzogen were; 
im seit das Gelt filr die Cronen durch ihn selbst zugestelt 
werden; er solt angeferlich anzeigen, wie viel er des Gelds 
mit ihm bringen must; al»sdan so weiten sie die Schulde 
von der Summa abzihen. (Bl 390b) Doctor Faust sagt: mein 
Jttd^ weill du mir nach Gebur und Gebrauch in dieser Mess 
den Aufwechsel erleben wilt sampt geburlicher Hauptsumma, 
versehe ich mich mein gekauftes Tiut auch in gntejii Werdt 
von euch ohn L'hersatz zu haben. Der Jud thett im ein 
Na(:hla.^><uug ann erkaufter War: dan er verhoff, sein besser 
zugelassen. Dortor Kaust bestimpt im ein Zeyt, da er iho 
liuUeu solt in seiner Herberg. 

Der Jud kam zur bestimpte Zeyt mit seinem Wecbsel- 
gelt. Des Fausten Diener, so schön abgericht, stunde uutter 
der Haussthur. wartent des Juden. Khr kam mit dem Gelt, 
frag den Knecht, welchen er dan wol kennet, ob sein Herr 
der Doctor vorhanden wehr. Der Knecbte (Bl. 391) sprach: 
ja, gehet hinaufT in sein Gemach, do werdet ihr ihn gar 
allein finden. Der Jud war zufrieden, kam ins Gemach, da- 
rinnen D. Faust sich in ein Faulbetht hette gelegt und eines 
herten Schlatts sich mit Betrug untterfing. Als nun der Jud 
in die Stuben kam und den Doctor hart schlaffent fand, be- 
rathschlagt er bey sich selbst, was im zu tliun were; den 
Geltsack, damit er vermeint die ('roiieu zu weciisleu, satzte 

»2 



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20 1» 

Um 1570. WUbelro Jlever: >iürnbci^er lauslgeschirhtcn (1695) 

er auf üeu Tisch. riariiiiuMi etlich hundert Taler waren, ging 
zum Faulbetli. rfittelt den Doctor beim Arm: aher er gedachte 
davon iilclit aufziiwaclien. Do im aber die Zeyte widt zu 
lang wereu, erwnsclit ur ihn hey einem Bein, zuckt erstlich 
in mit Oelimpff. Als aber Faustus nicht aufwachen wolte, 
(Bl. '6i>lb} wart der .lud zoraig, ruckt in dermasaeu beim 
Bein so undummerlich, davon der Docter aufwachen musste. 
Aber D. Faustus brauch «ein Kunst, das dem Juden der 
Schanokel im [72] Zihen in Uendeii blieb, als hett er im 
denselbicheo mit Gewalt aiiss dem Leib gerissen. Fing der- 
halben grewticb an la schreyen: o du marderischer Boss- 
wicht, du hast mir mein Scbencken vom Leib gerissen, das 
mustu mir gnugsam vergehen. Der Jnd gab mit grossem 
Schrecken die Flucht; Faustus schrie im nach: der Knecht 
erwischt den .luden bev dem Miuitel, si)rach: was Leids hastu 
meinem llmi ^'etban, das er so kleulicli schreit? Der .lud 
lietj 4leu .Maiitt'l faren, Üuhe durvon mit umsser Fiircht un«l 
Kyl. Der Knecht bekam in die^eni >i;liinii>rt" ein guten Mantel 
und sein Herr (Bl. 392) das (ielt, so der .lud auf dem Tisch 
hett stehen lassen. Balt Hess D. Faust denn Wirt rechnen, 
bezalt ihn also bar mit Danck; aber er und sein Kneilit 
Sassen auf die Koss, so dan schon zugericht waren, nam die 
Taler in ein Watsack, ritten also mit frolichen Muth auss 
Franckfurt; dan im war aldo ein gute Beut geratheii. 
e) p. 73. 

(Bl,392a,) Einsmal kam er gen Bamberg, zog in 
ein guts Wirtsshauss ein, do er dan gar wol eutpfangen und 
gehalten wart. Nun begab es sich, das ein Sewtreiben do- 

zumal auch beim Wirt einzogen war. Den Abent redt der 
v^eutreiber mit dem Wirt, ob er nicht wi.ste. wo er ein Hert 
gutter feister Schwein niodite zu kautfen bekommen. Der 
Wirt sagt, auf dissmals wer im nidis davon bewnsst, dofii 
möchte (Bl. 892b) er den Morgen hinauf auf den gewon- 
lichen Seumarck gelten und darnach sechenn. Als Solches 
D. Faust boret, gedacht er, diss ist ein guts Spiel für mich, 
dardurch wider kan (ielt bekommen. Dau die Franckforder 
Beat nun fast verzert war. £r sprach zu dem iSewtreiber: 

Till«: PaoMpStiM^. 33 3 



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80e 

Um 1570. Wilhelm Meyer: Nambeifrer Fausigeichirhten (1895) 

mein Fremult, es werden mir morgen fast umb Mittag gutte 
feyste Schwein dnreli meine Diener bracht werden zu ver- 
kaiifTen, und do euch dieselbiche gefalleu.» solt ir einen galten 
Kauif an mir haben. Der Sewtreiber wart fro. das er nicbl 
lang zeren dorffte auf den Sewkauffl Des Morgens sprach 
Doctor Faust, er solte alhie in der Herberich ein kleinen 
Verzag haben; so weite er sehen, ob sein Knecht mit den 
Sewen ankommen were. Des war der Sewtreiber gantz wol 
zufrieden; thett aldo verharren. (Bl. 398) Doctor Faust gin 
hinauss an den ge wonlichen Sewmark, braucht sein Kunst 
alda und bannet ein grosse Herd gntter Schwein, verordnet 
darzn fiiicn seiner Diner, (ler do aufV die Sew acht geben 
sdlt. kam eyllend wideruinh in sein llerberieh, zeigt dem Sew- 
tn yltcr an. wie sein Knecht siloifh itzuntter mit eiiirr schöner 
Merdt Srliwein anlvommen (J>'^;/( <Hr Fit/ur chie.^ Srhtn inesj ; der- 
haltien. wo im die zukauften ein Krnst were, mocht er die- 
»elbichen besehen: er woMe im und dem Wirt zugefallen ein 
Überichs thun am Kauft*. Der Sewtreiber war fro. batt den 
Wirt, er wol ihm zu (lefallen mit hinauss auf den Sewmarck 
gehen und die Schwein hellfen besichtigen; es sol ihm ohn 
Schaden sein. Des war Doctor Faust [74] wol zufrieden. 
Als sie nun die Sew durchauss wol besichtiget betten, welche 
dan schon und feist waren ohn allen Tattel, (Bl. 393 b) dem 
Sewtreiber und Wirt gefielen die Schwein wol und kamen 
des Kauflfs halt mit kurtzen Worten fiberein, mit dem Oeding 
der Verkaufter s«dt mit der Helffte der Bezalung auf ein 
hall»> .lar ein Vt iziij; haben; im solte solche liiüdersteiidii'e 
Summa irctingsam versichert werden; «las ander llallitheil 
sol im bar an unten h«'rtt'ii Talern erlejjt werden. 

D. Faust marht iiirlit vil Imbst' nde. gedachte aber bey sich 
selbijt, er wolte nocli wol einen Funde erdenken, damit er 
des nhericheu Rests mocht einkommen ohn Schaden. Der 
Kauf wart hrsdilosseii . der Wirt wart Biirc:e und selbst 
Schttldener über die hiuderst^ iulige Summa des Gelts, erbot 
sich des ein genügsame Verschreibung zu ubergeben bey Ver- 
pfendung seiner Hab und Gutter; (BL 394) dan sie waren 
einander wol bekant. über den beschlossenen KaulT wart 

34 



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20 <; 

Cm 1570. Wilhelm Meyer: Nürnberger Fttustgeschichteu (189'») 

ein gutter LeibkaafiT getrancken. Als nuD D. Faustas ver- 
merckt flaR sie frölich gutB Muts waren, sprach er: wan mir 

der hindersteiidig Rest itzunt auch also bar niocht erlegt 
werden, so wolt ich ein stadliche Naclila.-^siiu^ tliun. Der 
Wirt war fcelt>5U(ihti$? und geitzig, fragt halt, wiviel er dan 
gedet'hte liachzuhi.sscu. Fau.stus sprach: zehe Gulden. Der 
Wir antwort: nein, es ist znvve?ii^. Faustns H'<\q:t. oh es dan 
nicht gnug were vom Hundert zweintzig zuverzinssen. Ja, 
sagt der Wirt, die War ist noch unverkaufft und gehet teglich 
viel drauf. Faustus sprach: ir hab ein gutten Kauf gethan. 
daran, wo ir recht mit umgebet, niobs zu verliren ist. Di r 
Wirt fordert den Seutreyber hinauss und berielf die Wirtin 
und beratbscblagten (Bl. 394 b) sich miteinander, was ihnen 
hirinnen zuthun were. Entlich ward beschlossen, wan er ihnen 
25 fl wolte an der ausstendige Summa nachlassen, woUen 
sie sehen, wo sie das Gelt bekommen mßchten. Sie gingen 
wider hinein, brachten D. Fausten iren Ansehlag und entliche 
beharliche Meinung für. Wiwol sich Faustus des unbülitfens 
Ubersatz etwns wcgert, dorh entlirli darein bewilliget. .sotViii 
es gutt grob (ielt were. Die Wirtin iictt iren Scbat/ her- 
furbracht an lantteren (loltiiulden : die sprarh: ir sult vv(d 
vergnügt wt'iib'ii. Im wurde (iolt und Tab r t'urgezelt. biss 
sich der Hinderrest erstreck. D. Fau>Jt narn (bis (Ielt zu 
Hatuien und »prach: i(;h boflf, weil ich euch so einen gutten 
Kaurt* und grosse Nachlassung gethan, ir wert mich von» Wirt, 
was ich verzert, entledigen. |75| Der Wirt sagt: ja, ( Hl. 390) 
es sol hirinnen kein Stritt haben; sie wolten der Sachen wol 
einig miteynaiider werden. Faustus sprach zum Sewtreyber; 
liher Freund, ich wil euch aber gewarnet haben, ir wolt die 
Schwein durch kein flissents W^asser treiben; sie mochten 
sunst Sehaden nemen. Darauf antwort der Sewtreiber spöttisch: 
mein Herr, last euch kein grawe Har ferner umb die Schwein 
zutreiben wachsen: es sind nicht die ersten noch vieleich die 
letzteun. D. Faust war zufrideii damit und als er ein Druuck 
zwen gethan. s|)rach er zum Wirt: i(;h hab drinnen in der 
Stadt was Notwendiges ziivericheii und ein/ukautieii : bitt, 
wolt mir nicbs verargen, das ich so blotzüch von euch Scheidt; 

82» 3* 



20f 

Li» 1;'>70. Wilhelm Meyer: Nürnberger Faust^esfcUiehtea (1895) 

dan mir viel daran gelegen ist. Der Wirt sprach : über Herr, 
wan ir euer Sachen verricht habt, so kutopt wider zu uns 
beer. (Bl 395 b) Doctor Faust kam zu einem Thumpfaffen 
im Styfft zur Vesper, welcher dan sein gntter allter bekantter 

Freund und Gunner war. Der iiani in mit ihm heim zu Hauss. 
batt in freundlich, über Nacht bey im für irutt /uuemeii. 
FaustUi« war willich. iillein Hugt. er muste zuvor nach ge- 
legener Für stehen, so morcreu naeh XunulMTii i^iii^. \)rr 
Pfaff sn^t. (hiruiiib durH er nicht sormMi: soh lu's wol er durc li 
seinen Diner gewiss erfaren lassen: daran sol er sich kunlich 
verlassen. Faustus war gar wol zufrieden: gingen zu Hauss, 
assen und tnuH-keu, waren gutter Ding mit einander. Dem 
Diner wart befohlen, nach der Fuhr, so auf Nurmberg giu, 
zusehen; Der kam, zeigt an, das morgen Fru umb eins gegen 
Tag die Furleut anspannen weiten: wer im dan mit gedienet, 
wolten sie in gern mltnemen. (61. 396) Dieser Botschaifl 
war Faustus froh. Als uuu der ThumpfaflT die Metten de« 
Nachts verrichtet, wart Oe^otteu und Gebnitens zugericht; 
D. Faust stnndt auf, asseu und truuekeu nach Notturt« 
die hestimpte Zeit vorhanden. Do gingen sie hin zu «len 
Furleutten. welche gleich anspunneteu. Also iiaiii <ier Ductur 
FauRt sein Abschiilt zu liamberg und tur nach Nurmberg mit 
gutteni Muttli. 

Des andern Tags W(dt dw Scwfreiber ein .ianiiarck be- 
suchen und trieb die Schwein durch ein flisseuts Wasser, 
darfor ihn doch Faustiis gewarnnet hatte. Da wurden eyttel 
Strowisch auss den Sewen und schwömmen im Wasser hin 
und wider. Darob dtM* Sewtreiber hertzüch erschrack und 
erkant, das er durch Zawberey were felsehlichen betrogen 
werten, w^eil er uit gefolget bette. 
f> p. 78. 

(BLH9Uh,) Als nun Doctor Georgius Faustus im 
l^nde hin und wider mancherley Abentewer und Schalckhett 
geübt und getriben bette, dardurch er doch wenich Ehr noch 

Danck erworben, kam die bestimpte Zeyt, darinnen er sich 
gegen dem Teuffei seinem Lelirmeinster verschrieben hatte. 
Den Tag zuvor zog er auft* einem DortV ins Wirtshauss ein, 



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2<)f 

Um 1570. Wilhelm Meyer: Nürnberger Fautttgeachichttn (18JIÖ) 

wart [79J nmb die Nachtberberieh, die im dan vom Wirt 
gutwiilieh sagesagt Als er aber in die Stuben kumpt, ease 
ein Tisch voller Banren. die den Tag gezecht und noch. Die 
betten durcheinander ein lautn Geschrey und Singen, wie dan 
ihr Gebrauch ist. Das verdross l). Fausten übel: er fragt 
den Wirt, ob er mmt kein Stuben mehr im Hausse hette, 
darinnen er allein von der liawreii (ieschrev Fried haben 
möchte. (Hl. 3i>7) Nein, sprach der Wirt, der Her niuss also 
heind für gut nemen und ire volle Weiss im gefallen lassen, 
es sey ir Gewonheit also. Faustus war zufrieden: sagt zum 
Wirdt, er soll .im heind gütlich thun, auife Beste er ver- 
mochte; gab im zwen Taler auf Re( hnnng. davon die Wirttin 
eiakauffen solt Der Wirt thet alle Ding auffs Beete zu- 
richten, von guten Fischen, Oesottens« Eingebickts und ein 
herlicfaes Gebratens, (hirzu den allerbesten Wein, so er im 
Keller hette. Als nun das Nachtmal zngericht und aller Ding 
verfertiget war, auch der Tysch nach aller Notturft zum 
Vleissigsten zugericht war. sprach D. Fanstus zu den vollen 
Bawr^n: lieben Freund, ich bitt euch, ir wollet doch ein 
kleine Zeyt, biss wir gessen haben, mich und ötill seyuu. 
(MI. .iHTb) Solches verdross die liawren ubel. sajjten, es koste 
ihr (ielt. darnmb wolten sie frolich dabey .sein; getiels im 
nicht, so geschelie ilnii dester weher darbey. und wurden 
ungestümb. I). Knustus gin hinauss in Hoft*. als wolt er sunst 
^iu Notturft thuii. richtet halt mit seiner schwart/.en Kunst 
EU. das <len vollen ßawren in der Stuben alzumal die Meuller 
weit offen bliben, also das keiner nichs reden kundt, welohs 
dan schrecklich zu sehen. Als aber der D. Faust wider in 
die Stuben gehen wolt, kam er zuvor zur Wirttin in die 
Kuchen, batt, sie wdll sampt all item Hanssgesinde zum Essen 
kommen, er wolt heind mit ihnen ein guten Muth haben und 
ir aller Wirt sein und für sie bezalen. Des im die Wirtin 
sampt dem Wirt zusagenn musten. Do nun der Wirt sampt 
der Wirtin (Bl. 898) die erste Rieht auftrugen und sahen, 
das die Bawren so still waren, darneben wie ihn die Meuller 
so weit aufjrespert stunden, do erschracken sie: aber Faustus 
sagt, sie Sölten ohne Sorg sein, es wurde iliiten die Sprach 

37 



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81 

1575. Itonedicttts Aretius: Pfoblemata TheoloKies 

wieder kommen. Knecht und Wird lachten des Fasanachts- 
handel; dan es war gar seltisam zu sehen an den grossen 
weitten Meulleiun (sdUecht gemaUes Bild: 2 Tische; an dem 
einen Faunt, an dem andern 5 Bauern mit aufgesperrtem Mund; 
getäfelte Wand, darüber Brett mit Krügen [80] und Gläeem; 
BL398b), D. Faust sprach: Uzt haben wir Fried und gute 
Ruhe von irem Geschrey und können auch mit einander uu' 
verhinderlich reden, das doch zuvor nicht hette sein können; 
dan ich hab sie zum oftermal darfur {"ebeten : do gaben sie 
biise höninche Wort au8s. druiuh geschigt ihnen recht. AI« 
nun (las Xaclitmal volhracht wart und aW^n gutter l^nii; 
waren, bezalt^t I). Kau«t dem Wirt, was er den Abent verzert 
hette, scheficket der Wirtin, den Kiie« liten und Meiden itz- 
lichem besonder einen Bentpfenning, sein darbey zugedeuckeu; 
gin also (l-nnit zu Bettht. Do in dan der Wirt allein in ein 
schon Beth leget, batt darneben, er wolle der arme Bawren 
ingedenck sein, domit sie wider reden köntten und die 
Meullen ihn zufilen. (Bl. :i9$)) Fanstus sprach: er sölt ein 
Scheid Holtz neraen und am dem Ort, do er am Tisch ge- 
sessen wer, untter die Banck legen, so wurde ihnen besser 
werden. Der Wirt thet nach seim Befehl; do wurden die 
Bawem wider reden und wart das Maul zugethan. Balt sie 
Solch» vermerckten, gingen sie mit grosser Forcht ein ider 
in sein Bewaruug unnd waren liernacli nicht mehr so frech 
mit Worten. Des Morj^eu.s wart I). Kaustus todt und greulich 
im Beth gefunden, hat also nach dem er verdint sein Lohn 
entpfangen; dan bos.s Arbeit t;ibt aucli bösen l.ohn. 

(rott wolle uns alle vor (h*s Teut^'els Listen und Betrug 
gnediglich uud vetterlich behutteu und in warer Anrutiung 
und bestendigem (ilauben an unsern Hern Christum erhalten 
biss an unser letztes Ende. Amen. 

1575. Benedictus Aretius: Problemata Theologica 

Probleniatvm Theologie. Qvibvs Prsecipvi Verse religionis 
loci perspicua methodo tractantur, Altera Pars. Benedidn 

3B 



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21 

1575. Bene^etoi Aratius: Problemata Thmlogica 

ArtUo Bemensi Theohgo AiUhore. f^Tsannae, Excudebat 
FranoiBCtts le Prenx lUiutriM. D. Bernensium Typog^phus. 
MDLXXV. 

p. 39G, De Magia.'j 

p. 

IL Kx bis qa» diximus duo genera inagi» constitui 
possont. Vnum naturale et antiquum: alteram nouum et 
infame. 

Antiqua et naturalis magia est, natu- [309] rae rerum 
solida quaedain cognitio, ex qua idonea « ausarum appliratione 
interdiiin miraüdos ertectus coiistitiiuiiL Natura euiiii rerum 
niulta habet possibilia, si idofirns aLcesserit artitex. <|U! catü^as 
8eiat couciliare. Deinde inest iimlti^ rebus .singularis nuaMlam 
Sympathia. <|uam f|ui üb.seruant. mirabilia et'ticere putantur: 
qualis est iii magiiete vis attraheudi ferruai, in .succino attra- 
liendt paieas. Simiüter inest rebus quoddam naturale oUium, 
▼t magneti cum allio. adamanti (uini liircino san^uirie. Huceino 
cum oleo. In bis si quis solertissimus fuerit, non immerito 
aitis magns videbitur, cum solum naturas eorum proferat 
Talis quidem Daniel tisub est etbnicis et profanis hominibus, 
talis Joseph, Salomon nature peritissimus, Moses in primis 
qui miraculis clarutt, verum supematuralibns : talis fnit Plate 
aliique. Pertinent buc industrii artifices, qui opera insolita 
confecere ad miraüulum Tsque, qualis fuit Arehimedis maehina, 
qua solus uauem onerariam iu mare exposuit, tales cohnnba 
lignea Archit» volitans, etc. Talis magi fuere qui Cliristuui 
iuuiseruut, Matth. 2 boc est. boui astrünomi. 

[400] Nona et infamis magia est, qu<e malorum spirituum 
consortio vtitur: banc ortam dicunt a Simone mago: cum 
tarnen longo fiierit antiquior. .^gyptiorum magia ex hac 
multa habuit. Prasterea a Hose est prohibita, extitisse igitur 

$11 bcr Kdifi«! i|uarta, Genevae Apud loanniMU lo Preux MJ)LXXX1X. 
AOlio, i|t De Mufriu. Lochs ('X u^^ bciiinnt p. -U*!; ^u' Aaiiftoriinilitnm(\ 
ftotit |). 348. $n t>ci i'bonfnit^ Kd'iün (juarta iKmmuH'n iiue^^abe in floiii 
rftaü, (Jenevae Apud loannotn Iv Proux. 5IDXC11. Vol. II ift l>e 
Alagia^ Locus CXliIIlI Ultb ftC^t bic Aain"tcripat)nung Vol. II. p. S-ji). .ö. 

39 



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21 

1575. JBenedictwi Arvtius: Frobiciuutii Thoologieft 

illius cultores neeeMam est. ntuatrem igitur re<ldidH Simon 

ille. quemadmodum Carpocrates postea, qui noii dubitauit 
illani publice «lucere. Hodie qui illo malo occupantur cuui- 
muni nomine dicimtur Nigroinantici «"orrupta voce,, cpiasi 
diceres Nei romanticos (iiuiuatores ex iiiortuis. Olim ramm 
hoc Studium, mh ( hristianismo vero taiulmi a«leo inualuit, 
vt sacerdotes et clerici non »«atis exculti iiteris viderentur, 
hM in hac damnata professione laudem habereut: sed et 
Pontilices hac arte sedem f(pdarunt. Si enim Platin» et alüs 
credimus, bona pars magicis artibus pontiHcarnm assecuta 
est: legantur illoriim vit», Sylueatri secundi, qui eaput »neiim 
habuit quod eonsuluit, Benedict! octaui, Gregory septimi 
Joannis 20. et Alexandri sexti, et aliorum. 

A<l haue prohibitam et infamem magiam pertinent h'As 
«pecies: rotjiäd, i^wiv. |401| circa sepulchra defunctorum malos 
Spiritus docet innocare, hinc äno tmv youtv, lioc est, a luctu 
uomen habet, (piia tales lugubri voce vtuntur. 

Necromantia, per (juam manes seu vmbra; defunctorum 
excitantur, vt coiisulant, aut ad ioterrogata respondeant. 
Talts fuit anus fatidica in Emior, quam Saul consuiuit 1. ^m. 
Referunt de Appione grammatico, quod Homeri manes euoearit, 
vt de patria illius et operibus eertior redderetur. 

Vlysses apuil Horn. Odvss. F euovat Achillis ^ llll>lalli. 
Apollonius Thiaiiieiis eiuMlem Acbillii* manes cour<uluit de 
rebus ad Troiam gestis. 

'Ento^/j, carminibus vtitur et verbia: olim barbara adhi- 
bita vt plurimum ennt, vt et hodie, quanqoam sancta verha 
ad velandam impietatem ccepenmt veurpare, vt ex Euangelio 
loannis, ex psalmis, nomina trinm personarum Trinitatia. 
Pbarmacia medicamentis vtitur, (|u;e potn aeu esu porrigit, 
ac in lürorem vel amorem rapit, morbam indncit, aut alia 
ratione nocet. Hac in primisexcelhiHMedea. dequaPind.Pyth.4. 
stroph. 10. et m(»x stroph. 11. ab hac facultate Tiav- [402) 
qi'ujiinxoc appi'llatur. 

Ii:is fere species reperio magia? infamis, ex quibus suppullu- 
laruut malefici illusores, deiue» lamiie, sag», striges; et alia 

40 



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•>1 

1575. benecUctu» Aretius: Problemattt Thcoloj^ic» 

horrenda nomina: roiseranda: empusse, dir« morraolyci», et 
quic<|uid tale e^st. 

Addamus et haiu' alteraui distinctionem , quam nostra 
Germania ferme habet. Magi \»t\ infam es dicuntur iiobis 
geiieraii vocabulo ttrhtrnrfzhlnsflfr. «piia upera Fioctis piurima 
conficiunt, tenebra^ enim amat Satan: deinde (juod pullato, 
hov est nigro habitii libenter vtantur. Et ipse Satan doctor 
harum artium. apparet illin vt plurimum nigra imagine, vt 
nigri hominis, canis nigri« tVlis, vrsi etc. binc difloipuli eiuis 
Iiigros alunt canes. Cum igttur in tenebris diBoantur bsB artetn 
et mgrom tiabeant prseceptorem, nigraa imaginea, nigra sym- 
Ma, reetisaime videntur dici nigri ipsi artifices, in qnoa optime 
etiam qnadrat illnd, Hic niger est, hnnc tu Romane caueto. 

Hi artiffces nobts sie diatineti sunt, vt alij sint dinina- 
tores, icorftmjer, hoc est, veridiei, tales enim haben votunts 
et Satan oninibu8 modi^ veritatis colorem ambit, hiuc fingit 
se .Angelum luci«. Sint inti |408] prognostifi, nam veridici 
uoji sunt: de futuris fuentis uut erraiit, ant Inbrice respundent. 

Wwv tota (liuiuaudi discipliua gentiliiim pertinet. 

Vatrs (|ni ex Sibyllinis libris respondefvant, Augiires ex 
nniiini garritu. Ariispices et aiispices ex auiuni a«pectii vel 
oecursu. vt sinistra cornix: hodie iter facientes occursura 
leporis inanspicatum iudicant. I^x elementis multa prognostica 
BQat nata naturalia, de «juibus hic non estsermo: loquor de 
superstitioaibus harum obaeruationnm. Varro digessit in 
4. genera aecundum numerum elementorum, ex quo eadem 
repetiit August, ex quo in ins quoque canonicum sunt trans- 
lata, sei!, geomantia, qute ex terra fntura prsedicit, aeromantia 
ex aere: hydromantia ex aqua, pyromantia vero ex igni. 
Qnibus hodie affines stint, eristallomantia, catoptromantia, 
hvdromantia. onvcboniantia. 

rristallornantici, in üiiätallo polito (heinonem considiint, 
«pii respondet de rebus amissis et ad (|n;t-stionps propositas, 
intrrdmii personas exprinüt, locui« et cinrumstantias vt 
agiioHri jKissit persona f?a!«pecta. 

[404] i'atoptroniantici sunt, qui in 8|)eculo vel vitro polito 
idem prsestant quod superiores in cristallo. 

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21 

1575. Benedictus Areüiut: Probicmata Theologie* 

Hydromantici hodie alij sunt quam olim: nam nostri 
Hydromantici, aquam arte paratam babent, 1d quam puluerem 

quendain suau artis imiiiittunt, ai* foiisulti respondeut hiuc; 
nam conieeto puluere ill<> m aquam cousurj^it in aqua imago 
DaBmuiiis openi. ex qua respondere p<»ssunt: nam de furto 
rognnti re[)r:*'seiitat furis speciem, ih uiorho interroganti, 
locuiii attectum indicat, vt tuworem circa mguiua, rupturam 
et similia. 

Onychümaatici ia vngue spiritum consulunt, quo pertinent 
Dactylomantici, qui in annulo idem praeatant. 

Alij ex aatri« futura pnedicunt, vt aatrologi et hodie 
nostri praiickmacher^ qui iibri a vanitate publice luxibueher 
dicuntur: luulta enim vana naturalibus admiscent. Genetbliaci 
proprie sunt, qui Datiuitatea erigunt ex 12. codli aignis, et 
binc natis fortuoam oroneiii eonantnr praedicere. Non bis 
dieaimiles sunt boroecopi, qui horam natiuitatia certam spe- 
culantur: omne^ hi olim MathematiH dicti sunt, et Iibri 
illonun damnut;i' lertioiiis [405] qui([ue niox c*(nnun|»endi 
essent ex vi leginn ciiiiliiitn. 

Alij surtiluKs futura elii-iuut: hin«- sortilecri: Ikmüi^ snites 
variis iiiodis jMHisuluntnr. Sunt philosopliir* ;<<iites, »juit* ex 
pndertu punrtormn eniergiint: alij Apcjstolicis vtiintiir. fioe 
est, lionesto vocabulti velaut iuipietatem, (|uasi ad exempium 
Apn8tol(»runi et prseceptum lites dirimant et qujestionea 
Boluaut: hur pertinent nostri losbuchetf etc. 

Alij ex liueamentis personae et membrorum diuinant, 
vt cbiromantici. Qua fraude hodie vtuntur Agyrtse et impoetorea 
vagabundier quates sunt, rfiV eheidenffarenden Hchuter et aimiles 
vagantes. 

Alij ex affectione corporis, qualia sunt Palmica auguria: 
binc Salitores qui illa obseruant, Graece Palmiacopi, quäle, ai 
oculus dexter saliat. 

Hos onnie8 vticHuius irorsof/fr prognostii«»«. vel potiua 

itfudiin-, (|iiia pra^dicunt, aute(|iiam eueniant: et palliant isti 
omnes IjoiH'stn titulo fraudem, nei- videri vuluiit consortio 
malorum .spintuum vti. nat»ira' t*nim cognitioiu'in habere 
videutur, vt sint gnostici priut», hiuc facti taudem prugnuäticL 

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21 

1575. Benedictas Aretius: Problcniatii Theologica 

[406] Est alterum genus proguosticorum, qui Bpiiitum 
familiärem negare non possnnt: nam spiritn capiuntiir et 

illiu.s ini^piratioiie arcana proinunt: quales sunt obsesKi, fiiriiini, 
conseerati uertis 8piiitibu.s, vt ga^trumautici, pythouici, et 
similes. 

Alteruin urnns magorum Ii. t». mchtmutzkihistlrrrit est, 
qnod appellaimis ilit- fifirpicr, (jui precilmn alii.sque verhis 
curaiit, adhibitis interdum rel)iis a natura petitis. Duplicos 
hodie leXi sunt, alij morbos et aft'ectiunes corporis curaut: 
alij vulnera, vtritiue medicatores sunt 

Priores eerta habeDt et coneepta verba, ({use vel clam, 
vel interdum aperte proDuntiant: membrum affectnm tangunt: 
▼entilant, bine amuletum appendnnt in quo sint eertie herbae, 
interdum cbaracteres et verba pauca exarata. Sie alij stru- 
mas curant: aiij febres, alij pbtliisin in pueris, alij alios 
morbos. Commune tarnen omnibns est, exigere fidem a eu- 
randn. vt bis credat et fideni babeat. sine fide frustraiiea est 
illoruni proft'ssio, adfM» Satan anibiti(»sns <»st. 

Qui viiliiiM';i curuiit iiia^is sunt uUuiirabiles mundo: iimi 
enim vulnus curant rerta ratioii«' : scd obligant instruuKMitiiiM 
|4ü7j 1(1 la»sit: vt paluni quu se lasit imhiuh, spinani »iiia- 
extrahitur ex planta pi'dis: gladiuni, s^nuriin, «it quir(|iii(l 
similium est iustrunientorumf hoc obiigantf repnnuiit in 
eertum angulum, ail dies certos, hinc* curatur vulnus. Hos 
appellanius rrndUtetjnertt: borum oinnium non deessent exempla, 
nisi odiosa forent. 

Tertium genus Nigromanticorum est. (Sie enim liceat 
Tocare die ttitartzkunstUr) fascinatonim, qui res Wdentur 
mutare. et stupenita faeere, fasc'inatis speetantium oeulis: hi 
proprio sunt zouhertfr, 

Nam Opera Satan» foscinant speetatores, vt aliud ipsis 
videatur, quam nniera fiat. 

Qua fraude mirifice (-«»lehris fuit F.nistus supt i iori secub», 
js rustiru nolcnti de via (aMb're e<|n(>s cum cum! deuorare 
Visus: et aliiis <\n\ cuidani vfiulidit ht^ni' piiigucs et obcsos 
porcos. f|iins cum emptor d iimim ainutnrus in via per obie«*- 
tum torreittem peileret, sola .stramina vidit defluere in atiuia, 

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22 

1575. Theatrum Diftbolorum 

amissis porcis: mox aliud innolentius iiide nascitur. Nam 
redit ad liospitiiun (jusBsituriiK ven- |4()S| ditorem nebiiloneni. 
Is m lM»sj>iti(» re cum liospite conipositH. ivtro fornaceni dor- 
mieiiti simiÜs st^rtit, accetiit iracuiide ein|)t<n', Ileus tu Ini- 
postor, ac pede trahit, pes totus seqiiitur, vt eximi videatur 
ab ipso corpore, miser hic attonitiia stat; alter voipes voci- 
feratur de accepta iniiiria, tandein re» amice componitur, et 
cnire admot«» iterum 8tio locu refigitor, etc. Huc pertinent 
locnlatores isti gcuyler, mügierhemmeriii*^ küngt, etc. 

Quarte loco sequnntur, Malefici, venefici, dif fdrudeU, 
hexen et aimilia infaasta nomlna: mancipia sunt Satan«, 
8olttm ad nocendum instraeta, l»dunt atitem variie modis. 
AHj visu solnm, ^t qnaBdam mnlieres venelic», quos fixis 
oeulis tntuentiir iracunde, e(»>< inficiunt morbo, inprimiH in- 
fantes, prägnantes, etc. Aliquando contactu niueiit, UDstri 
vocant ein fft'fffff^n, oder h rurcn, vestigia manent infixu corpori. 
Alia^ vnguentiH, quci^ vel forilni.s illinunt, aut aumtlo ianii:v. 
vel ansip, aut locix secretis, Hcaniiiis et aliis. qua- si taiiguut 
homines inticiuntur. Alian parato venen(> (juod otfennit, vel 
in pomo, placentis, pane, aliove cibo. acr p<»tu. Alia.s nudis 
imprecatiimibus, et diris carmini- [-409 { bius, etc. lata fenoe 
hodie Video genera esse biiiii» impiie artis. 

1575. Theatrum Diabolorum 

Tbeatrvm Diabolorum, 5)a« ift ?^arf)atfte eigentü(^c tm5 

hii^c i^cf)reibuug :}Ulcilct) iverolid)ci fcl)rccfli(tici üub abjct)erD« 
lieber Siafter >' fo in Mci'cn letzten i\1iiihilii i^nö bojcii 3^itcn / 
«it allen orten tuib mhm faft bräu(i)iid) tuid) i]i«wfö»itHd) im 
jct)n)ani) i]el)cn barau^ ein jcber frommer C51)iift fonbcrlid) 511= 
feficn t)ni> fleiijtg lernen mic bap mir in bijem elenbcn nnb 
muticieltf^cn ?cben nit mit .Hei)jcin .^öntiien ' dürften iniö 
•t^errn 1 ober an bereu t)ot)en ' gewaltigen iiüteiitateu / jonbcru 
mit bem aller mäd)tigften onb ftärcfeften dürften biefer Seit / 
Muffel / p töm|»ffeti t»nb juftreiten / Seliger ader ^ift Dnd 

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22 

1575. TheAtrum Diabolonim 



IfdmU^ett gaitt DoU / fc^let^enb {aH @. ^tnie fagtj omb^er 
gel^ / mte ein lofitenber / brüüeitber Bdm / nn^ juoerfcttingeii / 
Uljo er tvnd tdQli<4 »nb oSeii ottgenbltcf on auff^ten auff 
bcr Su^olen lui^tritt / bamit er t)ne ja aufaU bringen / in aKerlei) 
6finb / @<l^nb onb l^fter j et)nfüt)ren / t»nb enbli^ mit 8eib 
onb 6eel in ab^niiibt bcr ,^cUtn ftürfeew mfige. 3^b benoegen 
jcinc graujamc Iijramici) üiiö 'JiUUerei) icct)t lernen crfeniten j 
Wott Dmb bülff »ub beijftanbt feiner L^iüttlia)cii lMiiat)i'u üuö 
t)eiliqen (^ctitec' üon herk'n anniffeu / alle gifftigc i^feil ' töbtlic^e 
C^e]ct)o]f: .^ciHn^jum aufiuifahen / auß5uf(t)lagen ' mb in Ct)n|to 
^efu ' nnjerm emit^en ^etjlnnbt Pbeminben ' Victoriam »nb 
bae ^clbt bet)altcn. Sitten ircumtKitucjcn ' benen fror Seelen fiet)( 
onb «Secligfcit angelegen / mit oian^em (Jrnft ünö l)öd))tem ficij} 
jubetroi^ten. $Dic 5Ramen ber autt)oren rnb 8cnbenten ' finbet 
man oer^ei^net na<^ ber ^orrebe. i^ebeffert vnb geme^ret mit 
oier neuen / M @abbat^i» / ^btö / 6org Dnb ^elan<^oIif4 
2:euffeln / fo junor bei^ biefem S)ruf! nie gefe^en nod) au^gangen .' 
\ampt einem neuioen / nutlicten onb no^tnenbigen diegifter. <^e> 
trtt<tt p Srandfurt am tDla^n / bur<^ ^er @4ntib / etc. Anno 
MDLXXV t). 

tBI. .'>35a 2)ae tiiufitc Ciapitel. 'Ii^ao Dod) für groffe / giew» 
onb fC^rectUc^e €itnben Don ber ibaud))orge ^erfommen. 

91. 535 b @nnbe ber forgfeltigen (^et^^dlfe loiber bad erfte 
@ebot. 

3nm neunbten / etü(^e fallen gar in ^^crjroeiffe^ 
hing öerloffcn jr iauffgclübbe I mb ocrbinben fid) 
mit bem ^nffd / mte SaufKtd / i&c^ramml^an^ / onb alle ^^uberer j 
an4 onbere t^un / bie nonn SEenffel groffe j^unft le^rnen / ba| fte 
barbur4 |u groffem S^ul^m, Sl^ren onb intern, fommen. Ulfo 
au4 bie ^Rändle faQen non jrem ^uffgelübbe / onb tl^nn neume 
^tfibbe nmb beg ^n^l vMtn j barumb faget man: Paupertas, 
ignorantia et desperatio feciunt Monachnm. 



Xk erfte jfiu^^abc, /^vaittfurl enthalt bic 3lcUc nod) uittt. D. Jp. 

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2H 

1575. HiMidiirll' et Louicer; 'rh«*atniiii HistMi jouin 

1575. Hondorff et Lonicer: Theatrum Hietoricum 

Theatrotn Hifttoncum lUvstrivm Kxemplorvm Ad Honesta, 
Pie, Beateqve Vivendvin Mortale Genvs Informantium, £x 
AntiquiBsImis simiil ac Novissimis Sacrarum et prophaDarum 
HiBtorianim monumentis constrnctum , et in decem Classes 
seeunduni Mosaic:p legis Prj^cepta distitictum. luitio Quidem 
A Rpverenth» Viio. I). Andrea Hiuidorffiii. Coclestis Uoctrime 
prtfrttHe et propHi/mitifi t stieiino, nl lutiiiife frfrtuftnlf'* cniiscriji- 

• M Jaiii V'ero. Labore Kt Indvsti ia I.imict'ri. propter 

iusij^iiem vriHtuteiii. t'X illius l^e<;tion(' ad ( "hristiaiium l^ec- 
torem rednndaiitt^iii , Latiiiitate dcinatuni, multi8(pie in locis 
auctuni, it illustraUim. Francofvrti, Ad Moenum, Anno 
M.D.LXXV. 

p. 9*^ Secvndvni Praaceptvm. 

f>. 188 De Magicis Artibvs. 

p. 140. 

14. Siinili impietate Inliaiiius Kau.stus. tur- 
tuitstus pij^siina hestia et rloac-a mult(»riim Dinh(d(>rum, 
''^***'* cacuda'.inimeiu oauis 8pe< ie (rircumduxit. Wittiuberga, 
cum edictmn Principis, de capiendo ipso, promulgatiim esset, 
euasit. 8ic NorinbergaB. cum ])raiisurus acciibuisKet. »>stuare 
ccBpit, statimque soluens hospiti quod debebat, abijt. Vix 
portis egresstts erat, adsunt Itrtnres., et de eo inquirunt 
Fatis taiidem vrgentibus« cum in pago Wirtenbergennic» ducatus 
moBStus admodnm «ederet, qu»siait ex eo hospes, rpi» mceroris 
eansa esset, respondit: Ne hac nocte terrearis, etiamHi in- 
gentem strepitum totiusque domns quassationem andias. Mane 
in conclani suo exaniniis, innersa cernice, iacuit. Talia nimi- 
rum prainia Satanas suis cnItorilMi.s solet reddere. 

Index, iintei F. 
Faustus Maffus 140. 

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24 

1575. Leoah. HiurneisNer sum Thum: Ev:i*njiti\i'iÄ(iHHe 



u 

1575. Leonh. Thurneisser zum Tburn: 

fi\-ioQadijÄ<üoig. 5>a6 ift ein guügjame uberflufftc^e m^^ aiie^ 
ficriidic crflerunf^c ' ober ci-lciitcntnc\t' ' uiib ücntaiiDt ^cx An lnt/oj-cny 
Vcout)art I^unuiifcro ^um it)iiru i läiino l.'>7i) ^Diunfter in 
/ r>ni> je^ ^uno 1575 ju Berlin miber auffd uetm 
gcfprcd)6 Diib r){eimen min aiifi^gangen. ^arin manct)erleQ ^ief[» 
pnntger Explicationes, Dnb eröffnungcii^ieler ftrettttger {a^eit/ f 
von ®6ttern / ^glen / Xeuffeln / !IRenf(^en / %mtn / (Saractereit / 
6tgkn / Baubre^eit / ^efpenften f j^reutteren / ÜRetaQcn / aRineren /* 
tml» €)eflemen eröffnet. iSunberltc^ aber oon ben ^imlen / Qk» 
{Üm / Planeten i ä^iditn j mh Stiberen / ^tm t>on ben (Elementen / 
(Sommetten / onb bereu j^refften , Aacufteten / Sircfungen / 93e« 
tribcn Birten / t>nb iHii^eitfcftaffteu / jambt bcm Astrohhio, üitb bcm 
(iduauu) DcfU'lbuicii Mwi) iiH'ld)ce SatiHitHcn ^cftelU < (^liicf f 
Sii^liirf ^Uauctl)eit:cu lob uub Vcbni .Mvici^ Icnjrung üub \ 
aiibcre uad) 3lftronomifcl)cr lucio imb 'JJuUhciuatiidH'v '>^ect)imng 1 
S^rbcntlid) ^ viib balbt tan CniUiiliit iMib bcfctiiicbcn Diib ol)ne 
jnnbcrlid)c imu'h erfanbt iverbcii (Memeineu ^^^üttcilaub ^uo t^uot 
erfunben \ ^miO Lufi1)viebcn , ;r*ur(i) . l'cont)arbt il)unieiffer juin ' 
V^Mxn I von i^afcl (5()urfürftlid)cu 33ranbenburgii(l)en beftnltcii 
leibe Medico* (^bnuft Berlin im (öiraroen (Slofter Sinno 1575, 

Gerung tiber bte ad^t ^üc^er ber 'Arf^ibojicen Seonbarbt 
Sl^umetfferd 3um S^nrn bad je^enbt Sucb. 

(S(M). II. 38 b: 

ci» iDiß ^ae Du ^ic 3edigfcit 
i^antit tmrlettrft inn ^toigfeit / 

iBnb Mt ber %mf(ti [etftti<^ lont / 
^Danit er feim bioter ttxn^ ni(^t ft^ont / 

©ic er bein longen '^<faffen f)att 

^np Dorfnr mivtax trclüUtj) b^aitj 
ftljü er lof)net ioldicr <;itült / 



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25 

1576. Wiiltf^aiig Hütoer: Rpitoine HutCMritrum 



1576. Wolffgang BHtnar: Epttome Historianim 

Epitome Hutoruurum (S^riftliil^er l[u|ge(ejeiter jpiftorieii 
r>nb <S)ef4i(tten / Eul altenn 0iib beme^rten ©cribenten. ähtb 
bie pd) au4 au onfem aetten jugetrogm. £)rbeiitU(4er btib ter^ 
SCui?3ug. Süiiff S&^er 9la4 orbnung Dnb bcr Sere in bm 
3el^en Geboten ®otted / ^nb ber peben iBttten in onferm ^etligni 
^atet ttnjer / ©erlebtet, darinnen abgunemenn / nit bie Stinbtt 
(Mottet in bem (Siiefefe bee .p^rnt red)! »nb »ol gcwanblct j @ott 
ßt'öiciict uiiL) aui^cinffen i' 3?uö ttaiumb Don @oti uut (^imöcn 
ünb ($f)rm ^eitlict)c :öelo^nunt3 empfongen. 2)ie li^cltfinbcr 
aber fo Da lui bor flcftrebet i i^-Jott t)eract)tct t)nb gcleftert ! r>on 
jm aud) i^retrüct) geftiafft m\b getilget jiuö. gutem önb reid)em 
2"roi"t bcii betrübten t)nb ölenben C^Jiriften ' bie in ber f'Mt 
öemct)t inib ücrl)a(fet. X'en Sichern aber Diib rolioiu ^^in'ltpöbel f 
jnm jci|retfen unb abj(^eme. ßufammen getragen bur(t) :ä^olff* 
gangum ^ütner. $falm. 86. HKRR / ein 
mir / l^ad rnir^ wolgel^e. 1576. ^) 

91. 59a. 

Bu .«öfllberftab / ift mir recl)t i fo war ee Aauftuo , Dnb 

jprac^: 3^ad) &em effen i»olan roajc^et bie l)eube , ju J^uberf 
moUen mir fie tveugeii. 

ai. Uöa. 

00 i4 an4 gelobtet / bae Sauftud au Sittenbergf / 
ben @tnbenten onb einem f^oi^tn Wann % ^be ^torem/ 
IBI^ffem / ^erculem / Sleneam / @amfon j 3)atttb / onb anbete 
geaeiget / bie benn mit graufamcr geperbe I önb crnft^afftem an« 
gefid)t ^erfür gangen / ünb wtber üerf(f)n?unben r>nb follen 
(iiield)cs? l'utl). iiid)! tu'lobt) büjuuiüt aud) (Viufiuajc ^|u'ijuut'u 
babeij gejefjen / önb ^ugeje^en l^abeii. 

M 3" Seiniat cridjicncn. ^S>. ,f>. 



4i< 



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2« 

Um 1380. £u|>horion (1895) 



Um 1580. Euphorien (1895) 

a b 

Sup^orton 3^^4i^ifi t"^ ^iteraturgej(f)t(t)te t)erattl(|egeben 
toon SuguftCouer Bto^ter^nb S^^rgang 1895 Sminer ^ö^tr 
nml i4 ftetgen, Seiner toetter mu^ i(t (^aun. IBamberg 
(S. <£. S^ii^ner fBerlag SHuMf i^oilt 1895. 

a) Script 91. 3a4«riad $«0^ II in feiner l^nt»f<l^riftli(l^ 
yd^ronico Hon S^firingen tmb ber 6tabt Grffurt^' äber bie 
um 1550: 

€. 54. 

.poetele (rr^at»lung. 
i^emcr mag aui^ idoI umb bicfe 3fit [I '>')<>! unb ^sal)re 
Qcict)et)en jei)n, road pt^ (?rffurt mit bm beruffcneii ^d)it<Qrfe* 
fi'inftler unb öer^ttjetfelten lielitbranbt DtM-tor f^auften öor eben* 
tbctrr fol c^ctrac^cn babeu. berjelbige, lüietool er ^^ittcnberg 
lootjnte, icbod) roie er mit feinem iinruljigen geifte fonften immcröar 
in ber nelt ^runib Dagirtc, alju fanb er fid) aud) ju (frffurt be^ 
ber tniversitet ein, mietete bet) bem gro^n Collegio tu ber 
näl^e ein, erlangte mit feinem grogfprec^en \o m\, bj er fic^ auf 
offentlti^r eadethra ^ören borfte laffen, unb ben ^rie^tfd^en 
fio^ten ^omentm ben @tubenien ertflAren; unb inbem er l^ierbeiy 
M Stbniqß au Srofa $rianii unb berer jbrieg« leiben ^rctor^l, 
9iajr, Ul^lfen, Kgamemnond unb me^r anberer gu erwe^nen 
anlag ^atte, befc^rieb er fte jebe »le fle ou^ gefe{)en Ratten. 
SBurbe gebeten, (mte ed benn oormt^ige bur{(4e gibt, unb »ad 
hinter i^m ftarf, ni(f)t gar Derborgen war,) er «»ölte burd) 
feuic hiufl oal)iu bruigcn, b^ fte (fdmen, nnh litli aüu itticii 
m6(^ten lagen, »ie er fie iljneu i^leidifam üoigeiiialilt hatte, 
fagte er i^ncn §u, beftimte fie auf bie ued))ti ^cit ine aubitorium, 
unb fagte, ba bic ftunbe fommen, unb fid) uiel)i s^tubenten alti 
3Uüorn, bot) \hm citiqeftcflet batten, mitten in fetner lectioii. nur 
ie^t foUeu fie bic alten (^rie(^ifd)cn gelben ^u fel)en befommeu. 
g-luge rief er einen nac^ bem anbern hinein, unb trat ie^t btefer, 
banio4 ein anber, menn jener wieber l)tnan0 mar, ju i^nen 
bal^, fal^ fie an, unb f^üttelte feinen topl u>ie toenn er nodb 

Till«: FAMtipKtier. 49 4 



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26 

Um 1580. Eapborion (1893) 

üor Trujii im fclbt agirti-. T^cr lefete unter allen mar bcr :)iieje 
Pülyphemus, ber nur ein einig jc^recflic^ gro^ augc mitten an 
feiner @ttrn ^otte, trug ftc^ mit einem langen feioerrof)ten Saite, 
frag an einem .sied, unb lieg begen fd)cncfel jum maule ^erau«» 
SOtea; f^recfte fte mit feinem mbMt, i^nen aflen i^ie ^aar 
gen berge ftunben, unb ttie D. graufi t^m ^naud gu ge^n 
toknäUf tffiie er, mie »enn erd nid^t Derfinnbe, [nnb] fonbem 
i^rer anä^ ein bol^r mit feinen ^dl^nen anfafen molte: ftiefi mit 
feinem gro^ eifenten jpieß auf ben @rbboben, b^ ftd) bg 
gan^ CoUcgium baoon cijd)iitterte, unb mad^te ^d) brauf 
wieber baoon. 

[f55]] :Uut)t [aiii]c t)ariiad) luarb eine prouiotio Magistionnii 
i^cl)aiieu, unbt bei) öericlbcu [babe^ angeftelleten [>randio] in 
bci)fet)n bever doii ber ^fjeologifc^en ?;aciiltet unb bcö diahti^ 
erlaubten, r>on ber alten ^oeten Plauti unb Toreiitii conioedu ii 
disnirrirt. unb i^eflaiU. b^ berenfelben fo i^ar Diel öor ^citeu 
jd)on üerlot)rcu roeren luorben, berer man fid) boc^, menn man 
fie {)aben fönte, mit nutt bei) ben 6(^ulen luol brau(^en tonte. 
D. Aaujt l)örte ^ub nud) an von beiben ^oeteu ^u rebcn, 
erge^Ue etliche eprüc^e, bie in t^ren Derlo^men (Eomoebieu fielen 
folten, unb erbot fi<t, mo e^ i^m o^n gefa^r, [fe^nj, unb 
ben ^etxn Sftcologen nid^t 3u mieber fe^n folte, bie toerlome 
domoebien alle mieber an b3 Ued^t 3U bringen unb nor^ulegen 
auf etlid^e ftnnben lang, ba fte non etlichen oielen Studenten ober 
id)reibern gejd)minbe mnften abgef^rieben merben, wenn man fie 
t)aben motte, unb nac^folgenb^ mtä^U mon tl^rer nü^en, mie man 
iimlte. rie i Geologen unb 3iahtt^berren aber lief;en it)ncn foldien 
in)iid)lati nidit lU'trtllen: benn, jai^ten [ic, ber leufel uudite in 
folldic neUH'rfimbene ('(nncHMlitii allerlei) digcrlid)e jad)en mit 
eiuidiiebeii, unD man t'Piirc Dod) }a aud) ol)n bieielben aue 
bencn, bie uod) rorlianbni lueicn, gnnng gut l^uteiu lernen, 
©orfte aii'o ber leufelobanuer fnerinnen fein meifterftüct iel)en la^en. 

^onften ^»flcgte er fid) bie i^eit über, »eil er (sTrffurt 
mar, Diel unb oft iu ber ÄC^lopergaBcn jum ßnrfer bei) Junrfer 
% auf3ul)alten, unb ihn famt fetner gefelfd^aft mit feinen 

ebeiitl^emren ^u belufügen. (Sr mar aber ein^mali gen ^ag in 
Sdl^mcn gefahren , unb ni<^td beftomeniger Ivette i^n fol^e gefed» 

50 



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96 

üm 1680. Euphorion (1895) 

\<fyxft, ba fte inmittelft bafelbftcn bet^fammen mar, gern bei) ftd) 
gc^bt, ber »irt mi>4te gleich fagen, »o er »ar: mbt rief il|n 
einer fd^ndfe mit na!|men, unb bat il^, er »ölte fie titd^t 
»erlagen, ^nhtm no|>ft etned auf ber ga^ an bie tpr. 5Der 
$au|!nc4t laüfft and fenfter, [unb] qudt, unb fraget, »er ba fei). 

ba fid^ D. gauft oor ber tpr, ^eit fein pferb be^ ber 
^nb, »ie loenn ererftabgeftiegen rnere, nnb j|)rid)t: fenneftmid^ 
nt(^tf 14 bin«, ben f{e ie^t geruffen ^ben. ber jtne^t laüfft 
in bie (Etube, unb fagte. ber [.V)err] ^irt xoile nid)t glaubt u, 
benn D. Jvauft fei) ja 311 '|>raij. Jnbem po(l)t er nod) einmal 
an bie ti)ür. ba lauft ^err unb tnc(l)t luieber am jeuftcr, 
fe^ it)n, inacf)en auf, unb wirb er jct)ön empfanden, iinb balb 
3un gäften iicfül)rt. bee Wut^ jo^n nimt fein i^fcrb, jagt, er 
iDoWc ihm f*on futter gnuiifl t^ebcn, unb führte in fta(t. D. 
Rauften fragt öer ^unrfer balö, roic er fo gejd^ujiubc n)ieber= 
fommen fet). ^T^a ift mein i^ferb gut ha^u, fagt D. Jyauft: ircil 
midb ^i<^ ^^f^'ii ^f^c i^^^ begeijrt, unb mir geruffen, ^ab i(^ 
il^nen loUfa^reii unb erjcbeinen moUen, »iemol ic^ no4 t>or 
morgen »ieber israg fe^n mug. brauf trüicfeu fte i^m einen 
guten rauf4 au, unb, mte er fie fragt, ob fle au(^ gern einen 
frembben Sein mögen trincfen, fagen fie, (Sr fragt, ob ed 
Sil^nfal, fKaloafier, ©panif^er ober tyran^entoein feju foße. 
'Xa fpric^t einer [corrigiert aud: €»0 ipri(i)t ba], @ie finb alle 
gut. 33alb forbert er ein bßrl, ma(%t bamit in b,^ Iiid)blat üier 
lüd)ei, lie alle mit pfloctlein ja, nimmt frifdH' i^läfer, uab 

^dpft au6 bem tijcl)blatt jenerlcn ^^ein hinein, lucldjcu er nennet, 
unb triurft mit ibnen öüiiiüu luftii] fort. o^nbciHni läuft ber 
echn im >y<\we in bie ftnbe; jpridit, A>crr Dortm-, emer ^i^fcib 
fript mit' lücniie toll roere: eei bat mir id)Dn ctlidic fdieffel liabcr 
[gcfreffenj oerjd)lu(ft, |tef)t unb [id)t ftete, mo fein mclir fcij; id) 
toil t^m bod) noc^ me^r geben, bj e^ jatt t)abe. \;aft b^ bleiben, 
fagt ber Doctor, ee i)at gnung befommen, eö frä§e eud) alle 
eioer futter Dom boben, e^e ee i^oU märbt >iur Mitternacht aber 
t^nt ba $ferb ein lallen @(4re9, ba man ed burc^ ba gan^e l^u| 
bbrt S4 vxvL^ fort, fagt ber Doctor; Iftft fi^ bod^ galten ein 
»entg, btd ed aum anbem, unb lebt aum brittenmal fd^re^et. 
brauf get)t er fort, nimt brausen feinen abfd^ieb oon i^nen, 

r»i 4* 



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2« 

Um 1580. Euphoriou (1895) 

fe^t ft(!^ aufd $ferb, rettet bie €<1^15ffergQffe f|tnaufmertl bj) 
fjferb ober fc^mingt pct) guje^cit^ etlenb^ iti [[56]] bie ^ö()c, unb 
fü^rt if)n burd) bie (uft gen iUaga ttiber 31t. 9tac^ etlichen 
3l^oct)en fomt er roiber üon ^^raci gen ßrffurt mit licrlict)eu ihm 
t)ort üeret)vU'a presenten, butci jene Öe]elict)aft ju [id) bei S. 
3Rid)Qel 311 gaft. Sie fommcii, m\b ft*el)en ba nun in ber 
@tuben: ba ift aber gar feine 3utd)id:ung nic^t. ^r aber flopft 
mit einem meper an ben tifct). S3alb tritt einer Innciii, nnb 
faßt: !)err, mae [ift?] roolt i()vV Cn* rraqt: ^h^ic beljenDe biftu? 
Senei antwortet: Sie ein X^W^^- "cin, fagt D. i^auft, bu 
bienft mir nid)t. geljc wieber l)in, n>o bu bift ^erfommen. 
2)arnad) flopft er aber, unb wie ein anber biener ^tneintritt, unb 
frttgt glcii^falö, (prid^t er: wie f(^nell biftnbenn? ®ie bcrSBinb, 
fa0t {ener. m ift mi dm2, fpri^t D. %m% Idft i^ti aber 
att4 »ieber l^inaudgelfien. Bie er aber juui brittemal {li>|»ftf, 
ba trat einer l^inein, unb fogte, atö er au4 fo gefragt toirb, er 
mere fo gefc^wtnbe, all ber ^enfi^en (S^ebancfen »eren. ba 
re(^t, jagte D. 9au|t, bu loirftd t^un: gieng mit ^inaue, befallt 
i^m, W3 er tt)nn jolte, gieng mteber p feinen gäften, liep ile 
wajer nefimen, nnb ftd) fefeen. ^alb brad)te ber biener felb britte, 
Don ieber Dici) t^cöatte jd)ü[Kln uoll: unb b^ geja)al) uiermal: 
würben üljö 30, geridite ober id)iifjeln aufgetragen, mit n^ilbpret, 
»ogeln, gemii^en, 'iHiiicten unb anberm fleif(i)e, üI)h bce obfte 
confectö. tuct)en K. 2lüe bed)er, funb) i^iläfer unb 5^anbcln u>ifrbon 
leer auf ben tifdi j^e^et^t: balö frai^te I). is-anft, einer motte 
trincfen von hkx unb wein, fetzte branf b^ n^'^^^l^ii" ^0X9 fenfter; 
unb balb na^m m wieber DoU eben bce getröncfee frifc^, welc^ed 
man f)aben weite, ^ie musit-, fo einer feiner biener 
mar betbee fo lieblid), b^ bergleic^en oon ben gäften nie ge^brt 
morben, unb fo munberli^, uie n^enn t^r etliche ouff positiTen, 
quer4f>fetffen, aincfen, lauten, l^rfen, )»of<>«n<<t aufommen 
ftimmeten. @o waren fte bid an ben fetten morgen luftig. 
folte gefi^en? <Sd ma<l^te ber mann ber pogen fo oiel, bj bie 
Stobt unb ba (onb oon i^m f(t)wa^te, unb man^e 00m fibei ouf 
bem lanbe il)m gen ^rffurt nad)3ogen, unb begunte ftd^ bie forge 
gu pnben, ee möchte ber leufel bie ^arte jugent «nb anbere ein= 
fettige oerfiil^rcn, b,} fie aud) 3111 ccl)n)ai^cn fünft Uift befduien, 

58 



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26 

Um 1560. Euphorion (1895) 

tmb pe oor eine gcff^minbigfeU nur f^tüUn m^ten. 9bin fi(^ 
bann ber 3Aubeier jum Sunto im (kndex, \o ein fk|>ifl mar, 
(teile. IUI marb anleitnng gegeben, fid^ boc^ ber benachbarte 
mbmb D. j^Unge an i^m oerfu(^en möchte, ob er i(n üom 
Teufel reiben unb befel^ren mb^te. IDfefer Pranelscaner tffiiM, 
\anb ftd) mit Ijcrberj, rcöte erft freunblid), jo bann hart mit il)m: 
crflärtc ihm gottce joru uuö ciuig ucitiaiuuiö, jo it)m auf |ol(l)em 
meicn ftünbe: jagte, er tom ein fein gelehrter monn unb tönte 
mit ^ot unb ehren njol nehrcn fünften: brumb folte er ft(f) 
fold)€r leict)fertii]|feit, ba^u er Diedeicfit in {einer ^^«n^'i^ burd) 
bcn 'ieufel bereben hatte laficn, abthun, unb Wott feine eünbe 
abbitten: folte l)offen, ei* toürbe dfo oergebung fetner (&ünbe 
erlanc\cn, bic Wott feinem no^ t>erfcf)loffen i>cttc. D. gauft fagte: 
^ein Ueber ^err, i(b erfenne, b^ i^rd gerne gut mit mir fe^en 
möd)tet: toetg auc^ b^ aM ml mad i^r mir ie|t t»orgef agt ^abt: 
3(4 ^b mi(h aber fo l^oct nerftiegen, nnb mit meinem eigenen 
bint gegen bem Seufel oerf^rieben, b^ i4 mit leib unb €ieel 
cmtg fein fe^n mtfl: mie tan t(( benn nu jur&cf? ober »ie fan 
mir geI)o[fen merben? D. ^ling f{»rad): ^3 fan mot gefc^e()en, 
MKmn tbr @ott nmb gnabe unb borm^er^igfett emftlid) anruft, 
roai)xe rem unb buf^ thut, ber ;^^,üubeieij unb (^cmeinf(t)aft mit 
ben leufeln eud) ciiü)altet, unb nicmanben ii! im iuh1) i^erführt: 
mir löolleu in unferm .Hlofter Dor eud) ^ef^ Ijaiicii, ihr \vo[ 
folt bee ^eufclö lo^werben. 'ODie^ l)in, ^ej; ht'r, j^iad) Ü. Tsanft: 
meine jufage binbet mid) 3U t)art: fo hab id) gott muthn^illig 
oera(^tet, bin nieinonbia unb tremlof; an ihm ff-'>"j| nnnben, bem 
leufel mehr gegläubet unb ücrtramt, benn il)m: barumb id) ^u 
tbm ntt mieber fommen, noc^ feiner gnaben, bie \^ oerfc^er^t, 
mid) getröften fann: 3U bem mere ee nic^t c^rlic^: nodh iwu* 
rät)m{i(^ nad)jnfagen, bj icb meinem brief unb 8iegei, bj bod^ 
mit meinem bint gefieHet, mieberlanffen folte: fo \ßt mir ber 
Seufel rebli^ gehalten, mj er mir fyit sngefagt, barumb mit id^ 
t!|m and^ »teber reblic^ (alten, id^ i^m (ab augefagt unb 
oerf<brteben ^abe. fagt ber mön<(, fo fa(re immerhin, bu 
Iperfluc^tel ^ufelöKnbt, menn bu btr ie ni<(t milt l^elfen lagen, 
unb ed nic^t anberft ijaben. @ieng brauf oon i(m gum luugni- 
iico Rectore unb 5eigtc ee i()m an. $>ierauf marb ber 

58 



97 

1582. Johauiies Jacobuü Wecker: De Secretin 

fRaS^t ott(4 t»on ber fachen berietet, nnh Don i^m Derfc^affuiig 
getrau, D. Sauft ben ftab förber fe^en mujftc, mh warb alfo 
@rffurt bee bbfcn mcnf(f)en lo^. 

^odi mac\ |tct) öLciL'C' mit luldjcm -laubcrcr in hiqcm ^aijie, 
ober fuiB Doi'|)cr obei tjeinac^ be^ D. j^Itngcn leb^cit uoc^ ^uge» 
Uüijen ^aben 

b) 6.53. [S5oii öcr näd)fteii Seite bor lianb)ciii ifilicl)eii (S^r£»iiif.| 
?tHch iirif (Mott Der ^err obi^coaditeii ücrftüittcn ^ond) uiib 
(^hiaibiaii im iVran^iecaner Älot'ter (Arfurt D. iVliiigen mit 
i^mmx jl:ranfl)eit an, ba^ er ft(4 jetnee bebend enoegte. @r 
fttm aber wicbcr auf, unb »eil i()m üorbroc^t luorbcn, man ^ette 
oon i^m in ber 8tabt auegefprengt, alg ob er l^utt)erifd) mere 
toorben, fc^rieb unb publicierte er be^^lben fein I9u4 
Catechismus Catholleus genant, unb anno 1570 3U (S5In gebrucft, 
unb bezeugt er in ber 8orrebe er »olte be^ ber le^re, bie er nn 
36 3at)r ^u Arfurt ge^rebigt, Metben, etc. Unb big ber Wtbn^ 
geuejeii, ber ben berufenen D. «^aufteu oon feinen bbfen leben 
ablenken unb befel)ren t)at wollen: weld^er D. j^Iinge aber 
l^enuul) anno l')5f) om J'icuftacu' nac^ Oculi (^cftorbcn: an 
itH'ldjcm ^üiitai^i' er nocf) ^11 unfcror lieben fraiDen tieprebic^i liaite, 
unb lieqt ^ruInb alba gegen ber Üan^el über begraben, ba man 
fein Cörabjc^ritt fielet. 

•27 

1582. Johannes Jacobus Wecker: De Secretis 

De Secretis Libri XVII. Ex varijs aiithoribu^ coilecti, 
methodiceque dige.«!ti. Per loanuem lacobum Wrrkrrrm Bar' 
sHiensenif Medictnn ColrnnrÜHsetn. Acres.<if Indcj lornpleiistsir 
mu8. Cum Gratia et Priiiilegio. Ba8ilia>. M.D.IAXXIL 

p. 26. De Secretis Angelonim. Lib. IL 

p. ZI, De Miraculh Cacodmnonum, Gap. V. 

p. 43. 

Xotus est in Helnetia magus, qui se gloriatur membra 
peuitus comminuta a^que facile rentituere posse, at(iui si 
leuiter »altem essent eontnsa. Seil vereor, ne vana sit arro- 

gautiu. i^urru uiaxinie uUiiiiraitda .sunt ea, qiUT pra*stant in- 

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2« 

1003. Joseph Hauj>en: XiintUturberiehte III, U {Iti&A) 

eantatione magi, dam corporum naturalinm, ant aninialiunt 
aetiones pra pediant: vt Faastus, qui rastids ebriis, et nimi- 

opere vociferaiitibus, ora distenta ligauit, vt taciti eoiisistereut. 
Sic quaudoqiie veneris opus iuhihetur: ignis lijjatur. vt vrere 
not pcssit: sansrniR prnfluens si8titur. Aniuuilia. vt talpae, 
jierpentes, aut aiies coguntur: vulueraiitiuiii vis iiiipeditur. iie 
vulnus inflis^re poääiut. Ad pundem nindum liKantur int^r- 
catores, iusoree ad lucnim^ tiiren aut iatrones, fulmiuu. etc. 
ad 8ecaritetern: et alia plurima, quae partim ementita, partim 
iudicra existimat esse Wierilis, vt ad illuRione.^. aut impiam 
creduiitatem potius, quam ad vera miracula referh debeaut. 
Sed vereor, ne dum volumus eeae erednli, vitinm non effo- 
glamas IneredulitatiB. Jdem.^) 

28 

1583. Joseph Hansen: Nuntiaturberichte III, 2 (1894) 

Ninitiatiirherichte Aus T>»MitsL-lilaud Nflist Ergänzenden 
A<-teii>tii(k»Mi Dritte Abtlieiliiij^ l."i7*2— lös.") Herausgegeben 
Durch Das K. Preussische Historisebe Institut In Rom Und 
Die K. Preussische Archiv -Verwaltung Beriin Verlag 
Von A. Bath W. Mohrenstrasse 10. 

Nuotiaturbericbte Aus Deutschland l 'i 72 — 1 Nebst 
Ergänzenden Actenstücken Zweiter Band Der Reichstag Zu 
Regensburg 1576. Der Pacificationstag Zu K51n 1579. Der 
Reichstag Zu Augsburg 1582. Im Auftrage Des K. Preassi- 
scheo Historischen Instituts In Rom Bearbeitet Von Joseph 
Hansen Berlin 1894 Verlag Von A. Bath W. Mohrenstr. 19. 

S. 573. Anhang. 

S. »;04. II. Nachtrai^e zum t^rsten Bande. 
Akten hetr. den A))tail des Krdner Erzbischofs Gebhard 
Truchsess vt>u der katholischen Kirche. 
S. 614. 

'I J'aö Mem bejiel)t auf tiiiaUau-v iaurcUuö. ?ie ^lu^^'^''* 
JBasUtfao ^ät im ^n^f unter F. Fausti mag[n]i tactutn X. ^. 

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29 

1568. Leonhaii Tbanieywer sam Thuni: OnomMtkom 

(0 Relation Minuccis über den Stunii der Kölner Dinye 
in Fo/;/f' des Ab/aUs des Eb. Gebhard Truchsess, (jericktet an 
Hz. Wilhthn von Bayern. Köln 1583 März 2ö \ AprU 4, 

In qiiesti capricci di magia et di pazzia giudiciuriu (i^ 
ha^) imitato, non so per qual malvagio destino di questa 
chiesa, il conto Hennanno die Veda^X quäle ancora nel 
tempci della sua apoBtasia hebbe presse di se il Fauato et 
l'Agrippa, famosiflsimi in tal arte, di quali volse anco essere 
Bcolare, si come coBtui ha havato in gran pregio il Seoto 
et un* altro Italiano, dell* uno de qaali io Bento per6 [lo 
molto diversamente dagl* altri. 

8. 661. Personen- und Orts-Register. 

S. 666. PauBt. 8. 617. 

1583. Leonhail Thurneysser zum Thum: 

Onomasticum 

Mi'lizat ') y.fu tniii/rfid Düö tft ein OmohkisIk \ m öub 
Interprctatio über aufmit)rlid)c C^rflcniiu^ Vooiil)avteii Xf)i!rn» 
cqfft'ie ,^um Itiiirn (^'fiinfürftii(t)e 53ran^0IlLnlll^ifc^l^? bcftaltcii 
l^eib£' Meilici i^ber Crtlict)c fiemböe Dnb (bei) uieleu hodH^clav= 
teil, bie bcr l'ateinifc^eu unb (>ivie(I)i(c^en ^>prad) erfal)ren) üiibc* 
fnnte Mowintt, VerbOf Prouerbia, Dicta, St)lben, Caracter, 

Oltb fonfl ^Keben. bereit nic^t adein in bee tt)eurcu Philo- 
sujthi onb Medici Anrelijy Tkeophrasfi, Particelsi oon $0^« 
^ciin, (Sonbern au4 in anberer Authorum ©^rtfften, ^in 
imb tDiber »eitleufftig gebälgt, mei^e l^ie gufammen, na^ bem 
Alphabeth oeraeic^net SDad fitiber tl^eil 3n ioel<^n faj! febed 
^^oxt, mit feiner eigenen fct)rifft, nad) ber SBöldPer "Etymologia 
ober eigenen art unb wei^ ^iircben, beidirieben »orben ift. 
(^)cbiiiift ^it SBeiliu öuid) Oiicolaum 3?oUjen. Anno 
]HDL.\\X1I1. 

') Wcbbarb Iriuiiicf;. 3>. Jö. 
' *) $ni Oiifliaal in i)ebräi)ct)cn vettern. ^. .ö. 

se 



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S9 

15b3. iveonhart Thurneysser aum Thurn: Onomasticuni 

6. 33. 

Anagijkaiklir: ^ig ift ^(^lauoni{(^ gerebt, entfte()ct o^ne 
gweifcl von ben roorten Nudus (ba^ ift narfenb) unb bann »on 
ben iaculatui ibus ^er, bae loiiii) Oiaucfelcr, 33Ienbei', oOci ;^)aulit:ici, 
toelche bie ^nbianer ftcie etlidje meinen) Gymnosophistm ober 

nacfcnbc irciffcu, :JiMr aber ^anbfarcr, parnfunt, ober l'otter* 
buben üiib Haiutcler, ober mit redjtem nanicn billidi >^aiiberer 
nennen. auMdic ctiuat^ irfiimpflid)^ n'nem für bom (Mefict)tc, (ba^ 
bod) in ha marljeit md)t aljo ift) mad)en, bie l^eut Derblonbeu, 
ben sfHAum aUn'h-en, ünb bie iBemunfft bnrd) i()re gejdiminbig* 
Wt erjtercfen, ober bic roiio» einfpannen ober ein^mingen fönnen. 
S)fren nun brei)er(ei) fiirnemer @efc^le(^ter fetnb, al£i bie aQein 
bunt fertige gerabigfeit, mit ber barju beretteten bnb 
btenenben Instrumenten au9 einer 9lu|, ein $ferbed ^irtf, Jteui 
einem ein @(^lo^ and ^aul, bnb SBetn ben er borl^in getruncfen 
(Mnneinter iDeid)'<iud ^er ftimen so^ffen mügen. 

^ie anbem feinb bie, \o mf> ein (?ra<lMifi i)6f)er, bnb etload 
l»on ber Philo^^ophia t7erftef)en, »ie efman Doctor Fauetust mb 
ber lan(^e iyarf Don €al<?burg, ober ber 9Künd) oon C^omifed 
i^cii'cicii, ireld)c{ajie fiefuiijcbcn) aiie freiici hutft, ciiiom IVt iiulicn, 
h\% io er in ber .«oanbt hat, in ein aiiDere ucrcnbcni, yicm 
bffauie iHnioiicii, bic bod) iel)r mit Don bannen, an ein 
befnmbten ort, auff befonber ^eit bringen, ober io fic möüen, 
i^t hie, balb anbovi' n^o 'ein mögen, 'Ii^ae audi ionit für reben 
Dou jtinen, in ii)rem abiüc|en gejd)et)en, einem ale ob fic (\cc\c\\^ 
nyertig gcmefen t)nb ee gcl)ort f)etten, anzeigen »nb lagen, bie 
Ottd) fonft ailei^ (wie bie >^anberer Pharaonis, Exod. 7. s. 9.) 
terenbem »nb in ein frembbe geftalt bringen mögen. 5>ie britten 
feinb bie ^b^ften mib ^Iten ben oberften grab, onb feinb biefe, 
mtUi^ mit M Senffeld ^ttlff, onb and feinem rat^, angeben mb 
befurbening, mit bef^meren, greuttlii^en Zeremonien, aOe ober« 
leite fa^en. Ulfo an(^ oiet anberer vbertounberlic^e bing (bereu 
ol)n ^aM ift) met)r megen bringen onb oerrt<j^ten, SRebe bnb # 
gefpred) mit ben Daemonibas l^alten, au&i d^elt, gnnft, gnabe 
»nb glücf (ja fo lauge ee mi}xct) oberfommen. ?liid) bie langft 
3?erftorbenen ^erfür ine gefid)te bringen mögen, ;*Ju Oae )inib 
im I Samuel, am 28. bic ben Sumuelem ^erfür bracht, iicui 

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30 

158a. Lercheimer von äteinfelden: ChrutUch bedeoekeo 

Petrus Corsicus, bcr etlid)cu övoffcn ^erru bcu Pontfyeium, 
Cfiesarem ülib Ah'SfDidtum Idaymim in jl)rem hubitf njic \\t 

auff (^bretc^ gangen jeüU), getoiejen l)at. 

30 

1585. Lercheimer von Steinfelden: Christlich 

bedencken 

a — e 

Kf)n)"tlid) bi'bencfen tnib criiiiuTiiiig ihmi ;Jaubcrc9 ' ^^ofier i 
a^ae / Dub roie üieifälttg fiejei) : wem |ie i(t)aben fönne ober nidjt: 
»ic bicjem lafter n)et)ren / unb Me / jo bamit bel)afft ' p 
befc^ren / ober aud) ftraffen je^n. (Mefcftricben bur(^ 3lugu|tiii 
toc^eimer oon Stetnfelben. Pnal. IT. ^Ktd)tet red^t fr ^IRcis{<l^ii 
jMnber. (Stobvutft {»eibelberg. MDLXXXV. 

a) 81. 15a. 

Unfct)cMid) boc^ jüiiblid) wai Der ponc Den ^\ol). Atiiift 
Don .Hnütliußeu mac^ctc 3U im n)irfel)au§ / ba er mit etlid)en 
fa| üub fauff f einer beni anbern J)alb nnb tjalb mib qai auf? 
3U mic bcr Snctifcn Piib aiicti nnbercr ^^ciitfc^en öeuioiilunt ift. 
iDü jm nun bce mirfe jung feine fantc ober be(l)er ^uüol fct)en(tetc / 
fc^ait er jn ; braaete jni er rooUe in \x^^n\ j m erö me^r tl)cte. 
5Der jpottcte jeiner Ja ml frepen: jct)encfete [l')h] jm abermal 
3U Don. Da jperret ^uft {ein maul auff, frigt jn. ^mifd^t 
bartta^ ^en ffibel mit bem fitinaffer / f^rii^t / Iluff einen guten 
bifen gel)brt ein guter truntf / feufft bad au^ au^. £Der fBirt 
rebet bem gaft ernftlic^ ju / er {o( {m feinen biener miber Der« 
fd^affen / ober er volle fe^en loal er mit im anfienge. 9<nifi 
l^ieg jn aufrieben fein / onb l^inbem ofen f^amen. lag ber 
jung bebete oon f^retfen ' toar aller nag begoßen. ^ai)inn 
()atte in ber teuffei ^eftofien bae n^afier nnff jn (^eftür^t: ben 
,5uiebern bie aui^'n berauben Da;; uc Daiid)!»: ci lua i^crn'pen ' 
üub buij urnffer i^ejoffcn. SBiel luiuer bat ber TOnc^ ^u (Arfurt 
büc maul aiiffi^etban / ba er nuff bem mantt ba6 fuber t)em mit 
magen Dub rof; uerjc^lung / bao ber banger Darnach Draußen mrm 
ti^or raub ftc^cu. 

58 



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30 

1^85. Lerclicimer vun iSteintelden : Clmütlich bedencken 

h} mi 29 a. 

Statm r>nh falzten hk $e;ren auff bdcfeti / bejem / ^aUln /. 
ftecfen ' jum roodcbcn mb jum tanfeV 

T^äp bcr teuffei bei nuuiciien leibe fönne t)^^ pflocke iihhiu 
üon einem ort ^iim anbein 311 fiil)uu bezeugen ohn ie(?t gtuulöt 
(\ffcf)idit üoiu roeibe ' bae er in t)uui)ö geftalt uiiö lauft fübrete / 
t>iel aiiDeie erempel fo mol Don ben böfen ald Don bon c\\\ten 
gcifti-rn: roii boiu (^ tu^cl ber beii 'Urnp beten .•nnbacud fuljiete 
au^ Öciu :Jübnä)eu lauö gen Jbabi)lou üiib jotber iiicf: item 
oon beut geift ber ben ^^tltppum weg rücfetc nad) beut er ben 
fentfrer au^ (ft^to|Ha getaufft ^atte tinb (5äjarea gefunben 
»orb. ä^ir lefen bap ber teuffcl ben ©irnon l ben jauterer / 
(beim in ber Slpoftel gef^^ten melbung gef^i^t) f^b IRom 
in ber lufft omm^er geführt / unb |n faQen lagen ' ba| er beii 

^ttbxa^. SBie er bem Sauft t^ete ^enebig / [29 b] ber 
aber mit bem leben baoon faiRlir. 3u ^alberfiatt / in @adyfen / 
«Mir ein gelerter X^ummpfaff / 3i>^anne^ ©ajronicnd genannt / 
ein großer jct)roarfefünftler ber »or 800 farn gelebt / ber ^t in 
Der (^hriftna(t)t wann ein jeber pfaff ma(\ brci) "üLVeffc tl)un / bie 
erftf gi'liaiieii 311 .v^alberftatt btc aiiDer 311 Dtcu^ ■ bie britte 
(Sollen, öin gar roolbctante ivi\liict)to ift>^ ' uor fünff^ii] laicn 
iiefctielieii in ber 'Branbenbuii^ci üJiaatc Oa§ ein :ilMrt für c\t'rict)te 
eim lanbefne(t)tc c^elt üerleiuvietc bae er im Dertramot l)ütte 
auftuilH'ben. ::Iierleiuvicte mit bit'fn! iiuMtcn: t)ab idje !0 tiolc 
mid) Der tenffel. iJtlebalb eriinjct)t in Der böfe geift ber Da ]u 
gegen jtunb mte ein menjc^ führet ju baoon. ^abe jelbe 
Don eim sauberer gef)5ret ' ba§ er fammt anbern m\ % auf 
@ad)fen gen %<ax\\^ me^r alo ^unbert meile ^ur t)oct)3eit Duge» 
toben gefahren finb auff eim mantel / habend fi(^ aber balb 
nnber baoon gemalt / ba fle gemercft ba| man im @aal mummelte / 
to9M bad für gefie veren / n>o bie (er fdnen. ^9 ^tte marli^ 
ber felbtge 3auberer rote angen / bie er oillei^t bon folc^em 
fahren befommen. ^Ijo fut)r «^auft ein mal in ber ;^aftna(t)t 
mit feiner gefeljd)afft na(^ bem fie ba^eimm gu nad)t gegen 
Ivetten ^um f(t)lafftrun(f ang ^)^eif>en in Jöeijcrn gen Salzburg 
ine '^M|d)i'n\' tcllcr über lidj^ii] Hic;le ' ba fie Den bcj'tcn ineiu 
truiicfcn. Sub bo Der Äeüernieiiter ol}ngcfci)r l^incinn tamni / fie 

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80 

1585. Lercheimer von Üteiofeldeu : Christlich bedcacken 

all btebe anfprad^ / moc^eten fte ftc^ lotber baDon / namett fit 
mit / big an einen malb / ba fe^te ju Sauft auft eine l^ol^e tanne 
onb lieg in jt^en: floQ mit ben feinen fort. @umma f el ift 

o^n 3roeifft'l ünt> üiilcutjbar bag bie t^eiftcr ob fte [80a] gleich 
fclbft fein leib b^ben > boct) bie Icibc unb U-ibiiil)c luiu^c öon 
einem ort ,^um aiibciu fiibrcn: mie aud) au{4 öem ooigcuiclbteu 
ab^uiu'imncn / ba ber tfuffel bein 3lbte bie jc^üßcl mit öem 
^e^te sitb bie ßdfc^e mit luein brachte. 

e) m. B6 b. 

ilNQ»? gilte bic tcuffdc mit allen jren janbemn imb l)ejien l 
»erben eud) rool 3U fribeu lageu. Wii freiitcni mib raucf) ' mit 
heulen ift ni^U auggen^t / ber glaube mi> tm gebett mügenö 
tl^un. 

3u bem fönnet fr beut teuffei nic^t me^er tl^un onb »eriagter 
ttiber eud^ ma^m j bann fo jr in i»era<l^tet f fn tröget im glauben / 
ttie ber i)octor tl^ete / ba jm feine fül)e bejaubert maren. Born 
Äei)fer [yriberitfien / bem erften / lifet man: ®a er SReilan be» 

Idoierte fei) ein sauberer aug ber (Statt ine löfler gefcftifft worben / 
bag cv iu mit i\[\\tc töbtctc. %H bei t^cfaugcii bem Äci)icr bvan= 
tt)ete / mo er |n nic^t log liege ' moUe er jn tobt ^auüciu; 
ferete fid) ber Äetjjer nid)t bavaini ' lief; in liiiimict)tcii : tonte jm 
nidit fct)abcn. ^er ün^ücbtinf tcuffclijctic biibo ^>anft ; hielt fid) 
einrocil 'ii^itebergf famm ctwann 3um ^peirn i^b^liPpLi bei laf? 
jm banu einen guten te^rt jd)alt i>nb Dcrmanct }n baf^ n Don 
bem bing beijjeit abftünbe e? würbe joiift ein bi)fe enb nemmen j 
»ie el au4 gefc^a^e. dx aber ferete fid) nid)t baran. 9lun waiii 
ein mal ümm jc^cn öf^r / ba| ber [37 aj .t>rr i>l)ilip|)U0 aug 
feinem ftuborio |eninber gieng 3u tifti^: mar gauft be^ im / ben 
er ba l^efftig gefd^olten l^atte. S)er fprid^t miber ^u jm / $err 
y^tllpfw / fr fal^ret mi4 aKemal mit raupen morten an / 34 
mild ein mal mai^n / mann jr ^n tif(!(e ge^et / bag alle ^dffen 
in ber lüctjen 3um fil^omfiein ^innaug fliegen / bag ir mit emern 
geften nidjt 3U egcn werbet f^ibcn. ©arauff antmorte jm S^m 
^\)'\üppm: toltu mol)! lagni id) td)ige bir in beine fünft. 
SPnb er lio|; aud). 6iii anbcr alter Wottörovitiiiijcr manu 
ücrmanete jn üu(^ / er jolte fid) beferen. fd)icfte er jur 



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80 

1585. Lereheimer von Sieiofelden: Christlich bedentken 

boncffagung einen teuffei in jeiu jc^lafffammer i ha er bett 
gieng / bag er jn fc^recfde. &ti^ mmffer in ber fammer f 
frö<^ mte ein {am. mann mar mo\ gerüft im glauben / 
fl^ottete fein / iSt^ ttie ein feine ftimm nnb gefang ijt M eined 
Angeld / ber im Fintel ni^t bleiben fonnte / gel^ fc|t in ber 
leut ^{er penoanbelt in ein \ato k. 3)amit liel^ ber geift 
»iber l^eimnt anm ^onft f flöget jm »ie er empfangen nnb ab« 
genriejen jei): moite ba nic^t fe^n | ba man jm feinen obfaQ mib 
Dn^( t^enoeig unb fein barftber trottete. 

d| 44 b. 

3)enn e0 gebürt ia äner (S^nftli<^en Oberteit ^otted ber» 
M^ter bnb mlengner bnb bem tenffel ingetl^ne onber frem SoUIe / 
gebiete nnb iferfd^fft nii^t 3u gebnlten. S)erer fütnemmfte 9mmt 
tft f bie bnbert^nen 9oUti erfanntntf§ / bere|mng bnb bienfl 
p», erstellen nnb galten. Qua )eit ^. 2ntl^ nnb i^t)iltp))i 
Melt ft(^ ber jdimarfefönftler %an\t wie ob gemelbt ,/ ein »eile 
^1 $Bittenbertv bae lief; man fo gefc^eljen ' bei hoffnung / er 
I^lll^c iitl) au§ Der lel)r i bie im fdinniug i^icn^ btferen unb 
üe^ern. J)a aber bae ni(t)t ciC|cl)al)t' lonbeni er aiid) anbere 
Derfü^rtc (bcni id) einen gctaiuU / iuauu ber einen bnfen icolte 
haben ' iiient-? er in malb ' ba famm er im in bie t)enDe t^elanffen) 
tiieR \n on Aiirftc eingießen in gefegnuf?. 5lber jein {^cift marnete 
jn daß er baDou !amm / Don bem er nic^t lange barnud) [45 aj 
gremli^ getbbtet ttarb / all er im nier onb amant^ig far gebient 
^e. 

e) 9t. 55 a 

2)enn roann fic^ bie armen btoöen roeibei ein mal mit bem 
teujfel ^aben eingeladen ' fön1)ten fte ti(^ roiber üon jm ab^u» 
fallen: bamit ev ne ni(t)t jd)re(fe > inen üngemadi ' fcf^oben t^nb 
leib an tt^u. ^er Dielgemelbte $au)t t)at jm ein mal fürgenommen 
ft<^ 3u beferen] / ba ^at jm ber teuffei fo ^art gebramet / fo 
bang gemalt / fo erf^reift ' ba| er fi(^ fm aup nem 
oerf daneben. 



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81 

1586. Theatntm de Venelieu (Lft^-«t«r, TfauraeyM«r, Lerclieimer, Bnllinger) 

1586. Tbeatrtim de Veneiicis (Lavater, Thurneysser» 

Lercheimer, Bullinger) 

a— h 

Theatrum De Veneficis. tft: $on SenffcUgefpcnft 
3auberern Dnb @ifftberdtem / @<^ioar^fünftIem / .^»e^en Dttb 
S^nbolben ' oieler fümcmmcn .^iftorten ütib ßrempcl / bemdrten / 

gIaubiiniDii\cii l'lUcn uiib Oicmcii v^saibciittMi iiuic uon foldjen 
jcber .^cir bifputicit üiiö ^cljalten tporben luü jmiocnu fkif? (berer 
S?er^cid)nuf, am folöenbeu 2?lQt ^ii fiiiöcn) au lag geben. eam|)t 
etlicl)ci l)iugen(f)tfn >{äubciifctifv iiieibei gett)aner 23efanntnuß, 
Examinatifni. %xob "IhwiAn üiib €traff / ic. ^kkx t»nc^Icid)er 
^rage üiib ^}3iei)iuiug l)alben , ]o in biefer 3Hatcri füifallcu 
mögen jetjt auffe neum .^ufaminen in ein Corpus bracht. Meu 
)8ögten : ^(t)ulbtl)ei|fen '^mptteutt^en kB 'Beltlid)en Sc^merbte / 2C. 
fe^r nü^Uc^ onb bienftlid) miffett / Dnb Uint^ nege oer« 
a^ten. lacobi 4. iSBiberfte^et betn ^euffel / bnb er totibt von 
eu4 abtoei^en. ^it SR5m. ^e^f. Waicft. Sre^^eit / auff ael^en 
3a!^r nit^t na^aubritcfen / begnabet @$ebru(It Srancffurt am 
SRa^n / bur4 9Kcolaum 8affenm. MDr.XXXyL 
Ib. 

Avtbures, bnb 9{amen ber jeuigen / jo nac^folgenbe 
$ractötlcin compilirt Dnb befct)rieben Ijaben 1 burd^ M. A. S. F. 
I. Reiuliardiis i^ufe. 
II. D. I/aini>ertus Dauaeiki. 

III. A>. Jacob ^l^allirf. 

IV. ^. Cumadii« iiautcubadi. 

V. .p. Adiianiis RiieynmaJiiiUS. 

VI. ^. Submig i'auater. 

VII. Leoiihardus S^^unteiffer. 
VIII. M. Abrahamufl Saurius. 

IX. Paulus Frisius. 

X. M. $einrt4 Wei^baum. 

XI. dttguftin Serdletmer. 
XH. $einrt4 ^itOitiger. 



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81 

1596. TbeaAmm de Venefieia (Lftvaler, Thurnfyiier, Lerrheimer, Bullinger) 

Xni. .p. Jacob 3rei)t)err öon £ia^tcuöcrg j ic. 

XIV. D. Sodann (JiDid). 

XV. loannr5? Trithcmius, 3lbt 511 ^pan^ctm. 

XVI. @tli<i)e ^e5en(fen onb ^^o^tf^löge / Don etlichen ^tt 
Ottfent 3^eit ^od^geld^rten i»nb Stec^töerfa^nieii 
Surtften, oon ^c^en »n^ Snl^olben / lofe cd mit 
benfelbi^e» 0011 toegeit ber Tortur ^u^attcn, k. 
gefteat. 

XVIL ISiib jum 8ef(t)lug t[t ein ftu«! au% ber f^orrebe / 
t^ber bad VI. 9u4 ^. Jofiann äBrierd / t)tnju 
gcje^t roorben. ic. 

Psalm. I.VII. 
:)iic^tei rec^t j^r 3Äenjd)eu ^iuber. 

g. 115— 

$)er VI. Jractat i^oii Wcipenften ' wn9et)en)ren / ("sdUcn / 
ober i^oltci u nnb anbcicii rouiiberbaren bingeii ' }o mehvttu'il^ / 
roenri bic lUtcuictjcii tterben iollcn ober ircuit jonft groffc 
Sad)L'n !inD (^uberuugcn uort)anDcii fiiiD boicl)c^en fur^er ünb 
einfdttgei Geriet)! i gejteUt bur(^ )iubiDigeii :^uater j 5Dtener ber 
IHr^en )u S^^^' 

a) 6. 172« 

!Rjn4 ^ an tag finb €<4iDar^nftler / bie fi4 augt^un / 
fie fdnnen ein 9{ofg fattlen auff beut fle in !ur^ jeit groffe 
teufen mögen ooflbritigen. ^Denfelbtgen mirbt f mm ed lang 
^ntmb ge^ / ber ^ettffd ritt i>nnb ^Kof^ IoI)n • be[d)(e(^t onnb 
Sattelfjelb mit ciminbcru i^cbcn. :iiHiö munboie fol unieicn 
Reiten ^auftiie ber beiljümbt ^li^ibeici ^cuicucu IjubcuV 

6. 19:^—20-2 

Taö VII. Iractätlciii. .ncrrn ßeonf)arbi Il)inuoi))fere ^e* 
bencfcn / 5h>ae er uon O-rorcittcici) t]n!tc ' fo tt>ar ünub tlar luie er 
bae üor (jiott jeiiifm .»öcrrn ; (Sd)üpffer »nnb ©rlöjer / an bem 
legten ii^ic^t^tag aud) ^ie ^eitü&j üor feiner ^rrfc^afft / Jtem / 
vor einer @^rift(id)en (Gemein / onb fonft oor aller ^elt / au| 
nHir^ff^gem grunbt / mit freier ^onfcien^ onb gutem geniiffen au 
Miantmorten gebencfet 

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31 

1580. Theatnim de V'eiiefici« (LavAter, Tliunies'mer, Lercheimer, fiulUnger) 



T^anii leje man alle ,v>tftorien / 9leroc / SHte r^übifdic .v^e!^!!i^^11cf 
Diinö lü)ril"tlicf)e ' fo mirbt man iüd)t finben ' ba^ ilic cnui mit 
biejer üerfü^n)ct)cn faljc^^eit umbgangen ! ober }o\lö^a binden 
gebraucht (^etl aUed gebeten Dnnb (^öttlid)er «Segen Dott jt)nen 
genommen) ^^d^ fg^ parbeu ; fonbern ftc t)aben alle gleich roie 
, Marius mit feiner V^uefica ^artl^ / fflffffff gr"^!«^ 
^sLberer^ önl) »iel dlftibl gelitten / wie man au »nferen gelten / 
»inbde()en / ^ ^ C^Ienben ä^n^olben / an bem Doclore Fftusto, 

gefe^en, 
@. 261—298. 

iDod XL lltactdtleitt. @tn (S^riftlic^ 8ebencfen »nnb 

Erinnerung von Bauberei} / iDol)er / j onb mie vielfältig jie fe^ / 
loem f(e \<fiabtn Urne ober nid^t: Sie biefem lafter 3u met)ren / 
önb bie / fo bamit bebafft ( ju befef)ren i ober aud) ^u ffraffen 

fe^n. C^ejct)nclii'ii Duid) ;Jluguftin l'eid)euuci uoa ^teiufelben. 
c) iä. 27lMi. 

3^ii[(f)äbltd) öod) fünblid) wav ber poffe ben ;süt). ^auft 
Don ^nütlingen mact)te im ^irt^t)aug ^ ba er mit etlid)en 

fag unb fau^ / einer bem anbern ^alb onnb gar aug p >' rote 
ber 8ad)fcn m\h auc^ anberer ^eutfc^en getoon^eit ift. jm 
nn be| Btrtiiung feine jlannte ober Sedier 3UO0I fc^endNte / 
f^alt er \n / bramete fm / er mbfle fn freffen / mo <H mtffc 
t^e. S)er feiner / 3« >ool freffen: f^encfete t^m aber« 

mal in ooK. 5>a fperret ^aufl fein ÜRaul auff / frigt jn. 
€r»tf4t bama4 ben j^bel mit bem Mtoaffer / fprid)t: auff 
einen guten Mffen gebort ein guter truncf / {eufft M aud^ 
aug. 2)er ^Birt rebct ben ®aft ernftlid) .^u er fol Im feinen: 
2)iener wicber ücrfd)affen / ober er loöllc fcl)eii iihK' er mit jm 
üufienge. %au\t Ijiep jn ^11 friebeii feijn uub l)inberu ofen 
fc^aroen. 2)a lag ber ^umi bebete Don fdirerfen , loar aller 
na^ begoffen. 3)at)tti tjatte jji ber ^euffel geftoffen 1 baö 5Baffcr 
anff in c^eftürfet: bcu ^ufe^ern bie 5^lugeu bezaubert baf; jle 
ban&ft er wer gefreffen onb bae 5Baffer ijefoffen. J^iel mciter 
l^at b 3Rün4 3u &x\ixü ba^ ^aul auffgetl^au / ba er auff bem 

64 



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31 

1589. Thealrom d« VeoefieiB (Lavaterf Thurneysser, Lerehotmer, Hulliugor) 

tttarcft bad Suber Som mit SSagtn^ »nb dtog oerfcftlutig / bad 
ber $aiDr barnac^ brauffen furm Xtjot fanb fte^. 
d) 35r. -279 b l.i) 

:)i'eiteii mib fahru bic .öcrcii aiift Lunten bcjem , gabeln / 
ftecfeu < ^iiut iDoUeben vwb ^um taut;. 

ber ä;euffel ber menfd)cn leib fömt onb vfleg etioan 
bon einem ort jum anbern fü^rn / bejeugen on je|t gemelb 
9ef(^i4t oom netbe / bad er in l^unb^ ^t^alt onn laujf führet / 
inel aiibere erentpel / fo ml von ben bbfen ali oon ben guten 
geifiern: Ute oon beut 6ngel ber ben $ro^l)cten .f^abacuc fäl^ret 
aug bem ^sübijc^en lanb I gen ^abtflon onb »Iber rücf: :item 
[279 b 2] oon bem geift ber ben Uppum weg rucfet na(^ bem er 
ben femmerer auf} C^tbiopia (jctaufft l)attc uub ^';Hfarett 
(^cfimDcu iiHivD. Icjoii ba^ ber Jeuncl t>t'ii ^ciiiüu öcu 

sauberer ' (beffen in ber ;^lpoitcl iu'fd)ict)teu mclbuiiö i]cidiidU) 
t)ab rKoiii in ber lufft bmül)erj)efiü)rt uiib ju fallen lafteii ; 
bai: er Den hiUf, ^crbrad). 'Ii^ie er bem Aauft tljel i^u ^l'enebict ' 
ber aber mit Dem leben bai'Oii fam. A>alber)tatt in 
2a(l)ien mar ein gelehrter Ilinnuuptafi > ^sol)anneö ^iü^onicne 
genannt ein grofjcr i(t)tt)artjfiuiftier ber Dor :^(K). jarn gelebt 
ber ^at in ber G^riftnac^t wann ein jeber pfaff mag bre^ IVep 
tt)un / bte erft gesattelt I^alberftatt / bie anber ju ^en^ bte 
britte 3u (Edflen. Qin gor molbefant geft^^t {)U / oor ftmff|tg 
jaren gef^e^en in ber Sranbenburger ^ar(fe i bag ein :^Urt für 
gertd^t etm tanbdfneti^t gelt oerleugnet / bae er im oertramt ^atte 
auff.)ul(^eben. S^erleugnet« mit biefen »orten: l^ab ic^e / fo l)ol 
mid) ber leuffet. Sil« balb mmW \bn ber bofe geift ber ba 
gegen ftnnb mie ein ^Renjd) fiU)rt in bauon. liabe felbo 
pon einem ^anberer gel)ört bap er janunt anbern luni '}[. auf? 
iad)ien lu'bti -l^urijö mel)r alö l)iin^ert meil ^ur l)iHlHeit bni-(elaL»en 
i^ciabreii fiiiD anff eim mantel ' l)aben fid) aber balD mba- Dauon 
viemadit ba fic gcnientt baj^ man int >Eaal mninuieli uhu' Dao 
für gött wercn i roo bie ber fämen. (.""v halte iT»nr!id) Dei lellnae 
^anberer rote ^ugen , bic er oiUeid)t oon )oia)em fal)ieu 

V) -l^pii 277—202 liiiD iuit)t mcl)r öic leiten nuiiimcricrt, iüll^eru i»ic 



Title: FausUplitter. 



5 



1586. Theatrum de Veneficis (Lavater, ThurneyMer, Lerch^er, BulUnger) 

befommeu. Sllfo fu^r J^aiift ein mal in ber J^aftnad)! mit jeincr 
ÖcfeUjc^oft i nad) bcm fic badcim 3U na<4t gcffcn t)atten ,' 3um 
ff^lafftruncf aug ^B^eiffen in :Bei)crn gen Salzburg ine $i{dioff>^ 
Mer ober fe^^ig meil / ba fte ben beften mein truncfen. Bab 
ba ber jtellermei|ter ongefer hinein fain / fie ali bieb anfprod^ / 
matten fie fidp wiber barvon / namen {l^n mit / bi^ an einen 
»a(b / ba fe(t f^n Jauft auff ein ^o^e tonne unb lieg jn fi^en: 
flog mit ben feinen fort. @umnta / ed ift of)n jtoeiffel onb 
Dnlen(^bar / ba§ bie geifter / ob fie flleid) felbft fein £eib ^aben / 
ömli Du Vcib Duö Vciblidie bingc Don einem' ort ^um anbern 
tül)rcn: roie and) auf; bem norc^cmiltia ub^uiicnniu'ii ba Der 
^euffel bcm ;Hi)t bie jd}ü[]el mit bem i)ed)t oab bie ftäjd) mit 
mein brad)t. 

e) 5^1. iHj a2 

'li^ae (\i\ti!' bie ^euffel mit allen jren gaubcrcrn t>nb l^e^ren ; 
werben end) rool ^n friben laffen. Wit freutcni önn raud) / mit 
trennen ift nid)te anggeric^t / ber glaub onb gebett müffene tt^un. 

3u bem tonnet jr bem leuffel lüt me^er tf)un onb »erjagter 
miber eu4 niac^en ' bann jo jr i" oera(i^tet / jn tro^t im glauben / 
mie ber ^octor t^et i ba jm fein fu^ bejanbert maren. 
jl. griberic^en / bem erften / iifet man: ^ er tIReilan belagert ' 
fe^ ein SQuberer aug ber 6tatt ind Idger gefc^ictt »orben / bag 
er fn mit gifft tbbtet. ber gfangcn bem Sttx^, braut / mo er 
jn nit (of; lie^ < moll er jn ,}n tobt jaubern: fert fid) ber St» ntt 
baran lief; in hinriditen: tont |m nit f(^abcn. ^er on^üt^tig 
leuffelijdic biib A-auft l)ielt fid) ein ircil .Jbiulcrgf fam 
etmau ^um >>cnii iUiili;HH> ber (af^ il)m bann ein lauten tert ' 
id)alt nnb iHimaut jn b^ er uou bem bing l>ci);icit abftünb e«? 
mürb fonft ein bop eiib iiemiiicu wie andi (Kfd)afi C^r aber 
fcit fid) itidit brau, ^un iihuo ein mal nnim ^cIh'ii nlir ba^ 
ber .V)crr i>liilivpne an| feinem ftuborio l)evnnber i]ient] tijd): 
mar »vauft bct) jm ben er ba l)efftig ge|d)olten l)atte. ^er 
fpric^t mtber 3U jl^m ' .^perr iU)ilippe jr fal)rt mi(^ aUemal mit 
rauchen morten an ' O'd) »ile ein mal ma<^n / mann jr ^u tifd) 
ge^t / bog alle ^dffen in ber tü(^en jum f^ornftein Hinang 
fliegen / bag jr mit emem geften nit ^u effen merb ^ben. SDa* 
rauff antwort jm .^err $^ili^p. ^a«i foltu mol laffen / i4 Wi 

m 



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n\ 

15t>b. 'iheatrum ile V<Miefii'U (Lavuter. l'hunieysäwr. LcrchoiiiH-r, Huiliiigcr) 

dir In bctti fünft. $itb er lieg e«i auc^. ^ti anber alter (Ji^ott^ 
för(i)tiger IRann oermant fn au(^ / er folt jtd) betei)rn. S)eiii 
Wrft er jur bancffagung einn Seuffd in fein idilafffantmcr / ba 

fr ^11 bett (\inig ^a[? er jn jct)rc(ftc. ^e[)t t»mbJ)er in ber 
!a Himer , früd)t roic ein jaiü. Ter manu roar mol gerüft im' 
glauben jpottct (ein j ^t) wie" ein fein ftimm uut» in'aiig ift bae 
eine ßuflele / ber im Gimmel nit bleiben font ' (^et)t jefet in ber 
Icnt henfer üerroanbelt in ein iaw k. Vamit ]md)t ber cieift 
roiber heim ^nni J^auft ^ flacht fm wie er ba empfangen ünb ab^ 
getoijen jep: molt ba nit je^u ba mau im feinen abfaU onb 
Dnbeil oenoeifi onb fein barüber f{>ottet. 

f) 6. -287* 

^em ed geburt ja einer (Slnftlid^en £)berfeit (SJottel oerdc^ter 
vnb oerleugner onb bem 3:euffe( 5ugetl)an onber {rem S3ol(f / gebiete 
»nb t)eiic^afft ni(l)t ^u gebulten. S>erer förnembfte ampt ift i bie 
l»nbert^onen \ii C^otteö erfanntnuf? Derehrung »nb bienft ^n erziehen 

»nb ,511 halten. Jur ^^eit T. Viiiijcre niiD 'i^l)ih|^V't hielt fiili i\r 
fchroarhfünftler A-anft roie ob i\emelbt 1 ein lueil ^11 ^.l^iittcuberg: 
büü lief; man \o i^ej(l)el)en ber t)offnnnc\ > cmnirb fid) an^ ber 
Ic^r bie ba im j(l)n)ang gieng / beferen unb beffern. I^a ober 
bat? nid)t f^ff(t)alie lonbrni er aud) anbcrc nerfiit)rtc (Dmi (ch 
einen i;efannt luann ber ein l)afen roolt t)aben , gieng er in 
UHiU), ba tarne er im in bie hänb gelanffen) hie^ jn ber ^iirft 
ein^ie^ in gefengnug. äftber ['2X1 '^J fein geift marnete in bafi er 
baoon tarn / oon bem er nit lang bamad^ greumlidb getöbtet 
iDorb / atö er jm nter onb swangig {ar gebient ^atte. 

g) 6. -294* 

^enn UKinn ficb bie armen btbben weihtx ein mal mit bem 

lenffc! l)aben eingelaffen förd)ten fte ftd) wiber pon jm abui' 
faUtii; Damit er fte niil)! id)iecte jhnen inu^euuul] fdiaDeu üuö 
leib ant^u. ^Der ülelgemelbte J^auft l)at jm ein mal fürgenommeu 
Üdi ^ubcfebren ' ba bat jm ber Jeuffel fo hart l^e^ramt , fo bang 
gemact)t i fo crjc^rectt / bag er }ic^ im auc^ auffe netp l)at 
Derjc^riben. 

@. 298—806 

^üi Xll. iractdtlein "K^ihci bie (Ed^mar^eu aiinft ; Mn-- 

«7 5* 



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38 

loStf. Johann Weier: Von Teuffels^rfspcnst (^Deutseh von Fuglinu») 

gtdttbig^ fegtien / oniDar^affttgd SBarfagen / tmb anbere bergle^en 
von &ott »erbottnc j^ünft: ein htr^er ^ractat aug ^eiliger ^v\^ / 
l>nb tDar^affteii g^nkn gi ünben gejamntlet bur<!( ^etnrtd^ SSttDingem. 

h) @. 30:^ » 

2'crglcid)en finb bie gewcfcn /. Do» benen bic (^kfcl)rifft (in 
x>nb t)er rebet / onb jie Magos nennet wie bie Magi Pharaonis, 
Simon Magus, t>nnb anbere berglei((en maren / nnnb }u onfern- 
j^eiten Faustus ber ©ü^n^m^^funftler gewefen ; biefelbtgen ftnb and) 
me^rt^eild diaini ®arfager / »nb mit anbern bergleicben ^uffell» 
bred befublet onb ftincfenbt. 

9te0ifter @. 2: Sauftud ein bcnibmbter Bonberer. 172. 272. 



1586. Johann Weier: Von Teuifel$ge$pen$t 
(Deutsch von Fuglinus) 

De !*r{U'stigiis Diieinoiivm. i>on lenffelöi^efpenft i]anberern 
Dnb (Mifftbcicijiciu <^cl)wart^tüii|'tlnii wen unb isnliolDcii M\]u 
jrer <Eimff / and) Don ben ä^c^aitluiti'n uiiD wie ftjnen ^ul)cltfen 
fni I "rrbentlirfi unb ciiiciitlid) mit loiiDoiui [uif; in VI. iyüd)er ije= 
tlH'ilct. ^aiiuiicii iirünMidi unb oiiii'iirluli Liau]ctl)an wat? von 
fold)cn jebcr ^cit öijputiert unb gctialicn unnDon. C'^rfrlid) burd) 
iD. ^ol)annem 'liH'ier in Vatein bcid)rii'lH'n nad)malo uon Jo* 
(anne Sugliito ucrtontfc^t i je^unb abcrnad) bcni lelucn Vateiniid)en 
aufganc^encn Criginal anff»? new übcrjclion unnb mit Dielen b^i* 
famcn ini^lid)eii ftüdeu: 'änd^ fonberlid) l)od)bicnli(^en newen 3u« 
f&^en / fo im igateinifi^en nit^t gelefcn ole im folgenbcn $lat 
3ufinben / fo ber Bodtnus mit gutem gninbt nid)t wiberlegen tan / 
bur^aul geme^ret onb gebejfert. Sampt ju'enbt angebencftem 
ne»em tmb Doltommenen ^l^egifter. ^Mt SRöm. jCe^f. URaieft. 
(5rei)t)cit / auff seljen ^sal)r nid)t nadjjubrurfen / begnobet. @e» 
trti(ft ^n ;vran(ffurt am Wat}i\ i burd) t)Ucolaum Saffeum. 
M.D.IAXXYI. 

«8 



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B2 

15b6. Johann Weier: Von TeuifeUgespenst (DcuUich von Fuglinus) 



6. 93a. 

9tö oor ^ten au Hxaum in ^oln Me 64iDar^ ^mitn^ 
fnnfi mn offent(i<^ @<^ulen gelehrt xmb getrieben bcrüimn- 
Würben / ift bafjin fommen einer mit namen Joanne« tcr Saubcwr 
Aiiiiftue Don Äinibtliuc^cn bürtifl öcr hat bik f(l)ouc 
fünft in furt?cm fo iiiol bciv'icffL'ii Daf; er licrnadi fiirfe 
^luior / ef)e beim mau gcid)riebcn ^al^'c^^t fünfihuuöert 
mmi> inertjig ' öioiclbiiie mit luofffv ucmninbaiuic^ ' Dielen liieren ' 
t»nb tinfcnliftiem betrug tfin ün^ mieber in ieuijct)lanb one iä)m 
antreiben Dunö Dffentlicl)cn 311 practicircn ' aiiiiefaniien l)at. Sa^ 
für ein jeifeamer iöriücnreiffer aber ounö (^bentt)cn)er er geroejcn/ 
mnb um für fel^me ftücflein er gefönbt t)abe / mtl id) I)ie nur 
mit einem (Sftmptl bartt^un bem ^efer ^um beften / bo(^ mit bem 
beftfieibt / ba§ er mir / er rnbde ee i^me ni^t na(^t^un / guuor oer« 
f|Nre<^ )mb gelobe. Slle vff ein seit biefer f(^mar|fünftler gauftud 
feiner böfen ftud falben au :93attoburg / mel(^e«i an ber SRofe ligt / 
mib mit bem .f)er^ogt^umb ®elbern grenzet / in obtt^efen ©raff 
.Öermannc^ inn i)afften fommen /t)at jf)me ber C^apeQan beg ortd) 
$err ^Xoban Dorfteniue / ein fi'ommer einfältiger monne / niel Üebd 
ünnb gute erzeiget i allein ber Dijaili balben bie lueil er jnie bei) 
ticiucii üub glauben ^ngcfagt / er moUe il)u uiel c^iUa ,^lünfte 
Ichren Pub ^u einem aiinbüubigeu erfat)rnen manne mndien. 
T'er0l)ülbeu . bieiueil er iahe bag Jvanftue bem Jrunrf jcl)r geneigt 
mar fdiirfte er jme dou l)aufi ann fo lang ^^.hmu ^u bi^ bae 
fäplein >iad>!ief^ bnb gar leer mnrb. ^a aber ber 3ö"t>t^^'^i" 
jvauftue buö meirfet ; Dub ber (iapel= \ i»J lau aud) fid) annahm/ 
er woitc gen (brauen ge^en onb ftc^ bafelbft barbieren laffen ' 
lieffe er fid) t)oren wann er fm me^r meind geben moite / fo roolt 
er i^n ein lunft lehren / bj er on f^ermeffer onb alieo M boM 
abtommen folte. iba nun ber Kaplan ba glei4 eingienge / ^ie^ 
er jn f^Ied^t au^ b* Slpotecfen ^innemen Arsenicum, onb bamit 
ben bart onb finne mo( reiben / onb gebaute mit feinem mbrtlein 
nit ; ba etfli auuor bereiten / onb mit anbem 3 uferen brechen folte 
laffen. @o balb er aber ba^ getrau ' bat jme gleid) bad finne 
bermaffen angefangen p Vitien t>nb brennen baf? nit allein bie 
haar jm aufgefallen fonbern aua) Die t)aut mit fampt bem fleijd) 
gar abgangcu ift. Xii ^ubeuftücflein t)at mir ber Kaplan mc^r 

69 



8sr 

1589. Johann Weier: Von TeuffelsfrMpenst (Deutsch von Fuglinu») 

bann ein mal ' aber aüweg mit bciiH'fltciu nmt fclbft erje^let. ')Jo<^ 
ein anberer ift getoefen / ben i^ aud^ moi gefannt / ber ^atte einen 
f4koar|^cn bart / Dnb »ar brftunUd^ von angefleht f oon loegen feiner 
SRelan^oKf^en CEoin|)lejrion / nie er bann au4 bero orfad^en leiben 
Se!tli(( am !9KI^n ftd^ Obel befanbe. Kid berfelbige ben tauberer 
Sauftum aufr (in seit befugte / fagie er fre^ offentlid) 3u jt^me / 
iyihnmr f<^ meinte nid^t anberd / bann bu »ereft mein fc^mager / 
meiner 8d)n)efter ^lann I fal)e bir berljalben gleid) nad) ben 
»vüffen ob bii iaiK\c ininb fnimnu' Hlauiiu'u daran Man l)crfür 
gudiii bcttcft. '^ieigUed)c alfo ben guten ^3Jiaini biewcil er 
f(t)wail^ mar üon :?liu^e|id)t , ale er 3U jbm eintrat Dem Icnffel / 
Dnb nennet öcnjelbigen and) ' mie fonft oHmec^ fein i^cbrand) umr ! 
feinen 6cbn?a(^er. 3lber fein lohn ift ihnie lelU and) ivorbcn. 
^am\ I tok man jagt t fo ift er in einem Torff im 'A^irtenberc^c^ 
!li^nbt I beg morgen? neben bem Jöette 1 tob gefunben roorben/ 
tonnb baei ^ngefi<^t auff bem Oiücfen get)abt / onb ^at ftc^ bie feh 
btge na^t juuor ein folc^ getümmet im er^ben / ba| bat) 
ganj^ .f«ug babott erbittert ift. 

@d ift ein @4ulmeifier 3U (S^o^lar gemcfen / ber (latte beg 
bnfeligen f<6enbtlt4en S^ubererd Saufti fünft au^ fhibieret nnnb 
gelernt / mie er ben ^euffel in ein (^la§ burd^ Segen linnb 
beri{(t)e jprüc^e bannen foite. S)er{e[bige gebet ein mal^i anff 
einen tag ein mutter ^ott^ alleine binau^ tnn ben ^^albt/ 
[94,^1 auff baf; ihn niemanöt an feiner fünft binbern fönbte. 
T*a er abci aufieiii^ Den iiii[|el ^n befd)iperen ilhuDc er irr in 
ber fünft üunb fel)let. I^a erjdjeinet ibnie der Icuffcl bebenöc 
in gar erfcbrocfentlicber geftalt ' mit fenmiigen äugen / l)att ein 
nafen bie mar getrümmet mie ein "Ld)fenl]orn > ünb lange ^a^nc 
»ie ein C'^ber mar bdfectit onib bie bacfen mie ein Äal3 i>nnb 
fonft uberal fc^retflid) und graufam on^ufct)en. reffen crjd)iirft 
ber ^(^ulmetfter fet)r feilt ]\i boben ni(t)t anbere / ale mann j^n 
ber Bonner getroffen Ivette , ligt ba etlidje jtunben auff ber (?rben 
ale mere er ^Iber tobt. £e^iid^ nac^ bem er fid^ mieber ert)oIet/ 
onnb na(6 l^eimin ge^en molte / tarnen jl^me l^ug bor ber Pforten 
entgegen etliche feiner Sieunbe imb befaubten / bie fragten / ma* 
rumb er fo bleid^ Dnnb erfd^rocfen mere / ba funbte er für 
fc^redfen onnb jittern fein befc^eibenUd) mort antworten / fon« 

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33 

1587. Hatnnel Metgeritia: De PanurgU Lamiaruni 

htm mvAtt mb tobet nur mte etti onfiniti^er 9Renf4 / big 
au^ang beg3<iKd/i>a P^n0 er erft an toieber an reben »nb ju« 
erael^fen / ba^ ber €atl^n in ber geftalt / loie iu)r gemeit / nme 
erf^tenen nere / ünb na4 bem er ftc^ berichten tmnb mit bem 
betftgen Sacrament iKrfe(fen laffen / l^at er ftc^ bem S^^ti b^ 
foblen / üitb ben britten tag fjtrm^ fein geift auffgeben. 

ätegifter ^I. (5 (5 c 111^ ;vauftue ein ber^äntbter ^^auberer 9H. 
feine aaubenf<4e hoffen onb $obt ibib. 

9» 

1587. Samuel Meigerius: De Panurgia Lamiarum 

iK' l'uuvrgia I^amiarum. Sagarnni, Striiium ac Vciietiija- 
nim. t()tiiis(jii<' cohurti.s Magicip < 'arddaeiiiouia Libii Ties, 
^at i)ö: ^3ic>^icu' mh nütte Dnöemd)tin9e /. il^au ber iöuerjci)eii 
gejd)ioinben üft mb gef(f)i(f(id)eit quabt tt)o bonbe. //. )l^nbe/ 
5)at ^öuerije eine XTnicIfdic ^i'iube ftj be mebber alle tei)n @e» 
bobe @abe0 ftr^bet. Ul $nbe / eine (SbrtftUfe Ouenc^eit 
mit fobonen gemeinen i^ienben ^nf^Ufcd gefiec^ted Dmmeg^an 
f4b(e. £Dor4 Samvelem Meigerivm, ^aftoren t^o 9lorbtor|> 
in ^olftein | in bre Sbfer ooruatet tmb affgebeelet. Malachiae IIL 
l^b i(f tti( t^o 9utD fomen / »nb ^uio ftraffen / Dnb mtO Süge 
f^n »ebber be ^buererd / @^breferd i>nb Weinebige / mebber be / 
be gettwlt »nbe ©nre(t)t b^on. ^ombord). Anno MJKLXXXVIL 
Cum Gratia Et Prinilet/Io. 

231. 18a. Liber Primus. 

351. :Ua. Dat IUI. (iapittel. 

8elangenbe be^^martffinftenerdf^n befüinigen nid^t fo fe^r 
anbcren olfe ficf ftlluen f((ebtli(( / mente ere böe^eit bre|»t fe meift 
ffiluen / bemale fe fid mit e^rer oorbamlifen fünft oan ®abe^ 
gemetnf(^op trennen / onbe tffom bünel ft(f gefeden ' ^effe tlb^n 
nnberen am Icenenbe onb gübem fo groten f(^oben wxi^i t alfe be 
^exen bou / junber r}^ ere bont mererbelä / bat je ben Sftben be 

71 



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1587. Satnuet Heigerius: De Panurgb IjamiMrum 



ogcn oorf4r59en onb oorbienben ; mormebe fe ben meinid) f(t)ab«n 
bon / one alletne bemennen be en t^ofaüen. €oIcf einer t}e ge» 
tt)efen 'SVmo» Magus^ Mttt geborbt ein ©amanter ott^ einem 
6tetefen Triton entfprungen / be i»nber ben SRömef^eit ile^feren 
Nertme Dnb Claudio geleuet / min loeltfen ^ei^fern eme eine 
d^renfnle an ber 5£iberbrtlggen iß opgeric^tet / alfo Justioos 
melbet in f^ner anbeten apoloyia ad Antoninum Piutn, mit fo« 
baner opf (grifft: Sitnonr Deo sanchy ^ilUgcii @abe 6imont. 
iDüffem t)0 t^o önfen tpben geli)(f geroefcn Iohaunf9 Fattnius 
»an Äünbtuci bc woi mad) In/ausfus gcnömet iiaiiii öü|]l* 
bebbe jine fünft tho C^raforo Dnb i)y ein auerutl) böfe 

bouc qcmefen ' be tielc anuibor l)efTt in ii)ncn bogen üürii(l)tet , 
be ort iijuei DiUiulit halucu etlife male bijna were im lope fle« 
bleuen mcnn be nid)t merc bord) fnncn ^iiciftcr meut üp eine 
ti)bt öaruan gefamen bebt bat l)c Dtl) gcbciict i)ebbe. ::l>au 
einem mit 9lanien Appofoitio roert gefec^t / bat b^ in i)(e beibe 
t^o (SmiritQ tinb (^pbefo t^o eitter tt|bt gefeen morben f^. 
n. 84a. 2>at Xlli. (So|)ittcl. 
b) 95a. 

Sent^e fo nß bem ^imoiii J/a^ oan eme gefdjeen / ben« 
ffilnigen (efft l^e Dor erft bebredjüfen erbauen / bat e^me t^o 
ffiome an ber itber eine (S^renfule ifi opgerid)tet / mit fobaner 

t»pfd)rifft: Simoui Deo saneto, hm billigen @abe Shnoni 
3>enn)le nu büffe galftrige (^eift jüluen bouerbid) üube Ppgeblafen 
X)e befft bi" biiffcm n)nem li)ffeigen ,\liudiu i be ane bat na 
(Möbtlitcu üMncn uiiiiöt ' ingegenen / bat l)e in be» ."öcmmol 
jd)olbe nnb foiiDf oareu aueift he befft en in be bödito gcjiücii» 
get inib Hau cituMii boi^i'n ^^cvi^* tbo dioinc upgoiianuni ' mib 
üngciejiciict hcniiiDcr latbeu jpvingen / bat bc ibncii jd)ciutcl im 
ncbber üallenbt tbobiafen / »nb alfo beimlifen nnb mit jd)anben 
uth 'Kome i)e n)ed)getagen bar ^e Dorfen in bögeften ebren bi) 
ben Äe^jcrn Ciaudio Dube Nerone roaö ge^olben. To M nu be 
toebbage mereben / 110 ^ entUfen in einem geringen ^arpe / ni(^t 
fe^r mt)t Dan 9{ome / elenbi^Ucf geftorbuen. 

[95 b.] ^eme ^ffet faft gel^tf / ttat bem lohnuni Fausto 
tl^o Senebig gef^een / bo ^e ane gemuffene 'Slfincfe flegen nolbe/ 
benfitüiigen Dörebe \x}n Reiftet ocf in be ^5gebe / (eet en o<f 

72 



34 

1587. i^tani.slaus 8ariücius: Aitualcti 



nctbentaOlen / mb ein fdün httkn j anerft tetoile homU 
ito4 ni(^t l)abbe otl^gebenet / tt^ t)e boronne nic^t gcftoruen otfe 
Shnon Mnfjns, funber l)efft mit jc^impc »nb fd)aben fitf baruan 

i^cuiatet ' beth he entlief im ^iMrtibörfler £anbe in ciiicin .Rroi^e 
bn uacl)t Dmmc t^efamcii uiib el)me be j)alß Dam 3üuel pmme 
gebreiet Ditb t^obvafen motu 

U 

1587. Stanislaus Sarnicius: Annales 

Stanislai i>ariiieii Aiioales, i>ive De Origiiie Kt Rebvs 
Gentis Polonorvm Et Litvanorvm«, Ubri Odo, Habes hic 
priorem partem horum Chronicorum, hacteous ommsam et 
neglectam ab alijs authoribus: quse incipft ab Asarmoth con- 
flitore Sarmaticorum popiiloruni, et continuatur ad Leclium 
ipsnin, rerum ordine secundum temponim Seriem seniato. 
Ed iandetn a Let^ ad matra temjHnUy quid in htis terrh 
adnm sit ßdcHter exjxmitur. Cwtera, quce In hoc Ithro conti' 
neniin% Ipsinx libri /frif/iinpHtum eitirm prwßjcum ituliatbit, 
Anuo Doinini M.D.IAXX VII. 

p. AI. Liber i^ecumUis. 

I». <M . 

Piiiguiitur nunc Leclii. Czei hi et Boleslaoruni iniagines 
a pictoribus et typographis, quae prorsus referimt antiquissi- 
inamideain veteriim Pülonorum. Kt mm artifice» ilJi diut^xantur 
argiinnturque a curiosb, ob licentiam fingendi quas veilent ima- 
gjnes vetenim heroum, affirmant se biei; probare posse non 
niodo ex tradittone ▼eteriim, sed etiam Phaenomenis MagicaJPhtf' 
maglcamm artiiim: aiantque circulatores et nigro- nomena, 
mantas veteres ita fiiisse harum rerum peritos, vt possent ex 
veteribiu bellatoribus, quo« veilent, arte malignorum ><piri- 
toiim. tt pttlueribus, excitare, in propriociue habitn et forma 
Yisendos demonstrare. Quod et nostro a^uo «h» fausiuH 
({uodam Kaiusto (HMinano Ni|j:rumaiita, ab ii.s (|ui Xif/m 

vidennit rerto aftirniatur. (juod videlii*et (|Uo- min}ta. 
dam tenipfii»'. t xpetentibns ab eo Norinberjreji'^ilMis, Acneani. 
Achillem. Hectorem ac liercuiem et alios herouä uqui» insi- 

7a 



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85 

1587. ZeitMhrift des Han-Veniins VU (1874) 

denteB, proprionque et natiuos vuItUB et vestttus babentes, 
spectandos in suburbio ante portas et mcBnia cnnctU viaendos 
statuerit. Et quia veteres Cracouienses municipes pra^ alOa, 
bis artibtt8 dediti et im- [68] plicati erant, itaque constanter 
affirmatur de iis, quod ministerio eiusdem artis. tales euoca* 
uerint vmbras heroum Polonieoram, quales Ottidius depingit, 
et qiiales postea typis mandare, et in compiti» piiigere 
coeperiint. 

1587. Zeitschrift des Harz-Vereins VII 0874) 

^ciijiljiiit Dci? .N>üii=3^creine für tiiJqciiicljtc umD ^Hltei ljiiiiböfmiöo. 
^fiaut^gegebcu uon Dr. CjD. ^flcobö, ^räfl. 2to\l>. :fe>ciuiijciüö. 
Slrc^inar uiib ^ibliot^efar. Siebentel 3at)i'gaug. 1874. Mtx* 
nigeroba. 

^<Sm iDolgebomen ^en, Irrten f&oif\ duften, grauen 3» 
©tolberg!, j^onmgftein, Stutifdiefurt Dnbt S^ernigeroba, metnem 
giiibigeu gebieteitben l^emrt. 

!Sarnigroba. 

örattni(t)tt)eig HO. Dctobcr 1587. 

ih?ollc^ebornci" gncöii^er lici", auff e. 9. ciucbicice bccicicii üiibt 
bcfeld) l)att mir ber iubüicrcr (Mebeou .v>elbing idbit aii^elobctt, 
ba[? ehr auff beu 2. "JioDembrie 311 ^Öarnigroba fid) getoi^ eins 
Itolleii Ulli 2ct)!cfe e. g. bcii Platiaani, ünbt mxll bic itcc-^fte 
Arantffurter luefje du( toris Johannis Faiisti historia erftlid) au^^ 
gangen, bereu exempiaria biefer bu(t)furer bei) ein 50 mitgebra<^t, 
aber e^e bin getoar roorben all auffgefaitfft, au^iKttommen 
bie| eine, »eld^^ ancb albeieit nod) ^ul^enbuttett oerfaufft, aber 
no(^ nt^t abge^olett, miU e. g. el^r ben ontert^enigen gefatten 
ttott tl^un, bnbt ba| gelbt, al| 9 gute grof(^en, bem Bulffen» 
buttelf(^en i^erfonen mtber jufießen, ober it^nen 3U erfier gelegen* 
^ett ein anber exemplar bringen (äffen, onbt e. g. bi| exemplar 
oberlaffen; fte()et ber»egen 3» e. g. gnebigetn gefallen. 3u bem 



m 

um. Kuphorioa 1. (lÖW) 

f^htn e. g. na^emanher btefe nod^ef^riebette bud^er empfangen: 
!. historiam navigationis 8* foftet 10 c|C(., 2. genealogia« .tjen* 
iliilgö fol. foften 2 t^aler, '^. commeiitiiiiu in syntaxin inirab. 
foften 2V'2 th., 4. Platinam de vitis p<»ntif fol. foftet mü hm 
banbc '2 tl)alcr, 5. historiam doct Johannis Fau«ti, fo fern e. g. 
öicH'iöige gefallen, foft 0 a^.; ift ^inamen 7 tfialer 7 t;utegr. 

S5ei) bemjelben budiriilim IJuiitin .'öi'd)t jciii .^>aiiff 1) bicfe 
Dolgenbe scholasticalia auct) au^gcnommcu: 1. psaUer., epistolae 
et evangelia dominicalia gebuitben, foften 6 gg., 2. compen- 
flium gramm. Medderi für 8 gute pf., «ompendiuni de aomi- 
nibii8 comparaD. cet. für 8 gute pf. Aelii Doaati 2 gg. 4 
gute Pf, Bentent. Salomonis 1 gg. 2 gute pf., Cato: disticha 
latina 1 gg. 4 gute |>f., epistolae Sturmii 1 gg. 4 gute pf.; 
binberlo^n für biefe in einen banbt 3 gutegr. 4 gute pf. ; 3. C&k« 
tecbi6. Sut^eri lateinijd) onbt beutfc^, eiviiitas morum pueriliura 
et fabulae foften mit bem banbe 8 gutC(]r. Samma denariorum 
ber bnd^er jo /öanfen auggenommen 1 tt)aler G gute Pfenning. 
Jft bie summa sumnuinuii hqic]]. n a^. bcii bom bu(ftfül)ii i auj* 
genommen, « iliuler 7 nulcg^'- *• ö^'^'-' P^t^"iinH^, bic c. iv auffjf 
fuibcrlict)tte mir übcnct^icfen mugen. '^efel)lc Diciolbcu liicmit bcm 
alincct)tigen gotte tu ieinen gnabenreic^en fct)ufe, mitt n)unjct)ung 
tiottcs? (^nabcnt^liirf unb beiU ^ii ibier angeljenben reciininq, nnbt 
leine e. g. alle gefeUige unbertl)euige bienftc. Datum ^rauii» 
iil^tDeig ben M), Octobris anno Gliristi 87. 

QP. g. bienftiüilliger 
gubolpbud meH, eangmeijter @. ^larii bajelbft^). 

86 

1588. Euphorion I. 0894) 

Kup^orion 3^iM*4rift für SiteratMrgej(^id)te tierauegegcben 
pon Sluguft Sauer ßrfter 2)anb ^al)rgang 1894 ^mmer \)b^er 
miif; idi fteigen, 5"^"^^^ n^citer mujj ul) jdjauu. ^auibLig (5. CS. 
«ii(t)iiere ^Perlag Jn^abcr JHubolf Äoc^ 181)4. 

7S 



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36 

1588. Eaphmloti I. (18U4) 



@. 7871). 

Jauftufi Herzaubert smölf ftubenten. 
Jim ber grunbtrociß ürauenlobö. 
1. 

C^iik^ malg 311 Ti^iteuber^ im ^oringcrlank 
liSar ein doctor befanbte / 
^er mar ^ol^an gauftu^ genenet dar. 

(S^ erlaub fi4 alba ein toilber ftraufie 
5 SvL negt beg Jaufto l^au^e 
WX smolff ftubenten; ba^ nembt eben mar / 

Sie el erging / 
5^ernembt bte bing: 
ror (\\'ö]h' liaiiff 
1« '^iHini licboii iinbcr funff au aUcu i(l)cücu 
Ihcten ciiumDor blciicn. 
ibiic fid) Der tjabev eubt / utercft eben brauff! 

[im 

(} 

Vixtox Tsmiim thctc bcn ^UJOlfj |lubcuteu 
OS I C a Ilgen ucrblenbeii 
lä feiner ben anbren nict)i jei)en fnnbt 
£(^lugett al$o blinber meiß aüefanber 
3m 5orn |i4 miteinanber ; 
deiner ben aubern fenbt ju ftunbt / 
9lu4 touft gar ni(^t 
20 3n ber gef4icf)t / 
Ser fein feinbt mar. 

«Silwingen bod^ fe^r ein onber nac^ ber baufe 
Jn biffem blinbem [tränke / 
'J3i6 ber jd)armu^el ein cnbt uamc ijar. 

3. 

25 ber l)abcr irnr ucriditct bnrc^au^ / 

i^ü^rt tuan ße i^eimb ^au^e 

M 'y^tih^t'tt'ilt iH>n ^\i>l)annc'j iPoü^' an-? einer ^iiürnbonu'r ^^ijfifterüeber« 
fammUuu^ m ikxinm Msrr. (ierm. «|uurt. ,')7.'> amt) überliefert m 

ber XreeDener .öan^)^1)rift M .j, 3. T. -n. 

7tt 



»7 

l.m Dtti Vollubodt vom D«H-tor F»u>t (1878) 

IBon biffcr fc^Mt gar ml gebleut alfam. 

:ftlgbalbt bo in {ein ^aug fame ein iber ; 
^ tunbt er fe^en »iber / 
ao ^eicbd etm tbem gar m\ gutem fam. 

2(11^ ^er (\ef(f)ict)t 

$11 lieb uiiö Icit 

jei) in tcl)iai^cn tarnten oöer raujfeu ! 
85 'i^ertrau feim L^rofu'it l)auffen! 
^^ntrciu triefft iren t)erren allezeit. 

Stnno 1588 bt^td ^ribrid) ^eer ben L junij. 

39 

1588. Das Volksbuch vom Doctor Faust (1878) 

a — b 

Volksbuch vom Doctor FauBt> Abdruck der ersten 
Aasgabe (1587.) Halle a/S. Max Niemeyer. 1878. 

^. [Bibliographie den FauÄJtbuches vuu Friedrich 
Zaruckt-.| 

>>. XVil. |Senatsprotocülle der Liiiv«T.situet Tübiiigeu 
vom 15. April l.'jss.] 

a) ..p. p. historiam Faust i. .v>ürt '^ii(t)Dnirfcr ^ab au(^ 
mift^anbelt, foU gebürltd) C^infet)en0 mit (^ebüreuDcv ftraff r>o\Uu 
faren. Jnngegen ben Authoribua, nnb baffelbig on mgefteCl 
onb onat^leifig; Dnb bte meil er arm, onb ber fed!el nit leiben 
mag, fol ^me nit {(taben, ba^ er 2 tag incarcerieret merbe, 
Dnb mochte er mer ftreffltcb gerieft »erben. 

b) .Horkiuiii iiuMlo mau iambt ^c^c^ authores fo liistoriaiii 
Faiusti cinjc^cii üiiD baiuac^ eiiu'it guten ilUlfe geben. 

') (Eine ber Sefd^iverben, m^t bama\^ t)njofllt(be (.^ommtffarien an9 
Stuttgaxt beim acabetnif(^en 3enat ooTbra<bten. .0. 
3cnat«bef(blttft über biefe SefdnDerbe. X. 



77 



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88 

1589. Stotionen' Company (1875) 

m 

1589. Stationers' Company (1875) 

A Transeript Of The Stegifierd Of The Company Of 
Stationera Of London; 1554—1640 A. D. Volume iL— Text, 
läitries Of Books To 25 June 1595. Entries of Apprentiees 

And Freemen, CallR On The JJvery, And Fines To 2 July 
1605. Ktlited Ky Kdward Arber. Assoc. Kiii^ s Coli., I^ondon: 
F. S, A. Editor of Tlu First pritit^f/ KtKjlhh \etr Ti-^ifo nh'iit, 
the Entjliith liepnitts, und The firsf Thier Kittfllsh HiMik.'i 
on Awerirn. This Copy is tlie [iroperty of Tlie Library Of 
The tnivt rsity of (ilasgow. Frivately Frinted, London: 
1. October lb7ö. 

p. 516. 

Ultimo bte ^ehruarii / [1589J 

RIe Jones Allowed vnto him for his Copie, A ballad i^ 
the Ufe atut deathe o/Doctor FFA USTUS the great 
Cunntferer. / AUowed vnder the hand of the 
Bishop of LONDON, and master Warden Den- 
hams haud beinge tu the Copie vj^ 

1591. Johann Georg Godelmann: De Magis 

H b 

li^fiunis Georgij Godelmanni L V. D. JJe Magis, Vene- 
licis Et Lamiis, Reete CognoseendiB et Puniendis^ Lihri Tres 
His aeeessU ad Magistratum Clarhsimi et Cefeberrimi L C. D. 
Johannis Aithmij Admonitio. Cum gratia ei priuHetfio Cufsq' 
rect Maiestatis ad decennium Fnneoforti Er O/ßciua Typo- 
graphica Nicolai Bassmi, MDXCI*). 

') Xic Disputatici Do Ma);is. Veuefiois. MuleHc-is Et Laiiiiis. Prrt»sidf 
loanno (rporgio (todelnianno I V, I) of in AcndomiM Rostt>fhinna I*rn- 
t'üiistirt". Rp««piin(it'nt(' Maren |{\ riiMMstfic, iiutiibvrg«;nsi. Ilnliitti Rostoohij 
XXVI Fcbr Hiini LXXXlllI. iti ("oilegio Frutrura. Francoiinti aU Moe-- 
nom, Exuudebat Ghrittophonw Coniinua. UD.LXXXUII enthält noc^ 
iii(f)td von MujI. ^. 

7« 



^uj ui.uo uy Google 



»9 

1091. Johann Georg («(xielnmnu: De Ma^iü 

n) p. 7. Uber I. 

p. 22. Caput III. De Prjestigiatoribvs. 

§ 1 7. Narrath depnBst 'KjiJsIoan^Fausti, et atterius cmusdam» 

p. 2«. 

17. Vidi pr%stii^iatores, ipii riives et pniiiias facere 
]HitutMimt. Ilac tVamle iniritit^e quoqiie fuit <M»Iebris loan. 
Faustiis siiperiori ( uln. rusti«;o iioh'Mti tle via cedere, 
»*((U()S cum currii (ievnrare visus: et aliiis (|ui cuidam Nt'iididit 
bene piiigues et ol»e.sos porcos, ipios cum t^mptor (iomimi 
abacturus in via per obiectum torreutem pelleret, sola stra- 
mina vidit defluere in aquis, araissis porcis, mox aliud inso- 
lentius inde nascitur. Nani redit ad hoepitium, qusesituras 
vendit^irem nebulonem. h in hoepitio, re cum hospita com- 
poaita, retro fornaeem, dormienti similis, atertit, aceedit ira- 
ennde emptor, heus tu impestor, ac pede trahit, pea totua 
aequitur, vt eximi videatur ab ipso corpore, miser bic atto- 
nitna «ttat, alter vni(|ue8 voriferatur de accepta iniuria, tan- 
dem res amiee eompomtur, et crure admoto, iterum suo loco 
refigitur etr. 

b) Liher Secnul/'s. De Laiiiiis. Franro/orti. DMXCI 
p. 'M). Caput IUI. An Lamia? J>c'opi8 Yel Bacvli» liisi- 
«ieiiti s Per Aerem volitare pu»8int. 
p. :V2. 

^ '^x. Hisioria de lohaune Famto. 
[i. 45. 

.H7 Prout uota est historia, de Apolloniu Thyaiineo ex- 
eellente Mago et Necromantici», qui Korn» cum apud Seuerum 
imperatorem faeinoria acfiusatus esset, et Imperator ipsum 
in earcerem conijdendum iuberet, e couapeetu Imperatoria 
disparuit, et a Daemon« PutaBoUs in Campaniam est deductus, 
98 vbi eo die conspectua fuit. Et [4HJ de loanne FauBto 
Witebergse temporibus diui Lutberi commorante, iiui {lallio 
inaidentes, non tantnm i[)8i, sed et alij sot-ij per a(frem ad 
m frmginqua regna deducti et baiulati sunt. Qiiod vero 
Lanii« pr*dicto modo per caminuni aut aliu luca aiij^u^tiora 
s< opis in.sidentes per aerem ad iiiüiitem Slorfeberg voliteut, 
hoc fabulosum esse asserunt, et quidem recte. 

79 

V 



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4<> 

1502. lit'i»rg Güdelmauu: Vuu Zäubereru (Deutsch v«m Xigiiiius; 



40 

1592. Georg GBdelmann: Von Zäuberern 

(Deutsch von Nigrinus) 

a— b 

l@on >^äubereni .pejren mb jl?nt)o(bcn / 3i^arl)afftiiKV i^»t> 
SBoK^ci^riinbtcr i^crid)t Ajerrn l^k'circiii i^>uDclinanni i bcl)^ln :)u'a)icu 
iJsiHtor imiiö iirofenoni in ber Aöo^en ^ct)iil ^ii :)Ui)'tüct) ' roie 
biejelbigcii 3uertenncn t)iib 3|uftraffen. ^^((en ^^caniptcu ]\\ mmrw 
3citten )do\\ mc(\n\ oiclcr üiu]lcicl)cr uiib frrcittigcii 03Jci)miui| / 
fe()r nütUidi v\u}[> uütl)H)cnbu^ ^luiün'en. ^vo1u!n^ aber allon lieb^ 
liaberu mit uoiiiuficu bc^ ;}lutl)ori0 o^ii ül>üiiict) öe^ red)ten 
^erftanbtö f \?ateinifct)ev ünb aubeier ctwae frembber 3i>orteu / 
aud) eimjefüt)rtcr (>)cbrdud) ' aiiffö fleiffigftc ü erteil tf(f)et / mit 
einem foiiberUct)eu ^Hat^jd)lag mt> bebenden gemetiret / aüee burc^ 
M. Georgium Nigriuum Jpefrt{<^eit ^ttperintenbenteit gu Q^c^^eU in 
ber SSSetteram. 2. Chronic. 19. Vers 2. IBnb ber mxii^ Jofap^at 
gebott bett 9iid)tern / mb fpra(^: €e^et mae f^r tl)ut: !l>aun 
i^v ^alt ba0 <ä)ertd)t nt(^t ben ÜRenfd^en / fonbern bent {^(l^atsm, 
m\t> er tft mit eudi im Q^tti^t ^arumb laft bie ^ov^t be| 
bei) eud) fein / SRnb fjätct eud) , Diib tliute , bann beij 
Dem .v>Cf:)i:)i'i)i üiijenn (^^ott ift fein ilinred)t ; nod) aiiidicii ber 
iNerfon nod) aniicminii^ bep (>k'fd)en(tc\ ^})lit :Küm. Slam. ^Hiaq. 
iiiiuik'i^icu auft u'Ih'u oi'^»" "id)t luu1lul^l■llrfcu bctVla^cI. iMoDnutt 

iyranrffoit am ^}}iai)n , bm(^ 'Jäcülaum :i5a||itum M.D.XCil. 
^. l. 2^00 1. ibiid). 

a) 8. 20. ^ad Iii. (S(M>itel. ^«on (^äucflem onb ^^er* 

blenbern. 

@. 2*2. 17 (Sr^jef^lung Dpn ber (^aucflere^ Joanni«! <^aufti, 
nnnb fonften eine« anbern. 
@. 2«. 

17 Csd) l)abe ©durflei gejc^cn, bie (Sd^nee unb Äeiff 
oühaiuu3 ^^^^^ mtt(f)en fönnen. $n biefcm Retina mar oud} 

Aaumi'J Olli ' . ' ^ ..^ ^ 

(>iäumct '^'^i^' bornmbt ^soanneo ^yanjtnö fnr bieler -^eit. I'er- 
fclbiiTic l)at einen 'i^auiineii, fo il)m iüd)t lüoUe aap 
bcm 3äJeö^' n)eid)eu , bie i^feiDe mit bcm ix^agen flefrcjfeu Diib ein 

80 



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40 

159^. (todrg Ctüdeimann: Von Zäubfrern (Deutsch von Nigriuus) 

avhmr fo einem gute fette @4»ein Dertauffte, ioel<l^ ald j!e 
ber ^duffer ^eim treiben nolte, Dnb fle auff bem Bege bur^ eine 
^Mi trieb / »erlol^v er bie ^vmn, \mb fa^e nur €tromtf4 
ba|in fliffen: ^araug bafbt nod^ ein [2t)J üugint)0^nü(t)erd entfielet: 
^ai\n er febret rtiiberumb jur .V)erber(^e j jufuc^en beii S^crfäuffer / 
ben 25ö(ciiiil)t Oaidbige legte liit) in ber ."oerberc^e binber ben 
Zfen ' nad) Dem erö mit ber 3iBirtiii aljo angelegt / üiib id)nard)te, 
aU^ mann er 8d)licffe: (^et^ ber Ääuffei ]0\in^ hin^ii ünb jprid)t, 
hiii T^u betriegev uiib geuc^t l^n mit bcm ^riu iiicl , luclc^er il)m 
iiann foliiotf ' bcnctifc jlin ^ al*> nmitn fv ihm Denfelbigen i»om 
^cib abri)jc, uiiö jtuuöt ber arme Iropfi gaii^ erjdjrocfen : Sct)rei) 
ber auber mit bem einen ^c^encfel ober |ein empfangenen 6(t)aben: 
^nbtUf^ mirbt bie <Ba(S) gütlich oertragen, Dnnb wirbt bacf ^e9tt 
»Iber on fein jD^rt geriet ttnb angemacht, 
b) @. 157. 3)ad II. 9ud|. 

@. 193. ^ad im. Kapitel. Ob bie l^n()olben auff Sdfeu 
onb @te(fen ft^ent, bur(^ bie Sufft tliet)en f5nnen. 

@. li>4. 38 Apiftoria »on Joanne i^aufto. 

;n; ^i^iiD oiftlid) büjj biiimcileu ber ienffel bie >^diiLHncr biivd) 
Die ^.'iifft in ferrne \?aub führet. 2)ann weil ber leiiffel jo 
Itarcf üub fräfftiö M*t ; üerneinen nidit bie uoigemelDte ^oc* 
tiuei? Da§ ber Icuffcl ntcftt cttran bic 6diit>art?fünftlcr ' fo 

37 [iil) miUiglid) mit l'eib üiib ^eel it)m ergeben t)aben, in bie 
bö^c führen fönne: 3i^ie ba befannt ift / bie .v>iitoria Don ^Ipollpnio 
S^l^annaeo bem berü^mbten ßöuberer onb €d)mar0fünitier / loelc^er 
ald er $a füom hOfm Stttfitt 6euero jelner ^belt^at tjalben Der« 
flagt n^orben mar, onnb ber ^ei|fer i^n ^ieg tnd Sauberer vom 
@ef&nrfnfi( »erffen, Derf^loanb er bem ^e^fer für ^euffel gefftfirt 
feinem ®efi<^t, onnb warb Dom Sleuffel gebn i^nteol in (Eam* 

38 paniam gefitt)rt. ba er am fefbtgen ^age gefeben morben. 
Snb oon Joanne ^anfto / ber ^nr ;^e\i l'ntberi fid^ Sittettbcrg 
ein jeit lang hielt, melcf)cr m(t)t allein felber, fonbent and) anbere 
fetnc ©efeUiii jo auff feinem ^.\'antel t^ejefieii, buid) bic ^^ufft 
tu frembbe ^aubt ge|ül)rt Dnb brad)t Ijut. 



Tille: F»BsUplitt«r. 61 



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41 

1598. 8t«tiunm' i'otnpuny <1875) 



41 

1Ö93. Stationers' Company (1875) 

A l raiKS(rij>t Of Tin* ^>?e}iifteri^ Of The ('ompany Oi 
Statiüiiers Of l.oiitltui l.'>')4- UMU A. D. Voluinc II. — Texf. 
Kiitries Of Bonks To '25 June 1*>1>5 [Entrics oj Apprentices 
And Freenien, Calls On The Livery, And Fiues To 2 July 
1605) Edited Ry Edward Arl)er, As80(^ King s Coli., L(»ndou; 
F. S, A. Editor of The Fir.^f printed EmjHüh Xiir Textument, 
tbe EhtjUxh Reprints, and The first Three Enißish Books on 
America, This Copy is the property of The Library Of The 
Unlverstty Of Glasgow. Privutely Printed, London: 1 Oeto- 
ber 1875. 

p. 640. 

rtijto bie Stotiembrt^ [1593] 
<*utbert. Bnrbye Kntred for hi« <*opie vnder th [eh] andes of 

hothe the Wardens. T/ie xeeonde Reporte of 
Dorf OH, ■ Jons FFAUSTrS, irith the emle 
of H AaXKRs liß 

4*2 

1594-1602. Philip Henslowe: Diary 

Ä— a 

I Ik' hiary nf IMiilip I li'iislnwf, Fnun 1591 T<» liidl». 
Printed Ennn The Original .Manusrrifit Preserved At Duiwieh 
Colleue. Editt'd \\\ ,1. I'ayne Collier, Es(j., F. S. A. l^ondon: 
IVinted For \\w Shakespeare s^ouiety. 1«45. 

I». 4-.>. 

a) [4J] 'M) of sejJtembr li>J»4, Hd at Doeter Fostose Uli' 

b) [43] \) of octfibr 15114, Kd at Docter Postas XXXXIIII» 
e) [43] 21 of octobr LV.U, Rdat docter FoBtusl5»4 XXXIII 

d) |44| 5 of novembr lo»4, Rd at Docter Fostes XXXVIII« 

e) |4:>{ 20 of uovembr 1594, Rd at docter fostes XYIll« 

f) I M; I H of dei^embr 1594, Rd at Docter fostus W» 
8;) [4(1] 20 of desembr 1504, Rd at Docter foi^tus XYIIb 

h2 



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42 

l'ÄH 16U2. I'hilip llc.islowe: i)iorv 



h) |4(;] '27 of flesembr 1594, Rd at docter fostes 1 II« 

i) |47| 9 of Jenewary l.')tl4, Rd at docter fostes XXIH 
k) |4sJ »24 of Jenewary 1594, Rd at Dm-Wr fostes XMIII« 
1) [4,s| s «)f fohreary 151>4, IUI at D(.cter fostes XVIIIh 

m) l'tl] M of :i|.rell i:)i):>. \U\ at fostes \Wh 
n) |54J of .limt* I.V.K'». Kd at diM-tdr Kustiis 
o) |')»;| 11 of .>e[itiiit)r 15!>'>, Kd at dfu tor fostes XXXVII» 

p) I '>7| '2() of sei>tiiilir l.V.»5, Rd at Docter fii.stes Xlll« 

q) |<;4j 13 of febreary 1 51):>. Rd at fosstes XXV« 

r) |(;7| 19 of apreü 159f;. Rd <it l)o<-tor fostes Wh 

») :> (»f niaye laiX!, Rd at Dor.ter Fostes XX« 

t) [«2| 28 of October 1596, Rd at Doctore fostes XWH« 

o) [8-2] 4 of novembr 1596, Rd at Doctor fostes XVH« 

T) [88] 17 of Desembr 1596, Rd at docter fostes IX» 

w) { H4| 5 of Jenewary 1597, Rd at docter Fostes V* 

X) I J [between Oct 1 1 and 19] Rd at Docter fostes 0 
j) |2*2S| l^ent unto the coiniiaoye, the '2*2 of 1 

novmbr 160*2, to pave nnto W'm Birde ...... 

and Saiuwcll RonvI.'V. for th«T adiryuues 1 
in I)mter Kostcs. tlie sunit' of 1 



8) p. '2~i''K hnvejdary ta» :k<'u of all the [iropiTties for my 

Lord AdiDcnilles men. tiie 10 of Marche, 1598 
j dragon in fostes. 

p. 279. Index. 

'> (Tin loeitcrcr anncblitftirr (^intta^ *PU to Thomas I)ekki«rf the 80*1) <»f 
iK*fl«*inl»er, 1Ä97. for adyryons to Fotuttu» (wentye shellinfppiif and lyv« 
«hellinjftn morc for »/ jtmtog fo Murbn's Tamburlaw. so in all 1 saye 
|ia\.|«' t\\«'iityo ty\<' f<h<'llinj(o.s' ; ficil f«aicllH' wraUviU'lHT ill iVilU'llt ^'oCrtV 
'Vhf Hislorv nf hliiy:lish Druiriutic lV»f>trv To Tlic Tinic of SliHkcspear»': 
AikI Aijuals ol Th«' Slagc To Tlio Ii« --t« inition. LimkIoh. Murruy. IH.'H. 
Vuluiix« The Third p. IIU mit Dcv biiilcitiiuö ciiDnOitt: TIiiti- ait« tliree 
piec<Hi of evidmiee lo ahow that NatIow waa the author of Tamburlainr. 
the Oreaff two of which har« never yot been noticed. The must con- 
eluaive is the subsequent entry in Henslowe's M.8. IHary, preserved at 
Uulwicb (College, which escapod the eye of Malone, wirb büxdh bcn voll' 
fkänMgeit ^Ibbnuf bcc- Jaiv'bu6c« .wns>Ioirc§ ah:- Aalfdiuiui criPiofen, wie 
lAüti üort)cr ^ur(1> W. a. iilarncv in HMitfm rataloLnu» <>\' tlu- Manuscripts 
and Munimenis ol Dulwirh College ^C^cigt loprbcu uuir. ^ JO. 



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43 

Um 159H. Payne Collier: Meiuoim of Alleyii t^l^l) 

Faiistus, Dr., a play, by C. Marlowe, 4J. 48, 44, 45, 4«>, 
47, 48, 51, 54. )H. 57, «4, «7, 08, «2, «4, i>l — addition» 
to, by Birde aud Kowley, 22«. 

43 

Um 1593. Payne Collier: Memoirs of Alleyn (1841) 

Memoirs Of Edward Alleyii. Fouiider of Dulwicb College: 
Including Some New Particulars Reepectiiig Shakespeare, Ben 
JoDson, Massinger, Marston, Dekker, etc. By «f. Payne Collier, 
Esq., F. S. A. London: Printed For The Shakespeare Soeiety. 
1841. 

p. 19 — 21. Inventory of Alleyns theatrical apparel in 
his owB handwriting, preserved at Dulwieh College. 

p. 20. [unter: .lerkings And DubletsJ*) 
17 FauHtus »lerkiu, bis cloke. 

44 

Um 1595. Henry Harington: Nugae Antiquae (1779) 

SKtja' Aufi'jiifr: I'xmmu A Misr»>ll;meous ( (illcction Of 
Original Papers In l*r<>st' aiul \ i rs»-; Written in the Keign.s 
of Henry VIII. Queen Mary. Elisabeth, King James, etc. 
By Sir .lohn Harington, The Translator of .\riost<i, and othen» 
wlio lived in those Tiiue8. Selected troni Autbentic Kemairn» 
By the Rev. Hen. Harington. A. M. Of Queen s College, Oxon. 
And Minor Canon of the Cathedral Church of Norwieh. 
A netCf correetedf and fuhrgerf Edition in H eot». Vol. II. 
Non Fotes in Nugas dicere plura meas ego Quam dixi 

Norimm esse XihiL Martial. I^ondon: Printed for 

J. Dodsley, Pall-Mall,. And T. Shnmpton. Bath. MDCCLXXIX. 

p. 154. 

A Treatine on Playe, By Sir Johu Harington, Never 
Printede. Of Playe. 

M I^aj J^erjeiilHiie i)at oier tlbteilungeit: Ulokes, (lowne«: Antik«' 
8utes; •ferkins and dubleU: French Hoae. üS). ^, 

84 



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45 

159t». Jeau Jaques Vnecher: Lm Beeret« 

p. m. 

And of the other side 1 have obaerved, when some of 
the better sort bave by my perswat^yon (for putting in practyse 
tbff» eoimteTfet gaming) playd good störe of golde and siltier, 

rat mg it for the present at the 10 th or 1*2 th peny, so a« 
abuve ;i noble or a ryall was not in eommoii aecount tu be 
l(.st at a Kittinge; yet the vulgär Im holders did holde it for 
the iioblest and royallest play they had seen; only iiiarvellinK 
to gfe surh snher (Jentipmen play so mueh in an howr as 
they wear not vsed to spend in a weeke. Now, yf the 
yrreverent doctor Fawstus, or some such grave patron of 
great play, showld protest this to bee an intidlerable cosenage 
and dis- [334] honorable abuse of the beholders, and witb 
»ome Cbeeter-like elloquens, deride tbe weaknes of the con- 
ceyt: — 1 answer bim, tbat 1 no way compare with bis rare 
and well stndyed invendons of stopps, of euts, of points, of 
marke, of BÜpps, of lays. of eetts, of odde in betting, of 
eliirrs, of by-men, and low-men, of {l^<ll familiäre, andeneh- 
lyke; wbicb I am baalfe aehamed to narae, beeawse it sbews 
I am not so ignorant of them as I owght to bee: all which 
cunning, if great play were suppressed in owr common orde- 
iiaryes. w(dd bee as meerly left and forgotteii (thoughe it 
bee now stndvt'd and pra*'tysed rm an exzellent niisterie and 
scyence) as Uemetryus (K'<'nj)ati(tn of making silvtT shrynes 
for Dyana was hiudered by the Aposties prt^aching of Chryste. 

1696. Jean Jaquez Vueeher: Les Secrets 

Lee Secrets Et Merveilles De Natvre, RecueilHs de diuer« 
Aatbears, et diuisez en XVli. liures, Par lean laeqiiez Vueeher, 
de Ba»Uf Mededn de Cdmar. Tradniets en Fran^ois, et corrigez 
oatre les Impressions preeedentos, seien la traduction Latine: 
Äuee tne Table ire»^mple. A Lyon« Ponr Tbomas Soubron. 
et Moyee des Prez 1596. 

p. 31 Livre II. 

86 



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i6 

1596. Bütn«r und Steinhart: Epitomo Historianim 

p. 44 Cap. Y. 
p. 5L 

11 y a en Suisse vn magiden assez cogneu, qui se vante 
de remettre et restitaer les membres du tout brisez, aussi 
aisement que s'ils estoyent legerement froissez. Mais Y ay 
peur que ce ne soit voe vaine arrogance. Or les choses que 
fo)it les magiciens par enchantemens sont dignes de grande 
admiration, quand ils empeschent les aetioos de corps naturels 
ou (les animaiix: lomme Kuustt». (|ui lia les bcmrhes ouuertes 
et beantes a certairis pay.suii.s yurt'j>. <|Ui Uiis(»yent i^riiud bruit: 
de maniere (jue depuis, ils .se teiioyent siiiis dire iiiot. 1^ unuire 
de Venus est aiicuiies fois empeschee par v.v moycu; le feu 
lic <lt' luaijiere qu'il ue peiit brusler, et la tlnxioti de sanj^ 
aire.stee: ainsi I'oii ainas.se ou as:>einbb> Ics ariimaux, comme 
les taupes, les serpeu». ou les oiseaux; ia vertu de ceux-la 
qui veulent blesser on ofTenser est empeschee. En ceste 
Tuesme mauiere. le[8] marcbans sont lie^ les ioueurs au gain, lea 
larrons, les fouldres etc. pour Ia seurete : et plusieürs autrea 
choses, que Vuler estime en partie fabuleuses, en partie 
digne de risee, de maniere qu*il estime qn'elles doiuent estra 
rapp(»rtees plustost aux illusions, ou a vue mescbante eredulite, 
qu'a vrais miracles. Mais i'ay peur (|ue voulans estre credule, 
nous n^encourions le vice d'incrednlite Dit mesme» 

4« 

1596. Bütner und Steinhart: Epitome Historiarum 

a-d 

K|)it<>me HLstoriaruni. T*a6 ift: (^J^riftlidic t»nb furfec bc= 
|d)veibinu^ riii'Iov bcncfroirbii^cr AMitorini mib C^A'mpcl bcnbe^ ber 
I)cr)Iigcn v>d)iif|t joiDOl au(t) anberei iiUcu oiiö ncroeu iietjreni oni) 
^cribeuten > mii> joubeilid) bercr [o fic^ me()rei' kiiü jnncrl)alb 
o^frid i(xven zugetragen mh begeben, ^arauo 3u fetten / mie je mb 
all mege ben frommen j^re ©ottedfurtibt onb ^ugenb reid)Iicb 
betonet / bargegen bie (dottlofcn wegen i^rer 6ünbe i»nnb Safter 
Qremlt(b geftrafft luorbeu. @rftU(b/bur(i) !D2. Solffgangum Siitnem j 



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4« 

1596. BQtner ubd' Steinhart: fipitome Uistoriarum 

iDc^Ianb i4fart)ernrin ber ^raffic^afft ^Kangfcld / na^ ben Adligen 
geboten rmh fteben Sitten be| $ater Dtuferd 3ttfainmeit« 
getragen. 3e^o aber anffi fßeme oberfel^en / mit Dielen nü^Ii<ten 
^tfiarten »erme^ret / nod^ £)rbnung ber filnff $au|)tftttff M 
^te^ifmi ^. Sitt^. bnb berfelben nfi^Kc^en Slu^legung gerichtet/ 
t»nb gebelfert / ^urc^ @eorgium €tein^art / Liener am lEBort ^otted. 
Fides Dei Victrix, Gen. 32 / iKit (S^ait Sdc^f. 5öefrei)l)un9. 
i?eip^i(| , üerlegung ^afob ^cle / 23uc^l)änbler»j ; ^ai^x 
uad) Cil)riiti Wcburt: MDXCVI. 

Sin fold)er (£(!iuiai tUiinftlcr üimb (>ia)t ift 
au(^ geroejen .Inhinmes Fau.stus. Da mir jagt johanm-s 
Philippus Melaiiclitlioii, gar ©ol befanbt feiner FuuHtuH 
tunniii Dou ,Hünblingen , ein fleinee (atäötlciii , bap 
nict)t »eit pon meinem 5i>aterlanbe ober ^^eimat »nnb geburtd 
8tabt 23retta ligt. ^erfelbige Faustus, bieroeil er CSracam in 
bie Schule gieng/ ^at er ftc^ bafelbft auff bte Magiam, bad ift / 
auff bte f^war^ / ober auff bed @(i|war^en fünft / Dnnb auff bie 
^euberep me^r / ale auff gute fre^e onb Ibblid^e Sänfte bepiffen. 
!Denn ju ^racäm ift »e^tanb bte gauberei) gar gebreu^U^ gc« 
nefen / onnb man ()at fte alba dffentUd) protitirt onb gMejen. 
tiefer 3auftu6 )og ^in Dub t)er f)erumb / onnb gab 9id ipeiffagen^ 
önb offenbarcue betmüd^er Dnb lunboit-tener binge für , bat aber 
fet)r Diel iöubcuUiul iiaul) lemc i\1)iuarl3c lu'^or Dco (Sdimavtu'U 
It'utcle fünft ' {icübet. er 311 iscuei'>iii feiner s\\\\\\x ciu 

bet'onöern ÜKciftcrftiirt unb @cf)an:»i^iie( beiiuMicn muib bartl)uu 
molte bat er flcfat^t er roode binaiiff geu «pimniel fUeben barnmb 
iiam \iv\xx jciii Prarceptor iiiib Ü)ieifter ' ber leiiü'f m\h 
hibret ibn empoi aber er juplaget unnb jnmartert jbn in ber i^ufit aljo 
fet)r bap er jljn bernadi miber (^Jotteö boben on bic C^rbe ftür^te / 
bap er mebr ali^ über bie t)elfftc tobt »ar. 35o<| aber ftarb ber 
ieujfel^fopfr auff btgmal nt(6t. 

iDiefer Sauberer vnnb @4nMir(htnftIer Sauftud/ Famtun 
ift gar ein f^enbti^er bbfer SSurm / ȟbe Bestia eioaea 
Mb dn Cloaca ober @ubd vieler Sieufel onb böfen myitorum 
®cifter geiüefen. 6r ^at pd) fret) onuerfd)ampt au9 Diabolorum 
8d(^tfcitig!eit i onb lÖgen^afftiger Ieufelifcf)er bog^eit bürffen 

«7 



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46 

1596. Butner und Steinhut: B|ntoine Histoiiafnin 

rbütncn ' allce glücf pnnb [\?(\ }o ber Äenferlirfie uub Äneg^» 
Dolcf in ^^elj(t)lati2) mh joiiften befotnmcii mib erlangt bae liette 
er oUed bur(^ feine {(^^rt^e Shinft ünb ßaubereQ »ege gebraut. 
'X^xi ift bo(^ fa gar eine grobe / greifpid^c / leichtfertige »nnb unuer» 
{^amjptt Sügen geweft. D bu 8ügen ^aul. muffen wir 
mnb ber S^gcnb ttiQen fagen / onb al^ie eitibrittgetr ./.i»nb fte 
toarncn / ba§ fle iti^t balbe fold^en lei^tferttgen r^umr^&ttgen onnb 
mlogiten )rauerf(^aitt^ten beuten auPle / glauben gebe / Dnb ^ 
betriegen laffe. 

Cornelius @ben btefer «yauftuei t)at aUeioege be^ ftc^ einen 
Agrippa ^mh gehabt / baft wor ber Teufel / wie bann fener 

lei(l)tfertigcr iBubc bei ba t»on ber nictitic^feit aller frenert .Hiinfte j 
De vanitate artinm, gejc^riebcii t)at aud) einen .punb l)atte / 
rceld)er mit jm i)ciuuib lieff / aber nickte anbere l weber ber leib» 
l)affti0e leiifel war. 5>iefer Jyanftu^ ' alc^ er gen iiNittenbcri^ fam i 
were er auö befe^l bet^ homen (Sl)urtiir|teii A>erfeoii AofianM ge- 
fangen ninib eingejogen iiiorben ' mo er nid)t aue bem wege ge^ 
Ilgen önb entrnnnen were. X'eogieict)en were j^m and) 3U 
'Jäirnberg wiberfaren in feiner Jperbrige, bo er nidjt ftc^ eilenb^ 
baiion geparft / bann ale er fanm ^attc rcctit angefangen jn effen / 
onb bad Wttagdmal 3U galten / fe^et er mächtig fe^r an fc^wi^en / 
onnb fte^et atö balb t»om ^if^e auff / bejahtet bem ää^irte wad er 
»ergelt^ l^att onb i^m f#lbtg war / ^r war aber faum re^t 
für bad S^or ^naud fommen / ba famen bie ^ef^er onnb jßfittel / 
i^n 3u {n^en onb auffgu^eben. <Sr ifot aber enb!i<^ oom i^enfel / 
bem er gebienet / fein $en(ferdlot)n betommen. IDann ben Ie|ten 
tag feine! (ebend er in eim Sßirteljanfe auffm 3)orff in 
^S^ürtenber. Vanbe gar traurig getcffen ' ber '^i>irt aber wil feinen 
Waft/ber jm lüil.Ue faft aiif|iiuuucni in\0 luftig niacl)en / rcbt jix 
an I »nb ipnd)t: .v>err / w^'t' fi^t jr alfo traurig / »nb l)abt 

gebanrfeu feil / bae ift ewer brand) Dnb gewonbeit ni^t (bann er 
jonft gar ein leid)tfertiger ^ fcbänblic^er 23nbe / önnb eineö mu 
3Üd)ti0en fiiffetinm iebcne iDar alfo bafi er etlidie mal mcgcu 
feiner ün5ud)t önb geilijeit bie er in ben iiUrtel)euiern triebe Dnb 
obete / fa^ were erf plagen warben) ober a^net eud^ jrgenb etwae. 



M 1525—1531 2). 

«8 



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4« 

1596. Bütner und äteinhart: Epitoiiie UisUtrianim 

l^anff er faft traurig geantwortet / oniib gefagt : - 9Rdn lieber 

[35a I 28irt ; 2?ieie 9la(^t foit f^r eu^ nlt^t füict)ten f ob |l)r fc^on 
groe frad)cn nub crjct)ottcrn bce .t>aufeö ftören it)erbct. iHlfo ift 
e6 tieniüd) Pinb '3.Vitti'inaii)t an ein fradjen ; eritt)ütlein üiuib 
fnarfcii bce .N>auieö gegangen Daj; c.? i^cpraffelt / ale gel)c aüeö in 
einen bauffeii. T*ecl morgeniv exaiiftiie nit^t finbet / unb 
am bell febbern t)erfür fried^en iinl ' Dnnb nun balb am ^iittai] ift / 
baf; man fpeijen fol ' rtimpt ber 'li>irt etlid)e |id) ' onb rächet 
mit juen in ^auftu0 gemad) mi> ^d)latfamme( f barinnen ei jein 
itofament önb l'ager ^atte / ba finben fie j^n in ber .Hammer / mit 
t>mbgebret)etem .v^alje ober Slngefidite / tobt ligcn i onb hatte jn ber 
Seufel aifo omlpge^raf^t / onb i^m etiblic^ {eineu ^o^n gegeben. 
F. M. in Manl. üb. I. pag. 38. 39. 

b) Sl. 3(ia 

142 3" «V^alberftabt j^jiad) ein foldici .Hüujtiei- (ift 

awa^i an aüen entmeber Jo^annee lentonicue / ober ^aujuiiö geroefen) 

r^rtfn. "i^ad) bfm ^ffen iiiajd)et bic Jpenbe ; 311 2übccf ©oUcn 
toir jie troctnen. Kpitome i^utueri. 

€) m. 4d7a 

43 @o ^abe i4 aud) ge^dret / ba0 iVaufluS 

Maftai Sittenberg ben 6tubenten mb einem ho()en SRanne 
IRadu» % fiabe ^»ectorem/ 2^li)ff em/.^ereulem / 5lencöm / Samjon / 

^I^auib vnD auDiic i^icuu ' bie bann nut t^ranfanicn i^ibciDcn Dnb 
ciujit)afTtii(cni (Me|id}tc l)ciiui i^tiian^en / iribcruuib ticn'd)nMinben ' 
Dnub ioUen (n>eld)ce [437 hj i'ntljcrne nid)t gelobet) ba^unal and) 
AÜi ftli(t)e iserfouen barbeq gcjejjcn / onb 3Ugeje()en ^aben. Ibidem 
vt »upra. *) 

@d ift oud) broben in ber 43. ^all / be^ ^. jo^anned ^ufti 
gebaut mte er ebner maffen etlichen ©tubenten / vnnb anbem me^r 
^be ^»ectorem , ^l^ffem / .t)ercu(em / 2lle^-anbrum Wagnum / Heneam j 
€amfon i ^»awib / onb anberc priefentiret / onb bargefteÜet / bie 

bann mit granjamen i^cliaDen ünnb crnitl)afftit^eni ge)id)te , üle 
rocien fie leib^afftig / eijdjieucu onb tjcijui gegangen ; onnb bar« 

'I Xieö b('^k\)t fu^ auf Kpitome Butuch. ful. Ilüa. ^. .ö. 

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47 

1597. Jacob Ayrer: Ififtoriaelier ProcMtua Juirii 

nad^ u>ti»eruin6 oerf^nunbetu maffen er bann aud^ bie fdftdne 
$elenam aud (^rie^enlatob / berer f^tne in ber SBelt i^rer f<^5n^t 
l^alben / oerglei^en getoefen / atö letb^fftig bargefteUet / »eld^ 
jd)önt)eit ftct) aud) ade ^ufe^er ^öc^lid) Dtnounbert l^ben. $tem / 
ttod) Diel me{)r wunberiid^ (^bentfieior (at biefer gauftul ange« 
lichtet / bie l)ic 311 ei3el)lcu umiötig: 

1597. Jacob Ayrer: Historischer Processus Juris 

a— c 

Iffiftüiiidicr iiiofcpiii? Ivris. Jn rocld)ciu fid) Vucifcr über 
Jefum baiuuib ba^ fi jl)me bie -ocllen ^erftört eiiu^iioiiicn bie 
gefangenen barauf; cilöfu unb Hiuiction ihnen iilucifern gefangen 
önb geljuubcu l)übe / an ff öde aller Ijcfftigeft betlaget. iTarinnen 
ein ganzer ^rbentli(t)er i^ro^ep non anfang ber Citation bi^ 
auff bac (£nbtnrtt)eil inclusiue, in erfter unb anberer in.stantz, 
barju bie %t>m »ie in CompromisRen ge^anbelt oirb / einuerleibt / 
au4 atterlei) 64nfften / ®eri(^tdgebrftu4 / laramenta onb i^flii^t 
(JommissioneH, 3^0c>tt'^l^^^ / fanqit allen anbern Acten onb 
Actitaten bem $rocc§ get^örig / in etlii^e onberf(^iebU4e Capita 
abgetdeilet nnb 3U enb bei) einem feben berfelben / bie bar^u bien« 
lid^e Obseruationes onb Notabilia, mit fl^ren bar^n get)örigen 
J){ed)t6 grünben nnb AII*-t(aten begriffen ünb ]ii finben fein / 5>er« 
lUciaicii ui liud ^iiiiorn nie au^gangen ' ben (Meiid)ioid)uiOern | 
I'r<i( iirntnrn, Notarien ünb ber .ictireiberei) uernjanblen nberaup 
uiUUhI) öienftlid) ünb lieblidi luiffen. T^nrdi Xacob 3li)erern 
beiiber J)ied)ten Doctoron tmö Ailuocaten in 'Dhirenberg. Sain^t 
cinciu angel)encften uollfoninienem 'Kegifter. '')}^it fonberlic^en 
3{öm. SX€V). Wax). iUinilegien ünb Ai'ei)t)eiten, anff 5cl)en Ja^r 
nid)t nad) ^n trnd'cn / begnabet. (^ktrncft 'grauctfort am ^ai)n / 
bur(^ SHcolaum ^affaeum M.D.XCVli'). 

') ^sn ^c^ ^lU'^i\ülH'n ir.Ol, Kiol. iflOT un^ liMl ftchcn t>k i?m itclieu 
3. 47", 475» \ii\i> 4.s:{ ,s4. ^\in i'Heaijrcr h^^ct fidi ^ür^: ^auitibi mit t>m "Mc* 
Vl)üitüpl)ilc 47i» uut» "JDü'pljüitüpOülce roctür Bauiti (iJcift, 47*.>. X. -v». 

1H> 



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47 

15U7. Jacob Ayrer: Uistorbeher Pniccsüua Jurist 

a) 6. 473; 

... in hm fo funtt Sudfer ber ^ürft / t»tib bra<!^t mit fymf 
ftli(f)e fetner flcJ)etmbften 'Kaht als ben Antarot, Satanam 

Mephostoph eiern, Die luipfniigcii ^elial uui ^iDljcv reuerentZf 
^ogen i^rc .put lein ab . . . 
I» lg. 47'). 

Mf j>h«.^foi,/,,'les jpracf) id) liabc mid) lange ^cit bep Ihx for 
Ftnisfo i^clialie» / bei) ime niib nicl Doctnribus aUer tiu-ultet mi 
gefetjen alfo ' bau id) niid) jelbft gai fiii ein fingen Icuffel gc* 
galten wie ee bann aud) ein fünftlid)ö ^euffel^ meifterftücf gcweft / 
beul id) bemfelben gelerten 2Belttoeijcn D(»ctorem mit meinem 
blamen bunft / Dititb bioffen laruenwertf / fo fünftlid) r>\\\h ben 
(Skn^re^ gefä^rt / bu aber ^lial mtrft Don biefer SRe^tferttgung 
jtt fe^enbd / {e lenger / fe fluger / {a bu fumpft ba(er / imnb bringft 
on0 frembter fadjen / nie ed an ben @eri((ten / an ^bffen / in 
Stdtten ^in vnnb miber .^ngel^e / fo oiel für I bad mir eben ba 
fteljen / mie beß ^Nerfei) Der^auberte Steine ®'o^a\ j onnb alQ menn 
mir feine HDJeuler betten f |ebo(^ ^ab i(ft no4 cincef nitftt öcrgcffcn / 
bu halt üor gejagt i bcr .vionii) Sa/onion, \)ab bir gebotten bap bu 
in icd)o iDod^en ! beine tiruuamina appellationis folft einbringen / 
man juic aber wie bu jagft , öurd) beinc iiborrctttt Cnmpulsnridl 
-öricff / bie A?anb gefpert ift ' fo fauii er ja ju i'r<>sr>ii(ii unij 
beiner (ipjM'//atwn feine ^^^cit jefeeri jonberu fte^t in beni geroalt 
bee ober r)?id)tcn" W y^/rw. Ohm l)ab id) In obgebaditci^ Faui^ti 
^hfteu ^ü(^eni gelejen / bae ein fatal ein gangee jar jet) / bar» 
innen einer feine appellation prosequirn fönne / onb bae ee beu* 
nod) nic^t in beg ^ic^terö a quo ^kc^ten ftel^e / folf^ed im 
fSLtä^Uxi gefe|t /o^a/ bem appellantem ab3uffir|en f morumb leftn 
bir benn nur fe^d SBodjen fc^en / 
e) iS. 479. 

Mepho9topheles fpra(^ / ja ic^ mir biefe grauamina ge» 
fallen / aflein id^ bin berid)tet \ bag man am @ammergerid)t in 
Appetlathn 8ad)en / nit ^roepm«! arficuHm borff / fonber bajl 
ein jeber bcr ifmun-t rnnb bcjd)auTt fei) ' feine articufata allein 
pff oiu inüt)l cniibriüiu'ü uuiife / barunit) i]! fid) rool für ,11 kIhu 
ba^ roir ,^u [-In>| bicjcin maljl allee roae iniv ein bringen 
^abeu uic^t ba^inben iaifeu / onnb onjer :)ie(^t begeben. 

«1 



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48 

1597. Augutttiii I<ereheüner: ChrütUch Bedeiu-kei). 3. Auti. (1888) 

1597. Augustin Lercheimer: Christlich Bedencken. 

3. Aufl. (1888) 
« — j 

Augustiu I^ercheimcr (Professor H. Witekind In Heidel- 

lieig ) l lul Seine Srlirift Wider Den Hexenwuhii. Lebens- 
{rt's'f^hichtliches Und Abdruck Der Letzten Vom Verfasser be- 
sorgten Ausgabe von l,')!»?. Sprarhlicli Rearbeitet Durch 
Anton ßirliüger Herausgegeben Von Carl Biaz. Strasäburg 
.1. H. Ed. Heitz (Heitz Und Muudel). 1888. 

e [ij. 

^t)rittUd) bebencfeu ünb ennnerung t»on 3auberei), li'ober, 
UKUl, mt> mie t»ielfelti0 fte fei), toem fte f(l)abcn fönne ober nic^t, 
wie biefem lafter $u toe^ren, mh bte fo bamit begafft, betel^reit, 
ober att4 Su ftraffen je^n. 9htr Ott Demiinftiflef rebeltc^e, be« 
fd^eibene (ente, gefteOet bur<4 Augustin lercheimer Don (Stein» 
feibcn. 3e^unb gum britten tmb legten tnal geme^ret, aud^ titit 
gu enb angesengter »iberlegung etlicher irriger utetnung onb 
breüc^e in biefem ^anbel. s^|>cter $eQ ^ern^art ^Ibiit. 
M.D.XCVII. 

a) @. '29. 

^kf<^äbli<^ bod^ jünblid) mar ber poffe, ben So^* Sauft von 
j^nutlingen tnac^ete au ^. im wirt^^^aug, ba er mit etUc^eti jal 
Ditb faufft einer bem anbem ^alb onb gar an^ ju, mie ber 
@a(^fen tmh au<^ anbeter ^eutf^en gemon^it ift. ^ fm nun 
he^ mirtd jung feine (ante ober bed^er ju ooH f^encfte, fd^alt er 
jn, brbmete jm er möDe jn [reffen mo ero me^r tl^ete. ^er fpottet 
feiner, ja m\ freffeu, f(^en(fte im öbermabl doH. 2)a fperret 
^uüji \cu\ maul auff frift jn. Qrrn)ijcl)t iDuiaud) b^i tiihd iiiit 
bem tülRiaffor, fprid)t. aiiff einen guten biffen geljört ein gnter 
trwnrf. janfft baj aud) auf?. Ter \mt lebet bem ga[t crninid) 
3u ei jül jm feinen bieuci miber oerfdiaffen, ober er loöU jeben 
mne er mit |m anfange. Jvauft hicfi in ^ufriben feijn onb fiinber 
ben ofcn fcbatoen. 5>a lag ber jung, bebete oon fc^rerfen, mar 
aQer nag begofjfen. ^a^in ^atte [:iOJ jn ber teufet geftoffen, bac^ 

9:2 



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4H 

1597. Augusfiu Lerchoiuier: Christ lieh Hedenckeu. 3. AuH. (188Ö) 

iiNiffer auff jn geftfir^t, ben 3it{et)ern Me äugen bezaubert, baft 
f!e bouc^te er mer gefreffen Dnb bal n^affer gefoffeii. 9$iel meiter 

hat bcr mönd) (Arfurt ba« moul aufföetl)an ba er auff bcm 

liiaiift öiis? fuöcv beiu unt uhi.uu unö rop üeiidjiiui^, ba^ i)er 
bamr bar uad) biaufjen füiui ü)oi faub [tc^eiu 
b) S. 41. 

>?ie m\i^ idi aiid) uon eim .^aubeier, ber nid)t heniidi aber 
bodi bciül)mmt, ODm ,sohan0 samten ctiiiae ineitläuffiii mclDun(^ 
t^ttti, baju mid) D€rurjad)ct ein bud) bad von jm ein tecfer, er 
fc^ wer er njoüe, newlic^ l)at ausgeben, bamit fürncmlid) bic 
fd^ule onb f(rd)e )u Sittenberg gef^me^et Dnb oerleumbet. Saget 
bat ^ %^^f^ ää^eixnar onb ^^na geboren, |u Siittenberg 

er^gen inftituirt Magister artiom onb Doctor Tbeologi» 
gemalt: l^be bafelbft in ber oorftatt be^m eufferen tl^or in ber 
fc^eergaffen t)aug Onb garten gei)abt: im borffe ^imltc^ ein 
^Ibe meile oon Sittenberg oom teufet enoürget in bet)fet)n etlicher 
''3}Jaaitter ibaccalarieu »nb etubentcn am farfrcitac^e. T^if; a!(eö 
i[t bcfilid) üni) biibcUd) ciöiditct Pub cvlotu'n: iimc ii Daun auc^, 
bcr U'ftcr, joiiu- li'u^en ünb iiminfjculioir vainii cutDorfcf öa|; er 
fdireibot ^auft \iX} bei) bcu i^^hauen von :}lntialb geiuejeii üuö l)ab 
.ici^aiutclt, fo bod) biejelbige .v>crren nun über öOO jar Jvürften 
i>nD nidit Chanen fiiib: ben ?vauft aber ^at bcr teufcl erft oor 
HO jaren getiolt. Sie rejnimt fid) bi^:' 

f4-ij ^r ifr bürtig fleroefen aug eim (tedfen, genant Änüt» 
fing, itgt im Sirtemberger lanbe au ber^ $fdlt^tf(ben grenze, 
^r ein weile Mulmeifier onber ^an^ oon (Sidfinge bei) 
(Sreu^at^: oon bannen mufte er oerlauffen oon wegen be* 
gangener fobomia. ^ul^r barnac^ mit feinem teufe! in lanben 
omm^er, ftubierte bie ]d}n)ar^c fünft auff ber l)ol)en |d)ule 
(Sraco: Äam gcu fSittenberg, »arb ein Zeitlang alba at'litten, bi^ 
ere grob mad)ete ba^ man ju gefcnglid) moirc cDii^iebcu, Da 
inad)t er fid) Daiion. ."oatte roeber .'»>üu|; nodi ."öof ^ii Sittenberg 
ober ünDciriüü, luar uirgciit öal)cim lebte luie ein lottcibiibc, irar 
ein fd)moro{;er, fi'ap fauff fnb ernehrete fid) Don joiiu-v tiaiidclci). 
Ji^ie tonte er haufi ünb bor ^n haben beijm eu))ein Ibor m Öer 
jc^eer gaffen , öa nie feine uoiftatt getoefen onb berbalben au<4 
!etn eun'er tbor'^ auc^ ift nie fein j(^eergaf)e ba gerne jen. 

oa 



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4H 

1597. Au|(ttftiii Lercheimer: Chmtlieh Bedencken. 8. Aufl. (1888) 

lDa| man in foI(^er ^^niuerfttet einen folgen, ben 9)te(an< 
tf^m ein f4ei$^an| i^ieler teufet pflag ju nennen, folte jum 
^agifter, i^ gef^ioeige ^um Doctor Theologia' gcnta<]^t ^ben, 
ml^9 bem grab onb eliren tifui ein emige )ct)mad) Dnb fc^anb 
flecfe njcie, wer (glaubet ba^^V C^r ift Dorn tcufcl cmür^ct m 
ciin öorffc im lano ^ii ^ii^nimlHri] uid)t bei) ^IiMtti'iUnni^ ^ii .Mini- 
lirti, Da fein Dorff bee namene uirgcnt ift. T^enn nacti Dnn er 
au|5iieiifien, er niclit gefangen würbe, ^at er nie bürjfen gen 
äßitteiiberg iriber fommen. 

^sn iicnicltc0 borff fnm er an eim fcicrtacio ;n abenb be= 
flimmert Dub tmxd, weil Die ftunbe jm tiom tenfel jrem gebing 
nad) beflimmt, nnn türl)anben war. ^inbet im n)irti?t)anf; ein 
lec^e bamren ft^en mit groffem gefc^re^. bittet berl)aiben ben 
nrirt, bag er {m ein befonberd tdmmerltn eingebe. 9Ig nun bie 
bararen je lenger fe me^r fc^reien, begert er Don jn, fie tooHen 
gemacher t^un, feiner ald eine^ francfen mfcbonen. ^a machen 
fie etf befto mebr, mie bie bamren \)\icQcn mann man fte bittet. 
!Da beweijet Jvanft feine letzte fünft an inen: sperret ollen bie 
menler auff, Daj; )ie jil.k'u iniD i^affen einer Den anbern an, fan 
feiner ein aiort reben: ;^Mi"^en imD Deuten ^nv fannuer anff ben 
(\ah, her mv\ folte jii bitten, Dafi er jnen Die menler unDer lieffe 
,^ngel)en. Tae i^eidiihet mit bem iH'binc^, Dqö fie tiinfort ftille 
fein, rarnnff nia(i)en fie fiil) alsjbalb banon. i]n mitternact)t 
^örct ber min ein Gepolter inö sanften jcl)lafffammer: finbet jn 
moriiene baf? jm ber balji mar omnu^ebreiet unb ber fopff öom 
bette ^ieng. ^a onb alfo ift ber ^auft Dmmfommen, nid)t bei) 
Wittenberg. ^Dad ber ledfer Dom Aarfreitage faget, b^t bie 
mei^ming al0 mann in ber fd^ule alfo (^ottlog t>nn rn(t)loB bie 
iugent erlogen mürbe, ba| fte aud^ an |4aj fo (^eiligem tage, ba 
man ba6 leiben (Sbrifti betradften folte, bem teufelifd)en l^anbel 

:?lnbere eitelfcit Ififlen t»nb tenfelebrecf befi bn(t)e laffe id) 

üuiv'ieiiet; Dicje habe ki\ barnuini ani-ieu'iiH Dao nüd)e fel)r »ev= 
brenfu unb betrübet, mie uiele andere etiiliil)e lente, bie molDer= 
biente bodirhümlidie '(bn!c, bie feli(\e Wänner l'ntbernm iUjiliiH^nn 
ünb anDere öermafjen ^« idieuDen: Darumm baf^ id) andi etnuTn 
ba ftuDiert l^abe. )h.^eld)e jcit uo(Q beq Dielen ba bicjed jauberc^ 

94 



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48 

15U7. Auguüün Lt>rohciiucr : Chriatlich BcdtMicken. 3. Aud. (^18H8) 

t^un In 0ebed)tnu^ imir. @l ift jioar ni^t nmt mh fein 
munber hau jol(t)e fc^metjeidjrifften t>on böfcn Icnten unfer rcitgion 
fciiiben aupflei^i'beii mciDcu: Dae aber iü ein tniflcbiiilid) Dii^ 
Dnb 3ubctlüi]i'n , ba^ aud) Diticic biiditiiiitcr Dovffcii ohne id]cui 
»n& !cham jüldK bü(t)cr auipiiiiiuni LMl^ i-jcmcin madn'ii, ^a^l^•cl) 
cbrlirtu" leiite öerleumbet, bie füniMUiiU' iußcnt, ^ic [ic ^iihauben 
betommt, i^cäri^rt Diib angeführt iinrD, \vk \>w arfcn, ^^u iiniufdien 
(öobei) fict) bann Der teufel balb lejt iinbcn) üuö üenuct)en ob 
fie bergleic^en munbertDercf !6nne nad^jt^un, t>nbeba(t)t mb tinge» 
achtet nmd für ein enbc eo mit rauften Dnb jeines gleidien gc* 
nommen ^abe: bag gef^wetge ba| bie f^bne eble fttuft bie 
tntifere^ bie one oo» ($ott gutem gegeben, bermaffen ^um 
böfen mißbrauchet mirb. fe^ gnug oon bem. 

c) ^. t>l. 

XIII. 

^Reiten onb fahren bie ^e^en anff bb(fen, befem, gabeln, 
ftöcten. )um wo Heben oub ;tum tan^ei^ 

^?ln Der teufel bor nifiiiilicii Icibo foiiiic vub pflege otiuaun 
öon einem ort ^um anbern ^iifiihrcii, be5eugeu ot)n felU aemclbt 
gefct)ict)te üom meib, Dae er in .'önubegeftallt üub lauff fül)rete, 
üiel anbere erempel, \o mi üon bcn bofen, alf; üon beii guten 
gfiftern. 3[If^ üon bem (^ugel, bev ben iirovt)eten .Jpabacuc fübretc 
aug bem ^übifc^eu lanb gen ^ab^lon, Dnb mtber ^nrucf. 3^em 
Don bem geift, ber ben ^^iltp{)um mcg rücfcte, na^ t^em er ben 
temerer auß ^tl)iopia getaufft Ijatte, onb ju Caesarea gefunben 
marb. ^ix lejen, ba| ber teufel @imon ben sauberer (beffen in 
ber Sipoftel gef(^i<4ten melbung gef(t)i()et) bab 3U ffiom in ber 
lufft ümmber geführt, nnb jn fallen laffen, ba(^ er ben A>alf; ^er* 
brad>. :}*>ie er bem Jvauft tbete ^n 'l^enebig, ber aber mit Dom 
lebtii Canon tarn, ou .nalborituii ui £aci)icn war oiu gclcl)rtcr 
tl)iiiiiinpraff , "Jjofianneö vSaronicuüJ genant, ein groifer fct)n)art^^ 
rüiiitlor, bor üor H(K) jaren gelebt, ber bat in ber (jA'>riftna(t)t, 
Mwnw ein jcber i^füff mag brei) ^JJeffe tt)un, bie erfte gobalton 
.öalberftatt, bie anber ^u ^IWeint^, bie britte ^n (5öllen. (!fin 
gar roolbetannte gejc^ic^te iftd, Dor fünfftjig jaren gej(f)et)en in 
ber Brandenburger marÄe ju (Spanbam, bag ein mirt für geriefte 

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48 

1597. Augiistin LiTehfiiiier: ChmtUch Bedeiickeu. '6. AuH. (1888) 

eim Ianbcitned)te gelb oerleugnete, ba( er im oertramet ^tte mff 
3U leben. SerleuguctI mit biefen tvorten, |Kib ic^^, fo t)ole tnid^ 
ber tettfel. 31 1^ balb enoäf(|t jn ber böfe getft, ber ba jugegen 

ftuuö m'iQ ein mcnfc^, filteret '\\\ bauon. 

^d) l)ab>} jclbe üon eim ^aubcici Qe))bvt, öap ei \ani^i aukuii 
DO« 91. auj iSachfcn t^cn inuip me^v alp hmibert meile ?iir 
t)0(t)^eit mtnclabcu c^cfalneu fct) aiiff eim maiucl, babeii fiel) aber 
balb iiiibcr bauon gemact)t, ba ]k i^cnicrcft, ba^ man im nial 
mummelte, roaö bae für gefte meren, m bie t)erfämen. l^attc 
marlict) bcrfclbige sauberer rote angen, bic er DiUeict)t Don foI(^em 
fahren befommen. ^Ijo fu^r jvauft etnma^I in ber fagnat^t mit 
feiner gefeUfd^aft, nac^ bem fie ba^eim nac^t geffen ^tten, jum 
f(|lafftrun(f au$ ^etffen in Sehern gen ©al^burg M bif^op fetter 
über jec^^ig meile, ba fte ben beften toein tnincfen. $nb baber feQer« 
meifter ol^ngefe^r hinein tm, [(>2J fte alg biebe anfpradft, ma^eteii 
fie ftd^ miber bauon, nameit fn mit, bi^ an einem toalb, ba 
fefect jn ^vauft auff ein t)ol)e tl)anne, onb Itc^ jn fi^en, flog mit 
ben feinen fort. 

d) ^. H). 

X^er ün5Üd)tige teufelifcf) biibc "^^auft l)ielt (id) ciu lucil 
[8(;j 'l\>ittenbor(i, mic oben gejagt, tarn etman ^um .öerrn iit)ilippo, 
ber la^ jm baiui ein lauten te;rt, jc^alt inib Donnaitet \u, bnn er 
üon bem bing beijjeit abftünbc, ee murbc jönft ein bö}; enb 
nemmen, ivie ee au(^ gej(^at)e. dr aber ferete ftd) nid)t baran. 
9hin »are einmal »mm 5ef)en ü^r, bag öcr i^^ilippue aug 
feinem ftubierftübiin ^erunber gieng ^n t\\^, mar Sauft be^ fm, 
ben er ba l^effttg gefc^olten |atte. ^er fi^ri^t miber 3u fm: l^err 
$|ili^pe, jr fahret mi^ adernai mit raupen »orten an, willd 
ein mal ma(^n mann jr |u tifc^e geltet, ba| alle b&fen in ber 
futften jum f(t)ornftein l)inaujj fliegen , baj jr mit ewern gcften 
n\d)\ 5u effen merben baben. 5>orouff ontmortct |m .öcrr isl)ilippud: 

foltu mol laffen, id) fcbieffc bir in Deine fünft. Unb er 
lic^ ee and): (^i? tonte ber icufcl Dem bciliiicii man loiiic fiulie 
nid)t berauben, ivie er ben l)od)5eitlid)cn gijlen iljete, üon benen 
juuor gcjai^t. 

(fin anbcr alter (Mofft^-forrfitiger manu uermauete jn and), er 
jolte ficb beteren. i^em jd)idte er jur band^faguiig einen teufet 

m 



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48 

151)7. Auguäliii Lercheimer: l'hristUch Hodcuvkeu. 4. AuH. (IbWb) 

in fein jd)lafffainnier ba er bett g^kn^, er jn jd^retfetc. 
(McJ}et ummliei in öci Uuuituv, fröd)et mie ein fam. 5)er manu 
aber mar iiuerfcl)ro(tcn, ml ßcnift im glauben {püttcte feiin, (rt) 
lüie ein üiiic nimm mb gcfaii(\ ift bat« einee (fiigelü, Der im 
.V^imiiui iiut)t bleiben fönte, ift Don lue^eu jeiner l)offart bafj er 
(>^ott iileid) fein molte Darauf} c^eftoffen, iiefiet jeb in Der lent 
t)eujer oeriDanDelt in ein jan? eim nid)te irerDen menfdieu 311* 
tr^illeu Dnb ^u bienfte k. 5)ainit jic^ct Der c\eift roiber !)cim ^nm 
mu\t, flaget jnt loie er ba empfangen m\b abgeioiefen fei), ^l^olte 
ba md)t je^n, ba man jm feinen abfaU ünb mi^etl oenoei^ nnb 
fein barüber fpottete. 

e) 8. III. 

3ur ^eit ^. iintl)erö »nb ^i^ilip^i l)ielt fidi Der jct)ii>artj* 
tünßler Jröuft, wie obgemelb, ein »eile ^n ii^ittenberg : Dae liep 
man fo gefc^e^n, ber Jpoffnung er ȟrbe fid) ann ber let^r, bie 
ba im f^mang gieng, befel^ren Dnb beffern. aber bae nidit 
gef(^a^e, fonbern er auc^ anbere oerfiibrte (beren id) einen ge^ 
fannt bamal^ alt, mit eim oerfrämmten maiilf mann ber ein 
Isafen motte i)aben, gieng er in malb, ba fam er im in bie .^nbe 
gelauffen) t)iep jn, Den ^vauft, ber Aiirft ek^n^^^en in gefengnnf?. 
.Hboi fein (\cift marnete in, Daß er Dauon fam. "V'OW Dem er 
nidit laiui Daiiuul) i^rcirlid) getöDtet lüarD, alp er jm uier üuD 
5tt»en^i0 iar geDieuei l)atte. 

f) €. 131, 

^enn mann fi<^ bie armen blöben meiber einmal mit bem 
tenfel ^)aben cnngelaffen, ob fie gleid) iet)en ba§ fie ton |m bc* 
trogen finb Dnb betrogen werben, förtf)ten fie fidi Docf) miber öon 

jm al',iifail(.ii, ^aiuit er fie iiidu idneitc, jiuMi iMiiU'madi id)a^c:^ 
onD lei]D antlin. 'l!^er oielgciueltc ^\auü l)at jm ein mal für> 
genommen, fid) ^n befetnen, ba tiat jm ber teufel fo bart goDioiuet, 
io bang gcinad)t, jo erf(t)re(tt, baß er fid) jm aud) aufro netu l)at 
Derj(t)ricbea. 



Tille: F»iiatiplitter. 97 7 



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41^ 

151^7. Ilciiiiiiig (irossc: ^Jagira 



49 

1597. Henning Grosse: Magica 

Magien, Seu mirabilium historiarum De Spectris £t 
Apparitionibus Spiritvvin: Item, De Magicis et Diabolicis id- 

cantutionibus: De Miraculis. Oraculis, Vatic;iiiij{>, Diuinuticmilnis, 
PiiU'iliftiüniljü.s V isioiiihiis. lu-uclutiuiiibus. t*t aliis eiusfiiorli 
multis ac varijs praest%iis. ludiltrijs et iiupostiiris maloiuiii 
Daeiiioiniin \Ahn II. Kx I'rol)ati> et Fiele i)imiis liisioriarum 
si riptoribiLS Uiligenter (;oIIecti. 1'>1>7 Islelnae, C ura. Typis t;t 
Huiutibiis flenuingi (iros^ij Bibi. Lips. Cum Priviiegio. 

p. n;4 h 

Johannes FAVISTV.S, turpissima bestia, et cloara mul» 
forum J}i(tboforMmf Vacodaemonetn canis »pecis circutmluxti, 
WHteubefifit, cum etiicftm prlncipiAy de eapiendo ijm^ promul- 
tjtttum eitsetf euasiX Sh NorimherflHöJgaet cum pransuru^ 
accubtthset, (testuare raepttf atathnijuc sofueHx fiottpiti qwul 
dfiMidff (fhljf. Vix jtortis ftfreumts erat, mimnt firtoresy et de 
en hifjuirnnt. Fath tandetn rrffentibun, cum in jxiifo Wirfem- 
hcfiftitsls /)t(<'(ifHs uio4'shts od nihil um sidcnf, ifinnaii(if ex <■(} 
hosff'S, (jiini nini i'in'' s ri/iisit /.s'.sV'/.'' I\> s iitiHi} it : A' iioff*' 
ti rr* Ii l ifi, cfminsi iiii/('ii/*'ifi sh'i /ithi/ii , tot t iisijiu itmuus ij/cissu- 
tioHtin and ins: Mmif in nnulai'i sno ej aniniis, iniii'raii iTruirf, 
iiimif. 'lulia uimituiti pranuia ^iulanas suis cuilorihuH soirt 
r^dderf. 

50 

1598. Samuel Meigerius: Nucleus Historiarum 

Niicleu8 Historiarum S^ber ^ufferlejcue liebU(l)e, bencfwur« 
bige onb toar^affte <*pift<>n<^n, a\i6 beit glaubiDÜrbigften, alten tmb 
ncmen C^ef(^t(f)tf(4retbcrn , in gemiffe Classes t»nb l^ocos Com- 
munes ^nfamnten i)cpgen. ^nrt^ M. Samuelem Meigerium 

') ^ ber tpiitercn ^U9(iabc in 3cbe,): Uagica De 8pectris £t Appari- 

tionil'us Spiritum 1)' \\itiriniis. Diviimfinnihus etc. Lii^d. Hulavorutii, 
Apud FranciMMim Hackium Anno IHä«. )tei)t b\€ ^U\ic Lil>. L 200 p. 21». 
^. .\>. 



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I5H8. loanneti Sfulletiis: (Tründlirher HeriiUt 



i?far(»emi p fi^orhtorff In .>>olftein. 1)er brittc Jlieil. ^Darinnen 
t>on aüerlianDt (MCttce ^Kutben mwh straffen, aiicl) luin. bce 
^lenjctiliclioH Vcbcue, i\liutlii1)cm nnb rini]iiutlicl)cm ^iui'lauDe. aud) 
poin loöic uiiiib Sterben {^eliaiiDclt aniD. (Meövurfct ,>>anH)ur0, 
Durd) Theoddsiuüj Wdldcruni, MI).X('Vlll 

4>ae T. a^ucl). C^ap. ix. !!»•>: 

3« ftlcid)c üiifinniöfeU tu'vicie Fuustus ba»5 fiommc finöt 
5?enci)ig aud^, 5er licj [t(^ aud) ücrnel)incii, lüic er o^nc gcbern 
piegcn inoltc, ba jcDerman bem fpicl ftdit, ftürtjct er herunter, 
l^nnb bricht ein bein tnpoa^f boc^ bietoeil feine seit no^ ni<^t 
defommen vnnb er no4 ni^i audgebienet, fant er boma^len, mit 
bem leben bauon, big fein glag mar aud gelauffen, ba ^erbracft 
j^m ber ^euffel ben .pald. 

51 

1598. Joannes Scultetus: Gründilcher Bericht 

a~-d 

Arttnbli^er ^ertd^t $on ^QubereQ onb Zauberern / barinn 
biefer ßraiiiamen ^enfi^en feinbtfcligc»? unö fd)äublid)C0 l^ornemen/ 
onb »ie C^i)riftlid)er Obrigfeft fbnen 3ttbej\cflncii ilir :}iH'rrf ^ih 
i)ini)ern i auff^ubobcn üiib ^ii Straffen ijobiiic oiiD moi iUiHilut} 
fct). ;>lUcn sitünbcn bei :}i'olt in Wemciu onb lonbcrlidi ^lMl 
liohcii iMib lubcni 'Ttnii^tciteii Uütl)iuciiöic\cr uad)rid)tiinii inio 
rtdiici ;'liiune;nh'i)i' Dinilid) i>iib niit^lid) ^ii Icfcu iHiif; (>U)ttlid)oii 
imb Mci)jerüd)en :Ucd)tcu > fiirl5 luib orbentltd) crflüvct :c. 4>m'd) 
.I'»aüuem Scultetuin Westphiilociimensbin. i£ampt einem Dol» 
foninieueii (yiib anrtel)eii(ftem rKec^iftcr. Wetntrft Üict) in 
ber (^raffd)afft Boime bei) 9{icolao (£rbenio. 
a) e. 59. 

vHlfo f)abcii lüir nun gmuiiam bcinicieu < ba\] üiiöci v«inti:;en 
ünb ;Mlteu / ^fänuem Dub iinnbein / (5ielertcn uuub :iNiigelcl)itcn i 

M iin%tl§ Unfälle, ^af> c« noit) eine frühere ausgäbe vm löO.'i ^cb:, 
^Ite i(b für unrichtig, bie Slue^tabe pon 1598 fidi niibt al^^ stDcite :?lu(' 
lade bejeic^net unb eine tlttf((abe 9m 1595 {t(^ tro^ mel)rtäbri$ten 3ud)en9 
auf etva 4(> 9tbUt»tbefen nti^^t bat auftreitien laffen. iT. 

99 7* 



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loannea iiicultetus: Gründlicher Heriekt 



iiiLUilic'tt'u üiiö .sloniiK" i>or umib iu ber C5l)ri)tcülicit je Diuiö 
aüjucgc (^Äubcrer üitö ;iaul)cri!i i^mih-iou. Daher mir caim geiiMj^ 
eract)ten föiuicn / baf; fpld)cr Icufclytrcct aiict) bif? aiiff üne iic= 
ftäubet fcn ' rnnb bin aiio Cfnbe ber "l'kit uiiDcr ben "^kitfonuncii 
^tc üunb £>a i^e^ctrelt inib cjeftrcumet bleiben merbe. 'l^or uiio 
unb and) nod) bei) onferm i^ebenrfcn jinb t>iel bapffcre ^mter / 
nm^ iftrc Ü)ef(^i(fliglett unb bafi fie geleite i^eut geioefen / an« 
langet / fo ml ald leichtfertige Seiner mb 2oit«xhühm I mit 
biefen ^av [60] oen Dber^ogen: ^Deren bte nam^affigfien ftiib 
9[Ibertu^ Wagnud / So^anned ^iHt^emiud / toeitanb Slbt au ^pan* 
heim / $enncu$ (5orneItu<$ iHgrippa Joamied ©ajconicud / S^^oinb« 
pfaff 311 A>ttlbei-ftatt / Joanne^ Söuft«« 2^. S« welchen i(h orbiie 
v&cotiim "l\>a(\nern / unnb I()urnl)ein'eni / mit jbrem 3liibaiui. 
Jcl) tLiu^k jolcticv luol iiielir nennen: lueil fie aber nou) KDcii 1 
Dnnb üiUeid)! fid) befel)reu uiüd)teu i ivii id) jljiee 'Jlameuö üerjc^oncn. 

b) @. 67. 

^tefe beg leuffele eigene S)iener jlnb brei^erlei): dtlti^e ' bie 
a((e^ nur ba()in richten / fie rounberbarli^e ©pifefinbigfeit i^nb 
(\io|fe Hnnjt hei für bringen I i^nb bod) baburc^ gehalten »erben / 

lüie iiuiH'inine ber illpt von >iDanbeim. 

bie nur t^tificii rcinni cutiveber auf; tuitjiucü 
anbern vH^ftill»^" ^^^'^ Aauitiiö o^er ^n ircm :ituU üun {»c\\} I 
lüie bie (ManrfkT. (*tlicl)c aber ru1)tcH '^>iuurui ^d)aben an / 
iinn iLiUl)eC' luiiu'iitUd) über lumiiffeutlid). ^^.Miicntltd) unD mit 
fleiß ale bie oHfft Ic^^en: '^^nipifientlid) ' bie ^h^abrfaiier , meldic 
ber Jeuffcl betrogen , baf? fie unred)t berid)ten / Dnb bamit obn 
ihren millen !änglü(f ermecfen. ^nb biefe le^te iNotte fchabet 
2anh mib is^euten am aQermeifien. 

c) @. 78. 

^sa hU'itt hat beul ialaa ^ngelaffcn ba^ er 
MaL4,rKK (C{^j.^jj„,„ (Mncd)Uii jclbit gefiihret ^^i^ie bielmehr 
geitattet er ihm iuia)ce lUnn i^te bof^hamigen ' fp fid) fiT!)ii>illig 
in feine ^)ejellid)afft geben nnnb ueilobnir ;Hlio bar er 6imon 
Eyi sipp. Hb. ben >^dnberer geführt mie (ri^efippue önnb iH)ilippuö 
:< CO sj)ie(and)tl)ün fd)reiben ^Ijo aud) ;Joan. 8aj:on. 

100 



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51 

l'il^Ö. loaniu's Si'uitrtus: (Trüiullieher Bericht 

d) @. 316. 

C^rftlict) irin^i t)ic )eliv gcftrittcii onL>oi bcii tMclchrten / ob ba£l \ 
^ii^örtlein ■ ;^üubt;iin / allein üou Denen / bic mit l^Jifft üiuü» 
flclKii / ober in c^emein pon allen ' bie (Räuberet) trei=^ ^.^ 
bni ^uöcrftelien jei) o^er iiidit. N^ie babcu bei)ben de Lamii», 
feiten ihre p^l7) (^hiniDc: :}i>cr liift liat ma(i baruon f*/;;. 4. 
Ifi'cn ^oannem JlMerum ; Dnb Xbomam (xraftum. Jd) Km^f. in 
öeijte^c ee benbe i>on Wifftfödjcn / r>n nb üon allen ^"^"y'^'- 
atibern fol<^eii ^^aubcrcrn / aie au SRope jeitcii bc» ^^^^^'J^^^' 
taxtUn geioefen. 3ett aber mb ^erna<4 mac^e» 7, 

ten bie Sauberer groffe nerbletibung J Dnnb Derfit^reten si2 et k 7, 
bo0 $ol(t mit falf^en Sttnbenoercfen / toei^fagten / Ltv.^. 
burd) innioonenbe ©elfter / i^öflelgejcljrei) au| ^rdu» 
men / auf, .pimmcle^eid)en fteUeten ^^cuffele ©ejpenft '^7/ //^' 
an ftatt ber üerftorbcnen fic^tbarlicl) iu]el)cn uub ratl)- /, sam. uh. 
3ufra^cii. //. de. 

!&old)e4: aber tonnen imiD tl)un nid)t pnierc .'öeren ; 
fonDeiu (^nüuctler / älHiliiiai^cr ' '^eidiuuiei miD an* 
bcrc befi ^aufti » :h>Qgeuei'e / TrithamH, iScoti 'Jiac^folgei üuuö 
^ätgejellcn 

M Tic jiucite ^liFlvUU' von icn-i, Die bcu uial)iai ^nTTancrnamcn nennt, 
ciitQiUi Ott' üicr Stellen am iXujcilu'n leiten. ütcl ift foU^tM^^er: 

fKeitf(ben feiit^fetifie« onb i(t|änbltd)ee ^Sontemen / vttb tote (Sbrtftltc^er 
Cbngfdt ; il)ncn ju beDe^tten / jbr äBercf ftraffen / auffatibeben • 9nb 
^nl)inbcm gebul^re / vnb lool niödftd) fei). ftUcii 3tätiben ber ^elf in i^e- 

iiiiin vnb fonbcrlidi ^o^ l)o()en onb nibcni Cbriiifcitni ^^üiiprcdiovn unb 
?lmpt: Dinu-rn xv. nothuH-iiMacr ''uiduidiiinu^ üub rcditcr xHni^>t'>pfli\K bicnlid) 
rtu^ niJßlKli >u icicir. v'tiir, (""HUtlidini uiu^ sU-in'alittH'n ^Hcditcn , fm\i pnb 
on'^intlirti crflarct :c. fiutti Aiit«»iiiuru IViuMonmn, :Wattl)c-:> 2ctinl^icn "iiicilanb 
i^uriUT'ö ^ur vippo nailu^cianoncn Zo\)\\ bef5 ^ii>ürt>3 ("»^ottcv '|>rcbuu'rn. 
iainvt einem Dolfonnucncn ju Iriib ancjcl)anötcm .'Hc^iiici. oktrucft ju 
Vidi JUK'II. r. A 



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52 

1599. Martini» Delrin: Disquisitiones Magicae 

1599. Martinus Delrio: Disquisitiones Magicae 

üisqvisitionvm Magicarvm Libri »Sex, In ires Tomos 
Partiti. Auetore Martino Delrio Societath Jesr Preftbytero. 
Tomas Primus. Lovanii, £x Ofiicma Gerardi RiviL Anno 
M.D.XCIX. Cum Privilegio i). 

p. 102 Liber Seeuudus. 

p. 158 <^ii?p8tio XII. Quhl magi rttfeaut circa esfcnta 

seii Jorfftnar hoHti Y 
p. 1()7. 

Sic fnrt t'aiiia Faustum et Aci'ippani .Mauos. « inn itcr 
fact'n'iit. solitd.s litiiniiio.^ ad ix-uluni siiim-os in [W^^l «liuersurijs 
mnnerare. i|U(»s <|iii n'copeniiit, post pauciüoä dies curiiuum 
frusta vel {<criita vilissima reperiebant- 

Index. Vol. l, untn F. 

Faustus magus. liw. (i. 

53 

1601. Stationers' Company (1876) 

A Trariscript Of The :)u\^iiiort^ Of The Company 
Statioiiers Of [.oiulon hUO A. I). Volume III. 7V./7. 

Kiitries Of Hooks To II ,luly KiiO [Kntries Of Freemen To 
Der<Mnl»er | [Siueession of Master Printers In London 
15^<6— Kilited By Fdwiinl Arher. Assoc. King's (\dl., 
London; F. S. A. Kdit(»r of The Firf^f priHfefl funjUsh Xnn 
Tfistamentf the Emjlhh HepriuH, and The Jirst Three thujlinh 
Books on America. Thi^ Copy ifl tfae property of The Library 
Of The üniversity Of Glasgow. Privaiely Printed, riOndou: 
1 July 1876, 



M $on bcn foictenben fme^aben enttialten He Stelle, Mejcm(ie van 

Mopmit l«>o.i. II. XII. p lai: Mogunt. 1'Hk;. l. |.. ^»2: Mogimt. 

p. 141H: Mouiint. 1Ö24. p. 14«'; Vciieüis Hi,"i2, p. III»: Caloiiiae 1«79, 

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51 

l<i02. Philipp (.'anifrarius; Operae llurunuu ^>llWisivarum 



p. 17«. 

7 Sanuarij \im\] 
TbomM Bnsshell Entred für hU c-opye vnder the handes 

of master Doetor BARLOWK. and the 

Wardens a l>o<>ke called t/u jthtie oJ 
Dnrtor FAUsrrs yj^ 

54 

1602. Philipp Camerarius: Operae Horarum 

Subcisivarum 

Oper« Horarvm Svbei»ivarvm, Siv«» Meditatinues HiHtortcas 
Avctioref f/nam ante et/ihr. (Vintinentes acciiratuni delectinn 
?iit^iii«ir;iiiilimii Historiaruiii. et reriiiii t;iiii veterum. tiuaiii 
rt'r«-iitiuni. siwgiilari studio inuicem ciilLitürum. tjua^ oniuiu 
lt < torÜMis et v!)( rein aduKKluni fructiini, vi liUeraleni pariter 
oldertationeni atferre [)<>terunt. Centvria IVinin tum 
Iii t/ irr /ortfp/f'fisülmo. PhiHppo Camcrario I. F. Ivmconsvlto, 
Kt Kei Pvp. Noric?e a Con-siliis, auctore. Cmtt [fititUi et 
Friuilfiifio Ckrsar. Mtiifst. ml (tfrrnuhnn. Francofvrti, TypU 
loaanis Saurij. itnpensis Petri Kopffij. Aono MDcli. 

Caput KAX De Menippeis arooribaa et alüs praestigiis 
memorabilibu». 

p. HU, 

Apud 008 adhiic (vt Scymoum Tarentiniim Philistideai 
S%Ta<*ii8iuin , Herai litum Mitvlen»nm. ouos |>rap- . , 

' AtMfllilMIS 

st ii:iat()n's |na>t:iiitis.sirnos et elejiantissinins teni- m, ]»j 
polt' Alfxaridii Mairni fnisse Ieü;iu»ü.'^ [Uiiti reaimis) ta|i. in. 
iiutmii .-st. \\]\vr pra-stigiatores nt nia^ns, (pii «ii|»ii<.so|ih. 
patrnni iinstrnniin memoria innotuermit. (Mdt'lire nnuit ii. itiupti r 
mirifieas imi>osturas. et fascinationes dialiolicas, aciejitinn tuisse 
lohaanem Faiisturn Cundlingensem . «pii ( racouia' mairiam. 
vbi ea oltm publice docebatur. didicerat. ad<M) vt ex plebe 
propemodum uullus reperiatun qui non aliquod dnctimentum 
eiu8 artit« commemorare possit, illique eatlem ludibria, (\ü» 
modo de mago ßohemo dtxiinus, aacribantur. Quemadmndum 
auteiD borum prsestigiatornm vita similU fuit, ita vtt^rque 

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l*W2. Philipp (.'anicranua: Operae Hor«niin Subcitivarum 

h<»rreD(lo modo in viuis esse desiit Fausttis enim, \\t fertur, 
Lii>. 2. et a Wiero recensetur, in pago ducatus Wirten- 
cap. 4 bergici inueutus fuit iuxta lectum mqrtuus, inuersa 

facie. et domo praecedenti nocte media quassata. Alter 

autem, vt paulo ante diximus, vinus a su» Magistro raptus 
est. H*r sunt pr^piiiiu diiiiia r-uriositatis iinpi;e et s«'elerata*. 
Sed ad Faiistum nMltiainus. Kqnitkiu ex iis (|ui liiino iin- 
postnivni pn»l»e nouenuit. iiiiilta audiui. (iiia^ tU^rlaraiit ip>iiin 
artiticrni Mairi»*:*» artis (si modo ars est, nun vaiiissiini 
cuiii}«njue liulibriuiii ) fuLsse. luter ali.i autem eins facta, 
viivm pr» c;eten». licet ridicuium videutur, tarnen vere dia- 
bolicnm narratur. Etenim apparet ex <m>, quam sulxlole et 
serio, etiam in rebuM quaB ludierie nobi» videntur, milie artifex 
ille saluti et incohimitati hominum insidietur. Merito igttur 
non ferenda *ssst eorum leuitas, vel potiu8 peruersa impietas, 
qui dum aliquam dele<:tatiuncnlam, vt ips;i putant, innoeuam 
qu^erunt, intereanou i)«'rpendunt. cpiod immemorea sarri f«ederis, 
cum hoste acerrimo (qui vel instar lecinis rugientU <*innim- 
ambtilaiiiio. vt sacne litera^ iios moiient. vel sicut feles, quaf» 
mai!;ii(t silt iitio. et leiiilms vestigiis aiii( nlis ohrepunt, iiisidiainlo. 
pnedaiu iiidefessii> srrtatiir). VikU* < In vxKst. dicit. Si ijeiitv's 
Hdriiil 'M. iioii lialK's. <ti!;e te pirs<'(|uaiitur. \ih\h-s principem 
gentium dialtoliim, i|ui liominem pHüJ {»erse(|ui nun(|iiam 
«essat) emn hoc, inquam. ln»ste a<*eiTimo saiutii« snae «juasi 
coUudaut et t x castris ('IIHISTI, vt [ieif»g;e ad Satlianam. 
LttWanttiis ^♦'^"^ iuduciis facti« transeaiit. Voluit enim DEVS 
lib. «. o. 4. cfui homincH ad hanc militiam gennit, expeditoa 
de vrn» puHu. in acte Stare, et intentia acriter animia ad vnius 
ho8tiK inatdias, vel aperton impetus vigilare; qui noa sicut 
periti et exercitati du res solent, variis artibus captat, pro 
cuiusque morihuH et natura sseuieus. Faustinam tgitnr de- 
«eptionem ferunt eiusnioili fuisse. Quum aliquando is apud 
iiotiis (|uosdaiij (liuerteret. (|ni de i|isiiis praestigiatriribus 
uetit)uilMis iniilta autliiitTant. ij petierunl ab co. vi aliipiod 
Kpt'riniHii «.iia- iii;i-i:f exliilaret. lloe (|uuiii <lin n*iMisasset. 
tandeni importunitate sodalitij. nenti(|uani sobrij vi(tii>. pin- 
inisit. e»e iilis exhibiturum (|uodcun(|ue expeterent. Vaaniuii 

1Ü4 



ItiUÖ. >>'uriiljcrger Theolijgcn: (TruittlUu'her Üerirht (ItiOlJ) 

i«fitur i'oiuseDsii petienmt. vt exliiberrt illis vitciii pleiiain 
viiis matiiris. riitaliaut autfin |*rii|>ter alienniti amii teni|ius 
(erat t^iiiiii cin a l)niiiiain) hoc illiim prarsfare iiiill<i iiiuiln |)ü>>e. 
Asseiisit Faust US. »-t pnnnisit iam iam ineiisa corisppctmn iri. 
iil qno«l ex[>etert!iit : sed hur (!oii(litione. vt oiniies magno 
»ileutio immoti pi'iestolarentur, donec illos iuberet vuas 
ctircerper«» : si Hecus facerent, instare Ulis pericuhitn capitis. 
Hoc <|uniii se fa^ttiros recepinseut. mox Indibriis .suis, hiiic 
ebri% turbie ita oculos et sensns praestrioxit, vt illis tot viise 
Diirae magnitudlnis, et siiccl pteiise, in vite pulcherritna 
apparerent, qiiot ipsorum adessent. Rei ita(|ue nouitate ciipidi, 
et ex crapula sitibundi, »umtis suis cultellis expe<'tabant, vt 
illoK iuberet rescindere vuas. Tandem qnum intos leniciilos 
aliqiianditi siispfiiNds in ipsonim vanissiino errore tennisset 
Faustus; subito in funmni alii iintc vitc vna < uiu suis vuis. 
^'•Mispeiti sunt sinjiuli trufiitts 1«mo vua\ (punn vnus(piisipie 
juli^st* vifl^Itatur suuin nasuni opposito siipHrm» rul- 
t<*liit. ita vt si (pii> iiniiH'iinir pr^ctM-pti «iati. iiiiussns vuas st-rare 
voluisset. se ipsuni naso niutilassct. Kt recte (piidcin iiii« 
aixidisset. di^nicpie fuisnent alia mutiiatione. «pii non ferenda 
niriositate spectatores et partiitipe« sata^eliant iilusionura 
diabolit'arum, (piibuii tiine {^ravisnimo periciilo. vel potius piaculo 
intereüse ChriKtiano homtni mm licet. 



00 

1602. Nürnberger Theologen: Grundtticher Bericht 

(1603) 

Wvunbrlid)cr ^cridit, mv von bcr -{aubcrci) luiö .>>iTcniucrcf 
\\i haltai ict): C'^infu'Hiiie iHiitiPort bor .>>od)(^clchrten Ilicoiogcn 
i>naD i^rl■^i.•a^teu \n tKünibcrß (roie fid) um cii^e i>ie uiitmülincbcn 
haben I aiirt ttcö ^Kabt^- ^ii ili^dflcuburö >iupplicatioii an Die l'-ltcrn 
.öcncn t\'ö ')iat}ty öaielb|tcn, mc pc fid) mit jl)rcu ,v>cvcn uevi^alteu 
l'oücn, Diinb irae Don bcmjclbic^cn in .'ocilii^cr «2d)riftt gegrüni)et 

^e^unber hwdii einen tieb^aber ber :&^ar^ett aUen frommen 
Dnnb getreuen t^berfeiten onb i^erii^teperfonen ^iitm mihev» 

105 , ' r * 



56 

1608. Philippe Canerarius: Bleditations Historiqaes 

vtdit in Iruct verfertiget, (^etructt im ^at)r ale mau ^e^lt nact) 
(il)nfti (Geburt 1603. 

Svl)scri|»s*'rvnt: 
M. Mauritius Heinigf Superintendens. 
M. loatinnes @d)el]^ammer, i^rebiger su «S. !8oren^. 
M. [^aurentius S)ttin^i>fer, ^rebiger gu @. @gtbit. 
M. Heinrieus Sdftmibel, $rebiger 5U @ 8e6alb. 
M. loannes ^auffmoim, isrcbii^er im Spital. 
Martinus ^aKinc^er, ^l^rcbigcr ^11 unjer Jvraumen. 

T^atum in OUh aling bcu 2(1. ^}Jici;eii, Slimo Hj02 
^. Hl. 

T^ap i'ic aiidi nui^cbcn üoü Dem 3liif^fabren, iDÖHen wir in 
feinem unntl) unD Dinuertfi beni^cn laffen, iniD möcl)te lüol fei)n, 
baf? luiv an^ etlict)er ect)H)art^fiinirler t»nb p)aiitHMiid)cn Icuffele* 
(lenoffcu, '^Jkmblid) bee Tlieoilalij Fausti Srhurnaij pon call%burg 
öub anberer (fjrempel berid)let moröcn, mie bcr 3icuffel mit etlichen 
fein fnr^aieil treibe, er fie in ben Viifften t)on einem ort^ ^nm 
anbeni fül)rt, loie bem Simoni Mago miberfa^ren, k. 

56 

1603. Philippe Camerarius: Meditations Historiques 

Les .M(Mlitati(»ns Historiijuos De M. IMiilippe ('Hineruriv.s 
Do( tc Im isconsülte. et ( oiLseillei au Senat ile Nnremherg, 
ville Iin|>t riale. Cüniprinses en deux volunn s. (nii roiitienent 
(leux ci'iits cliapitres, reduits en dix linit'> <'t nouueileiuent 
touriie/. de Latin en l'rauv'ois par S. Premier Volume, 

T.e eonteaue du(|uel se void apre» la l'ia-face. Qui metzle 
plaisir ave(- l ytilit»*. Des sinceres lecteurs louange a merite. 
A I^yoii i\)ur Autlioine de Harf*y, MDClll. Auec Priuilege 
du Roy. 

Vol. 1. Livre IIU. chap. X. p. 279. 
Athcncs, Sans nous arrester aux anciens enehaateura, 
Uli. 12. c. 18. comme Sdammus Tarentin, Philistides $yracusain, 
Heraclyttts Mitylenieiu et autrcs in.sigue» encliauteurs du temps 

106 



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TM 

1603. PliiUpiio (*anieniriu«: Sledttatlons lli«t(»riqu<'s 



d'AIexaadre le grand, de ]a memoire des noü peren a este 
fori renomme lean Faustus de Cu:idHgeiu Alemati. estrange 
eiichanteiir et magieieu entre les autres. II n'y a petit ni 
graod e& Alemagne, <|ui ne puisne faire itu(-l(|ue t-oiite des 
impo8ttires et illuHionH de (^e malheureiix, ()ai auoit apriiu) 
l'urt lU* Magie a ( racavv eii IVilrigu«*, un Ton »mi teiioit esrlM>le 
de ee teinps-la. Brief <• e.st<nt vfi Uml tel nuiistri' eti (iiaUU-t le.H, 
qiie e^" Zyf<» (|iii|iit'l iiuus ;uii»iis pailc ei dessus. Coimn»* 
ils auoyi'iit «'>te e<iiii(ijimiitii> du luaiKÜt iiiestier eii ieur vie, 
aiissi furent ils lecoiiipen.sez de mesnie en Ieur j^.^^ g c 4 
mort. I. VVier dit i|ue ce Faustiit^ f«it tmum* inort 
pres d'vn lict en certain village da la Uuche de Wirteniherg, 
ayaiit 1e ecd tords et niniptt, et la maiHon ayaiit este hrisee 
a miuiiict. Ce 80Dt loyers meritez par la ciirumite mettchante 
et du tout insupportable. 

Pour renenir a FauMtiiM, i'ai entendu de ceux qui le 
conoissoyent, beauooup de choses«. lenquelles muDi»trent, <iue 
e^estoit vn maistre imposteur et svauant Magieieu. a'i\ fatit 
a[)peller «cience Texei-rahle oeeupatioii d vii Ixunine 
vaiii et inalliemeiix par dessus tous aiitres. Kntre ees im- 
|Ht>tiires. i" en rfH-nntciai vih- ridirnl«* «mi appareiiee. iiiais 
dial»<diijiie eii tmitrs Portes. Car eile ilcscuuiire. rutiibicii 
liiieineiit et serieusemeiit, voire eii clioses i|ui iious .stiiildi iit 
piaLsaateif, leiiuemi eauteieux du genre tiumaiu es.saye de 
üou« niiner. Pourtaat e^it insupportalde la vanite. (»u plutf- 
tust l'iinpiete de ceux« qui cercliaut <|uel(|ue esbat et passe- 
temp.s, dont persoaue ue peut estre olfense, ce dinent ils. ce- 
peiidaut ue coiisiderent pas qulls laiHseat en arriere ralliaiice 
de Dien pour s'acointer d'vn irreconciliable ennemi, lequel 
toumoye autimr d* eux eomme vn lion ruginnant pour les 
deuorer, on aguette inces.^inment sa proye, ainsi que les 
chats qui ä patte close et naiis bruit dresnent embnsches anx 
(liselets i|u ils attrappf-Jit. A eause de<|Uoy ( lirysostonie disoit, 
Si ji's inesrliau.s m- i< «liseiit niot. tu as le l'riuce Hnm. i. ;i4. 
de> iiii'x liaii>^ <(ni |MMirsiiit riiniunie. saus iniiiais eesser. ',Mu? 
füllt ils autre cliusc. vcii iju ils ioueut eunune anx harres auee 
le furieux eimeuii de Ieur ^alut, et (piitteut ie camp de le.sus 

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1HU3. Philippe Camerarius: MeUitutiiMi:i liisloriqucü 

Christ, afin de passer en celui ile Satan, ne plus ne moiuB 
qne s*il y auoit trefues entre enx. C-ar Dieu ({ui a cree les 
hommes pour se troiiuer en ceste guerre, veut eoni' 

paroifstsent en leur rang anec les armes an poing, et ayent 
tousiours Vm\ (uiuert |)Our se doniier ^arde «les enibiiclies nu 
des assanx dcst omi.Tts de leur eiinenii r-oniurt'. le»|üel (ä 
la far«»n des «'\|H'i ts » t rii.se/ < liefs de guerre ) s aiile de diners 
artili^ es, des[doyant sa rage selmi (|u"il «tonoit le iiatiuel et 
rii»('lination de eeiix aiis<|iiels il court sus. (»n dit que 1 ini- 
po8tiire cie Faustus tut teile. Se renccmtrant vii iour ä table 
auec quelques vns qui auoyent oui beaucoup parier de ses 
Prestiges et tours de ])asse passe, ils le prierent de leur en 
faire voir quel<iue chose. II se fit fort pressen en lin par 
rimportunite de ces banquetteurs ^ tfui auoyent 1a teste 
esehanfTee, il promit leur monstrer ce qulls voudroyent. D'vn 
commun consentement ils requirent qu*il leur fist voir vne 
vigne chargee de raisins meurs et prests a vendanger. Iis 
enidoyent, estans an niois de Deeemlire. <|ue Fanstns ne 
|Miiinoir tüirc voir »*e qui n estoit point. L;i dessus il con- 
sentit IL leur deniaiuh', « t |iitiinit ((jih truif ;i 1 lu-ure saus 
!Mmir»M' de tnlde. ils v<MTi>yi.'iit In \iuiie desiree; inais u vnn- 
ditiou. «jue saus dire und. ni se honger de leurs plafes. tous 
atteudroyent (|U il leur cuuimaudast de fmipor et eueillir les 
grappes de raisins: (pie (juiromiue feroit antreinent estoit 
en (langer de sa vie. Ayans promis tous de lui obein sou- 
daiu Faustus par ses euchantemens charina de teile sorte les 
yeux et la fantaisie de ces banqnetteurs yures, (pill leur 
sembloit voir vne tres belle vigne, et en ieelte autant de 
grosses et extraordinairement longues gra]i|M'>^ de raisin. 
qu ils estoyent pour lors d* hommes assis a table. Chose si 
noiiuelle enflammant leur conuoitise. et tont alterez »le trop 
boire. ils enipoignent lenrs eonsteaiix. atten<lant (pie Faustns 
leur «'oinniandast de eonper ( t's gra ppi's. Lui les ayant teiuJe.s 
(pudipie t»'ni|>s en Mi-|H iid sur < i >it- vaine sorrellerie. en vn 
clin d oeil V(dla tont»- la vii«in' i t ses ijcrappes esnanouies. 
et idiasüun de ees l)il»erons peiisant au«ur en niain sa irrappe 
pour la couper, fut veu |'2^^1| tenir soii uez d vne main. et 



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UM. (Thomas Middlti..!») Tin- lii«< k.- H...ik»> 

\e coiisteau tranchant de lautre, pour le cuuper: tellemeiit 
qiie ifi i|uel()u'vn oublieiix du commaDdemeDt de l'encbanteur, 

fust lia.ste taut soit |hmi. eii «Ic vciulanmM* viie gra|)|n* 
de raisiii. ü se trainlmit !»• iit'Z Unit iiet. ('"»'st 
iiieiiti'yi'iit tels |not";iii»'>. (|i<;iit's <rantrr ?initilaf ioit i iicdr. inii 
purtez da (.»»rio.xite iiisiip|)«»rtable vtailoyeat auoir U'uv |)ar»>e 
teiiips (l illuj<ior»s dialH»li<|ue.s. aiis(|u«'llt's vii Clnestien ii«* 
peut assUter sans extreme peril. et iic Uuit ^ y trouuer uulle- 
ment. pour ce <|ue cela s appelle blasphemer et denpiter Dien. 

57 

1604. (Thomas Middleton): The Blacke Booke 

77re Blacke Booke, London Frinted by T. C. for leflTrey 
ChorltOQ. 1604. 

V- [1-'] 

tbeiT anothcr boore ovoniiui rcre=n>arb, tbere camo piiffiiu^ 
oia 0' iiai loouic a uillaiiuniö Vciitciiant luttbour a iniuD, 
Qy if hce hob bccnc uciu ciit boiünc, lifo oiic at \Va[ij)iim. aiitl) 
biy aiidi iMarteit' about \\VA\\ 'ülccte, iiil)id) filthn iiüniblcb 
iivo 0^ hcrrirks *)^ccfo!nuö : i)C l)ab a l)cab ot l)ai)rc litc lmu* of 
Ulli TiudU^ in I^octcr Faust ns, mbcn tlK olbe Ihorttcr (.rattt aii^ 
fiigl)teD ilH' i'UiDicncc; .^tie ^lome mao niabc of courjc 'Granne, 
a» ir all t^e Tsiowev hab bccnc boultcb out to mafc t)one|ter 
men, fo ruggebl^ moulbeb Witt) c^ope anb creuife^. t^at 3 toou« 
ber ^oto tt ^elbe toget^er, (ab tt not beene )>afteb »itl^ Didant); 

etyc brome« ietteb out life t^e rouiib cafement of an Slbcr« 
mann bining roome, w(ft(t) mabe ^ie e^e^ loofe ad if t^ei^ ^ab 
bcnt bott) bamneb tn l)ie Ifteab: for if fo bee tmo foule« ^ab 
bene fo farre funcfe tnto .^ett^pittee, tl)ci) woulb neuer (aue toaitt 
abroobe againe: Ate '^^oft^rillc were coufen (Germane! to C^tiroU, 
tt)oiu]t) of_ a 1 öfter conbitioii, auD of a morc rclciitiiu) l)iimour; 
.'nie (5i ouH'bhutc ^JJhi(hatoci\ rocrc almoft hälfe an C^ll fiom oiic 
eub to tt)€ oilKY, 06 rhoih^l) tt)i'i) ivoiilö lubijper t)im in thc eaic 
about n (t)cate tn a iuiüil)cr: anb hie juiholc üicc in i^cncrall, 
toa& more beteftablc ouglij tl)cu tt)c uijagc o[ mij giim isolier 

109 



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.'S 

1005. I)a\i(l 31eder: Acht ilcxenprcdigtcii 

CerbfTiis, !iil)ict) i()eiuoh that all bobi) [K]\i>i'v iiuio mat>c of 
filtlni I^uft, ant) ^€üiOk aihcc«: boiinie coiiiuciiaucc l)c hab, 
ttlt> if l)c ii^oulb haue looUc thiitn inilc iuto .öcll. anb jceiie 
Sisypims ruiiUiiu^, aiiD Kinn tpiiuiiiu^ oni> icelintv t^n»? in tl 
pai)rc of l)oan) £li;ipcro, jtorfiiii- Dciuiliiu^ aluntt l)io iniftö, 
anb \)k> rcab . ii^uttone lifo Jxovco üut of tl)cU" t^üice, l)e bc|jau 
iife t^e tnie (Sam{}iou of a oauUing ^oufe .... 

58 

1605. David Nieder: Acht Hexenpredigten 

^cjrcnvrebigtcu darinnen ij^t^n bce louffely ^))?orb 
.HiiiDcrii bcr -v^cfcii ij^nhülbcii i ;^uilHrii\ten ■ ^radiciiuiikii . 
^DiilcliDicüeii jc. on'(t)reff(icl)L'ui ;Hl)faUc Va|tei!i üiib ^ibcltbaten ' 
babuid) bic Wüttlklic lluiicttät cicleftcrt nub ^3}u'ii|d)cn unb 
5Biebe ' ?c, iH-rDciblidici- idiaDcn .^luion'ffiof ^^cru1)t irnc pennöcic 
bcilti^cr (^iortlid)cr si;i1)iiffl mciinii^lid) ^alIOlI halten / iHud) Uüii 
35cnirfo \vc(\cu barbci) tliuii jöUc. i^jcfteUct miD flctbaii bind) 
Davidciii Mtidervui, i^fanlicrrn in ber ;&tabt 'Jicbra. Kphos. 
.stöbet uid)t gemein jd)afft mit ben Dnfrttdjtbarit ^krtfen ber 
^^infterntö / ftraffct jte aber vielmehr, ^ann ma ^eitnli^ t>oit 
litten gefd)i(^t / bae ift au^ f<t)dnblt(t aufagen. S)ae aUed aber 
»irb offenbar / loeniid oom i^ie^t geftrafft loirb. IDann aUed toaif 
offenbar mirb / bad ift ü^iec^t. ^ebni(ft !^cip^iG ' in berlegung 
Jacob ;npel0 / Anno Christi 1M35(5 0. 
IM. 40h 

Cve l)at uiana)cr IKciiidi H'iuc ^^aben oon Wott an mei^beit 
Dcrftanbt tuiift unö jd)aifjiiuni(\fcit aber er molte and) t^cna* 
ivifien wie ee bod) mit bem rKct^mciii Der 3:oiiffd onö ioiibcilid) 
bei) ber ^njammenfnnfft bcr ^^>nl)oliini luMdiaffcii loere. xHl)o t)üt 
mand)er (Melt uiu^i 0)nt C^bie im\> '■K-iirbi' lun t^cr '^i'elt ^^Iber 
er ift büian nid)t erjettigct jonbern lüolte ^erne nod) mebr Haben 
ünb ekelten. Sae lolte nun Ijinbeni loenn ber bi)ie (Meift foId)en 
fürroi^igcn beuten bei)bec' r)erl)etffet / ober burd) [4laJ jein 
£)ra<l^engeftnbe oer^eiffen leffet / benn bad fie ft^ in feinen gemalt 
e^rrmpei m ergeben? mie mit bem S). t^aufto i^nnb anbern Scftmar^' 
Aam funftlern gef(^e^en ift vnb no(^ gef4i(4t. 

Uü 



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5i» 

1«06. Thomas Hirek: Kegeitten-Spicfrel ^1«Ü7) 

59 

1606. Thomas Birck: Regenten -Spiegel (1607) 

»- c 

Hegenten ^pieiiel darinnen aflc fromme JRec^eutcn ihre 

:Käbt PH üb ij^oamptc bcn uielcn DeiirfwürDicjcn Cncmpcln bcr 
Gilten aiuv'iiHlH'iiUid) ;u Kl)cn t)abcn: '^i^io fic in CMci!ilia)cu iHib 
ÜiH'lihtl)cu vaiiMcii bei)öce > ihrem ciuifU'ii 'öeil i>nb ^dtli(t)eu 
'^^olfabrt Diiid) öcu i^anUcn Vniiff idrci? ViIh'uö ohiii ;Hiifto{} 
bep Weaitffcnc' ' Dub "ijH'rlufr i'iiKv i^utcii OuiiiumiC' ficti lu-rlialrcn 
jflUen. äkd) vHnlcitmui Dei id)üneu .v>i|türicii Doui l^üttjclirtcii 
Jitonig losia. aup ber lieben :^ibel Den ^(^rifften l.utheri, mi> 
andern guten ^üdiern ijetrewlid) ^niamen gebogen / mt> sumraarie 
geprebtgt in (5i)rifttic^ei' ^erjamtung einee groffen ^beld: 
$et| Der :&cgräbnu| ^'e^lanb beg (^eftrengeii / @b(en l 
Heften Saline i^l)ili|>fcn Don ^ettenborff , .^u (^owangcdod) t bcr 
€Qmbftage »or Palmarum, ben 1*2. ^prilie btefce lauffcnben 
1(UM>. ;>al)r0 • im ©errn lelirtlid) entict)Ioffcn i 5Jnb '3Dlitwo(l»ö 
»orm Writncnbonneretaii re«t!renter ^nr (?rben beftattct 

ift .'»luii .M. 1 lioiuiiii) i^iiit hci iciiicii ;Hiuiiviiii;iid)cn l^onteifion t 
Dnb (5oncüiDibudio ;ii;-|etl)anen iifarreiu im mieden (^)ija'aiuiti' 
lod) bei) ber C5b»rFüntlid)en .öauvtjtabt .>>ei)belberfl ^elei^en: i^uD 
niiff bef? iHbely neunblict)u ^^et^ebren uon ibnie in Irud i»er^ 
teriicjct. I.iitli. Tom. (>i'Y. .Im. toi. Hm. C^e bnnctt niid) 
aud) ^nmeilen ba^ bie rKej^imcnt unb o»uriftcu wol and) 
cineo iiut^ere bürfften. (^k'trurft 3" tvrancffurt cm lVai)n Dnrd) 
9{icolaum .öoffman ' ^n ^^erleguug ^ot)aun Jacobi 4>orj(t) / 
flnno 1607. 

l.')7. r^ie XI V. (ninneruiuv :)iciH'ntcii jüllcu iiniljiiai^ci / 
ßiqeinicr 2i)biÜen "JiH'i)iiacuiug i i^i^affciituiift für ediieffen '' 
.•öamren uniiD 2rcd)en (^inmfler ' £d)iiHul3fiiiiftlcr "Xatiintiitt- 
ftcllcr K. nid)t biilDcii. iHiid) roae uon ben CH-ilcii^cniuulH'ru 
halten lampt (irfldrung be^ 8prud)e: i^acob habe id) lieb t 
Dnb (^jauQ) hafte td). 

lU 



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od 

ItfüK. Tlu»maa Biri-k: Kos;eDten-S|)iof(el (1407) 



ftifft ^ur(i) ber Dermetittte ^^arfd9er / ^orbt^ten ansu« 

ii^arfager ri<(|ten gemeint / jtcl^et man aud^ be^ btefer le^bigeit 
vüfle« »iei ^^iftorp. 3u 3lcapei0 / war (Sl^riftaff Baper / be^ 
Uiuiiuito an. ;^au5ererö Fausti ^Inberioffencr $)i(ci|)el / in (?r* 
^"^V,!' falinuii] tommen, / baft ein Äauffmami auff bcm 
teincm i>^üd)= beraubt umbflcbrad)! / »nnb bic (^^üttcr / 

Icin/uöii IHCI 1000. (sjülDiu mebrt j()me i^onouimai um Dm: 
Fiiusü >[iub bap foino C^rbcn ' beut / bcr ben "llii-cridulier 
famulo. namliafftii^ mad)cn föniit 200. ^haU-r ^luu'bcii fid^ 
i^gurtUH» ^''^^^^^'^'^ '^ ^^t^ fict) "iiHU^iuT ncrlttuteu er fonne 
in fciin i^)" oficubahreit üiiiib auff bie ikrlieiffunfl bicfcö 
^^cbciutcii von Wölbte nautme ev einen (Si'iftaU / bej(^n)ore jhu I 
&cr .^aiibovcn m\t) ijicite ][)\\ geoieu ber Sonnen ' ba fotien bie 
76. ^ sBiit^tnug beg rcid)cn Äauffmannö j ber 

mit jenem ausgefahren / aber o^n fl^n ^etmfommen mare. (^ann 
folc^e ^riftaü ja Xeuffel^t>iegel maren t>ot biefer geraein / 
tinnb für ^tjrfam geijalten / alfo ba^ man fie auff dieicbotägen 
offentlid) feil gcljabt. @in anmefcnber iunger I^anböraff aber / more 
fü fromm nnb flewiffenhafftiti / ba ibme öon einem Ärdmer 
ein folct)e ^'riftall ^ufauffen aiuiebotten nnub barftereid)! mar 
UHUffc er tie ^u '^oben mit ■]orn : baf? fic ^tiiften iprani] ,' 
nnb niiit: Solle id) ben leuffel fauffenV fo id) bod) huiliil) (^^CH 
bitte er nuMle mid) fiir Kim (\näbii^lid) bet)iiten.) :Ji>ie aber öem > 
ber .Hauftuiann mirbt uerfla^t unnb uon ber ^Tberfeit cjefrai^t / 
m fein ^k'fetjrt (geblieben V C^r fai^te bae fönne er nid)t miffen ■ 
er jet)e öor jl)m Ijer gejdiifft ob er aber uerfunden ober er» 
jc^lagen / ober uom ']iJieer iierroorffen morben / fcije i^me 
an^u^i^cigen unmiujlid). OHcid^er (^jeftalt antworten au(^ feine uer* 
flagte 3)iener: ^an lie| ee aber barbeQ nid^t bleiben / fonbem 
50ge fie e^n / onb auff fe^r groffe ^olter^ein / betennt ber eine 
jlnec^t ba| fie j^n ombgebra^t f ba mu^te ber $err au^ bran. 
3^nh ald fl^m ebenmaffic^e Strabata. Chorda (}e3ogen mürbe / 
befennt er wie ber Äncd^t. 3)araMff eri^ebt ba« S8rtbeil / ba^ fie / 
alc ^.Veerrduber am Veben i^eftrafft merben fotten. ^su bem foui^t 
ber .Haufjnuuui fclbft iinbcr l^uib frijd) »nb gefunbt / üt)u 

112 



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ItiOÖ. Thoina» Birck; Uegemen-Üpiegcl (16()7) 



alliii 3tl)at>cn Diiub or^chlt ba^ er üoin ivütteiiDcn IKcei uci- 
luorffen Diiiiö auffi^eJ)alti'ii iiioiDou bap er au einem anbern ^ri 
fiinff :}»AHlitni [tili lic\en nuiffeii. \enc nciiiiiioii i]ojcl]ii>iubt ctiidit' 
ediciviaiiten mit ibiu'ii öen betrfu-\li(l)eii 'iiHijinoi \n ludjeii uniiD 
ihre ;!Pt;)ibu liiert It)Qler it)iHe luiDeriimb ab^ubriimon tmC> Cia 
ftc ihn aiitiarrcii üiib einer jbn beim iHrm eriDiul)! mno 
fcft t}iclte ^ fut)r Wagner in «pö^e unnb namme beu mit fid) ' 
Heg j^n aber mtber ge{)en / Dtinb {o t)art auff bie Arbeit fallen ' 
ba^ er ein Sein ^erbra^ / >c. $nnb bergletd^en Krempel finbt 
Diet / mit ,^ur iSBarnung no(^ etli^e er^e^len. 

b) 6. 176. 

5l^t weniger fönnen Dnter Jöfise Sarfäger ge- (Maurfici m<n 
^ogen »erben bie [i^aucfler] bte ttiber f^r warjagen uiitu ^(t>vi\bet 
irügenfä(^er finbt / unnb it)rer jBerbeifiung ungemä^ j mthen 
Dil' füieu'^t'igte ring jemanben ^nm Weipött ' in ein aiiDere 
Weftüli mit iicrbleiibmu) ber ;Hiiiii'u fdiimpffüct) ueniuhlen. 
^Ji*ie Der ^iib eebediiae All)t'rtii> Maiiiins, lolmiiiifs Tiitfi»»- 
iiiiu>. < oriM-liu.s AürippH, luhaniies Fnu>tiis. C'* l)iii"toff 
:i^aivici 'Olli <li.s«'i|)ulus, ber ')}?5ndi ^ii (Mnut ull^ aiu^cre 
Bieter gctl)au l)abcn. Tann obiüol |l)re i^otfeu nid)t jcl)dDtUcl) / 
fo fei)n fte bod) unibtlid) ; mcil |ic uid)t natiirlid) ionbern 
Xeuffeitfc^ / mit Derbammlic^er Räuberet) getrieben onub oer(}anbelt 
toerben. ^nb ^mt fo bringen and» ff^re verzauberte (^eftalteu 
man(^dmal grog ^er^enle^b. 

c) €. 181. 

80 ^at o«ot)anne6 Sauftu^ mit feiner leuffelifdicii Auifuit. Lorch. 
(>iaucnerei) bei) etli(t»en ,wrn wbJRittern ' oud) ^roffe ^'^^ 
(^^nab erlanat. :ibe[d)e Man t (nadi bem er UH'aen ^ , . . 
feiner 2u:u,i.i) uuii jciiuMii uiitn' ,s-rant^ von 77 
iirfiiu^'ii (U'balncn tSdinclDioiift abfommeiii er ^u ^piniviimct-^ 
.Hiacüiii criclirnt luu^ Damit l)iu mm:> iviber 10 laui) ^-'H'- 
faiiicrt, bi{; er ciuiid) in einem Alerfen in '^.inrticubcrg i 

Darauf? er andi ntd)t lucit uoii Alnitlini-^en iiine i^j.,,, ]„^. 
iit)ilippue felbft jd)reibt) bürtig mar , 3U %\<i)i uotn i'hu. di« 
icuffel mit i>mbgebrel)tem .palf; ermürgt roorbeu. rn-nünun 

^nb ift gieidjnoi fein ^octor gewefeu wie 
.^grippa: aber bo<6 ein Derrümbter B^iiberer. I'ann n>ic foUt 

Tille: Faiisteplittcr. lld H 



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HO 

160Ö. Michael Sndise: Xewe Koyser ('hronioa 

man i^n in her ^oljeii ^(S^iü $\i Sittenberg (ald neioli<4er ^a^ren 
in offenen Zmd fdlf(^it(^ gefd^rieben morben) einem ^octor / 
ia einem !X)octor ber .tt. 6d)rtfft gemacht ^aben? 60 bod) 
Philippus Melanclitbon felbft ni^td auff in gel^alten / fonbern 
in ein )ett (ang bafclbftcn n)oI)nenbe omnium Diabohinim 
cloacnm, auff teiitfd) (reiierentcr f'" sid)cif?l]auf; aller 

'Icuffcl gctuMiiit hat. Teil aiuli iMnirfürft \ol)auiu'ö nie IcnDcn 
mögen jüuDcni ^uraiuioii :l>ofcld) gcgcticii: iinnD er IMof; oiiD 
fümmerlid) , glcid) roic aiid) 311 Oiüiuberö ; ciiniüjdjt m\i> cut= 
Ipnuigcn ift. 

1*1 dl mann a((c .vi-ivii iniO iHöculidic rh'ctientcn Dif; CrtiJ 
aiid) 3>i?l)tinnitcr iTröent^ mvcn i»nb nad) hm Oiciiipd Deji l)öd)» 
löblld)i*tou C"^t)urtür|ten :^sol)annjcn iinö bem J^ürbilDt öcfi frommen 
Äönige ^\o)\» i gegen jold)em (i^efinbt / einem er[n||t brand)ten / 
onnb gebäij^ten an bie :£i^orte bei i^e^Ugcn Slf^oftele So^nnte: 
[^arju ift erfd)ienen / ber «So^it (^D^Ttel / bag er bie t^ercf beg 
:^;Mn. a. u. s. Ifitffele ^jerftöre.] €0 möchte bem übel abgemc^rt ' 
3(K. p. M Dub mand^er 6eei t>om ^obt gebolffen merben. 
muivAUrJiK ee fonftcn gdicn wirb • nad) bieten 'Sorten £. iiauli: 
9H)öc. -il. ». K. i^ifenbai- tinb Mo ^^ihmcI bcf; Aleiutce ale ba finb 
l'li'iii'ticrci) iiaulH'ici) uiiD bcrrtlcid)cn Pon iiH'ld)cii idi aul) 
^itiHir lUiiutt imnb jage iuhI) ^11 i^üi Daß Die jüid)Ct> U)un / 
iDciöcu öae :)icid) Wottc» iiit cvbcii.j 

00 

1606. Michael Sachse: Newe Keyser Chronica 

Sewe .Hei)fer (5^ronica X'arinnen beutlid) begriffen :ftUe 
^)tomtid)e Meiifer i oon Caio Juliti Cssare big auff ben j^tregiercn» 
bcn Steifer Kudolphum II, ^eber faft burd) fieben ober ad)t • 
(Sovitel bejd)rieben • 'i^nh in 35icr ^beil Derfaffct. T*ren (?rfter 
^fbeil 5^ier »nb AUiifft^ig :Koniijd)c Alcnjcr ' üom lulii», bif; auff 
Val«'»tiniaiivm III. in lid) bcgidfft. IKit üiitci id)ii'Mi<.lHT %\u 
mclDuug il)ici Jiiituüfii Stamme unb '?iamcn»?: (''"r.;ic Innig 
i>kih\\t iHrt luiuD :)icimc: ("fjnptcr ^JihiI)1: C^bcftaubce AliuOcr 
^Hegiei'uiig Iljateu i lugciibcu uub ^after: ^itcgcsüge Dnb 

114 



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m 

1H(N>. Michael Sai'hiK': Xewc Koyxor rhrfitiion 

^rjum^^: jtraiuf^eit .' lobt onb $egr&btit^: >^u4 afler ^unber« 
baren S^inge fo für flyrer lüi^a^I onb Zobe gefd)c^cn ftnb. 
rinnen viel C^cbencfroirbige« IDingee (barauff bae rKeflifter 3U @nbe 
gerichtet) ju finbcn iftt ^it rtrofioi 9Rü^c imb <vlcip oud öieler 
beglanbter Autbom €(t)nfftcn uifammen gebrockt, rmd) '))iict)ae( 
€act)fcn ' "i^farrherni liH\1)iuar M.D.CVI. ( um (iratia et 
iVivilf^jio, vU: 'IVaiibebuvi^f Wi^iintt Duicl) siülouiüu :)iicl)(jt'n= 
Imn ^su Derleguug , ;Hmüi'ü)*ii Äiia)ueiö 

^l^egtfter: :^ol^anne0 Aauftu« iMVd 

;2tte *lci)icr C5ail mit leincm ."öofflmlt i^cn ^s\\\i' Kaust us 
brncf ucrru(fte / mi't> bal)in aud) mit gebracht I>. ''^^'^''^ 
lohan Faustns. »eil er bur(h feine Äwnft öielen ^''^'!" 

' ' ' ander 31a{(n. 

^e^^errn i (fblen t)nnb (^raffen ge^olffen l^atte / bon j^^b fein (i^c* 
aderle^ f^merlMi^en böfen jlrancf^eiten / jl^nen avi^ wat)i gu 3n^' 
bur(^ feine f^war^e Atunft viel (fbeutljemr gejeiget. bmtf 
iDo nun ber (:i(>4J sxmcr feiner »ber C'^ffcne gciuar »arb • onb 
er *ra(\cte wer er merc: t^wt) iiiae t"f fünfte er fönte: Norberte 
ci 11)11 iuul) C^'lfeiiö ;;u m1i uiib bciictti' von ihiiic: mcdi. iH\\nvii 
iyy ioltc il)n ^l^•d) feine Munfi iKifüi ImIiu^oh Den aUci bei ul)mc-' 
ften >lei)ier Al»'.\urnlruiii Maunum: riu> fein (^HMnal)l in Öei 
Tvorni (^HM'talt ; Crange öuO e-iebciOcu . \o \k im i^c^)eu gcljabt 
Dub gcfitl)i't. 

D. Kaust 1 

D. FautitUH antwortete < er wolte fo biel er burä) ^ntioort 
t)ülffe fetnee (Reifte« nermodite / j^rer iteQf. IDJa^. NB. 
bitte geweljren • unb beiseite iHijoncn erfct)einen laffen »ie fie 

lU'lcibet unD im l'eben l)ei(ianiicn mercn: iHbcr bne folte -^J^flU. 
luitfen Day ive i^eibe iiidit aiirfitiinricii iMii^ aiift bi|;mal aui> 
ber (^^^en berfiir femen: ;Hbi'i ^ic ubialte (."kijicr melct)e Alfxaii- 
«Irmii niiD iein Henuihl iieietun betten t>'\c tönten fid) in ihre 
7^mu "Mi^ (^icftalt t»eraH^^^^i^ Daburd) unMte er be»ibe tH'rjoncu 
uwrliafTüt] '^^irti)- Kl)eu laffen in aller i^H'iralr i>. v.m^ü 
Wie fie geletbct inib :JlUeinc ^1)1 3Jiai). foUc ^'^^acbr.n 

j^m )ufagen / bag fie nid)teö mit nnen reben motte aber 

115 H* 



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1606. 3Iich«i'l Sachac: Xewe Kcyser ChrunicA 

1*27*) aj bejtc^tigeu uio(l)U er )ie ftiUjc^iDeigenj) mit ^öc^fteui 
»letjfc. 

«pierauff gieng U. lohan FauHtus aue bce jteqjere C$ema(4c / 
fi4 mit feinem (Reifte t)ietM>n 51t Diiterreben / onb ba fte ber 
ja^en eind worben / gieng er loteberumb l^innein jum ^ei^fer / 
onb Im bie ^^ür offen: Sllfo balbe trat nacfi jm ^innein ^(e^fer 
Alex. Magni Alexan. Magn. in ber geftalt / mte er gelebet: ^tn 
deftait tool öeie<3tc0 birfee Wdnnlein / mit roten ober fllcid)* 
falbem üitb birfcm Ü^aik ' votcn 5^acfen ■ nnb ciiico iioniciuuii 
^ln(^e|ld)tce / au* o\> er iöarui|;hii xiii(^eu hettc l)attc einen 
flant3en jd)öucn üoUfoiiimoii id)onen .v>aniiicti an trat ^um .ftei)H'r / 
ßnb biiffte lid) für jhmc mit tieffer ^IkuereiiU. Xei AU'ijior iiniitc 
auff[tcl)eu , unö \\\k >>aiib bieten aber 0. F;Hi.stus annctete 
i^m / bae ere nid)t il)uii jolte. .s>ierauff ucigtc fict) ^e^jcr 
Alexander, oub gicng jui ^^iir ^innaue. 

Aiexflndri $albe barauff trat herein fein (^emaf)l / in einem 
Mafrni (4c< blttuen ®ammatro<fe / mit gfilbenen ^tütfen onb 
niftljl* «eftnit. t^j^rtcu i^c gieret: Sie mar ane bermaffen fd)önc / nnnb 
rot6e(fid)t mie Wi\&i onb 33lut / lenßlictit onb einee runbcn 

vHnc^eiH^U'.'C'- iOie fie nun A\ei)ier C5arl lanije mit iicmninbennu^ 
Qni\eicl)aiiiet fiel ibme ein i^ae ci iiiicjen unb i;;cl)öret bette / 
hMimo fie folte im OJarfeii eine (\ioi)c "Kmi^'w ([C\)abt l)aben. 
s^tnnD i^erhalben anrf i^on feinem sEtnle ■ mib i^ina ^n il)r , lic 
Vibenditiijen ob er öift '^i>ar^eid)en and) an i()v finben unb 
ülfo erfennen fönte , bae ber (^)eifi in ihrer bei)ber i^eftalt fid) 
^sJar^afftiglid) uermanbelt hette: 'l^nb jbn nidjt mit faljdjcr ^ovm 
betroffen, ^ie ftunb ftiUe i bütfete ben Alopff üiib ."öal^ , bae 
er bie 'li^ar^e fetjen / onb ^ugenfctteinlid) erfennen fontc. .ptranff 
neigte fie fic^ für jtfme / gteng $ur Ibnr aue onb Derf<t)U)anb. 
^{}o gemerete D. Faut^tu» ben ae^fer feiner bitte / trieb fonft 
le(^erlt(^er lAbentfiemr am A>ofe / onb erlangete eine gute :^^er> 
etirnnij / bamit i^og er {)inmeg. .v^tftori D. Fausti im britten 
Itjeilc fol. im. VM, i:l5. 



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HI 

l*iU7 iider früher, .lanus Jacubim Boissurdus: De Divinatittiie 



1607 oder früher. 
Janus Jacobus Boissardus: De Divinatione 

Tractatus p08tbumiw Jani Jacobi Boitisartli VesTntioi 
De Divinatione et Magicis Präestigiis, Quarum Veritas ac 
Vanitas solide exponitiir per Descriptionem Deorum Fatidi- 
corum qui olim Responsa dederunt; eonindemque Propheta- 
nim, Sacerdotiim, Phoebadam, Sibyllarum et DiTinorum, qui 
prisc!8 Tenip»»ribus celebres Oraculis exstiterunt: Adjunctis 
tiuiul oniuiiiin KfHsiebus, ul) ipso Aiitore e Cieminis. Mnnuo- 
rilm.s TalKiIi.s<(ii»' aiititjuis mi viviiin (k-lincatis; jaiii modo 
eleiLTuntt-r ^ri inri>i> [>er llit-odor. <lf Bry civt^ni Oppen- 
ht'inK'Ms^ ui. in rujus Icono-hihliopolio pn»stat. Opus I lit o- 
logi», Hbtnricis. INietis. Politicb, IMiilosoplü», Auti<|iuini;s, 
tarn juciindum, (|uam utile, iino Vf>r<i rnM essarium: (*uin Indice: 
Oppenheimü Typis Hieronyroi Gallen^). 

5{egifter: Fansti tisi[i»]tiis tragicus 18. 
p. 1«. 

Animadversurii ist umni frre ti'iii|niir Mimnrnin istoniiu 
fxitii- Trauiros «'xistere: Ninii l uiii illi vmu I)iMlH»l() >i„j^orum 
f<t4lus ( «iiitrahafit. aiit (Icditiuiic sni. nwi nVm ali<|UO exitus ple- 
promisso. Dainon (ju<u|ue sese vi(;issiin rertis ninKjiK' 
8ponsioiiil)U8, ttuamque «perani Magis uhntringit: ^'■ukmci. 
Sed iit plurfmuin ante constitutum, et promissuni tempus 
violato societatis jure, misera illa mancipia judicibus produnt^ 
et necandos tradunt, animasque aeternis suppliciis cruciandas 
abripinnt. Qnod In Zoroastre, et aliis aecidisse legimus. Et 
nostro tempore in roultis, quorum corporibus per ti»tiim orbem 
Cbristianom merito flammse judiciorum p4>liticorum pascuntur. 
Stfd ante omnes memorabilis est illa historia cujusdam FaiM 

(lermani Theologie Doetoris: (|ni cum opera Diaholi 

hi. , . . , .1). Faust, 

a III aiilis |)rin<'ipiiiii, tt pratcipm.s derinaaii*' 

urbibu.s adtniraiidu facinora porfecisset, tandeiu flucti Hatini 

'I iw»7 oKr mil)€r; ^c^^ Ikiä (^reinplar hix .^önti^lid)fii *^tbliüti)cr 
tkritit enthält einen l)<ln^f(^rtfttid|ett (Eintraii au« biefem 3al)re. X. \>. 

117 



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ein 

\W7. Philipp Ludwig Elicli: Daemoiuimafria 

a Dsemone diseerptus per media fulmiua^ veiitorum vitdentiam, 
cgbH fragores, et horrendas tempestates abreptus est. 

1607. Philipp Ludwig Elich: Daemonomagia 

a— 1| 

M. Philippo-lAdwigi Elich, Kx Marpurga llessonini, 
Daemonomagia; Siue Ubellu^ EPI/THMATTKOS. De Daemonia 

Cacurgiu. Cacfoniagorum et I.aiiihinim Kiiersria. Dacnionium 
nun lisiluM». Kraiicoforti ViX'Ui Uirhteriunu, lujpousa vcro Cou- 
radi Nt l.niii M DCVII. 

a) p. 6G. Quaestio JV. 

Factum ütaepe etiam »cripto eimfirmatur, quando nimirum 
DaeiDOQ viilt, ut ioMtrumeutum obligatiouis paciscens eonficiat, 
et chiriigraphum proprio scriptum et stibscriptum sangaine 
t^xhibeat; «|uale exhibnisse fertnr Cau8idicus qiiidam <*oeci illiiiK 
Magi Lutetiae suspeii^i hoHuh et counors. £odem modo se 
obIiga88e Faustum constat omnibns: Deo reDUtictanft, totique 
beatorum choro repudium mit |57] tens, Daemoui fidem 
8pond«»U8, et pactum spunsionemque cum ipso sam-ieus, proprio 
sun^uiiie ex leviter viiiiuMato pollice einisso, se totuin ipsi 
suhscripsit et a<l>' nj)sit pniitiKs, i<l»|ii<' ih»ii .siriipliri vire. 
Ferenint ideiii eiKleiii iiuxlo alii. Vi«le iieurg. Kudolpli. 
Widuiaii in Ifisfo. FffHst. fmrf. I. cujk 10, 

b) p. t)5. Quae8ti(» V. 

De Simone multa nobis scripta reliquere vetere«. Ireoaeua 
üb. L c. liK Enseb. Uk )i, c. IH. et Geor. Riidol. Widman, 
Scriptor novus, et loan. Fau8ti praeco, hi hist, Faust 
jtar, I. c. 5. 

e) p. i>7. Quaestio V. 

His confiiiia illufsionum ilhi8onim exempla recitantur a 
{f«»orü;io Kudolpli. Widniaii /'// hisfor. Ftnist. jun f. 1. r. i'.i ihi 
ri(li( iilam inv»'nit's liistnriani de lohaiiii. Tlieutniiico. Vid. 
etiiiiii Aiiii:ustiii Vovcticinu'V, :tli;is lleniKin. ■^.M^Ltill^, Hehrai^ae 
liiiguao et Matlie.s^oÄ tdiiii l'ititi.s:*. lleidelbeig. quem fuitiLssU 

tI8 



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62 

l(i07. Philipp Ludwig Elich: Dacmünoinagia 

8ui puduit uuminis, in lib. Germuttico cui fit (St^riftlic^ 
dencfeit Don ^{aubereQ. sub ßctitio nomme Eerc^eitner. cujMt. 6, 
7. et H. Kadern porteiita praestigiosa et oude appareiitia 
8unt, quando Magistrt in arte Sathaniea edoeti turman equitum 
et pedltnm, niagn(»nimqae exerdtuum atl terrorem hostium, 
usteFuIuiit) uti ille fainosu» Mujtus e (lennania ad CAKSAHKM 
<|ueii(iain «'voratus. luuiites |(JS| iMjuormii et rurniuni p!«'iios 
praeinonstrans. dt* llniririis ('min i. Aiiripp. lih. 'k tpififol. 
Ejtist. '^ii Uniir ;irt»'iii, iit • } tactt'iaö Mag;ornni iiaeiiias 
uinin'> ;i |ti»riiii-- calluerunt l(»li;iim. Fansttis. Cliristoph "iliaflner, 
Fautti tamulus. ^^iMItfewer öon 'Jiortl)aii|jeu, SediM-hias liida^^us 
olim Physicus. et Midicus laidovici lini>eratoris, itrm Ahhas 
Spanheim»Misis. Aiitonius Morus, iohuiin Tlieiit<nii« us. loh. 
Scfitiui, ßaianu8 Prineeps Huigariae, Albertus Maior, alias 
Robertu8 ^euffel, Carolomanni Ducis Normanniae filiuM, item 
Nectanehus <iaidam vir excelsns, ac* plures alii, qiii omnes 
fueruiit Daemofiis familiarisBimi, qiiorum (*atalogaD iain non 
excrescet, quam parcimus Celsitudiai. 

d) p. 84. Qiiaestin VI. 

Vide .... I.udovicum Milichium im ;^nibcrtcuifd, uup. 
19. baemuiiolog. larob Seroniss. Regis An!4;liae Hh. V. nijK 5. 
Georg. Rud(dpli. Widrnaii /// histor, Fuuttt jMti. V. r. 13, 
M. lohan. Phyldium Fridbergensem sitp. Jona. cap. 1. 
roncion. 5 , . . . 

e) p. 85. Qiiaestio VI. 

De Zoroastre teiief»ras hostibus oHUinliiite. aliisinu' 
stratagemntis >l:iui< is in rontlirtu Assvriormn. A>s\rit)*; (u iru- 
tieute, vid. Jiudol. \\ idman hi liistor. Faunt, pari. r. //. 

f) p. KK). Quaestio VII. 

Plura et innumera exempla ex elogiis Saganim petita 
leetu admoduin horreuda, legenda sunt apiid Nieol. Kernig. 
fik JkifmoMolaf. inp. et Radol))h. Widmat). HinL 
Kamt, parf. /. c. 42. 

g) i>. 1()5. <^iaestio VII. 

. . . K'. iiilianl, Lutz Krytropolitamnn /// ti'»*l. lininn 
ülii^ {Hßvannu. de i^tngibui» Anuo lüTO »Scliledstaüii Vulcauo 

11» 



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62 

1607. Philipp Ludwig' Elich: Dacmoiiomagia 

oblatis. et lacob l^aUicf ^^on ^tftn onO Sni)olbeii cap. 4. 
Kudol. Widman in hist Faust, pari L c, io coiisiliiim 
adhiheat. 

h) p. na. Qiiaestio Vii. 

Possiint exfaibere eonvivia vel phaiitastk'a plaiH^ (jualia 
arbitramur fiüsse PasHtis apud Suidam, de <iuo .sub f/naesf. ö. 
Hör in<»do .su|)eri(tril)us aiuiis (•unvivium praeinoiistrüliat Scotus. 
ex ciiiiis epuliö >atiüiet sibi visi coiivivue. iu<»x laui»' Mia 
rruciabaiitur. Similia multn exhibuit. instruxit et iiistituit 
I(diaii. Faustus: Vel exliiliere coiivivia ex eibis veris: (|Uos 
eum Daemoii praebet ^'agis, in iioeturnis tuuieHsatioiiibus, 
iitpliirimuTn sunt ex niorticinarum peciuhim caruibus, rebuftque 
alitö. <|uas liomiiitis hal»eut pro derelktts, 8uiit(pie adeo mali 
gnstttö. odoris tetri. iit vix sint voscendo: similes iit habeant 
labra lactueas. Nonniinfjam tarnen spurciis convivator Dae- 
moii suaves ac liberales eibos apponit surreptitios et alibl 
ablatos. 8tt*ut et potiiin e vasis vinariis. vid L. Baron, de 
Sii^tenbero im .t^erenböc^Iein. pag. 15. Sed rarissime. Divina 
«"nim timtitia raro id permittit. ne giunüfc haee sit ad ines- 
eanduni efticax iliecebni. Sal iit pluiiiimm deest. saepe pa- 
[114] Iiis, «piaie desint. iiiuoranuis, Attanien non dulntamns. 
si Dens sinat et ipsf \ t'lit. posse euni saleni et ]>aiu Mi. at«|in' 
adeo dpli<'at<»s. eX(|iiisitos et elertiles cilxts appoiiere et 
suppetiitare. ut uon raro suppeditavit exrellentibus suis cul- 
toribus. (juos ipsi verbuK) prolato in promptu bal)ent. Ita 
Udiann. Faustus, Cliristophor. Wagner. l(dian. Tbeutonicus, 
Tritbeini. Abbas, et Herolffitö quidam Abba», Anton. Morus 
8a4*pi$t<ime soUti fuerunt cnm Daemone aocumbere, geuialiter 
vivere. coenasqite dapsiles eelebrare. Vid. Rudolph. Widman. 
in HtHt. Faust, part. I. c 18. et alibi. 

Deo cnnnivente et perniittt iite possunt eaptiv»is earreribus 
et vin<'ulis eripere. lÜM-iare et transferrn. Nee niiruni! < iiiii 
id sola (iisruptiuiie fiat. Huius rei iiairntio «'Xtnt df Liipiddo 
l>iirf Austriae. Ici tu dii;nissinia in ( liiou. iiirsaug. I ritheimii, 
et in Widm. llii>t. Faust, part. 2, c. 12. 

120 



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H2 

Iti07. Philipp LiKlwig Ktich: DtenKinnmoiri« 

i) p. 110. Quaestio YIl. 

Legimus etiam Neetanebum Hegern et Magum eerto 

modo et magico artiKeio cereas confecisse tina^uiK'iiIas, (juas 
cum ipse postea immertreret a(|uis, certa praefatioiu' adhibita. 
hostiuui FiiiNes III muri siinilitcr inersHS et periuiituta.s, Agrippa 
libr. 2. (hxult. riiilosof^i. cu^i. 4tK et Widiuau, ^t^ hisL Faust, 
pari. ^. c. lö. 

k) p. 118. Qiiaestio VII. 

Hoc animo miilti ad.Daemonolatriam »aepius adiguutur, 
capiuntur, in exitium et interitum abdnciintur, illi inaxime, qui 
a eerta fide fleviarunt. Daemonis esca illeeti, thesanris inliiantes. 
quüs sibi ;i iJaeinone praenumstratos nun aiiimae et eorporis 
peiinilo eriiere conantur. Hei. \\'\nt. \u\. in Nirol. Ht'inig. 
l)a»^iiiiiiiolat. c. 4. l?o<lin. Daeiiion. /ih. •>. c. .>'. VVidm. in llist. 
Faust, purt. 'J. ( . \). a ijiio uisi in jihgav äytkamov fuem 
mutatiLs sine risii uou diHcedes. 

1) p. 1^9. gneatic» XY. 
Hitc refer illiid SimoniH Magi factam, et Cynopis ex 
Prochoro, cuiuD Historiam in lucem edidit Michael Neander, 
et lobann. Tritheimii ex Augnstino l'er((eliner, et lobann. 
Faut»t. ex context. bintor. vulgär. 

m) p. im;, (^uaestlo XVl. 

Narrati(»ne8 «tiiii IniiLiim es sint. «puuii ui hoc loco et 
tenipiire adscrilmiitiir, legere volenti digitiiiii iiitendimus ia 
Sax. (iraoimat. UisL Vau. Hb. 1. praelium iladingi et 
'Hn^iirjiuiri prolixe deseripttnn. (»laus IHk S, r. (lodelraan. 
iih, L fh. Lam, e. 3, Kudolpb. Widman. in hiator, Faust, 
pari V. c*. 43. 

n) p. '201. Quaestio XVI. 
Piistremo infertnr omnino nponte iniservire et fttinulari 

hominihus Spiritus [-0*2] illos, (juos vulgiis FAMILIÄRES 
Reu MA(;I.ISTKLL(>S. seu MAin iNKLI-OS v(m aut. (|üi Craecis. 

<|nod assi<lue adsint , iHitiinnpie !' nidniiii observent. 

f/foif^not, (juahi A.v^t'ssdH's rt ( oii^siliuni uiriintiir. T;ile Dae- 
moiiiuiii familiäre tiiit Simonis Samaritani t-aiiis. ad limeu 
08tii cubaiis et alluquenti Petruni. Tale Uaeinonium fuit lo- 

121 



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(«2 

1(H)7. Philipp Ludwig Elich: Jlaeinonainiigift 



hauiiis Faiisti raiiis ator et piio^uä, cui noineii Praestigiar, 
douatiis aIii|naii(]o Ahliati cuidam, qui eiim ad vitap suae finem 
aluit. Widman. in hintot\ Faust, parf, V. cap. 6. Talern canem 
daemoDiacum habuisse fertur Papa Sylvest. II. »ibi adeo carum, 
ut maluerit regno Neapolitano privari, (|uam canem diabolicam 
amlttere, vid. Wldni. part. *i. trap. 23. 

o) p. '2(\1. (iMiaestid XVI. 

Iluic ar( t'dit liiluinn. Baustils Dialioli fxy.touu'i^ , Ihk- est, 
vas in »[iiod nifiholiis >imm stercus iniiriclmt. « x Miiiiötling 
op|)i(iul<> (triutHius. ipii [H>.sti|uaiii iniiltu jHirtiiLta nia^it^a 
exen'ui.s.set. taudeni in \kv^o ((inxlam inveiitus tuit iiixta lertum 
mortuus. inv<Msa facie. Confer Kudolpliinii Widmaniium jmH, 
uUim, sicci8 oculis rem haud lecturus %ti, 
p) p. 208. Quae8tio XVI. 

Et alii quonim infinitu8 est nu- [20*JJ meruH, vi vi perie- 
runt igne. Exempla ob via sunt in auctoribus, qni haec Ma- 
gorum tractant portenta, vid. Wi«r. de Praestifj. Daem, tib. 2, 
c. 4. Item (ieorg. Riid. Widm. in Hi»t. Fitust. part. 3. c. 18. 
et M. Christoph Irenaenm hi fib. Oennan. eui fit. Zpic^ci ber 
.'oeUcn ete. in (|uilui.s vel sexeeiita supra iiKMluin horieiula iü- 
veiiies. ex <juil»us »liscimiis. (piae siiit Mairiae istius et Ävy.o- 
qikias stiperidia. <(ui simulatae fruetus amit ihae! 

(() Catalogus Auctorum, ([ui iu Duemouoniagia citantur. 
p, (•215). 

K. 

Fabri<*atores Mal. Mait^fic. 
I';nisti hist(»ria. 

Felix jpdmmerUn. 
Finceliu.H. 

Fnuic'iscus Vallesins. 
FulgosiuH. 

(lellius. 
Genaadius. 
Georgin« Snbinns. 

(Jeörg. Hudolpli. Widinaiiu. 
(iilbcitu.s Cogiiatus . . . 

122 



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liiOä. Siuiun Muiolu«: C'olloijuiu 11 



1608. Simon Maiolus: Colloquia II 

Simonis Maioii Kpiscopi Yvltvrariensi« Colloqviorvm, t^ive 
Diervm Canicvlarivm Tomv« Secvudrf: Sept«!m uolloquiis physi« 
ci6 nottis ac penituM iacandin et admiraudij», doctissiinorttiii- 
que virorutn lucttbrationibus hiAc inde aiictus et absolutus. 
Qtiibtis jj/ertKjue tarn naUmi , y/////// 7//^/- itfwter Hatttrttm, et 
*/n(e hh atUacent rebun, auf «fnn- uhitjuc fiiint niinihfliff, re- 
cefiset/fnr online, »jorm scfjftcos poiihio 'ni<li*ol)it . < )|>vs ( "ollec- 
tnm t*x sa<*ris lit»*ris. Haruiri iiili'r|>rrtil»ii>. 1 1 istmicis. l'liiloso- 
j«lii>. Hliaru!ii(|U(' itium (•miiiuni fimi s(ii|»torilnis. i\\\\\m 
attt-stiitioiiiluis tMuiim. <iiii (Mlieiii tum terra, tum muri per- 
ajiranwit. ilfUtia uHrro ') jo ion mtdior et ron'ectiot' cum Pri* 
uiifffio S. ( 'o's. Mo i ('S f. jiiUKlif. 

p. 1.'>:i Coiloqivm III. De ^agis. 

p. 17<)1k 

PH, Occurrit mihi iam euiusdam loaiiiUH Fau.sti, (sed 
prof«»cto infansfisimiX (*iind1iiigen»<is, prÄ*}4tiflriatori8*) et Ma<jci 
l'atriini iiostroi iim memoria iiisij;»is, (i|ui Cracoiiia' ma;;iain, 
vbi «»a }»ul»Iir<' olim docrhatur, «lidi« . r:it ) factmii. '<l\U\\\v id 
• IHkI' Jii ridiculum. v«'r»* tfun»*» (linlMiIicuDi. Is. imiiünn. cum 
alitjuaiuld apiid ii<»tf>s i|ii<is(l;tni »liucrliMft, qni <lt' ipsitiN pra*- 
stiiiiatririlius aclioiiiliiis multa amliucraut. ij ab co pcticrmit, 
vt :^])<M imt ii aliquod su* mai^i;e cxliil» ret. Hoc cum diu re- 
cnsaniiet. taudem importuuitate sodalitij, neiitiquam Hobrij, 

') Tic 'i^onv^c ift uutoiU'Jdiiict ir.«».H. Taö K.liiin alt<'ra ülicint fi(^ 
nur auf ^^l crjtcn ^^a^^ \\\ lnMi('i)on. TaC" niivninalidi nnM>l oi^hllu^il^c 
iiHTt on'iiiicii hlos uoriiuitiut^ ;iim crftcn ^Walc um cinou uiHitoü i-aiu'^ ivr» 
iiicljrt. "i'CiölciilK ii«u^uuuii\ i\ö iHiUiH'i'> ^Diui.». itlunuiHtlii 

)um jipctten ^(ttifte. ^ftuf^nmt» wcbfier ll)atfa<fien Vxtytx jiocite $^anb ^e1n 
<^arg rraubiiii^ )ttc|c|<briflifn lt»ir^. ift mir nicfit befatint. Xic Dermittnd)c 
Urau^t^abc von KMiH cr^tcbt feinen ^Rt)alt bafitr* ^Ta« ^ucf) ift ein (Mefprad) 
^mttben Kipiea. PliUuM>phuH imb Tlu olnyius. ?ie ^{uoflabc Moffinitiac Ifiu; 
hat Ml- itiMlc p. ^ic i?Ui'>i)at'i'n Fr«neofurti liUJ p. 4.m; (UTfnJuu'h 

p 10.-» I, ^e^tcrc bcibc ftuoivuicn nennen *sau|t au(b im 3iei\ifUT. X. -0. 

1S3 



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u 

i&iS. MeUsner: Englische Cotnnedianteu (1HH4) 

victui«, promiMt i»e illis exhibiturum, (|iiodcunque expeterent. 
Ynanimi igitur conseusu petierunt. vt exhiberet Ulis vitem 
plenam vuie maturis: putahant enim pn>[)ter alienum anni 

temjuis (erat eiiim (tirca hnimam) lior illuni pni'stare iiullo 
modo po.sse. Asscnsit Faiistus, t't |)rcnuisit. i;iiiiiaiii in iiitMisa 
corisiMM'tnm iri «)ii<t(l t'Xix'tcit'iit: s»»(l lia<' (•«niditiiiHe, vt oniiies 
niaiiiiit siliMitio iimiKifi itia'stnlareiitiir. iIoium* illos iulieret viias 
(leccrpere: si secus tatereiit. iiistaiv illis jHMiriilniii capitis. 
Hoc qinini se faituios i\MHjii.s.seiit, niox ludiiiriis suis hit* 
ebriai turbae ita »mmiIcis et sfiusus perstriiixit. vt illi.s tot 
viiie mir» inagaitudiDi.s et surci plenn^ in vite pulcherrima 
apparerent, quot ipsorum udeNsent. Rei itac|ue mmitate 
eupidi, et ex crapula sitibnndt siimpti» t^niR ciiltellis expeeta- 
baut, vt illos iuberet rescindere xwuh. Tandem cum isio» 
leiitciilos aliquamüii 8u8penfl08 in ipsoriim vanisRimo errore 
tenuitwet Faustus; Aiibito in fitmum abeunte vite, vna cum 
Bxm vui», conspecti «nnt Hinguli ten«»!itt»s hm\ vnae, quam 
vii\isquis(pie appivliüuilissc vi<l»*lKitiir. xiiim uusimi. ap|)osito 
supenn* cnltollo. ita vt si ((uis iriurh ujoi piitrcpfi dati, iiiiussus 
vua.'^ SL'care V(diiiss«'t. sfipsiim iiaso miitilasset. 

77/. Kt viH'tt' (piid^^in illis a«*» i«lissct, diujiiitpie fuisscnt 
alia iiiutilatioiH>, «pii iion f<M<*nda ruriositatc spt'rtat(»res et 
participe^^ es»e. satagt'haiit Dliisionum diaixdicarum, quibus 
sine graui88imo periculn, vel potius piaculu, interesRe dirifttiano 
homini non licet. 

1608. Meissner: Englische Comoedianten (1884) 

Die Englischen Cumoedianten Zur Zeit Shake^peareR In 
Oesterreich Von .lohaunes Meissner. Wien, 1884. Verlag 

Von Carl Koney^en 

S. 7(i. Brirt" iW'V Hrzlirrzoirin Afnuihilfiia ilinMi 
l»rnder I'"»T(iiii;iii(l in K»'ir«MislMirii. lH'liiidli< li im K. K. >t:i;its- 
an hiv zu Wii n. vom iM. bebniar mit fiiiiT Nadisihrift 

vuuj K'luuar. 

124 



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.)60H. Mvisincr: £iigliM*lic l'oiuoMliantcti (1H84) 
S. TiS. 

mittfit £. U. gleich auch 8chr«ibeiu was die Engelleiider fQr 
<.!4imedi gehabt haben, als Erstlich wie »y sein am mitwoch 
nach Iiei'htme«isen ((>. Febr.]^) her khominen, haben sy am 
pfiiigstag [7. Febr.] aussgerant, am freita^ Febr.] nachher 
haben 9y die Coroedi von den Verlornen söhn gehabt, 
zu I'asau, amh sainstag |*.). Kehr.] von einer t'roiii nun t r:i imh 
von Allturf ist «(ewiss jiar fein vnd züchtig gewot. nni 
Mtiitai; I K». I'VI»r. j halfen sy i^fhaht von dem dm k h t »m* Ka ustns. 
Am Montag [11. Kehr.) von ein Herzog von l lort n/. dt*r sieli 
in eine.s Kdelmaniis toehter verlieht hat; am Krelltag 
[12. Febr.| hahen sy gehabt von Xiemundts nnd iemandt, 
ist gewaltig artlich gewest; am Mitw<M !i Kehr.] hal)» n sy 
gehabt von de» fortunatu« peiti und Wunsch hieteh ist 
auch gar schön gewest; am pfingstag [14. Febr.] haben sy die von 
dem «Inden gehalten, die sy auch zu passau gehalten haben; 
am freitag | IG. Febr.| haben »y und mir ausgerast, am sambstag 
|17. Fehr.| haben die Patress ein Comedi gehalten von 
i.Mpriano und Just in a, ist gar fein auch gewest, aber 
liahen dii* puolH ii iiit so wöil agiert alss sonsteii. am fax liüng 
.'inntag |ls. Kehr.| hahen die kh«M h ihr lio<-|izeit icehabt; dar- 
riaeli hah*»!! mir vnd) .*> gi-ssen vnd /ii nachts ich Ii dem essen 
hahen dit- Kng«dlender widt r ein Comedi gehalten von den 
*J |»ri«'dern kluing hulwig vn<l khünig fri<lerich von 
Ungarn: ist ein ersehr«»ekhliehe (dmedi gewest, ein so hats 
der klinnig Kriederieh alss erstochen und erni-irdi. am un- 
sinnigen Mon|ag [lU. Febr.J haben sy wider ein Comedi ge- 
halten von ein khunig von khipern vnd von ein 
herzog von Venedig, ist auch gar schön gewest. [79] nach 
der <'omedi sein wir wider in Schlitten gefahren vnd zu dem 
nachtmall bat vnss der khisell zu gast geladen und darnach 
ein tanz gehalten: da sein *2 undersehitliche parteyen Statli 
Frawenzimer hinkhommen. die ein sein khlaid gewest wie 
Lnsen- liiege jmunulirn, die Andern wie die glüekhgöttin, 



'i Tic ?arfn in >Uamincrn lunt niii in ^cii icrl viiii^cftlu'tH'n, 

12.'> 



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1609. Samuel Rnwlaiida: L'rmiplete Wnrks <1880| 

gestern [20. Febr.J haben iHe patress wider ein Coinedi ge- 
habt von lauter vollen leuteii. wns eines alles ohn hebt, 
wann eins voll ist. K. I.. sag halt dem otleiiheiiner es wer 
ein rechte Comedi für in gewest, er het mir alss auslegen 
miessen, was bedeut hat. vmb 5 sein mir naher wider zn 
dem essen gangen vnd haben die Kngellender wider ein 
Comedi gehalten von dem reichen mann vnd von dem 
lazarus; ich khan E. I^. nit sehreiben, wie schön sy gewest 
ist. dann khein pissen von imellerev darin gewest ist. sy hat 
vnns n*eht l»ewegt. so woll haben sy agiert; sy sein gewiss 
woll zu passiern für guete Cumedianten. 

65 

1609. Samuel Rowlands: Complete Works (1880) 

The Coniplete WfU'ks of Samuel Rowlands lönS- 1<;28 
Now First Colleeted Volume 8econd Printed For The iiun- 
terian Club MDCi'CLXXX. 

Leaf. [34]. 

The Knave Of Clubbes. Printed at I^ondon for W.Fere- 
hrandf and are to be sohf at his shop in Popex'head Pallace, 
1609. 

Leaf [47J p. 27. of The Knave of Chibbes: 

A Oifif. 
One wittily descril>'d ;i <inll, 
hl diÜoK'üt sort ajid kin<le, 
and tu the life doth i>aint a fop, 
For eyes tliat are not blinde, 
His tirst Gull feares a silken wench. 
Her veluet gowne doth scare him, 
Another weares a siliier hilt: 
Yet euery boy will dare him; 
Next commeth fashions Inck-an-apes 
A Gull compos'd of pride, 
Tli;it liath his goodness in good cloatlies, 
And »lolhiug good beside. 

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«15 

Samuel KowlamU: Tomploto Works (1880) 

Ami lastlv hee's a Gull of Güls, 
That mak«8 ed outward seeming. 
Yeth hatli not one poore ounce of wit, 
That'8 Worth wise mens esteeming, 
Biit vnto these let's ad a Oul, 
That's very late found out. 
Will speiid Iiis iiuing, latid and weultli, 
To fintl coiirlusioiis ouf. 
Ileel e iiiak»* you ht ead [>ouipiou seedes 
I2bj Shall far . xrell all wheat. 

Ami with a kimh' of buniiag giasse. 

In Sanne, roast auy meat, 

Heel e teacb an ape to s^fake good french, 

lack-daw to write and read 

And haä a trickle to vse a Cai, 

That i»he shall Ferret» breede, 

Yet these are all inferiour things, 

To those his wit hath fouiiil 

Such secrets neuer were di:)cIo8*d, 

Vpon this earthly ground. 

luv slntrtly lie intenils to flie, 

One wiiJi; is aliiiust iii;nle. 

To put (loNNiif simple iMhi/its, 

He (ioth liiüi.selfe perswade, 

Hut see liow wise iugeuious men, 

Do often ouer-slip! 

A craftier kuaue than he (of late) 

Had gut him on the hip, 

Which sould him a familier sprite, 

A Deuill in a hox^ 

An artiiiciall flie of silke, 

(A deuUl with a pox) 

For this roy Gull giue» twenty pound, 

(Would ! niight seil liini llies) 

Rut he shonld leuiue besides forsooth, 

To uiake a deuill rise, 

Thiä was allowed to the match, 

127 



imK Samuel Kowland»: Coroplete Works {ISüd) 

And lie iniLst fall to clianne. 
So buth against the poiated day, 
Themselues for spirits arme, 
The Gull gets on a surplis, 
With a Crosse vpon bis breast, 
Like Ä/hit plaving Faustus, 
In that manner he was drest: 
And haning all h\» furnUuref 
He stej)s iiito tlu* riuij, 
Saies Iiis iustnictor >tir not out, 
I mnst ii(u' t'etcli a tliing 
Is lelt liflowe. 1 iiee<l<'s must haue 
So out of (lore he hies, 
Vuto an of ticer hard by, 
Saying sir in any wise. 
Come with all expedition, 
1 will bring von to a place 
Whero a most wicked creature is. 
A wretch that wanteth grace, 
Raisiii g of deuills, which you know, 
180] The law doth straight forbid, 
The attion is !»o liorrihlc. 
I diirst not keep it lii<l. 
The offieer in all tlic hast, 
Vnto tlie lions»' I t'pairi'S. 
AikI Iiis (Iii » I tor wills liiiu goe, 
Direetly vp the ötair« s : 
Meaiie while. him^elfe älips cieane away, 
The Coiistahle comes in: 
And in the Kiugs name chargetb bim 
To ceasse his hellish sin, 
Art thon a raysing deuils beere, 
I Charge thee to obay me, 
Quoth CfulK if I shouUI stir a foote. 
Ten thousand Hpirits would slay me, 
Kcep out niy rinic. roiiie not neare. 
Say you faire waniinj; haue, 



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»5 

im*. Sarauel KowUnds: Complete Work« (im) 

I)e|>art hi tuir tht- Deuill cuiiie?», 

Lfust M\ he iiiaik' thy graue, 

lle raise tbe ghoät of Jlercuie», 

Sliail braine thee witb bis elub, 

l)(»8t tbott not See a smoake appeareT 

Wby tiow cuines Belzebub, 

I eomur«) thee be gone 1 nay, 
1811 Depart by Fee, Fa, Fum: 

Now liftyo, Cratjo is at haod, 

Look wher bis hornes do cnme. 

The (»fticer iinagiiiiupc. 

He saw soniethiiig urise. 

Kail (lowne the .staires hälfe niad with feare, 

And liflpt*, ein 1)8, halberds cries: 

So apprehended him preseutly, 

Aud carries him awav. 

Vuto a lustice, where tbe foole 

Had not a word to say, 

but onely that be ment tio barme. 

And would a deuill see, 

Wby quotb tbe Maiestrate. th<m sbalt, 

I'le send tbee wbere they be, 

Incamate deuils, siicb as du 

Assiime a humane shape: 

To newgate with him preseutly, 

Fol playing Hutoen ape, 

when* wliru he enme lie found ilie kuuue 

That tauglit him coiiiuration. 

Villaiii (quotb he) base rogue aud slaue, 

lä tbis your channing fa^sbiiiu? 

To eousen me of tweuty ponnds, 
ld2| Aiul bring me beere to hell ? 

Kinde Gentleman (saide be) forbeare, 

ll'e recompence you well, 

Of purpose I haue met you beere, 

Because you sball see arte, 

To morrow by a spirits helpe, 

Tille: FausUpiitt«r. 9 



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ItilU, Hililinthoca Exoticu 



W'v bot Ii froiii haiuu' will part. 
Ami iili tliintrs I haue promis'd yoii, 
Shall be |H'itVinH(l at t'ulL 
Nu next (luv got liim.selfe releas tl, 
Aud there leaues goodman (lull. 

66 

1610. Bibliotheca Exotica 

Bibliotheca Exotica, Siue Catalugvs Officiualis Librorum 
Peregrinis IJngvis Vsvalibvs Scriptorvm, Videlicet Oallica, 

Italica, Ilispaiiira, Belgira, Au<;li<a, Daiiica. Bohemi<a. Vii- 
garii a, etc. omiiiimi, <|Unt<|unt in Ofticiiiis lÜhliupolai um iu- 
ilagari ixduciiiiif. ft. in Nuiidiiiis !< i uiKtofurtiMisihus pro.stant, 
ac vennles liaiu?nrin. La liil>liotlit^tiiie Viiiv.Ms:iiI. Cofitenant 
I^e 1 atalogve D»' lOvs Les Liiin\s. (|ui «mt estt' iinprimes re 
sciecle passe, aux iatigiies FraiK/uise. Italieiiue. K.spaiguole, et 
autrt's, (|ui mni auiuurdiiuy plus coiniimties« despuis i. an. 
1500. iusqiies a I an present 1<>10. distrihuee eu certain ordre 
seien les niatieres y conteuues, et len suriioms des Autheurs. 
('um (iratia et Priuilegio C;e8. Malest, ad decenniam. A 
Frankfmirt, par Pierre Kopf. Anno MDCX. 
6. 543. untci ^^auhm^' 

1^. ^0^. Rauften $iftorta I mie er iid) ([cc\trn bem ^euffel 
anff eine beimnte ?eit »crft^ricben f wod er l)ie ^wiid)cn für fdlmm 
^UHtitlicmm lU'it'lH'ii iclbo aiuicrict)t uiib (^ctricbiMi bij? er ent» 
Iid) jciucu ucrDiciitcii i'obn i'iiunaiuu'u. <siaiutf. },oi). £pic^ / 
i;><s7. \:)\n. s. .v>amLuiii\ I •;(><). 4. 

"Ihm I^. \o\m\. Aaufti'ii nii i'n\1)icitlii1) Wcfd)ld)t alle» 
(>Hntioi\'ii \im i\l)icitiidHn ("""rempcl mi) trewljcröigei- i^^arnung » 
äteimcii meije l.'is.s. in n. 

1. '2. imh 'S. ili)ctl Der unniber jeltmm unb ;!(beiul)cinvrli(t)eit 
2cufjeU (^cjcbid)ten uitnb ;iauber .Muuftcu öer bre^en n)eitberül)mb* 
ten 3(tuberer onb Xeuffeld ^erfdjreiber. ^(e ttemUc^ ^. :^obann 
fvaiiften ' fampt feinem !vantulo (S^riftop^ori Sagner onb ^acobt 
Ci^oUu0 ' «>)amburg / U}i)H. in 4. 



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»i7 

lülU. Statloucrs rumpaiiy. (|87(i) 

Jm ^Hccjiftcr: 

(il)rijtopl)oru»j Wagner .')4^i. 

67 

1610. Stationers' Company. (1876) 

A Transcript Of The dtegiftere Of The Coinpjiny Of 
Stationeni Of Lundon 1554- l(t40 A. D. Volume III. — 

IWt. Kntries Of Bookn To 11 .luly l<?'i<> (Kntrifs Of Free- 
iiu'ri To Hl Det-embor 1('»4(>. | |Suc(cssi(ui ot Muster l^iüiters 
In IjiiuUm l'>8ri Hi ltl.l Ldited Hy FUwurd ArIxT. Assor. 
King s (.'oll.. Loinlou; V. S. A. I!(lit(»r of The First j,rintr,l 
Eu^ffhh Seir 'ifsttttutut , tlie Emflish Ifcjtrltifs, und I/k jirst 
Thref Entjlhh Hooks oh Aiinriva. Tliis <'opy i« the property 
of The Library Of The luiveraity Of (ilasgow. PrivatMy 
Friuteä. London: 1 .luly IHTt». 
p. 442. 

130 (Septembrid [1610] 
.lohnWrighte Assigoed oaer to htm from Thomiui 

Bnssholl and with Consent of master 
Adames Warden vnder his hand, tbese 
*2 ('opyes foUowInge xij<* 

rh 

The tj'ite of Sf/(tH oc rtli^floHs innftt(ttions 

of thr ihati.r ot (lunsr ji:srs . 

Thr trnifnitU histofif of tlu Immhlp life 
aml Ih'oth of JhKtoi J\tA( STCSf 
writteo by C M 

1611. Daniel Schaller: Zäuberhändel 

a — c 

3ldubcr A>ttnöel ' 2lct)t i^rcDiotcn 'Mer bae ?ld>t mh ^mn^ 
t^igfte ^optttel / b<# Grften Su^ee i>amuelis, :2)arinnen notf^iven» 

131 9* 



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1611. Daniel Hehaller: Zäuberhindel 

biger onterric^ / ttnb treio^er^tge SBarnuttg gef^td^t / tion mandfcr« 
le^ ort mh 0$efd)le(^t ber Saubere^: 9[u4 tta^ oon ditem jebcit 
3u t)a[ten onb $u glauben fe^ ober itt^t: Barumb @)ott bem 
Seuffcl / !>nnb feiner ßawöw'^wricl) jo Diel geftatlc »nb ^ulaffc: 
:il^ie man fid) am bcftcii für ßaubciei) Denüal)ren ' üiinb bic 
üert)C(l)Unui lituiivneiben föune: 5inC» mic bic iDcliiiiljc Dbric^tcit 
mit jolit)ciu ieuffelygcfiiib prüccöini uiib i)ci-fal)icu joUc . Damit 
pe bcn bingcn ui(t)t 311 üicl < nod) meniQ tJ)iic. @cl)alteu ■ 
bur(^ Danielem Schallervin, Pastorn 511 >£tcnDol. flia rel 
rumpaut iSotauw^ plures mihi prfFsin Sunt roniifcs, cirnnn 
qvi sNa Castro loranL (^cbrutft ,511 ^agbeburgt 1 55ei) ^eter 
@<4mibt 3n Verlegung Jol^ann S^ncfen / ^u(4fu^rem / %m 
Sa^r 1611. 

a) 91. 31a. ^te IBierbte ^rebtgt / ^on ber ddubere^ 

fbl 36 a^) 

. Fau9fm. ^in fold)er (^cicü ift ünfcrn feiten Panslus 

gerocfcn uoii ii)cld)cm iiniiu'^nicltuiiiu' '^ioffoti cr^chlct iiicrDeu / 
ha\] ci mit jciiicr ,|aubciin) ^^11 luci^eu biiutit / ba[:i man m<\)t 
anbcre gemeinet ^elul er iH'iid)luitc ein i;ielaDLMi .'öemmagen mit 
3top i>nb ''lltann. ^^>iiö ^cl•l■^lcid]Oll (^niiufela) uiolmcbr. 

:bl. -i^i a. i)ic füiilf te '4>iebiöt i ^011 iidubcrcij öuö iiüubcicni. 

b) 051. 45 a. 

^Ifo fu^T Faustus etnma^l in ber gaftnad^t mit feiner ^e> 
fellf^aft / na^ bem fie 3U ^ac^t ba^eim geffen ^tten j gum 
@4lof|trun(! au^ 9Ret^en in Reifem / gen (Salzburg in^ Sifd^offd 
j^efler / über jedl)tic) metlen / ba jie no<( einen €ct)(afftruncf ge* 
tl^n / }c. 

c) iöU a. X?ic viiebeubc i>icöigt i üon bei iJdubereq. 

,s>cii l'hilippu.s bat öen Xenffeliict)en i^nben Knustiiin offt* 
male jcl)r crnftlict) iieftrafft i>!rnb Derma^net uon iol(t)er ieuffeleij 
abjulaffen. Der antmortet itjm einj;mable .v^err Philippe, Jbr 
fat}ret mid) allzeit mit rauben ti^orten an / to'ü cnd) einma^l 
ein fel^amen hoffen retffen / onnb ma(^en / menn il^r mit emem 

M <kM !)cr ntl^ Itihcrt p. 'x^auj^in^eit, Xrittetif)eim mb (StfincUu^ 

132 



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«9 

1611. Dniudiui: Bibliothwa (Manica 

$if<6Qdngeni §u ^if^e fi^eti mh effen loodet / bag aUe %tpff 
mit htx Speife in ber ^üd^fcit pm ©^ontftein ^tnau^ fliegen 
foQen / onnb i^r mit emren ©Aften nicttl werbet effen ^aben. 
^arauff antwortet i^m .^m Philippus, S^ai foitu mol laffen / 
id) t)officre bir in beine hinft. $nb er mufte e^ aud) lafjen. 

1611. Georg Draudius: Bibliotheea Ciassica 

Bibliotheea Librorvm Oermanicorrm Ciassica. X^ae ift: 
5icr^ei(t)niip aller Dub icber 58üd)cr > fo fall bei) Dciiiiiul)LMi ^^amv 
in Ieiitid)cr epiaadi von allorhanb ^latcrieu bin t>nb mibcr in 
Znid auf^t^üu^eii ü^^ nodi Den nu'h reit heil in '^^iu1)labeu ge* 
ninbcu mcrben. Xaviuiu'ii iiictit a!!ei!t ^V'bere Aatultct !!t it)rc 
bcjonbcrc Classes bergeftalt ift ül)i]ctl)cilet ba§ jo lüol t>k ^JKa« 
terieii ' aU^ aud) bie Autores (bc|onberü(^ nac^ mvcn Bunamen) 
online alpliuhethico, fanipt ^Injcigung wann ' reo ' ünb in n)a»< 
i^ormat ober (tröffe ein jebeil getrucft / gan^ (eic^tlii^ onb o^ne 
befonbere Wühe 311 finben. @onbern auc^ f^ft febe ^üc^er / 
iDeidje ntd)t ein jeber gn fetner gebürenben Clasn onb Materien 
jn referiren mtjtenfc^afft fyii j mo^in ein febed gehörig / mit 
einem * :9n(eitunQ gef(^tcl)ct fo wol and) / mo bergleii!^en Materien 
onbenwrtlid) ui finben / .jn öerftänbtlidier ^lac^ridjtiing mit einer 
;'lnu)ci|]uii^ flcrtcbcn mirbt. ruicl) M. (Jeoriiivm Drav- 
• iiviM. Aflniuins liiiiiii.s iii(|iiit: I'ruri«'iit«*in «(uninis cliurtis 
illiii«'U<ii iu)i(liiit'ni iut'i'licitt'r altortiri. cii^cosciue [»aicrc catiilos. 
*Wit 'Köm. sui)]. ^.Vaiit. Aici)l)cit auff 3cf)cn Jar nid)t nad) ^n^ 
trufttni. (Mctntcft 511 Aianctfuvt am 9JJai)n j buidj io^ann ^aurn / 
in il^erleguug ']^ctet i^opf\tll, MUCXl. 

8. 445. 
Xeutf(^e .t)iftortf(4e Siu^er. 

€. ;>4:i 

^onberei). 

Jiou 3^iil)oltcn ,v\ercn ünb iiaubcrcrn n)imOeilid)c (>)LM(^id)tc. 
i5rand|. bcq i^aUt)enio in S. 

133 



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70 

161ä. R. 0.: The Tin»»»' Whistle. (1871) 

lolian. liodini De Magorum Diemoiioniuiiia, üum aiipgc» 
gofjeucn wütigen leiiffelelieer ;5aubcrern / jpeyen Diib 
uieiftcr 3iii^oli)en unb ieuffeie bejc^werer »iöcr T. 3>fbfl""- 
^i^r de prsestigiis Dxmonum au^gangen / oerteutf^et bur^ 
So^. Tivi^nvbt I.e. (Stragburg '3ol)in/ 1586 in 8. 1591 in fol 

®. ^ot). Sauften /otftorla / wie er fid) iicflcn bem $euffcl 
auft eine benaitte ^eit ücrfd)ricbcn roao er l)ie 5iDijd)en für 
fcll.uimo ;'lbentl)euit»r c\eiehen felbe ancierid)! mib (getrieben ' 
bi{i ei cntlid) jcincii l1Cl^il'IUen l'ol)n enipfanjjcu. <vrauitj. ^ol). 
(ö^jief; l.^s«. iS. .\>ambnrfl Hiuo. 4. 

iJon -I». ^oljon Rauften ein erid)re(tlid) Wcjd)id)t / allen 
(^ottloien ^uni fd)rerflid)cn ßreinpei mi> treio^cr^iger äöornnng/ 
dieimen toeije / 1588. in 8. 

1. 2. Dnb H. $^etl ber wnnber fel^ont onb Slbent^emrlid^en 
Jeuffele (^ejdiiditen »nnb ;]auber .Hnnften bei breiten »ettbe» 
rübmbten ^^auberer unb lenffelc iH'ijil)iTibn. v'Uo nciulict) r>. 
JolHUiii rvninuni fampt feinem Aamulo ljl)iiftüp^üri :ii^aöuer 
unb O'rtcobi <iil)oUiu^ .NSambnrg , \ö\>t> in 4. 

im ^He^iftcr unter tv. 
^oi)ann Fuuss 543. 

unter ^. 
la4'ob. Schottu.s 543. 
nnter 

{5hn\iopttovm Wagner 543. 



70 

1615. R. C: The Times' Whistle. (1871) 

fEl)e limca 3h>^i|tle: or ^yiem 2*aunce of tSencn <&atire«(, 
onb ottier ^^oem^: (SontpUeb bi) ^. (5., &tnt Now First Edited 
From Ms Y. 8. 3. In Tlie Library of ('anterbury Oathedral; 
Sitft 3"trobuction, ?Rote0, anb Wloffari^, By J. X. Cowper, 
Editor ()f 'England In The Reign Of King Henry The Eighth; 
Kte. London: Pnblished For Tho Karly Engliftli Text Society, 
15y X. Trübner and Co., <iO. INiteino^iter Row. MDCCCLXXI. 

134 



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lt>15. K. C: The Time» Whuilc. U^<U 



p. 41. v£^at [iiaj 4. [Agamat Avarice. Bribary, Apostusy.J 

p. y^. 

Pistill- was fallii iiito ijreat iiov.Mty. i'i-^t..r. wii«. 

Huw coiiif he t«) grow ricli tlnis suddily? 

For he of late hath matclid Im daiighter "'«'^1»^'^ ^»^ 

well . . 

a rieh man. 

Viito a ^eiitlemsD, as 1 near teil, l<i<»4 

Of faire demeanes, and great extent uf ground, 

And made her portion worth live thousand pound. 

Whjt once w/thin these five year (an was tbought) 

Ten pound^ff would all the wealth be had have bought, 

And now he 's in his thousandfjft This quiek ehange, 

This sodaine Tn<»taTnorplioM» is »tranige. 

Belike Ii»» liatli t'ouiiil out soin»' iiiiiu» nf g(»lilt;. rt rhaps the 

Or eise fhe Fairie« brinu Ii im heapes Fftiries bring 

perhaps « 

Becaut»e he tiweepö his hou^e cleaiio. sets Hpmi. 

a light, 

Fuin» water in a haseii. every night. 

And other pretty toyes. to doe tliein pleasure; 

Or eise some spirit shewes bim hidden treasiire. KM 6 

O now yon hitt it, 'twas indeed a spirit, 

To whom, for certaine tearme of yeares t* inherit 

His ease and pleasure w/th aboundant wealth. 

He hath made sale of his soules dearest health. H>2() 

And in a deed engrost. signd w/th his blood^Hehassif^ued 

Sould soule and body w/tli all hupt' of ^ood » cnnlract 

Iii heaveulv ioves to ( (Miie. vnt(» tbe de vill. 

() horrid act! 0 oxecrable »»villi 1()'i4 

AiM'tlnT Faustus. haph'ssc. l»op*»l»'ss»« mau, \vi,.,t wjji 

Wliat wilt tb»»u doe. wbeii as tliat litb* saiid «i.. in 

<^f tliy soone eini»ti<*d houreglassc is spenf; « ' 

Wbt'ii liorroi/r of tby conSGtenee keeps repent l<>2b 

From tliy blark spotted souI«-? 0 (but in vaine) 

Thon wilt theu wish (and think it ease, not paine) 

*'That I had that estate of graee I solde 

[For the] fruition of a litle golde. KiHi 

135 



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71 

16 lö. (Johauii Valentin Andrea«rj: Menippus 



He will b« 
Willing to be 
a begfrar if 

he ran 
[54] thrn'liy 

e»cape hclt. 



He will eunc 
all mcn, but 
in vain. 

So every 
honour is 
bouii:ht aiid 
W)ld:Ii't linycr» 
and srIliTS 
Iteware. 

[leaf 20. liuckj 



Thoug[h| I liv'de ne're soe misorablie poore^ 
And like an abject begd at every doore 
Millious uf vean's. I (ronld lir well content 
[54] T« scapH tiu* evcrluNtiiii; pmiiiisliiiifiit 1636 
Of heils iufernall lake, and purrliase 

heaveu, 

Of wAich for ever 1 am now bereaven."* 
Theo wilt thou «urse thy self«\ tliy wn trhed fate, 
The wombe that bare thee, bim that thee begat; 1640 
Wish thou hadst been a beast, a seiicelesse stone, 
Tc> 'scape that borrof/r of oonfusion. 
Bat wisbes, vowes, and horrid execratton 
Camiut pi i'serve thee from damnation. 1644 
Tbtis each tliing of esteem ts bonght 

and soIde 

Für niindes-rcuiupting, souIes-e<»nfonnding 



gtdiie. 



Ndlt^is take h«'Hd. and hvors lunt» a care, 

This is nu runnthm ordinarv wäre! 1648 
l^otikr t(» f In times, lest von tu Ifite repent 

Tlie puore umua cursts eartlis planne, hellg 

punnisiimeiit! 



11 

1618. (Johann Valentin Andreae): Menippus 

Menippus Site Diab>gorvm Satyrlcoruro Centuria Inani' 
i-aimu Xostratirm Specvivm, In Grammatticorum gratiam 
ca8tigatiim. L. S, Fktn crttdelea pietas ttfraums hnphs mores 

stohi ßnihriatn ffdat: In panne tmui rtfcotidit iiuda se mrtuSj 

tufftiri s«/t ntnhra rtf stiel, nee sr tifuflx sitpcrhis refuilt: Insta- 
tiosf/ii^ hiri t II ,11 iifi IIS r/i/ef, cf jt/((usiis jtoftuhfrls (iura, nev 
cht HS iiniijui l<n'il)H>' juifrintl f/sKtf/ft: }'it/f fitr/fos luata rur^ 
Sfcnfo <if)l itofo tuntiim esiylt (imwa. C(».smop(di Antio 
M.Dl .Will. 

p. iHH). litötitvtii» MagiiMi Pro Cvriosis. Cn-iosm Et 
ChthtiaHn. 

I3B 



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78 

1619. Wolfgang Hildebrand: MagU Naturali« IX. 
p. 221. 

Cur, Quid aceidit tibi? C. Ht)u, tibi etiam. Cur. 
Quid ita? 0. 0 multos illos, atcjue optimos annos absumpto» 
in re exigua! Cur, Male sit tibi, adeo horrificasti me; 
timui, ne iani pr% foribus astaret Mephi.st<»i)liü]e8. C. Anno» 
eo8 ego lugeo. quo8 uter(|ue perdidimus in addiscendis lingaiit: 
Latiua atiiue (ir%ca. 

1619. Wolf gang Hildebrand: Magia Naturalis Ii. 

Mnjia- \(tfrrntis %i\bcx 2\)C\\^). Hortus Deliriurum. ^Taö 
ift: i^iHrabip i^uftc^arten ' unb DoÜfommlid)c 5^e)d)i'eibun0 bed 
ipunberba)ii(t)en / f(^önen / diiD orbcntlic^en (^betoed f .^imniel0 
tmh ber <lrben / bairiiinen ein ieber mit groffer Dcrwunberunge / 
^uft t>nb 93eglerbe fe^en tan / Bit &ott ber fiamec^tige bur(^ 
fein miged / SlttiitdditiQed / i9efeittli<i)e« ^ott / baffelbe / onb 
ttDw beffen borinnen begriffen | erfd)affcn / aU nemltdjfen: 3Sott 
Ingeln innren onb böfen / $arabig / onb «t^eUe / .ftimmelit / Fix 
Sternen / Planeten / Meteori». fo frd) in bei Cbcin uiiD '^intern - 
?iifft begeben ' olc ^^i^olcfeu ' ^Kc^cn laro ^ ^Heiff >i(t)nec ; 
^KviunlH^iicn Ihiloiiibns. pareliLs 2?onncr ^MiU '^iMiibcn f 
wa:\dK\k\) fciiniiU'H ^eicftcii ' KlemtM!t»*n. hm IVciijdieu . öiib 
Diele» an Dein iDuiiDcrbttrlidieit biiu^cu mel)i iiiiici uni) aiiiToi Dem 
(fl^)bp^e^. iHllee auo bcn fürnemfteii "^ktiirfiinbi^ieni Mathn- 
niuticis», mb Astronomis, mit tiöct))tem fleiffe colligirt, uiib 
joiiimeii getrttfleu " in fonbci(id)e Cupita abiietliciiet / mit ]n gc* 
bongen .flupfferftücfen c^e^ieret j mb menui(](i(l)en ^ii i^ute in ben 
Tmd gegeben. !^ur4 Woifgangum Hildebrandum, Notarium 

'» \\ «.Ift'cjanjri .öil^^*bran^':^ "iilcir aiuvrte luoit iHTbcncrto i>ieliHT= 
BKt)rtc Mugia Naturalia: Xiv^ ift Muiift üll^ l'ouu^Cl•lnul1 itjrnurt HiiM 
tntf)ält feine ^auftftcttc. brr Cftamu^i^abc von n;^> (fL^olff^vuui 
dtldebranb« 9t<uc9 Munft- Unb iSniibeT'^^iub) ftef)t bic ctcUc 3. .'>22. 
3n ^er üluftgabe ooii 17(U fte^t Me 3teOe 3*i.>-i<> nur mit neuerer 2)le(fit< 
f(6retbun(t- 2*U(h bciBt in Mcfcr ^?(uöiiabe: WolffffariKi HiUl. htaml» 

^<ü- vermehrt iiurtrcfflid) außcrlcKii cmicufoo Mmn't ml^ ^iiiuuDcibudi 
uirr. bcr 2. o<)T bCi^nncnDc zweite leil: :Hn5cr ^t)cil Xc^ AUtiift' unO 

137 



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t620. Bäpstliche Äderlass 



(':i*s;in tnn < It-^eseli -1 yhgetam. l'cip^ig ^nh iKrlciiun^ .Penning 
12. 

r>. Jn ber fünffteu Drbnunc^e fei)n prsestigiatores, 3<J"''^' 
Qeifter / weld^c bte D^enft^eit bur(^ faljc^e jaubeHfc^e ^tracfel onb 
äü^unbemercf betrtegcit j onb von @ott abführen i mh auff ^b» 
göttere^ reil^eu mb treiben / mie Die 3anberer PA«- 
^tott «tn moM/.« »nb »sVwow Moffus, mh no(ft gefcfttd^t f wie 
(Mirft ^cl ,jj >eit KmiHius ^i^iQQnei' / Kro/w« tnb onbere 

füll ff teil 

^cuffci. ^^"^ ci» Acinö i»nb :h>ibcrjacl)ci (>3üttcjj ? wie oben 
ßcmclbt. 



n 

. 1620. Bäpstliche Aderläss 

ifiäpltli(t)c Jlbcrläft; Tao ift: (lrbilrmlict)cr Pub fldi\licl}cr ; 
bo4 warbegrün bter jüngftDenuic^ener )cit von 9iom > auff fc^ueUer 
2»efutttjd}en ^o\t I ^cpf|t)top6oUfd)er weig beraufi gef<6i(fter ^c» 
rvtjit f üDte ber $ä|>ftn(^en .vetligfett / C<bnften i^rootforin 
über bie Mtr(4 (^otteö / in alten j^ren C$liebinajten onoerfe^ene 
eiiii^i vifjene / wegen ^g langen anftanbeo / onnb be^ tieffen ein« 
wnrfeeln beipcrirte / Sud) wecken Vaffmui bei^ uielt^iltlc^en !ölMt^ / 
üiiau iaiittc si/iniffomafo betreff fuD. ruid) einen nütleibenben 
ül)rilteu au log geben. Aiim» MDCXX'j. 



74 

1620. J. C: The Two Merry Milke-Maids 

a— b 

A Pleasaiit i ciiiuMÜH. ('alliMlTlH* Two Morrv Milke-Mnids. 
ih. rii«' lU'st Wonls W«'are T/te (iarhmd. As it was Acted 
before tlie Kinü:. witli f^euHrall A|)|)n»l)ati«in, by the Com- 
panie uf the Heueh, By L ( '. I^omlon, Prioted by Hemard 

•l ^Vioii(iiiluHi|)ole> cr»<t>otnf iiiir mit ^om iifcl bov i^uto. o^^' iHMin^tc 

V66 



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74 

l(>i»n. ,1. (!.: The Two Horr>* Milke-^Uids 

Mstip, for Lauifm'e ChapinuH, und iiif tu be Sold ut liU 
shop iu Hol hörne, ouer agaiii}«t Staple lune, hard by tbe 
Barres. 162(». 

«) p. 5. A PLEASANT Ct)iMKDIK OF THK MERRIK 

MILK-MAWS. ACTVS PRIMVS. S,ua 
Priiuu. 

Eoter Bemfinl in Iiis Studie, Gandle aud 
Bookes about bim. 
JXehttntmenfs plueke out of the Skie 
The Mooney fhoutfh nhe be phic*i on hie, 
Dame ( 'im\s. trith her (lujnnen m ßnt, 
Vlyss«*s Matcs ilul tunw to Sir'nif: 
The S/i'j/,f's uith Clntnnr Is hrirsf in hrahuy 

And lieiv ai::i!u»'. 
Shf jtlurhs etirh Starre out 0/ his itefftt 
Aii'l turmth backe the raytuff houp»; 
With Channel she makes fhr Kurth to Hitenty 
AhüI rmjsieth Soulest ottt of thetr (intuen: 
She bnrtief* meus Itones at* irffh u fire^ 
Atui puUeth dofnie the IJtjht» qf Ifetttteti. 
And makes if snoir af her de^h'e^ 
Euen m the mld^t of Sitnimer seanott; 
[«] And trhftt ist if eannui Ite done 
Htj nrt of thr Minjicinn 'f 

Iis trin*. tliiniis most iiicrediiilf iiif ti» l>c dune, 
Aod 1 beleeiie theo gentln Hookt' in it. 
Neuer b»-fnre my warie Tutor did 
Leuue tdc doore opeu, wliicli lie well luigbt call 
Hift priuute Studie: for bere Seerete lye 
Were worth maus labunr to arriue to 'hem: 
Here are the Names, Shapes. Powers, aud flouernment 
Of euery seuerall Spirit, their Dei^ree«, 
Their great Effect», particular Seigiii<»rie.s: 
Anfl 'moii|?8t them I hnne found one. if I had 
Bat skill to rayj?e hini für iiiy pur[»o.sef*. 



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74 

1620. .1. C: Tho Twa Meny 3GIke-)Uid9 

And liere s the forrne of it »et downe at large: 
Biit stay, what 's tliis? 

Amaymon Kiny qf (he EoBt^ Gorson King of tht 
South f Zimimar Ktng qf the North ^ Goap King 
and Prince of (he West, mag he bonnd from the 
ihird houre tili Xoowff Dukes mag he hound from 
the Jirst hottre tili Xoone, 

Pish, this h uought to ine. 

Asmody, </ i/rcfif Klmj, .^from/ ninl inlf/htle, he is 
f^eefte uifh thrt'e /if/ni<(: irh€re(tf the firKt Is like a 
linll, tlir srroinl u Mtiti, thf fhinf (1 lidvi : he hnth 
<i Serpeiiis faif/e, he ftelehefh Fhtmes auf of 
Mouthj he sitfeth on an hift^nuiJI JJnij/on, he cur- 
ri/ffh t( Lfftire find a Flay in his hatid, he goeth 
htfore othei'ft which are rntler the power of Amay- 
mon, he giiteth the Hing of Vertnestj he teavheth 
(leometry, Arithmetick , Astronomie: (o all de' 
maund» he atmirereth fulig and fr neig: he maJceth 
a man mutsthle, 

I, this. 

\7] He ftheipe(h the />/f«VÄ iHtere Treannre Ige, 

1 (louudt ciire f(»r Trcasiire. 

lie mdkf'th <t man iniilsihh'. 

Tins, this is it: (iit at AmikkIv. tliou art tln« Spirit whurn 
I WDuld <'nnuei8e Nvitli, An«l 1 will tet<tli tliee, if this Ciiarme 
will (loe it. — 

Now 1 haue lavd inv Cirrle, feare a^saults nie: So sayes 
my graue !nstrii<*t«»r all itifii «loe wlien they Ixuin fliis Ru- 
smesse; but bids me liere be resolute, and Ur«?Hd imt: for 
bound in thi« Cirde, and by these words constrain d, they 
cannot hurt me. 

1 doe coniure thee by the«e potent Names: 
Panthon, Adottay, Ah/ramagf Plamthothy Muriton, Bise- 
cognatoHf Sision^ Dinton, Maton, Tetra tjrammatonf Agla, 
Agarion, Teffrn , Penfesartron ^ Teudtcata^ SoHhle^ Sorthiaf 
Sorthitfs, Mi/ia, Aehilia, Slhiffift, Yoii tlie tlire»' Faierie sisters 
üf the Riug coine aiid a|»|»ear«' t«» me. ur send yoiir fuitii- 

t4<» 



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71 

KL'U. .J. C: The Twu 3ierry Milke Fluids 

tull seruaut Asmoilyy or 1 will call the fiue Kings of tb« 
Nortli. 

Ettter l^ndofTe hh T»for like a Spirit 

l.Hitd. Fol* \Yliat tliou ihw'm'A Mortnü? wliat wut thou 
doe witli Asinodff, iiuvv thou ha.st lirouglit him liithtM'? 

Ber, 1 doe commaund tUee tliat thou belpe m«} to the 
inulsible Ring. 

Lan. Hu, lio, Iii», Thou foolisli Thing without Art, and 
lesse Wit, Do'st ihiuke it dotb require no more but so? 
U is tby Masters Master-piece to doe it. 
And thou do^st call for nothing but thy Ruine. 
Thou art now in my power, and I caa teare theo 
As small as Atomies, and tbrow theo off 
Like dust before a wind: yet for l know thou art 
Pupill vnto my Master, and his Minion, 
[ü] And miiYst liereafttT witli u vvonl release me, 
H«M<' viirniistrayu (i, i vow my seife thy seruaut, 
And will (acfjuaint me with thy |>ui|M»«eäj 
Kttect tliem tu the vimost of my (xiwer. 
Ber. Do'st thou not thi.s in subtiltie, to draw me out 
of my Ciri'Ie, and then ruine me? 

Lan. 1 (lare a.s well runue on tlie fierie Sword that 
wounds Malantka, Thama, or SitramL 
Ber, I doe beleeue thee: 

Then be gone; yet stay, a word more: 
Thioks thou my Tutor, if I should conceale this Act 
of mine from him, that he would know it? 

Lau, \ thinke not: for hee hath giuen mee libertie these 
tiue dayeM. 

lUr. 1 luink.s Ai*mody: now ieaue me. 
Lau. I am gone. 

Her. \ will get Ieaue ot luni t<> returne back vnto my 
Father8 tiuiise. where 1 will liue, if A»mody can doe it, 
inuisible. 

Not farre olT in a Damsell whom 1 loue. 
Bnt neuer yet durst teil her, nor did know it 
So feelingly, as now 1 am remou'ed. 

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7t 

lÖ2ü. J. (-'.: The Two Mirry Milkt-Muids 

*T \n almost <lav I wisht. tliou^li not for feare. 

• ■ ■ 

For louf lia s uuulf nie a Im»I<I ("(uiiurer. Kxit. 

L<tn. Aiid tlion wert l»t>l(l iihlt-rd; Imt vtiutli is desperat, 
Hespects not ilangiTs, Imw soe r thov lonkp. 
I <;am(^ iiiy seif»» vnto tliis Art with trembling. 
And wlien 1 Hrst liad rayn'd a Spirif vp. 
My flesh Die tliought ran like my bloud about nie, 
And 1 sat bathed in a cold faint sweat. 
But he was farre frnm raytfing any Spirit: 
He ran 'hem so disorder'il, that no Deuill, 

[9] Though he had heard him, wud haue knowne bis name. 
But it vrns my detnr5e, seeing him grnw 
To extreme ^lelanelndy and Disconteiit, 
To let hini view tliese «eatt red papers thus, 
That I miijht souikI Iiis L:.riet'e, kimwiiii; [kiw apt 
And cfiin'tou.N voutli is of enerv kiiowlrduc 
If lie niitjlit learne it witli a little bahbliag; 
Hut tlii-^ i< un\ an Art so t«i be gain«!. 
Ile follow hiiu, attendin^' still vpoo him, 
As if 1 were the ^pirit he guesses me: 
Aad if there shall be cause. Ile play my part 
So well, that meu shall prayse the Magick Art. 
h) p. [44]. 

Dor.^) Thon alt all wiMnesse. that nothiug I titiuke 
will tnme. but a long: Voyage. and vnfortunatH. 

(> Julitt, \ Uoe tliinke v|>on tliy |H)<»re atilieted lirother, 
Goüd (teiitleman. tliat lie stiould place bis loue so disas- 
trouslv. 1 wondtT how be doesf 

lu/,^) He \» a great stranger vnto me as to you Ma- 
dame, I neuer saw him since. 

Dor. I hope he did not spend bis time so III 
In the Vniuersitie ut Wittembergf 
Hut he lia s leamt so much Philosophie, 
To tarne those headstrnng Passions. 

Dorig«ne, the Diichcss. ^. .f». 
•> lulm. r. .»>. 

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UiÜK Zeitschrift Für Deutsches Alterthum ( iN>i>) 

Iitl. You niay [>iay uitlh r hv liu 8 not spent his time 
As I\/ifsh(s (Iitl. jihii tininy tlint nio tli»*r«', 
In Ni'urniii;iiit it\ so to pertoiiut* tlie Taiske 
Vuu huue luvil Oll him. 

• 

J)or, Alas ponre VVench, do'itt thou beleeue there can 
be an Art? 

1(45)} JuK >Vhy, haue we it aot recorded« Funntus did 
Fetch Bruno* 9 Wife. Dueliesse of Saxoufe. 

In tin* (k'iul time of Winter. (Jrapes slie long tl for 

Don Surh Ji Keport tbere goes, hnt I hold falmlous. 

luL Weil , liad l heen as yoii, V de not ha' layd so 
«leepe an Oatli vpon't. 

IJor. Wnd tliat were niy worst feare. Euter Dorll. 



75 

1620. Zeitschrift Für Deutsches Aiterthum 0885) 

Zeitoc'hrift Für Deateche« Alteithum Und Deutsche Litt«*- 
ratur Lnter Mitwi^kulll^ Von Wilhelm Scher*»r Heraus^ -nlien 
Vnii I-Jias Steinmeyer Nene Foluc Sichfiizelinteii Ilaiides 
Kr^tes lieft (XXIX. Baml) lierlin W.MdmamiM lir Hiicliliaiid- 
Itiug IJ^S'). Jm Satze rolhtu/ef am 2(K UctubcVf uusyegebni am 

S, Ho. Zur Faustsage, [von Krieh Schmidt] 
S. 87. 

SHtniHtirlsrhcr Inhalt der ( '(nn(»e(lien ron Tlieopliilo der 
Kirrhiii in Cilicio Vicjirio; itelUrher sich iif ,i, ti .-^i-h nnilm IJu'- 
ift ifis ih ttt laifdi(/*'tt Suflian mit t itfnem ii/nt rn sf/i l ihen ; aber 
durch Jidjf dtr S^'f li(jisten Mutter (iottea Mtiriir dieses fjfue- 
tiye rer9chr*'ibeti trider i roln'rt, md ron der eirif/en Straß' er- 
kaUen trordfii. (f ehalten zu hnfol statt, hin dem Academischen 
(fVmnai<io der So(!ietet .lesv den Octobris Anno lt>21. 
Otdruckt zu Inyolstattf bey Oreyori Hüutin, 

143 



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7ti 

lG2ü. Juhn Melltm: AslrologustiT 



S. Ul. 

Seena Vlü. 
othr 

Beschluß der Crimoedi. 

Kau>itiis i't Scotus Magi in iiu'dio flammurum ueiiualis 
pülie 8< » l<'ris iii;i(*(|ualein laineutautiir cxituiii. 

Fansfus I tui Scotus beri'embte Zuuherer in einer Fein'iijen 
JJöie beuftinen jhr F/end, dieueH sie y/elvhs Luster der Zau- 
hereij mit rnyt eicher Straß' bezahlen müssen , vtid in aller ewig' 
keit nit ubzalen werden, 

96 

1620. John Melton: Astrologaster 

Ä — c 

Astrologaster, 0/% The Figvre-Caster. Hatber the Arraigii- 
nieot of Artlesso Astrologers. aiul Fortunetellers. tliat cheat 
maiiy ignorant people viui* !" the |)reten<-e of f(jrett'lliiiii tliiiigH 
to come, of ff'f/tiKf fhitufs fhat arc //ttst, findintf out t/iim/s thut 
(tre fast, f.r. |»nitii(liiig [)ri'amt\s. cal<*ulatiiigl)eaths aud Natitiities. 
once (iffdine browjlit to the Borrf. Bij lohn Melton. Cicero. 
tytultoriim plenu sunt omnia, Impriuted at London hy liarnurd 
Jfsop, for Fdirurd Black more, and are to be soUi in Faules 
Churchyard, at tbe of the Blazing-Starre, 1620. 

a) p. H. 

Therefore on a Moming which was as calme aa 1 could 
wiBh iny thoiights now were, I put on a Sute of eourse 
Northenie Dozena. with all accoutrements that were most 
sutahle to that homelinesse, and with all expedition went to 
Master Doetor, and hastily knoeking at his W'orships doore, 
there eanie running downe the stavres with a nimble dexteritie 
vthe little Mti>histttj>hih ■< \ Iiis IJoy. deniaunding with whom 
T wonid speake: to wii'.ui. m a hn»a(i Somersrf.^hlrr lantrua^»', 
I answernd. with Ma^tir Düctur. vjum an eainest liu>iri<'>se. 
Vpou the tleliuerie of this Message, this young Spirit. like 
exhaled dew. nimhiy Hew away from me, who vpou an instaut, 
like a Hatih of Ligbtniug, was in my bosome agaiue before 

144 



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7ö 

Ißäü. John Melton: Atitrokigaster 



1 eolild perceiue him; and then, without any more Interroga- 
tories, marshalled me vp into bis Masters Study, who sat in 
this manner followmg: 

h) \). 1:1 A Heavenly Oratioii. f^n bcrfelbeu rü^mt (ic^ 
bei ^ftroiog, bell ^eltoii bejuc^t, folgeubermaBcn:] 

My skill m Alehymie is so great, that 1 can turne any 
thing that is brought to me into as perfect Gold as euer came 
out of the Indrett. Frier Baem was an Asse, 
Doetor Faushts a Foole, nipley an Empericke, and ^*'^*»y"^»'»- 

Kelly a Coxcombe to tne ; they were not worthy to hlow my 
Brll.iwes. or looke to my Styllf*, while l wurke for the 
Fhiiüsophers Stone. 

c) p. 22. A new and true description of Astrologie. 

p. 31. 

Nay. doe but looke into the humours of our Moderne 

('alriilators. and you shall finde th»'m raylt» one at^ainst 
aiiotlier iLs hittorly ius Sash aguiu.st Uuruij; and wliy is all 
this? hut hecause they condfinnf» eacli other for lying; when 
lieaiuMi and Harth, (mjü an Man. know, that he that lyetb 
the seldomest. doth lye very otten. 

Som*' of tlh iii will prognosticate. that on such a day 
very vnfallihly th«»re shall be Raine, when it is a thousand 
ponnd to a Farthing Token, but all the people dwelling in 
that Meridian his Almanacke was calculated for, but will 
finde them Lyars; except some AViddowes, that haue buryed 
their Husbands, or Lonnes their Fathers, wbo raine whole 
showers of teares from their elouded eyes, it may be more 
for ioy then sorrow. Another will fore-tell of Ligbtning and 
Thunder that shall happen such a day, when there are no 
sufh Inflamations seene, except men goe to the Fortune in 
Gohlimj'ljitne, tu .st-e the Tra^edif ol" Uüctoi J'nusfus. There 
in deede a man mav htdiold shai4ii;phavr'd Denills ruiinc 
roaring ouer the Stage with Siniihs in th«'ir »louthes, while 
Drummers make Thunder in the Tyring-house, and the twelue- 
penny Hireiiugs make artiticiall Lightniug in their Heauens. 

Tille: Fwwttptitter. 145 IQ 



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77 

1623. Shakespeare: Coroedies, Historie«, and Tniffedies. (1W)8) 



71 

1623. Shakespeare: Comedies, Histories, 
and Tragedies. (\AOB) 

»-b 

Mr« AVHIiam Shakespeares Comedies, HMtories. And Trag- 

edies, Published aceording to the Tru»« Orij^^iiiall C'opies. 
London Printed by Isaiu: laggard. and Kd. Bluuiit. 

p. 'M). The Merry Wiuotj of Wiudsor. Actus PrimuSf 
Scma Prima. 

a) p. 40 a. 

Eu. [aus] Panca Perba; (Sir hihn) good Worts. 

Fol. I Stoffe I (jood wortx Y good Cabidge; Slender, l brokd 
your head: what matter haue you against me? 

Sien, [der] Marry sir, 1 haue matter in my head against 
you, and against your €ony-c*atching RaKcalls, Bardol/f Nym 
and Pistotl. 

Bar, You Hanbery Cheese. 

Sien, I, it is uo matter. 

Phi. How now, Mejthostuphiittft'if 

Sfen. I. it is no matter 

A'//w. Slicf, I say; pfiunr, /Ktuca: Slice, that'8 my humor. 

b) |>. Actus QlK/if'/S, 

p. .')(». S4:eHU Quiuttt. 
|). .')7. 

Hont. Wliere be my horses? tjpaak well ot' them varletto. 
liar. Hiiii awav with the i^osoners: for 8o soone as 1 
came l)ey(ind Eatottf they threw me off, from behinde one 

C%)nceited romedie, of Syr John PaUtaffe, and the merry Wiue« »t 
Windsor, wniiutliib am ^elll ^tiu 159-i (l)cnuiK|)e0rb(n von Jamea Orchard 
UalliwelK London 18«», Pnnted fnr the Shakespeare Society), ent||äit 
t>tf beU^cit ^niptdunvien auf Mc Aauitfaiu' noiti nlitit. 2ic ift imtcrin 1$. 3anuar 
IWU 2 alO ^K^nuft in ^ic K»'<rist.'rs nf the Stationer»' t'omiiany ein 
t)ctraiv'it. Tic crito ^Ui'>\vüu' bcc« un lu'ficrUMi itficfC'> iit t>k Aoliimn-i-iabc 
IHM! c>i'r ^an^ Mc ruartauviinbc wu lOi foUUo. ra^> uerbeiuntc 

ctiut ipiio JU'^cr^l^iV^ auTiiruuC» mu^<x ^)liin.ncluartcii ^ari^ HKU aiuv'K^t. 
X. .0. 

14<i 



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1624. Wilhelm Schickurd: ikchiimth Happerusohim 

of ihvm. in a slough of myre: and sei spnrres, and away; 
like three (ieniuiiie-diuels; three Doctor FaHsfasses. 

Hont, They are gone l)ut to nieete the Dukf! (villaiiie) 
d<>e not 8ay they be Hed: (JeitHftnes are hontest uten. 

78 

1624. Wilhelm Schickard: Bechinath Happeruschim 

I>erliinatli [lajijx'riisrliiiii ') IkM-liiiiutli HapptTiisclniii 1I(m; 
f^l Kxarriiiiis < Omnieiitutituiurii Rabhinienniin in Mosen l'iu- 
dromws vel Sertii» prima, «'innpltHtefis (ieiici alt ui IVotbeo* 
riain. De i. 'JVrhi J/ehraico V. T(tnjum Cluädaico H. Ver- 
$ioHe Otwea, 4, Masiöreth, KubbuLak 6'. Fermchim, Cum 
Ifuii«;ibus b>corum S(Tipturje, Kerumque memorabilium. Au- 
thore Wilhelma Schiokardo, Saer. Literarum Hebr. Professore. 
Tubing», Ttf^ Viduw Johan- Alesand ri CWüt Anno MDXXIV. 
a) Praefatio. p. 7. 

Ihniifue Dorf. Fausti ma<f{ apud phhem celebris fe(/eH</am, 
tfiinm f). ]2(). ßrtitiinn, non sitif uliorum uuthoi'itate statuif 
.<iitit tjui etiinntiitiii €nrüiH cDilunt: rtnn bis höh <i>iiti)iihim, 
>4 fin'ff pafriuiit sttam tu/tti pncsfn/nfforis! tfrtt/ine /to/iorfirt 
j/tftor^t'int ^ dam sibi popuhiifiii dirnnt: ut oiim de Httinen 
rivitate inier (inecoH ceriatum Jait. 

b> p. 

Apud (irseeoa Xenophon Cyruin siium, non ad hiatorise 
tidem, sed perferti Imperatoris efligiem delineavtt, nec qualis 
fuerit, aed qualia faisse debuerit, descripsit. Sic Ulysses 
Homero, et apud l^tinos iEneas Virgilio nomen tantum com- 
nindat non ftdeiii: ut egre^ic* delirent, (jui omnia illorum pro 
liistoriis acceptant. Sir tota Metamorpliosis Ovidiaaa. iunnes 
INM-taruiii fahula^, uiiinia < oniiconiin theatra. sul» (•••rtaruin 
persoiiaruni (vel aliquaiuio, vel i\\\uf\ periiide est. miii«|iiaiti 
iu mundo viaarum) habitu, ex comiiiuai eru<litorum äeuteutia, 

— - - - ■ - 1 « 

*l ^ nrbnicf ntift bicfc tietbeii Sorte t»a» crftc mit (Kbräiftben 
Vettern debnufl. .f». 

147 lü* 



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7» 

16^4. Rouet: lata Histoires Tragiques, deutsch von Martin Zeiller 

longe aliud doeent, quam literaü sensu pne se ferunt. Sed 
nec nobis Germanis ezempla desunt. tales enim inter plures 
est V. g. fomosissima illa et multis quoque gravibus viris 
credita, fictitii cujusdam Doctoris Fausti legenda, quam tarnen 
saniores non nisi in bunc finem excogitatam esse statonnt, 
iit promisciiam plebem. in 8U|>ersti[ti|ones et magica.s artes 
pronam. trugico quem affiuguut eventu, ab ejusiiKuii sceleribus 
deterreit\ 

p. 18l>. Index rerum. 

Faustut} Magu8. praif. et. X'2(> 

19 

1624. Rosset: Les Histoires Tragiques, 
deutsch von Martin Zeiiler 

Les Histoires Tragiques de Nostre Temps: 3)ad ift: Jtttotj 
SBar^afftige, traiorig / flöglt^ onb munberlid^e @(ef(^i4ten / bte 
loegeti ^ixUxtti I :DiebftaI Dnb ^Ttaubereq / @^rgeit / bitb anberer 
Kinamen vnb bencfloärbifleii Zufälle: fonberH<^ aber bn^eitig: Ditb 

niior^ontlictjcr Vieb l)albcr ' firf) mcl)rcntl)cile in ^rancfreid) bog 
rcniciitiici S(bmc^ Axinrict)eii Ocf^ IV. »üb bc^ icfei^cn .Hönii) Vuö» 
lüii^o Xlll. ^luictraiH'u l)aben: S^iib crftlul) uom S^cxxn ^vüucijco 
»on ')iof]ct iu ^siantjü|tf(l)cr epiad) beid)neben ' t»nb üntcr» 
idiioMidicn maln > in Jvrandreidi mit bcf^ Möiiii^o iiriüilegio irnjit 
rtcbiurft: lUcwlid) aber in bic Icutfdii' 2prad) tnrtilid) / fo Dkl 
ce bcr :Jul>alt ber ."piftöiicn t)at lei)bcn rcoUcii ' traneferirt: ^av* 
beg bann aud) allerlei) nublict)e l^et)ren fo mol alten ald neuen 
^ier^u tanglid^en ^jrempeln / bie am ^nbe einer {eben ^^iftor^ 
(mie aug ber folgenben ^orrebe 5u dementen fe^n mtrb) jufinben. 
^ebo aber tn bifer anbern (Sbition mit bem anbern ^^ei( ber» 
meieret nnb gebeffert / burc^ Martinum Zeilleram Muravianum 
stvi um. Q^ebnnfl jn $ofmar(! Aürt^ / be^ Sntonf «f»ummen / 
MDCXXIV»). 

fidi iMOlmcUr in Den \HiniicitiuitU'n ^e^^ lU»crn'hor»> Joillcr. (."-in (."^ivmlar i^tv 
erftcu Vluflage Der £)cut)it)i'u ilbcijc^tuii^ l)at7c til) nid)t au^utin^cn ocrmoctit. 

3^. .0. 



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80 

1625. Gabriel Naude: Apologie 

6. 41 [^eiUere ^nmerfungen ^ut awctten (i^ej^ic^tej 
(ittH^eii aber tjt biefer B^to mit Seib Dnb @eel offentti^ 
vor ben Seuten Dom Heuffel ^tntMg geführt loorben. Sie e^ bem 
betauten Sauberer So^aniti gaufto Doti ^ünbUngen bürttg / ber 

feine ßflHtJ^rc») 3« @raca» geftubirt ' ergangen / wie er 3u 35e» 
nebig in bie luft »oKen fliegen / ber lenffel jl)n faWen laffen / 

bae er |d)ier geftorben roere / rote er Den Icuffcl in i^eftatt einee 
•t^unbee mit fid) t)ernmb geführt »nb '^iMitcii'- bcri^ aiiff 
befelct) C>t)uvfürtt: Johann ]u si-ad)jeu / luie auc^ 3u Biünnbcrij 
ijett joUen einge^oi^on iinnben / aber entronnen I onb bod) oiitlid) 
in einem borf 'A^ürtcnbcri^erlanb ben bor nintit nont Xeufel um* 
gebradit irorbcu ift alfo b\ ji)n jein 'K^ixii) nat)en bem 33etl) 
mit ombgeroanben '^ingefic^t be| anbem ^age ligen gefunben / 
fol(t)e^ ift au^ ben {.«mis communibus lohaunis Manlij Dunb 
fonften gnugfamb befant. 

1625. Gabriel Naude: Apologie 

Apologie Povr Tiivs Les Grands Personuages (|ui ont 
este faussemeiit soupvoiinez de iMauic. l'iir G. Nuvde Paris. 
Multos absolut mi(.s y sl raperintus <ntt* iKdicm-e iittmn n 'fsci. 
St'neca lib. H. <le ini. ciip. '2*.^ A Pnris. ( lu'Z Pranvois Targa, 
au I'alais. ä l eutrce de la Guilene de.> i'ncioiuuers. MOCXXV. 
Auec Priuilege du Roy. 

p. 31. 

( 'e <|ne neantmoins il a faict tres ä-propos, puisque ceux 
qui la praticpient reeognoissent par son moyen cette supreme 
«t vnique Diuinite, et penuent montrer tant par la cog- 
noissance des creatnres qu*elle .nous enseigne ä Celle dn 
Oreateur, suinant Tinstruction que luy mesme en donnoit k 
^loyse. Fadem nmm nm pidebi$, pasieriora aulem mea videhis, 
i\iu' par la certitude que eile nous donne des miracles du 
noiiiieau Testament ä celle du Redemptenr; autrement il v 
faudroit admettre rpie Scaliger se seroit graiideinent tronipe 
<iti p.u afiyni-[t^"J| plier ainsi cette Tin- urffit», l:i(|iirlle est ä Ikiu 
droict condaimiee par Delrio, i^ercrius, et tous les autres; 

U9 



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81 

1626. AllH*rt Uohn: Shnkespearo in Oermany (18ti5) 

auHquels nouH dettons »ussi plustost noas rapporter qu'a eet 
Escriuain moderne, lequel remuant le Ciel et 1a terre pour 
se faire estimer Magieiea, saus eo pouuoir venir a beut, 
s'aduisa il ii*y a pas long tenips de faire imprimer vne Rhe- 
torique auec cinq [>ai*ties toutes nouuelles et non eneores 
pratiquees. qu'il fais(nt (jimdrer anx anciennes, s^iauoir TArt 
do Tritheme a rimieiitioii. l;i lliciuiiie ü l:i dispfjsitioii, 1 Art 
d'Annaiit'l a r»»l()cuti<ui, l'Art Fauliii a la (xumrintiim. et 
celuy dt' l.ull»' a la meinciire, |mur reiMimpeiise de laijuelle 
ie croY (ju il iie HV'Huroit iiiaii(|ii(M . soii credit s'augiiit iitant 
de iüiir ä autre, que I on ne face d anssi heaux coute.s de 
luy dans cinquante ans (|ut' Von fait maintenant [33j da 
Docteur Fauste, de Maugis, Merlin. Nostradamns. et heaut aup 
d antres marquez en rouge daus le Calendrier des Magii-iens: 
auquel il faut encore adiouster Homere, Socrate, Aristote, 
Proclus, lamblique, Porphyre. Maxime, et tous les grands 
Esprits de ces derniers siecles 

81 

1626. Albert Cohn: Shakespeare in Germany (1865) 

tMiake.s|)eare lu (lerniany In The Sixteentli And >even- 
teentli Centurie.s: An Account Of J'.uglish Actors in (iermany 
And The Netlierlauds And (>f The Plays IVrformed By Them 
Düring Tlic Same Period. By Albert ('«diu. With Two 
Plates Of Facsimiles. Lou<lon: Asher aud Co. 13, Bedford, 
Street, Covent Garden, And At Berlin: 20, Unter den fanden. 
1865. 

p. CXV. [.^anbf4riftli(^e ^inträ^e eined ^redbener 
beamten in einen 16-2() Doii SWag. ;sot)Ottitee 5trc^jd)mer wr» 
Öffentlidjten Dftat)falc!ibcr.| 

.lulius 3. — *lst eine Tragicoinoedia von dem Hamann 

viidt <l< 1 Ivoenigin Kster gespielt worden. 
— 5. — Ist eint- Traiio.'ilia vnn der Märtheriu Doro- 
thea j^ej>j>iell wordeu. 

loC) 



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82 

1626. Kiigol: Volkueh«i«]iie] Faust (1862) 

— 7. — Ist eine Tragoedia von Dr. Faust gespielt 

worden. 

— 9. — Ist eine Tragicomoedia von einem Köuigk von 

Arragona gespielt wonltu. 

— 11. — *ist eine Tragoedia von Furtuuato gespielt 

worden. 

— 13. — Ist |!eine Comoedia von Josephe Juden von 

Venedigk gespielt worden. 

[CXVI] 

Julius 22. Diesten Ist ein*- I racricomoedia von dem be- 

heudigen Dieb gespielt worden. 

— — Isteine Tragicomoedia von einem Hertzogk 

von Venedig gespielt worden. 

— $1. — Ist eine Tragoedia von Barrabas, Juden 

von Malta gespielt worden. 

Index p. 41:1. 

t'austus'", a (jermau pluy CXV. 



82 

1626. Engel: Volksschauspiel Faust (1882) 

mit i^cüluclitliclicn 0(acl)rictiten über bcu Iröflcr ber ivai;}t]age unb 
mil einer :i^ul)ueiu]eid)i(t)te bee 5sauft von Marl (fugel. i-^ircite 
umc^earbettete nuh Dielfac^ eritänUe iHitflagc. 5Rit 'Jvaiift'e i^oi-- 
trait nad) rKeuibraubt. Dlbeiibuig, 1H.S2. ^d)iilu'id)c .>)ofbud)= 
^anbiung unb $ofbud)i)ru(feret. (CS. ^enibt uitb ^. ^(^mor^.) 

(S. 31. 

[.tafenber auf bem .^ofmarf(I)ttllamtc 511 ^Dreefben mit Ijanb» 

j(t)riflliclien '^k'rmerfen über 33efiu1ie, Ilieater, Jagben, ^Keifcu.| 

Dijn Xiüim 7. Jft Die .iragocDia Poii bem Doct. Fausto 
gejpielet iDOibeu. 



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83 

1626. ZachariM Theobald: Areana Natura« 



83 

1628. Zacharias Theobald: Arcana Naturae 

Ärcana NatvrsB Da» ift: (Son^erli(^ gel^mnud ber 92atur, 
fo mol aul glaubioirbigeit ^utoribud. ald aud atgner erfal(|ning 
aufammen getragen ^ur^ Bei^lanb ben ©^mürbigett otib moU 
gelerten J^erren M. 3<t4anam iPieobalbum Pfarrern gum 

Ärafft0f)of. 9tttmberg. 

mtce man: 

^chmdt 311 "3iüinlH'U3 , bei) l'uDiinii i'i)ci)neni ' Dciiet^unc^ 
S[d)atii |)iUin(^e ' 33uiöeni Dub ^iaterialifteii in Diünibei^. C>m 
::^a^r CSl)ii|ti . MDCXXVllL 

^ft berl)aibcii mit ben NiitivitHien fcijr ungcjoie^ mib 
gu}eiffelt)affttg / totemol id) ftc ale ein eruditum coiijecturani 
rndfi oerad)ten , ober ein aitbcrn ettpae gewiefee barauff baioen 
imb tvatoen ^tffe / ^6 börfft ftc^ einer wie jener Mouffmaitit 
init Vomatent I»em4tteit. ^(blie|li(4en ift baö mein mei^nung: 
5Dfe @terit l|aben in ben snbluuaribus ein fiarcfe SBiirdhing i 
Motu megen jl^ree 2auffe / Lumine megen fbrer Siec^tftralen / 
Influentia megen beg .pimmlii(4en (Stnffuffe^ / ob nun ein fol^e 
(bie bo4 no(ti in <S)otted ^dnben ftc()6t) imprension ein A.strologtt8 
burci) ein thema ctBÜ errathen ' ünb ^ufüufftic^o ^'u\(\ roeiffagen 
fanV '^iH'ij; id) uiä)t i^lauca« aiiü) iud)t ' ünnt) 10 kui Necro- 
iruiutiii Göetia üub Thenriria (uoi iüclcl)C C^unt alle ge= 
tauffte '(5l)riften iv^iif^inlift) bcl)ütcu moUe) mit Piitcrlauftt iHle 
an ben |^^cmpt'In Kim.sti, Trithoinii, .lolian. Teuton. mib Por 
30. Jahren bc«>ti, etc ^ujc^en i treffen fie ee »ie ein JßUnber 
bie Z\)m. 

84 

1628. Georg Maier: Historischer Lustgarten 

Jtt ©corgiufi Waier, .'piftorijc^cr l^uftgailen 0. 
Seennda Centuria Historiea 

(.M)niti 3" t*^""' cin^iiuit Oiomplar ^idov• "Jmu1u'-:>, ^a* ich fcnne, 

our biv Muiii^lic^en :bibliotl)ef in ;ücrim, |d)lt ^a^ Titelblatt. 2^. 

152 



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H4 

H'dS. Ueorg 31aier: Historischer i^uütgurteii 

6. 412. ^ 70, (SapUel. 
@. 417. 

•^iir ;^ett ifUcjr: 5Wo<^ni M ec aud) berühmbte sEd)iT)ai1; 
.Hünj'tlcr ö^'^*^" fll^' 2ti)iumiiö luni lauiuo ' i^bilifti^ v>on 
€t)raciifa onnö .peraclitut? uüii jüti)ti)lcuc unter ankni aber ; 
fo 5u Diijer ßcit ßclcin / ift nocb rool befaut "so^ ;üt)an rMiuftcn 
haniieö Jyaiiftii6 poii CMuiMlint^oii ii)eld)ei- iciiic .Hunft 2tiitpiu&« 
311 (imcaro c^eleruet ^a man üov,5eiten üffcntlidi fünftior 
i)ie profitirt. gelefen ' alfo bae üiid) unter bcm 

-f^emeiucn *iiöfel nit IciC^Uid) einer gefunben roorbeu ber nid)t 
ein iitücflein ^aroou gelentet. 2?iefer AOiiftue ift auc^ ein ^Jieifter 
in ber 6(^mar^ ^unft / 3U feiner >)ett ben abgebauten ^ö^« 
mif<f)en ßtitom aUer ^ngd gleich geioefen / barumb auc^ einer 
ein fi^redllct) C^bt genommen nie ber anber. !^enn gauftu« / 
Ute e0 Sieru^ er$e^(et / ift in einem ^orff / im Burtenberger 
Sanbt neben feinem SetI» tobt gefunben Morben / bem ber Seufel 
ben Ropfi abgebrebet, bo man ^uDor Dmb ^ittento(f)t ein grop 
(Getümmel üub Weriimpel geboret iiidit aiiLicift alc^ uuinn baö 
(\ante ^^aii^ über einanber fallen troltc. Tci anbei aber mie 
jti^t iiiebad)t ift Icbenbig uon ieiucm ifel)imeifter binroeg gcfiibit 
irprbfn. ^^a? ift ber üt'l^icnte l'obn ' roenn einer üerbotene 
Ittel gebraud)t / onb me^v ioi)feu wil / aU it^w ^ott onb fein 
.p. töort ^nleft. 

[41 s| Tainit mir aber no^ ttm^ uon bem A-aufte jagen / 
fo hüb id) oou benen / fo i^n gefcnt ' gehöret / bap er ein ge* 
UMitiger ^dinar^tiinftler gewefen feij / bo ee bo(^ fein rechte 
Aunft / fonbent nur eitel ^Betrug onb ^erbleubung ift. Sinter 
anbern feinen fünften mirb etnel / miemol C0 l&(^rU<j^ / atö 
dn rec^t Xeufflifdl tüReifterftucf erjel^iet. ^enn baraud erfd^etnet / 
mie betrtegli^ i>nb bo(^ mit rechtem ^tft biefer Saufentfänftler / 
flttd^ in löd)erlid)en bingen / barawff »mbge^e ba| er ben 
ÜluMiiauMi luad) ibrci 2cclcu ^cligtcit [teile. 

TiUiiaib jci)u bae nid)t allein leid)tfertige fonbern aud) 
(^Hntloic Veutl) iiH'ld)e ein ioUte Vnft rnnb .Huil^iucil ind)en 
ine [ie meinen bic nid)t jd)abe unteri>ei)ea über uid)t be* 
iradUen bat: fie bee 'IMinbei? mit (Mrtt Dnnb in ber .0. lauff 
gemacht ; Dcigcneu • oiib mit bem t)cntigen ^etnbt j^rer ^£eeleii 

153 



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84 

IfidS. üeoi^ Maicr: Historischer Lustgarten 

3tt]^altcn / an beut ^^rifto UaoM »erben / ftt^ ba» 

rfiber 311 bem Satan begeben / au4 ein Sunbt ober @ti((ftanbt 
mit fl^m mad^n. S)eiin er ift / mie bte ©(grifft felbften be< 
zeuget / ntct)t0 anberft / atö ein britOenber 2bm / ber l^erumb 
(jel)et Dnttb fud)et ' wen er öcrid)Iinöc. ^\tm / ein red)te itafec / 
njeldje bcn ^l^öj^clu adijcmad) imbt ftl((f(t)n)ei(\eitbt nad) jct)lcid)t / 
mib öicjclbc fvtffct. ^aber fai^i Dci aitc Aliid)cn l'ct)rcr (5l)rt)to» 
ftomuei: lüeini C^ie .v>ct)bcn Did) p fiicbcii laffcn / mtb uid)t »er- 
folge» fo ift bcr ^vüijt aller .>>ci)öeii üoil)üHi'>cn ber Iciiffel / 
ber uiuniu'nHcJ)r auffhört beii DJkMijd)cn ^iiiuMfofc^en. renn 
(Mrtt ' meld)er btc ')3cciijdieu 511 biefem Atampff imh itv;it ri'r^ 
ovbuet ' miU / bag tutr allezeit tDoUgerüft in ber e(^lad)t x^rbmuuj 
ftcf)eii ' aiid) ein n?ad)enbee 3lui^ anff bicfee einzigen <vcinbeii 
!gtft onnb (Gewalt aUe^eit ^aben / ber mie ein n)o(oer|nd)ter 
$elbt Obrifter / anff mancherlei) meife na(j^ftelt vnnb angreifft / 
in bem er einem jeben ein (Specfletn in bie gaUen legt / weil er 
wei^ / m^n ein jeber genet()t ift. 

Aaufnic* h\\t ^^^^ ^^^^ Jyanfti .si im )t[türt lein belaiuu ' 
^c!l Natten ün iH'r()idt üd) i>affelbe aljo: 5Ue er niiff ein ;VMt Lu'i) 
iiiinta hntii lauten ^reunbcn einciejprinten ciiu^ctchict iucld)c 

traui^cu i'üi yy,^ ^^aubcret)fun)t uiel geliöret l)aben )ie i>on 
j()m begeijrct / er jolte ein ^|>robftii(flein tl)nn unnb fel)en laffeu. 

er nun lang nid^t brau gemoU / i^at j()n bie boUe onb ooUe 
<^efeUf(^aft enbtli^ i^berrebt / bag er fl^nen. oerf)>ro<4en / er wolle 
fte ein ftficflein fe^en taffen / wa^ fit fiir einet» begehren. $aben 
berwegen alle mit einanber begehret / er folte jte einen ^^einftocf 
ooUer seitiijen Strauben jet)en lafi'en. @ie oermeinten aber / er 
würbe iold)eo roegcn ber Jahr^eit / weil ee ©inter war / nicftt 
|)re?itiren uuD Iciften fonnen. ivanftue triebt feinen ®iHen au(^ 
bürcin ' unb ücrl)ci)"t il)ncn ; fie loUcn akluUD aiiff fem [419] 
Xifd) baö jenit^e fet)cn iitac fic lH'iict)ret l)abcu aber iolc^er 
Weftttlt ban fic alle f ölten ftill jd)iüeiiien ; onnö jid) uid)t reiben / 
bif; er fie l)t ni Daimn effen wenn fie folc^em uic^t uad) tarnen / 
jo [tüubt ii)ucu teib unb teben baraujf. 

seid fie }()m nun folc^ee sn t^un oerfi^roc^en / ^at er mit 
feiner 0)au(felei) biefe ooUe ^apffen alfo oerblenbet, bog fie fo 

154 



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85 

ll>3i>. JohuniR'!« Ktulingcr: Dv Magia lUicita, Decaii L 

»kl groffc onb uoOe Trauben an einen jd)önett SBeinftocf i)ejei}eu / 
\o »iel iftr om lijd) laiTcn. 

^c'\\ mm i)iejc6 im '^iintcv ein ucivi ^^.icif; l'>l^l^ fie otine 
bae crhifeet Dub burftig marcn hat jl)m ein jcbcr ein I rauben 
aiu^i eichen ' unb bat? ^IfHcffer Crauff gelegt üiiiib i]ciiHiitcr big 
er jic l)cif)c Die I rauben abidjneiDcu. Jn bem er fie nun ein 
roei! iieaffet nii^ aufi^ebalten , ift bei Setnftoff mit ieineii Irauben 
öcr]d)iininben uuub Da ein jeber gemeint er hübe einen I rauben 
in ber öanbt t)at er (id) be^ ber ^kjen get)a(ten unnb bad 
Keffer branff gefelU ' aljo / wenn einer mieber bae :i'erbot in 
ben Xrauben gefc^nttten / ^ette er i^m felbfi bte Olafen obgef(i^nitten / 
»er i^nen au4 rec^t gefc^elfen / tteren aud^ m\ mert^ gemefen / 
ba| fte i^nen »od anberft fetten abgef^nitten / »eil fie aud m* 
(^rift(t<4em i^ürmi^ onnb i9^enneffen^eit / bem %tü^el9 SBanner 
in feiner iJunft 5nfet)en / welcbed bod) ohne groffe Wefahr nic^t 
flcid)elien fan / unnb einem (5l)riften feineemegß gebären »il. 

l'Kegifter: 

Kaiistus ein sid)n)artitüuitlcr; auio er für ein Cfnbe cienonunen / 
417. ^^riui^et mitten im :Ji>inter einen "ih>ein[tpct üoüer iranben 
^erfür unb betreugt bie 0)äfte / 41^>. 41i). 

85 

1630. 

Johannes Rudinger: De Magia lllicita, Decas I. 

Magia Illicita I/ecas Cotmonum ;]et)en gränbUdje $re» 
bifiten 9?t>n ber Bnnber: »nb ^enwerrf ond Änleitnng heiliger 

^liiiiftt üuD begehrter Autorum Rationibus nad) bem befanten 
<Ed)ui-Vers Qiiis? Quid? Ubi? iniö folgenbe anbern 3^mbftenben 
gehalten , X^nrinnen anff bie Don Diejer Vlateria fiaucmblten 
Aractcn iienutuutrter etlid)e baritber oniileict)e *i)3tennun(i er^ehlet 
Dnö öiejelben fürtjlid) nneberlcfV't iiH'rDcn 4)urd) Jtdianneni "Mxx-- 
binger Poet. Laur. ( h\s. ^|.sfürreru anjel^o ^n Tbcr "Cppurg. 
Jefjna Jn ^^erlegung Soften« ^kiffenbcrgcrö / 35ud)f. Anno 
MDiWX. 

190 



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85 

1630. Johannes Rfidinger: De Hagia lüiciu, Peeu 1. 

(&. 2». 11. QvidY 

a) €. 46. 

Joliamies Faiistu.s ()at einem i5aiinen fü il)mc nict)t iPoUc 
aiie bem ii>ec^e n)eict)en ' bie isfcrbe mit bcm ÄL^at^'n l^^i ö*^' 
frcffcn. 5^nb ein aubcr / )o einem ^nU fette Sd)ir»ciii ueitauffte , 
rocld)c ale fie bei Ma.iffci t)eim treiben roolte / unb fie auff bem 
äi^eflc biirrfi ein ^>vA) trieb ' itcrtohi' et" bit' Scfimein ' t>nb jahe 
nnr @tiül)iüiicl) bül)iu flicfjen. ^arauö balb nod) ein üngewöbn^ 
Uct)ed entftet^et. ^ena er febret iviebernmb ^ur .^^nberge ^n {u(i^en 
ben 3?crffiuffcr / ben i8k»)en)id)t / 6erfel6e legte fid) in ber Jper» 
brige hinter ben Ofen / tia<4 bem ere mit ber Strt^tit ai\o ab* 
geleget / ontib fd^narc^te / atö toenn er f^lteff. ©e^et ber 
JIduffer gomtg j^inju onb fpri^t / $&r bu 99etrteger / mb ^eui^t 
i^n mit ben Seine / roel^ei fl^me gan^ folgete / beuchte • 
atö wenn er baffelbe ji)me oom 8etbe abriffe / borüber ftunb 
ber arme Iropff gan(j erfdirotfen. 8ct)rei) ber anbere mit bem 
einen 33ein rbei feinen cmpfaiit^nua 2ct)aben. (rnbliCt) wirb bie 
8ad) gütlid) uei tragen / Dub wirb bae 25cin wiDer au jcuien Crtl) 
gerieft Dub angenmcM. 

b) 60 111. IbiV 
B. 84. 

$nb l)at el)ermatö ^ut^eri 3^i^^>< S^^ann Muftud in 
Wittenberg föunen eilige auff feinen tStantel in meit entlegene 
G««!«»!«. !. 3. Drter burt^ bie l^nfft füi)ren ! mie biel me^r wirb 

p- nod) mal joM)ey bei leiiffel , ,"vau|ii l'eljrmeifter , ,5U 

»ciuiljien luiffen r 

c) ^. U.'>. IV. Qvibus Aiixiliis'/ 
8. 121. 

^er ^eilige Slltoater Augustinuti fagt au<^ / bag mancher 
burcb lauter iffirmi^ in baS Häuser t»nb <&ejren Wefen gera^ten 
(%»nf«is. I. fe^. ^0 ^t man^er !IRenf(^ feine (^aben bon ^ott 

^. an SBcif;()eit / 3?crftonb / fl22] Äunft önnb @d)arff^ 
finnigfeit / aber er ift bamit nid)t ^n trieben , jonbcrn wil me^r 

»ifjen. 

'li^enn nun fold)e»> ber leuffel frljet fo ()inietjd)leid)t er 
bel)cnb jold)e i^eute entweber jelbiten ^ ober burc^ jeine lä^erd^eugc j 



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s:» 

IG3(). .lohanne!« HüUiog(>r: De Mugiu llluiu. Deciw 1. 

^dnberer / @((ioar^funftler mb bergleic^eti oerl^ffct jl^en 
groffe Äunfl önb ©iffenjct)aftt wie mit Doctor Fausto mtb 
aiiöeru ^d)njar^fünft(eni geldjcbcn ift j onb iu)(^ 9eic^il)et. 

d) 131. Y. Cur? 
S. 142. 

3tt biefen Dnb berglei^en oermetnten grojfen Unfef^n für 
ber Btlt ^Ufft ben 3Attbeni onb $e^n / toie gc' [14:^J melbet/ 
I^T bei) |t(^ ^abenber ^euffel / xotWw jte iti^t bürffen mit ben 
abf<^eiD!t(!^en fRamen ^euffel / @atanod ?c. fonbern mit einem 

it)me aiuv'Ht'mlicticii "Äamen ' rod(t)ee t)eut 511 Xage gcmciiiit^lid) i)"t 
Spiritu> vel tiiuiilkiris vel sororius. lüic Fau»<tus feinen iiauU' / 
ein cTfiencn get)eimer Dnb gemijj betauter C%ift , ober mic Cor- 
jiclui.-^ Agrippa jeiueii ict)n)ar^en ^unb Monsieur Dn^ .öerrn ' ober 
mic anbere ben meijen (^eift, 9]i^orgeu)tern / ober ^JD^agifterletii 
nennen müfjen. 

e) S. 144». 

III. Discessii. ;Hb,^uii. riiin ce pfleiien bie lUiteii Hcifter 
von lidi jelbften nad) ihrer fliegen bem '?Jienii1)en anbefohlener 
5HTrtd)iuni] nid)t allein bcnm Veben beffelben iinllii] ab ^n pichen / 
fonDein and) im Xobe | barff er für fie nid)t jorgen nod) einem 
anbern bieielben jnroeifen , jonbern bie (^ngel baben ad)! aujj 
ben im Glauben an (5t)riftnm fterbenben ^enfd)en ünb tragen 
beffelben sEeel in :Äbra{)amu (Sc^of^ ?er Familiaris aber tjnb 
geheimer ^ift bleibt be^ feinen ^errn / jo lang er ift oon j^me 
beftellet morben / vnb bi| er k»on t^me einen anbern oerfaufft 
t»nb 3iigemiefen mirb / in oerbleibung aber beffen / ünb bag eine^ 
fo[(4en ^dnblerd gebend @nbe gerbet) f&mpt f vnb berfelbe feine 
Sa^r nid^t oerfaufft j nod) feinem (Daft eine anbere $erbric\e 
befteUet bat fo pfleget ber Mcinbler unb Wirt\) mit 3((f) Dnb 
2i?el}e ein id)rcrflid)ee (^nbe aeineiniiilid) ^n nehmen benn ei^ 
faget Cyprian: Qui Saiaaain iiuliL-nt su^^ufsti>r<'iii. halichunt 
etiam tortor«'in. foldics? be^eni^cn bie C^rempel bct» Fausti, ^»«^"i'»!' 
i5üt)men lunatii Lojola-, Aicripp;«' l)n^ irnce ^Sal^bnrg ) 
n)eld)er fid) üermeffcte er luolte burd) .v>ilf| jemcü F;niiiliaris alle 
€d)lan' [147] gen ane ihren .>>ölen in berjelben ganzen i^flege 
aufp ein SReilmegee in eine (ä)rube ^ufammen bringen / meldte«! 

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86 

168(k Thomas Randolph: Arintippus 

er au(^ beiuiefe mh fet)r 9iel Scf)langcn ^iijammen brachte , aber 
el mar bed ^efc^tocrcre bebend dnbt ^erbei^ fommen / mnb neil 
er bte 64langen fel^r plagte onb aUe »olte eriDärgen / mufle 
er felber barfiber fterben. £Denn bie gröfte onter ben Sd^hmgen 
ff^lung fl<^ mh i^n »nb ermürgte jl^n ^ufe^enb in ber (Gruben. 

86 

1630. Thomas Randolph: Aristippus 

Aristippvs, Or Tlu» loviaH IMiilosoi>her : Piuseutcd in a 
priudte Shew, To vvhifh is addecl, The ( uiiceited rt'dler. 
OniHts Aristippum deeuH color et .stafus et rfs. Semei insu- 
niuimns. Loodon. Fiiuted for Robert AlJut. MDCXXX. 

p. s. 

Wild^) 0 art thou there, Saint DuustanY thou hast 
vndone me, thou cursed Fryer Hacon, thou lit llisli Merlin: 
bat i'll be reuenged vpon thee, T is not your Mepli08topholis, 
nor any other spirit« of Rubio or C'arbuncl«), that you vau 
raifle, aor your good fatlior in law Doctor Faustust that con- 
iures so many of into your Wiues Circle, that with all 
their Magif(ue, he shall secure you from iny rage, you haue 
set a Spell for any mans comming into my house now. 

Wl 

1631« Thomas Board: Theatre of God's Judgemonts 

The TheMtre Ot (iuds Ivdgeuients: Keiii.sed. and au«- 
nuMittMl. Wlierein is represented the ndmirable justi<*e of Gdd 
agaiiist all notorions siuuers, both great aud sinall : luit e.spe- 
ctally against the inost eminent persons of the world. whose 
transcendent power breaketh thorow tln* harren of humane 
lustice; deduced by the order of the Commandements. 
Colhcted out of ISacred, EcclesiasticaUy and prophane Histories. 
Now thirdiif printed, and encrmsed tritli mmy morf Examples. 

') WilUe-mau. X, .♦>. 

158 



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ST 

1631. Thoiiius Heurd: Tln-ulre of God's JudgouientM 

By the first Author thereuf, Tho. Beanl, Doctor of Diuiiiitie, 
and Ph%aclier of ttie Word of God in the Towne of Hun- 
ÜHfftoH. London, Printed by Adam Islip. for Michaef Sparke, 
and are tu be suuld at the Blew Bible in dreeiie Arbour. 

p. .)43. 

A brietV Ml iiiiiiarit' of morc Exam^lts, utmejred fo the 
Jorwer hy the autnt; Auihour, 
p. 553, 

riiap. V!. 

t>f (^oniurers, MagitianSy and WItches. 
lohn Fatistus, a filthie beast, aud a .sinkt" of niauy 
diuels, leü about witb him an eaill spirit in the likenesse 
of a dog; being at Wittenberg, when as by tbe Edict of the 
Priuce hee should haue beene taken, he escaped by his magi- 
call delusions; and after at Noremberg being by an extra* 
orfliuarie' sweat that eame vpon him as he was at dinner, 
certifie<l that hee was beset, payed his host suddenly his 
tthot. Hud went away: and being sctin-e escaped out of the 
walls of the citie, the Sergeants and other ofKters came to 
appreli« ml liirn. Hut flods vengeaufe followiiij? him. a.s lie 
(%\m*^ ititn a villaijt* of the (luki*(h»inp of ^^'ittt'Ill»erg. lie .sat 
th«'!»- in Ins Iniie verv sad: thf host rLMjuirrd of him, what 
wa> tli»' cause of his sadnesse: he answered. tliat he wouhl 
not haue him terriHed. if lie heard a great noise and shak- 
ing of the house that night; wliich happened according to 
hin presage: for in the morning hee was found dead, with 
his necke wrang behinde him; the Diuell whom he serued 
hauing carried his soule into hell. Ttiis story is set downe 
by many in other termes; but Philip Lonicerus expressetli it 
in thirt manner« in his Theatre of Histories. 

V) Tic rrfti' Vlufhuu' tlHt' Thoati-c <if (;».f|s ItHl-^'-ftncuts: Or. A 
I %,|!r«ctioti Ot Hist'irifs mil nt S;nTi'(i. Ki'i-lt'siii->1 u';i 1 1. aiid iivx/i/i'rnr .\n- 
thomiK. cnnrcnun«/ fhr atlmuablf JtulyenwuiH ol (»<ni xpun tlu' Uuns- 
irrcsscurs of bis fonimaudi'iuents. Tratislafcd Or/ Of Fffuvhf Aud 
Argmmted by mare tkan thrte hundred Examplcs, by Th. Heard. 
London«, Printed by Adam I«lip, 1597) unb b\t ^wiU Kuflage London 
Idl]», 1613 oit^ten bit ^teUe niK^ nW, a>, 

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88 

1631. Liochtenbcrg - Wecker - HildebniDd : (tootia 

1631. Liechtenberg- Wecker -Hildebrand: Goetia 

(joetia, v»*l Ttieurgia, «ive Fraestigiarum maLcirnrnm tie- 
scriptio, reveiatio, resnlutio, iuquisitio, et executio. ^ae i^, 
Ba^re onb etgentti^e (SntOechtnge / Declaration ohtx 6rtldruitge 
fümel^iner Srticul ber Sanhtxtti Sßnb )»oii 3ouberem / Sn» 
^olben / J&dren / berer $dtibel / M / Zf^m / Saffen / SBefen / 
99i(el)c^afften / fSlitneijen / iDot)er jle ema(i)|cit / vnb j^ter Maebi- 
natlon. ^cgglndnn von >Bed^feI ^inbem t>nb SüteitbeH 
A>cci ^1 halten jci). Hillen i^oigtcn ' 8ct)ultliciffen iHmptleiitcn / 
.^impttHiciiucÜTu / ^^onoalteni boö iiiUliajcii ^djuciDio mt> 
gimeiite / nüBlid) lefen. ^trouii öuid) ben ih>oltu'bonicn .öcrni 
Jacob ?vrci)l)cnn Don Vied)teiibcig etc. Tnn- uiclon Labien aiie 
ihren **I5r(^icl)tcn ei7ot)ren ^nrd1 ben .v>od)C(dal)ileii .venu O'^cob 
^iNecfern M. D. ctroa^J lüciilcnrftu^cr bdcl)neben %u\ aber au 
jetso mit allem jvleiffe revidiret obeiiel)cn mit Jjlrtneijcn wibcr 
bic Zauberei) )d)abeii / üub wie eine iSbriftlic^e Obrigteit wibcr 
bie 3<iuberer Jpejrett onb l^n^olbcn / red)t uerfa^ren foL @o wol 
au(4 berer in ^iftortcn t^omel^mften / befc^rie^enen ©^ttar^fünft« 
lern / ßauberem / onnb anberer @ottlofeti / fc^reiflt^en dnbe. 
^ann au<^ tounberbarlt^en barju beguemen / luftigen / pof|ter> 
ü(6en / tnb fc^recflic^en .t>iftorien. tD^e^r Don Srf^etnungen ber 
Weiftet I 5?Sntend)eib berofelben Ditb anbent »ielen bencftoirbigen 
v^Lidien mel)r. "^l^eit mebr über ^roetimal fo Diel aiia^irt, »er» 
mcl)i'i uiiD nuuuiujlid)cn • 311 otgiumu^ 1 i"|Cfallcu duo iriiDcrs 
Udler ';Banuin(^ in ben ^T^rucf flefertiget bunli Wtjlfganijuni ilild**- 
brandum Not:imiin ('nesareuni. (M'hescIi-Tvriir^-taiu. ^sn ^?er* 
k(\u\h), ^sol). A-randcu (irbcn Dub >^amuel s£d)ciben ^u(^l). in 



') Tic ^liK^ivil'c 'Buchet »01» o^^bre 1704 liclRt: i'oalnc unb eigent- 
liilic C'^nt^ClfulUl oDcr C"^rfliirniH^ bcr fümoiuftcii iHrtidul von i>ix .Zauberei) um. 

V[. t- bcA Di'ii hitCHiiiuH'it .^itiM <n-otia, \'(\ 'Iliomyia, Sivo Praosti^fiariun 
M.i4{ii'uruiit Dc^icriiitid, lU'Vulutio, H<'8i<liiii«i, iiK^uisttio, Et Executio. Auno 

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88 

1681, Lieelitenbery*We«ker*Hildebnnd: GoetU 

a) [Unter ben ,1Wameu ber füriu'limften AutoreTi, barau^ 
bic AdditioDes, ober t>ber big i^nd gebogen fttib." finben 
ft(4 au(^:] 

Augustinus Serd^tnter. 

(5t)riltopl) ih^aguerö «öiftoria. 
Johauiies df* f.uiiä. 
.loliami A-auiiiiit' .v>iftoria. 
.lohaun^M Tritlit iiiiusj Abbas Spaiili. 
Juhaitues Wienis. 

b) 2. — S. 14. 

(ünt treto^er^ige ^knna^n« onb :2^arnttn9 be^ ^^iitl)oril, 
ttek^er bie Historiam Cbmtopbori Sagneri, beg D. Fausti 
Famuli, dttb ttettbef^rie^encn @(tn>ar^ jSunftlerd, jufammen ge» 
tragen, ba| man ft^ mit aQem fletffe Dor ber ^mtl^^Stmft' 
lere^, onb 3<tuberei), t)üteu foHe. 

@© ift 911119 "i:ffcnbal)r, ünnb befannt, aiiff n?el(^c »eife ber 
Icibi^e Icuffel bcm ^ienfct)lid)cn W('fd)led)tc nad)id)ieid)cn t()ut 
t»nD mit i'ii"! feine '3K't<e duD rNaUinufc aiifi)tcltot aiiff Daf^ er 

Die .'oeüe ^e)to beffer füücu müd)tc. im: U: -Daf)er 

befeniicn offt bie i^aiibercr, m\u\ fte geloötct luciöcii, ba§ fio au 
etiidiiii i'ciitin nl(c ihre Äuiijt üerjuc^t, aber beimod) fciucu 
;£(^abcn ^ufugen töimeu^). 

e) €. 25. 
Additio. 

Joannes Scultetus Westphalocam in feinem Serf^t Don 
jaubere^, onb 3auberern (Sap. 7. 

^tefe be| 2:euffetö eigene S)iener finb bre^eilet): @tH(4e / 
bie aUed nur ba^iu richten / bag fic munberbarlict}e ^pit^füiibig« 

MDCi'IV. it^ortlattt «eiteneinteüun^ finb m^^n bie ^leif^cm l>{t 
Stetten fte^Kn auf benfelbcit 3dt(n. 9hir bic fe^te unten auf £. 242. (in^el, 

,*duftfrf»riftcrt ?ir. ;>'.♦ i\tcbt bie 2citenvil)len (mit iRudnahmc t>a Ickten) biefc^ 
ij>n<^ed, aber bm UM von .öilbcbraiib'3 Mimft unb 'hUiiibcrbud), bad nur 

fTHf ciii^ia: Aaii|tenpiil)nima (2. ■)•_*.') ".'<;) enthalt, an ba«? aber bio (rtn-tia 
auf :;i)irnitien ^^ibtiotOetcii augebunbcn ift. ^iel)c bie ^nmcvfua^ \\i 

M Ticjc i^orrcbc jimi iiUiiincrbiul) bructe iit) nidit mit ab, ba nc iiiilUö 
auf ^auft •■Heuic\li*c? ontl)ält. X. -ö. 

Tin«: Faastsplitter. mi H 



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86 

imi. LievhtonbetK-Werkor-Hildebnuid: Goetia 

feit üitnö iivoffe Munft l)erfinbiiiuion \mb tjod) baiöurd) gc» 
galten rocrben , wie 'rritliemius bei* l'lbt uon i£paiil)ei)m. 

^tlii^e / Die nur i>ofieu vciffcn, eutmcbcr au^ Äurfeiücil an» 
bent 5U gefallen / nne Fiiuntu»«. ober 311 j()rem Ohi^ oniib @ei| 
»te Me ©aucfler. <£tü(^e aber richten Sttglüff mh ^ahen an / 
Dnnb fold^ed mtffentlid^ ober DittDiffentUi^. StffetttH«^ onb mit 
ftei^ / aU bie (S^tfft legen. SnmiffentHc^ / bie ^jk^rfager / neldje 
ber 2:euffet betrogen / baf; jte il^nre^t berid^ten / oitb bamtt o^ne 
il^ren mUen ^nglütf ertoeden. $nb biefe le^te SRott {(^abet 
8aub unb Veuteii am meiften. 

ISitt anber (S]^iiM»el / vitb wunbetbarlii^ ^iftoria / fo ber 
airce ZSm t^erfteUmig / berrdffH^en ^tlfft. 

(i.priftopff ii>aiincr (bee c^roffeii weitberühmten 6ct)iüarfe- 
tüujtlcie I). .loliamüs Kaiisti Fainiiliis) hatte orfahveu ' bafe 
lületo in s^pauicn ' bio iclnimil.u' Mm\]t ünciuUd) )olto |)r<.titirt 
Dub i]t'lcicu lucibcu luie i^ciiu and) aljo warb < ba l)att\: er 
groffe l'nit hin xmi> jein (mchIIc (weld)er .lohannes de Lima. 
get)eiifni ein iiiiter Philnsophus) |ie namen ^n i^abna (ba iic 
it)reu ^urfcuthalt hatten) il)ren ^bjd)eib / Dnb fuhren baroon anff 
3tt)ei)en Alanen berc« einer fo i}\'o^ ale ein i^fcrb warb unb 
famcn jeitltc^ ba an / onb giengen hinnein in ein Mirti Jpau| / 
ba mo^neten ellid^e ^tubeitten in / bte Ratten bie fc^mar^e .ftunft 
au(^ fe^r loobl gelernet / bag jie ml bcftunbeu. ^ic fie aber 
abgefeffen waren : fo gebencfet :&^agner an feinen Anecbt ^laufen ' 
f(^t(fet ben einen .*oan ^urntf / onb (eft fbn auc^ ^olen / welchen 
ber (Meijt {)mmi) luti^erehr in H. <£tanben t^ebrad)! i)at. iBnb ba 
ee nun liinißuer ;U'it bauchte i^ieng er .^n '3ette üub liep ben 
>>üt]aiiiiem tunli eine ^hn'ile in ben ^aal Der Khet onter Dej; 
an mir jueu \u leDen uon ihren stinliis. Da (agen fie wie )ie 
Mimi jei)U , uiiD haben laui^c -Jcit [)ic ftubieret. iyr (teilet fid) ,' 
ale aniite er iiidity brumb ünö oerftunbe ni(^t , wae geiagt wehre. 

[iu\ X'a fel}et ber eine an mtcv jhnen / ber ihr furnembfter 
wa^r / onb fprac^: @r folte bae ÜHaul galten i ober ei loärbe 
i^m nt<f|t wol befoinmen. S)a metnete er / fie motten auff i^n 
guf^Iagen / ftetlet fi(( aber )ur Se^r / ba $auberten fie jbme 

Ui2 



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S8 

1()B1. Lievhteoberg-Wecker-HUdebrand: (Inetia 

ein fliof? par Cnele ^r'l)rcii anfj .Hppff / unb ^ciöftcu Mm'n 
an ha}] ein loldn'i (^cjcU uici)l iuu1) allen J^ingen fragen fol 
ber gute "ohannce lenfft nno Dem 2 aal uni) luffct feinem 
^enen Dnt) l>)e)ellen beni ^i^agner flaget il)me feine 3iot / önb 
troffen I ber |l)me roicberfal)ren. 'IiJagner fagte / manimb Uejefiu 
fie nid)t mit fiieben i mb gtengeft mit mir. 

^ber bi>4 ft^nfi er feine ij^ut^erfunft an I onb oerioanbelt 
fte 3u €toen / bte lieffen f^in onb ^er in bem $aufe / meldeten 
fi4 tm j^ote / lieffen benn mteber onff ben @aal / onb befubelten 
bnb bef(4iffen ed gar fe^r / onb motteten e^ onflötig genug bag 
ber 3Btrt mit feinem ^^finbe bie @äroe Ijefftig fd)lug unb a«^ bem 
^paufe {agete / t»nb rouftc nicmanb ir»o bie ©äme roaicii bcrfoiuuicn. 

;*luft bem ^Jiorgcu aic* frül) auffgemaci)t mar ' lieffen fte in 
il)rc (^emact)e onb roaren nod) ^äm i ale eo nnn uiiib bie 
DDfabheit mehr < ba iiiolt jln feiner ^ii Ii|\l)i fonnnen / gel)et 
beroirC(-^cn bei Jh>irt hinauff \\\ jeben / ob fic tMiMIf-idit franrt 
mib üngejd)icft meren , jo fielet er in einem jeöcn c^kiuail) eine 
Caw liegen / bie er geftern fo gefdilagen hatte • ba merrfet er 
aUererft / mae ee für eine Qoclegen^eit ^aben mochte / jenbet 
berotoegen i\x einem fürnet^men Zauberern gu toleto / ber fam 
tmb braute bie (S^efetten toieber re^t / bag jte i^re oorige ®e« 
ftalt »ieber befamen onb biefer mar j^r ^etfter. ^Da er3e^(eten 
fie i^me erft / mie ed fi4 zugetragen ^atte / onnb lole fte bem 
einen j^mbben @fel«i Df^ren gemad)t l)etten / etc. 

xluff ben Slbenb fomen fte wieber ^ufammen f ba faft il>agner 
aud) Iifct)e uni) Der .loliannos <lc Luiia. fte nniften aber üon 
'iiagnern ni(t)t Daf? er ein fo k}\\Ux liu'ifroi uhU)v foiibcrn 
nuMtcn fid) nnr anobeinuib an i^cin "s'^iHiinit-' rect)cn bü niacl)et 
bei euu" bem J^otjanii «le l.mi;i einen groffen langen litorctie- 
fd)nabcl. (?r ftetiet uom lijct)e uff cnD tritt mitten in bie 
Stuben / ober ^aal , nimpt ein ^}}ieffer / onb Ijemet bamit ein 
Ctücf oom (^nabel / ba feit alebalb l)inber bem Iifd)e \ bem 
einen ber ce gema(l)t bie '}^afen ab > onb blutet fo fe^r alo 
me^re fie mit einem ^ejfer abgef^nitteu. ^er ^erl erfc^ract / 
onb mufte alfo feine 9lafen entberen i bod^ gieng er ober eine 
Seile 3tt ftm ; onb oerfü^net |i<^ mit flftme / onb bat^ omb 
Sei^ung / onb lieg j^me bie %fen mieber anfe^en. 

loa 11» 



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88 

Jüai. Licchtenl>erg-Wecker-HUdebrand: (ioetia 

iHbci L^oci) muftc er fein Xiiijc öie ')la\c bel^alten ale luciui 
nul)t m\x rect)t gcfieilet morben. 

|G8J r^u biejcm täpiel n)cld)ce :iiiac|ner angerict)tct lachet 
er bönifd) mmt) fpottet jfir mic fic fo feine Alünftc fönten 
^a^ oei'bi'o§ hm andern ^ Duut) Da(t}te bet) )ict) Den ii^agner aud) 
einen ^^offen reiffen önnb nimpt ^icrauff ein wdc^jcrn 
SRdnnlein / loelc^ed er im ^orrat^ be^ fic^ ^atte / Dnb ftid)! e^ 
mit einer Ütabel in ein SCuge / ba| ed ade fo Dber bem 2:ifd)e 
faffeti / fallen / atöbalb oerbtrbt beut Wagner ein Stuge im Stopfi / 
bai bad SBaffer ober ben ipv^tt j onb fel^r fi^recflic^ 
je^en ttar. 

25aröber tDarb äßagner ergrimmet / onb left ibme ein fdn 
ftarcf \a\u}cn ' mit bem |ticl)t er in ben lijct) ein ^iemlid) 

ßbc^lein / üiib fraget baraiiff ben Nigrumantii-mn, ob er jtjme 
njoHe fein Singe roiebcrgeOeui' ^i^eiielbigc \p\ad) nein / er fönne 
ee iiidit rbini luann er fd)on eherne wolte ' e»? mar gar bctüuö 
ba lief; Xnhinn ein .'ööllilcin briuc^eu onnb [tecft ee in ben 
lifd) ba louc^e eine j(i)öne ^Hoje bvaujf ' bie max gan^ ^lut» 
rot^ onb fc^oner ^yarbe. 

iDa fraget '^'Jac^ner / ob er benn and) fein :ftuge motte 
lieber gut machen / menn er gleich tönteV :Der Nigromanticus 
fagt / nein. 

^(ft Sagner fein Keffer / onb ffieb bie IRofe oon bem 
(Stengel / bolb fiel bemfelben jtünftier ber j^opff auff ben Sifdb / 
bnb jpriit^te ba^ S(ut bif) anff bte ^ecfe. ^ie fo babei) jaffen / 
meinten erftlid) ' ee wefjrc €d)impff onb baten ben t^agner / 

er wolle ihme i)eii Alü^in luieDer aufiieftcn che er erfalte niii) 
üei blutet aber 'Aiatiuer jagt / ee ift geid)cl)en omb mein ülngc / 
onnb miib ieiiieii Moi^ff. 

?(ljo luitfte ber ;2d)n)arhfün frier in feinen öreinlicl)cn ^iünbui 
fterben ' ühl^ \\m leiifel fttl)ren luib \o(\ :ii?aöner öci5 anbera 
iageö aue Der .v>crberi]c Dnb lief? ben .Merl liegen. 

€eine (Mefcden onb IVeifter bemübeten ftcb / ob fie j^n funten 
»iebcr lebenbii] ma(f)en aber ee loafir ombfonfl 

Silfo leieret ber Xeufel feine Gefeiten / menn fie t^me lange 
gebtenet iba^en / ^ig ift ba^ Xrincfgelbt onb ber (^eminn / ben jie 
baoon bringen. @ie ^aben md)t adeine (Schaben on bem Seibe/ 

itii 



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88 

1«81. Uecbtenberg-Wocker-Hildebrand: Ooetia 

tmb Vetren / fonbern pe rnüffen auc^ noc^ hat^n in ^tgfeit Die 
@efle oerüertti , oitb ben Teufel braten laffen. 

[69] ^tc0iirif4r iDcrbeit in <Sie»e iicriDaitbett. 

^^^iefee Christophori fü^agnerft Sffeiflet t D. Johannes 
Faustns, ridjtct etnmol)l einen ®n(^er an / rnftct ffinff j^cmeftctc 

vi(t)»eine 511 Die uerfeufft ci ciiiö iimb 0. fl t)octi mit bcm 
i^ct ba§ bcr ecmtreiber über fein ii>a}]L'i- mit ibncu idiroemmen 
folte, D. Kunst u.< uni miebenunb tieimb alö fid) min Me @eroe 
iin Alot lunbmell^otcu üDer bcMibtitcn trieb fie Der Scwtreiber in 
eine 2d]iüeiHmc ba peifdiimüiDi'n ik vnb fct)mammen lautere 
8troroifct)e empor. I^er Äduffer mufte aljo mit bem ^S(t)aben 
ba^in get)en benn er mufte ui(t)t mie bae Zugängen »e^re . ober 
iDer i^me bie ^c^neine 3utauffen geben ^atte. 

flun folget ^tcrauff wtebcr eine ^iftotia 
mit bell .Hdfiffett alii^atvett 

DOctor Faustus taut in beu ^ften gen Staticffurt in bie 
SReffe ben berichtet fein C^eift (ben er Memostophilem nante) 

»ie in einem Sirtcbaufe bei) ber Jubeugancn oier ^^aubcrer 
roeren oit cinanbcr bic Äöpffc übbicbcu t»ub ,5um il>tUiuciev 
jctiicfteu . |le ^u balbicren ba mcl l'cutc 3iijabeu. X^aü ucrbvop 
ben Faustuiii. er iH'rmeiute er iiH'lire aücine bc[; leurfelc .v>üue 
im Äorbe giciu] bahin folcfiee and.) ^11 bc|et)cu ba fie Die 
;^aiiberer jclioii bei)jammen waren bie ^siöpffe ab^ul)ün)eu bei] 
i^nen mar ber :^albierer ber folte fie bufeen unb ^macjen. 'Auff 
bem iijc^e aber t)atten |le ein (^MaBl)afen mit biftiüierten Gaffer, 
ba einer onter j^nen ber fümämbfte ßauberer war . ber mar j^r 
9to<^ri<i^ter / bcr 3auberte bem erften eine Sitten in ben $afen / 
bie grünete ba^er onb nannte fie Surfet beg Sebent . barauff 
ruhtet er ben erften . nnb Iie$ ben Ao^ff balbieren ; onb {e^te 
j[|n ^ema^ bemfelben uieber auff . atöbalbt berfdimanb bie 
J^ilien r »nnb ^atte er feinen Äopff »ieber gan^ - bap tl)ct er 
oud) bem anbern imb britteii c^leict)er geftalt fo jlire illien im 
:h.'aner harten baraufi Die Alöpffe balbicret Dub it)nen micbei 
aufiiieietu't mürben. 21le ee nun am oberften ^^^"t*^'^''' t^"«^ "')(ad)= 
n(^tcr mar Dunb jetue Milien im ä^affer auc^ ba^er blüetc oub 



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88 

16S1. Liechtenborg-Wccker-Hildobrand: Goetia 

grünctc iritrbc ihmc her SXopi] nbgcfdimiffcn / mb ba es an 
bcme ipar bap mau il)n ^inagetc üuD balbiercte in Fausti gegen* 
»Ärtigfett bem loId)e 33überei| in bic iHugeu fta^ önb oerbro^ 
ben .t)od)mutl^ beg $nnci^a( ;]aubererd mte er fo frec^ mit 
©ottedläftent Dnnb la(^enbem [70] ^unbe j^me lieg ben ^opff 
l)erab l^atoett. ^ ge^et D. Faustus $u S^tf^e / ba ber $afeit 
Dnnb Silten ftunben / nimbt ein ^IReffer / ^ett)et auff bte Blumen 
bar ( unnb f(^U^et ben ^Inmenftcngcl non etnanber ' beffen 
niemonbt gcmal)r morben. 

^Jllo nun bie j^aubcrei bcii ii(t)abeu ia\)cn toarb |l)re 
.Huuft ^11 iHd)tc miDt funbten jl)rem Wcfedoii ^cll Alopff nid)t 
roiebei aufoUiMi IWhifte aljo bcr böfe ^Jicnjct) aiid) in feinen 
6ünben funncii Diib oerberben (luie jener ^n iDleto) önb gibt 
ber 2;cuffel allen feinen I^ienern lefelid) iold)cn Vo^n / t»nb fertiget 
{te alfo abe. ^er 3<(uberer aber mufte nic^t / wie cei mit bem 
gefd)ii|}ten ©tengel war sugangen / meinete au(^ nidf^t bag ed 
D. Faustus getl^an Ivette. 

Cr*titc ^I^uuberbarltc^ l(i4ierU(^e Uistoria 
90U ^tiftD:|)^ tdagnem / mie er git ^Abna eine unmbeiliarU^e 

(S^aftere^ augeri(^tet ' t>nb bartnnen einem ^anne tinb fBeibe 
einen Cd)fen onb ^uel^ .^opff ange.^aubert. 

(SZ bau {<l)\•utl^\^i) fi^acincr einen .v^crren j^u Waft l 
n)e!d)er jbn ben lag ^uiunn mit auöern .»öcmMi aud) ^n Oiaft 
gehabt. i^Uo mm bor A"Serr mit feinen norigcn l^wftcn erfd)ienen / 
uaö tarnen ^nr befiiiubten ^eit fal)cu lii* fid) in feinem >>aufc 
ümb ba warb allee gar müftc Dnb meber Acmr lunli rHaud) 
im «panfc imD bnrd)an|3 fein (^eftnbc , benn um* jeiu Äned)t / 
iiield)er CMane Wötler ^te| barinnen. "sn fnrtjer ^eit maren bie 
gebecfet . Dnnb lagen auff ben Standen ()ernmb etlid)e leere 
Saffe / Dnnb groffe ^lö^er . barinnen ftaifen ^>anen / mie fonften 
in ben ftaffcn ^n fein pflegt. 3)a ^atte tSagner ba^ eine genftcr 
in bem ©aal ^npfd) mie ein ^rmiä Dermalen laffen / ben t^at 
er auff ' onb nam jmmer eine Sc^uffel na(^ ber anbem Don 
(^ffen bcrauf; unb fat>te fie anff ben ^ifd) ein t^eil »or foU / 
ein tl)cil nod) gar ein wenig warm , unb ülc» er big üorgetragcn 

im 



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88 

Liecht«nberg-VVccker-Hildcbraiul: (ioetia 

^tte / meinten {te / e^ meiere nun nt^td mel^r oer^anben j fo 
gcl)et er a6erma^tö t)tn / Dnb brachte noc^ ntel^r Qteri^te / ba 

flcn(^en fte crft an fid) juöcrounbern ' wo boe !ierrHd)e @ffen 
htTtouiuu'ii uiöditc ' Dnb Wfe er fo Dici Oaiuuuu Ixbcibaiji'ii fönte. 
3lber |le fdiroiegeu bodi ftiUe mh i)ätcu t^cnie t3ctrunrfen ' frag* 
teil ob nid)t mae trincti-n t)orf)anbcu rocrc. (Miiiftoff %a^^ 
HCl iiam einen ^lab idilnq an bie iiniiib ba fam ein id)5ner 
Jüngling t)erau^ / gant^ mo\ mc cu] Tcutfdici lU'Hcibct mmb gc* 
gieret / ber ^atte ^njecne (Silibene i5ect)cr in jciuer ^^anb bar* 
aiiffen ftunbcn |74J bog 3:ürcfifd)en Äci)fere ^Jamen t)nb 'Bapen / 
gieiig ^in bem einen leeren J^offc Dnnb ßapffete einen guten 
Setfdien ^ein ^erau^ j fa^te ben auff ben %ii(t^ / )>nb lte| fte 
ben oerfu^en. 8aU>t fc^Iug SBagner miff bie anber Se^te ber 
Sanb ' ba fom l^rffir eine l^äpf(f)e gungfraw / ^atte einen ganzen 
Äorb ooQ ji^öner kunftreic^er / (^uibener mh Silberner ^rincf» 
gefdiirr f baninter oieler dürften Dnb sperren 9Iamen onb ^Baptn 
iraien mib ionberlid) be^ Mönigei? in Spanien unb ^ranfreid) / 
ünD anöerci füvnehmen l^vcUiten bajj fie gnug Daian ^njel)en 
hatten. "Tie gimu) hin Dem bürren .Sllob unbetorf i^apffet 
einen gnten föftliduMi ')}?alt>afier heranfj ünuD gab ihnen ben 
Wänen. ^ben über öciu lijdic hing ein möIIumu ^Kotir ' menn 
einer ein wenig ih.^aner haben wolte |o hielt er iein Wejchirr 
an bae 'Kohr jo lieff bat^ 'il>a|fer hinein fo lange bip er an 
bae :){ohr flopffet / onb rouft niemanbt wo bae 'i^iaffer hinein 
!ei}me ; benn e» ^ieng oben an einem S^^im« ^aben. ^ber bad 
lagen au(^ no^ anbere gaffe barbe^ / aug benen aQe ©pantM^, 
iS^ngertfc^e nnb anbere $Betne getaffen morben / ba$ bergleid^en 
Don jljnen ni^t gefoftet »orben RHir. 

9ta4 biefem bracht er nocb me^r epeife Don feltgamen 
geln »nb munberlidien ;vifd)en , beren in Italia nid)t gefnnben. 
9?nb ale i'ie nun rroitci) luaien ; fam fein i^k[]t (l)iciftcr vHuev^- 
han genannt) mit einer luftigen Jnn/ft \)at\cn alte Bibeln : nnb 
i'd)arbten barauff etlid)e ^^arore ^^iHaniellen onb (^hoie V'ieblein / 
bülM nanicn fie ünbeie InstrnnieTitn. vnb er^ciiit'^ii fidi frölid). 

2uinma "^Jceifter ^tuerhnn mar jo luftig fnt) vonierlid) Daf; 
bie n)er(tlid)eu Dnb fur^toeiligen ^tütfleiu ni(^t aüe fouueu ei» 
,)et)let morben. 

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H8 

Lit'chtt'uberg-Wockcr-HildebrauU; (»«»ctia 



SSte fle nun bod Waal gehalten l^atten ha grieff Bagner 
n>ieber in feinen @(^ran(f / onb brachte l)erfür allerlei^ feltjame 
^räc^te / fo in Spanien / Srancfrei^ / 9Heber(anb ' ^rabia f 

3nbia unnb Wriet^en l'anbt n)ad)icn von hcnlicl)er fritd>er 
:5§üriiie nnnb anbern fdjönen @en)öd)fcn fo mau mit l^iift miD 
^icblidifcit cffcu mb (\cuie)feu fan rocl(f)c ^inn tlu'il Den iin'ljdjca 
befallt 3um tlH'il aber (^ant3 unbcfannt iion'^cicn. '^lud) iparen 
bavbei) aücrfon 'l^iumni inib irolricct)cuöe |ct)oiu' .Hväiitci bafi 
jtc^ l)oc^ ^UDeriöimbciu. ^nb alö \k eine gute roeile frijüd) ö^' 
mefen loaren ' falict einer an Dnter it)nen / onb jpric^t. ^n :^Sag« 
nern: Signeur Christophore, Jcf) bitt freunblic^ i^r rooÜet Dn»J 
bo<^ au<4 ein 4it|>f(t fnr^metlig ^bffigen feigen laffen / G^riftoff 
SSogner antn)ortet . nnb faget: Cfö mebre gnug ouff bt^mal^i er 
Ivette neben anbem Herren gnug gefeben ; »elc^ed {ie fdm|>tli4 
befannten ; t>nb fagten: £Dag ber Atur^ioeU ein groffer SBberflug 
geroefen. 8[ber er bielt meiter an ' onb molte nicftt nadilaffen ; 
[7ä| batt nur omb eineiS ^um «2(t)lofftrun(f. '^a fprac^ ^iJagner ' 
ee jültc gcict)e^en. 

iPalb bcrnacf) in einem .v>ui) bcfontpt bei jclbii^e einen Tdiitu 
Äopff mit grofjen >?örncrn recht wie ein lold) It)ier Die an- 
bern ."oerrn fanden nn iciuer ^uladien viit) ^ufpotten bi^ Der* 
breuft ibn mb und fid) Derantmoitcn mit 2d)elten fabct alfo 
gremlid) an ^u^mUcti Dnb brummen / nie ein rechter natürli(t)er 
Dcbje / bolb wolte er einen 39ed)er in^ IDlaul nebmen Wib trinrfen / 
ba htnt er ft(^ aud^ nid)t bar^u {(Riefen / bie ^^appen am ^aul 
maren i^me )u gro^ / ba brachte äBagner^ Famulus SBetn in 
einem 'iafft i ba t^et er einen guten 8uff. 9[(fo Ratten bie 
.perren j^re ^antafe^ mit bem SDcbfen / Dnb gönneten jl^me biefen 
€d)alcfd ^^ofien gar mol. $nter beffen fompt bal ©efc^ret) an 
feine Madonna, bie erfeliret bafi ji)r tWann ein £)d)fen!mupt 
habe fte gebet gei'd)roinbe babin / r>nb befinbet ee alfo ba 
uuuluc fic fid) mit loten :ii>ortcn an 3lkgnern flud)te ibm febr ' 
njüiuinb er ihren IK'anne alfo ucridiimpffiert f)ette. Sagner aab 
ber J^raroen gute ii^ort bief^ fte ftille jc^weigen / aljo treten auc^ 
bie anbern aber eö mar ümbjouji. 

2)a zauberte :ih>agner ber gramen einen idiönen .Hneh >lopff 
auff • mit feinen |)örnern ba niarb bae (^eldc^tei upcb grön'er / 

m 



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88 

ltf3l. Liechtenberg- Wecker- Uildebrand: Cioetia 

onh wölk Die ivian) üicl "liMiu^te madjcn Inib an ^ii i^lanen / 
bctH^kid)en aud) ber rct)fe. T^a liattc man Inftii^e WcborOcu ge* 
jct)cii tvic fte jtd) fteUeteit , mi> tote j^iieti 0ie netveii Wappen 
(o luftig anftiinbeii. 

"Ü^nb alo fie fal)en Dan ee ni(t)t aribere rüeiben roolte mit 
j^rcii ÄÖpffen / giengeu ftc ()etm , onb hatten gnug e(t)an)cr 
auff ber {.^aikn ; muftcn fid) aud) al(o bamit fd)le|>pen / bif; auff 
brn anbern lag i ba fte benn ti^agner auff ber anbern sperren 
Sorbitte toteber etitlebigte. 

(S^fiftoff ^0tieT müäfk 2:oIeto etiten 
SalMem pnt Malbe. 

t^3n«nta|»ld waren olel ^ute (^cfelleii in biefcr S^infft 
beijfamnien ' onb »bete fid) ein icber in fetner .<(unft f t»nb uer* 
juct)icii aiiv iiHin fie geleraet hatten imi) theten 2il)ulii\l;t. 

Ta nuilt mm '^.niivun- feine .Sluiijt aud) (cheu la)|eu unb 
nimb beu .luliannem de l.uiia. in gegenmart ber anbern allen 
Piinb enthauptet ihn . baf; fie ee fahen nimpt ben Äopff unb 
thur ihn in ein groj; (^kfäp ober (Bd)üffel , langet ben bem 
L^laujen jeiucii Jungen / er foll i^n ju bem '^albierer ober 
5Ed)erer tragen / Punb putjen laffen. Ter ^siu^c thut onnb 
laufft ge* [7(»J jd)n)inbe / auff bafi er befto e^c »icber fomme. 
ll^er Salbterer nimbt ben ,^opff / »nb pu^et j^n auffd befte fo 
er !an / onb i^Iet^ fein Seib ein Stalh {((lachten laffen ' 
barvon ber Aalbd ^opff aud) no^ warm / ben nimbt er / onb 
e^e tlc^ ber (ilaue t>erfiehet \o parthirt er ben Aalbü ^opff in 
bie 8d)ü?fel , önb lieg ben (5!aufen alfo bamit hnv^i^he» I welcher 
e6 nid)t gemahr rooiDen. Cm abov Der 55alLiiever hat ee \vo\ iier« 
ftaiiDui Daj4 cv eine jülcl)e ilur^iueil jein mujte j bann co luaicii 
jl)me ^uDor ehe Alopffe ^u bullen fürtümmen. 

"ül^ie nun C'laut^ feinen .v^opff uijerantUHntet ba ]ki}Ct 
:^agacr bap ee .Halbeö .Hopff ift ' ünb meinet iiiclit anbere ee 
habe ee jhme einer jur Schalrthi'it gethan er joUe jm ben nid)t 
mteber annfetjen meinet mürbe ftd) nid)t ^nfammen reimen / 
aber er lieg fic^ nii^te anfed)ten ober jirren . ja^te ihut ben auff ' 
nnb nermeiuete . er mürbe mol balbt mieber ^um ÜJienf^en Äopff 
merben. S^er ^opff blieb ftelfen . onb fieng an ju btbifen mie 
ein Aaib Dnb gab ber Sodann de Luna 3Uberfte^en . bag ed 



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88 

ItiUl. Liechtenbcrg -WcH'kcr-HilUebrttiid: (iuelia 

fein jiopff ni^t me^re ' bi^ mercFet Sagitcr onb fraget / ob 
einer bie ©dffalcfl^eit ^ette angerichtet / ee eutfc^ulMgte fi(^ ein 
feber auff^ ftöc^fte / baft feiner nid)t getl)an ^ette. 5?nter beg 

fo tompt beö i^allncicio Junge , önb bringt ben rcditcii s\op^ 
getragen ; Denn er miitc mol menn er erfdltct niiD anö) öei 
8tum|)fi io fönten fie nid)t mieber ^niammen geieijt luerben. 

biejen '^sagner ja^e ; marb er frol) m\h ^ieb beu ^albed 
Äopff <»be ; Dnb fa|te feinen rechten sxopjj roieber auff ben uori* 
gen £)rt / ba »arb er genefen. Ißnnb menn ber Junge i\t>^ eine 
^albe @tunbe auffenblieben mere mit bem ^o^ffe / 9nnb ben nt^t 
gebraut t^tte / fo we^re ed aug getoefen. 

(f^riftüff "IvWgner be^uOIt t>en 'iBalbicrcr 
luicber mit gieid^r ^^Vüit^c. 

nun "Wagner von bem '^albterer mar reblid) bctro? 
gen movben ; bttd)te er in feinem ^innc wie er bemielben ^ie 
Solt^at mieber oergelten funte i bamit ee nic^t aifo oinbfonft 
onnb vergebend gef^el^en fein ntöd^te. $nb ertunbtget ftd) / ob 
beileibe auc^ an einem Orte jemanbt einen 64aben ^uoerbinben 
l^abe. ^a mirbt j^m ange^eiget bag ein fitme^mer 9i^ann biefed 
Örted ' onb groffer A>err »on fbrn gecnrieret / onb an einem böfeu 
Offnen sict)abcn gedeilet nnirt>e. 

[77] hniivu'i iiHirtet nnff bi^ er einemali? öal)in ^u jl)me 
gieng ba madit oi jt)ii $u einem ^lalbe / tu ber geftalt wie jein 
Äalb geiüejen war. 

^linb alc er in Dao .>>au§ fam /Warb er üon niemanö er* 
fant / Dnb meinet ein leDee co wäre ein Malb j er aber loufte 
ni<^t anberd er me^re ein ^enj(^ / mie e^ bann au(^ alfo war. 

^a gieng er jii bem tD^ann / onb tapv^t f^me mit feinen 
Ädlbcrö ysiiffen auff bem @(ftaben t>mb | aU big ber .^m fal)e / 
t)ief; er öae .Halb l)innane tl)nn ba m\t eo üon bem i'ager / 
baraurf ^ci Miancfe mabr ' ni(f)t biiiirci] l'c(jlid)en j fo lie^ cre 
gar mol prilM*(t)en onD mii \>unbeu anebeljen bie l)üttcn il)n 
Ocrgcftalt olio 311 biffen ba[^ ci ctlict)e läge baran ^n heilen 
hatte. 'Mio roarb jlnne feine bciiniftf .Miutimeil mieber »crgolten / 
meldici^ er (\av mol oerftnnb marnmb eo jbme niicDcr fabrcit f 
onb uenebet er wolle t^infovt mit teiuem met)r jd)er(}eu / jouberu 

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88 

1H3L Liechtenbergf-Wecker-Hildebrand: Goetia 

einen {eben ieinen 8(t)iutpfT i<^H^H treiben ' mib ooUnt^ringen / 
nrfc er jn t^ette angefangen. 

^efi^ ftieroon Ulrieuin Molitorem üon ^tftn mb ^nl^olben 
Dialog 4. 

f) <ö. ua. 

iSim ^iftma mtc bem ^dfimttifünfUitt Chrintophoro 

:^agnem i bce D. Fausti Kaiiiulo ergangen / mit feinem 

:£l^arfagen 

(^tf^ b€t Teufel feine Si^fller ait4 offtmaUl oejrire 
i>nnb betnege / onnb fie mit Sügen berichte ' ftel^et man in biefer 
^iftorien gar SlucjcnjcljcinUd) ; ipeld)e fid) !)icapolie 3ugetragen 
onb tierlauffen hat 

(Sü' mar eiiu^male 'ii>a(^ner l)at)in fomnien mit» ut'iiiomnicn , 
iric Dat^ ein rcid)cr Mauftmauri uff bem 9?u'cr itH't)r beruiibt piib 
Dmbgcbradit iiHuden > unb bio Wüler imc i^i'nomiiicn , lücldic iniib 
oiel HMM). fi. iet)ni) (\cfd)nl'et worben. ale jcinc (xrben gerne 
gemiffen i3imt> erfabvcn iKtten / mie ee bod) barumb i)cit>anb / 
onnb »er ber Stüter gemeft meiere / boten fie grog C^clb au^ / 
menn einer ctmad baoon entbecfte unb offenba^rete. ^Da backte 
S^agner : ed molte ein gut S>in% für j^m fe^n / bermeinte ein 
ftatttt^ üklb babon jubefommen / bnb gab ft4 an / mie er bie 
i^unft fünte / bnb offt berfud)t bnb probiert i)ette. 

'ilhiu uiareii ^ic vcuic aiid) 'Jlbcvi^laubijd) , mic beim Öic 
ih.Hljd)cii üit'l Daiaurt l)aUcu nniib aiicl) bisweilen flute i^iubercr 
fenn bcnn nicht atlcine bic i^fafft'it üiib 5)?ünct)c , jonbcrn und) 
cilid:)e i^apfte leiinb c^iitc ;]aubircr gemefeu ' lieffcn bem :iil>atjiier 
jeine Äunft (;ebraud)eu < lunbieffeu jl)ine 'iOO. X^aler. X^a nam 
er eine (S^r^ftad bejd)tvor fte / bnb t)ielt fie gegen bie 6onne / 
ba fa^e man ein Silbt ; barinnen einee reid)en Äauffmanm^ 511 
5{ea^ole / melc^eil fte wol erfannten bnnb fa^en / ber folt bie 
Zfyit an bem anbern auff bem ^eer begangen l)aben. 

[ 1 44J 9lun ibor bif} war / bag er mit j^me au^gefal)ren wor / 
bnb famen gleid)irp! ntd)t n?ieber miteinanber f er ir>arb üerflaget für 

Di'r rbiii-|foit inCo ijcfragct üb er ntd)t imiftc iiui ^iejer .Maiiff* 
maiiii öt^biiebcu , biejer gab 3111 iHiitaioit; Crr ii»cl)rc für jljiue 

171 



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88 

1681. Lieehtenber^-Wecker-IIildebniad: Goctia 

^rgefd^iffet / oh er meiere verfundfen ober oerft^logen toorben / 
ober aber |rre gefairen / fönte er nt^t uiffen / glet^er i^ftatt 
»nrben auc^ feine Liener gefragt / bie jagten aDe alfo. ^nb 
ba man fle babei) nid}t molte bleiben (ofFen / ^og man fie aUe 

^efänglid) ein i ünnb marterte fie i üub fiengen an einem .<^ned)te 
an / ber bctaiuc üU jlim bie stralmta chonla ^ijogcn luaiD ' 
büH )ic jliit ermoiDct l)cUcn baiauff ^ogen fie ben >>erren aud) 
ein j ber bcfant aus? ^V^eiii mic t>cr Änect)t , er l)cttc cö getl)au. 

fSnb barauff \imb L^a»? i^rtl)eil gejeUet i man \oitt pc alö 
^2eer 'Keuber ^um lobt bringen. 

^ter beffen / fo fömpt ber äauffmann I ben man Dermeinet 
eiid)Iagen ,)n fet)n / mieber ^n £anb / frifc^ ünnb gefunb / o^n aüen 
6(^abeit / onnb marb oerf^Iagen morben / bag er an einem £)rte 
fünff Sßo^en I^atte ftta liegen müffen. 

^a fallen pe / ba$ {te non bem SBagner maren betrogen 
morben / namen beron)egen {^n für / er folte fein @elb mieber 
^eraue geben / er aber molte nic^t jonbern giettg baoon j ba 
folgeten fie ibme mit ben £ct)erganten nad) > Dnnb ob er gleich 
fe^r lieff : fo cniHid^ic jl)n öoct) ciiici bcijiu ^Um / uimD l)itlu 
i^n gar fefte. 

fuhr (^hriftoff :Bagncr in bie f)öt)e onnb nam Den 
WcnfduMi Aiü1)cr mit liiiuuiff ' Icbretc jl)n fliegen ' Dnb ale er 
\[)\\ simblict) weit erhoben hatte left er (bu mieber auff bie (sjrben 
fallen t)ap er ein Ix'in ^erbracf). 

3Äl6 bif? bie anbern fairen / graroete il)nen fiir bie ^ipeife ' 
onnb molte feiner mebr baran / t>nb jhme nacheilen / benn fle 
hinten auc^ ni<4t / onnb maren biefee ©teigenef nic^t gemo^net. 

KIfo tarn Wagner baoon / onb |ette ber Senfel balb ein 
f^Ön 6{»ie( anri(t)ten follen. 

(Mennig auff bi^mal üüu ^Hnblenbimocii vnnb "l^or^nbernngen 
Der edimarfe cHünftlern j^auberern uuD ::linl)ült>en. ib^cr aber 
mel^r baroou miffen roil i ber lefe bie (d)re(flict)en .<Siftorien Fausti 
onb Sagnerd / meK^e man in offentlid)em ^rucfe feil l)at. 



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89 

1682. Cnnrad Dieterich: Weiwheit SrIodioiu 



1632. Cunrad Dieterich: Weissheit Salomons 

a— e 

tit$ 9u40 ^er ^eigltielt €alomonö in onterf^tebenen 
i^rcbigen erfiftret Ditb aufgelegt / ^Dartnn bie oornembften ^iftorien 
unb ®ef(^t4te SlUen i^eftammt^ / oon Slbant an bif nacb tttif' 
ffi^ning ber ^inber Z^rati au§ $tegi)ptcn burd) bie Süften / 

^arnpt anbem öornemmcn liicologijdjeii iHilitiid)cn (^thiicften / 
Dnb 0^-iciiiciiraviid)cu 'DJiatcricn ' }o fonften ui iuipulai i^rcDii^cii 
mdht DoifüUcii ' begriffen werben; (:!>cl}alton ^^Um im I1?ihtftcr ! 
Ziiid) üunraD bietend) ' ber .p. igct)iifft I^octoren '^^lmiict)cr 
Mirclicii Superinteubeuten. ?lnber It)eil. ::8enclH'ii l1lltcl^(llic^t"^eu 
iiuniidion rKi'tiiftern. ^lÄit (il)urf: I^nrdil: in 2act)lon l'rivileirio. 
(^Jetrudi in öcp .t^eijligen 'Kömijdjen rHei(l)e etatt i^lm I^urd) 
Jonam eaurn < 33e)teIUen 55ucl)trncfern. Jm Jal)r MDCXXXII. 

(8. 10l>:». I^ie ;^ünffte ^l^ebig / Dbcr ba«i XVII. {iapM 
beg ^u(^0 ber Sei0l)ett. 
a) @. 1028. 
Sl^te e0 ttmb ^so^an jvauftum betoanbt / ift faft 
mätiTtic^lidi beroiift unb bcfunbt. Gr hat gelebt oulKinn ^auff 
l'utt)cii üuD i^l)ilip|n ^LHun ift ollcnuHlift bei) Miuit:^ 'j* fein 3?octor 
linaen in bem ^^Jiitcm beider i^aiiö f»ahcim m\J> Uui \^^™ 
T^octor ; lonbcr nur ein i^cmctiun- vanb|ticii1ier ge^ phiiiiipus 
ttieten. ^ann ale er wegen ücrnbtcv ^oboniiterei) . »on nonnft ji)n 
eim 8(t)nlbienft unter mant^ oou >>ictinü|en ab= « i - im 
gefefet l)at er ale ein erfahrner Schüler in ber i""'"" 
3öca omboagirt unb ^n (Sracaro in i^olcn / ba iold)e ji3'^'fw"toc. 
{((mar^ Munft offentU* gc*«^«* mtbtn i biejelbige aiUgldTcr^t 
gelentet / brauff na(^ äSUtemberg tommeit / onb ihi^. 39. 
felt^am 0^auifelf|>iel bafelbft onnb anbent Orten ge« ScinMvnnb 
trieben, l^inter anbem / atö ein« male feine befanbte ^^ubfn im 
vom ihm ein ftucf feiner ihinft uifehen onb »eiW """^'^''* 
mitten in bem Sinter / bafe er jl)nen ein Seinfiorf ,rnt. j. 
DüUci iranben machen ttjolte bciu'breten ■ bat er aiitt/af. c. 70. 
itjnen folchee' ^ngefagt abci Dod) jl)iieu ^auor /»«i/- 
gejagt j bajj fic alle in giü)]er ftiU filjcn ; teiuer 

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89 

l<i32. Outirad Diet«rich: Weis«ht>it :>al<>m(iu!i 

tmter ftnen einige ^^rauben obf(^neibeii ioltc i bip bap er fic cB 

l)cif]cii uniitte. [10*2t»J ^rauff ale er il)iicn ein l)enli(l)cu Btod 
bind) icin idiamrfee ,^Vuntt fürfifftelt m\b ein |ec(lid)cr mit c\Yoiicv 
St'i]ieibo nad) einer groncu Trauben ivi^'tff« < t>aiaii 
feljtc üiiö luartete bif? Faustus fie abid)neiben liieffe ' ift ber 
€to(f mit ben Trauben üeiid)imniben : imnb ^att ein jeDer icin 
9laje mit ber .panb geljalten braufi jeiii OJieffcr flefetit unnb mmi 
er pe l)ettc J)etffen fd)neibcii / l)ette ein jeber jlime bie "Jkjen 
felbft abgeid)uittcn. i^on eben biejem ^auft er^c^let Verct)eimer / 
ale in einem @ela(^ be| t&itti^ im^ jt^rn 311 ooft einid^entfete / 
trdioete er jl^m / mann er jl^m nodd einmal fo einf^encfete / mite 

8erd)dm. 3^cr ^ i¥ Wfen. a)a nun ber Sung fein f<)ottete/ 
bcncT. »Ott fagenb / ^a wol freffen / onnb er jf^m no(^ ein mal 

3aub. fol. ju »Ott einft^encfete / ba fperrete ?fanftue fein ^Kanl 
auff / unnb Araj? il)n / cnoifdit bamad) ben .tßbel 
mit beul Hühliuaiiei iprtdU / auff einen tauten bijjcn ^c[]bit ein 
guter Irunrt jaufft bae aud) auf?. ?bm aber ber "K^ixti) 
emitlid) ^urebete ' er iolte jbm feinen Tiener unDer uer)d)afien / 
ober er wolte etiüüv anöero mit jhm aufüni^'H jai\t er ^u Ihm ' 
er iolte ^u frieben jeiin ' unnb l)inber ben "Cfen id)aireu ba 
finbet er ben 35nben (iegen aller ^fnluiaf} bebenb öor Sd)re(tcu. 
Ber ftetiet l)te nid)t ba^ biß beg Xeuffele (ä)au(feit>ielV 
b) @. I (>:;«'. 

4 i*^^^ (^autfciwercf ber fdjroar^n 

^o(f)idYäMi<fi. tl^unftfol(^en6<^»ar^frtnftlern^o4f(^ftbIi(!^. 6(4dbli(^ 
1. crijrcn an i^ren @^ren onb guten !Ramen. ^Dann ob jte 
911» flutnt f^on vor bem gemeinen iL^elt^auffen 9iu^m Dnnb 
!Jiomeii. g^,. machen fie biK^ burcft ©ancfetwertf fi<^ 

terftaft önb uerbdd)tii^ baf; fromme ' ^brliebenbe C^briften fold)e 
Jenffelefdimdrm ünb C»t)P"^iH'iiner fliehen unb mei)ben mit jlinen / 
meinen jtirer Veid)tfertii-;feit Dnnb Irciulojen ;nbfallc> Don 0)ott / 
nid)t lU'ru ^^ull)un uub ^nid)affen baben. I^ann imMdKr red)t= 
fdyaffener (5brift ,' bem jcin l^)ott »nnb jein :Kelit^ion rum .v)ertien 
lieb ' rooltc 3U einem fold)en ^enffelegefpanen 3uuei)guiu) imnb 
ein üertretülid) $)erfe baben ' bn er feinem (^)ott ni(t)t trcm. 
2 Vin ihrem (Sd)öbiid) an jbrem .\Saab Dnb CMut. T^ann ob fie 
^abvnbM. rool oiel ^elt onb (äut jamblen } |o ift bo^ fein 

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89 

1682. Cunrad Dieterich: Weissheit Halomons 



@tcni mh Segen baxbev^ i vok ed vom leuffel tommen ' fo 
ge^tö aud^ für ben leuffel miber ^in. Wan mdjt fol<3^er 
{(^»ar^en ^auifelmeifter otel / aber man tjüt noi^ oon 
Mnem ge^5rt / bag fie grog &tit mh (S)ut gefamblet / onnb 
liKinn fte bun^ hc^ leuffel^ ^ülff onnb jtimft j(t)on ^^umegen 
0ebrad)t ba^ einiger Segen barbei) geiuefen. @(f)äblict) 3. Hn jijrer 
an it)ici 2cclcu / bie fie Wott ihrem igdiöpffer ' 5«Ieit 
(5{)nüo jlirem C'^vlöici Dem .^eiligen Wciti il)mii .vH-i^liijuiadin / 
au^ Den .'pdn^l•^ rcificu uimb fie bem leibigeii laiffcl uev» 
pfenbcn onb .5uet)gen geben, ii^ae ift mm für ein cMcic Mlcinotl) 
bef^ ^3Jfcnicl)cn ' a(e fhK'UJ bie €cclcV ^linie tan Dann fia- ein 
gröffer 2d)ab Dep ^))ieui(t)en ale bei il^erluft bei" Seelen / je^nV 
e(l)äblict) un \t}xm i'ebeii. 2>ann bao |d)n)ar| 4. 5in jotem 
(Sdiperlc / ber ieuffel bicnct feinem Sd)maröfiin|tlern vcihmi. 
nic^t ümb fonft / fonbern mann bie ^ett j^ree unb feinet l^er« 
fpret^ene ^mmb / fo ^elt er ge»t$ / oergift ber 9)linttteti ntc^t / 
(Dienet i^nen reblt(^ / bricht f^nen ben ^alg / ober fül^ret fte 
^iniDeg in Siipen / ober bringt fte fonft omb / tote ed j^m 
rouimeü(^ mtb gelegen. Daroiiff fte bann mü})en 5eit(i(t) onb 
ewig tjerloren fet)n < uub }t)r t!)eil mit allen 3«uberem l)aben im 
i>fiil , ber mit Sct)n)efel »nb Jyenjr brennet / ^ffenb. r, 
21. s. I^a ligt bann Dao (Maucfelwercf ihrer Hiiiift onna porf>ampt 
barnibcr i t»nnb baö iiU)mcu il)ror .Hnin> loirb ^eitlid) icuii. 
DnnD ewig ^um <c\)on. ^Mo \\nh jeuo Die beriit)mbte S(t)n)arl;= 
fi'niftlei AllMTtns, Tritheinius. (■(iniflius, Faustiis. Srt>tu8 etc. 
mit il)rem i^)aucteln)erit V 'ild), fie l^abeu langft j()reit ^^.y^,,,^^^ 
oerbienten i^o^n empfangen unnb finb Dor langft mit öntcrganfl. 
iftrer fc^njar^en Älunft in baö id)marfee l^o(^ 3U Egest'pj». 1. .v. 
i^reni fi^rcarfecn SJJeifter bem ieuffel / in bie fd^mar^ / c. de t xdd. 
btinctele Se<^glut gefahren / ba jle mime^r gaiufeln «'^^ ' 
in emigfeit ^- ' 

t| loai. 

Pico» MirandulanuH fd)reibt ' ba^ ein Scftiuar^^ p;,. >|,j..i,ui. 
fünftlci i;ieiuejen / n)eld)er , ale er ciiuiu AÜiften bie de p rannt. 
SÖelägevuug Der Statt iroise jeigen wollen , dou bem ^^uperHtin.ö. 

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8!» 

1632. (.'unrad Dietorich: Weiwboit dalomon» 



''V ^eiiffe! lebcubig mci^ iicfül)rct. 9llt^ f)iu ^iim Icuffel 
Cumerur.cr»/. ^^jt -jot^Qnn ;;-au[t ött cr laiu] (MaiirtVlUMcl iiniig 

" * 326 ^' getrieben / ift ci in jciucr .v>eimatl) na(t)t üou Dm 
^oiKinn Mnfi. ^cuffel mit ümbgetrebetem ^»alp in feiner .Hammer 
^lani. in loc. ermürget morben. I)iii b€m Seuffel ju! Mie 
de erat, fot. fein ^Dlfctpul 3Dl)tt« ^^agner / onnb ^cotus, bie 
8s.cnnurar j^^^f^te ©d^marftfunftler f ombfommen / ift aug 
aUey^ioc. p, ^^^^^ 0ef<4^ten bcfoiibt. 

3. :i^iaud> er. ^biii^foit foU cn!ial)iu't feijn > baj fie fold)e 
niaiun^an bic (2din?arfefiiiiiilcr u^ubciiiil)e Waiiffler Vnnb^atjrer 
Cbrii^feit erfat)rne (6d)uler , bie mit ber ict)n)ar|jen Alunft 

abaufiafffn" ^"^'^ö^^)^" i^^"^"^ (>)epiet Stötten ' I^örffern ' 
^animb ba$ ^^^^ ^eut^en nic^t bulben / fonbern biefelbige 
(Stempel abfd^affen / onb f^rem fßold nt^t geftatten / felbtge 
(5^nrf. ^i'^an jugebrauloeti / nocb bereti Cktu(feIf)HeI ^ujitfeben / 
in 2iuti. >^ircf. ^^^^ ^^^^^ mf^b^ntt } bm leuffel gc 
satKutniune«. ^^^^^^^ . ^^^^ »erfitfiret / ünb mit beut ^eiiffc! 
c^ari. bci T. in ^uj(t)er|ien wrönlaffet wirb. So woUe .v^ci tui^] ^soban / 
Aiauiii. C5l)inrinü \n £acl)jen in feinem l'anb ben ^olmn 
FiiIk<»h, «*,9, ^aujt iiid)t Iciöcn fonbern ^ah ^efelcf) / baf? üuui 
c. 3. /. ai8. a / ^„g,^ fonbte . bei)fancien folte bap er 
****bcr^"*^ fnmmtnlid) üup bcm Vnnb ciUiiMiclioii foiiMc. rer= 
Coftmo'gr. gleichen jbm p Diiirnberi] aud) erganc^en. Cur (»Ins 
Blunst. lib. 3. ber eibenb / .Honig in Jvrancfreict) • liep ben dürften 
r. 11». p. 12!». .Kgidiiim, jo ein groffer >^auberer an (>^algen 
v^tvtü^i bangen / unnb mit ^emr fengen. .Heijfer .öeurti^ 

/ lieg auff feiner A>od)ieit / bie er 
17.1. Sngel^eim am fRm gel^alten / aUe ©auttler / St»ieU 
^tircn 5latt» leutl^ / Setlbaii^er j 8(^aIctdnorren / bie mit groffer 
ni(f)t ge* 3)tenge barinn flc^ oerfamblet f abfd^affen / Slnno 
braiidun. jq^^ ^erljog ;nibred)t oerfnct)t bie Äunft / bie j^u 

^' s ' s!/ fv '^"^ -^"^ ^^^^^ ' ^^^^ ^^'^ ^" 

/. b'r.ir,. />. Jiiben felbfr. ioUni fclLiü anbern iiui lUiUin trrempel 

litü. Dorgel)en , bei octjioai^tiinftler :)iatlj nictjt gebrauchen / 
M TitA tMtot ift falfcb. Sic Stelle ftcbt Lib. IV. ca|>, tJ. .ö. 

17<> 



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1632. Cuurad Dieterich: Wemheit Salomons 



bamlt fie ni^t oon j^nen auffd (S^g gefä^ret / ober gar au 
3aubfrem gemalt iverben / mk Valeriano, Heliogabalo, unb 
Maxentio ergangen. 

e) k 1041. 

')kba\ bcm fan mau bcm ^euffcl n!(f)t meljer 2im\c\\ lüii)^ 

tl)un I a!e roaini mau jl)m umiD jcim ^iaubcii^ciinb pff bcn iifuffcl 

ni(I)t incl liofieren«< mad)et / üiel auff ihr .^^iiuft »"»^ H'i"^' 

(\ibt ficf) lun- ibiien forcbtet < ionöeru fic üciad)tct «r^' -^tunf* 

üun fie nidn imcI gt'l)en laifct ' Diib im n.>a(iren 

Glauben fie trofect. T^amx ber leuffcl ift ein 'tolUci (^eift fan 

menigere niditö ' alt? ^^erac^tung ' Iei)bcn. iHli? iiei)fcr ^riberid) 

ber C^rrfte ^^Jki)lanb bclägert unb ein ßaubeicr aug ber ^tabt 

tne gdger 9ejd)i(ft »arb / baj er ftn mit @ifft tobten ^^^^^j^ f^, 

{otte / t>nb {Ql(^ed ber j^e^fer {nnen lourbe / lieg er 3^5 Methler 

i^n fa^n. 8Ud ber ©efangene i^m tri^meie / mo er >^ribcri<f)beri. 

j^n ntd^t log lieffe / toolt er )^n tob gaubern / mit einem 

fe^rete ber 5^ei)jer fid) uid)tj5 baran / ließ jl)n ^in* 3a«bcret 

rid)ten ' fönte i^m nic^ti^ idiaben. Stl^ ?of>ann tvanft fid) ein 

.^eitlang 511 iiUttemberg aiirfiiielte ' önb orjr ^ii l'liilippo Me- 

laoc'hthoiie fam ' laje il)m i^l)ili|1pue alle mal ein le^'t ' fduUl 

Dunb ueiuiühnet il)u ' ba^ er üon bem bing bei) ^iteu ablaneii 

joltc, ee rouröc jonft ein boj (fnbe mit jl)m nemmen. ^'ae uerDiop 

jfin. T^anniib aiv er mit fm anu ber sStiibievi'tuben bcriniter 

vmb (^ffenejeit »mb \o 28l)r , uiinb jl)u miöerumb l)efftig jd)aUe i 

fogt er 5u j^m: ^>err iil)ili^pe (jtjr fa()rct mic^ allmegen mit 

raut)en Korten an > id) mil ein mat)I mad)en / n^ann jf)r ;;u 

^ifd) ge^et / bag aüe >>dfen in ber j(u(^en foUen ^um €c6ornftein 

lytnaug fliegen / bag j^r mit emern ^dften ni^t 

f olt jueffen f||aben. ^arauff antwortet $^ilipt»ud / bas iikianditiiDii 

joitu »0^1 laffen / i<^ t^te bir in beine ^unft / onub mtt Sot)ann 

er fönte ce ni(^t ju »enf richten. Cfincm anbern ^««ft^«- 

(s»otti?für(^t!gen IWann fdjicft er ein (Mefpanft in bie klammer / 

ta er iH'tt gieng ; bae gieut^ tu Der Alammer 

hciümb unb rod)elt luie ein 2a\i\ Xa fagt ber ^'I^!^*^*^!"^'*^* 
^ . . . . mit einer «rtw, 

"Wann ■ Qxj mc ein ia)ou ('^etaiu; ut bae Uüii einem 

(ingell Ter im .N^immel nid)t bleiben tonte ; gelKi jetjo inn ber 
^cut .<pdu]ci , uuub wanbert wie ein 8aio. £)ad oerbrog Den 

TitU: Futtspllccer. 177 12 



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IM) 

1685. Jahannc« Küdingcr: De Mi^ia lUiciU, Det's« II 

(Mcift tarn miber ^ii Jvaufto fla^t jtjm roic er empfangen Dnb 
abc^eraiejen njer / ipolte ba nic^t jeijn ' ba man jljm fein ?lbfall 
Dnb ä^irt()eil werroiefc , ünb jetner barnber j|)ottete ic. ^caö i\i 
bie red)te meiffc Äunft miber bie f(^roar^e Alnnft barpoii in »or» 
ge^enber iNrebigt roeitiäufftiger ^eric^t gefc^el^en ift / be|megen 
mird oorj btgmal ^ierbe^ bcwenben laffen / unb au^ bi^rmit biefe 
$rebtg bef^Ii^cn mollen. (^t>X% erl^atte Dtid in feim ©nAbtgen 
^(bu^ Dnb &m\t j »tber aH be^ ^euffetö imb feinet Slnbang« 
fd^mar^e jtttnft / ^erfiore bie Senf be^ ^uffetö / imnb lege ben 
Satan onter Dnfere ^üffe / vmb feiner @bve onnb Dnferer ^o^U 
fabrt miden / >.t)m jei) !t^ob onb $rc)^ß / Don nun an / bi^ inn 
alle Criiuiifeit , vHmcii. 
Diegifter initoi F. 

Faustus ein ftroffer ßanberer 10-jH, jbm wirbt ba# Sanb 
(ia(I))en ueibüttcn tan uict}t ian baö ::h>crct jc|jeu »aö ev 

gern molt / 1041. 

IN) 

1635. 

Johannes Rüdinger: De Magia lllicita, Decas II 

'88 Concionum Seciintla, De Magia lllicita. je^en 
grünblid^e i^rebigten ^^on fo Diel {onberbam Birten ber Der» 
botenen .vei)bntjc^^i>apiftif(i)er (Cremet / aud Anleitung gottli^en 
JiJ^ortet^ ünb beroertber Autorum Katicmibn^ nadi ^bcn unter« 
j(t)iebenen Mt-tlKulicc eitlcrrcu lerte lU'balten , rauiiiieu auff bie 
pon biefer .MattM-ia fiirnembften Aiai^cu geantwortet etliche ba- 
lübev uuglcid)c 'lUennnnii er^eblet mb biefelben fnr^lid) luiiior 
leget merben Tiird) M. .loliami»'iii :){iiiiiiuuMn . IVu't. Luur. ('a-sur. 
^Nfarrern 5n '^ik'ijra. Aui^iist. <le l nitati' Kcclcs. r. 4. (^nkuiKjnr 
a Srrlidurls sauet Is tlfKsfnflunf, mm sunt Ecrienia. (Mebmctt 

^n ,\el)na "i^erlegnng Jobau ^Keiffenbergercf / $u(^bäubiere 
bafelbfteu < ^sm "MÜ>r n;:i.'». 

1<>H. V. Fasoiiiütio. 
e l«l. 

Sllfo ber ßduberer Dnb ^ejren SBerif ift b^utiged Xage^ 
uiebrentbeill (^ancfelei) onb ^lenbwercf / bann fie pflegen be«< 

178 



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91 

1636. <fi«berttts VAetius: Selcrtae Disputationes (1<>5;)) 

9){enf(^en Sinn Dnb 9(uQcn offtmald ju blenben / bafi er cnt» 
loeber bad / ttma^ ift / nt^t p^et / ober haß ni^tß ift / 
für dma anft^ct / ober ein !£^ing in einer anbent (^eftalt |it}et ; 
al« ed in ber Sart)eit ift. 

<£old)e "iiicrrf haben bie ^ci)H3artjfimftIer Pasptes. Numa 
Poiupilius, Johauues" Faust us etc. jcl)i öielma^l üuijt'iu1)tct. 

»1 

1636. 

Gisbertus Voetius: Selectae Disputationes (1659) 

a— i 

tiisberti Voetii Theologi» in Acad. Ultrajeetina Professoris 
Selefttarutn Disputatiomim Theologicarum.Pors Tertia. Ultra- 
je<ti. Kx Oftidua Juhauuis a Wae.sherge, Aimo MDCIJX. 

p. 

De Masjia. 
Pars I'n'or, 

He»p. biuKMie Kavenäbergio, Cal8lago-Bat. 2. April. Iti^O. 

a) p. 54(». 

De chirograplio »eu instrumento scripto, et qiiidem 8an- 
guine Johannis Fausti, lego in hhtoria tie ipsius yesth edita 

b) p. 55'2. 

Si heue memiiii, olim in lii.storia Christoph. <nl Waffcntf*'!- 
It'ifi. eiini III III siiiiiriiifie piieri iiulij^^eret. fort«* inciUisse in 
|.ii.-nini iapsuiii in |»latt';i. cuius viilims (il)ligul>at , et hi\t* 
orrasiorit' alii|iiaiitiilum t>aiiguini.s itatttuä iietarii.s sui^ u.sükis 
applicübat: 

e) p. 557. 

Nec desint horreoda Dei jiidicia in ipsus in liai; vita, et 
tragici plerorumque exitus: quales Simonis Magi, .loli. Fausti 
et Cliriittophnri Wagenaer: qu«iruni posterioruni histori»^ ger- 
manico et nostrate idiomate editiP sunt etc. Yideatnr et 
Honnd^ßi ac Ijonieeri theatrtm Judiehrum 

M ru'i J^iiit ift niitit üon .nütiborn lln^ voiiicer. Wemeiut ift «pliltcrKT, 
Hciirtl'ii Theatre ot i^mra ludgmcnta. X. S^. 

179 12* 



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Ol 

lüsbertus Vctelius: Stlcclue Dispulatioue» (It)')!»; 

p. 5(»2. 

De Mnsia. 
Pars altera. 

Hesp» Theodoro Collino Harlemo - Batavo, Ad diem 
9. Aprifia. 1636. 

d) p. 562. 

Nota» sunt historiie Simonis Mayi; et Doctoris Fausti, et 
Christopliori Aurigarii ^)peettfinribHs lihelUs germauieis deseript», 

alitauuujue magoruiih de quibiis Petrus liolsttfus Lanua'USy 
in Kf>lecth, seu mt'morabll/hns Historie. Theatrnm Honsdorßi 
et Loniceri ad 2. prttc. tit. de lUinjicta. 

e) p. r)fi5. 

II. Si'cundoy quod inulta quideui admirunda eflfecta ad 
causas natumlf's et artes homiouni naturalia agentia s^uis 
passhis applicaiitium referri possunt ( (|ualia uutat Augustinm 
lib. 2L de civit Dei capp, 4, 5. 0, et Fracasiorius in tract de 
symjMthia et antipafhiay Bapiista Porta in mayia naturali, 
Langius in epiBt(d, mcdicinal, ep* SS,); non tainen omnia: 
sed (|ua;dam superaut humaiias vires, et omiiium causarum na- 
turaliuni efficacitatem; eo quod aecessario ab operaute per 
intelledum pr<icedere debent, nt dicere futura aut oeeulta, 
thesaiinis abseondito.s iiidicare, facere statiuis loqueiites. de 
igriotis srinitiis dissererc. iunKitis liiigiiiH loqiii etc. pluni(|Uo 
ajlniiiiinda. i\\v,v de Ajxtlldiiid I hyaiRM». Simone Ma«4i». .lotiuiine 
Kaustu. (1iri.stopli«)ru Wageuaer, aliisque uiugit» reteruutur. 

f) p. ')<>7. 

Hue pertineiit exeinpla Magorum ex historia samt, Hilea- 
Uli, l*vthonysfs;B in Kudor, Simonis Magi, Elyraü*: h\r historUi 
KcciesiasdicUf autiquonim h»reticoruin, Carpocrati.s, Priäcilli- 
ani etc. Aliquot Pontifieum Romanorum, ut Sylvestri 3. 
Gregor. 7. etc. Confer infra di»p, dt Hteresi /wrW. 5. Ex hist-o- 
ria pro/ana, Apollonii Thyan»;!, «fuliam apo8tat%, Porphyrii etc. 
et recentium Mich.Scoti, «lohaunis Fausti, ('hristopbori Aurigarii, 
et Joseph! Nigri, apud Cardamm Uhr* de rerum variettUe 
p. 1111 |)atris Hieronymi Cardani, alioriimque in Italia: quos 
t'aniiliares, et paiedros sil)i spiritu^ habere vulgo ibi »(»tum est, 

M Unter friefeni 'Xanten erfdieint (5()nftP|7l) Saguer ^tc unb ba. iT. «v^. 

180 



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91 

16d6. (Hsberius Voetius: Selectae Diaputatioaea (1639) 

et Caräanm libr. de vanetniihiis refert de patre, tanqnam rem 
ositatam dt laudabileni, saltem licitam et iadifferentem. 

g) p. 5M. 

Nec rejii'iends tot historise de miseris homiDibiis, quos 

dial)olu^i suftocavit, aut elisa (*ervice .su.stulit, aut duro aücui 
corpori illisit, aut ali<< mod«» riipit. coiitudit. ex alto pra'ci- 
pitavit. iivt'xit. ut pdsira iimi(|uaiii ruiisperti siiit : »jiiale (|ni(l 
evein.s.se ( lui>tuj)fif)ni Wai^t^naer celrbri inago refert histtn-in 
de ipsn edita, et boipanio toparcliit' Leenlanieiisi liumini im- 
pio et bla^pbemo« historia Belgii aut(»re Gouthoeveti. 

h) p. 585. 

De cadavere tarnen jam diu ante mortuo, et forma ca- 
daveris amissa in elementa resolute, immo materia sab aliis 
atque alits formts specifice distinctts existente, nolim conce- 

dt»re: sed quid(piid hiß moliantur maj^i, ad j»ra*stigias et sen- 
suüui »It'ldNinfies retVrre. Talis »Tat reduftio. seu luavis re- 
pra'seiit:iti<i Alexandri Magiii. ptr tloliauu. Faustuiu; i^uam iu 
lÜHtutia ejus (diin legisäe mtjmiui. 

p. :>'Mk 

In hiatoria celebris magi Chntttopitori Watjenaer a pio 
qnodam Viro germanice deseripta, et in nostrani dialectum 
transiata legi aliqnando (si bene memini, nam jam circiter 
57 aut 5H sunt anni) responsnm ejusdem Cbrtstophori da- 
tum miranti Paracelso, qui forte eadem cum ipso navi vebe- 
batur, causam eursus navis per traetionem siraii sui (is erat 
Diaboliis. quem sul) forma simii ('irciunducebat) prora^ navis 
pra'alli;;ati, cssr talem. «jualis est inagnetis t i.ih. litis ferruiii. 
Kadt'iii 1m<' «-«tmifxiu, inuk'iin|ii<' str;imiiii';i coijseJiuentia. ini- 
ino iniiiUö .stramiriea. de syiiipatlictira trartinnc iiiter siniimn 
et iiiter ligiia seu arbores ex quibus navis fabricata, dirigeiitt* 
ac vehente apiritu mundi: (juani de sympatbetica tractione 
inter nnguentum et ccelestis alicujus eorporis oecultani [51)7] 
qualitatein, ejusque deductionem a delibuto atque obligato 
telo ad vuloeratum absentemM- 

') (Milien ^iad)tTa() Meier ^Disputation giebt iUoetiul^ IHäT, Splitter lo'i. 

181 



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93 

1640. J. IX: The Knave in Ünine 

1640. J. D.: The Knave in Graine 

b 

Tijc Knave in (Jraiiie New N anint. A wittv Coniedv, 
Acted at the Forfnitr luaiiy ii;ive> t(»i,M'tlit»r with irreat J/>- 
jjhitifte. W'ritten hij .1. I). (ient. Ijondou: l^rinted by J. O. 
antl are to be soId by Johu Sicholsoit at his Sliop uoder 
^i, MaHins Ghurch neare Ludyate, 1H40. 

a) p. [59.] Actus quartns. Seena pritna. 
p. |70.| 

J((L^) N« \\ inv ( ;üUr-wbauliug /*nsse, how didst thou 
like my last Clical (iid I not t'oole th<Mn tinely? 

Pussc. Thou art the very nieere MephostopIteluSj and l 
per^wade my seife thou hast new vampt tby wits. 

b) p. [78]. Actus quintus. Seena prima. 

p. [s(;.| 

('ouiit. /ef.'^) Hee that can plucke this prcre out uf my 
iawts. «pight of my teeth, and 1 keepe my niouth tust shut, 
lle say het» i.s niuie tlian a Cheater, aud a Doctor Faust us, 
or Mephostup/tÜHs at least. 

9» 

1642. Cunrad Dieterich: Ecciesiastes 

a — b 

Ecele.siastes T^ae ift: ^cr %iicMc\er €alomo: ünter« 
fd)icbenen iHrcbigeu ertldrt Dnb aupflelcgt , bavinuen bcr t()örict)tc 
Seltwal^n i^nb beffen (^^telfeit Mvii^ oor ^ugeii geftcUt barbe* 
neben au(t niand^erle^ oomef|ine ^^eologifc^e f ^olitifd^e / 
fif(^e / ^(ementarif^e Dnb anbete Materien / \o fonft in populär 
$rebig6u nt(t)t vorfallen / tractirt bnb begriffen werben. C^e^alten 
3u ^Wt im ÜOtnnfter / ^ur<^ ^ettanb ben Sol (S^noürbigen / 

') .iiiiio. r. 

-| C'iuiutr)' lelluw. ,Ö. 

183 



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98 

IMS. Ounnid Dieteridi: £cclefliaates 

lMrop'-5l(l)tbarn ünb Jpo(l)gelal)rten j>enn C5unrab ^T^ictcritJ / bcr 
^eiligen S^rifft ^octor / ^Imtfc^er Stn^ti ^p^oerbienten ©itper« 
intenbenten. ^ur( oor fftnem Seeligen <Snb / Don il^me fel^ften 
revidtrt; IRunme^r au4 auff tnftdnbiged ^ege^ren / üon feinen 
^tnterloffenen (Srben in offenen ^rucf geben, ^nber 2:^etl 1642. 

Webnirft ^^crlegiuiö Jotiann C^örlin« / 35u(I)i)änMerö / 
il^urd) ^balt^ajar Äü^nen ; beftcUte« 33u(l)tiucfeni. 

iiknin fic roae fiiiben ' wirb ce fei)n ^ciilict) oiiui^ '^hT' 
berben Wtipp. :\. 10. 1. C5onut(}. n. lo. ^onberlidi iMc 
;5aubev .Huuft iudieii, bcncn mirb ^^^tlic^) mit Den ,;aiibcicvn il)r 
Jhcil trcrbei! ' luic lüiv i^^empcl l)übcu an Slinon«* Mdgo, iücl(.1)cr ' 
ba ei lüolt get)n .öimmel fa!)rcTi bcnuibcr c^cfabrcn ' y^a\]; unnC» 
:öein 3erfaUen. Cynops, Der auffm ')J^'cr gct)cn mbUen Dou 
:iBulgeti mi(j^lu(fet. jo^c^"" rauften / ber enbtli(^ / ba er lang 
getünftlet / oom $euffel an €tucfen in fcim .pcijmat^ (vrcmpa 
bei» ÄnittUngen aerriffen. ®a6 Wft NICHTS funben / simonb 
t»nb mit i>nb bei^ bem NICHTS, bte Steige ^er* Cynoi». 
bantbnu|. D pte bi4 / ^ag bn berglet(|en nt^t $oi)ann 
finbcft. 

b) (iüo. 

Ißon Johanne de Indagine fagt man j ba% er einen f 4war$en 
.t)unbt gebabt mit eim ^Idbanb / baran munberbare ^^arafteren f 
burd» mel(f)e il)m ber böfe 0Mft Antwort geben. i>a|)|t Sylvester H. 
bat jbn in eim füpffern ^Jicufc^cnfopff gehabt. 5>ic (5rt)ftafl* 
fcber Li aiUaion jbn im (Sniltatl I bog er jhikii Dann 
muf; ipae ftc LHadjieii. >,obttiiii ,"s-auitcn ^ijti4)ul l)at jlm int 
Hloö tu'babt. \imlcid)en bie crfabmc 2cniiler haben ihn in eim 
Wlaf? mancl)mal iu bcr (^H'ftalt einer ')Jcmteii über v^piuiieu / 
barinn er ihnen antwortet. 5Änbcre in eim Oiing. ^Hubeie in 
eim jtno^ff am ^egen ^nbere anbeiewo. 



183 



94 

1642. Jeremias Drexel: Atirifodina 
94 

1642. Jeremias Drexel: Aurifodina 

Anrifodina Artium et scientianim omnium Excerpendi 
Sollertia (hniiibus litterariini iniiautibu.s inonstnita alt lliere- 
niia Dn xelio e Societate lesu Edici III. Aiitveijtia»' aiiiiü 
lt)4"J cum giatia et privilegio Apud \lduam loamiis (.iiobbarl. 

p. 144. Pars II. Cap. VIM. 

FAVSTI \ 11 hS. Convivas habuit intau.stiis illc Faiustiis 
multorum ainic(»run). Fetierunt hi, vites uvi.s praegnautes 
sibi repraesentaret in mensa, ((uamvis putarint brumae tem- 
pore ab uvis tarn alieno, id fieri non posse. Nec tarnen 
difficilis fiiit magiis persuasu. Vites igitur praestigijs e nieusa 
evoeat racemis vegrandibus plenas. Prius tamen eam Omni- 
bus ediett legem, ut alte silentio expectent, dum jitbeantur 
uvas carpcre. Omnes se legi obte)ii[»eraturo8 recipiunt. Mox 
infamis artifex, incniitanientis carininutn ita oculos nppotae 
turl)ae pratstrinxit . ut illis tos hoiri inirae niaguitudinis et 
siirt'O iiiatiiK» ]»li'üi appareieiit, «juot eoruin nieiisa uinin'ra- 
l»at. (Miiiirs t'igo in ^ulaiii baut' avidissinii, jaiii(|iie iKniuilnl 
sitil)uiiili V tcmulontia. suuni qiii.s(|ue cultniin ad uvain sibi 
proxinrani aj)ponit. dam n)odiim|»erator Fau.stiis jubeat secare. 
Natant omnium deuten saliva, et in aestivam baue voluptatem 
pruriunt. Hoc aitit aliquamdiu tiuentur: iugen» omnium 
expectatio, dum cultro juguleut [14ÖJ jam captam praedani. 
Tandem fonnosissima vitis evanescit et in fumum abit Uli 
nebula magica jam dispulsa, visi sunt ainguli Auum tjuisque 
teuere nasum a])i)()sito cultello jamjam pro uva secandum. 
Quod s\ quia imuieroor praecepti ant conteniptur, botnim 
sibi destinatum praeseindere voltiif^^et^ nasum sibi jocnlari 
viilnere praesccuisset. Hic onjuiuni risus, et iudignatio. 

Hoc totum excerpsi. .«led meis verbis. Vi<le Siuioiitin 
Majolum part. '2 ( anif. Joarbiiiium ("anit iariiini in Horis Snl>- 
.seciv. rap. 70. Ad ba.s Fausti viti\s. bi>ti»riaiii it'fero iiobi- 
Ii.<si(mjam de Auxeutin, (|ui a i.icinio Imperatore ju.ssiis. aut 
Bacebo uvam ponere. aut militarem zonani solvere. ae faces- 
sere; ille nibil runctatus zonam liberrime solvit, Christum 
confessus. Suidas id fuse narrat, vooe Auxentius, pag. 150, 

164 



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Ityl'S. Tojjugraphia 8ueviue 



«5 

1643. Topographia Sueviae 

Topo^raphia Sveviae bao ift 33eid)rcib'- üub Jliöcutlid)c ;Hb* 
coniiaü-itiiiui Der hiriicnibui'n 2tärr t>nb *i>läti in Dber Dub -^tiocv 
,>ct)n?aLH'ii. A)ei|50t^tliiim '^liiateabeiij ^3Jiaij:jijianitt)afft 23abcn imb 
an Di l 11 bem A>üct)lübl = ;£d)aiabifd)eH (Svaipe flcl)üri0eii l'anöt- 
f(t)üfftcii inib Trtcn, ^^(^ Inii ci^iKben rnbt ^^^cvlegt burc^ ^Diat» 
tf)dum '}Jiciian ^^rauctfuit am ^D^aQu MDCXLUl. 

3. 111,- 

Ä Iii 1 1 i n g e 11 , 

:2S^ri) oon ^gettö für ein €tdtUein; oon anbern aber nur 
für einen wo(t>enoa^rten ^lecfen gehalten. \o anitfi^n Bretten, 
onb HHauIbrunn gelegen, t^nnb bem (Slofter ^aulbrttnn get^drig 
tft; fo Sin. 1504. in bem "^fal^tfc^en ^rieg, Don ^er^og $lri(^en 
3« iSJfirtembcrg, fambt bem bciagtcu C^lofter ^autbrunn, fo beijbe 
tiortiiii ^»r i>falfe gcl)ort, ciiißcnommeii iroibcn. o^u •'Ociiu 
r. (funiaD rictcitdu^ iccl. l^rebil] ubci DaC' mlunibc Inipitel bcf? 
i^rcbigcre ^alonio, |U'l)ct am "i.'iT. i^lat, öafi ber iierruffeiie 
^üiiberer, Aohnim Ts-aiift, enblidi üom ^cuffel, an elürfeu, in 
feim A>ei)mat bei) Almtlinflcn ^niiffcn tuorbcn fet). vlii. l(».'i-J. im 
Pommer, babcn bic l)tonteciiculiHt)cn .Hnitlingen crfticgcu, aup= 
geplüubert, onb big auff 3. ober 4, .v)dujcr abgebranbt. 



«6 

1646« Jeremias Drexel : Christliche Andächtige 

Betrachtungen 11 

Reverendi Patris Hieremije Drexolii e Socie: Jesu. 
2lnbcv Iljcil. iniidie 3lnbäd)tinc !i^t'tiiu1)!iiutun uub 

i^bungcn in bcr l'icbc (>5ottce unb bcf^ Oiäd)fttMi: A>icbciuir in 
l'rttcftitfdier i^praad] boictnicben: ^efro aber ^n ber (*l)re C'»)otti'>3 / 
^luii thoil vom iHntlunii fclb|ten ^nm thci! von anbein hod)^ 
gcictiitcii Thef)lngi.s iu bac leutjd)c ubcifetU . in XXVI. -Inulicr 
abget^ciU > »iib mit id)önen Äupfferftütfen gesieret in bicfeiäl 
CorpuH gebracht: ^tt fonberbarem ^onfene / Dnb ittp^robation 

185 



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9(> 

1645. Jeremias Drexel: ChriaÜiclie Andächtige Betrachtungen II 

bcr Sticiett't lesii. \mc dud) Aleijfcrl. eitl)eilttrm Privilogio, ^um 
crfteumai in iDrucf verfertiget. Mogvutia» Iinpeusis loh; Godofr: 
^chouNvettcri apud Nicolaum Heistliuin 164d. 
965. 

.pieremue ^rereUj S. J. ^nMintjtgfter 3:ractat / (^oibgrub 
aUer ^ünft unb ^iffenf^afften genanbt. 
(S. 997. 
Slnber S^eil. 
Ig. 1016. 

3>O0 VIII. (Saintel. 3Bie man ;piftorifc^e ^ad^cw fol au0* 
^. 1U17. 

PAUSTl :iiHniuTücu. I^er iMu^lnrflid)c Kuustus l)atte üiel 
Witft Uüit iciiu'iT Aicunbcn i^'l^Deu: iDie r»on jt)m begehrten ' er 
jolt ihnen »ff öem iijd) etU(^e äsJeinreben mit l;raiiben lafjen 
njat^fen / ob [ic ]d)o\\ mei)nten er toürbe bc^ ^ö(i)|tem 3i>inter 
{ol<t)C0 nic^t fönnen M ^ercf Hilten, ^er @<i^toar$fitnftlei' Ue| 
f!dSi lei^t überrebeit / mib gouctelt inen bie Sfinreben mit fe^r 
groffen Trauben bal^er. fßt\alfi bod^ j^nen alleit suoor / fle 
folteii gau^ fHK ft^en ; big er fie mürbe b^tffen bred^en. Sie 
Derfiiraü^en aU folche^ ^trhott ]ii halten. 8alb ma^t ber 
ru<%te ^ancfler ihnen mit feinem ^ieegenroertf ioI(i» ^^erblenbung 
Vox Mo .Hiu]cn ; |l017b| wie )ic Dann fdion bciuiiiu iimvcu ; bag fo 
Diel ^i>nnboit]roffo liriiiibiMi i^aiiU uüücv seitigen Saffte er* 
fd)ienen . ülj; ihiei an bem lifd) jaffen. 5hin waren fie all 
biefem t^iffen fehr begierig onb fchier cUm^ bnrftig uif ben 
^>iain'di letzten fhrc ?)?cf]cr ein jeber öem ^ranben / ber ihm 
am ucdiftoii amr / öiib »arten mit ^d)mer(iien / biß ber iöefelchi5= 
haber werbe befehlen anjugreiffen. ^ai? ^3JanI lieff jnen all ooll 
Gaffer / onb tü^eln fic^ mit biejem 6ommerluft. 3" foldb^m 
@tanb muften fte ein >)eitlang bleiben / M j^nen bann ein 
ftberanl grog IS^erlangen mad^t / big jie ben erlangten dSaub mit 
bem Keffer foUen angreiffen Dnb erlegen. @nbU4 m^manb 
ber fel^r fc^öne SBeinreb / Dnb mirb }u fRattd^. SM nun bte 
S^erblenbitng füröber i b^tte ein feber fein eijgene 5iafe gefaft ' 
alg wolt er fic an \ta\t beg Jiaubene abjd)neiben. Si^ann aber 

im 



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1648. Hennaon Oonring: De Hermetica Aegjrptiorum 

einer M Verbot! I|dtte oergeffen / ober üera^t / onb feinen 
Trauben noQen abf^netben / l^dtte er {l^m bie 9{afe ^um Soffen 
abgefd^nitten. lad^t unb ^brnt jebemtan. 

^ig ^abe \6) gan^ außgejc^rteben / aber mit mein eigenen 
Sorten. @il^e Siroonem Majolnm im 2. Sl^etl ber ^unbetag. 
JoachiimiTn Camerarium in feinen *i)kben[timbcn am 70, Cop. 
Bu biefen ^cn Faust i ^Jinnunbcn icUc id] bicfc l)enlid)e ."öiftor^ 
von Auxentio, bem t>üm .sioi)icr Lirinio bcfoblcn mar , entmeber 
bem Baccho ein Iiaiiboii l)iii^iilq'\on bci)m Zp^ev ,' ober fein 
.Hriegi^iliirtcl oiiittiven /' ober oon baunoii geben; l1u^ er 
ft(^^ gar uici)re bcDadit ' jonbcrn ben (Gürtel ablegt / onb (S^nftum 
bcfennte. Suidas ci^äl)ltö wcitlänfftig im Sörtlein Auxeiitius 
am 156. IBIat. ^(^ bring no(^ anbere fe^r fur^ offgefc^riebene 
@a(^n. 

Wi 

1648. 

Hermann Conring: De Hermetica Aegyptiorum 

Hermauni Conriogii De Hermetica ^yptiorvui Vetere 
Et Paracelsicorvm Nova Medicina Liber Ydts. Quo simul 
in Hermetis Tristmegisli omniaf ae uuh&rsam cum A^yyptio' 
rum tum Cheminintm doctnnam antmadvertitur. Helinestadii 
Typis Ilenuingi MvUeri acail. tyi». Siiniptibus Martini Riühteri. 
MDCXIJIX. 

Uaud ahsimile tortassis vero est quod scn])8it ad loaunem 
Oratonem Cimradu« Gesneros /. /. epist J. Kfjttlfiem susphor 
illog ex Druidum reliquijs esse^ qui apud Celias reteres in 
subterraneis foeis aliquot annos erudiebnutur: quod nostra 
memoria in Htttpania adhue Saiamanticee factitaUm coustat. 
Ex Ufa »ehoia prodierunt, quoa rulgo Scholastieos vagantes 
nominahantf infer quos Fawstus quidam^ uon ita pridem mor' 
iuui>j mli'p celehratHi'. 

Iiiiiex nnter V. 

Fuuätu8 .sc ljola.Htii'Uü vagans M'I, 

187 



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98 

Nach 1648. Duntxe: Geachichte von Bremen (1851) 

Nach 1648. Duntze: Geschichte von Bremen (18&1) 

Scicl)ici)re bcr freien etaM 'Bremen \>on o^i>l)<inu .^ermann 
!ruuUc, t^aftor in :)iabliiu\liaiu"cu. 'IMertcr ii^anb. runt We^ 
re(^tigfeit uab J^ricbcn n)ä(i)|t Der etaat, öurd) Arömmiflteit iinrb 
er erhalten. Tie (Jintrad)t }täxtt, bie >^iinetrad)t id)mäcl)t bcn 
Staat. (5Ute Jnjct)rift am cOemaligcu Sln^öari^Kior.) !i5remen. 
IDrutf unb in ^ommifjioii bei ^o^ann «p^Qfe. 1851. 

Jm tüniii\1icn §tnle gab Mcfdbc Irnvpe [l)od)beutid)er 
(5oinöDianten unmittelbar nad) bcm (rubc bee breipigiäi)rigen 
Äriegec] ein anbcred ^tM, uuie ber Ibeatcru'ttel mit €(^lu^» 
»ort: ^itbct fage cö bcm Slnbcrn/ folgcnbermapen empfahl: 
,^ad 2€btn unb ber ^ob be^ großen ^rj^auberere Dr. :$o^nned 
Sauft mit$ortrcffli(^feit unb ^icfel^dringd EnfttgreU »on $(nfang 
btö 3U ünhi." ^1 fe^ ba mit ^emitnberuug f^l^en: iMuto 
«itct anf einem iTrac^en in ber Suft, bo erjcl)eint ^auft nnb 
beict)aiört bie (^H'ifter, iiiitell)äring roiil Wc(b fammeln, wirb aber 
\>o\\ allerlei be^uibntcii .i>ogeln in Der Vuft iH7irt; Dr. ,vttuft 
t)ült bann ein :I^aiiqctt, mobei bae ecl)aue|fen in allerlei l^s:^) 
uninbeilid)on A-ignren uiiauui^clt iinrb, baf; anc einer i^aftetc 
^ij?enfd>en, yMuiDe, s\a\\cn iiiiD aiiDere Xl)iere tonnnen nnb bnrd) 
bie l'ufi (liei^'n. Ta fiiiiDiiU ein ffuerfiH'ienber, fiiegenber .'Kabe 
ivanit Den lob an, (vaujt iinrb i^on C»)ei|tern geholt, bie.öölle wirb 
^räjcntirt, mit fdiönen Aenenuerten anegejiert unb bic gauje 
^auptactton am v>d}lufje bnrd) einen 6(i)atten no(4ma(e reprafen« 
tirt, mobet ^aeferabe t>on fec^d i^erfouen, 1 €|)anicr. 2 d^auflern, 
1 @4ulmctfter, 1 Stauer unb 1 Sduertnn, bie aQe abfonberU<( unb 
fcl^r Iö4erli(^ einen Xanj anefü^ren. tRa^fpiel mar ber oon 
feiner lyrau mof)t nejrirte ^^eraann (George ^anbin. ^uf bem 
l)inter|ten i^latje fofte eö nic^t me^r al^ 8 H. 



188 



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IM) 

1650 oder 1651 [Gubrivl NandcJ: ^lascunt 

1650 oder 1651 [Gabriel Naude]: Mascurat 

Ivijeiiient De Tovt Ce (^vi A Este Iniprime Contre I.« 
Cardinal Mazarin, Depuis le sixienie lanuier, iusquea ä la 
DeclaratioD du premier Auril mil nix ceiu» quaraate-neuf^). 

p« 519. 

S, 0 le Diable empörte de toy oa de moy, celuy qui 
eo a iamais entenda parier. 

Äf, 11 noiis emporteroit tous deux ä ce eonte lä. 

S. Au iiiuin.« ne seroit-ce pas coiniue il fit le Docteur 
Fauste et soii jseruiteiir, car ie n'aurois gurde de te pieiidre 
par les pieds. 

M. Tu nie parles d'vu li<niime iiiiagiiiaire. d'viie cliiniere 
des Alle maus, que ce graiid Docteur Petrus Victur 

Palma Caietanus, Oll plustost (\nfiettef credulum itlmJ ani- 
tun/, et stuffttm, uous a traduit eil Franvots« coinme il l'auuit 
desia este ea Aaglois, aileo Sari«berien». 
(Jmnia ni nescis loca sunt pfenissima mtgh, in 
Quantin tota cohors est iniinica mihi, Enthetico. 

100 

1651. Thomas Randolpb and F. J.: 

Ilhirrixj HdÄiiKL IDjn'Toynnin. A. Pleasaiif ( oiiirdi»' . l-.iiti- 
tult-d lleij Jor HoHPsfjf, Jhun inth Knarenj. Traii>ilate<i out (d" 
Ahstophanes \m Flatus, by Tlio: Randolpb. Augmeuted aud 

') Ter V>nh-\]ic\ vt «iahri«-! ?ie orttc mir in 2.')<» C^vcinplarcn 

pC^nlCftC ^lUfUu^C joU l)i'iHCll Li^* Mustiiiat ku »Je ti.iit «•(> a rt«'- iin|iriin''' 
coutrc I«' Cardinul Mazarin Paris Jtiaü, Xa-3 ^^Uiti ift ein (^H'fvräili 3lini£l)CU 
äainct-Ango, Libraire ttn^ Kascurat. Imprimour. einrY anderen 91u«S* 
gäbe 40. C. 11. %) ftebt Me ®tette p. 375. echtere m^übt ift Don 1650 
o^cr 51 ; tain in betn (f itmplar ba ilntDciritätd»^t&(iotf)ef )u ^pttingen ift eiiifitc« 
ff^tiebctt: Dono Autfaorb O. N. possideo Sainiiol Hundius Pariaiis 3I1KMjI. 

m 



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too 

1631. Thomas Kandolph and F. J.; IRmitwfBniiUn 

Publisheü by F, J, JJues Fuhula shih .ffttis superf^tte: At 
Pauper Botis et super Poeta. LonUouy Priiiteil in the Year 
1651 0. 

p, 2Ha Aet. 4. Scjen. 1. 

p. 33a«). 

Gog.^) 0, swear not l)y St, Hugk, that eanoniz'd Cobler. 

Come holy brother, let us drag him hence. 
Nep, Do, Scundrels, do: but if I once come a sequestritig, 

He go to Dr. Fnusfus, tnie son aiid heir 

To Hehebuli, whuin tKe j^reat Devil begot 

l pon a SurcHhus oii Midsamiuer Kve. 

As Hell was sowirtir Kornseed. Tliis />. Faustiis 

The Mf'p/ii.st()jt//oh(<i uf Iiis age. the wouder 

And tlie sole Asmodaus of Iiis tiines, 

Shall by bis Necroni antick skill (Fortune my foe) 

in the Black-art lend me bin Termagant, 

Old Almegrothf or Cantimetvptts, 

Gr some Faniiliar eise an boiire or two. 

Theuoe Ile to Phl&jeton, aud witb him drink 

A cnp of Heils Flapdragon, and returning 

Spiie fire and brimstone into PIviu» face, 

To roast tlie rotten apples of bis eyes 

With i>tygiau (lames that I revomitize, 

K.rH Stv. 

Goij, We fear not J)r. Faustus: bis Laiullonl fjnci/er 
Sayes that bis Lease with him is out of dato; 
Nor will he let him longer tenant be 
To the twelve Houses of Astrologie. 

Car. i^et Ihetor Fansfus do bis worst. Let me see if thift 

Termaijant can help yoii to your Clothes again. 

M 2^ad ift (in Cn^inalioerf }Ranbolpi)d uit^ feinediDej|d eine 
fiberfe^uiid auj» SIfiftopIianeü». I). .0. 

') :ric ^teUe ftc^t fd^on in cgette *i, ^eren ftn?an(t aber md)t an« 
oegebcn ift. T. ö. 

t'urion. .V\ 

190 



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101 

l<ir>l. BlMs: Theater und Drama in Böhmen (1«77) 

Enter Anus. 

(Vir. Bat stay, what worm-eaten Hag is this? Holy 
brother, let*8 away to Bo-peep, we sball be seen eise. Do 
you not percelve that old Beidame of Lapland, tbat looks aa 
tf 8be had saiFd thitber in an egg-shelK with a wind in the 

Corner of her liaiidkercher? 1 am not so much afraitl of 
Dr. FftustHs, HS of that witch of E)tdor. 

Kseuni Ooglef Carion, 



101 

1651. Biass: Theater und Drama in Böhmen (1877) 

Ba^ Itieatci unb !Drama in ^ö^men bie ]un\ Einfang bce 
XIX 3a^r^unberte0. <^iftonf(^ miicfblide oon 2eo ma^. ^ag, 
^rl 93eQmann'« äl^erlag, 1H77. 

8. 57. 

5>a0 im Wa\ 1651 von beni „furfün'tlicli läct^iüdicn pviiM- 
kiiiirtcu .'DoHoauiDiantcn" o^iUjaiui 2d}illiiu^ bei föiiic)lid)en 
Statiljalteiei 3U X^xa([ ciiuifrci(l)te i^ioiiicti um ^il' C^ilaiilmi^' ,5ur 
^liiffübrung ,.iintciidiioMici)er, littjamer Xt)eater|tiictc'' fiit)i't \oU 
ßcnbe Kd)6 Iiagöbieu an: 

*^Hin bcr (iciligen unb auf it)rem (l)ii)tU<l)cu t;atl}üUjc^cu 
(Jjlaubcn übcroue beftaubigen Jungfrau Dorothea. 

fßon (5äjare bcm erften enüäbltcn Maifcr. 

^on bem iämmerli(^en uiib niematö erhörten ^oxh an^ 
^tfpanien. 

^on bem .lednige Don ^Kobid« fonften genannt bie ^m^^ 
frauen«lrag5bte. 

$on bem dr^^auberer S)ottor ;rauft 
$on bem reichen Juben m\ ^Dlaita. 



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103 

165d. Martin Zeiller: C'hronicon Parvum SucWae 

m 

1653. Martin Zeiller: Chronicon Parvum Sueviae 

Chrouieou Purvum Sueviae. ^Cöer .Mlcince €;cl)wabiid)e0 
Leitbild), Darinnen bie Dorne^mften, mb befannteften @ef(^i(i)tett, 
mh @a4en, fo ^nfuufft ber ©(^waben, in ba^ (mutige 

©d^oabenlanbf in bemfelben, big auff bad je^unb ange]|enbe 
lf}d3. 3a^r, begeben ^aben. 9(u^ Feiice Fabri, Vadiano, 
Bruscliici, Crusio, Annalibtu« AugustaniH, Giilero^ tinb Dielen 
anbem Antoribus, jo bcriclbcn, iu jf)rfn @d}nffti'n, gebcnrfcn; 
auä) i\ci{\]i[ilnm\, imC> crlaiuitcu i^crid)tcii, DcHyicuDcn eigner^* 
fabniiu]. imb aw^ 5Ma(t)cii, Die in bcr slsoncbc uermelbct nunDcn, 
tüvlUut) 3ujamcu jjciragen, Pub Dorfcrtiflct, Durd) Mmtinvm 
Zeillervin. MDCl.lII. >\\i 'IMin, (>)ebru(tt üuD mlegt, burc^ 
^altl)ajar .^vü^nen, beftcUteu 43u(^trutfern bajelbften. 

Äuitlingcn, n^irb Don X^eile für ein Stöttlein; Don ^Inbern 
aber nur für einen u^olDeruja^rtcn Tiiedcn gel)alten, fo su^ifcl)eu 
Bretten, Dnb ^aulbrunn gelegen, Dnb bem älofter ^onlbrunn 
gehörig tft; fo iimo 1504. in bem ^fdl^ifc^en j^rieg, Don <&er^g 
l^lrid^n 3u Württemberg, fambt bem befagten (Slofter ^Xaul« 
brunn, fo beebe Dorl)tn 3ur 'V^fal^ gehört, eingenommen Q)orben. 
5« Herren SD. (Sunrob 35ictcrict)ö feef. 16. i^rebig ober böd 
fibenbe C^apitel bep t^rebigeiü 3alomo, ftcl)ci am '2M. 'i^lat, Daf? 
bei iHiiuftcne ^^anberer, Joliann ^anft, entlid) Dorn Jenffel, au 
iitüden, in jeim .v)ei)niat bei) Änitlinqen ^erriffen morben jet). 
iHniio im Sommer, haben ^ie IKoiitccuculiiiluMi .^^nit!in(^en 

ciftigeu, au0ge|)iünbert, uub bi^ aiiff 3. ober 4. .pdujei abgebiant. 

103 

1654. Alexander Brome: The Cunning Lovers 

The Cunning Lovers. A Comedy. As it was At^-ted, 
with greut Apj>lause. by their Majesties Servaiits at tlie pri- 
vate House iu Di'Hnj Laue. Written by Alexander Brome, 

m 



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108 

1654. Alexander Brome: The Cuniking Loven 

Gent. London, Printed for Will : Sheares, at the Bible in S. 
Fouls < fnirchyard» neard liie iittk North doore, 1604. 
. p. öii. 

ProJ) He kaows all, all l>y Iiis light 
Tliere'j» nothiiig left anknown. 

Clo.^) Here's no rognery, here's no knavery, here f» no 
villiuiy, and all lonfest too. He even, like a good Subjcct, 
make all tliis acquainted to tlie Duke. 

/Vo. Sweet Conjurer, good MephantophHns, 

Ile &:iv4} thee here a liuiulred Duckets straight 
But keep my couiisell. 

Clo. But if the wise-man will, the foole will not; nay, 
aad there be üiich knaveries in hand, you had better never 
have let tliem come to my eare, the Duke sliall kuow all, 
all liy tliis liaiid. nay, that 8 iiiust certaine trust to it. 

Mon.^) Stay sirrah, or Ile bring you back with a 
whirlewiiid. 

Clo. Not l moft Icarned, you shall pardun ine; ile be 
DO Traytonr for iio maus pleasure. 

Mon. Pretliee come back. 
(54] Clo. No such matter, have you such fagaries, ile teil 
the Duke. 

Mm, You doore-maker 

C/o. How most wise? 

Mon. Tlie Duke shall know of making of that doore 
By whieh the Prinee had Aree the way to the f^ady, 

You were bis Overseer. 

Clo. Nu inoj»'. swf^ot Ditrtor Faustus, no umre. 

^fon. Sirrahf you Lad better beeu a doore-keeper tbaa 
a doore-maker. 

Clo. Tben I bad hetter he a theefe than a knave, si- 
Jenee noble Seholler, and I am at thy service. 



') Proipero. D. «O- 
') Clowne. 2). .(">. 
*> Uoutecelflo. J^. 

Tille: Fautaplitt«-. 19{| 18 



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104 

1657. Thomas Bangiu: Oaelum Orienti« 
104 

1657. Thomas Bangus: Caeluro Orientis 

IIiKlfl« liem 'Kt*) Caeluin Orientis Et Prisci Mundi Triade 
KrprcifatujKutH Liternriarum Keprjesentatuin, Curis(ine TlmuisB 
Batigi D. Et. Pr. Betjü IJauniensis iuvestigatum. Cum S, R. 
M. Friderici III Speciali Frivilegio. Hauniie Typis Petri Mor- 
flingi, Heg. et Acad. Typogr. Sumptibus vero Petri Uauboldi 
Bibliop. MDCEVII. 

p. 23. Exerdtatio I de Libro Henochi. 

p. 65. 

Quanti facieadi Bint AnthropodaBmoDes commeDtitü 
nochi phantastieis illasionibiia perstringentes oealos creda- 
lorum homnncioDOin, b»c vetulse ludiera, itnaginaria itinera 

et naturaliuin fiinctionum qvasi qviedam deliqvia somnifeni a 
nolvTExy^W injectii clare doceiit. Nunc ad reliqvam 

Lutheri narratioueni pertexendum aggrediemur. 

Idem (inqvit) patet ex vHia pafrum, de vir(fine a paren- 
tibus ad S. Macarium duda^ y/w ab to visa est esse puella, 
cum aliis vana rideretur. FA tales prctstif/iw plures hodie 
qvaqve founi^ ut iUe qoi Judi»o debebat, ei dortniens passus est 
9ibl cru8 totutn a corpore rapi, ut Judamm eonfunderet, Jdem 
de Monaeho qvodam re/ertur, qoi plau$trum foeni prope con- 
sumpeU, Exemplum primum de Judsi debitore extat in fa- 
mosisalmi istius Mag] D, Joh, Fausti Historia, qvae edita est 
Hamburgl 1599. cum adinonitionibu8 Oeor^ü äudolphi Wkl" 
mannif et q^idem cap. 44. pag. 166. et ipsi Infaustissfmo 
Fausto aseripta, cui crus a se avulsuin esse imaginabatur 
JikIm'Us. I*ost»*rius de Monaeho in ('ollo(|. Mens. Liitli. Talis 
qvoijve ludihiniduü fu'iii heluo l'uit>.se iiu'Uiuratur ipse Faustus 
Cii[). 4'). su:v Hist(»ri;f: «Mii novam narratinnculam adjocit 
Widmamiifs dt' Ahbate Futde/isi KrhUfo, (|vi uuiis omuiu lios- 
pitis cujusdam fercula et vasa niensa* imposita visus est 
comedisfie, qv» tarnen fa miliaris» Abbatis Genius in aliud 
eonclave domus exposuerat, ibique novam mensam iostruxerat. 
Liber iste plenua est talium praefitigiarum Diabolicarum. 

^) Original in l)cbratj(tKii l'cttcrn. D. .ö. 

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105 

1657. Oisbertiu Voetius: Seleetae Oiapatationet (ltf59) 

105 

1657. Gisbertus Voetius: Selectae Disputationes 

0659) 

(risljerti Voetii Theolof^icie in Acad. Ultrajectiua Pro- 
fessorin Selectarum Disputation um Theologicarum Pars Tertia, 
lltiajecti, Ex Officina Johannis a Wa4»abeTge, Anno MDCLIX. 

p. 612. 

Appendix Prima Ad Disputationem 

De Magia. 

Besp. Davide Laccher, Mediob, Zeland. Ad diem 10 Maji 
Anno 16Ö7, 

p. 614. 

Si qnis Doetorem Faustam, Zedeehiam Judseum, Scotum 

panrum ("fe jyetit Sehot), Trois-Eschelles, Magistrum videntem 
pursrare inteiuiat. sporidere ausim illum siiiiiiem iiegutiüuum, 
exceptiuuuui, ratiuuuni pulverem oculis objeuturum. Hos ta- 
rnen nefari» magi% accusat Namleus cap. 3 p. 57. Qiiamvis 
iü fervore defensionis Agrippae cap. 15. pag. 419. sui oblituM 
histariam JJoctoris Fausfi una cum historm Jfcfer/«-[(U5]^// rf 
Maugis sua iingua appellet Romans magiques; et exserte 
distinguat a soripti.s seriis, histdricorum seil, da^monographi" 
coram Delrio, TheveH, Pauli iovü, Sed quomodocunque 
otiose et sine ratione historias quasvis in fabulas transformet 
Naudeus, magis adhibenda fides scriptori illius historiae, et 
eommuni notiti» Gennani», quam suis pnestigiis implerat 
infelix Faastus, et testimonio PhUippi Camerarii eeniur, 
I. Oper, subrisw. cap. 70. (jui refert eum Cracovi» ubi publice 
docebatur, niagiam 8uam didicisse, et ex multis. qui eum 
uoveraut, se de mirandis ejus prsestigii» audivis^se. 

i 



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106 

1659, [Gaspar Schott] : Jocoseria Katurae 



106 

1659 [Gaspar Schott]: Jocoseria Naturae 

Joco-Seriorum Natura* Et Artis, Sine Magi« Naturalis 
CeatariiB Tres. Accessit diatribe de prodigiosis Crucibus. 

p. 1. Joco-Seriorom NatursB Ef Artis Sive Magiae Na- 
turalis Miseellaneae Geuturia I. 

p. 5. 

Propositio III. 

Vt (tUeui per /eneatram prospicUnti excrescani eartiua e eapite, 

Cornua j»r DUO intestina alicujus aiiinialis exsiccata, 
fenentram <'ol«»re titicta. flaccida, et romjnvssa, absronde 
prospicieiUi alteri intra ('a|)illitiiiiii. clausa prius illoruni t^xtre- 
1*1 exern- ^lifate qua* fronteru respicit. altora \oro (jupp 
resputit dorsuni, aperta relicta. Dum igitur per 
fenestraiii respicit, infla retro iatestina; erumpent paulatiiu e 
capillitio, et ia cornua exmscent, ac divaricabuntur, ut per 
angastam fenestrain (»put retrahi nequeat 

Es^ibUum Juit in theatrali gpectacuh pro interludio; nbi 
dum herus e fenestra domus buw prMpiciens ma^m repre^ 
henderetf ßrtea suas ante utdes exh^entem; hic indignatust 
cornua a/jixU hero prijedieta praxi, 

101 

1660. Bernhard Waldschmidt: Pythonissa Endorea 

onissa Endorea, ift: WSi^X mh s^au^ig ^gren* 
unb ©ffpenft = *isrcbif^tcn / Qcnommen S(u^ bcr .v^iftoH öon ber 
^auberiini ßnbor / im I. J^iut) 3amiiclii? (5ap. XXVIII. 5« 
mdcticii bie S(t)rörfItd)''(MvouIid)= uiib ^Hbiclioiilid)teit ber 3aiibem)= 
2iinbc üÜeii (5t)ri)kii \\\x tiTu her lügen äxianntn(^ für -Jlngen 90= 
(teilet ' aud) bic ^Jiateri üon Den Wefpcnftcn alfo abi^edanbelt 
iiürb j !2>af) ber Igrt ber ^iftori grüubltc^ crClöret / bic no^t« 

') 2a ^^crfaffcr ift %Ci^\\X 3(l)0tt. P. 304: Dubam Herbipoli die 
29. Oetobris 1659. ^. ^. 

im 



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107 

1600. Bernhard Waldachmidt: i^thoiiiwii Eodorea 

toetibigc Seht bciicbcn bcrfclbcn faiUew öiib (^cbraud) iKiaiif? c^c- 
nommen ' imb mit bar^n hicnli(l)cu (^rempeln tinb .rsiftoricn au]> 
öcfül)ret lüirb. (j)el)aUeu iu bei iliid)eii jun 5barfu)ferii in J^ranrf» 
furt / mb nunmet)r mit nü^lict)cn / aitg üornei^mer Theologoruna 
9nb anberer berühmten Autorum <8d)rifrteu genommenen ^n« 
merchingeit oermel^ret / auff Beget)ren ^ntb bicfer le^teu Reiten 
mitten / ^tim ^ntdF übergeben oon M Beruhardo äSBalbf(^mlbt / 
@oangeIif(4cn $rebigern. Srancffurt l^erlag ^t^I^nn^BU^elm 
^inmond unb Sil^lm @erltna. ^ebruift buT<4 (»ieron^mum 
t$oli(^ im 

^Hegifter: 

Faustus ber 2cl)iüar^fiui|Utr ift offt aiiff bcm 'liiaiiUl tjc- 
faf)ren 79. madjt einen 'Ji^einftod ooll Jiauben. Ariffet eiiteö 
3Bivti)ö ^siiiu^cn and) einen Sagen mit S^m ünb i^fcrbeu. '-Ikv- 
faimr ».'iucm ctlid)c (Sdimeinc / roeldjee ^tiol)iüifd) finb •204. 205. 
befomuit enbltd) dou jeinem (äetfi einen j(t)ic(^ten ^o^u 467. 
a) 6. 7h. 

3n ben »)eltlid)cn .>>i|torien finbet man / bo^ ber leuffel 
•lobannem Teutouicum / ber ein ^riefter p ^alberfiatt / aber 
bo4 baneben ein Sauberer gemefen | int 'Safyc (S^^tftt 1271. alfo 
^ab gefü^ret / ba^ er [79] gu ^ttternad)t ^at (önnen in ben 
bre^en 8täbten gn .palbeiftatt / HRain^ Dnb (Sößn bie ^^riftme^ 
^tten. S)en 3ouberer Apollonintn Thyanseum ber fürm ^at)fer 
Severo bor H^nberet) überteueret lyoiDen / begnjegen er im i^c- 
uiihüi.i}; lülie geiDorffen werben / l)at ber 3;euffel in (Mii^cmuait 
tJc^ iläojerie onb anderer anfi 9^om (\e\\ Puteolis (\ofiil)iot Bnnb 
ift er bcffelben lago ne^uUic^ jemer gejdjc^ueii ^infart^ / aUöa ge= 
jeljen roorbi'u. 

[it^ateini)d)e ^Jlnmerfnng über ApoUoniiu} Tbyan<eutj] 
Slifo ift Johannes Faustus offt auff bem ÜO'tantel gefahren: 
^ndmald fnl^r er mit feiner ©efeflf^aft bem 9lQ4t dffen 
5nm 6<4Iaftrun(! ang ^eiffen gen Salzburg in beg ^if^offd 
^eOer f barinnen tmncfen fte ben beften SBSein / tmb ba ber ^eQer» 
meifter o^ngefe^r {)indn fam / ünb fte al0 ©icb anrebete / madjt 
er fid) mit feiner (^k'icll]d)afft wibcr bauon iuU)nicn j()n mit big 
an einen ii^alb , ha jefiet er jl)n anff einen l)ü()en 'Iannen=55aum ' 
lieg i^n ji&en i Dnnb fu^r mit ben Seinen fort, ^at nun 

1Ö7 



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107 

1660. Bernhard Waldschmidt: Pythonissa Badore« 

bicfe^ Fau.stus thuu fönneii i luaiumb jolte ber S^euffel j ber 
(ein 3Reijter ijciiiiicn / nidjt aiid) thun tonnen? 

b) S. [5Ranbgloj]c 511 Sctjuellbauteii.] 

Kud. Widinaiino ia htöt. D. Joh. Fausti part 2. p. 101. 

c) (£. 204. 

[Exempiaj dergleichen ^ot ber bcfc^reijete BoMlJfrfr önl> @d)n)ar^-- 
Fauati tünfiier Fausttts Diel getrieben. ^Id einduta^tö (eine 
befotite gute Sreunb ein ftudlein oon fl^m felfen loolten f mib 
mitten im äBtnter an i^n begel^rten / er motte einen Setnftod tion 
Srauben ma^en / l^at er ed f^nen angejagt / bod^ mit bem bebing / 
|ie jolten ftitl ft^en / onnb feiner unter ||tten einen Trauben 
abfd)neiben / bi^ er fte e^ würbe J)ctffen / ba er nun iJ^nen einen 
Ijciilidicn SBeinftoit voll I tauben fitrgcftcUt, tuD iti; jcDci bti^ieuij 
uad) beu Trauben griff ' ba>3 'Wcffer anjefeete t»nb martete ' big 
er fie abid)neiben t)ie§ / ba uer]it)iuaub ber 6tod:' mit ben traubcn / 
önnb l)telte ein jeber fein ei^en 9?a^ in ber oaub / tinb jein 
?Reffer baran ? önnb wann er jic l)iittc I)eif|cn jd)nciben / jo t)ätte 
ein jeber j^m felbft bie ^}lafen abgejct)nitten. ^le eben biejer 
Fuustus her} einem ^eiac^ mar / onnb beg Sirt^i^ Jung j^m 3U 
k»oU einjc^encfte / brdmete er {^m / mann erl no(^ einma^l [205] 
tl^fite / fo motte er jbn fieffen. S)a nun ber Jung feiner f|»ottete 
onb fügte: 3a mol^I treffen / onnb i^m barauff mieber au ooQ ein* 
fc^encfte / fperrete er fein Waul auft / onb frag f^n / ermif^te 
barauff einen ^fibeC mit bem j^üi)In)affer onb fagte / auff einen 
guten biffen gcftört ein guter trunrf / »nb foff^ auf; ' ba aber ber 
Sirtl) jiiui eniftlicf) ,^urebete i er jolte \i)m feinen o^uui^en auDer 
fd)affen 1 ü^el• er luolte ctioat? anöerö mit il)m anfangen . ba jagte 
er / (Jr jolre ^nfrie^en fein ' \mb htnber ben Cffen jetjen / ba fanbe 
er feinen ^suni^en c\au\}, naf; lieiien onnb für jcf)rocfcn gittern. 
(Sv tint aud) einem ^öaiören ; ber jl)m nid)t auf? bem weg H)ei(t)en 
moUen einen Satten mit onb ^^ferben gefreffcu / fo er branffen 
Uor bem Ii)or |tel)cnb miber gefnnben. @inema()Ie üerfieff er einem 
etliche @d)meine / jagte aber / er folte fie im l^eimtreiben in feine 
@4memme fuhren / ($0 gefc^al^e aber / bag fte p4 im ^ot^ ^enimb 
meldeten / onb befubelten | ba fte nun ber ^öuffer in bie @<l^memm 
trieb / oerf(|munbe» fie / onb fc^mummen (auter @tro]^mif(4 mpox, 
äBer jie^et aber nic^t / bag biefe^ lauter blenbmercf gemefen? 

198 



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106 

1661. Helcfaior Ooldast tob i&MiiiiDffeld: Beehtiiclies Bedeneken 



d) 6. 454. 

Wier. I. 9. 

Dsemon. c. 4 

Sol^ann Faastus ^at au^ einen folgen Spiritum l'^^ 
flf^M, ber i^m jur «Infleaung oBerle^ Äurlweil ge» in^^t"'^ Jsü 
)»ienet, ben er Sororium I)at genetinet. i 2. c. 6 

CADem hunc 
Pnestlgiar 
appellat 

e) @. 467. 

®ie bcm Fausto jctn ^eift ge(ot)net l)ab ift befonbt / iir 
bcm er in feinem "l^cU tobt iv^iinben worben ; imb jbm ber v^ale 
rmbficbielKt iiemeUMi: ober iine Widinanmis in feiner .v>iftorta bc= 
ridjtet I bap man in ber etuben , barciri er geroejcn / ni(t)tö nieljr 
gefe^n / bann allein / bag fie DoU $(ute$ / Dnb bie Sdnbe beg* 
gleichen mit ^Uit bej))rit|et geiuefen / anc^ fet) fein 
^ifini l^tit tmb mieber an ben ^änben gefiebt / bie G^f^r^- Bud. 
3d^n {ei|en auff ber (Srben i»nb Sdntfen ßelegen / Widmunn. 
onb f^ah man augenfc^einlt«!^ abnehmen t5nnen / tofe \y ^^^^^^.^ ' 
nn ber Sleuffel t>on einer SBanb ^ur anbern ge» ih. p. 152. 
f klagen onb gefc^mettert gel^obt / etiblid) I)ab tnan 
ben ^eib anfferhnlb beg .^anfe^ auf einem •3Jii)t U^eiib gcfuuben / 
rocldjei j(i}iüLtiid) aiijufel^cn öewcjen. 



108 

1661. Melchior Goldast von Haiminsfeld : Rechtliches 

Bedeneken 

a— d 

5|frn. ^ieldiior öolbaft ^^oi\ ^amma-^cit) 35ortrefIict)cn 
Icti, nnb berübmbtcn Ilictorici. etc. ^?ect)tlict)ei3 S3ebenden, i^on 
Confiscatiim ber ^^^aberer unb ,pej:en=(5)iitt)cr. ^^eber bie r^raije: 
Cb bie >Jauberer unb .t)e;ren, IVib ünb ®utJ) mit »nb 
gleich oeriDÜrrfen, atljo unb bergeftalt, bag fie nid)t aüein an ^2cib 
unb 8eben, fonbern au<^ an ^aab unb ^ut^, t5nnen unb foUen 

199 



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108 

1661. Melchior Goldui von UaimiDafeld : Bechtlichea Bedencken 

geftraffet merbenV 6am^t einverleibtem f urgent Seriell , Don 
uiaiu^erleQ Slrt^ der tauberer mh ^ejren, mb deren ungleit^e IBe> 
ftraffung. 3» ^rffö^rung unb drlftutterung ber jt&tjferü^en $ein» 
U(^en $atö«®eri4tl>Drbtnung Carol. Y. Imperat 3in 109. iinb 
218. arttculn, ble »on etli^en fo ©d^rifft» atö 9ie(4tö«®etö^rten, 
im ttiebrigen ^erfianbt tooßen gejogen »erben. SSorl^in me« 
mal^ln im $ru(f auftgangcn, nunmel^r aber nnli .§rn. Öolbaft @äl. 
t)tiitcrlaffc!teu Bibliothec, imh ä(\cu[)au\)uv:\- 5i^cr3cid)iiüii ^uin 
irurt bcfobcrt. JÖrcmcii, (^iebnirft bei) i'iuuDt •^ßeffclci. ^. 
."öoc^m. Oia^tö beftalbtem i^udtöiiuforii ^mi ucriegung 4>eter ÄöftUre, 
^udj^üublere baielbft. Anno M.D.CLXL 

ft) @. 71. 

25. ;^citlicf)c SßoUuft unb Aiiir^meil , haben iK)uct)t, Ddctor 
[72] /voiift, aiik? bem McrULHUhumb :l\>iirreiubeig biirtig, ^üi\oner 
fein 2)ijcipel, i>kü\\ Scotus, mit bem ie(t)tcn ^at)mcn, % SSiUibi) 
au0 (3d)ottlanb, ber jid) iiujcreii ßeiten, in 2entfd)lanb, ?>-rancf- 
reid), Stö^i^'»» bei) ^vürften nnb «p'^i'i'" anffgeljaUen; unb anbere 
met)r, beren S^abmen mit umb giimpff^ willen, unb anberer S&t» 
fac^n falben, Derfd^onen. 

h) ^. 75. 

•-*7. ;^n benen geboren au(Q a bie öortoi^igc ^tn beuten unb 
@(!^üler, bie ftd) bem 8öfen getnb ergeben, umb gele^ruig, ftnn» 
reid^, fertig unb refolut merben; unb ben ^or^ug t>ox anbern 
eondiscipuln 3U l^oben. Stltd^e au(4 moQ, umb genug 
oon bem Muffel ju befommen, anff bog, fte mit anberer {ungen 
Surg unb ^ittgefetten, fo beffere tIRittet Don bem S^^ig^tir 
jte, ^aben, fbnbten burfferen, jpielen, bancfeHeren, unb im Suber 
liegen, beren C^rempel mti el3licl)e bciüuft fein; unb njerben anbere 
1» Don ben 2cnbenten, mit meljrcrm iBmbftänben, rcferirt unb 
bej^ricben. 

a ^efle^e ben Iftut^oren ber ^iftori bon Docior Sauften, 
cap, I unb Lereheitner im S^erid^t DOtt S&VLhaei), ari, 8. foL 69. 
ba jener fagt, bo^ Sauft mie er ju SBittenberg in 6adbfen ge* 
flubieret; £Der anber aber, ^u ^rafa» in ^ol^len, bie B^ul'^i^'^unft 
gelemet« unb anbere Stubenten fbrtere gele^ret unb verführet ^abe. 

aoo 



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109 

Eliu Conrad! : Disputatio Physica 



c) 6. 80. 

a. SlUfo^) 8tatuiren unb jdiretbcn, lAtdovicus Pins Imp. 
Hb. 7. Capitular. Franc, tit. ^i5. 36 et 37. I^odinus, init. libror. 
de Daemonoman. Valentin. Gaesareus iu Fide Bohemo-Pala- 
tioa, pro Ferdinand. IL p 148. Author bet ^orrebe übet ^. 
Sauften ^iftori / etc . 

d) @. 80. 

b. I^b bejeiigen jo iDott bte .^tftortcii, ald bie^^empel, {o 

tief) ^uj^ctragen , ba^ roaun ßleid) bic Obrigfeit |t)r 31m|)t l)iertn 

lüdU iicrl)aii, baji Dlt icuffcl fclbft 311m ,v*cmtVr au Den €d)aHU^* 
Eün|tlern ll)Ln^ell, mie |old)C0 mit eincjcfiit)rtcii (^jrempeln beiweijet 
öer Author ber i^oiiebe übev $D. gauiteii ^piftori, ic. 

^)?eiiiftor. ©. [•>]. 

gauft eiu tauberer 25. 72. 

109 

1661. Elias Conrad! : Disputatio Physica 

Disputatio Pliysica exhiben.« 1. Doctrinam de Magia. 11. 
Theoreiiiata Miscellanea ei parte tum generali tum special! 
Physich, Quam Suö Prixsidio Viri plurimuvi Rerercudi, Am- 
plissimi atque Excellentissimi Du. Constautini 33^^^^^ 
Theol. Licentiati, Phyi»ieaB Professoris Publ. iu Academia 
Wittebergensi florentiasima louge celeberrimi, Damiui, Frm- 
eeptariSf Patrmi ae Pratnotaris sui filuxU plusqvam observantia 
miatem devenerandi, Ad diera 6. Aprtlis Anno t?7s ;fo/aToj'owaff 
16()1. Hori.s matutini.s, in Anditorio Majori. Puhlka' Phih- 
yopkoriüH rentilat'ioHi sidjlcif M. Elias Conradi Drvsd. Misn. 
Auf. et litsp. yVitteOer(/ce , Typis Jobi Wilhelm! Fiattiii. 
Aiiüo MDCLXI. 

(p. 10.) 

Uactenus Pererius. His acctinsenda' non im- Vid. Came- 
merito pni'stigiaB illa? iuuumerabiles et stupend;« 
Job. Fausti Incantatoria et Magi decantatissimi, « 
(si modo Vera, de ipso, qv» habetur, hietoria et ' 'y. 
non 1USU8 ingenij est) qyas pueros in plateis 

*) l£)a| bic Cbngteit gegeii bie ^iauberer einfd^ietten foUe. ^. ^. 

SOI 



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110 

1003. Johann iVvetorius: Satornali« 

narraro qvotidic iidliuc nudias. Et qvid aliud lycauthropia 
et galeauthropia^ quam mcra deceptio? qvid Comitia et ( on- 
veDtas lamiarum ac veneficarum in monte ßructerum et alibi? 

UO 

1663. Johann Praetorius: Saturnaiia 

Saturnalia: 3)ad ift, @ine Kompagnie Sei^nadit^^^ta^eu, 
£)bcr Gentner s^iigen, unb poeifierIid)C Positiones: 3"|o»Kinen ge* 

leget unb uud) ii4i:t)aUt^^(.t 3$on M. Johanne rraetorio Poeta 
Laureato Caesareo. Jm ^al^r f.leber: antVVoitc ^DcM ??arreu 
naC^ feiner 9larrl)elt. fiei^j^ig ^xudte unb JBerlegte ioi^. Sittigau. 
5. 

?lbcr jolc^er E^cin läffot fid) ni(I)t bei) uiie iniib :liH'inad)ten 
im ?yelbe finben: 6ö möchte benn anbere üeritanben ipcrben: aU 
in ä^nk j^orribä (miemot)! ba ntd)t aKcntbalben ber ^^ad)n0 p 
$Qufe ober t>a ^eime tft:) Sannetilj^ero S>, '^auftu^ feine SBein« 
trauben bekommen (»urc^ feinen gefc^winben spiritum familiärem : 
Bte too^l foI<^ au<l^ t>om %tuffel ^aben fdnnen auH beut SttJltt 
l»orne^mer unb l^errlic^er Seute geftol^Ien worben; atö in wellten 
fie Uvas, auff bejonbere Sitten eine lange 3eit, im SBinter l)ineitt, 
fönnen frifd^ unb gut erhalten. 

III 

Um 1663. Jobann Balthasar Schuppius: Schriftten 

Doct: loli: iialtli; Schuppii 6c^riffteu 
a) (S. 121). 

3)er geplagte .oiob. ift ^ürfteHnng beö groffcn (5reu^» 
trägere «piobe / unb ber manc^faltigen / f(ftmertil)afften unb iantmer« 
soften ^egegniffen / mit benen er auff bie (^ebnlt|>rob gefe|et 
loorben. 

') Cbnc Trt H^^ ,>al)r. 2)er JBcrUg« ift nad) btni ^{(Ifatalog von 
1663 'Bn\t in Aranffurt. 3). Jp. 

202 



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112 

1664. Jacobu« Mgseniua: PalaBstn Eloquentiee Ligatae III 
162, 

@ö wirb ober burd) Mefe äöort an gebeutet , baf? (MDtt bcm 
gataü (^5e!üa!t gegeben bab / bcn .piob au jetncm £eib 311 plagen 
auff allcilcn :Hrt intb Seife. 

^I^iejor Diad)t uiib Oicmalt gebrauchte fid) bcr Satan unb 
faiimte pd) nid)t lang. 2>ann er ifit ein gefd)tt)inber (^eift. 5Ülan 
fügt / bog 3). gauft / bcr befanbte 3ouberer / einömalö eine 
&afUrt^ ^obe mUtn anfteHen / unb ^ab einen bdfeit ^ift he» 
f4»orett / unb i^it gefragt / mte gef^mtnb bifttt? ^ab er ge* 
antioortet f i4 Mit fo gef^minb atö ein $fef( Dom Sogen. Sauft 
l^üb gefagt / bu biencft für mtd) nict)t. .^ab baranff no<l^ einen 
befc^ivorcn / unb gefragt / toic gefcbminb bift bu? 3(t) bin fo ge« 
fdyroinb a\i ber 2Binb. Aaitft t)abc c\cic[(\t • bu bieueft aud) nid)t 
für niid). ßr f)abe ben britten btidimorcu unb alö ber ciidjuaen / 
Uab er (gefragt / roie gefd)tt)inb bift buV C>d) bin \o 9ejd)n)inb / 
Qiv bcr liienjd)en Sinn unb (Mebancfen. ^a bab gauft gefagt / 
bu bift ved)t für niid). I^a l)iu iinb fd)aff mir bae mib bad. 
b) ^. 618. ^bgeubtigte ^^reu^^^tettung. 

S. 65-2. 

2)u t^örid)ter IDlenfc^ bilbeft bir fo t»iel ein / mann bu etman 
nur eine $tm\i fanft; allein ber 3;euffel fan me^r Ä:ünfte ald bu / 
er tfl ein taufenbfßnftler / unb fombt bo<i^ nid^t in ben ^mme(. 
Bad ^at er £). Rauften i»or jtunfte geleiert? SDenno^ mug enb» 
Ii(i^ ber arme Doctor mit allen feinen j^ünften in bie |»bfle. 

9{egtfter: 

gauft mil einen @eift ^abeu / bcr fo gefcbminb feg | altS beg 
2)fenjd)eu (2)cöauitcn 162. 



112 



1664. Jacobus Masenius: Palsastra Eloquentise 

Ligat» III 

Palaestra Eloqnenti» Ligat». Dramatica. Pars III. et 

r Comicam, 

ultima, Qt» Complectitor Poesin 



Tragicam, Pr€ecep- 

Comic'o -Tragicam. 



20a 



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113 

1664. David Schuster: Mahomets und Türckeu Grewel 

Hs et hisi&riis rariorUmgf cum Exemplis singulorum Poematttm 

ilfustrata. Ex Auctario Elegautianim Plauti. Nova Editio. 
Priori luntje correcfior. Autore R. P. .liUMtbii Masenio, e So- 
cietate lesu. Cüloiii;^ Agrippiuie, A|»ii(l loauuem Bubseum, 
Anno MDCI.XIV. Cum Privilegio Superiorum*). 

p. 54. Liber II. 

p. (U. Caput IV. 

p. 66. 

Joannes Faustus MagicU praestigiis per Germaniam cele- 
bria hiberno tempore, in convivio, importune ad uvas exhi- 
bendas pOBtuIatus. denique, ea lege, vHein uvis fertilem 
omniam oculis proposiiit: ne quis, nisi juseus pra^utarei. 
cttUellos jam amputandis raeemis adhibuerant, com mox, vite 
evaneseente, suo se quisque naso aciem applkuise sensit 
Majolus, 

113 

1664. David Schuster: Mahomets und Türcken 

Grewel 

|ttlI$D^(S£@ Ottb türcfen Stemel 1 ^orgefteat S)ut4 eine 
fur^e $tftortjcf)e (Sntttcrffuitg / fo Diel befjelbigen an fein SRal^ometö 

') ^ie erfte Kui^gabe ber PalR>stni ift von 1661: Palo^stra Eloquentife 
Ligat», Xovuin uc facilem tarn coucipieudi^ quam scribendi quo\is Stylo 
poötifo iiu>thodum ar rutiornMii oomplpctitur. vianK|iic ad sohituin «ln- 
«pHni(i;iiii iiperit. Partis T. Lihor I. liatii>iipm iinivorsitii jinrticii' niuei- 
pieiuii tiadit. cum Arliliirio Hrvmori et inipriiiti:« Virgilü. euruuupie in 
coiicipicudo viriutit)iiä »iniul u«- vitii» expusitis. Cut acccHsit hrevia 

ad usum acribentium direeta, Liber II. Bationem optimn Elocutionis 
inveatigat et exponit, traditque pnecepta tam ornate quam copioae in Foeai 
toquandi. Liber HL Artem proaodicam in quantitate vocuro, et cami- 

num cngnitione pusituni. nova et Htriota inothodo COmplectltur. AutOfO 
R. P. Jarolxi ilaspiiio, Öocietatis .Josii. Colon in: apitd loannem BvHüfvm, 
Bibliopolniu suh }fit)if>rrrf>fe. <'uin l'rivilopio C'icsareo. 

Cb cö aiub von ^oln ^ritto^ ciiu' •^(ii^'aabo ihmi Hifi! (\iebt, utcint mir 
jipcitcll)att. Scniiiltcnv iit allen iiiii LH'tiiiiiitca :!lu4t]iUH-ii ^a ciilcu beibcii 
Icile von 1601 ^ln ^li^tc icil uuit ItJGl, bei fitt) jclbü aU^ Nova Editio 
b€iei(f)net, anflcbunbcw. 2). 



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113 

1664. David 8chu«t«r; Mahometo und Tfircken Grewel 

itXbft eigener $er{oit / abfd^eioü^eti ße^r / {einen ü^at^folgertt an 
9Rbrt», diegiment | I8e^r unb Glauben ftd^ befinbet: SSoraug boe 
Ottomannifi^e Sieid^ eutfpriingen / toie in folc^ ^^uffne()men gc- 
fonimen / unb »er beffelben SHegenten I no^ nnb na<^ in ber 

Drbnm^ (^ram'am unb (^remlid) fie bif; auff biejen 

^ai] rci)iort: bann :1imc öer ^imtijdjc .poff au Jlmptleutljen 
unb r^ficiicin boftcllt wie bie (yeiftli(f)e befdiaffcn ' wie fk bic 
Büreten nnter [id) ino t^enicin loben nnb bie C^hvifion nnter jt)neu 
gehalten mcrben: (?nbUct)eu iiNte lanti biefer O.Valionietijct) imb 
^ürcfifct)c (Krewel etroan annod) roel)ren jolle. :}lUe0 Dem (?ie= 
meinen ^eutfd)en ^?ann ^lun beften / mit joiiberm Sleig au| 
aüerlen ^^! '.nfteu unb Iicnjel)rtejten Autoribus ^ufannneu getragen / 
^nb in günff ^^eü / Serenjebem e^gentiif^ertt Sn^alt / ber benen» 
felben Dorgefe^te / abfonberli^e Sitnl me^rerd anieigt / abgetlf^eilt 
itnb mit unbeTf((iebli4en fc^önen j^u^erfti^en gelieret / ^ur<i() 
S)ailB3® / $on ^emmingen. 9r<mcfurt am ÜRa^n ' 

3n Verlegung Z^.^m mWSBZfü eQ,^Mm%%(Sm, 
©etriifft bet) ^attt^eo äempffern. Anno MDCLXIV. 

6. 1«. 2)aö VII. (5ap. ^al)omete (yl)}iaub unb 3nd)tiger 
Slianbel. 

6. 19. 

'^le biefer C^rfebnren*5Beibel ein anbermal ' ein "Ü'cib auff 
einer JKcijp angetroften / ['20] nnb gerne gebnlt l)ätte ' fte eo it)mc 
ober abge|cl)lagen / l)at er barüber ein (Samel mif^gebrauc^t uub 
ßcfagt: -Daö SBeib ^abe mit \i)\m T>nmiÜen nnb ^ingel)orfam eine 
grojfe 6ünb begangen / meiien jie barburc^ eine^ ^rop^eten 
burt oer^tnbert (abe. ^rumm / nod^ anff ben ()entigen ?ag / 
bie ^ürcfifd^e 9Beiber / jd^rli«^ big (vel quasi) unglitcFfelig unb 
nnbebd^tü«^ ^b / unb ftren S^nderflanb bemeinen / ftraffen 
unb imimmmen! aU bie eine fol(t)e (^nab md)t {o nnbefonneu 
looUen an6fd)lagen. Sie meilanb bie fBeiber unb Oooeubinen 
Solyrniiiinii, in ii)ieui Scrrcja ober Serrai. ^n C^"onftantinopel ge* 
luejcn I benen ber berniimte (£cliiiiarl^fnnüler D. Kaustus. in l^e= 
ftalt biefce ^]}ial)ümete erjdiienen , lai^ lang einen Dtcfen Ok'bel 
gemadit ' ün'n 'Spiel mit biegen armen ein tief perrten ^hnnbiUMioern 
getrieben nnö get)abt ,' bie jl)nen anberö nid)t (Weil fie nermeinrer 
beg aXa^ometd fe^ig morben) eingebiibet i ai^ tueibeu 

805 



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114 

16tt7. Johann-Peter Langius: Demociitus JEtideos 

nun (ivoffe 3iicjen nnnb n?ciblidK .^öolbcii niij^ il)neu eu}tel)en uitb 
!)nfommen. eumma: il^oUiU't bee T^lcifite^? ift jeiu f)6cf)fte^ C^iut 
ouft Crrbcu gemefen / 1. Tliess. IV. uuö möchte er i^uie jclber 
ni(^t6 lieben^ (^eroünfc^et l)aben / alö baj er Serairamidein. 
Venerem, Tomildam, Laidem Coriutbiam, ja alle berühmte 
£anb« unb ^ranb^^ureit (salv. ho&.) bei| ft^ ^^^^ mdgen / 
fi(^ mit il^nen e»iglt(4 3» delectirett unb 5U belufttgen. 

1667. Johann -Peter Langius: Democritus Ridens 

Democritus Ridens: Stve Narrationum Ridiculanim CSwi- 

furia: Ad Animos ex contentione gravioruin Stmiiorum^ seit quO' 
vumvis negotlonnu lasaUiuiine relaxamhjs ; Selecta a Johann- 
Petro Langio. Uiiuie, Apud Üalthasar. jlü^nen/AonoMDCLXVII 
6. 247 

LXV. 
Famti VUes, 

104. GOnvivas habiiit infattstua ille Faustus multos ami- 
coram. [24H] Petierant hi, vites uvis prae^antes sibi reprse- 

sentaret iu raeiisa, quanivis putariiit bniin» tempore ab uvis 
tarn alieiio, ul fieri non [xisse. Nec tameu difHcilis fuit uiagus 
persuasu; V'ites igitiir praestigiis e niensa evomit racemis 
vegrandibus plenas. Prius tanuMi rain oninibus edicit logein, 
nt alto silentio expecteiit, dum jubeantur uvas earpere. 
Omiies Be legi ubtemperaturos recipiunt. Mox infamis artifex, 
ineantamentis carmiuum ita oculos appot» turb» perstrinxit. 
ut illis tot botri mir«» magnitudinis, et suoco matoro pleni 
apparerent, quot eornm mensa numerabat Omnes ergo in 
gulam haue avidissimi, jamque nonnibil sitibundi a iemo- 
lentia savan quisque cultrnin ad avam sibi praximam apponit, 
dum modimperator Faustus jubeat secare: Natant omnittm 
deutes saliva, et in sestivam hanc volnptatem pruriunt. Hoc 
situ aliquamdiu tenentur: ingens immium expectatio, dum 
cul- [249] tro juguU iit jaiii captani pnedam. Tandem formo- 
sissima vitis evanescit^ et in fumum abit. Uli nebula magica 

20G 



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115 

1669. Gwrg Sehröder: QuodUM 

jam dispulsa, visi sunt singuli suum qiiir^que tenere nasiim 
appusito ( ultello jam jam pro uva secaudum. Quod si quis 
immemor praecepti aut contemptor, botnim »\h\ destiDatum 
prsBscindere voluisset, nasum sibi joculari viilnere praese- 
cuisset: Hic omoium risas, et indignatio. Drexd, m Aurifod* 

1669. Georg Schröder: Quodlibet 

Quodlibet 02?(Lr:)i iai^t liud) l>on Slllcr^anbänuHnitungLii ). 
331. 89 Me 119 baö 3a^r lG(i9. 
331. I14a eft. 1669. 

3.^011 Nathaiiiel ii<l)röbern ein 'i^udi (]cl)abt uiiö Duict)l)lattert, 
bttrinnen "^tali(5nifd)e Comedien bcfinMid), ^lT toax: 
m lUb (Dor Dem 20. tftober 

Commedia ^om D. Fausto. 

gnerft tompi Pluto $erfur au| ber $elleti unb rufft einen 
Tefiffel nadjbem anbeten, SDen Tobactäuftel , ben ^uren^Teuffel» 
att4 unter anberen ben flugf^tt Teüffel unb gtebt il^nen order, 
baef pe nod) oDer män'td)feit bie gcute betrÜQcn foKen. 5>ieroiiff 
begibt ee Duo i>. I*austu8 mit gemeiner 31Mji\'nid)a[jt luiljt be^ 
fricbiget fid) umb magijdje '^iid)er bcmiibet, iinD bie Teüffel 
feinem btenft befc^märet, SSorbei} er ihre öejcl)min(liöfeit exploriret, 
lln^ Den i-\eitt)iiiinbeftcn er 5^e(i!cn '^Jil. tft il)m nii1)t cimu^, öao fie 
jo iieidircinbc fein Wie bie .>Mricl)C, ime bie ^Iiiolrfeti, ^li^ie b 'Binb, 
jonberen er äiMI einen, ber jo 0ejd)minbe; 2h>ie bee menjd)en feine 
gebauten, Und nachdem für einen fo[d)en fid) ber flüge teüffel an» 
geben« will er er i^m 24 ^a^r btenen fotte, fo wolle er fi^ 
i^ni ergeben, SBel^ed ber finge tefiffel für feinen Upff ni^t t^un 
StD, fonberen [115 a] ed an bem Plutonem nimt, auff begen 
gtittbefinben ergibt ft4 hft finge teüffel in Bünbnüg mit D Fausto, 

') $oItobanbf<^rtft beft atoMbcnn 9eoT« @(i|ri)bcr oim 1665— 1675, 

unter ^cr $^cjci(t)nun9 in. A. 36 auf ber ^Tan^igcr itablbibliotlvf. Jil) gebe 
bie Stelle na(^ bem öon 3uliuö i^obi* anaourtu^tcn ^^af^nluU^ ein '^Ibiiny 
von bm (*^n(^cl für bie jrocitc ^Itiflaric Oi'C' ,/^*ülf'3''(büufpielC':> Toctor ;Jüt)ann 
gauft il882) oorla^ oon i^m aber met)tta(t) ungenau abgcbcudt toucbe. ü).^. 

ao7 



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116 

1069. Oabriel Naude: Apolog;ie 

ber fid) it)iii aud) mit blutt Dcrfd)reibct. .v>iciauff luil ein (^lit» 
ftei)ler beii Faustum abmal^nen, aber t>cv()ebli(1) , bcit Fausto ge« 
lai^en aQe bef(^tDorunge idoI, er left i^m Carolum Magniim, iSTte 
@45ne Heieham 3^»9sn; uUt ber er fein vergnügen (jot. ^iib« 
li^ alber 3Bad)et be^ i(tn bad Qen>i{)eit auff, unb gebiet er ade 
ftunbe big bie glocf sivolffe, ha rebet er feinen S)icner an, unb 
mal^net i!)n ob oon ber Sanbenij Bald foitipt Ptuto niib fc^tcfef 
jeinc Tcüffel bao fif Faust [)oki\ lollen, Jl>e!d)ee aud) (^nd)icbct, 
unb meiffeu lie il)n in bic t)öl)t', unb ßcrrcifcii il)u i]iu, auii) iinib 
präsentiret Wie ex öcmaitcrt mirb in b Atollen, ^a er bal^ aiiff 
unb nibei ge^ogeii 35>irb, unb biojc 'li^orte aug i^eüi iikuct 0C|cl)cn 
merben Acuusatus est, judicatub est, Condetnnatus est. 

1669. Gabriel Naude: Apologie 

<»gie Pour Tons Les Graiuls Hommes, Qui Out Este 
Accust'/. De Maq;u'. l'ar Mr Navde. A I'aris, Chez Fraii- 
V<»is Kscliurt, au tniisit-me Tillier de la grand' Salle du I'alais, 
vis a vis la porte des Knquestes, ä la Sagesse. MDCLXIX. 
Avec Privilege l)v Roy^). 

a) p. 41 [Chapitre III]. 

£t k la verite ie croy que l'on. doit faire, le mesme 
uigement des vns que des autres, et qoe la meilleore In- 
struction que Ton puisse tirer de toutes ces resuerles, est 
de pouuoir discerner par leur descouuerte la verite d'auec 

le mensonge. la Maggie reelle d'auec la feinte et simulee, et 

la pülitique et iialurelle de la dialxtlique. et pour ce äujet 

') 3n ber 9uft9abe wn 1712 [A(>olngie Pour Lm Urands Hommet 
0oup^nn«s de llagie Par U. Naud« Parisieo. Demier« Edition oA Ton 
a Rollte quelques reniarque«, MuUqh abnolvemuHt n caeperimu» anie 

juilicare quam irdxri. Sfn. üb. 3. (!<• iru. cap. 20. A Amsterdam, Cbes 
Pierre Humhcrt, MDCCXII l ftcl)ai bic «tfUen ä. 37, 2H8, 305/6, 314. 
:^ctttfd)rcilMnti^ unb 2a(ibau ftnt» barin ein wenig moOernifiert, befonbad Mc 
ianj^en 3äge geteilt. .p. 




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116 

1669. Gabriel Kftud«: Apologie 



«andamnöe d'vn (^hacun, comme estoit celle «{ue pratiquereut 

aatresfois eontre Moyse les Magiciens de Pharaon, nummez 

par S. Paul lammes et Mambreft, Simon Magus qui s'opposa 

i sainct Pierre, Cynops qui fnt submerge k ]a priere de S. 

lean PEuangeliste, Elymas qiie S. Paul fit deuenir 

aneogle, Zaores et Arfaxat qui suiuant Thistoire ^ ^^^^^^ 

d*Abdia8 furent fou- [42] droyez en la Perse; 

et tels encore qu'estoient il n'y a pas long K*. ä 

temps le Dueteur Fauste, If luif /edet'hia.s. le petit Scot, 

Trois-Eschelles, cehiy qiii du tumps <!»' l EDipüreur Charles 

<|uiiit se faisuit uiuiiuhm Maytster indfu.^, et beau- 

€oup d'autres. desinwls il faut expliuuer cct ^^^^ ^ 

Cod dt 

attest fuluiine coiitre les Magiciens dans le Code, . 
«/ . . . . fiMtCf» fr 

Ma§% %n quacunqu» stni parte Urrarum, Auma»» MäUum. 

gmeHs inimiei eredendi sunt, 

h) p. 3oa. 

Cette preuue qui est la plus toi tc H la moiiis «It'siriiisi'e 
<pip puissfiit Jinoir nos nduersairt'S. cstaut ainsi reiidue vume 
«•t tie nulle consequence, il u'y u rieu si facile que de venir 
k bout des au t res, lesquelles se liroient beaucoup plus u 
propos dans les Romans magiques de Merlin, Maugis, et du 
Dacteur Fauste, que dans les Ecrits serieux et bien examinez, 
oa qui le deuroient estre, de plusieurs Historieos et Demo- 
nogiaphes, mais prindpalement de Delrio, Theuet et Paule 
ioue 

c) p. 3i>U. 

Combien que Vvierus qui auoit este son ser- de praostig. 
ititeurf dtse, qu'il n'en auoit que deux qui lit>-2.<^ap-5ü. 
«stoient perpetuellement auec luy dans son estude, Y\u des- 
qaels se nommoit Monsieur, et [310] Tautre Madamoiselle: 
mais puis((ue l*incertitnde du nombre de ses chiens qui pou- 
Qoit ehaoger de ionr ä aotre, ne peut rien faire a nostre 
preiudice, i^estime que l*on ne scauroit manquer de conclure 
auec le susdit Vvierus. (pi'ils ont donne suiet a ses ennemts 
<le viiuloir persuach^r tpie le Diable conufisoit auec luy sous 
la torme d vn grand chien noir, suiuant ce (ju iis auoiot 

Tille: FsaatipKtter. SQQ 14 



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117 

1609. C-ljimmeUhausen: Simplicimnitift Teuitch 

üutret'üiM uüy ilire que Simon le Magicien. Syluestre, le Doc- 
tear Fauste, et le Bragadin de Veiiise, le faisoient touaiours 
inareher k leur suite sous la forme d'vn tel animai. 
d) p. 318. 

telles inuentions ne sout pas iugees moins vaines et 
{^rossieres que toutes les liistoires comprises dans les Romans 
Magi(|ue8 de Maugis d'Aigremont, du Docteur Fauste, ou tle 
iiotre Ma rlin, duquel ie iidv (jue ee qne Too peut dire auec 
plus d assurancp et verite, c est qu'il n'estoit point üU de 
I va de aes lucubes; 

in 

1669. Grimmelshausen: Simplicissimus Teutsch 

Bcr abent^eurli(t)e Simplicissimus Jcutf(^ / 2)üö ift: Die 
^eff^mbung he^ ^ibtni einee( tel^men Vagauten genant ^})2eId)ior 
8temfeld Don Su^^l^aim / mo mth ml^v geftalt %t nemlt(^ in 
biefe 2Be(t fommeit / »od er barinn gefe^eti / gelernet / erfahren unb 
au^()eftanben / aud^ marumb er fol^e loieber fre^mtUig quittirt. 
Uberou^ luftig / unb mdnniglid) nu^ilid) 3u lejen. S(n ^ag geben 
$on (jerman Schleifheim Don Sulsfort. lIRotipcIgart / @ebrucft 
bct) ^süt}ünn iyiUion ^^ni ^atjx MDCLXIX. 

119. '^bcntl)cmiid)ci Simplicissimus Jcia)a|: Xuö Jiucyrc 

8. 100. Daö Will. (Kapitel. 
191. 

6o ift and) mel)r ale gcnugfam betaut / roa& oicftalt tbeili^ 
5"?ciber uub lebige Dirnen in ^ö^mcn / i^rc )öe»)fd)ldffet bc^ 
9ia(^te einen weiten ':&>eg auff^bcfen ^ {td) l)0len laffen. Sa» 
Torquemadus in feinem Uexamerone Don feinem ^^ulgefelleii 
erael^lt f mag be^ i^m gelefen loerben. Ghiriandna fc^reibet au<4 
oon einem norne^men 9Rann / [192] tteldfer all er gemercft / ba^ 
fi(^ fein Si^eib falbe / unb barauff an^ bem ^aug fa^re / ^abe 
er fie einlmal^ ge^mungen / il^n mit ^4 <tuff bei ß^^nberer in» 
fammcnfunfft ^ii ne^^men; Äl^ fie bafelbft offen / nnb fein 3all> 
i'üil)aui>eii lüui Ijabe er beffcii bcgeljit mit giofjci ^Diül^c auc^ 

210 



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118 

1669. Dmniel Schneider: Titiue Ooiitinuatui 

crl)Qlteri i unö öarauft gcfagt: i^Dit fei) gelobt / jeljt fompt ba« 
iDarauff bit ^ied^ter erlofc^en unb atted oerfc^roiinbeiu 
d( nun iDorben / f|at er t»i>n ben .^irteit oerftanben / ba| 
er tta^b ber @tatt Beoevento / im j(6nigret(^ 3leapolii / mh 
alfo iDoI 100. 9ReU oon feiner ^mat fei^e; S)ero»egen oh er ioo( 
rei(^ geioefen / ^abe er bo(j^ nöfft $aug bettlen muffen / unb aU 
er ^etm fam / gab er aldbalb fein Sßeib Dor eine 3auberin bev 
brr übrigfdt an / »elcbe oucb Derbrennt morben. SBie Doctor 
Aauft neben nod) anbern uiet)r / bie glcict)mol teine -tauberer 
Miaun ^ burd) bie Vnfft üon einem "Cit ^um anbeiu gefül)ien / i)t 
aug {einer ^iftori genugjam befant. 

m 

1669. Daniel Schneider: Titius Continuatus 

a— c 

Titius ContinuatUB Et lUuBtratus S)a0 ifi Loci Theologici 
Hiatorici Et Practici Dber S^logifcted ^empe(*8u(l^ / in mld^ 
9{a4 b^ Methodo bee feligen .perrn Titü neben ft Dielen ft^bnen 
mercftoärbigen SReben «nb ®cfd)t(^ten / (bie bergeftolt etngerid)tet / 
ba^ feine im Titio .piftorta barinn ge3eid)net ' ee mören 

bcnn nietjrere '-I^iuliitaiiDc uuD beffercr grünblid)er :)iaa)nd]t jo 
TvoUi Der iV'itt^n ale bcrei innjonen unb luae fid) fonften ^uiu'-- 
tracH'ii Dalben in ad)t ^11 nehmen:) faft bei) jebev ;HLnl)ei)luiig 
bcier lAiconiiii alU'rt)anb l)enlid)e Dii-ta S. S. Patnun ^n be- 
finden, ^ue 5^lten unb bleuen Scribentcn ,' jonberlid) reinen unb 
^ottfeligen Theologen ^ujammengetrageii / Unb / nebenft einen 
pollftanbigen Indice mit einer Slnmeifung / n?ie fold)e6 unb beiS 
Titü (iftma^Sbuöi / bei) ^idrung ber geft» uub @ontagd»(l{>iftein 
unb Goangelien / (berer febed in eine gewiffe Disposition unb 
£)rbnung nerfaffet ifi) an^ fonften Wdnntgli«^ in gemeinen Seben 
nü|lid)en ^u gebrauten / fauipt einer S^orrebe bed (Si)urfl. ©ddbf- 
öb«r«^)of=^rebigcr^ / S3cid)t«Soter« unb Ätr4en«mtl)6 . (Tit.) 
^errn D. Martini (Jeieri, etc. 3)urd) M. Danielem (Bc^neibern / 
in Der lünirfl. Ääd)f. Resident 2)repben (itabt = i^rebifler and) 
ö. }Bo^l=<^^rw. Miiii«terii ^um (Sreu^ bajelbjten .^eiiiureui. 

211 14* 



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118 

1669. Daniel Schneider: Tttiui Continu«tas 

mt a^urfi. ^utiil a» @a4f* (^ndbigfi-ert^ltcn Privilegio. 
^3:2^a369ie( / 3n Verlegung Job. WUhelm Fincelil @eL 
Q^rben / a>ru(ftö au Sel^na Samuel jhebd / 3m Jal^r 1669. 

a) <8. 439. 

Johannes Faustus ^at gelebt 3U Lathen unb Philippi Briten f 
Locus XL unt »trb Don gebauten Pbilippo genennet Cioaca 
Secf IL Diaboloram miiltorttm / ift anernc(!)ft tet^ ^nüit* 

luu^cii tü Den iiUiiteiubeißci i^uibc babcim ; uitb fein 
.>i>ii. Ainnt t^otJtor / foubern nur ein c^cuiciuei \^aui)[tieid)er ge= 
ein luofiei aicfcn. 3)enn alö er roegeu ucrübter (gobomiteiei) uon 
jaubcrcr einem ^d)iil*T'icnft ' unter %xm% Don ^irfiiu^en i 
abgefo^et / ^at er / ale ein crfatjiner €{f)nlcr ' in ber ^Belt um* 
vagirct / unb 3U Gracau in ^olcn / ba jold)e j(i)roarbe ^lunft 
öffentlich gete^ret niorben / biejelbtge gelernet / barauf nac^ Sitten» 
berg fommen / unb {el^am (^autfel 6))iel bajelbfi unb anbern 
t>irten getrieben, fßm btefem Sauft erge^let to<|eimer im ^* 
bendfen t»on ßaubere^ fol. 15. a. otö tu einem @kla<( bed SBirt^e 
Sung i^m 3u DoQ eingcfdjencfet / babe er i^m gebrduet / menn er 
i^m nod^ etnma^l fo einfdiencfte / motte er il)n [reffen. IDa nun 
ber Jung fein fpottete / fagenb: Ja mobl freffen! unb er i^ni 
iiüd) einmahl fo einidiciultt' / ba fpenete Fimstus fein JJiaul auf 
unb fra^j iljn eninfd)t barnad) ben .Hübel mit bem Äüt)U2Baffer 
l|)rict)t: 9(uf einen i^nteit 33iffen c^etiört ein guter Irnncf / jäufft 
bae and) ane. iSlö ii)n aber ber ^i^iitt) ernftlic^ jurebete ; er folte 
il)m feinen il^iener miebei üciid)affen ober er n^olte etmae mit 
it)m anfangen / fagte er 5U il)m: joUc jufneben feqn unD 
l)inter ben Cfen flauen ,< ba finbet er ben ^uben ligen aUer 
|)ffi(>nag , bebenb 00m (gd^reden. ^le biefer «yauft lang genung 
fein ^auffel«6f>iel getrieben / ift er in feiner ^e^matl^ ^vl 92acbt 
mon bem S^uffel / mit umgebrel^eten in feiner Cammer er* 
mürget morben. 

(I). (iüuiab 4)ii'trid). Sapient. l^art. 2 p. 1028. 
1021). 1030. lOai. 1032. 1033. 



S13 



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1669, Dftniftl Sduraider: Titiut GonÜnufttus 



h) €. 445. 

^ 0arolu8 V. mit feinem ^offftabt gen ^ 
Jngbnicf t)orru(fte / mtb au4 mit ba^in gebrat^t ^^^!|^ 
Johannes Faustus, meil er bttr<j( feine ^unft tKelen q^^^ 
^e^^erren / ^blen itnb (^raffen geI)olffen l^atte / Don lUqmibnim 
aDerle^ jct)merfelid)en böfen IttandP^eiten / i^nen au(^ unb fein 
öurd) feine f(J)roarfee Ä'iinft Diel 6bentt)eucr ßc^eiflct. ©«"«bL 

mm öov aäijcr jciiier übci- Cmkii^^ öcwat)i luaiD iniö er 
fragte / roer er wäre / unb luat^ für .ftünfte er fönte? Aorberte 
er il)n nad) (Offene jtc^ / unb beöel)vte uoii ilimc er folte it)m 
burd^ feine .^iinft ^erfiirbrtn(^en ben aÜerbcrü^mteften Hdifer 
Alexaiulrum Magnum unö fein (^^onrnf)! ' in ber )vorm ' (yc]talt / 
@ange unb ©ebcrben / \o fte im £ebeii gel)abt unb gefüt)ret. 

[44r»] FAustus antiuortete ; er roolte / fo inel er burd^^ülffe 
feine« @eift^ oermöc^te / i^rer ^öijerli^en mjeftät 
Segel^ien nadjitommen / nnb bie $erfonen erf(4etnen Loc XL 
laffen / mie pe geleibet / unb im Seben ^gangen Seet jl 
mären: Uber bad folte t^re ^KRai^. miffen / bag i^re 
Leiber ni^t anfftunben / unb auf bigmabl and ber 
&rben ^erfärfämen: SIber bte u^ralten (Reiftet / »cld)e Alexan- 
drum M. unb fein Öemal)! i^t'icl)cii l)ätteu / bie fönten fict) in 
tbre iKorm uub ©eftalt üenranbelu / barburc^ moltc er bei)i)e 
iH'n'oneu nja]^rl)af}tig '^\)x ^iajeft. feben laffen / in alter ©eftalt / 
iine fic i^efetbct unb gelebet. Hllein ^t^x Wa\. folte it)m ^ufageu ' 
ta^ ]\c iiid)te mit tbncn rcben luolte / aber bejid|tigett mbd)te er 
fte ftittj^meigenb mit bbd)ftem %kii. 

hierauf gieng Johann Faustus au^ be^ ^diferd C^emad)e i fi(^ 
mit feinem Qkifte ^ienon ^u unterreben / unb ba fie ber (Sad)en 
eind morben / gteng er mieberumb l^inein )um Jl^&tfer / unb lieg 
bie ^ür offen. $(lfobaIb trat na<^ il^m l^inein Miltt Alezander 
Magnus in ber ®eftatt f mie er gelebet; @in mol^lgefe^ted bided 
^dnnlein / mit rot^em / ober gleic^farben unb btcfen 93art^e / 
rot^ 33a(fen / unb eineö geftrengen 3lngeficbtd / a\ß ob er 33aruigfen 
ilugcn t)ätte / batte einen ganti üüllfommcnen fd)öncn .t><iJ'"Mfb 
an i' trat ,?um Miu\cx unb bürfet i'id) |ui iijme mit tieffer J)UiH'rciil;. 
Der Maifcr njoltc auffftel)en unb ibme bie §anb bieten < aber 
Fauätuä rointfte i^m / bag erd nic^t t^un folte. hierauf neigte 

S18 



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118 

1660. Daniel Sehneidw: TUani Gonünuatiu 

fi(^ bei iiaifer Alexander, unb giciiö jur X^iir ^inauö. 23alb 
barauf trat herein fein (^ema^l in einem blauen @ammet»0{ocfe 
mit gölbenen 6tü(fen unb perlen gegieret Sie mar au^ bcrmaffen 
ff^ön / unb rot^batftgt / mte miä^ unb $lut / IdngUc^t unb etnee 
rnnten Slngefi^t. S^ie fie nun Mi\tt 6ar( lange mit ^emunberung 
angef(^auet / fiel t^m ein / bog er gelefen unb gehöret ^tte / fie 
folte im Gadern eine groffe Ißar^en gehabt l)abeu / ftunb ber« 
l^alben auf toon feinem @tuel unb gieng il)r fie 311 be|ict)tigen 
üb er bij^ 3EBa()r^cidH'n aiid) an il)r finben ; unb alfo erfemien 
fönte / baft ber ^eitt in i^rer beqber (^e)talt fidi luahrfiaftiglid) »er* 
mauöclt l)ättt' / unb nic^t mit falfd)er Aorm betrogen. (£ie ftunb 
ftiUe ,' bürfte beu Äopf unb .paly / baft er bie 5l^arfee fcl)eu unb 
a!iqcin*ct)einUd) erfenncn fönnen .'öferanf neitiote fie luli für ifimc 
gieuij jnr Jt)ür am unb üeijd)iüaHb. ^Üljo geiüel)rte Faustus Dem 
Äaifer feiner ^itte ,' triebe fouften Diel Idc^erlic^er Hbentbcuer 
am ^ofe / unb erlangete eine gute ISere^rung / bamit 30g er 
^intoeg. 

Idem ibid. [W^. @a4f. ^&ifer«(£^ronie.] Part. 4. 
p. 278. 279. ex Part. 3. Histor. Fausti. fol. 133. 
134. 135. 

c) Ii. 460. 

^i^ö ^sol)annee ?vauft fid) eine p,citlaiu^ ^11 il^ittenberg auf* 

;,3 i)ielte / unb oft riniiinjo MelaiirhtluHii tarn ; laje 

i'h>i;i>puH it)m Philippus aUcinat)l einen Xe^rt ' fc^alt tier= 

M-iamhihun itial)nete il)n / bap er »on beut ^T'ing bei) ;]cit üb= 
mart .kauften f^jt^. | j^j,^, ^4^,] j^^^fj 55^ (^„5^ 

mit it)m ne{)meu. ^aei oerbrog il^n / bamm / all er mit ibm 
aud ber 8tubierfiuben herunter gieng / gegen effend 3^it / nmb 
10. U^r unb \\ß mieberumb l^efftig f<j^alte / fagte er ^u il^m: 
Philippe / i(r fal^ret mid^ attemege mit roul^en Sßorten on / i<^ 
n>t[ einma^I ma^en / menn il^r \\\ Iif(t)e ge^et / ba^ aOe ^dfen 
in ber .^n(^en f offen jum <S(t)ornftein btnaud fliegen / bag il)r 
mit euren (Säften ind)t loUet 311 effen i)aben. Darauff antmortet 
Philippus : Tae jülr bu mot)l laiicn ' id) il)äte bir in beine 
fiunft ; uub er fönte ee wx^i ^u mercfe richten. 

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118 

Um 1670. Jukaao BalUiMar Schupjpiu«: ädirifiieii 



^3niteu jct]t(fte Sodann Sauft einem Wottfiird)tigcu Mann 
ein ®efpenft in bic .^'«mmer i ha er 'i^titc ainTii ' 54 
öae gieng in her .klammer t)ernmb nnb röiliclii' ane Aauft idMitr 
eine €au. 5)a jagte öcr ^])^attn; (ii) mic ein jdjön ci»^''» 
(^cjang ift ba^ »on einem ^ngelV ^er im Gimmel ^^^'^^^ 
nic^t bleiben fönte / ge^t i^t in ber ^eutc $dufer !ii 
uitb UKiitbert rok eine @aii. SM oerbrog ben @leifi 
unb fam koieber 3U 9au|io ; Haget i^m / loie er ttdre empfangen 
iinb abgeioiefen / ttolte ba ntc^t fe^n / ba man il^m feinen ftbfoll 
unb ttrt^eil Dermiefe unb baräber feiner fpottete. 

Index II. nnter 5- 

ivanft ein ßaubcicr / pag. 431). n. 6 i^eigct Alexandruni M. 
p. 445. u. 29 jc^icfet einem eine ^an 5» p. 461. nuin. 04. 



m 

Um 1670. Johann Balthasar Schuppius: Schrifften 

a — c 

Doct. .loh; Balth; ^>chuppii ^(^rifften 'J. 

3ioei 8&nbe ot)nc Ott unb ^a^r. tJerlegcr offentat SSuft in Sranf* 
fürt, nm 1670. Serglciibc SaitflfpnttfT lU. i&i gtcbt not^ eine britte, 
nur wenig f|>atere UnSgabe: 8ebnei(^e Si^rifften / !^eten fi(b bc^bfl (Helft* 
al^ Seltli(t)c vodi 3tanbed unb Slter« fie auc^ ftnb / nä|^(t(^ gebraucben 

rönnen perfcrtigct von beut iOeilanb ,<So(f)« unb Sllül^C^hriDÜrbigcn (rMen 
unf .öo<l)gclel)rtcn ncrm ^-cf)- ^^iitl)a[. Zitiippcn ^er .v>cil. 2iirifft I) ('< mi. 
Pal. Ctfsar. ^ürftl. .v>cficn'i)arnibttaMifct)cn ('oiisistorial-»Hatl) u^^ treu- 
citriaen i^ecliort^onT 3t. ^ncob in .öambur^i. 3" formlirhc riDiniiia w 
tamiiuu i^ctiaöcii unb mit jiuci) ^Rcc;iftcnt Dfr)cl)en- AraiktTuit an lUiiinn / 
Xrucfö unb Verlags ^Haltbajar (^l)nftüvi) iiUifte , ^t\i)x (5t)riiti 1G77. 
3. 124. Scr (>^cpla(}te .piob / uf». 

3. 156 nne 3. Ifö von Doet: loh: Balth: Schiippü ^dirifften (um 
1663). ^auftfpUHer lila. 

3. 581. '?lbc(enötf)ic|te (*f)ren»Äettunoi uiro. 

2. <')13 rote 3. G52 Don Doct: loh: Balth: Schuppü 3(i)nfften (um 

1«6:^). Aatiftipiittei lllb. 

Miüit I> ^o^ Ln-taiiDc JaiiluTer bejttiioort unb frai^t einen bofen (SKmU f 
wit gcjitroinb er Hiu'. Ijat oicl ^lünfte uun bein Teufel ^clcrnet. (il3. 
l'ein enMi(^er ^o^n ibid. 

210 



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1 1!^ 

Lm ltf7U. Johaoo Balthasar Öcliuppius: Sciuiä'teu 



a) I. @. 129. £Dcr (geplagte .'ptob. 

^. 1(12 aüe 162 bei* ^uögabe oou um 
Sauftjplittcr lila. 

b) @. 618. ^abgenötigte (^^ren*J)iettunö / 

8. 652 mte S. 652 ber ausgäbe m um 1663. 
Sauftfpittter lllb. 

9iegifter tote Stifter ber flu^abe ooti um 1663. 
9außf|)imer 112. 

c) II. S^W^ Doct: !oh: Balth: Sehuppii ©(^riffteii. 

<S. 53. £)er geiftlic^e ^iJa^ieigaug. 
<S. 82. 

3?on 3ol)anit <yauften / bem 5lal)mcn uad) einem glücfjeligen / 
aber in ber 2:t)at unglücffeligen Doctor, fagct man / bag er ein^» 
ma^U öon etli(l)en erfiK^et uiorben fei) / er folte biirc^ feine Äunft 
t^nett einen SBeinftocf mit retffen Trauben ju vege bringen / meilcn 
ed aber im SBinter war / mme^neten fit / er f(nte wegen ber 
ungelegenen Stxi j il^rem Seg^ren fein (Sknägen t^un / no^ i^re 
Sitte erfflUen. 5Der Doctor Derjpric^t il^nen / ba^ er mac^ 
woHe / bag fte balb einen SBeinfloif auff bem ^xi&i je^en fotten / 
bod) mit bem ^ebiii^ Dafj fie in aller 8tiKe eriiiartcu jolten / 
bi^ er fie bic Iraubcii mürbe l)t'ineti abbicd)cn. 2öürben fic biefe»^ 
ni(^t t^un / unb feinen SBarnungen ' bic er il)nen bamit geben 
moltc / in ben Wmb fdjlagcn fo iinin'^cii fie in ?cib&= ja mol 
g«r in iicbcii»?''('')Cfabr (ierütl)eii. 'i?(le fie lum |aiuf)tlict) foldKö ^w- 
gefaget , liat er ihnen / aiii n)el(t)e fc^on rool)l bejed)! waren ; 
bnrd) feine (äJaucfelei) bcrmaffen i^re (Sinnen unb klugen Dcrblenbet 
bag fie t^erme^net tfaben / ed feq aQbereit ein ^inftotf ba ' mit 
eben jo oiel fd^dnen groffen Trauben / oB i^rer an ber ßai^l 
waren. äSurben berowegen / atö bie vorl^in fd^on oom 2:runcf er» 
]^i|et / tiefer üUeuUglMt alfo begierig / bag fie tl^re ^er er« 

Bu^ab Boct: Joh: BaltH: Schuppü (S(^rifften [of^nt Ott unb ^a^r, 
»erlebt offenbar bei Suft in Aranffnrt o. TO. um 1677.] 

(tt. Xer ö^'i'^l'dn' 2pa^tr'Haiuv 

2. 28fs nnc 2. sj ^o^ 11. i*aiibcd Don um 1670. <5au|tiplittcr U»c. 

■Jü'S att^cle .iicöük'i. 

^mit 1). )t€Ut gur iL^intcri&^cit einen Seinftocf mit fettigen '^mubirn 

für 28.'). 

Sil» 



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190 

1671. Michael Freudiiu: QevisseDffrftgen von Zauberey 

griffen / mnJb mit groffem Verlangen emartcten ! big er fte f)ieffc 
3]if4nd5cn. C^tidUc^ / na^bem er biefe leic^tftnnige Wenfi^en in 
itnm irrtgen Sa^ii eine ititlang l^atte ftetfeit laffen / unb biefer 
SBeinftof{ \ampt benen Trauben {Abling iKtfd^iottnbni / fftnUn fie 
bcfnnben / ba| ein ieglii^er unter tl^nen / an ftat ber l^rauben / 
entlDcber feine 9lafe, t)^v j (Gurgel / ober ^1nn hielten / unb an 
biefelbc ©lieber ba^ 5Heffcr flejetiet bamtt ' mann fte bc^ 5)octord 
©i-mal)nuUi^ üni"(cficn , unb Imubcii i)aiti'u icl)ncibiu luoüen / fie 
fid) feibft ge|tuiuiuelt / öci-jc^üiiöet / unö t!)eil0 bic (Gurgel abge= 
j(^nittcii bfltten. 

i^ben aljo \m(i}Qt cx? bor Saiiienbfunitler ber letjbige Sntan. 
(vr lec^t Ulli? bie SoUüfte Dor / al6 jd^one reifjc Trauben , ale 
fc^dne (Zitronen unb ^^ommcranfecn . ober anbere föftlid)e ge* 
fc^marfte Srüc^te. ^r ermal^net une aber nic^t baf; wir felbiflc 
ni<^t abbre^en ober oerfuc^en foUen / bamit mir nic^t in ü^b« 
itnb Seben^®efal^r und ftfir^en / {onbern er ermal^net / treibet / 
reibet / unb iodti und (»teinte^r / ba| »ir fie effen. ^a / bie 
äSoOftftler f^neiben mit t^ren eigenen !D{effem an fiatt ber Slrauben / 
i^nen bie ^finbe / Olafen / ja gar bal ^mpt ab / bad ift j fie 
ma^en fid) ibrer €innen / S^emunfft unb ä^erftanb ' unb ber 
Önabc Ö^ttci' uei luftig. 

JKegifter: 

A-auft 0. briuf^t burc^ jeine iUmft einen Jh^einftoct mit reiffen 
i^mubeu wegen 

120 

1671. Michael Freudius: Gewissensfragen von 

Zauberey 

a — b 

Xen>iffend»^agen Dber ©rünbU^fer Seric^t !Bon ßaubereQ 
nnb 3auberern , ^ion Mitteln »iber biefelbe / Unb »od für einen 

Procesf* ßl)riftlid)c ^brigfeit miber bic ^tuibercr i]cbrauil)cu joUc. 
Senebenft cinciu x'lnbanf^ üBüu (^eift* unb vdblictn'i :J^cfiUunc^ 
unb S^uf^ticibuug bc^ böjen ©eifteö: ^idnnioilidicii \u gukm 
Unterricht unb treuber^igen Tarnung miber jolc^ ^euffetä « (^e« 

917 



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120 

1671. mehMl Freudiu«: OewiMensfrageti von Zauberei 

fc^mei^ Menlid) iiiionbev^eit aber X>encn Siidjteiu 511 emcc^cn 
I)Dd)ii5t)tig unD erbaulid) / aug (S)otte0 SBort uiib loornef^mer 
TlH'ologorum, Jurisoonsultorum, iiitb anbcrcr berüf)mten Autonim 
^(^rtfften / auff ^oc^anfe^nli^er !IRAnner ätot^ / unb guter greunbe 
^nma^nung / umb Mefer Ickten äüiUn »iflen / mol^ImetnentU<^ 
anfammengetragen / anfe^ mit aOem 9fdg revidiret^) / unb oon 
nfueit überfe^en / in hxtt^ Steile abgetl^dlet / mit otter^nb bencf« 
mürbigen bar^it bequemen Rempeln unb <^ef(f)id)ten illustriret | 
{^emel^ret unb uerbeffert / unb fammt betj^efi^ten ber bod)löb!i(ften 
Theologifd)Cu Facultät 3U 3^oftocf / Ceusur ull^ :l\Dciufcn über 
big ihJerct aud) ange^enj^ten niiblid)eu :)ioi^iiuiii 511111 offene 
li(f)eu 2)ni(t beförbert ^inrf) Michaeleni Freiulium T'ienent (Mött- 
lieben SBürtö (iuppenbin unb ^^lauerbagen. ^rucf^ unb ^Ber» 
läge sPaltfi. (^()riftopb 5lNuftt> 3^Hd[)bruff' unb .paubclcw in ^an(f« 
furt am mar^n / im ^a^x (^rifti mmU£% 
•) @. 262. 

Qu. 119. Cb unb mte ber Druffel unb bie $e£en ben Beuten 
bie ®inue / Hugen / D^ren / $Anbe nerblenben fönnen? 
@. 264. 

11. 2) a '^Inuo 1260 .^äi)fcr Wilhelmus üon feiner (5ronuug 
von :.Hacl) nad} luiUn fam ; uuö Dafelbft uiclen J^iirfteu iinh sperren 
ein l'tattlid) i^anquet 3urid)tete: Xiic^ Albertus \'J(u>n] uon l-^au» 
gingen / ber geläl)rte ' berübmte iirebi(^er-^.\'iuu1) öci uon iiH\]en 
fciiice S^erftanbe unb 0ejd)irtlid)fiMt Magnus, öcr (^noffc genaunt 
Dt luorben aud) babei) ein £tiict feiner ^anberijdion edimart^ 
jtuuft je^en bann er niad)te baf; ber v^aal / bariiniiu bae 
$anqnet gebalten marb / mitten im 'föinter um ü^ep^nac^teit 
mit ^dumen / Mrautem / iimb mt> iBta» gtönete / ber 
(>)u(!ug / £er4 unb Slac^tigal barunter fungen ' ald mann e^ 
im ^'üling gemefen m&re: meldied bem ^A^fer fo mol gefallen / 
bag er i^m unb feinen ^lofier«$rübern ein ftatttid^ Sanb*®ut 
toere^rete. Doct. Gödelman. libr, I de may, H rtm/. cap. 3. 

M Tiefe 'Angaben bestehen fiili offenbar auf i^oinabincii mit bem Wa» 
iinffript, \]ut\ mit cinpr ^'[C^lluftoll ciücn \*(>ifiai\c, bk fiil^ iibriöcii'J auf etiM 
40 "J^ililiütlKlcn iiiiM hat erinittelu lafien. ra«!' ci\\i,\C(e (vveuiplnr bicic^ 
iet)r felteneu ;'M!tt>eA iii) i^cfelien habe, befiubct fii^ auf t>a (^rüBl)crj«>0* 
Uvt)cn '^ibltüü)et 3U rarmitabt. T. *>. 

218 



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ISO 

1671. Michael Freudius: OewiMentfragen von Zauberei 

num 14 et segq, D. Dieterich. et M. Waidschmidt loc, di.^) 
M. Tit. eftmpfJhu^ I ArHe. JL eap. 6. p. 339. Lerchheim, 
c. 8, /. 17. 6. Dd. Goldast Von ^onfifcation her J^^ngüter 
§, 6. /Ä, 4. p, 9. 14. 

12. dergleichen ^at her bejdjre^ete Bauberer nnb ^tm^ 
fnnftler infenstas ille Johannes Faustus, meldten Philippus 

cloacam muitorum diabolorum gcnciinet / (Maul, hi Im: <le 
creai. p. -Hi») üicl getrieben, ßr {)at i^eU'bt l.utlieri unb 
Philippi ^]dtcn ; ift üUernächft bei) AtnüttUngcu in Dnn ^^Jihrcni^ 
bergev Vanb Öabeim / unb fein Doctor, fonbern nur ein (Vüieinev 
^anbftreidjer gewejen. ^onn alö er wegen üerübter €oboiniterei) ^ 
ron einem Sc^ulbienft unter %xa\\% uon Sicfingeu abgefegt > 
^at er / olö ein erfabrner @d)üler / in ber 2ÖcIt umbüagirt unb 
§tt (Sracau in ^solen / bo folc^e fd^ioarle ilunft öffentlich gelet^ret 
morben / biefelbige gelemet / barauff na(t Wittenberg fonunen / 
unb fel^am (S)aucfelf)»tel bafelbfl unb anbem Orten getrieben. 
Unter anbern f atö eindmatö feine betonte gute Sreunbe ein 8tft(!« 
lein Don x%m {et)en nolteit / unb mitten im SBinter bci3et)rten / 
er motte einen SBefnftocf Dotier Iranben f265b] mad)en tjat er 
ee ibncn ^uc^efagt bod) nui Dan :iH^Ding ' fie foUcii (tili ji^en ; 
iinD feiner nnter il)ue» einen Irauben abf(f)neiben / bifj er fie ee 
mürbe lieifien. er nun il)uen einen berrlid)en Seinftoif mii 
Tranben burd) feine jct)n)arfee 5tunft fürqeftellet unb ein jebcr 
bftiierii; nadi ben irouben griff / bao ^JJkffei anfet?ete nll^ iraitete/ 
bi^ er fie abict)neiben {^xt^ \ ba oerjc^wauD ber latoit mit ben 
Slrauben / unb f^tclt ein jebcr feine e^gen ^Um mit ber .Ooub 
unnb fein SD^effer baran unb mann er fie l^atte ^etffen jct)neiben 
fo ^tte ein ieber i^m felbft bie 9iafe abgefdbnttten. $ieraug nirb 
verfftanben / ba| ber ©atan ni^t aflein bie 9lugen fan oer^inbem 
nnb oerfhidfen / fonbern audf^ bad ^fil^len unb Saften Fan irre 
unb frafftlog mad)en. 'Benn biefe ^dfte meber gefeffen nod^ ge* 
füllet ba^n / baß fie ftc^ be^ ber !Rafen l^ielten / meinten / fie 
hielten Trauben. 

13. 3ll0 eben biefcr Faiistns bei) einem C^e(ad) rhu nnb 
beg 'Uixi)!^i 3uHg i^ui 3U ooU ciujd)eudte i bräuetc er ibm , manu 

Died beliebt |id) auf M Waldschmidt JHytiton. Endoi\p. 2()3. X. .ü. 

SlO 



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190 

1671. Hiehael EVeudnif: OewiBMnafrftg«ii von S5aat«r»i 

erö nod) einmal tt)üte / jo mik er il)n fveffen. !35a nun aber 
der Jung feiner f^ottete / unb fagto: wol freffcn! unb i^m 
barauff roieber ju DoU einf(^en(fte / jperrete er fein ^aul aiiff / 
unb fra^ tl^n / enoif^te barauff einen Stnbü mit bem ^ü^lmafjer / 
nnb fadte: ouff einen gnten Siffen gel^dict ein gttter %xumt \ 
unb foffl aug. ^a aber ber Sßirt^ i^m entfUt^ |itrebete / er {o(te 
i^m feinen jungen »teber f(i)affen \ ober er motte etwad anbete 
mit f^m anfauchen / ba fagte er er folte trieben fei^n / unnb 
l)inter beii Cfcii fe^en / ba fanb er feinen jungen gaiil? na§ 
liegen luib für @(l)recfen ^iitar.. Xaljui l)aue it)n bcr Icufjcl 
geftoffen . bae 3Baffer ouff il)u rt^'ftiulU ' ben ^iifchern bic iHiu^en 
btv^anbert / bg fie meineten er lödie geficfjeu / inib i)ae ii^affer 
au§ bem [26611] Äübel gefoffen. D. Jae. Martin, de magic. action. 
th. 17. n, 3. D. Dieterich ^) et M Waldscbitl ^) r/. Lerclieim. 
eap. 7. /. 15 c. 8. / 10. 6. D. Godeimann d. /. Dn. Camerar. 
ceHfur. 1. Aorar suecisiv c, 70. jNij/. 315. M. Tit. c. ^. ». 10 
|}. 839. 

14. ^ |at aud^ einem I99auren / ber i|m nit aug bem SBege 

»eichen wo Ken / einen !£i^a(;en mit ^cu unb ^^f^^^ Ö^frcffen / 

fo er öarnad) iMaii|]cn für bem Z[)oi |til)i'nb micberi^cfuubeu j ber« 
gleid[)en üon ciiuiu TOn(f)en ^n @rffurt aud) gebad)! roirb. D. 
Jac. Martin. M. Waltischmid dt. loa. M. Rudiuger. dec 1 conc, 
de mag, illic. p, 4(>. Lerch. c. 7. /. 15 b, 

b) @. 266b. bid 267a (3i)to oerfauft ^eubüf(f)6( atii 
Sc^mcine unb lagt fn^ ben <Bc^enfe( audreigen). 

i2. •267 a. 

!l?ergleid)en fol Job. Fanstus and) get^an ^aben / vid. 
M. Waldschmid p, 205. Uildebr. in Goei, p. 69. M. Rudinger. 
dec. I. p, 47. 



M 8eatel)t fi(^ auf Cunrad Dieterich. ^auftfl^atter 89. 1^ ^. 
eied WAldMlunidt ^. ^. 



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191 

1678. Sir W. D'Arenuit: Ptay-hooM to be let 



m 

1673. Sir W. D'Avenant: Play-house to be let 

The Works Of Sr William D^avenant Kt GonBistiiifr of These 
trhich were formerly PrinUdy And Tltose which he desuju'd for the 
Press: Now Piiblished Out of the Authors Original 1 Copies. 
htHihm: Printed by T. N. for Henry HeiThujnntH, at the 
Sign ol rhe Blew Ämhor in the i.ower Walk of the New 
Kxchamje. 1673. 

[II] p. ()7 ^) The Play-house to be Let. 
p. 76. 

Fiay^): Well, we'll be content, likc other rieh FooU, 
To be laught at. There is ao old tradition 
That in the times of migbty Tamberlane, 
Of conjuring Faustus, and the Beauehampa bold, 
You Poets us*d to have the seeond day. 
Thifi shall be ours, Sir, and to morrow yours. 

1674-. Bartholoma^us Anhorn: Magiologia 

»— b 

Magiologia. (Sf)n'tlic1)c iinunuiu^ fui Dem ^Iberi^kuibeii uiib 
3aubcren: X'artnncn gcliaiibclt mxb isoii bciu ^i^uMna^cii ; laQ= 
ipeUeu Diib >{cict)ciibciitcii oon bcm *önnb ber ^Jaiiberer mit 
bcni leiifi'l: DOW bcn c^e()eimcii Weiftcreu , ii^aaifatjcu Voofcn 
tjnb epiclcii: Doii bcn DueKcu .v>eiB^trifen r»iib ^liniffcrpvob: oon 
bem ^aben in bae I^al 3ojapt)at / ünb ibluteu bcr ermorbtcn 
^ei(t)nam. 3?on ber ©auflcrct) '^nublenbunQ ünb i^^emanblung 
ber 9Renf(^n in I^ier: $on ber ^ejren (^abelretten / l^erjamlung / 
Wlaffi^tittn I Be9f(^taff / Setterma^en / Beut ttnb Bitk bef (^Abtgen. 

3Me leiten Xejrtee finb gcjQl)lt bi^ 3. 402. Xann foU}t nciuT 
Ittel Tbc Siege Of Rhode» etc. London etc. IUI'}. '?Iitf 2. <;? Mefe*? 
^bjitnitteiS, getDiifermafien etneö üioeiten ^anbed, bei^inut ba^ Play housf. 

*) Plmyer. 2;. .»>. 

991 



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122 

1674. Biutholomaeua Anhorn: MagiologU 

ijüii beul 3iei"telfuip(cu rieb|taU weifen ; ^rcfffc^ieffcn ) Seltnen / 
Wa9ueti[d)en 6ur > imh Äünic\(i(fiom .^ropffieifeu. T^on bev iHi|)an)cr 
Äunft / gialHii 9llUaiincu / ^lct)iuiei) / (^d)lanöen bc- 

l"d)n)eereii m\t> ßiebßifften. Zhn hm (^knvd txx Räuberei) / ber 
3aubcrer straff / mt> mngli0t)eit ber :öefei)ruug ju @ott. ^cr 
fümiaigen Seit anm (SUi / 64i^eiofal ont ^ntenoeijung füigefteit 
burd^ BartbolomsBttm Üti^oni / $famm bei ^angelif^en Stix^n 
tmb Qkmnab au Sif^offaeK. Wi&Si j ^ttnOt bei) Sodann 
$dnn4 SRe^er 1674 1). 

a) ^. -249. 

Ii. 3?on 3oi)an gaufteu / önb feines ^e^rjüngere Ctiriftopö 
SBagnerü Baubere^ / tveigt noc^ I^uttgü $ag^ aUe Belt au f<td^"* 

Benedictua Aretius in Probl. Loco 144. p. m. 812 f<l^reibt 
Dott bifem Job. Fausto: 811$ yfynt auf eine int ein SBaur nid)t 
wollen aug bem tBeg »eichen / l^ab er bur^ Slenbere^ benfelbeit 
mttSf^og Dnb Sagen Verfehlungen. (Sinem anbeten I|abe er 
fette Sc^roein ücrfaufft i »nb alö ber Äduffer folc^c l^etnt / onD 
buvd) einen ^ad) treiben aollai ' fei)en Die oü)iucin iicij(.1)iininC>on ' 
nnb anf bem 3Sioffer nur sitrül)iiiüjd) iicjd)animmcn: moiüber ber 
.vuiufci altibalb mibernmb bem Üi>iirtöl)anfj 3U0eet)lt / benjenigcn 
^^u]ud)en ' ber jhne fo f(t)onbtlid) betrogen onb fein gelt Don 
it|iue lyibcrnnib ^ubet^et)rcu. l'U*? er nun im 3öiirti^l)anf? fomincn ' 
t^abe er ben ^betrieger l)inbcr bem Dfcn fd)lafenb gefunben jlin 
jorniger weife bei) bem gug gebogen mt> fein d^elt »iberunib 
geforberet. £Der 3ouberer aber f)abe j()n alfo geblenbet baß 
er oermeint / er ^abe jl^ime ben gug auft bem Seib geriffen j fc^ 
aufgeftanben / fl^ fldgliil^ übel geliebt, big enbtlid^ bie @o(^ »on 
bem Sürtl^ gütUd^ oerglidien »orben / onb Sauftuö miberuntb 
k^noerle^t auf feinen be^ben Hüffen tierumb gegangen. 

Simon Majo1u9 erjeOet non biefem Jol). sanften p. m. 455. 
baj ! ale jhne auf eine ^eit eine ("'kjellidiafft angefproc^en / fte and) 
cinee üon feinen 3^i"^^rf^"^ti" icl)cn ^ulnffen / t)abe er beffen fid) 
laiu^ i^eiiH'ii^eret / auf einftenbigeö anl)alten aber i mann fic |oia)ee 
alle einmüt^ig begehren / j[^ne cinei^ auioeijen eingemiUiget. ^Md)- 

') Xk CftaDdiiöciabc üüu Aug. Kauraco. IG75 Qiei)t ftc^ als ocrfaßt 
„büX^ Philonom." ^. 



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199 

1674. Bartholom«!!! Auhoiti: Magiologia 

bcme ftc nun Don ftmc begehrt / er folle it)neu eine jdjönc groffc 
Weinreben voii fettiger Xraubeii barfteUen (melc^eö fte / mil ce 
tomb bie ^dt beg lürieften Slagd getoefen / onmugUd^ fe^n m* 
meinten.) Sftufhid oerf^riM^en j^iem SiUen gnug au t^un / 
UKinn f!e ftiU fd|n / fein SSort reben / bnb märten toerben / 
er jte l^eiffen »erbe bie Strauben ab» [251] f<!^netben onb effen: 
wibrigen fallö / ftef)en pe in ®cfat)r. ÄII pe jl)me jU0e()ord)en 
oenpro(f)eu i bat er bie ^\i(\en ber naffen iöurfct) geblenbet / bap 
jic Lki meint ' 10 [leljc au iLuniDeigioficv 3Beinftüf auf biiu Xijcl) . 
Dnb l)aiii^eii an bcm|elben fo Dil jd)öne groffe Xrauben / oiei 
jl)rer geßcnaicrrioi nuuen. ^in jeber nam fein Keffer / qriefj einen 
Jranben an ; m\b luolt benfelben abfrf)ne{bcn ' iiiartctc bod) anf 
i^anfti ^Befebl ' barmit jbme tcin Vdtb miberfnl)re. (^nötlid) ^ub 
^aujtue bie ^lenbere^ auf / mi> ^atte ein jeber mit ber einen 
^>anb feine Olafen gefaffet / önb mit ber anberen fein Keffer 
borauf gel^alten / alfo bag / roann einiger ^ätte motten einen 
Xrauben abf^neiben / er feine felbft eigene !Rafen abgeft^nitten ^Atte. 

b) <B. (525. 

SSie ^Jobannce Aaitft / mit einer gnten C*'k)cüict)aft gen 8al^* 
bürg auf feinem DJiantel / in bep t^ürften "üSeinfeller gefahren l 
fid) bajelbft luftig gemalt / Dnb al^ ber .^edermciftor bar^n 
fommen ; benfelben mitgenommen / Dnb in einem ^alb auf 
einen f|o^n £Daunenbaum gefegt / erhellen etliche / bie beg Rauften 
3aubenfd)e ^benbt1)emren befc^rieben. 

IBiel anbete bergleic^en ^iflorien befd^reiben Majolus €oU 
loquio de Sagis pag. m. 476 seq. Martini» Del Rio Disquis. 
Mag. 1. 2. qu. IH. p. m. 167. seqq. Caspar Schott in Phys. 
cur. pag. m. «iH. seqq: ünb anbeie mel)i. 

Slegifter. 

kauften 3t»"beret) 249 
Derfc^lingt einen Mauren mit fRoi Dnb ^agen. IBer« 
taufft Stro^mifdft fiir @(^mein. 250 
ftelt im hinter einen äBeinftof mit jeitigen ^Trau« [ ] ben 
auf ben Sif<^. 250. fa^rt gen ©aljburg in ben ptftl. 
SeinMer 625. 

998 



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1S8 

1675. £dwftid PhiUipa: Themirum Po«taniin 



m 

1675. Edward Phillips: Theatrum Poetarum 

Theatrum Poetarum^ Or A ('uniplt*at ('(illi»L*tioii of tlu* 
Poets, E.specially The m<»8t EniiiK ut. of all Ages. Tlie Au- 
tients distiuguisirt froin the MoiltTus in their several Alplui- 
hets. With Siune Ohscrrritions aiui Heßections lipon manij <t/ 
them, particulary those oj onr own Nation. Together With a 
Prefatory Disctuirse of the Poets nnd Poetry io GeoeralL 
By Edtcard Phillips. — • — 6 6^ ^OXßio^ ovrirn /tovam q^de^ 
wvTtu yXvKCQt'j ol djto aio/iOTOi addi}. Hesiod. Theog» Lmdon^ 
Printed for Charles Smith, at the Angel oear the Inner Temple- 
Gate in Fleet Street. Anno Dom, MDCLXXV. 

p. 1. Eminent Poets Ainong the Ancients. bi^ p. 192. 
(raiiii LHi^iiuicii Me Äciteu^a^leu ttjieöev uoii 1, i)ie ^öogeiifiöiiütuicii 
t>on Aa.) 

p. 1. EmiaeDt Poets Among the Modems, 
p. 24 unter 0. 

Chri9topher Marlow, a kind of second Shakesphear (whose 
conteraporary he was) not only because like him he rose from 
an Ailor to Ix' a jiiaker of Plays, though inferiour hoth in 
Farne aud Merit; but also because in his begun Poem uf iiero 
and Lf ((H(h'>\ he seems to have a rt-NembiaFice of tbat clean 
and nnsopliisticated Wit, whicli is natural to that iut oinpa- 
rable Poet; this Poem beiüg left uufiaished by [25] Marlow, 
Nvho in some riotous Fray came to an untiniely and violeot 
End, was tbought worthy of the finishing Hand of Chayman; 
in the performaace whereof nevertheless he feil short of the 
Spirit and Invention with which it was begun; of all that 
he hath written to the Stage his Dr. Fausius hath niade the 
greatest noise with its Devils and such like Tragieal sport. 
nor are hu other 2 Tragedies to be forgotten, namely his 
Edw, the 11. and Massfrrre at Paris, besides his Jen- of Malta 
a Trageeomodie, and lu> iraj;cdy of iJido, in wljich he was 
jdvned with Nash. 

S84 



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124 

1675. Johftnnea Ulricns Mtyer; IMsciinus de VagaQÜbua. 



124 

1675. Johannes Ulricus Mayer: Discursus de 
Vagantibiis. Pras. Jacob Thomasiua 

Discttrsus Hl8torico-Phüologiett8 De Vaganttbus Scholas- 
ticis, Ske fBon gal^tenben @4Aleni / Qpem Juvante Numine 
Inelyta Facnltate Philosophica consentiente £t Moderante 
Vtro Ampfis^imo Et ExeellenHasimo M. Jacobo Thoraasio Eloq. 

P. P. loiijre celeberrimo, Minoris Pnncipum Collegiato dig- 
iiissimc». KacultatiH Philosophie;** As8e88ore gravissimo etc. 
Dn. Piitiniio. PraM-t'|)tore i\r Pronioton* mnm' observantia«. 
«•iiltu prr.seijvendo. Ad. <l, X\ y Seftffnibns, Aiuio MDCLXXV. 
lu Alma Philurea defendet Joliaiin« « Ulricus Mayer, Delitio- 
Misn. Phil. Baccal. Literis Johatm. Georg. 

a) (|>. 9] 

^ Nonne vero. in«|vies, peregriuaiuli com- 1 10] pen- 
<lium ilind exercuit ' D. Job. Faustus, (ejus historiam vido 
nip. 81. p. 214. edit. Ndi ili. \. 1674. Dn. .loh. Nimlai Pfit7«ri,') 
qvem vngantium Sfhol.ujtiioruni censii hah^ t (iesnerns' Novi 
(iesneri hoc adsertum, sed ab eo subtraham caiculum iufra. 
Itaqve Fausti illud exemplum nihil facit ad rem prsesentem. 

b) (p. 45] 

§ 131. Alter (iesneri locus legitur in ejus ad Job. 
("i-atonein epistolu, qvae est I. Hb. I. ubi cum Theo- [4(»] 
plirastuin Paracelsuni, vocusset inipium honiinem ac iiiamnii, 
et eo.x, qvi ejusdem cum eo farinae essent, Astrologiam va- 
nam, Geomantiam, Necroniantiam et hujusmodi arten prohi- 
bitas exercere dixisaet: JSqmdem 'm<\\\t p. 1. üuspicar iUos ex 
Dniidaram reliqTiia eBse, qvi apud CeUas wteres in wjUerra- 
neig loeis a DtBmmubus aliqeat anma erudiebantur: qvwi nostra 
mmnoria in Hispania adhue Salmanücm fadum cmBtat Ex 
iUa schoia prodierunt, qitos mlgo Sehdaatieot mgantes iio- 
minahafUf inier qvoB Faustus qvidem non ita pridem m&rtuus 
mite celebratur. 

TiHe. FaustspUttcr. ^25 15 



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125 

1675. Cbiiatian Fromman»! Tr»ct«tus de Fasdnatione 



c) \\K 46] 

§ V64t, Docuimus bactenus, vagantes yendieasse q^idem 
nibi nomen Magorum, sed absque saffragio rei, perqve meram 
adeo imposturam: (reBpice ad §. 93.) At Gesnerus pro ve- 
rifiBimia eos Magis habet, ciun Johaiinem FauBtum, (de qao 
plura §. 145.) üb annumeret, similesqve habeat Paracelso, 
aliisqye Neeromantis. 

d) [p. 4yj 

§ 145. Factum inde* ut ScholaBÜciB vagantibus etiam 
Johamiem Fauatum, qvod obiter Bupra § 134. tetigi, aceeo- 
seret. Am- [50] bulatoriam ille vitam egit, fateor, et Ma- 
giam ita circumtulit, sed graviori schemate, qvi verua esBet 
tncantator, artisqve seeleBt» specimioa elara posset edere^ 
seeus atqve isti migivendi. Cingarorum consvetudine dili- 
geuter usum. ut Chiromantiaiii edoceretur, prudit in ejus vita 
Part. I. c. I D. Joh. Nie. l'titzerus Vagautibus nostris socium 
pra;biiisse, uou prodit. 

1*25 

1675. Christian Frommann: Tractatus de 

Fasdnatione 

Tractatus De Fascinatione Novus Et Singularis, /« quo 
Fasciiiatio ruft/aris prufligatur, naturalis coutirnuitur, et ma- 
tjirii oxamiiuitur: hoc est. nec visu, nee rofe firri posse Fasrr- 
nationt'iii jirnbut k r ; t ascifUifin nnfuraHs mm per contüijiiim, 
seil abo nunio esplicatur ; Mac/os de se nec visu, nec voce, nec 
nmtactu, nec <dio modo Uedere posse reprobatur, Theologis, 
Jurisperitis Et Medicis, praesertim animarum Sacerdotibns 
proTindalibus, quibuB cum variis superstitionum roonstria 
Siepe est pugnandum, imo omnibuB hoc Beculo corrupto, quo 
uou tantum pravus circa fasciuum aeuBuB Bimplieiorura in- 
genia foscinat, Bed et prsservatio et curatio morborum ver- 
balis (ad quam per occasiooem hic fit digresBio) 'ad dx/iijr 

SM 



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125 

1675. Christian Frommaoo: TraeUtua de FaMinaÜone 

teiidere videtiir. lectu täilis: ÄiUore Johanne Christiane) 
grommaau D. Medice Provinciali Saxo - Coburgico et P. V, 
NorimberycSf Samübus Wolfgaugi Mauritii Endteri, et Johanois 
Andre» £iidteri Haerediim. Anno M, DC, LXXV, 

a) p. 451. Uber III. 

p. 542. Pars IV. Sectio I. 

p. 580. Caput VI. 
p. 585. § 11. 
p. 586. 

Etiam Magi DaE^monis ope corpori vero partes phauia;»- 
ticaa assauDt. Sic Cbristophorus Wagaerus Padu» a quodam 
rogatus, ut jucundum animi gratia prae^entibus spectaculum 
e&hiberet, id qaidem primusi renuit; iüo autem instante [58 7J 
mox Caput boTinum magnis comibus refertum eidem aptavit, 
nt yerom bovem referret. Hoc cum eaeteroB in risum, et 
fascinatam in indignationem solveret, veri bovis instar ?a!de 
mngire eoepit, ori calicem admoturus ineptitttdinem suam, 
ob labiorum magnitudinem, advertit, allatum autem a Wagneri 
faniuU» in dolio qiiodum vinum pleno gutture traxit. üxor 
famse incloun-iitia motu cito gradu ad maritum tendit, visoqne 
mariti faHcirio. dira quit^iiue AVairiu ro imprecatur. Fascinatur 
autem cum bouis verbi.s silentium frustra petiisset, uxori 
qaoque vaccinum Caput cum comibus aptat, ex quo major et 
praesenttum risus, et ex hoc fascinatarum personarnm mugi-* 
tna. Fascinatam ita par conjugum in magna .«<pe< tatorum 
freqnentia domnm rediit suam, nec, nisi sequenti die ad alio- 
rum Intercessionem a fascino liberatum» Quae omnia hie ia 
compendium Latinis verbis coacta pluribus Freudins QwbsL 
157» n. 2, ex Hildebrandi Goetia recitat. 

b) p. 588 Caput Vll. 
p. 595. 

§ 8. Fasdnatur etiam tactus, ut senUat ea, <jum nm 
$unt. Ita B£agi ipsi saepius faseinantur, et dedpiuntur, cum 
86 tactu percipere existimant, in capite se comua gestare, 
se habere os bovinnm, manuum loco ungulas equinas; cum 
sag» se proeos infernales sen Spiritus in amplexibus, oseulis 

227 15* 



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125 

l(i75. (Jhriüttan Fronunann: Tractatu« de Fascinatione 



ft ^*on^r^^s.>^il)li^^ tangriv Hxistiniaiit. <|iii tarnen do se «'ariii-iu 
«•t o.ssii noii habeiit: caro autem ossu «|urp tanguiit, <a(la- 
veris sunt, i[nod D;i:mun, ut suos f»*Iiciiis «it cipiat, 6a*|»tMiu- 
mero subit, ttidtibus Historianim et rerum Magicaruin coudi- 
toribus. FasciDationia tactus et visus eKemplum egregiumf 
ridiculum (|Uidem, vere tarnen Diabolieum de ptiblico illo 
Uagm Doetore Job. Faustio, reipsa iafaustissimo [ö96] recitat 
Majolus Colloq. 3* pag» 176. h cum aliquando apud mtös 
quaadam diwrUrei, qui de ipsius prwfiipiatricibus acthtt^us 
multa audiverant, n ab eo petieruttt, ut speehnen aliquod sum 
Mitgim exhiheret Hoe cum diu recusassetf (andern imporiuni- 
iate sodaUtii mutiquam sobrii ricfus, promtsit, se iffis exhi- 
hiturnnif quodcunque ejrpf'tereni. J'iHuiimi iijitur conaensm 
fx'flrrruHt, ttt ejrhiberet illi^ ritcm jjIcHum urh maturis: jmtfi- 
hmit enim proptei' ulirumn <iiiii') fempiis 0't'(ft cnim rh'rfi hrti- 
mam) lior Ufnm prfestnre iiu/ii» modo posse. Asseitsit Faufitits^ 
et promisitj jam jam in mensa witspeclnm (ri^ quoti expeffn uf, 
sed hac canditione, ut omnes magno sUmtio immoU pTWHlda- 
n'entur, dmec illos juheret m as dererpere: si secus /aeerent, 
insfare Ulis periculum capitis. Hoc cum se facturos recepiS' 
sentf mox ludübriia suis hic ebries turbw ita ocuhs et sensus 
prastrinxUf ut iUis tot um mitcs magtiitudittis et sueei pfemtf 
iit eite pulcherrima apparerent, quot ipsorum adesseut, Rei 
iiü'ji'fi Houitate cupidi, et ex erapula sitihundi sumptis suis 
euHelUs expeetabant, ut ilios juheref reschidere ura.s. Tnndein 
ruui istos tettcnlos al'ufuamdht suspiusos in ipf^orxm vaHtssimo 
crrore tenuissit J'ausfns, salittit tu J'>n,iti,ii tthemife vitf mui 
cum suis uris conspeeti siiut siuf/idi imruhs loco unr, ipium 
UHNSfjuistfue (tppreheudisse ridehntui-y suiim nasum, apf/4tsUo 
sujferue culteUo, ita ut, .<i quie immemor pnrrepti dati, in- 
jussHs uras seceare voluis^et, seipsum naso mutUasset, Tactu 
bi seiiserunt uvas, quse noo fiierunt, et tactu noii sensernnt 
DBHos, qui fuenint. 

Index Rernm Et Verborum. unter Histaria 
[Hlstdria] de pari eonjugum a Wagnero ridiealo spectaculo 
faäciiiatorum. 586. 

[Historia] Fausti visum et tactum pnestringentis. 596. 

22» 



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m 

]674i. [.1. G. S1^1lelhorDiu•]: AnMeniUt«« Litern» (17S6) 

m 

1676. [J. 6. Schelbornius]: AmcBnitates Literari» 

0726) 

Aiuot iiitates Lit<^rari,TP, Quibiis Varin* Observatiinu s, Scripta 
it«*m tpianlaiii aiicrdnta et rariitra (»jnisrMla pxhihejitur. lo- 
»tiiiji Quintus. Fraiicoturti et Lipsia', Apud Daiuel. Bartho- 
loma-i. iMDCCXXVL 

p. ÖO. 

IL 

Epistola Ad CHt.) Dominum Georgivm Sigismvndvm 
Führer VIII. De Johanne Favsto, M. Johannis Conrad! Durrii, 

Prof. Alt.O 

Mfd/itif. Xolii/iss. Stretitftsfi. ff Frudtuths. \ ir, Do- 
mute et Patrone multa cum uhaervantiu Colemle. 

Slulet utique fideliter in animo proinissum, quo me Tibi 
jani ab uno alteroqne mense devinetiim tenes, idque per 
Magnif. nostnim Procancellarium pri- [51] mum praesentem» 
dein per epistolam nuper adeo in memoriam revocasti. Kt 
T. eo facilioris negotii res mihi aecidit, quod de fabella ali- 
quem Doetorem Faustum fictitium eum et iroaginariam in 
scenam provoeante, jam superiore anno in gratiam Viri C1. 
et Aniiei. .lerue :etatem njr»' litis, nonnihil commentatus fueram. 
Int» r«*a iit dies diein cluctre solet, ex isto, qui subito natiis 
tiiit iiKiFiipul») ratitiriimi ea exsurrt'xit amplior veritatis nu'ssis. 
*\i\A- totiiiii iKu it iim iin|jlt'rc |)Oi>yit. Dissiinulare autem iiulnu, 
primiim oiimiuni. t|ui assensum meum ab historiola illa, 
pueriii et anniculis credita retraheret. fuisse (iuil. Sehickar- 
(luin. r|ui in sno, quod appellare libuit. Bechinath p. 
inter fabulas referre non dubitat, famo.si.ssitnam iMam et niultis 
quoque grayibus virie creditam fictitii cujuBdam Doctoris 
Faostl legendam, quam tamen saniores non niei in hunc 

Djjsertatioiiem hune cpistolicnni. lectu non injuctinriiiin. h«>novol6 
tDecum communicavit Xheologua Alt4>rfiu3 Celebratissimus, D. Gustavuü 
Georgiufl Zeltneras. 

229 



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IM 

1676. [J. G. Sehelhofnius]: Amceoitatet JÜtenii» (1786) 

tiuen;i excogitatam statuaut, ut prombcuam plebem in super- 
Btitiones et magicas artes pronam, tragico, quem affinguat, 
eventUf ab ejasmodi sceleribus deterreant. Apparet autem 
ex pnefetione, quam operi isti ad umbilicum perducto pne- 
miait Schickardus, fuisse, qui litem ipsi iDtenderant super lato 
isto [52] judieio: itaque banc omnino in modum adveisario- 
rum tela retnndere ipsi est visum. Doctoris Fausti magi 
apud plebem celebris legeudam, (|uam p. 126 fictitiam, non 
nisi aliorum autoritate statui, suot, qui etiamnum veram 
ciedaiit; cum his iiou contendani; Si forte putriam suara tanti 
praestigiatoris uri^ine honorari putaveririt. duin sibi popu- 
lärem dicunt, ut olim de Homeri eivitate iiiter Gra»cos cer- 
tatum fuit. Hjcc ruin ita a eoinpliirihus annis le§:issem, 
malui rem tum quidem in medio relinquere et altius cum 
animo reputandam coiiimodi(»ri oocasioni reservare, quam 
prscipitato judieio dubiae aleie famam exponere. Nune de- 
mom animo paulo confirmatiore litieulam istam accedo, osten- 
surus primum, tantum abesse, nt istud eommentum historia" 
laudem mereatur, ut potius multis figmentis, absurdis iueptiis, 
contradictionibus seipsum confieiat, et legentibns deridendam 
se propinet; deinde a Stirpe, quod ajunt, exquisitarus oeea- 
sionem ejus fabulsf papisticiR figmentis ita eonturbatae et 
confusa*, ut neque pes ne(jue caput appareat: Ut igitur rem 
a principio arcessanuis, coustitiiaimis primuin y.oni'jQta et nor- 
mas omnis priHlciitcr «'t utilitt-r seil- f58) benda* historia*. 
qnas complexii.s t^st Tiillius lili. H. fle orator. et fusiiis t>x- 
plicavit (i. I. Vossiiis Iii), de art. llist. r. H. Sic auteni 
docet (1(;ero: Quis nescit primam esse historias iegem. ne 
quid faisiii dir-ere audt*:»t. deinde ne quid veri non aiid^at, 
nequo stispicio gratis sit in serihendo, neque simultatis. 
Paulo latius easdem leges didueit Franc. Balduinus Juris- 
consultus in Instit. Historie: Pra^cepta. alt, sunt h^pc, ut ba- 
beatur deleetus rerum narrandarum, ut narrentur res magna* 
atque utiles: ut temporum et locorum notatione illustrentur; 
orationis luce commendentur, ut eausa», consilta, eventus ex- 
plicentur. Quibus merito jungimws illud itidera apprime 
notaudum (^uuiuliaiii monituni, ({uo futurum oratorem instruit 

230 



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196 

1676. [J. a. Schelhoniiiu]: AmanltotM lAtorari« (17S6) 



hjs iiiter alia verbis: Enarratio iii>>toriiiruin (lilim*ii8 esse 
bet, iion tarnen usque ad supervacuum laborem occupata. 
Nam acceptas aut certe clark oratoribus memoratas exposui^sse, 
satis est, persequi autera quod quisque unquam vel conteinp- 
tissimus bominum dixerit, aut nimiae miserise aut inanis jac- 
tantiae est: et detinet atqoe obrait ingenia melius aliis vaea- 
tura. Nam qui omnes etiam indigiias leetione Schedas ex- 
catit, anilibus qnoque [54] fabulis accomodare potest Hsec 
quidem illi non contemnendi utique, sicut omnis elegantioris 
eriiditi Ollis, Ita histori» ettam ex arte adomandae niagistri. 

IJceat niiuc bona Tua cum pace. Vir Mamiif. « t Xobiliss. 
praecepta ista prudenti« sale a(lsp«'rsa, ad nostruiu appHcare 
institutura. !bi vero (ats\ nolim audariiis nica trntiiia tuuin 
ot'cupart' judifiiim) alia ab istis unuiia dt- [)r« lit'iid«'s in uu«tra 
Tiistoria fabulo^a: boc eaim molli nomiiu' taiitisi)t'r appella- 
vero, douec vei ineo tantiUo indicio apparuerit, fabellaiu 
istam pellucere (ut ait Ooinicns> quasi laternam Punicam. 

Ergo priinn omnium desideratur et veritas et gravitas et 
cnmprimiis authoritas, imo vero impraesentiarum notitia au< 
tboris. Jam profitetur Autfaor prsfationis pr»missaB editioni 
NoribergsB ante hoc bieoniam procurataß io multis exempla- 
rium editionibtts antebae prodeuntibus multa falsa fuisse 
admixta, multa etiam praBtermissa fuisse. Tllam autem edi- 
tionera cousentire rum primo autograpbo, ([uod Christopb. 
Wa^jner Fairmhi.s 1). FauvSti aiiiicis faniiliaril)U8 de niandato 
heri .sui paulo post tragicum excessuni ohtukrit, et \u>st in 
['>5) veteri quadani bibliotheca fuerit a^bervatum. Examina- 
bimus haue rem ad übruöfjain jiaif^fi'd^ et prurlentire, cognos- 
cendi verum authoris alicujus iiomen. Sunt autein yrmoioftara 
et notsB fere istae praeeunte ß. Danbawero in Id. boo. inter- 
pret. et malit. calumn. p. 178. 1. Titulus et inscriptio. 
II. Styii identitas. Iii. Descriptio ejusmodi circunintantia- 
rum, qusB ad hunc autliorem quasi manu ducunt. IV. Testi- 
monium tum proprium, tum aliorum testium (ide dignorum. 
Quis vero putet I. titulum hunc, quem prse se fert uostra 
elitio Norib. ab ipso autore Pausto esse inventum: Das 
ärffirliehe Lehen und schröckliche End, An is dixerit vitam 

2ai 



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126 

167«. [J. G. Schelhorniut] : AmcBniUtes Iiitermrie (1726) 

suam improbam et scandalonim plt iiam, quam vivus tot 
ratliinnonim t t risuuni eftiisione approbavit? an Is viveiis et 
sua maou titulum appiugen.s .siio .scripto horribilem suuin ex 
vita exitam appellaverit? 2. Stylus ipse jam humi repit, 
jam sidereo spiritii et divina quadaiii majestate mtumesdt, 
iit legenti cognoseetur. 3. Quam bell« consentiant ciFcum- 
staati», panlo post videbimus. 4. Qui sunt te&tes fide dignl, 
qui testimoaio perhibendo sufficiunt, de Autbore D. Fausto? 
An est ChriBtoph Wagner, [50] quem vendicat nostra editio? 
Kcquis vero ille Wagnerns? an Famulns D. Fausti? Id vero 
alio certiore (loi-ninento ostendatiir, quam quod ipse Über 
suspectus supprdiiat. Ubi vero edita est hintoria ipsius 
Waenpri? Nempe in Hlspania a Friderico Srhotti Toletauo, 
<|iii •Min ai cepit a quodam fratre Martini» <ir([iiii> I M ncdirimi, 
« r |iniiiuni edidit A. 15I>4. ut colligitur ex tiue ejus libri. 
Mtrum vero quod bic über in Hispania primuni editus sit, 
Hispaniro idiomate, cum in Germania et vixerit et prsestigias 
exercuerit Wagnerus, et typograpbia longe ante in Germania 
usurpata fuerit, quam vel ejus fama ad Hispanos perrolaret. 
Nunc examinabimus circumstantias ad cognoscendam quamvis 
veri nominis et oert» fidei bistoriam necessarias. Patriam 
tribuit editio nostro Comitatum Anhaltinum. Non jam ur- 
gebn. Comitatum Anbaltinmn See. XII. fuisse commutatum 
in i'riiicipatuin. udeo(|ue ali(|uot ante Seculis, (piam infau.stus 
ille Kaustiis ex inferis enierserat. (^u\ wio l'iirentes? Mirura, 
quod et»s Htm indicaverit iMniniir Fau.stuj»; qucid non sitiiiiti- 
eaverit Faniuld Wagurrü, ((uulI hie etiam indii to^ prieterierit. 
Quis vero ille Fau.sti Patruelis, is<|ue dives opuni, is- |57j 
<jue Wittehe i|^^:e domicilinni habens? Nempe persuaden de- 
bebat, creduh-e turbie Wittebergam esse altricem pr»stigia- 
toris sceleratissimi. Porro aetatem suis artibus nigromantids 
(in hanc entm vocem barbaram transformarunt iofelices gram- 
matici vocabulum usitatum necromanticus) illustravit Faustus? 
Antecessit (ait nostra editio) Lathen reformationem, Mirura 
quod heros noster EYangelicus, reram ante se actarum, sive 
eanim ad Ecelesiam. sive ad vitam eivilem pertinentium 
utique scientiäsimuä, nusquam eins celebrati magi meminerit 

2'62 



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196 

lli76. [J. G. Schethorniui): AuMBoitote« LUenuin (179«) 

vel verbulo ausquaui in eum, quo ilagrabat npiritu, iavectus 
fuerit. nu.«f|nani ejus exemplo javeiitiitem ab iDcantationibus 
dehoitatus fucrit: mirum quod nec Philippus, nec Erasmus, 
DecCamenirius, nec Sleidanus, oee Sleidoaomastyx Liaar.Surias, 
nec uHus alius superioris seculi ficriptorum, quasi divinitus 
miasorum ad detegenda multa areaua, qu» hactenns tenebris 
papisticts obntta jacuerunt, mentionem hominis feceriut. 
Nondam cesso quserere homo CtjTijTtxoc. Quaeso t«, qua setate, 
quo anno vixit ante I^utlieruni Faustns? An Carnlo V. fiiit 
oiV)fßo»'Os? Negat Hutliur nostne editKniis in admonitione |.'>M] 
prH'Iiniinari prjemi^sa c. 10 p. '2. p. 41"i et snbstitiiit .Ma\i- 
mil. I. Imp. qui linpt'ratoria clenn'iitia coiiipN'xiis fin'iit 
Fau.stuin, qui magica arte spectandum ipsi exhibuerit Alexan- 
drum M. in splendide comitatu (Jonjugis apparentem. llaec 
dum animo reputo, non possum eifervescentem euntinere 
bilem, adversus impröbum Authorem fusis impudenti» habenis 
4»uper famam Imperatoris sapientiaB, pietatis, justilta^, et qua- 
rum non virtutum? gloria eminentissimi provectum. Krgime 
Imperator Augustissimus delectatns fuerit priestigiis phantas- 
ticis? Ergone tarn Saoctus« tarn gravis Honarcha in intiniam 
fami]iaritat<?m admisit mancipium Sathan»»? hoTtilnem flagi- 
tiis et si'eleribus infamem, Dei juratnni liostem, scunain. 
hl;is|»lieiiiuiM. lucioneni, et (\m(\ iinn? I^ii^une Imperator 
oiijiiiiiiii reriini, (jii?R tnpdia üegütii>runi publicorum dispunnere 
IHtssint. copia ein imilluens nun satis pas<'ere aniiiiiiiii ijueat 
aiiKi'oitatibus divina bonitate coneessis, nisi diaboliea' praeterea 
artis ludibria io societatem earum adsciscat? Id vero si eve- 
oiaset^ annon aliquis bistoricorum, quorum anipla ista aptate 
eripia erat, vel Terbo subinnuisset? Annon gravissimus Vir 
•loh. Cuspmianus, eadem [59] s^epe cum Imperatore isto pa- 
tioa vivens. ret natu dissensum indieasset? annon memora- 
bile istud faciniis in vulgus emanasset? in fastos et annales 
relatum fuisset? annon (quod nunc demum suceurrit) potius 
Imperator hominem imparatum, monstrum scelemm, orci 
victiraam, comprehendi, vinciri, in barathrum teterrimuni 
conjici. efjinilei«! et Kdieulis toi(|ueri. (Ieni(|ii(» exquisitissimis 
cruciatibuK e couHortio generi8 huiauui exigi et in eum locum 

888 



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136 

1676. [J. a SeheUiorniu«]: AmcBniUtM Litarari» (1796) 



duci ju.N-'^i.sset. r|uem ipse iion nisi pih'n a eapitt* r«'iuoto 
venerabuadus et hae vt)ce prolata pra*teriie soiitus est: Salve 
Alia editio justitia? ^ed confimtaadus est justa iii- 

indieat dignatione ebuUiens Btomachus. An vero illud 
Thef.i Doc- veritati coQsoaaiii ßit, quod Faustits primum Ma- 
torcn crea- ^^^^^ j^^^ Uedmiob Bit cmtiia Ingol- 

8taau, 6x hujus üniversitotis anoaubus rectiiiB 
cognoseetur. Fredinm certe posterius nec eredere uec eon- 
cedere velle indieat Author edit. Norib. sub. fio. c. I. £Gce, 
quam suaviter, si Diis plaeeaiit, consentiant persona, locus, 

terapus! videhinuis nunc quas res atque utiles eeu supra lo- 
(juebatur liuKhiinus Jurin ronsiiltus, (Mimplectatur lihellus iioster 
historiciis. S<M|uaiiiur siujnua reriim fa.stigiu, »*t velut 

pt'i- .satiirani recLMisHliirn us gerras, siciila*». quanini ipsa iet tiu 
fidt'iu u[)ud cordatos et pnidt utes abrogat: igitur pr»ceptori 
D. Fausti inditur iiomen Mepbostophiles. Quid id moustri 
e«ft? num credamus ullum in inferno Diaboliun esse, qiii istuc 
nominis gerat? At et «dipus mihi esse videor. Rudis et 
infrunitus scilicet monachus, qui libeHum istum ex suo In- 
genio velut araneus telam finxit, per somnium monastieum 
inaudivit, aliquem e Dlabolorum caterva amare nomen[e] Me- 
gastophili {juyatnofpilov) ut intelligatur, se magnum et pr» 
alüs eminere velle, eeteros volitare velut umbras; ipse por> 
tentosa firrnfiooq a'jon transmutavit Megastopiiilum in vocem 
üntjUDv Mt phdj^topliilfs. c. 12. l. 1. ]^)^ro ingeniosus My- 
thirus attribuit Spiritui, qui apparifurus postha-c Fausto ♦'rat. 
habituin moiiasticuni, sie taineii ut adinonrutnr ne saiictos 
nionaelios ludibrio habeat, pra*sertim quod isto vestitu ar 
priedpue S. Francisci, ipsi Imperatores, Reges, Principe^ fue- 
rint gavisi. Nenipe inter ipsas prsestigias Sathaotcas coosu- 
lendum est dignitati et reverentiae Sanctissimi nkonachorum 
<irdini8. ^imul autem deprsedicanda erat infernalis magistri 
dignitas. Ksse se, ajebat, sapientissimum, [Gl] doctissimam 
et subtilem Spiritum, qui tarnen uon dedignetur cucullum 
monastieum. 1. I. c. 15. Idem infernalis Doctor, dum Disci- 
pulo »uo methodum sacrorum studiornm pnescribit iu mate- 
riain argumentoruui ad disputanduin propositorum, commendat 

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196 

1«76. [J. a Schelhomuf]: AmoenitatM LiteiwuB (1796) 

doctrinam de Conciliis, de ceremoniis, Missis, Purgatorio, et 
similibus fidei articulis. Nempe non alinm magis autorem 
decebat commendatio iatorain mysteriorum ex Apollinis utiqiie 
tripode exBttfflatorum. ib. aab fin. Perge e^am, inausurrat 
Fneceptor ibidem discipulo, acratari Patres, illoa Bciücet, qai 
iatia eleusimis sacria custodiendia aunt praBfecti. Quanqaam 
paulo poat, contractu velut in meliorem aententiam redueto, 
cnin Doctore ano paciscftnr, se non lastraturum libroa S. 
Scripturum dirtos. iieque disputaturiim de rebus fidei, stipu- 
latur aiiteiii ^iimi! i\h tiodem, ut omnia ea se doceat hn' viter 
et pers})irii(\ »|iiiinnn (Mignosrendorum cupido s»^ inccü.sut. Kt 
sane .si Laieis apiid Pontilieios iiegatur potcstas penitiiis iii- 
tnjspiciendi areana Ecclesiastie« Pontiticia?, ue uiinia fumilia- 
ritate et sparsa in vulgua promiacuum notitia, vilescaut; et 
satis est Tide carbonaria ea venerari: cur non procul ire ju- 
beatur [62] bomo profanus, et Erebo magia, quam purgatorio 
vieinus? cum etiam stygii Spiritus indigni ab ipso Deo ha^ 
bentur, qui gloriam ejus manifestent 1. I. c. 19. lila vero 
retigioaa veneratione acceptanda a Fausto suo putat Spiritus, 
quae ex üionysio Areopagita, dudum nngarum convtcto, ex 
Scriptura Sacra 8»pe mutilata aut prave interpolata. ex Scho- 
la-sticis j;urrit de Spirituum infernalium a Dei ;etenia rniec- 
tione. de angelrtrum in varios ordiiu's divisione, tlc lue») 
Par i«lv>i, de Solis et Planetarum ^ locis suis traii.smiirratione, 
de pomi.s paradisiacis. de defunctdrurn animabiis, df Spiri- 
tuum malorum in certas classes ordiuatione: Siijif(|ue i:<ti 
aermones ita eomparati^ ut cum pleraque sint fabulosa. et 
conficta. illis tarnen aliquid veritatis sacne admiseeat. ut ali- 
quam ▼erisimilitudinem coneiliet, et os melle aublineus, ab- 
aynthia prsebeat Est vero id eonsuetudiDe receptum in Dia- 
bolicse eloquentiaß gymnasio, ut, cum fidem conciliare satagit 
ania, qu» diu parturiit, mendaciis, siroplices homulos adoriatur 
partim byssinis, partim veritatis speeie abblaodientibus ver- 
bis, (|uibu8 dum loeus relinc|uitur, faciHorem sibi viain aperiat 
ad suKcerenda clain iiiliil hile suspicaiitiitus mcn- [li.'ij daei- 
lo(|iiia. i|tialriii .s(•iIi('^*t ludum in nostro Agio Altdinfliiin ante 
paucas hebdomades ludere est auäu:^, dum muiiercula,' ruri 

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m 

1676. [J. O, Schelhomins]: Amcenitate« LHerari« (1796) 

gramina vt^llenti 8ub specie 8ive Tirunculi sive pueruli, albo 
induüio nitentiä apparuit, prsedicturus immineiitem tempestatem 
et poBnam Uivinam gravior«m, nise pcBnitentia eam averteri- 
mu8. Atqui utramqne non neeesse est, nos a Genio aliquo 
sWe bono sive malo edoceri: nam tempestates hamauis pra»- 
sagiis prsecognoscuntur, et pcenarum minas intentas nobis 
Deus, nullo accedente mmisterio cujuscnmque angeli. Sed 
iiimiruni. ita est, ut quondani B. Ltitherus indicavit: Diabolus 
Semper altermii jiedi jii suggestui sucro vnlt itiferre. Sed ecee 
iiuuc pioiuinentcin altennn nigricaiiteiii, L-aprinum et menda- 
c'ionnn fetore marddui» Spiritus Faustini pedem! (|iiarinuain 
si Hebra-orum adaginm audimus, iiiendacium alias iioii habet 
pedeH. .luvatne eoiligere ilosculos in Paradiso Satanico rol- 
lectos? 1. I. e. 22. Non prorsus desperamus (spiritus infer- 
nales,) sed etiani nuni sperainus salvatum nos iri. Quin eo 
audaciie procedit impudentia Spiritus Mepho«tophilia»i (nec 
enim invidebimus horridiuscuhim et dignuin Erebi portis no- 
men) ut aa- [64] severare dubitet ärsg yeaq>^^, Christum doh 
tantum pro hominibus sed pro omoibus etiam creaturis atiima 
rational! et intelligente prseditis esse mortnum: secus ac do- 
cet divinos Apostolos, Diabcdos qiiidem credere, »ed tarnen 
eontremiseere. Videinus porro uiiiim et altennn exeniplum 
earuni, <|u;e venditantur liistoriaruni, quaminie beiie culiare- 
ant, eonsideremus. Ae jM'imuiii »(ua^ referuutur r. 8S. i*t 84. 
de eijuisoiie <'t purroruni senditore vel propola, illa Uulua- 
vius 1. 'JH bist. Buhem. tribuit famoso illi niagn et pra*stigia- 
tori Zytoni Bohemo, sicut baue bistoriam ex Dubravio de- 
proniptain tulit in suas dis<|uisitiones niagicas Martinas Del. 
Rio L 2. 9. 6. Fallor an historia de plaustro fosni juxta cum 
ipso plaustro et equis devorato a Fausto detruniMita est ab 
illa, quam ibidem ex Dubravio recenset Phil. Camerariua 
Operum subcisiv. Cent. I. c. 70. Ipsa verba adscribam, ut 
Nabiliss. Magnif. T. evolvendi labore sublevem. 

Cum Wenceslaus filius Carol. IV. filiam Ducis Bavari» 
Sophiam ux(»reni duKisset: novus so<*er ubi generuni hulicris 
speetacidis et niagicis pra^-stigiis delectari eoi;intvit. plemmi 
praestigiatorum PLAUSTKr.M [»iüj secum Pragam advexit. 

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12« 

1676. [J. G. ^kelhoroius]: Am<»Diiates Literaritt (1726) 

ll>i dum priestantissimus artiticum ludibria artis ad periaul- 
reiuius (Mulos explit'at, adest \\\i(*r apectaffuts ZYTO, Weii- 
reslai matius, ore iisfiue ad auren d<?liisceiite, accedeDS(|Ui' 
{iropius, artilicem illuni Falatiui cum omni apparatu subito 
devorat, solos duotaxat cab-eos, qui luto obliti videbantur« 
expuens, secessumque intie petens veDtr«m iusolita esca gra- 
vein, in soliiim aqua plenum exonerat, prostigiatorem adliuc 
macUdum speetatoribus restituit pasaiiD deridendum, adeo ut 
ceteri quoque ejaa soeii a kdo desistereet Beae tarnen eat, 
qnod Autbor nostne editionis. Norib. ipse vocat illud mira- 
culum fascinationem vel occsecationem. 

8ed iiUDc ((u»^8o, expende mecum Vir rerum iiistoricaruui 
.«•ieiitissime , (salt<^m enim bac vi»r patiaris. Tibi Vir Nobi- 
Iisf*im«^. istud »(luiinis a irnpuHi) qua ny{or<wijola^ vertigine 
laborft i'ditiuiii.s iiu-slra* Norib»'rg»*T)s Author. In c. 9. I. 2. 
narratur. I^ipsieiises excepi-sse ('ardiualt'in Cainpegium ad .se 
adveutantein, et niulti» bonoruin generibus atfecisite, simul 
aittem Faustum tum forte pra^sentem et ipsum artis su»* 
nervös intendisse et venationem in a^re iustituisBe. Quem 
vero vel tirouem [^6] bL»toriamm fugere potest, Campegiuni 
</ardinaleni funetnm fuUse officio Legati in Germaniani in 
causa Lutberi, nbi peculiariter Noribergam transierat, ven 
liipiido conatat ex SIeidan. 1. 4. de statu religionis ad an. 
ld'24. p. m. 93 et 94. Atque boe utique tempua est illud, 
<|iio rerum habonas tenuit Carol. V. Nunc verte mihi paginas, 
•si |d;i( « t, lioii tuta« «jtiatiior. Ibi vero r«Miarj.uit editor nostra* 
bi^tori:!' priiinmi editoreui, (jiKni juniicM ( iindi V. |>n> nt*inine 
Maxim. I. posiuTit. Kr^rone Maxiniiliaiiui» I. «'ampegio aitate 
a*i(uaiiH fuit? et aiiiiori putiu8 Carolns V. rrdiiÄoy^ 

Nunc quid sentiamus de prophetiis \pmis i.utberi Hefor- 
mationem antegressis. Quas quidem editor modesti:e memor, 
ea libertate lecturis permissa proponit in Nota 1. 3. c. H. ut 
ex ingeniu suo cuique liceat addere vel demere lidem. 
Nempe facile est, praesagia scribere, et qui pnesagiorum 
eventus exemplomm et experientise fide oculis et auribus 
habet subjectos: simul etiam animo eos pneeepit ut prsedicti 
fueraot a Nieolao de ClenardÜ, a Job. Hufs, ab Hierouyino 

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126 

167tf. [J. a. Sch«lhorniut]: Anumiitotes Literari» <17S6) 

Prageiiiii, ab aliis, qui magoo numero memorantiir in » atahtuo 
ti'stium [67] veritatis, et aliis passini extantibus libris. 
Quis eniin adeo hebetis iugenii fuerit, ut non perspiciat. quce 
a lare familiari suggesta sunt D. Fausto 1. 3. c. 3. vaticinia 
(de papatiut fagta et anrogantia potestates politicaB pro virili 
convellente et subvertente, easque imbelli monacho eoereente; 
de magna et ignem spirante atqae ex occidente m gennaniam 
subvectis alis, volante aquila; an vero is alius qnam Carolus 
V. fnerit? de neglecta a parentibus liberorum educatione: 
De magistratns desidia in promovenda ad bonarum literanim 
culturani juveiitute; de collatis dd voluptatLS upibus e 
miserui uiii subditorum sudoribiis exactis ; De snbsenuente 
deiiique tütius mundi niarliinai interitn et al>nlifiiiiie;) a quam- 
plurimis piis hi&m aetatem antegres^iä auteversa fui^e? 
xai tavta fikv di] rarra. 

Unum adhuc, antequain primam quam mihi constitui, 
epistolsB bujus partem absolvam, liceat monere. Qui fabulam 
istam pro historia memorant, pleninque tuentur se isto 
dicterio Grammatico: Ajunt, dicunt, ferant, perhibent. Vel 
nt remoto jocnlari sermone serio pandam, muniant se isto 
vulgär! pnesidio: Fama fert. Oui formul» quantum tribaerit 
communis [68] noster. Prseoeptor C. A. Rupertus Ipse indi- 
ravit hoc arguniento, in observ. in Synop. Besold. min. p. 
B70. 671. proposito: Ciiiciinque uarrationi apposita* uotie: 
MUNT, FAMA EST. FANDO ET (»KE VüI.GI SAI/PEM 
ACCEPIMLS; ea uti commemorari potest, ita pro eerta et 
luleii sive approbata nee acfipi potest uec debet. Idqiie 
probat aliquot Histori< orum exeiiiplis. Equidem seiiteiitiain 
8uam prodit Vir summiis et prorsus incomparabilis G. L 
Vossius lib. de art hist c. 9. Ridicula, inquiens, Graeculorum 
atque aliorum etiam vanitas, qui ut anditorem admiratione 
percellant, confugere solent ad ficta prodigia, ac res fidem 
omnem excedentes, atque ad effngiendam Yanitatis notam 
satis fore putant, si addant solenme suum AIUNT, FRRTUR, 
▼el aliquid, quod tantundem yalei Cui thesi a se adduct» 
hicem afTundit Vorstus illo Senec» ex lib. 4. natnr. quest. 
vel inprimis ad praiäeuä uu.'^truiu iiiätitutum tacieute: Quod 

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IM 

1876. [J. O. Schelkorniitt]: AnuBoitatM likerarue (1796) 

Ijistorii-i faciimt, et ipse faciam; illi ciuii inulti mentiti sunt 
ad arbitrium suum^ imam aiiqaaiii rem nolunt spondcro: 
sed adjiciunt: Penes auctores tides erit; certe Mart. dei- 
Rio narraturus aliquid de Fausto et Agrippa 1. 2. disquis. 
[69] mag. 9. 12. p. 170. F£RT FAMA, iaquit £t philo- 
sophos Camerarius DOBtras lepidam fabellam de Fausto 
prolaturus 1. eit eent. I. c. 70. Faustioam alt, deeeptionem 
FERUNT, ejiiflinodi fuim. JeremiaB vero Drexelius artem 
excerpendi monatratunis in aurea sna aarifodina, dum exem- 
pli cum iniinitis aliis, loco adducit illam ipsam Camerarii 
uauatiuiHiilam part. 2. c. 8. Hoc totum, inquit, excerpsi, 
se«! nieis vcrbis. E quibus ven» uiictctribu.s? Kos non alios 
laiulat (juam Simonem Majolum t't IMiilippum (sii- eiiiiii 
debebat scribi) Camerarium. Lt adeo is ipne eaui rem 
describat illorum fide, qui illo proletario FERUNT iaiiituntur. 
Quid? quod Camerarius loco cit. profiteri iogenue non dubitat, 
Johanni Fausto Cundlingensi eadem ludibria adscribi, qu» 
Ipae modo de Mago Boheme dixerat. 

HacteauB ergo argumentis non contemneodis, iisque qu» 
ex praceptis historiarum ynjaioK, nec non ex circumstantiis, 
qnibiia res conaecti debent et solent, petita sunt, evicisse 
mihi, 81 quid est in me ingenii, aut judicii videor, sermun- 
eulos istos sive vulgi ore circumferri solitoe, sive literarum 
tnonumentis proditos non esse [70] iligoos nomine histori« 
aut veritatis anthoritate. '^uonani vero titulo siin dignaturiis. si 
nie effari iin|*iil.'ri.s. Vir Nobili.ssinie et Strenuissime, dicam his- 
toriam eo sensu, (juo Plantns ejus jrent'ris t'abulas historiarnm 
nomine dignatur. ut cum alibi, tum Baccli. Af t. I Sc. U 
ejusmodi Historie fabularis scriptores fuere. Onomacritus, 
Leaches, Arctinus. Kumelus, alii. quornm poemata in imum 
corpus «'onilata dicebantur ttutdg xvxAoc, ut erudite ostendit 
Isaacus Casaubonus in animadvers. in Athenseum 1. Ü. c. 
3. ergo vero obser?ationem istam debeo G. J. Vossio lib. 
de art. bist c. 6. Neseio an liceat bona cum pace eru- 
ditömm dicere ad formam Amphitnionis Plautin» TRAGICO- 
C*OMO£DIAM. Nunc quia privata suo merito veste bistoriea 
e8t fabuia Faustina, et Leberide nudior prostat, supereät, ut 

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126 

ltf76. [J. ii. Öehellioniiua]: AmwnitatM JLitenrite (1796) 

piivatain iiu am H*»!itentiani tnn<h'ni in m<»«liinii protVrajn. (|ua; 
cum primum ad Ijij>ä<ieiKsc*s .sinieriure aiino (h ttM ietur, öiKspeii- 
.sos. cell audio, tenuit eonini animos. A. Jeiieu^ihus auteiii 
aequo et grata auimo accepta eatj quideiu jactatiunculuin 
haiic ferre potes, Vir Magnifice, in me iioiniiie Philos(»pho, 
et imbecillitati isti honiimin) geiieri famiiiari, vel hac vice 
aucxumbenti. [71] Sic igitur subducta ratione et coUectia 
(Hligenter eutn temporis tum aliis cireumstantiis taDdem apiid 
aninram tnettm ceiuniL Vixit cirea aimum ehr 1440 eontin- 
gentem vicinia setatem Maximiliani Ulius 1. (glaucomate 
Faiisti magi ut olim Ulysses GIrees Teneficiis eonturbati, n 
fabulx isti fidein ainplius tribuere liceat) Johannes Faustus 
(iermeisheimensis, Palatinus. U excitatu.s tama artis noviter 
inventje, itu ordiiiandi iiiversa figura literas, ut iis attranu'iito 
iliilis, Charta ali(|uoties «uper iniponi t't figura** eaiiuii 
literaruin recipere hrevique adcMi ttiii|M»re plurima exeiiipla 
describeiidi copia esset, coneessit Uarlemuni in Hataviam ad 
ejus artis primum inventorem Laurentiuni (Johannein vocat 
Georg. Homius dissert. bist, polit. 31. ^ 22.) Costerum, 
cumque eam artem animo comprebensam teneret, subductis 
literis et necessariis ad eas articulatae scnptnrae aptandas 
instrumeDtis Ipsis Tigiliis natalitiorum Christi dam aufugU, 
ac primum Amsterodamum, dein Coloniam ae demuro Mogun- 
tiam yenit: sicut hsBC proHxe refert Emanuel Meteranus bist. 

I. 4. Ibi cum oeculte. imo administris artis sue 
sacianunti u ligiuue ad silentium adHtrietis. [12] alitjuot ojieris 
aiitehac nee visi, ner auditi in (liTmania spt'c'irriiiia cilidis.set 
inirurn rmn ««st, «iuo(i sus|)t'usüs atiiniralioue cum alionini 
animos tunt iriprimis Monachonini in se convertcrit, imo etian) 
in .suspiciooetu magi.T et incantationis inciderit ; quod videreiit. 
])h uno homine uno die tantiini literarum iniprinii, ([uantum 
viK uno anno scrihi a pluribus posset: ut loquitur l'olydorus 
Virgiltus 1. 2, de invent. rerum« c. 7. Cumque a multo jaiii 
tetnpore seribendi opera magnum qusestum facerent monacbi 
et moniales, non potuit non in acerrimum odiuro et indigna^ 
tionem nec non calumniam ineurrere, cum et offas suas 
atlenuari, et culinas frigefieri, H luculentos ignes extingui 

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167«. [J. G. Sehalhornius): AmsniUtcs Llteraiite (,172H) 

paulatim sentirent. Ergo piroposUo sibi velut in exemplum 
Demetrio illo argeotario, in Actis Apostolicis, qui laciebat, 
templa Diaiue ai^entea, et pnebebat artificibus Hon parvum 
qnsestom, facta veltit agmine: Viri, inqutebant, scitis ex hoc 

qu?B8tu nostras esse copias. Ergo quem sceleris inaiüfesti 
coiiviucere neqiiibaut feriati alirjuaudiu u bt ihiriis et cupediis 
dfMites Tliv(»niüi eum caliunnii.s opprimcre et promiscnis 
iiiussit;nitiuui hoiiiiiium odiis objicere oiimibius mo- [73j di.s 
tentabaut : augente pra-surtiiu ?;iispicionem h'iw noviter in dies 
luminis oras velut ex tenebm emicantis iuusitata artit^ 
imperitia, Ulinc soleitisBitna, obtegendi silentio exosum arti- 
üciam, cura. 

Ita miser Faustus in magum est transformatus, et omnis 
«jus socii intra septa privatorum parietum latentes et ad 
siientium juramento adaoti diabolici pacti sunt insimniati. 
Nec diffieile porro est coDjieere. cur tot ludlcrie et stupendae 
aetiones (abenthturUehe vocat editus Noribergae Autc»r) ({uasi 
Diaboli ope exhibitap tribiiantur Pausto. Cum enim isthar 
teuipestate quin [ rinn- nidimentis facie iiou tarn culta, 
nec tarn speciosa ar liudi»- per Dei gratiam extat. emergebat. 
typograpbia, moie receptuui esset, iit juiu in froiiti.spieio, jain 
in calce, jain iu mediis librorum liguras appiugerent, partim 
« sacris, partim e profanis bistoriis petitas, partim etiam 
proprio ingenio excitatas, et lectori ristim et legendi avidi- 
tatem movere solitas, invaluere susurrantium et mysteria eju8 
artis ne quicquam assequentium rumusculi, patrari clam pa- 
lamve a Fansto talia, quae ipsius libris essent appicta. In 
hac sententia confirmat me etiam iltud, quod laudatus supra 
Me- [74] teranus memorat inter prima artis typograpbicfe 
speeimina, a Pauste edita fulsse Doetrinalia Alexandria: qua» 
autem temporuni eorum fiiit stupiditas, fuerunt fortasse. qui 
opifiarentur » t in vulgus .^[Kir^erent, a Faiisto Alcxaiidruia iM. 
arte pnestiiriatoria in lurein protiuci. Idem historieiis statin) 
8ul»juii^it. alH|iii»t tractatulos (liceat firiQfiuQiCnv) Petri Hispfiiii 
typis exscriptos, a F"austo fuisse. Si quid est in ine artis 
divinatori*, prorsus putarim. bunc esse Petrum iiium. quo 
Prapceptore uti oportuit adolescentem Maximiiianum I. cuius- 

Till«: Futa^littM; 841 16 



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1676. [J. G. Schelhonius]: Amoenitote« Literari« (1796) 

(|ue manibus male preeatum in mensa multis adstantibus 
Oaspinianus auritus testis memoriae prodidit Temporis certe 
ciroumstantia wm abhorret a mea opinione. Et edit Norib. 
1. 2. c. 10. indieat, Faustum in magna apud Maximilianum 
gratia fnisse. Quod autem augustissimo et sapientissimo Im- 
perator! qnisquiliaB et sordes Petri Hispani btlem in nasum 
conciverint minus mirum videbitur, qui vel tenuissimum ha- 
bitiiiii odoris ejuis ilhetabilis naribus attrahere velit. Mi di- 
viua (si Diis placet) virgula obtigit libelliis Petri Hispani, 
quem ego ciiiu iiitactis tlicsauris Arabum et divitiis lutlia^ 
(seil.) nolini (•(»mimitare, qui hoc titulo [75] per ocuh)S legen- 
tium incedit: Cupuhita summularum Petri Hispani secumium 
processum burse Laurentii: juxta meutern veuerabiiis Domini 
Alberti Magni, feliciter incipiunt. Postqnam inchoavit opus 
mnm magnum, uiemorabile et ingens, sumto velut altius 
principio: Dicitur, inquit, dialeetica a dia, quod est dao, et 
logos, sermo vel ievis ratio, quasi dnoram semo vel ratio. 
Nempe hae launi ornari decebat postes sdificü sammulistici 
PetrO'Hispaniei. Desinit libellns gemmeus in h»c ?erba: 
iJommentarii in omnes tractatus Petri Hispani et nonnullo« 
lUüdernorum in Aggrippin. Colonie Florentissimo gymnasio, 
(juod burftiaiii Laurentii vocant, ex divi Alh(»rti Magni com- 
mentariis perauiriiste memorie seientissiTiiuiii virum Magistnun 
Gerardnm Rsuderwiceusem artium iiberalium Magistruin, uvc 
nun nkivi»' pagin:e professorem eximium eeclcsie JSuucte 
columbe dum vixit pastorem iu eodem regentem olim elabo- 
rati, etc. satin vero ad palatum deiiciiie Petrino-Hispanic»? 
Imo vero reeedendum est quantocyns ab ieta mepbiti, ne 
iicrior ejus moschus cerebrum aüligat, et descendentes inde 
vaporee stomacbi teneritodinem affligant Experi- [76] mento 
enim non semel deprehendi, ei quando ezemta epuUe fame 
mensieque remotis placuit convictoribus meis 

— verecunda laxari seria mensa. 
ego vero temetnm istud Hispanicum ipsis propinari, miseros 
pelvini petiisse, et non minus auimi deli(iniuni passos fuisse, 
Uf ille ad mortem saucius, et ad rigidum medirastrorum 
tribunal statutus Prisciauus. Sed desinendum est uugaruml 

242 



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126 

lt}76. [J. G. Schelhoruiuü]: Auiit^uiiatett Lit^raritf (1726) 

et redeundum e divertieulo in TOm. Nenpe eonciüaoda eist 
Ildes coujeetane meae^ qua ego ex fictitio et scenieo Johanne 
Fansto mago cudendo, dolando, aeciando finx! refinitique ve- 
rum et non necromantico sed typographico atrameutu nigi-i- 
cantem Juhaunem Faustum. Ac de eo ita scribit Aventinus 
l. 8. hi8t. vel ChroD. p. 422. edif. (Jerin. (iiec enim nisi haue 
possideo) Eben attrh (/ciKinfi.^ Jaiirs (1447) Is-f crfunihn wor- 
den, die Truckerey zu Meintz mn finem (jenaid Hanns Faust, 
hat 2 Jahr daran zugericlU mit Hülff seine» Eidams Feter 
SchafferSf von Garensheim (ecce vicinam voeeni et paulum 
deilectentem a Gennersheim, unde oriundum esse G. Horoii 
sententia snpra est ostensum) dem er seine eigene Tockier 
C^risÜnam zu der Ehe gab. Die zween haben [77] diese Kunst 
in Geheim gehaUen NB. niemands zusehen lassen, NB. haben 
alle Gespien und Knecht zu solcher Arbeit und Kunst noth- 
düiß'tiy einen Eid schweren müssen, NB. dass sie es niemand 
ufenhahren noch lehren wollen. Doch über 10. Jahr haben 
j'-tzt ijennndtes Fausten und Schäfern LUencr diese Kunst ye- 
ujffnifdhrft, und öfft-fitlich herfür ans Lierhf (jehraeht. Hans 
Gutenhery von iStra.isbury in Teutsrhland, seine Landsleut 
Ulrich Hon, und Siwf Reis, hahens in Welschland und yen 
Horn am ersten gebracld^ ist zu unseren Zeiten so yentein 
worden^ dass niryend ein Winckel ist, man drückt lateinisch, 
griegisch und hebreisch darinn, seyn die Bücfier ganz Ufohl- 
feil unnrden. Es druckt einer ein Tag ntehr, dann einer ein 
ganz Jahr möchte sehreiben, Peter Schi^er, obgenanten 
Faustens Erfinders dieser Kunst Enckel, druckt zu Meinz, 
und zu Stra^rg^ wo die Kunst nicht erfunden wer worden, 
weren die alten Bücher alle verlohren worden, man will in 
den Stifften und Khstem nichts mehr schreiben, (NB.) die 
haben cor Zeiten die Bücher yeschrieben, die Schul aufy*>h(tlfe>i . 
Hsec Averitinii et illa superius ex Meteraiio adducta ii(»u 
difficulter ampliu.s juvabunt distinctimit^m inter fal)ul;ini de 
Fauiito mago, et liistoriain dt' Fausto typo- [78] grafdiiT in 
Oermania superiore iuveutore vei procuratore. Conferamu» 
ex atroque paucula qu%dam strictim et velut opera perfuue- 
teria. L I. c. 12. c. 27. c. '61, ete. Hephostophiles interdicit 

248 16* 



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12« 

167(». [J. G. Sehelhornius]: AmiBnitates Literariie (1726) 

Fausto ne conducat aneillam, ne per eam emanet magia 

(typograplii;e) liceat aatem coaducere operam famuli, qui 
rem diligentius silentio premat. Faustus serriebat volupta- 

tibus corporis cum ebriis sodalibiis, iisque Ahhymistis et 
auri foö4«>(»ribus. \empe quia Faiistus opes acquireliat arte 
a corispeotu et uotitia liomiiiiiui remota. opprimeudus erat 
ista calumnia. I. 1. c. 14. ibid. Pra'difitur \\m a Mephostn- 
philo üdium et invidia homiuum: sane non poterat eam effn- 
gere apud Monachos lucro, quod ex arte scribeiidi eapiebant, 
jam privandoH. Spiritus Fausti (Monachoram invidus et ma- 
ledicus) objicit, quod satis pecuniae ex arte magica (Typo- 
graphiea) possit acquirere. L L c. 32. Faustus mandat fa> 
Diulo suo VVagaero, ut silentii fidem praestet: nee enim fn- 
tumm putat, ut libri nicromantiei divulgentur (ut ars typo- 
graphica tarn oceulte a Fausto habita inuotAScat homiuibus) 
facta vero Fausti post ejus ex hac vita abitnm demum literis 
consignanda esse: qua» [79] seilicet facta magica ipsi per 
calumiiiam sunt imposita: 1. 8. c. 6. Fausto moribundo con- 
solatio erat a l lieoloijd (utique noü Papistico: eo enim in- 
digiiuj» erat seilicet inaiuMis: sed Kvangelico) afferenda ex 
merit(> Cbristi; nun bonorum operum meritis: (pi» lonsolatio 
solis Catholicis (Papisticis) est reliaquenda. Scribo ba;c et 
colligo veluti per saturam: e quibus paueis de simiPibus 
reli((uis facile Judicium ferre poterit, (|ui ingenü nenros inten- 
derit. Mihi nunc calamum CKCUtiunt vicini operarii, securibos, 
ascüSf malleis, ferris, vectibus, trabibus aures obtuadentes, et 
majorem dulcibus ante omnia Musis meis caliginem, minantes, 
«luam bonus ille Faustus (credo enim sie satis jam yindicatum 
a me esse iimoxium et ab isto saltem, quod ipsi intentatum 
fuerit, magiie criraine immunem) in abditis a^dium suarum par- 
tibius urti.s .suu' adniini.sti is imj)(»siiit. Quod si et visus et auditu."« 
(quos; sennus iinprimis fnmulari IMiilosophia» dudum Aristoteles 
docuit, eerte oiiiiio expenmnr, lidelliU'eiii operain pra'.stare 
uobis, quam ullus Wagnerus .sciciuf* hero suo Fausto oiuui loiiatu 
commodabat) officium mihi postliae intercipietur, periculum est, 
ne mihi mm Dem<»erito Abderita [80] Pbilosopho. aut Didymo 
Alexandrino Theologo et ipsis ccBcis, phiiosophandum fuerit, 

944 



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127 

167Ö. Cour. Sanu Schurzfleiüch : EpUtolae ^1700) 

Hoe libaeus yellt, et mafno mereentur Atrid». 

Ego sane illam perniciem. apud vos Patroni pro Sapien- 
tiae tnin(|iiillitate. ut Arist<»teles iu Ethicis ostendit. imperinin 
gei^ntes. interpdsitis Miisaruni et Charituni laclirymis vt sns- 
piriis deprefor. Xer vt-ro it^grc f»'rre (lebet liomo vmQßnkkmv 
xai ßnrnvao:, si non iiielidre conditiuue esse permittatur, <|uani 
esse iu gratiam populi Roniaiii libeuter voluit Valerius, qui 
ne ¥el speeie ards offenderet, {♦'des suas eminentes libens in 
plana submisit. Vale, Vir Maguifice et Prudentissime, stu- 
dioruDi meorum grande et pnesidium et decus, et prolixitati, 
quam argumenti giavitas videtur Imposuisse, venlam «quo 
auimo largire, et legend» hutus epistol» copiam Magnif. Dn. 
Procancellario baud gravatim faiiito: Altdorf fii d. 18. Julii l(>76. 

Magnif. Nob. Stren. et. Frud» 
Cultor obsefpiiosissimus 
J. C. DÜRRILS. 

1676. Conr. Sam. Scburzfleisch : Epistolae (1700) 

Conrafli Samvelis Schvrzfleischi Epistolae Nunc prhmim 
editae. (Jvm Privilegiis. Vitembergae Saxonunif Apud lo. 
Ovil. Meyervm, et Gotofred, Zimoiermannum. Tifpis Chris- 
tiani Gerdesü, Anno MDCG. 

p. 557. EpiStola CCCLXXIX. N. N. (d. XXVI. lau. 
MDCLXXVi). 

p. 559. 

Qvod ad Fausti nomen, resqw gestas attinet, non austm 
refellere sententiaiii vulgo j)n((Iitani, ue(|ve tHmen suin aes- 
cius, pUirima de eo narrari fuhiilosa, iit iiir|itiiint, (fvi. 

in viciiK» pa^o. ciii ßrodae lioiiieu e.st, e84>e cuminuratuin, tia- 
duDt. qvain vauitateni ex iiostrorum hominum, qvi studiornm 
causa apud nos versantur. atiimis nondum penitus evellere 
potui. Cuiusmodi est, qvod Henricus Meibomius. de pueris 
Hamelensibus prodidit, et Saxones nostri de Ludovico t>alta- 
tore non absimile aliqTid satis lepide comminiseaDtur. Vui- 
garia enim chronica, ab ignaris historiae viris scripta editaque, 

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1676. Theophil. Spizel: Felix Literatus 



tarn ab se dissentiuiit saepe ac nngantur, ut me qvisqvilia- 
rnm taedeat. Ipse tu [560] nosti, eelebecrime vir, Manlii 
auetoritatem multlB ac varHs rumoribaB praetexi soHtam fuisse. 

Etiam CamerariuSv summus vir, qvaedam soripsit. ut accepit. 
nun certe umnia ad hitjturiae fidem. Vierio, siue ratiouihus 
argumentisqve ti^mpornm coramentanti, iion prdtinus asnentior. 
qvippe uiiniae crediilitatis iiuu senn'l mihi comperto. Iiishii 
menta publica, ac documenta veritati», certa indic^a ac-tonim. 
luculentaqve vestigia expressa, scire cupio, qvae vel uulla 
hic sunt, vel certe suspecta mihi videator, non tarnen refra- 
gabor disaentientibuH, praesertim in re non magni momenti, 
neqve cam rationibus imperiorum coniuncta. 

Indes reram praeeipuarum. unter F. 

Fausti hiHoria quid veri habeatf 559 ft seq. 

128 

1676. Theophil. Spizel: Felix Literatus 

Feßx Literatus Ex Infelicium Periculis Et Casibus, Sive 
De Vitiis Literatorum ('(»inmentationes Ilisturico-Theologicae. 
Qiiibus lufeliciuui Ex Auiim», H. E. Vitiosurum Literatorum 
Caiainitiitt's VA Miseri*, Conquisitis Excmplis Et Dorumeiitis 
Selectioribu.s Kxpijnuntur. Atque Eruditis, Ad Verse Et lin- 
perturbata* Felicitatis Sedcni Teridtutibus Via Tutissima 
Ostenditur. Aufhöre Theophilo bpizelio, D. V. L E. A. M. 
Augushe Vhidelicorum, :\\n\{\ Theophilum Goebelium, ijiteris 
Koppmayerianis. MDCLXXVL 

p. 162. 

Pin^ff'hf Quinimo (teste 6insfeldio> omnfa ntaIefico> 

fuii/rsH. rum opera effectura sortiuntur ex pacto expresso 
maltf. vel taeito ruin Diemone. ita ut Semper, quaiido 
p, J. pi<K- vult inaleliciiH op» rari, expresse vel tacite invu<*et 
/ttrf. \L Da*nioii»'m in auxilimn ut roTicurrat ex paeto. 
m pnnc. auteiu id ip.sum sa^pe coriiirmari. d*nio- 

ic ritque eft'lagitare, ut paciscens instrumentum obligationis 
et ciiirographum proprio scriptum et subscriptum sanguine 
exhibeat, non ex omni um solum de re magica scriptoruro 

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128 

1676. Theophil. Spuel: Felix Literatua 



consensu. veriiin ipsaruin etiam sagarum imaniii)i (•(m>tut 
coiifessioiie. Quam horren- j H^3| dis atroi ibuHque eonditio- 
iiihus iiifaiistus \\h FaustUii D*moiii üt'öe niuiicipuverit, DKO 
misfrit repudium et pactum spoiisioDenKjue cum diabolo 
sandtam proprio saugiiiue ex leviter vulneratu pollice emis^^o, 
86 t(»tum i{»8i adscnpserit, docet apographum, post misera- 
bilem ejus ex hac vita exitum in maseo repertam, et a 
Georgio Rad. Widmanno divulgatum, bec inter alia ^ ^ j^,^^ 
coDtinena verba: Qar Sebrdfftigung meiner ^er« '^„^ 
bfiffung vM \äi btefem aUent treulich nac^tommeti / IK«/. FauMti 
iinb btmeil unfer aufgert^te Sfinbnu^ atoanjig Sa^r pari. L 
fei)n foU ' fo benn bte ücrfc^ieneti utib berloffen / ^' 
fo >oB er big fein ^fanb Selb unb aii(^reiffen / unb barfiber 
^11 ]d;al;cn iiiiö \\\ roaltcn liabcii , joU aiu1) fan ^>juit WDtteö f 
aud) iiuin Die loldice preMi^en unb fürtraijeu Ijieniineii einige üei= 
l)ui0eiuHg il)uii üb fic mict) )ct)ou befel^ren moflen. U^rtunbt 
^i:fe0 ^3rii'fft> hab id) Den mit meinem einneu :i3Uit befiiiffti^iet / 
uub Derjdjrieben. O pactum iiefarium liorrt'iidum et execrabile! 
quo miserum d%monls mancipiiim seipsum tenebrarum obli* 
gat principi, 0£0 sancto illius yerho, stipulatioui in baptis- 
mate fact» et euae per (*HRISTÜM redemptioni renuiitiat, 
eadeoique opera iD diabolam creditoram, opem et auxilium 
ab illo expectatarnm, aeceptttrum, et in vit« fine corpus et 
aiiimam ei traditaram dato chirographo, vel aliqua sui san- 
gninis particula velut confirmandae paetionis pignore et arrha 
potit- [164] cetnr. Diabolus viciseim pro sna parte promittit 
.se mancipii sui nutum et voluntatem sedulo observaturnm 
at4|ue exsecutimun, ita ut (^uucuuque temjxiiv iu crfatiint* 
alicuins tiijura et sirailitudine appareat. ;ui *l»'Iil)eran(hini et 
coiKSiiUariiium cum ipso, nt v»^l in ali<|UO iuljuvct nci-otia. 
vel ad desideratarum voluptatum, lionoris, opum, dignitaiis 
et amplitudiaia coDsecutiouem provehat, tuuc ejus causa pro- 
fictBciv homlnem quocunque libuerit cireumferre, et (ut brevi 
comprebendam omnia) in ilüus gratiam pr^tare quieqnid 
jttiiserit band invitus velit 

Index Rerum Memorabilium p. 1150a. 

Fausti Job. pactnm. cum d^mone exerrabite, 163. 

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129 

1(}8Ü. Erusuiuü Fruiiciiici : L'bunsug der Niderwelt 



129 

1680. Erasmus Francisci: Überzug der Niderwelt 

En >.^iiiibev^rcict)c Überzug unferer .ViDcr^ScIt ; Ober ^vb* 
iitiuulH'uöe i'uftr=.Rrct)i5. ^lact) fcineiii iiauiilu1)cn 'iiM^" inand)= 
taltiijen C^icienfct)affteii ^ihi^ien uiib SBürcfungcu ' natüv^ unb nn= 
iiatüvlidien mm-- unb nuiffcriqeri ^iid)einuit0eii > (alö ba fini> 
bic :il^a^|er*^^o^Hcn JHegenbö^eu / ^ladjU unb ^}?eer'-$i(f)tcv etc. 
i^ufft=2Bunbcr i Jll^olcfen , Stiegen ' @d)nc€ i älMnb / unb v£{t)ift» 
bre(f)cnbe ©türme / SDonner« unb 33Iife»@tralcn / ) tu unters 
fc^ieblic^n 5Dtöcur[en aboef)anbelt / ba^u mit Dielen merifiourMgcit 
{ijxmptXn j unb (S^eft^i^ten erfidrt: 9le6ft einer »orffergel^iben 
Anlügen @)>a^er« unb ^tf^'Unterrebung / etc. Unb dnem / oor 
bi^mal fuT^m / Snl^ange / üon bem Selt»Drt unb Sauffe f ober 
6ti(lftanbe ber Sufft«umfangenen @rb«^ugel: 3u Ausbreitung (3btU 
Hc^r Mmad^t, unb ©rluftigung beft cmriftfen Meiere, erörtert, 
unb bcfcf)neben, Diivd) Cfraömiim <vrancieci. Oiürnbcrc^ ' Jn 
iBerleßiiiii] ii^ülffgang l^iori^ Cfiibtcr i uub ;>üt)aiiu ^iibiei« (s^ubtcrö 
jeel. 8öl)nen. Anno MDCF.XXX. 

@. 29 (in ber S^oruutenebnng) 

'3??cr f)Qt bod) (fragt ci c\ai artlid)) 

gcfc^n tuanu man bcm Crt nid^t hinauf fanV 

2. ^ieUei(t)t ^at ein @ngel jcmanben geseigt. 

5?iieüei(l)t aber / unb ^max Diel oemutU^er / feiner. 

@. üRan fagt / ber Seuffel t^ffe ed bem gauftul von fernen 

%, @o(4ed ^be i(^ / in feiner Sebettd»^((6retbttng / imt 
ntd)t gefunben: xoqI aber Mefe Sr^e^lung: 
BiT^ Nr I. 3>. ^fauftiic fragte feinen ©cift / um bie UmflAnbe 

^c^^ i). mu\t, be^ i^arabeifeiv Mephistophiles ober (alfo nannte 
Dpn bcm fi(l) biefer fein |aiiiiercr 5;^et)rmcifU'n aiiuuürtet ' unb 
iparabel«, jprad): f^nft mein .^eri ("vauftc felbft Icidit« 
wtfiefdiwä^t, j.^ abnet)mcn imb qebenrfen . baft bac iiarabei^ 
nid)t in biefcv 'Anit ftel)f , fniibcru otman gegen rftcn ([Cix nal)e 
beQ bem Gimmel (ige, alfo bag jc^uub bie ^onne Dom ^}}httage 
btt^ gegen '^tbenb / jid^ barinn Derbirget / unb alebann nimmt ber 
BKonb bie So^nung 3ur 9la(4t(f«äett barinnen. ^. Sauftud »er« 

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129 

1680. Knwinus Franciaci: Vberzag der Nidvrwelt 



ie^u a(6!balb i wie foü ic^ bicfeö Don bcr @ontten / unb bem 
Ü)ioiu^ uciiielKii f iülctjci i^eitalt jagte ^cr (^)cift: -Tae iHirabeiö 
Ugt getreu ber iiiitteniäditiiien XJiuie ; uiib ö*-'d*-'» ^Jlufgauö Dci" 
Somien ba ctiuan anjebo feine lebenbige 8eelc »ofinet; \)at 
aljo allein ^oun ' Wonb ' unb Sterne i^re @i*0e^l!d)feit öaiiuuen. 
iDie «äorui {)ai i^reii denlirfien 3d)ein beiniaffen lauter unb 
Kar / bag man au i^r alle ^orm / unb i^re gan^e Subftau^ 
tarintiett je^en fon; (o ^aben jte aud) bafelbft tcinc i)i^i9e 3ilatur , 
fonbem tft fo liebttc^ unb fd|etnbarlt(4 / bai i^re befinbU^e 
$1^ Keblie^er ift / atö bic Sufft; itnb »anit Ubam erfte^niol^ 
barinnen frine Soduft ^aben tooKen / \ü er f!^ an bie (Sonne 
gelegel / in m\ä^ et gan^ DoOfbrnmUd^ mit uni^erräfften Singen ^ 
fe^en mögen; bannen^ero ber^oteOet^t ber Sonnen S&ünfung feinen 
'Äac^fommen geoffenbaret ^at. 

^Dic Sonne aber i\i ()crnacl)iual»3 ' nadi bem nu'njd)licl)eu 
oalle t;kid)n)ol ber ^ifee falber gegen öer miaciiiad)tltcf)eu l^inie 
herab geftioi^cn ' unb f)at bie jünblict)e SBelt ent^iuibet / mte ee 
anuod) ift / ai\o bap Don nun an fein ^enjd) i in bie J^äuge , 
ber Sonnen tan erbulben unb ertragen: n)elcl)e0 bann ; 
von bem Wloixb j im glei(l)em 5u oerfte^en ift. ^uc^ fet)nb bie 
Sterne fo Kar unb tjelle / bag fie / öon bar / bae ßrbreid) er» 
leuchten fbnnen / gletd^ einem darfuntfel. So toben bie Planeten 
am Gimmel fo ungeflümigü^ / ba0 ed im ißarabetd ni^t anberd 
erf^aOet / [30] alil mie in biefer SBelt bad Bonnern; fte fctinb 
aber gon^ anmutig unb liebli4> 3n btcfem l^errlid^en So^n» 
^ufe / in biefer angenel)men SBolluft / ^at Kbam aM mit fonber« 
barer (5^efd)minbigfeit / unb ber ^oQfommen^eit nadi , in bie er 
üerfe^et gcmcjeu / betrachtet i mit :}lnt^cn i^cjclien unb fol(t)eö / 
luidibem er au^ bem i^arabciö uertriebea luorben alc ein er« 
fal)ietur A.stroaomus / feinen 3flacl)fommen f)interbrnd)t: 5)ann ' 
er »ar oon (i^^tt alfo erlcu^tet ; bag pcft alle (äicjct)öpfc ^ttm 
511 iiim neigten. 

3Rein Mephistopheles, fragte 2). gauftue , loie ift hod) Diejcr 
Ükirte ' ber in ber Sct)rifft @beu genennet wirb / bef(t)affeu gc» 
»efen? fe^nb auc^ barinnen SBdume / ^raeLJ unb anbere Sa(^en 
dcwefen? ber (^eift fagte 3^ / unb gmar ni^t »iei anber^ / ald 
toie auf bem (^breid^ bie ®drten unb iuftreid^e SSftlber anjufel^eii / 

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V29 

1680. Erasmus Francisci; Überzug der Niderwelt 

jcbod) in ctroaö untcrfd)icbiii ; Denn bae Wraö ; lüie ee ©"Ctt erftlict) 
erid)affeii ()at / olfo fte^et cö anuod) ba / unb E)at iHbam mib 
Croa jtcf) nicmaln (\(nno^ über bie fd)öne , licUc animitii^e iiiib 
buutc ^-arben i mit rre!(t)cn ueiiiieuget ift DenDiiiibcni fönnen. 

'^.^aö bic 2911111111' bclnni-(et bie (ci)ub io hocti ^ bafi ba^ 
rpölctc beß^immclÄi baröurd) ftreic^et / unb breiten fid) bii Jicfte jo weit 
Qttd / bü^ man flc nic^t ft berief) en fau: bie $5lätter baran fcijnb 
jum Xt)eil breit / ^um f{>i^ig / unb fo gro| al^ ein 0^ei(^» 
Spie^i tMa fdhft baran fdflt tttmmer ab / fonbern bleibt aifo 
fielen / bt^ an ben Sfingfien Sag: in ber bitten aber be| 
Ikirabetfel / ba 9baui gefi^ajfet unb gepflan^et ^at / fe^nb Sfeigen« 
Mnme / unb aSer^anb Öbft; unb bie 8titmlein barinnen fe^nb 
bermaffen Uebli<4 am Oktu^ unb (^ef(i)ma(f / bag foIcf)ed niemanb 
red)t befc^rciben fan. €o l)at eei aiid) im isarabeiö c^eba bt aflerleti 
üierfiiffiöc (geflügelte ? unb füalieube Xt)iere / bie alle i^auu juljai 
luareii / unb fid) i^ar l)eiiiiüd) jii bem ^enfcben Slbaui tl)äten / 
bellen gab er nun / auö erleuchtetem '^ieritanbe ^ einem jeben 
jeincn tTJnmen: rt?ar aud) ^u bor ;{eit an ihnen fein (^rimm / 
>^oru / Milte nod) i^)i^t j fonbern waren bem ^JDieufcl)en mc c^efagt 
gan^ untertl)änig / unb ge^orfam / ja gar .^abm ' nub faft furc^tjatn. 

aifobalb aber 3lbam unb ©Ba / bie Sd)anfe auö .poffart roiber 
&Z>tt \ ebener maffen mie wir ^leuffei / überfeinen / unD Q^ott 
i^ren 64dp{fer mit ttngel^orfam erjbrneten / unb Don bem <Sngel 
(S^enibim aud bem $arabeid oertrieben würben / ba gingen ade 
^^iere / in bad fünbü^e 8anb / nerftitberten i^re oorige fRatur / 
Sreunblic^feit / unb Bunetgung 3U bem ^enfc^eu / ja / ein ieb« 
webet^ 3'bier=®efd)le(t)te / mar in ^tttc unb ©itterfeit gleid)jam 
»entaiiDeir 1 unb würben l)eniad)malt? bci;:i üJuiiid)en 'Jveinbc alfo 
büg nunmebr fein Ibier / in bem ^^^arabeie ift / fonbern lieget 
Meferbulben faft obe. ^. A-aiiftuö luniiniiiberte ftd) ' unb fagte > 
lieber Mephi- [:U1 jitopliileü, wo )tel)et aber ber "^aum bef? 
Gcrfenntnif? Ghitee unb 23öfee baran fidi '"'Ibam unb C^ini üer= 
griffen l)abeny ^er (>Jeift antiiu i i u > biejer ^aum ' bep (^uten 
unb ^öfen fte^t mitten im ^araDeife / ein gar einfältiger unb 
f(^le(^ter ^aum / welc^ed bann an(i^ Kbam unb @Da am meiften 
»erführet unb betrogen ^at / weilen fte nid)t oermeinet / bag ®t)tt 
eben f 0 oiel an biefem Saum gelegen w&re / ober ba| eine fo groffe / 

250 



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129 

1680. Erwrnus FraDciüci: Uberzug der Niderwelt 

ia faft göttl!(f)e ^Biircfiing barinn ftecfen foKte: 3>ic Slcpffel baran 
fet)nL> uid): ]o i]tu aber auncii au £)cii ^d)elffen ' fci)nb fte 

au bei ^yorbe mic ein :)iecjcnboc}tu geiprengt. 2)er iHpffcI aber 
iuroenbig ift Wefpieu=iDeij€ formirt ^ mit leibfarbneu AhcuBleui ; 
iinb ftcf)et ^uM"or Saum f bie an ben ,^i■^u^[te^ Ia(^ ' aldbanii 
er mitten Douciuber fallen ; unb jpaUten foU. lieber Mephisto- 
philes / Derfe^te f)ierauf D. iyauftue ; fan aber niemanb mct)r 
311m ^arabeie gelangen j ober tommenV 9letn / anttoortete er / 
fein Se(»en^tQCd toixb me^r ba^in fommen f5nnen / beim / um 
btefen mlbotatcn ISoum / ift ein SBatt f mit feurigen i^etten um* 
ringet / unb lautet be| ©artend ber 6ngel (S^crubim / mit einem 
feurigen ^^^^ <^^^ unb iebe fdig abgeleibte €eelen / 

fe^en einen unb S^eube biefed ^arabeife^ / unb laffen ftc^ 
bomit begnügen / b\S gur ooOfommenen Sreube beg emigen Sebent. 
"'>3o aber unb an meld)em C?nbe ' tft ber "Cn , ba ber flu-ffenbe 
:iMuiui liiikii ftebet; fragte X. ^^auirukjV I^er (Meifi aiitmortete 
biejer iörunn ober leid) / ligt mitten im iHivaOeiö unb bereud)tet 
ben gan^ien ©arten: t^eilet ftd) aber ikitiad) in üier fonberbarc 
A>aupt'-?"vliifie ^ «nter meieren ber erfte lunnmit wirb Hanues 
oder PiHchoD, ber anbete GUiou, ber britte iighs, unb ber 
oierte Euphrates (a). 

3ct) tau faum glauben bag ber leuffel «n^^, 
htm ID. Souft / ber bo4 ein geleierter Wann foU gewefen St^^1a1l1l / 
fei^n I mit fo albernen WA^rlein / aufgewogen fommen von bm 
fei^. Senn er bie einfftlHgen 3nbianer I^dtte uor pd» ge» ^'d^riidHu 
^bt / »Äre ed üermutli<ier. S)enn bie fabuliren i>orI)in |)i|r^,rf,iIJ|Jl| 
felbft gar tt)oricftte unb t^ild pof{terIi(^e @o(ftcn (v„j,^ 
Don bem ^IJarabeiö: roelt^c alle ^u er^el^lcn / unb CM>i)^^»ni^^ 
anzuhören einem eine groffe Warter i unb feine ^imfti 
^^arabeitv.vnft fonbern eine irbijd)e ^egfeuerö^i^eiu 
oerurfat^en bbrffte. 



S51 



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130 

lt»80. Pacta uiiii GelübdnÜM des Herz«>gii von Luxenburg 



130 

1680. Pacta und QelübdnOs des Herzogs von 

Luxenburg 

Pacta unb Öcliibbm"!^ 3n bcr 33aftillie ju in 'Ikv^ 

hafft ^itu'iibcu .Nberi^oge noii iiurenburfl ' So er ^it bein !»'!iMi^en 
Satan ^etroff^n. ^u§-dew -^an^dl. Original ine Xeutjc^e über« 
jc^et. Jm 3a^r 1680. 

3. 

Di^e gan^e ^elt mar gutn ^ö(f)ften t^eriounbert / m\t> tunte 
{i<t nit^t einMU)en / aug Urfad^ bo4 ^er in htm (ungfi oer* 
gangenen 92ieberlfinb{f4en jtrieg bur«^ topffere l^eroiMe 
ScHoiten / tl^etll aber bur^ barbarif^e unb nnmenf(^n(^e i»erfibtf 
i&xeneU%fßtai / (moooti Me bet)be $oIUl!tbifd)e j({)5ne iylccfen ' 
Cbegraticn ttnb ^(^toammerbam dit itnaugI5fcf)li(t)c^ i^eitc^nu^ i 
fo laug bie 'Bclt ftelict Jneibcn geben fönncn) in t^aul; i^iaopa 
beiufjene .'oerl^ot^ üou fo plötilid) unb miber aller 

?Kenfd)en iHnnuit^cn ' in bee 9l(ler'(SI)riftlic^|ten Äonigö Ungnabe 
geratl)en / ba^ er in bie fogenantc 33aftilien ;u Vm-'t^ in enge 
5?ert)afftnnc^ (^efeM werben, ("^o gieui^e ;,\va\- ine gemein bie Sage 
unb Sennntlinng Dahin ale ob er be^ Der jo be|(t)reiten @tf(t» 
£ad[)e mit*interetfirt gemefen j iDeld)eö mon / roeilen ^ierDon feine 
grünbli(t)e @$eiot6l^eit oor^anben / an feinen Ort gefielt fe^n läffet ; 
tebod^ aber fyxt man nod^ nadftge^enbd erfe^en / bag berfelbe in 
feiner ©efangenfd^afft au^gefagt unb befennet / ba| er fl<^ mit 
bem ^511if(^n !Korbgeifi / bem le^bigen ®atan / in ein iSSerbünb« 
nug auf nac^gefe^te functen eingelaffen / unb fid) mit i^m fol« 
gcnber ÜWaffen »erglied)cn: 

1. 2ol[t bn Vucifcr I mir aljo bal)r l)unbat taujeub 'i>[uub 
au (^k'lD einliänbigen. 

*2. ^Ule erfte ^ienftag einci^ jebeu Ü}^onat^ taujenb 4^funb 
Ueffern. 

M. >ol biefec* Weib io bu mir briniieii wirft ■ geb unb (\a\\C(^ 
bar fei)u , alfo uuö bcrgeftalt / baf^ uicl]t aUein [4.] i(^ / fonbeni 
au(^ alle / benen id) baoou geben »erbe .' folc^eci ^u i^rem ^u^i 
ann^enben unb gebrauchen fbnnen. 

S52 



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130 

l^kiO. Pttcta und OclübduUs des Herzogs von Luxenburg 

4. Sefagted ®tVb fol nid)t falfc^ / ober betrügUc^ / noc^ oon 
«ner folct)cn !D^ateria fenn / welche unter bcr ^anb enttwber mleber 

t)eiid:)n)inbet / ober ^iu 2t:m ' .^of)lcii uuD önt^Uulici; wirb / jon' 
bern fol baffelbe dou joictjem 5J?etaU jei)n / lueldjeiJ Don 5Ken= 
fd}cu ^päübcn gepräc^ct morben / unb in aflen t'rten unb 2ätibei'n j 
100 ee au(^ ^iiiüouimen mag i ^Uig unb gangbar \t\)iu 

5. S^ofern eine gute Summa (SJelbd oonndt^en l^aben 
n>urbe / ed mMitt aud^ fei^n ju hki^ fitr einer g^tt / ober 311 
»ad für einem (S)ebrau(( ed immer »oOe / fo foOeft bu obligirt 
tinb i)er)>fli(^t6t fet)n / mir verborgene ober vergrabene 6(1)11^0 
ein^u^dnbigen / unb 31001* nid)t aljo / baf^ ic^ öicfelbe an beni 
jenic^en Crt / wo fie ocrbou]cu , ober ücrgrabcn fcijn iclbci crft 
t)olen iiiüftc ' fonbern 5u jolft mir jelbic^e ' ohne einige meine 
^iüljemaltung ' an bae jenige 5Drt ' ir>o id) und) 3ur felben 3^ 
aufhalten unb bcfinben morbe >>anben lieffern 1 barniit na4 
meinem blieben unb (ä^efaUeu ^u {ehalten unb ^u toalten. 

6. @0(ft bu mi(4 meber an meinem Sdb unb (^iebmaffen 

beid)äbi9en / nod) an meiner ©ejnnb^eit angreiffen / fonbern mir 
biefelbige o()ne einige mcnfc^lit^e Sc^madj^eit fünfffeig Ja^r lang 
uuüerfef)rt eri)alten. 

7. '5Bofern ic^ aber je ' mibcr 'Iscrlioffen / in eiiiit^c Hraiuf» 
^eit fallen folte / unb bu folc^ee nid)t ncr()inbern fonteft ' \o folt 
bu mir l)eilfame unb bewährte 2lrbnei)=1Öiittel t)erfd)affen / unb ^u 
meiner vorigen (^ejunb^it / fo balb ed immer mbglt^ fe^n mirb / 
iDieber ver^elffen. 

8. 3)ie ^^abr / auf meldte mir und mit einanber Dergleichen 
trerben ' foUen in ^mölff 5Ronaten j wie e« ni(^t allein l^ier in 

oiuiuticid) luiiDciu aud) Iii ötH gnnl^eii [5.] ^U'lt gebräud)lid) 
ift , bcftclHMi unb ,^ioar jeben ^tonat 30. ober 31. lachen )' 
ein 3:üg unö '3lad)t ^n 24. (Stunb gered)not. iJiefe ^cit \o\ fid) 

fl?nan(^en beut ^ato bcn biejetj l(M()ftcn "^aW ' unö fi*i) 

enOigen eben biejcn la^} bep ^a{)re ' alfo unb beri^cftalt / 

ba^ im geringften nid)te düu biejer >^dt abget)e / unb bn mir 
biefelbe oerfürk'ft ober eine faljc^e unb oerfeftrte ^icc^nung unb 
flufibeutung (mte bu mol e^emal^len dnbem 3U tl^un f>f[egen) ba^er 
mad^eft. 

858 



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I6ü 

1680. Paeta und Gelfibdau d«t Henog» von Luxonburg 

9. SBann nun biefe gdt aOcrbtnge Derfloffeti unb aufgelauffen 
folfi btt miäi I na4 bem gememeti Sauff ber 9latur / nne aOe 
anbete ^Renfc^en / jeboc^ fonber groffen Sc^mer^eit unb IDnoul / 
autf) ol^ne Spott unb €4anb fterben loffen / unb ni^t ner^nbern / 

bag mein iicib c^rlid) gur C^rben beftattct roerbe. 

10. ^olft bu inicf) tieijm Äöuig ; luic aud) beii nflen nor^ 
nchiiicii Xx'rrcii / in iSumma ' h^t) Örof^ unb Aleiu ; .pohen unb 
^hebern ; ^JJknn= unb äi^eibe«^|>erfonen / beliebt unb angenehm 
machen I fo bag id) i^rev Q^unft unb Q^etQOgen^eit jeber^ett Derftc^ert 
fei^e i unb fie mir in aliem / »ad an fte begel^ren »erbe / un« 
»dgerlid^ »iEfal^ren mdgen. 

11. €oIfi bu mi(^ / felb anber / an atte Drt unb @nbe ber 

©elt ' tt)ol)in i(^ oerlange i jie fe!)en fo »dt abgelegen / ale fic 

moUcii , unbejd)äbigct fübrcn / unb mic^ berfclben viprad)cn a[\o- 
balh fünbig machen . bap id) öicjclbc fertiii rebeu tonne > aud) ' 
iiHinn id) meiner Guriofität ein (Genügen geUjan / unocrjc^rt »iebcr 
3urud: in meine So^nung brint^en. 

12. @olft bu obligirt unb üerbunben \ct}\\ midj für aßem ®c= 
fc^og aU ne^miic^ / Etüden / bomben / geuer ^örjeln / Q^xmiaten / 
!9hi|qtteten / fßifiolen / Seuer 9ib|ren / unb aQem anbem (Sl(»ei)r 
unb SSaff en / ^e [6] mögen ou(^ SRa^men l^aben / »te fie »oUen i 
betta^ren / ba( mi^ t«ned berfelben berühren / no4 mir an 
metnem Seib unb ^Kebntaffen einigen @4aben zufügen mögen. 

13. ^plft bu mir bebülfflid) fet)n ' alle fo m\ be^ .Höuigi? 
offcutlid)e / alt? meine painculier*geinbe juiibenuiubeu j unb über 
jie .^u triump^iicu. 

14. £oIft bu mir einen 9^ing uert<^affen / unb 3uwegeu 
bringen / »el<i|er nii(^ / jo äfft benfelben an ben ginger ftetfe / 
unft((tbar unb unübenoinbli^ nia<^e. 

15. 9hift bu mir in aOen @tü(fen f fo id) btc^ fragen »erbe i 

geroiffe / tt^arbaffticic unb fln!nblid)e nidit aber uerfc^rte / ^»eiffcU 
Raffte / ober ^lucijDeutiije -Jüutjiiilit fit heilen. 

Solft bu mid) für aUem , loae roieber mi(^ ingel)nm 
üorgenommen unb angefponnen wirb / ^citlid) ira^rncn ' mir aud) 
Wih'l nnh ii'e^e an bie .>:anD c\eben ' fold)c roiber mid) gcmad)tc 
^njd)lage ^inbertreiben unb gu nickte macben. 

854 



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130 

1660. PaeU und Gelobdnw de« Henogs von Luxenburg 

17. Colt bu mld^ atte 6|>ni(^n / fo i<t oerlangen tterbe / 
lefen / reben nnb ffu^fpra^en lernen / unb atoar fo gut unb perfect / 
atö ob t(b berfelben oon Sngenb auf fünbig gemefen mAre. 

18. ^olft bu mir .HUu^l)ea , liUfe unb 3?erftanb Dcrlcijlu'ti ' 
oon aQeu 6ad)cn Dernünfftig bifcurireu unb ein Uit^eil barui)ci 

fäUen. 

19. Solft bu mic^j Dor aUen (^eri(f)ten unb ^tat^^ftülen bee 
Äönigö / barDor möcf)tc citirt unb gclaben werben / »ie and» 
bem $dbfil. nnb (Sanonifd^n dte^t pmferoiren unb oertretten, 

20. Colft bu mi^ / unb mein ^au^roefen oeitto^ren / ba^ 
»eber 6inJ^cimif(^e nod) yvvembbe mir beffel» [7] bißc angreiften , 
oöci etrocw öaDou eutfrembbeu , joubern jolcftecj unüerfe^rt er» 
^ten. 

-'1. (Eül nur ^ihuUnfni jet)u j baj id^ bem üu)fcrlid)eu ^(f)ein 
nact) ait^ ein guter (il)rift mein Seben [üljren / unb bem ofjent* 
Iid)cn (^ottedbienft i o^ne einige bereu ^ei^inberung bet^mo^nen 
möge. 

•22. 8oU bu mid) in ber UniDerfal»üKebicin praepariren unb 
|uri(t)ten lernen / mir auc^ ben rechten dkbrauc^ berfelben / unb 
bie £Dofin ober bad &mi^t j »ieotel man einer ^erfon baoon 
eingeben fo( / fagen. 

23c ©ofcm t(^. in trgenb einer Dccapon / 6d)armü^el ober 

Wefcd)te / an meiner ^erjou attaquirt unb nnciegriffcn mcrbcn 
foltc folft bu mir juforbcrft / unb Dor allen Xuigeu ^ülff unb 
:öc9ftanb Iniftni. 

24. ^olft bn üerJjtnbern / bafi niemanö / mx ee aud) jei)n 
mag btcfcn imfcrn (^einad^ten 'Äccorb unb S^^ortrai^ ; innen 
merben / ober erfat)rcu / oielmeniger aber eutfrembbcn ober ^u 
^nben betommen fbnne. 

25. €o offt i4 beiner begel^ren nierbe / folft bu mir in einer 
Itcblidb^n unb angenehmen / feinet Sßegd aber in einer erftjftrötf* 

nnb abfc^euUc^en @e[talt erfd)einen. 

2G. 2o\\i bu mir Littel üend)aften / bad C^ebrtd)tiuit; er= 
Ijalten / unb ftörcfen / unb biejec nid)t nur für moiuc iniion 
fonborn bc|; iL'ld)e auc^ aOen unb jcben 3)ieuj(^en / beuen ict)8 
mitt^eilen werbe j {yelffen t^ue. 

955 



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18] 

1680. Thomu Johann Schultse: Des TeulTeb Berg^Werrk 

27. @olft bu mir jufagen oer|>re<4eii < 5a^ du ade ob^ 
angeführte Runden / mh einem (eoen infonber^it / nnverbrä^« 
lid^ galten / unb btefem ädern fteiffig nad^fommen looKefi: So« 
fern bu aber an einem ben genngfteu fehlen /ober bi(b ^ieriunen 
fdumfelig erzeigen ttürbeft / jo fol aldbami biefer i^act unb $er* 
trog nun unb ni(^ti(^ > unb »on (\an1^ feinen Äröfften fet)n. 

'JH. raljiiujCi^t'ii gdobc luiD LHijpiTi1)c ict) bir iiidit uUnii 
unterjd)iebli(l)e ^?aun^s unb 25?cibe^i>ciiüncn in bciiicii (Meauilt 
Ucffcni I joubcrii iicrhuiflnc aiict) i^oti bu ^Uori)cilii]Uc rieijnit^^ 
feit unb fünbige i>eijeli)igcn ben Jöunb / ben icl) in ber laiiff 
mit U)r gemacht ^abe / gdntUict) auf / trette tiergegen mit bir in 
eine nmt $erbünbnü| / unb ergebe mi^ bir mit Seib unb ©eel 
immer unb emigüd). 

131 

1680. Thomas Johann Schultze: Des Teuffels 

Berg-Worok 

a— k 

■eo 2:euffetö ^erg«^erd, ober $b(^ftnöt^iger, unb in (^otted 
Sort gegriinbeter ^nterri^t SS^ad oon ben ©(^a^raben, unb 
(S)db«fu(hen anhalten fe^, mt (S. ^od^Iöbl. S^eoL Sfacult&t au 
Stttenberg Consens unb Approbation, oorgefteltet Sßon ^omad 

Jofjann @<^ul^en, ^^farr^enn 311 33ovgöborff unb ^o^cn^Slalgborff. 
^Bittcnberg, SBerlegung ^, tohiä *WcnH fcl. @rben, unb €?!erb 

^a)umüct)cro, ^rucfte ^]!)iüttl)aeuö ^eurfel, Unioeij. i5ud,)bi. 
Sa^r (ä[)xi\ti lOHO. 

a) <S. X. 

!3)ad 1. QapiUl ^on be^ ^euffel^ a9erg«n>erct« ä^erfid^ung. 

$. 3. ?n ber $iftori Don bem berühmten 6<hn)ar^nftler, 

^Docter Johann ?yaiiften, roel(^e no(3b etlicher ^üReiynnng 

SiIiciilH'iti t^cu1)i'hen jcijn fol, si fahula vera, ift foUicnbco aufj* 
0e^eid)uet: i)amit ber Jeuffcl ieincm Cnben, bcm Aaiifto , gar 
feinen Wanc^el lieffe, meiste ber Heift "?3icpl)oftu^UiUi'e D. Fanstuiu 
in eine nitc CüipeUen, fo eingefallen luar, unb bei] i^Üttenberg ber) 
einer l^albeu ^JSkilioeged gelegen ift, aUba hatte e^ einen oer« 



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131 

168a TliomM Johann Schults«: De« TeuffeU Bei^-Werck 

{(rabcncii «Heller, fo folte D. Faustus graben, jo Würbe tn einen 
gvoffcii ect)at^ fiiu^en. [9J 3)em gieng D FaiistuM treulich nad), 
Xük er nun bar fam, fanb er einen grculirt)eu groffen Surm 
auf ben S(l)atj Hegen, ber ^d)aö er]ct)iene, roie ein anc^c^iinbet 
>^iec^t. D. Faustus be|'ct)n)ure it^ii, bog er in ein 2o(S) fro(^. dl| 
er nun ben ec^a^ grub, fanb er nic^td, al^ J^o^len bartnneiif 
^lete unb fal^ au4 barnebeti tnü (^efpenfte. tülfo bra(^te 
D. Faustus bie j^o^Ieit ^u ^auf, bie algbalb 3u 6Uber unb 
<9olb mürben, toelt^ed, »te fein 3antulud ober Liener baroon ge« 
melbet l)at, in etli^e taufenb (Hülben meiert ge{ct)a^t ift morben. 

b) e. 'iil 

Jngleid)cn baö ieuffeiijc^e (>)ei^rü(i), welc^eo D. Fausti 
famulus, C5()ri|tov^ Sagener, mit feinem ©eifte öon biejen 
rini^en gcl)alteu, ba unter anbern aud) gelejen roirb, balbee^agnere 
i^t|l Don bem erften fume^mften gui^ften ber ^euffel gefaget, @r 
föune 64d^e in ^ol^Ien, uub ttteberumb ^ol^Ien in 
€d)ä^e vermanbeln. SDad flapt ni^t ttol^l für bie {zerren 
€rf)at;^0räber. 

c) i^. 7<;. 

rer nn3Ücf)t{f\cn >":itrcn-*i^ntn|t, me(d)e fonft bcii Sd)at^(^räbern 
luii) anbern ,5auberijd)en iienten üou ben bbjen unreinen (^unfte 
unb ftincfenben .v>5l(enbo(f im ^er^en angejünbet niirb, mil id) ani^o 
ntd)t gebenden, ^an befe^e nur bie ^tftort Don D. Rauften, 
agnern, unb i(fred gleichen. 

d) @. 81. 

£o bcnu mm Wotte^ ^llUnt, ben bloljen iÖud)ftaben 
unb <Si)il)cu nad), joldje ilvafft nict)t l)at, übernatiir^ 
lidie ^Dinge ^u ipürdleit ober ben böfcii ?^einb ^n ner-- 
ticiben, fo werben ee Jßerje unb :ii^örter ber $ei)bnifd)en ^^Noeteu, 
item bie unoerftönbige Stot^melfc^e SBörter, alg Ära* adabra, Hax, 
pax, max, Dcmls adimax, matar«. dcnatas, daries dardaries, Da- 
mosses, gades, biehidos, mechadis, cames oftidius, Comitecro, 
Zoxin, Agare, Zedelay, Bitelbaut, Ydon, unb bergleti^en, (ba 
man »ol fragen m&(^te, toel^er Seuffel in ber ^ölle fo 
^ ei f i e?) oie(weniger tt)un. $efiet)e, »o bunt<I)t^ befferd 3u t^nn ^aft, 
oon biejen 92arren i^offeit, Magaif. Dn. D. Gejer de SuperstitioHe, 

TiUe: F»a»t«pütter. 257 17 



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m 

1880. ThomM Johann Schultse: Des Teuffels Beig-Weick 

B. Dorscli. Dtüseit. de Saianae obsess. Sect, I. fpaest. 6. 
B. Balduin. Llh. ff f. mp. V. ras. S. B. Dieter. Anal. Kvang. 
P. U p, 405. «. beiden, de Diis iSyris, p. 118 seq. M. Bayer. 
addii, ad Seiden, pag. 206. seq, Ursin. Acerr. Philol. p. 466. 
Canierar. Cent. III. Hör. f^urns. pag. 401. c. 76. Boissard. 
de Divinat. p. 167. fin. seq, Waldschm. Ffftium» Endor. pag. 296* 
seq. 632 seq. Del-Rio. Disq. Mag, p. 965 seq, Schott Pkpe* 
eurias. p. 1287. Wier de PraesHg. p, 376. eeq, Histor. de 
FausU famuh. 

e) e. 95. 

l^e^lid) fan man ait(^ beii böfen ^etnb bur(^ xäu^txn 
titelt vertreiben, ftntema^l er folt^ed 3umei(en {elbft ooit feinen 
lie« [96.J beit bettelten begehret t^t, bag fie i^m einen fRaud^ 
ma(^en, ober ein Stdu^^D^er bringen follen. ^efiel^e bie 
$iftori 9on Bagnern, ^. gauftend famulo, unb NaiaL 
Com. Mytholog. p. m. 35. 

f) ig. 107. 

^iu beifer @jrem^el einer fiesem Xeuffel^ IBerai^hing ttirb 
un^ in ber^iftori üon D. kauften norgefieUet, an einem 
alten frommen ![Ranne, ber ein tx%\ nnb [108] 92a4bar D. 
Fausti mar, biefer oermal^nete ben ©(tioar^ffinftler Süufium» oon 
feinen ^uffel^l)önbeln ab3ufte{}en, mit Vorhaltung @ott(id)er ^c^rifft 
nnb fd)rectlid)er straffen ®£)tted. ÄUetn fo meit fehlete ee, bag 
bie0 Icuncletint) fid) befefjret l)ättc, ^af; cv fici) luduicljr uou nciicu, 
nnb nod) fefter, alfi ^uiun, mit feinem Slute bem Icufjcl 
jct)riebe, unb bem guton alten cl)iiid)en '»Wann fo feint» 
mürbe, baf; er itjm nad) l'eib unb Öeben ftellctc, uiniol 
ber loiiffcl ihn nicl)to anhaben fnntc, lucil er fid) fleilfig mit Dem 
(äiebeH Dtniimlirete. Uber jmeeu 24ge tjernact), al| ber fromme 
9)2ann .^u iöette gieng, l)örete er im •t'anfe ein iirog gerunqjel, 
mel^ed er 3uoor nie gehöret l^atte, bad fam i^m in bie i^ammer 
hinein, grunzte »ie eine 8au, bad triebe ed lang. ^Darauf 
fieng ber fromme aite ÜRann bed S^enffeld fpotten unb fagte: 
D »te eine $durif<he !Rufif ift bad! ($9 »0(1 ein f^bn 
Sobgefang oon einem ©efpenfte! 9Bte ein Sob« 
gejang üon einem (yngel, ber nicftt jmccn Jage im ^a* 

2.".« 



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lai 

1680. Thomas Johmnn ScfaultM: Des TeuiTelt Berg-Werek 

robiel ^at fönneti bleiben, oeirieret fi(^ erfi in anberer 
Seilte ^Aufer, unb l^at in feiner SBo^nung ni^t bleiben 
föunen. ^tt folgern (Sefpbtte er ben bbfen @eift oertrieben. 
Saufhid fragte l^n, »ie er mit ben alten nmbgangen m&re? @ab 
t^m ber ^ft jur Unttoort, ee t)ätte ^i}m niä^t be^fommen fönnen, 
bcnn er getiarnifdjt geroeft fct), bae ©fbetl) meincnbc. 60 Ijätte 
er fchuT iiod) bai^u gcu-uttct, roeUiicy bu- i>ki\ux nic^t kibcn 
fönneu, fouberlic^, menu man i^neu ü)iai ^ali fümirf[t. 

g) ®. 111. 

3)ie IX. Srage. SDb bie genanbte Sd^a^grdber 9){agt ober 
©c^roar^fünftler fet)u? §. 4 I.). 

3awberev pflegen bei) if)ren 95errid)tinuven geroijfe 

iUät3c ab^umcjjcii unb f oubcrbatjrc (Sirctii I ober Greife 
511 inad)eii, in meldte fie [id) Dcrfüqen, nnb if)rc Iciiffcliidic 
fct)n?eriiiuitMi halten, boDon bie J^ijtoii 1>. (^auftcnc ieiiiee iTienore, 
bee ih>agiiere, unb anbete ^üc^er t)on ber i&(^n)ar|cntun1t 
fattjam 9la(^ri(^t geben. 

h) @. lU. 

I)ce unfeligen 1). ?yauftciK' ricner, C^riftop^ Sag n er, 
fani ciut?maf)Iö gen Oieapck\ unb Derual)m, tuic baft ein reidjer 
Äauniuami auf bcm ^)J?ccr uhuc beraubt, unb umbgetnad)! lüoiöe», 
unb bie ©ftthcv ihm iKuommeu, iueld)e umb nicl taufcnb WiHbcn 
finb geididUt ivorben. Hub al^ feiue 0 1 luii gerne gciuincu C>hunb 
erführen tjdlten, roie ee bod) barumb bcwanb, unb »er ber Jl)äter 
gcmeft »drc, bot^en fic grog ®elb auj, wenn einer etroat^ baöon 
entbecf^n unb offenbarten mürbe, ^a bad)te ber @(l^»ar^«fünftler 
&o%eMXt ed motte mol ein gut ^ing für il^m fei^n, «»ermeinte ein 
ftatli<4 l^lb banon gubefommen, nnb gab fi<l6 an, mie [115] er 
bie ^unft fönte, unb offt iKrfu(|t uitb probiert (fttte. 9lun maren 
bie deute au<^ aberglftubifi^, mie benn bie SS^Ifc^en otel brauf 
fmlten, and) bigroeilen gute 3«Mberer fei)n, lieffen ben Sßat^euer 
feine Äunft braud)cn, nnb ßcrhieffeu tt)m .^mei) t)unbert Iljalcr, 
mo er ben iliatcr fönte anjeigeii. xTa ualjui er einen iEl)x'\» 
ftallcH, bcfd)uiür ben, nnb hielte il)u gegen bie €onne, 
ba fahe man ein 'i^ilb briinien etnee reidien .Haufpnanö 
'Jieapcie, melct)eö fte mol erfanbten. jagten, Der )olte bie Itjat 

25» 17* 



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181 

im>, ThomiM Johann Schultse: De« Teuffei« Berg-Werck 

an hm nubovn auff ticm *Diecr begaiu^cn liabcu. 5?un tt»ar Dip 
roaljr, ba^ er mit ilim auf;i^efal)ren mar, inib famcn c\ldd)iiHil nid)! 
mitciuanbcr ©icber, er würbe öerflacict für ber Cbrigtett unb gc* 
fraget, ob er uid)t tvüfte, too Mefev ^auffmann geblieben märe? 
tiefer gab 3ur ^ntmort, er lodre üor l^er gejc^iffet, oh er 
»Are Derfuncfen ober verfc^tagen »orben, ober aber, ob er irre %f 
faffttn, fönte man ntd^t ttiffen; ^letd^er i^eftalt lonrben aud^ feine 
Liener gefraget, bie fagten aUe alfo. Unb ba man fte babei) nid^t 
»olt bleiben laffen, aoge man fie alle gefänglich ein unb 
marterte fie, ba fiengen fie an nnb befanbten, bog fie 
i^n cniunöct l)dtteu; T'arauf \oc\c\\ fie ben Herren au(ft ein, 
ber betäubte au§ i^ein, roie bor .Hiiccl)t, er hätte et^ ;3c:i)aii. Unb 
baranff »urbe baö Urtl)el (icfället, man foüe fie, alf; ^}3iccr' 
JRäiiber, 3uin lobe briiu^cu. Unterbeffcn fo fömbi bei .Huuff* 
mann, ben man iiermeiiict erf(t)Iagen ^mi i'ft]ii , iriober ^it Vaiib, 
frifd) unb ©efunb, ol)ne alle Sttinbcn, nnb mar Derjcljlagcn moröen, 
ba^ er an einem SDrt fünff Socken ^ätte roüffen ftid liegen. 
£Da fa^en fie, bag bie oon bem SBagener maren betrogen 
morben, @r nal|m aber fein ^elb unb mifc^te baoon. 

i) 6. 12:1 

$ 6. Umb meiter ^<^ben(fend miQen, fiige id) biefeo noct) 
mit bei), baj;, aW D. ;^aufti ,'yamttlu« fi^ bem $euffel, ©Ott, 
behüte nne ade in Wiiabcii, mit l'cib unb (iecl auf emii) üen'd)vieb, 
unter anbeiii pnncten, n)eld)e bi|; Icuffeletiub vom Nathan Diu]i\^mi 
begehret, aud) bieicr unb ^mar Der ficbenbe lU'au'fen, baf; er 
aUe ücrboriKiie nnb heim Ii die 3d)dnc unter ber (yrben wiffen 
unb ubcrtDuuiicu müdjtc. UnD aH; er einemai}lo 11011 feinem 
(Reifte bie mand)erlci) species ber '!))?agi]d)en ober 3auberiid)cnAlünftc 
miffeu niolte, anttportete i()m unter anbern ber ©eift auct) alfo: 
"Biefe j^unft, (ed mei)net bie 3Auber^^nnft, borumb er gefraget 
worben,) mer fie te^t fennen mil, ber mu^ fie ton und 
fernen umb eine gemiffe Sebingung, bag er fi^nemlid^ 
gegen und oer^yflid^te: Unb meil il^r ©efellen auf Sur« 
mi| enttteber mollet ret^ merben, unb ®4d|e fud^eit, ober 
aber j^rantf^etten oertreiben unb^elb bamit berbienen, 
ober aber luftige fur^meiligc isoffen anrichten unboor« 

2Ü0 



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tsi 

1680. Thomms JoImud Schultxe: Den Tenffels Berg-Werek 

bringen, ober (^roffcu (j^t)rcii fommcn, iiub aiid) cucf) 
an den uiiD denen, jo eud) übei getrau, lec^« 

nen ober f onften ben ÜKenj(f)en (c^abcu zufügen, (o^aben 
mir barauff allerlei fünfte erboc^t unb ane :i<i(4t brait^t 
aU erftli(6 bte Coi^urationes ober $ef(6tterungen, bamit 
t^r und bef((meret, mentt i^r @4d(^e fwi^tt »ottet [124] 
nitb uii# ocftrdBet, ba migbrau^t tl^r bad (Soangeltum 
[sD^anni^, uub bie i^'ahnen, unb fallet au^ euren S$e« 
rtiff, bar ein eud) C^Ctt flcfe^ct ^at. miprauc^et 
Daiju Da<? 9en)cil)etc SBaffer, ober Jan t piuiifer, unb 
anber J^inq mehr, ujn). prebif^t ber icuffcl jeibci Die 
'5i>a{iiiuMt im 11 bcii v;^d)at0räbein, uub bie 'ä>clt urtheilct jo 
geliube luiD j'aiift t»oit ioldicn 6(^n)ar|jtimfts 
(rru, tft bae nid)t eine ileuffcUjc^ ^erblenbungV 

k) S. 1-29. 

I^ie XII. Jvva(^e. Cb ein ^c^a^grdber unb .tauberer 

be{cl)iL't, uuD ^11 r 2clii^tcit ßebradjt roeibcu töiiucy 

2. 'JlMr licamiiuntcii Dicfc rsva^e mit ^a, ob anr ^juar 
Kot rolffen, bap co mit jolc^er iieutc ^öcfe^runß gar jd)n)er l)er= 
9el)et, in ^etrad)tun9, weil ßaubereq eine flioffe .v>auvt-Sünbe 
tft, unb bei ^euffel folc^e l^eute gar ju feft in feinen Striefen 
l^dU. Sefie^e i^ieDon M. Salbf^mibtd ^eren-i^reb. 
pag. 86. SBie offt ^at ber befanbte ^c^marlfünftler, D. Sauft, 
angefangen feine 6o|^ett unb 2:euffelif4ed äj^efen, 3U bereuen? 
Sie offt ^at er i(}m fürgenommen, bem ^euffel, unb aKen feinen 
Äerrfen unb ©efen üon neuen ^u entfagen? aber »00 ift brau^ 
roorbenV '^lidite. @r ift dod) mit^s^ciü uuD ^ccluom bofcu ACiuDci^cliolct 
ujörbcn. IVaii Icjc aud) bie .vjiftori von jciiu'iu Fainulo. Da luivb 
man L^liidici (Meftalt finben, rote er offtere auf gute ^^ufu^cbaiuten 
geiiUhcii, gleid)iüol)I aber bcx? Iciiffcle mit 2eib iinD oiuiiilid) 
Derblicbcii. Taö waren ^ween 2 cl)aUgräbcr, iino lunhcr 
Don ii)nen gemclbet lüorbeu, Don i^auito im erften Ciapitel, 
4. $on Ba» [130] genern aber in ber ^, grage, i$ 6. 



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132 

1680. Theophil äpixel: Iiifelix iitemtus 

m 

1680. Theophil Spizel: Infelix Literatus 

ix [jteratiis, Lahvriutliis Et Miseriis Suis Ciira Po- 
steriori Ereptus, Et Ad Supremse Salutis Domicilium Deductus, 
Sive De Vita Et Moribus Literatoruni Commonefactioiies 
Novje Historico-Tiiedsophicae, Qvibus Mysterium lufelicitatis 
Literari», Extreraaque Vitionim Doctos Hoinines Infamautium 
Pemicies Expressu8 Detegitur, Praetermissa io Opere Anteri- 
ori Exempla Et Documenta Exhibentur, At(]]ie eruditis Culpa 
8ua ^romnosiB, Via Ad Vene Beatitudinis Portam, Nec Kon 
Ratio ExpeditlBsima Copuland» Cum Doctrina Eminentiori 
Viitutia Solidse Ostenditur. Aufhöre Tbeopbilo Spizelio^ 
Ävffvskg Vindeliearum^ Apud Theophilam Goebelium, Litern 
Koppmayerianis, M.DC. LXXX. 

p. 864. Commonefactio XXIX. .Estus Iiigenioruin Tein- 
peratiis. Sirr De6iiitirii Scieadi InsatiabilU Et Noxii Christiana 
Refroeiiutio. 

p. 882. 

V. Sit denique eunetis omnino l^iterati Orbis incolis, 
infrunitnin sciendi desiderium, vel boc solo nomine suspectnm, 
qvod Inge- [883] nia prostantissima, ad pessimos quandoqae 
ausus abripuorit, ut satiand» inqvietudinis ergo, tandem nec 
daBmoDis imperium subterfugere dubitarint, sienti alibi diserte 
ostendimus, et loco (podam uieinorabili insignis qvidam ICtus 
edocuit; Mmia (ita .sciibit e^regie) Cl'PIDlTAS OCCUI/PA 
Joh Ceor ^flENDI, qt'(f' ipsos primos (jiKHjue parefifes drtr- 
Godclman- P^^> prn'cipun ninm fiftf, prnpfer quam Aftit/i srsr 
WM«. l)f). L d'ialKtIo ohstringunt, Nec enim qviaqvam sua sorfe 
de maffis, cofifentua est, sed certatim amnes in DEl arcana 
c.^. p.m. 19, peiietrare vofumus, ejusque simmnnt illam pree- 
scientiam consecuti tiohis videmitt, $i qmdam fu- 
tura, et aliis adhue igmta ipsi prwsciverimus, haue vamtatfm 
cum in animh haminum inesse mderet omntbus eeeulie natan, 
et futura etiam prwnosee gtstirent homtneSf istam hominum 
demuleendorum, stbique deühu^endorum et coMeiltandarum oc- 

3R» 




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Vd2 

Itiao. Theophil 8piiel: Infelix Literaiiu 



canw/ifni si»(inlo arripuif. Itmp:*' pitHicitus fsf, .^e farilc iis 
pr<t siiliii um^ ff f'jf'ert itruiH , qnf ipni cuperent, daturunuji f re- 
rum coynittourm, si sihi p<irere et obtempernrf veUent. Id qvod 
vaniy insanif curiosiqve hmnines neqraqmm renuere. Consimili 
plane, b. e. impia et scelerata eiirio^itate, avorum no8troriiin 
memoria fascinatus JOHANNES FAUSTUS, diemonis ia 86 
imperiam admisit, et per annos maltos impostorem famo- 
aiBsimitm egit, tandemqve digniwimom neqvitia sua prxmium 
reportavit, mortuus seil, jnxta lectum repertos, inveraa ^ie, 
et [884] domo, noete procedenti media ^viter (^'^^^^| ^ti^^^ 
qvassata. Compescatur itaqve insatiabüe illud Uodin. 
noxiaraque sciendi, enoctaqve pervestigandi desi- Ub lU 
deriiim; faces.saiit MALK-('L'KI(>SI, ne et ipsi de dmMm 
tandem miser*» corriiant. a<' ila^uiuuis inagistpriura. ^' ^' * 
[»^•r[jrtiHim(jve e Reguo ccBlesti excidiuiii p.ül)ire rogantnr. 
Desinant eruditi, iutemperantes renim uriiv»>rsarum agire 
8Crutatore8, iieqve pra^sumant iiitelleetus sui funiciiln rerum 
Humrne absirusarum, ipsorumqve ca'lestium mysteriorum pro- 
funditatem metiri. Si desiderio vere Cbristiaiio, ver«' salutari. 
sacra arcana penetraadi teneantar, qvinimo ad ipsius ccßlestis 
sapientisB saerarium velint intromitti, sciant precibus pie ac 
hamttitor fasis divin» elementiae januam esse pulsandam. 
InrenUi (ait apposite D. Beroardus) pius ejugmodi pultator, 
qvod iem€rarius aerutaiar invenire twn potest. Et tnuUo magig 
(Augiistino jiidiee) inveniei siderum Conditorem kwmlis pietas^ 
qram siderum ordinnn sujyerba CÜRIOSITAS; vit;im (leni(|ue 
8uam rplifjiose ae devote iiistitiiaot, cujus exactu curriculo, 
DEl'M i] »Silin a facie ad faciem videhiiiit, iriffvo oo cuncta 
sapieiitia: c^elestis arcana, clare ac diiucide a^teruuui coutue- 
buntur. 

Iudex unter F. 

Fausti JühanniH misera- [ J bilis e curiositat«' noxia 
interitua, 883. 



968 



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133 

1688. Adftiii von Lebenwsldt: Achte» TractäÜ 

m 

1682. Adam von Lebenwaldt: Achtes Tractätl 

a-d 

Atlami a l^cbcuiuaiöt / Phihisophi et iMedici, Com. Palat. 
et Poet» Laureati tivsarei, N(>tarij Apostol. Puhl. Slc^te^ 
tractätl / ^011 beg ^euffele £ift mb betrug in $erfüt)ruug ber 
SRenfdfien auTSaubere^: ^ttmo auc^ oon bem Slntid^rift ald le|tm 
Sauberer ge^anblet mirb / mit bem Sefd^Iu^ / mit man ft4 vor 
beg Seuffetö Sifl / 9lnfe(^tuiig onb ^erffil^rung betoa^ren foKe. 
Salzburg / ^ntcTtd Dnb oerlegtd Sol^atitt Sdoptift ^ai)r / ^ofr» 
onb Kcabem. SBuc^brucfer / 168*2. 

a) (B. 

Jvauft lebte iag Dnb 'Diact)t im ^ueber / ^dtte niema()ld 
fein übrigee (^Melb ' üerlieffc aud) nickte md) feinem erfct)re(flid)Ctt 
S^obt / ber bbfe @eift fan ntt aUjeit (äelb geben / Deus aliquando 
inhibet; mie bemelbter Sauft offt ooti iffm^elb begehrt ,.' l^t 
er i^m ein geben: er funbte alfo ntf gefalgen / er foKe mit 
feiner Profession aud^ ttm^ geminnen. ^r mei^ ^mx alle oer» 
borgene (Sct)(tt^e / er Idft aber gIei(t)mo^Ien bie peinigen in [47] 
ber Ölrmnt I bomit Pe beglericj njcrben 3ftei(^t^umb erlaiic^cn 
Diit) il]m bleuen, gibt offt feinen l^erpflegern t^ai lui 
jci)leci)tcü l'ül)n. 

b) iS, 74, 

^ov Batten waren bie Salmantifd^e 6(^ueleH / »ie au4 au 
Toledo, meiere Carolas 5. Caesar abgef^afft / in bem SBelfd^» 
lanbt be^ bem 9iurfi ntf eben See / onb attwo ber Doctor Sauft 
feine Äunft (75] erlernet ^ot. 

^Tef? I'octor gaufte iJeben ift fd)icr jebermann belaubt / 
er t^öte einen Mauren / VKl^tt tl^m nit abmeii^en moUen / mit 
SRog Dnb Sagen mfd^irmgen / einem anbern SSauren Derfauffte 
er fatfie 6<^mein / in bem er fold^e bur^ bal Gaffer tribe / 
mürben [ie 3U lauter 8tromüf4 / ber $aur gien^ jumd ' ben 
S^erfanffer Dmb ben betrug ju ei)ud}cn / fanbe i^ne Duber bem 

264 



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1688. Mwün Lipenius: Bibüothee« Kealis PhUoMphica ' 

^fen fdilaffent tüoltc if)n bei) öcm ?yug herauf? Rieben i iiH'lclier 
aber in Den ^paiiDcii blibe ; I). Artnft rucffte tlägiid) . Der 'i^aur 
elf du liefe / onb Ueffe fein @elt gar c\a\\ jurucf / »ierootjlen öer 
gauft ba\b rotber auff i. güffen geftaiibeu. Seine (^öft batl)en 
t^n er toode i^nen [166] 3U gefallen einen ^etnftocf mit Xrauben 
(ed mar aber mitten in bem hinter) auff ben Xtfd} fe^en ( ed 
gef^a^ / onb »olte ein jeber ein Strauben mit bem tDleffer ^erab 
fc^neiben / er aber ^ebte bie Slenbere^ auff / ba hielte ein {eber 
fein Ü)ieffer auff felbft aigner DRajen. 

d) 3. 219. 

60 foUe au6) einmal ein ijorne^me i^crjon in einem Meiler 
fe^n ertappt »orben. £>h ber D. J^anft mit einer Öe)ellfd)afft 
gen Saij^burg auff feinem ^IKautel in ben .sSod)fürftI. )üi>ein»AlcÜcr 
gefahren onb olba mit einer guten ^edft M «tlufttget / onb in 
bem ber ^eHermeifter barju fommen / benfelben mitgenommen / 
onb in bem SBalb auff einen l^o^en S^anen«^aum gefegt / melbet 
f^in Chronica etttal baroon / f^h ed bod) gelefen in Magiologia 
Pbilonis fol. m. 625 1). 

m 

1682. Martin Lipenius: Bibliotheca Realis 

Philosophica 

M, Martini Lipenii Bibliotheca Realis Philosophica Om- 
niuin ^ateriarum, Kerum, Et Titulorum, In Vnjverso Totivs 
Philosophiffi Ambitu Occurrentium , Ordine Alphabetico sie 
iii$pMitaf ut primo statim aapedu Titvli, El sub Tituiis Autores 
ordinaia velut acie dispasiti. In Oeulos Pariter Et Animos 
Lej?eiitiuin Iiicurraiit. In duos Tomos divisa, Quorum prior 
inifiiim cajiit litera A. \m\uid ad literani M. AlttM* ndi(|ua« 
u- jnr ad liiitin rontinet. Tomvs I'riiuvs. Accedit Index 
Avtorvin Et Seriptorvni Copio.sis.simus. ( um (t'rafia Et I'ri- 
rifeffio S. Cißsarew Majestatis. Fraucofurti Ad Moeuuui, 

») TifÄ ;?itat iHiid)! \u\) auf Splitter 1-^2, ülni^ornty Suöioloöia. i»cv« 

265 



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135 

1682. Johann Georg Schiebel: Zwejrtes Hütoruches Lvist-ilaiu 



Cura Et Surriptibus Jolianiiis Friderici. Typis Jigidii V^ogelii, 
Anno MDCLXXXIl. 

>3iüija)€ii p. 864 Ulli) H65. 

M, Martini Lipenii Bibliotheca Realia Philosophica Om- 
nium Materiarum, vRerom El Titalonim, Ordine Alphabeiieo 
disjposita, Cnm Indiee Avtorvm Et Scriptorvm CopiosiSBimo. 
Tomvs SecTndvs. Francofarti Ad Moenum, Cnra Et Sampti- 
btis Johannis Friderid. Typia ^gidü Vogelil Anno 
MDCLXXXIl. 

p. 869. col. a. 

Historia U. Joh, (vouftcn^. grancff. 8 1587. 1591. 
in 3. X^eil. ^mb. 4 1598. 1600. 

195 

1682. Johann Georg Schiebel: Zweytes Historisches 

Lust-Hauss. 

JUS. 3o^. ©eorg @<4iebetö dioet)tce $tftonf(^e£$ Suft«$au( / 
SDürtnnen abcrmnf)!^ (Hn anncbmlid^er 3?orrat^ 3Ju^erIcfcncr @e* 

litiitlitc ^iiuueid)cr :Ji.ial)l'sipiucl)c Artiger (^lciil)uiif'fc 'IKcrcf- 
auaöigcr Äiiinbilöer / 3" iMerö unb l^uft eröffnet wirb. 
Seip^ig unb grancffuit / 3u iUerleguug ^])äc^ael. DiuBmonue ; älnuo 
1682. 

@. 105. 

3. {14 ber befanbte (Sr^jauberer flNntfM berul^men 
burffen / ba§ ber ©atan [106] fein 5ened)t fei) / fo l)ätte biefe 
®(l^anb*^ime fagcn fbnnen / bag er tt)r 'Q3u^le mdre. ^enn ald 

jener (ber ^auftuc) eiiu^mat)lö bei) einer ©efcn)(t)aft mar / burffte 
er fid) öeilanteu laffen: (är bürffe ^xdt^ uuil)! ftöljer Qd)ten alö 
ben !'Hötnijd)en .vteyfer ' iueld)er nur über ein Äeiifertbmn l)errii1)e i 
itjm aber märe ber (^ro|V?yiirft Mefer 5\^elt untertl)an unb tl)ue 
voaü er begehret«), ^bcr o ber eleubeu 4>(<ilc)^(9! guter 



») vid. P. i^nser im «»eben Fausti. 105 



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18« 

1684. [Jacob voo OrinunelthMiten]: TeatwshAr Sini|»lMiMi]niu 

Saufte m\- eüie ^errfc^en^e Uutert^dnigteit / ^ie bii der 
Eeuffel ermiefe. 
JRcgiftcr unter 

grauß ontt me^r fct^n atö hcc ^d^fer. lOö. 

1S6 

1684. [Jacob von Grimmelshausen]: Teutscber 

Simplicissimus 

»— b 

Ser Sind bem ®ta6 ber ^ergeffen^t wieber erftanbene 
%tüi\djc Simplicissimus; S)effeti 8beiit^ettrlt(^er / unb mit atter« 

banb feltfamen ' faft unerhörten 33e(|ebenf)eiten anflefüntcr ßebencf» 
'iv^iiiDel ' iHuff eine i]an{\ uitt^ciiiciuc lucü bcjicr al<3 üorf)in / neu= 
t'iiii^eriditcre / 5ierli(l)erc uab au mutl)ii-ievc iB(t)U'tb-3lrt Dennittclft 
(£d)ait|"iuuigen Se^reu / wot)IfommcnbeH iJUinierffinuKn unb fdiön» 
ffinfienben Tsoptif(f)cn SSerfen aud) rcd)t lcbt)af|icn .^iipf|L'ri'i5itb= 
nüijcn; Suftlkbeuben / unb curiöfen (^emuott)ern auf öaö annet)ms 
lidlfte ' 3u Der^offentlic^ fattfamer ^efriebigung / auf» unb t)orge« 
ftrtlet mirb / ^md) German Sc^teifbetm Don Sutöfort. ^eni 
ipoKen fo belogen / &i<l^nb / mad nmbr ift / au fagen. 9}üm« 
betg / ^ntfftö unb oerlegtd So^onn Jonathan Sel^nfer. Ui84. 
e. 1. (Srfier ^nl 

6. 139. £Deg erftcn 2:beild / anbem $u(bl ^n^t. 
@. 216. XVIII. aa^itel. 

a) S. 217. 

<öo ift au(ft meJjr al« genugtam befant m& l^eftali tl)cilö 
3Bciber unb lebige leinten in ^^dt^nten ' ii)re ^c^fc^Iaffcr be& 
9{a4td einen oetten Beg auff Sdbdtn ftct) {)olen laffen. 
Torquemadius in feinem Hexamerone ton feinem ©^ulgefeQen 
er^e^let / mag be^ tl^m gelefen merben. ®l^trlanbud f(^reibt audb 
oon einem notntf^» [258] men ^nn / melier / ald er gemettft / 
bag fid) fein SS^eib falbe / unb borauff aul bem $au£$ faf^re / l^abe 
er f!e etnömald ge3mttngen / ii)n mit fid) anff ber 3öwberer S«* 
tamuieufaufft ju nehmen; 211^ fic Oajclbft äffen / unb fein 8al^ 

267 



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186 

1684. [Jacob tod Orimmeldiausen]: Teutaeher Bimplicisrimus 

ö0r()anben mar ^abe er bcffcn begehrt / mit groffer 5Riit)e auct) 
ertialten / unb barauff gefagt: ®oÜ gelobt / je^t fotnmt 
^al|! barauff Me igtei^ter erlof<!^en unb afted Detfd^wunben. Hld 
ed nun SDig worben / ^at er oon ben Ritten Derjtanben / ba^ er 
nal^enb ber ^tabt ^Benenettto / im Jldnfgreid^ ^ea^oIU / unb 
alfo mol 100. ^et(. oon feiner Heimat fet); iDero»egen ; obrnol er 
reid) gcnjcjeii / ()abe er botft nac^ .^aue bettlet! wflffen ; iiub a!« 
er t)eim faiii gab ci alcluilö ieiii "ivUMb hoi eine ^iaubcrin bei) 
ber CbriiU^^it an / iüclil)c amt; ücrbrannt morben. 'Me ^octor 
«yauft lieben nocti anbern niel)r bie glcidiaiol feine ^Jaubcrer 
waren ' biini) Die iiufft pon einem Drt ^um anberu gefaftrcu .» ift 
aue {einer geuugjaui befanbt. 

b) @. 220. 

:5v^a»? für iiavftii-je ueiiarfte 5euffeIc = iMl^uüffc n)el•^eIl iiid)t 
\i\ i>-üft5nart)t:jeiteu üfft au mand)en rrtcn lUinadiet ,' anegefleiDet 
nnb anqefteüet ; lpel(t)ci> bann nm fo inelnieljr eine befto gröffere 
*«idnüad)t)eit unb funbliri)c "i^Jnrrbcit ift um mic i}ielmet)r uuD 
groffer offt i]eii!einii]licl) du' '|vni'oiicn unö jü ücrftelltc 'JJarren« 
ober Icnffel&si^ilbcc felbn ut)u iuelct)e njol)l billiger unb rect)t= 
mäffiger anbere barfon abl)alten folten. ®ai^ agiret ! jpielet ' 
unb fi^et man bod) lieber / ale bie ^iftortam bed Derruditen (Stt^ 
Sauberer^ Doct Johannis Fausti, barum / ba| ein ^^auffen 
^enffel barinnen aUejett eingeffil^ret i unb in aQer^nb abfc^eu« 
liefen Ckbdrben oorgefteQet werben, bo^ beitont / mie f4on 
jo manc^ed mal Ut) |ol(^em ^eufflifc^en ^afaDetobetuUn^eit 
unb ivaufti«(loiitdbien ftd) auf; :1UM-I)ängnü0 @otte6 / au4 reifte 
^euffel unter benen fo üerftcUten mit eingefnnben unb man 
nid)t i\mi\]t wo Dieier 'iMerbe in'^ev ^iebcube o^el■ ;jn)ölffte 
Oüie in nendiiei^eucn lu'gebenijeiten gejdjeljcu , ba^ einer juuiei ge» 
wefeu) l)crtümmenV 



am 



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187 

1895. Jacob Dmniel Ern«!: Neu auffgerichtet«« HbtoriachM HilderlwiM 

m 

1685. Jacob Daniel Ernst: Neu auffgericbtetes 
Historisches Bilderhauss 

iPa-^ '''ifi; aiiffi^ertctitetf >>i[toiiicl)e iöilbciliaiif; / bcficu 
^-imct)i'ii t^k'iuäd)cvn ;>Uo bciii i'a|rci> unb lraucr»3immer Öin aii= 
fcl)nlid)cr 3^orrat)t auf;crlejenei* Öe)d)ic^t unb jonberIid)er 33egcben« 
hetten bergcftalt öorgcftcflct wirb / ba^ bie beijflebrac^ten fc^au» 
»ureigen üj^tmpd j hie euferfte 5l^orl^tt M ^IRenfc^lii^eti ^r^ett^ / 
bell (Ziffer ber ©ünben^rdd^enben ®er€<t»tigf^it ©otted / unb biefe« 
betrugltc^en bebend nichtigen Uiibejianb augenf^einli^ abmablen. 
Slit« fleißiger / fomol^I alter ald neuer ^c{(f)i(t)t=€ct)reiber lDur(4< 
iffiing erbauet; mit Sei)fügiiug tiieler ^nnrel<4en (Srfinbungcn / 
erfj)riefjli(t)cr Vehr=eäfee / mie aud) anmiitbiiicr €d)lu^»rKeimen au{}= 
ijc' v^'tnot unö Diiu'ii .v>i[türicii licbciiDiii (,^>*.iiuitl)crn / nebcnft einem 
öui;fül)vlicl)LMi rKcgifter / ^ur 2nii iinD eröffnet, 'l^on M Jacob 
X'aniel Crmften j Äei)j. C^efr. 'i^üctc^ bcr ^eit ^l^rebigeni ^n 
l^lTcnburg in ^Jeiffen. SKtenbrng ' (^cbrurft uub »erlegt Döii l^ott» 
rncD :Kict)tcrn Jnt Jat)r U*»8r) 

^Kegifter: ;so()anned S<iuft [teilet (.'arolo V. be0 diQranbrt 
il^t\p€aft für. 35 mirb oom Seuffel enoürget. 74. 

a) ^. 35. 

6. ^Ter anbere iuirrreffli(^e.pelb iiickliev Don nnc joH auffgefilhret 
roeröen ift iUnjui tjai ber V. ^icke iVahmene ' uiclcl)er öergleiilioii 
sBIenbung einften mit jeineu ^ugen auct) mit aiuicfehcn. Tcnn 
aiia er mit feiner .poffftabt nad^ Snj^iudf oerrürft mar / t)at er au(^ 
mit ba^in gebracht I). «loh. Faustum : meil er burd) jetne ^unft 
nieten ^e^l^erren ^raffen unb @blen ge^olffen t^atte / unb t>on 
«Urrle^ f^mer^It^en ^rand^eiten befreitet / au(^ i^nen bun^ {eine 
f(^uwr|e jlunfi inel wunberlif^e 6a4en geiotefen. ^efel D. ^auft^ 
^nbel »urben beut Aei)fer auc^ furgetragen / unb i^m bad ^emütl^ 
baburd) lüftern gemad)t / bap er beufelbigcn oor fid) forbern lie^ / 
unb öon il)m bege^retc / bag er bur<^ feine Äunft ben aller be» 
rü^mtefteu Äe^jev $Älejranörum / beu (L^roffcu ; imO jciu l^emal)! 

2Ö9 



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187 

1685. Jacob Daniel Brut: Neu auffgmehtetes Hiatoriechea Bildetiiaus* 

in ber %onn und (^eftoit / fo fie im ^ebeti gefü^ret / ^erfär 
biingen folte. 

7. gauft anttooTtete / er wolte ,/ fo otcl er hux^ ^)ülffc feine« 
©fifle« »ermöd^te / St)r Äe^f. ^a'i S3itte getDetjren i vmb be^clirtc 

l^cifonen tTfd)eiiicn laffen: 5lbcv bae joltc ^JJuijcii. miffeii 
bajj i^ciber iiid)t auffftünbeii iinb auff bi^mal aii^ ber örbon 
^erfür fel)men: ^Äber bte ufiraltcii Öcifter Z meld)i' ^HlcvanOnuii 
Hitb fein (%maf)( Reichen l)abe» / bk füllten fid) in it)re %oxm 
luib Wcüalt iHnaianbcln i baburc^ m\k er be^be ^)>crfoncn Mm-- 
^atftig 3t)i€v lUaj. fe^en laffen / in aller Öeftalt / roie pc geleibet 
unb gelebet. ^JlUein ^Jaj. foItc i^m sufagen / baji fte 

nic^t^ mit tt)m reben mltt / aber befl^tigen mö^te er ße ftiU» 
f^ttetgettb mit aUem «Vleige. 

8. c^ieiauf] i]uiu\ Tsauft aue be^ ^et^ferö @cuiad)e t'id) iiui 
feinem t^eiftc Ijit'iüou uiiteneben / nnb ba fte bei 8ad)cn eine 
morbeii i gieng er miebennnb liienein 3nm Ä'e!)fer unb liefj bic Itnir 
offen. 3ll^balb trat nadi 'hm hinein A>t)f. 9lle?ranber M. in ber 
Wtl'talt ' roie er gelebet; ein iDoi)l gefe^tee bicfeö ^annlein / mit 
roteu ober glcit^falben nnb bicfen 25arte / roten 39a(fen unb eine« 
geftrengen ^ngefic^t^ / oh er ^afiliefen Sagen l^ätte / t)atte einen 
ganzen fc^onen ooQtommenen $arnif4 on / trat 3um Sttxfitx unO 
bttcfte ft4 für il^me mit tieffer Sfiteoeren^. £)er j^eiyfer molte auff« 
fte^en unb il^m bte $anb bieten / aber Qauft loincfete i^m / bag 
erd ni<|t tl^un folte. ^ierauff neigete fi^ ^a^fer Slejranber / nnb 
gieng pr 5^ür f^inau^. 

9. 55alD öaiaiiff trat hinein jein (Gemahl in einen blanen 
(aammet=:Ko(te mit gülbenen ©tücfen unb innlen i^e gieret i fte mar 
aup ber nmjen fc^öne nnb rot()bäcfigt / rote "Mld^ unb 23lut läng= 
(i(l)t / unb ei nee mnbeu Sngeftf^td. ^ie jte nun jiei)fer i;£arl 
lange mit i^ermunberung angefd^auet / fiel il^m ein j ba^ er ge* 
lefen unb gel^bret l^Atte / fie folte im 9iadfen eine groffe Sar^ 
gehabt ^aben / fiunb berl^alben auff oon feinem Stul^le unb gieng 
|u it)r 3n beftd)tigen / ob er big Saraeid^en au^.on i{)r finben / 
unb alfo erfennen fönte / ba§ ber ®etft in ihrer beijber ©eftalt 
fid) roarhafftifilid) uerroanbelt härte nnb i()n nid)t / [37] mit 
falfd)er gorm betrogen fie ftunb fülle / bücfte ben Äo|)if unb ^pal^ ; 

S70 



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187 

1665. Jfteob J>«iii«l Ernst: Nea «ai^ericlitetM HutoriacliM Bilderhaun 

bafi er bie ^ar^e fel)en / unb augenjd^inlidi erfeimen funte. 
^rcutff neigte fie ftd) für i^m / ging jur Zijüt t)tnaug nnb ner« 
f^ioanb. mfo gewe^ret D. Sauft beut jCe^fer (eiaer Sbittt / trieb 
foitft Diel (ft(^rU(|e Slbentl^er am $offe / unb erlangte eine gute 
ißerc^ntng / bamtit 30g er ^inveg. 2>iefe ISrjel^Iung inirb aug« 
fu^rlic^ befd^rieben in bem geben be« D. 9«mftt III. SSi^l 
33 bt. 8e(iq. unb »teberl^olet oon SRit^. ^4feit in ber j^c^fev 
ai^ron. IV. %\^e{i am 303. 304. mal 

b) @. 74. 

15. (Sd giebet ein ^(^o ober Sßieber>@4an / inenn man faget: 
QvallB Vita, mors ita! »ie bo« iSeben ift / f 0 ift miiQ bct 
.3:obt. SBie bie Reffen von faurem 199tere feiten gut unb bienli^i 
fevn; alfo folgt auff ein bbfed Seben au<4 feiten ein guted @nbe. 

2>a6 t)at and) erfahren ber befantc BQnber=9)?eifter / 5ot)ann ^auft / 
£»c)jai üi bicjeiu ^ii^n^^i" 1*^)0» iiü^i) niüiDca. $I?iefer ale 

ba^ Utirwertf feiner ßeit auf,i]claiiffcu , bcfaiib |id) c\k\i) DUaien= 
bertv ?lle er nun bafelbft ^}}iittage effen ivolto, t)ub er an 
IHM- %\\c\]t fc!)r 311 jd)iüit^cn ' nnb nad) bem er beii iiSirtl) ak^balb 
be^alilet waö er jcl)ulbig war / t)at er ftd) bauon gemacht unb 
aiid ber 8tabt begeben. @r mar faum jum ^^or ^inau^ / ale 
bie ^cficr^en im @aft*^)off anfafjmen i^n gefangen 3U nehmen, 
^iemuff ^at er ft(^ in bad i^er^ogti^um SKirtenberg begeben / unb 
ifi in ber Verberge fe^r traurig gefe^n »orben. i||m ond^ 
ber SBirt^ barüber aur Sftebe gefebet / l^at er gefagt: (£r folte |t(^ 
biefe Äa<^t ni^t fiird)tcn / ob er gleich ein grog geholter ^ören / 
unb bad gante ^ang fid) bcmegen mürbe. SDed 9Rorgeni^ ift er 
in feiner Cammer tobt gefunben roorben ' unb ift it)m ber [75] 
umbi^ebici}tt geiDcjcu. Ilist. Tragic. Lib. 1. p. 28. 

*^o^ünnc0 gaujt ftellet Carolo V. bee ^lejanbri W. (^k> 
fpeuft für 35. 
nnrb 00m S^euffel ertoüiget. 74. 



271 



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188 

1485. Johann George Schiebel ; Keu>crb*uete$ Lnit-Heun 

m 

1685. Johann George Schiebel: Neu-erbauetes 

Lust-Hau$8 

a — b 

IK. 5ol)«»n=©t'orgc 8(ftiebele 'Jkiucibaiietce erbaulicl)« ^i« 
ftorifd^ed 2iift«$aug / darinnen @iu aitje^nlic^er unb $er^«l9ers 
gnügenber ^orrat^ $luder(efener (§)«f4i<4te / ^ercttoürMger 9{eben / 
artiger ©innMIber / 9{a(t»itnnU4er äSa^I'^prud^e / f tc. @o metften« 
tl^etld no4 in feinem Suc^e iemal^Iö gelefen tvorben / 3n ^ed 
Sejere gejiemenber ^rgo^uug Unb SSteiffilttgent ®ebniu<^ eröffnet. 
' ^^erlec^ung ^id)ael ^ftu^wortne Stttbe / ^mto 1685. 

a) i^. 229. 

LXl. 

3)er am i^eftrofte Savlbtttt^ 

2B(^nu id) jnf^en iiiolte ba[? Du allerbenil)mtc|tcu nah grü|teii 
uberer iuöi^cmeiu ein jämmeilid) Uiiöe genommen ' iinb mc 
mau jprid)t feiten auff '^•ebern qeftorben / fie (ei)en beim über 
eine @aug 0eftol|>ert unb ju tobte gefaUen ; fo mürbe ict) bie (fr» 
fat)rnng jur S^ngtti ^abcn / nnb tönte ' ftatt atler / bcii C^r^i^ 
Bauberer 9<uiftiiin anfuhren / beffen erfd^recfü^ed (rnbe aller 
Ortl^en betanbt. ^ ni\ aber nur fagen, bag man {ol^e iBeute 
l^rt abmetfeit unb f^ioeljrer Strafe ijie^en foO / menn fie ber 
€a4€ über« [2:i()] mtefen*) / ober fommen / t»on tl^rer ^nft unb 
9Ra4t iHel ^rat)lerei) madien i unb einen bamtt in glei(t)e Stntd^U 
l(^afft bce t)öIU)(t)cn ^5$ei)tee Rieben unb ftiirtien moOen. SDeffen 
nacbfolgenbcö L^fempel fo mol)l mihbtii ift ba|^ ei? mebr ' alö 
in einem ^öucl)e ^elcjcn mcvbc ein feincö 33eijjpiel geben iduD. 

b) @. 2G4. 

LXIX. 
!Ser t>er(<än()lt(^e Baah 

"K^'^nu a\U: :citlicl)e riiuie oertv'^"öltd) ffi)" ' wie and) lüol)! 
bte tägliche ii£rfai)ruug ermeiiet; jo ift letdjt erachten i toie 

27S 



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188 

1186. JofaAnn Oeorg« Sohiebel: Neu-etimuetoa Lust-Uauu 

^aupt^pmuiiu^tici) bie ioiHt](.'ii £aci)en ]cx)n müffeii > jo ber \'2V)^)] 
gürfte öiejei ii^ett jeineu (^lü(fö»ÄiitDern unb ?yaDoriten ^umeileu 
Vergönnet. Sßären teinc ©rempel üorl^anben / fo fönte bo(^ 5a* 
t?or bie ^uft unb tSrg&tjU^fett fielen / tueld^e folc^e Scutc / auff 
3ttlatf»nQ ober aud) ^Ermittelung i^red ^rlncipaU man^ma^l 
gemeffen. 8ie6er <9Dtt( wie nt^lifl unb p^ttg ift f!e? n»ie Iwlb 
imrfdimtnbet ho^ bte {Kinb*iioU eitler dl^re? »te uuoerfel^end pibi^ 
lid^ ift bo4 bod !Bem)el(fen ba / »enn mancher mit bem reiben 
fRonne afle ^age in ^loribii^ leben / faum angefangen t)at? etc. 
Unb roie foltc aud) i>üit öcin unbcftanbencn iinbeudiibii^en ©etftc 
roae beftänbiöct? föimeu auffgcbi"art)t rocrbcuV 'JiaajijeielJter i.'uft= 
^aa( ' wcl(l)en er burdi dneui feiner ÜSertf'ßenge einem l)ol)eu 
.riäupte tt Ol (genebelt fau bcfjen au(^ ein ^iemii(^e)3 unb ^ierlic^eef 
:bei)]>iel je^n. 

•i. ^atte nnnmet)ro Jot)anne0 Faustus ^infaustus) ber nn* 
glürffelige I :^^eltbernffene 3ö»bercr ' bem Äet)fer Maximiliano 
auff ^egel)ren iftle}fanbnim üKagnnm unb feine @emal}lin $er» 
(»leiibungdsiDetfe iiorgefteflet / unb fol^ee (t(4 ber j^e^fer u>ol^l (je* 
fallen laffen / unb Saufto einen ftattU^en SRcconqiend üerel^ret; 
a(£l Souftud fold^ mit ^Dandbarfeit an emriebern / unb 3|rer 
^aicftdt no4 eine fonberba^re er9öfelid)!ett au Derfc^affen j ge» 
bad)te. 9la4bem nun !ur^ barauff auff einem 9[benb [266] ber ^et)fer 
\i\r ^1hit)e gangen unb fid) in fein gemöbn(id)ee 2d)laf*@ema<^ 
Dciiaget . hinte er fid) frfit) morgeiiö - ba er tiiiuulictc iiidjt bc- 
finncn - m er bodi immeriuebr luäreV £*enn cö l)atte fid) aUci^ 
uiit)ermutt)et üeiänbevt , unb war bat^ @(f)!af=Bimmer burcf) ?^aufti 
^unft fo anc^eric^tet / alc roie ein fd)önei' 2aal < alba Diel au= 
mut^ige unb luftige ^äume Don grünen ^ä^en gu beiberi Seiten 
ftunben / nebenft anbern / bie mit geitigen Äirfd^en unb anbem 
Dbft rei^Ii^ bel^dnget maren. ^Der Beben M £aal^ mar an» 
lufel^tt / ald eine grüne Siefe / mit aUerlei) bunten i^lu^men ge» 
f(^mfi(fä. Um bed Ke^ferd IBettftatt fiunben no^ eblere Sdume / 
atö $omeronten / (S^ranaten / geigen unb Simonien / alle mit 
reiffen ^rüc^ten. Suff bem (Skfim« maren bie mo^I rie(6enften 
Slu^men • unb an ben ©ftnben bie rciffften unb fd)marft)afftigften 
I rauben fet)en. \reid)t ift gn glauben / bap folcbc unoerl)offtc 
i^crdnberung bce !ö(^lof*3immerd unb jonberlid) bie ^ierbe unb 

Till«: VftimtpUttar. 279 18 



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IB8 

IttSö. Johann (ieorge Schiebel: Neu^erbauetea Luat-UauM 

ifultbarfcii Dc«> ^uiiieiic^tcteii sBaak* bcm lol)Ud)eii .Hctifer feine firiue 
S^crrounbcrung wäre öcrurjact)et Ijabcn rcic er beim aiidi diuaö 
Idtic^er die fpnften ' alba im 5^ette Derbanet. '^Ut^ er abci cnb* 
auffftunti jetnen S^ad^t^^cl^ iimb fid) tl)at ; unb fic^ uai)e 
be^ bem Sette auff einem Stu^l ntcberi'a^te: f)oretc er ben Ucb» 
lüpften &t* [267] fang ber Dkd)ttgaU ' unb bie anmutj^reit^ße 
ßttfammenftimmung anbetet fiitgenbet Söget / Me bentt immer 
t»on einem 93aume gum aubetn ^üfifften; fa|e et non fetne 
f4ncen)eiffe (Sanin(|en unb junge ^ofen gu @nbe M @aaU lauffen; 
unb balb batauff überjoge bal »bete SafeUBenf ein artiged @€* 
mbIdPf. Sllei nun bet ^ei^fer biefem atfen begiel^rlic^ pfabe i unb 
füldier (^eftalt ftd) im Saal Denreilcte ' gebacfiten bie (iammcr* 
I'iener / »ie öod) fDiunnii iuu|te . buH it)v onäbiger ^err nnb 
Äct)]ei' nict)t Dorn 55ette aiiffftüitbe ( ob it)ni ctmaii eine UhDüb^ 
liflfeit müfte jugeftofjeii ho»^ (^rfü^neten fid) bcmna(^ I lm^ er^ 
öffneten gar maMi(^ bic Ihüro bct^ @d)(aff»(S!)emad)ö / alim fie 
nid)! allein ben i^c\)m■ Lun) i^utci (^cjunb^eit anttaffen fonbern 
anc^ auei ber gegenwärtigen ^uft abnehmen hinten roa^i bie Ur* 
\a<i) jeined ^^enoeilend gewefen. Der Äe^fer aber lie^ alfobal^ 
bie Sotne^mfteu am $ofe gu fi(b betuffen / bie ft<^ benn eben» 
m&^ig ob bet 5!uftbatfett bei @aa(d ntd)t gnugfam Detumnbem 
funten. Sllletn na(bbem ungefe^t eine @tunbe notbe^ pafitet / 
Pengen bie IBIdttet an (el^e f!<^ bie Unttefenben beffen oerfebett 
bdtten) an ben ^Aumen »elc! ju metben / unb au Detbotren f 
joie aiid) bie Arrid)te unb 33lul)men. Salb barauff fabm ein 
:ilMnb 5nm Weniad) l)iuaii j ber n)cl)ctc aüc^ ab / jo gar Daj^ 
a!= \'2(^x] kv in einem iHugenblirf oor ihren ;?lngen ücr|d)iiianb / 
uab ihnen Vnftbarfeit nic^t anbere öortam / ale wenn i^nca 
bauon getrdnniet hätte'). 

:i T^ae war ber xni|trei(t)e 6aal i baö natürli(t)e Ü)hi)"tcr 
aller ^i^elt-Arenbe! 2Ran riel)et aber barane bee iauienb^Ä'ünftler«^ 
feine ^rblenbung bamit ber 6r^«Pr;e$tigiator ber ^enfd)en 
Sinnen ^emmen unb [menben fan / bag jie meinen / jie \ä^tn 
tUoa^ i ha ba4 nid^tl notl^anben ift. ^Diefe feine IBetblenbungd« 
Munft ^at et mel^t aU etnma^I gebtaud^et t unb Dbetmel^en 



vid. Vita Fautti (m S. tfSTd (lebr.) pag. 418. sr.| 

274 



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131» 

1687. f Jhnatiau Wilhelm Eybenius: Jiagiri Epooymologium 

?<auftinti ' iinb anbere jeinc lieben (Metuiu ^^uiiilidier maffen Dar» 

innen uiiterridjtet / aljo Dap incl (i^jcempol Dainon ^ii pr^el)Ien 
ftüu)>eti. SÄUcin fic je^n nac^ berglcidien 3aubeiijct)Lii Iverblcnbuagen 

bat)tn gefal)rcn i mo fie emigCü^ merben oerblenDet bietben / fo 

iHs^ fte bad nimmermel^r fe^en nerbeti. (Psal. XLIX, 20). 

^egtfter unter %. 

SonfM / ber Sauberer. 265. 

139 

1687. Christian Wilhelm Eybenius: Magiri 

Eponymologium 

Tobbb Magiri Kponymologinm Criticum, CmpUdena Cog- 
nomiDH. Descriptiont^s, Elogia Et Censunis Personanim Ac 

R»M nm » um vetenim tum receiithim hello aut pace Insigni um; 
Kx \;irii8 S( 1 iptonbus colletta, .V////r duplo quam olim auctiua 
editum rwr« (*hristiani Wilhclmi Kybeiiii. Fnmro/vrti Et 
Lipsia, Sumptibui>,[Fniltnci Lüderwald, Bibliopolai Helm- 
stadieoriis« Audo MDCXXCVII 
p. UZ. 

«lohaimes FAVjiTV5>. 
Novi quendam FAUSTUM de Kundliog, (hodie for$an 
KnUünga, exlyuum ilhd Stiemm i>ppidum) quod est parvum 
oppidam patriae meat vicinum; hic cum esset Scholasticus 
(>ci(M»vien8i8. ibi Magiam didicerat, sicut ibi olim fuit eius 
Diaguu.-^ usus et pultlica- ibidem fuerunt professiones ejusdem 
artiK. Vut(ubatur iia.^siai. dicebut arcana niulta: Venetiis cum 
vellet ostendere spectaculum. dixit volaturum in coelum: 
diabolus igitur subvexit eum et afflixit adeo. ut alHsus humi 
pene exanimatus esset, sed tameii nou est mortuus. .loh. 
Manlios in coUeOanets suis, qu» ex relationibus et doct(»rura 
Virorum sermouibus se ooufeciss« testatur, patj, edU. 
BasU. 1600. 

V) Ite erite ^lu>i\at>c ^lamtfurt a. \M\ entl)alt üb« gauft ikk^ 

275 18» 



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140 

lttB7. Johann Adam Oaiander: Tnustatus Theologicus 

Hic FAUSTIIS in hoe oppido Witteberga evasit, cimi 
optimu8 Priucepä, Dux Johannes, dediöset mandata de itlo 
capiendo. (Ibid.) 

[344] JOHANNES FAUSTUS, ex Kundling oppidulo 
orinndus, Cnicovi» Magiam, ubi olim dooebatar palam, didi- 
cit eamque paucis aonis ante qnadrageaimum supra msquU 
millesimuxn cam multorum admiratione mendaciis et Iraude 
multifaiia in diversia Gennanise locis exerenit haec Job. 
Wierus. add. qui plura et similia fere de eo habent, Joach. 
Oamerar. in kor. subsec. Andr. Ho&dorf. in promhtar, exempl, 
ad 2. prcecept. p. 167 quantum auteni fidei hisce relationibiis 
tribiicndam et mnii lalis Prit'stigiatur, i|ualern l ALSTL'M 
illuiii fuisse volnnt. iiiKjuam extiterit, vid. potst alios in disseH. 
de Fttusfo Pritstnjmtore Job. Georg. Neumanni, WUehenjie 
Itiö^i. habita. 

140 

1687. Johann Adam Oslander: Tractatus Theologicus 

Tractatus Theologicus De Magia, Exhibens ejusdem Ety- 
mologiani, Synonymiam, Homonymiam, Existenciam et Natu- 
ram, Causas et Eflfectus mirabiles, interspersia hinc ind« 
rarioribtts Subjectis, et Ezemplis ac diluddatis ootabilioribas 
Controversüs. Cum Indice Berum et Verborum necesaario, 
Aceusante Job. Adamo Osiandro, SS. Tb. D. P. Cancell. et 
Praeposito Ecclesiae Tubingensis. Tubiugae, SumptibuB 
ChriBtiani Mfilleri, Bibliopol. Typis Viduae Johann -Henrid 
Reis», Amiü MDCLXXXVII, 

a) p. 73. 

XXXI. 

Veniamus ad proximiora Tempora atque Fausti lustre- 
mus vitam famosi illius Magi, de cujus patria et moribua 
Manlius in Locis Commanibus haec habet: Novi quendam 
nomine Faustum, de Kundling, sive Knittlinga, quie est par- 
vum Oppidum patriae mese viclnum. Hie cum easet Schola- 

27« 



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140 

1688. Johann Adam OiiAnd«r: TneUtt» Tbeologieus 

BÜCHS Craeoviensis, ibi Magiam didicerat, sicut oliin ihi fuit 
ejiw magiiuB usus, et ibidem fuenint publicae ejusdem artis 
professianes. Vagabatur hie passim, dicebat arcana multa: 
Venetiia eam vellet ostendere spectaculum, dixit se volatu- 
inm in coelum: IMaboltts igitur subvexit eum et aflflixit adeo, 
ttt alliflus hunii pene exanimatns esset, sed tarnen noD est 
mortuu8. Hic Faustus in Oppido Wittenberga evasit, cum 
optimus Primeps Dux Johannes dedianet inaitdata de illo 
rapit'iido. An tn men vera sint, quae de Fausto illo infauato 
referuiitur. mcrito (hihitamust. Nam primo patria illius dubia. 
MuhUhs tjuidein it fert illuiii fiiisse KnittlingeiiHein Würten- 
bergicum At contradicit VVidemau, (|ui illi Vicuni Vina- 
rienseni Rodara assignat, iroo ipsiu8 Autograpbum Historiae 
Fausti. quae vult ISoUwedelam ipsius fmfm patriam. Secnndo 
Historia illtu non tarn Historia est quam tabula, quiequid 
Sit de Fansto sive extiterit in rernm natura sive non^ quem 
ManHm testatur sese novisse, atque a viro quodam edita, 
' quia sc ittvalescebant artes magicae, Spiritusque familiäres 
passlm affectarentur a Stndiosis, in exeniplam et terrorem 
istoruin maleferiatorum odita. Fabulosuni cfnsetur a qui- 
biisdam, quod Maxiiiiiliano 1. Alfxuiidium praesentavit Oeni- 
jHKiie. qui tarnen Magiae nun fuit Studiosus, sed verae virtutis 
ciistos rigiduäque SateJlfü, fabulosuin iiustico cnidam 

plaustrum foeni plenum soluto pretio devorarit, eum aperte 
eoostet haec de Mimacho quodam referri iu (JoUoquiis B. 
Lutheri. Fabulosum e^t. quod Doctori» titulo (>oronatus .sit 
in tniversitate AVittenbergensi, cum nihil habeatur de hoc in 
Hitftorieis coaevis, et a Manlio asseratur, quod Wittenberga 
[74] evaserit, Duee Johanne illi Captnram intentante, nihil 
de boc Lutherus nihil Melanchton, nihil Caspar Peucerus, 
gener Melanchtonis, nihil Schleidanus, nihil Thuanus. Tertw 
in contrariam sententlam nituntur B. noster Scbickhardus, 
(Jabri« 1 Naudaeu.*?. nee non Meigerus in Nuideo hi.slorico 
lib. 7. eap. 18. <,»uaii*|uam ut ingenue tatt amur. credamu.'^ 
Naudafuni justo longius {)rogresöum ense et i'xcusa.sf^ie etiam 
illos. qui hae labe furünit infames, nee uou MeigeruiD, qui 
probum piumque ülium huuc Faustum appellitavit. 

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140 

1687. Johann Adam Oslander: Traetatus .Thmlon^cus 

b) p. 6b, 

XXXVIU. 

Non tantum autem dantur Efficientes quae producunt, 
sed et quae conservant et propagant, ((ualeB sniit Seholae, 
Doetores et lihn. Et qnidem qaod Sebolas eoncernit, fuernnt 

oliin in Hi.'spaTiia tales Toleti. Hispali et Salmantieae uhi pu- 
blice docebantur magicue iiiventioiies, de (juilMis Vossius Üb. 
de Origine Ulololatriae. Delrio. Tholo^^anus lib. 84. Syiitag. 
cap. 21 iti Italia n<l hu uiii Ninsimiin et iu spilaeo Visii^niano, 
ostendente hoe Martiuo Delrio lib. 2. p. 1. <\no(\ spi-i tat Üot- 
tores, recenseütur Uli varii: ßaduduF rex Hritaniioniin. Thes- 
sali qai vicioca docebaut, Ephesii et inter illos ApoUonius 
Thyanaeas, qui cum venisset ad tumulum AchiUis, obteetatutt 
[86] est manee illias, ut sihi antiquam snam Imaginem de- 
monstraret, juvene eomparente, cum tumulus mireinnuset, 
qui älios quoqne docuit ita, teste Philostrato in ipsiutt Tita; 
infaustus ille Paustus nini Waguero Discipulo suo, si venitn 
est extftisse illum, de (juo aliqin dnbltant: quod dentque 
conceruit. Scripta sunt illa commentitia v<»l vera. Inter iroin- 
mentitia referiinus libros Adauii. Abdis. KiifM-hi. Al)rahae, 
Pauli, Cypriaui. Ilonorii, Alberti M. >alonii»niü Claviculaui «»t 
sej)ti'm Volumina, librnui artis griinoria«*. (jui Patruni uitstro- 
ruiii aetate circumferel»antui, dncens mortuorum Kvocationes, 
de (pio videodus Delrio pag. dd, lib. 2. luter veros vero et 
Authoruni .><U(trum Testimonia, relicta Tritheinii Stegano- 
^phiam, Cornetium Agrippam de oceulta Philosophia, Jo- 
vium, Thomam Eboracensem. Petrain de Apono, Julianiiin 
Cbaldaeum Pliilosophum 4 Ub. de Daemou. Julianum filium 
Theurgiarum Authorem, Porphyriiim, Palladem, Symboliim. 
Adelphiam, Heylinani. Alexandnim, Philocomnm, Demostra- 
tum, Zostrianum Nicothenm et alios. 

c) p. 2in». 

lAXXVl. 

Sic wcti Marcclü olivrtuni limnaH piihlicani viani ali- 
(piaudo supt'ri:ri'<suni et in alinm l«i' i, m trinslatnni Hsse. 
Sic Cyuaria.** lu»ulas vel scopulos sab i'liosphoit» ihracio a 

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141 

1687. Oottlieb Bpitsel: Oebrochne Macht der Fiiuteiuüis 

Poctis iiitei 5se.se concurrere ansos referri. Sic (leiii<iue 
Fau8tum Prineipibns Anhaltinis egregias arces et palatia ali- 
quando iu aere ostentasse, qua* momeoto dUparueriot, con- 
stare ex historia iliius cap. 44. 

d) p. 210. 

LXXXVII. 

Seeundo partieulam terrae exiguas posse Diabolum movere 
et loco transferre concedimus, at mortes. quos Dens posuit 
firmos pro luhitii ti.tiislocare ilHus siiperat potestatem. inpri- 
mis. si cuihsiderenius loca Scripturaj Psalm. 18. v. 8. P.sului. 
46. V. 3. et 4. P.salrn. 65. v. 7. P.s. 1)7. v. 5.: Ps. 144. v. f>. 
'Jerfio Fausti repraeseiitationes tueruiit vt'i;i praestigiae, quod 
Tel ex eo patt t. (|uod momentü dUparueruut. 

p. SdiK iudex. 

Fausti, famosi iiiius Magi vita et facta, th. JJl. p. 73 
th. m. p. 86. th. 86. p. 209. th. 87. p. 210. 

141 

1687. Gottlieb Spitzel: Gebrochne Macht der 

Finsternüss 

a — n 

fite Ü^cbiüdiuc liiad)t bcr ^-infteniü^, Döcr ,^jer)"töite 
3^uflifd)e !iPunb0* mib 'Buhl AiTiini)jd)afjt mit beu Wcnfc^en: ^lao 
ift (5Jrünblid)ei 33cvid)t, wie uiiD luelc^er ®eftalt bie abfd)eultc^e uub 
t>crfliid)te Jaubei=(^^emciiijc^afjt mit ben '^dkii (^dftern nni'^el)e; 
XDxe Diefelbe iinb fortnel)e; Db unb niif maö %xt inib ^cifc 
|te ©icbenim 3ergct)e, unb bencu Icufflif(l)cn ^unbös^i^ermanbtcn, 
aud bcm dufferftcn Seelen »3?erberben toibtx ge^olffcn werben fönne; 
SlHen unb Knaben ^ begierigen , unb oom le^bigen ^atan 

fdydnbli(|^«bent(ften unb Detftricften ©celen, amn not^menbigen 
tlntecdd^t unb ^e^lfamev SBibetfel^rung, befftrieben, unb mit i^tlen 
uiercftDurbigen alten unb neuen Srje^tungen, nie aud^ einigen 
ihi)yffer»!Bt(beni au^egieret Don @ottIteb 8pi^eln, Pfarrern ^u 
et. Jacob in «ngipiiiö 3m@ei^U:liC^, SJerlegung ©ottlieb 
©öbele ;ieel. iiUttib. ©ebrucft bei) Jacob Äoppmai)cr 1687. 



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141 

1687. Oottlieb Spitcel: Oebrochae lUoht der Iflnttenifin 

a) <B. 41. 

SSSte gten(^ bem unfeligen Fansto, er mar aUbereit auf 
gutem SBeg ber 33u§ unb 33efci^run9, er l^ntte ftd) fcftifllit^ für« 
gefej^etf ooti i>er Seufflif^en Bofl^it abguftel^eitf itnb ber bemeg« 
Ii(^en (Srmal^nung eincd gottfeHgeit Wtann^ ®dfix 3» ge« [42] 
ben; @o bolb i^m <iber bet grimmige 6eelen»3eittb ein f^dned 
Skibdbtlb oorgefMet, fo t)at er fi4 um ber f^dnblt^en SBoditft 
iDiEen aufd neu bem ©atoii ergeben, unb bie vorige Sünbnud mit 
feinem 33Uit abermaleu bcfiäfftiget. 

b) ^. 70, 

8luf beg unfeligen Fausti lirbeit, folget au^ Fausti erbdrm« 
lic^r Sol^n ! Waffen berfelbige ^M^fali bur(( tftglii^ a^oUeben 

unb müf|l00el)en bat)in 9eratJ)eu, bag er einem [71] @cl)a^, 
(tDeI(4er oor Stlterd bet) einer verfallenen @<i|)e(Ien Dtrgraben morbeny 
nad)geftrebet , aber er hat bet) ber (vr()cbiin9 '"^^^^ anberiJ al^ 

bicimcubc Vicditcr, ü'iirii^e ^d)laiic^cii, uub Ätot)lcii untcrf(l)ieMidior 
®röffe gefuubcu, unb obiroln öurc^ Jeuffltjc^e liiituntrcfinui unb 
5i(nblcnbun£^ bie .Bühlen iit {^nlbenc unb ftlberne Sjtüulu'n t>cr= 
iBQubclt luorbe», jo l)ttt ei^ ^pd1 ber armfelige ^jptann jule^t tljcur 
genug mit jeiner 8eele be^at|leu müffen. 

e) @. 106. 

SBad l^at ben unfetigen Faustum anberl gum Heuffliidien 
9?unbi2(t)ern)anbten gemacfiet. ttI0 ber fct)änbli(f)e ^^ürnnt^t), aud 
beffen üiinicb ci ciüt t^tiauuic ;^cit üorher mit abcrcilaubiic^en 
duracteren ober 3^*<i)cu- i£d)rtfftcn nnuui^aiigtii , ^11 bcnen um= 
fdmiciffcnbcn i^igeunern fxdf fleiffig gcl)altcn, einen c\xoiim jBor= 
ratl) üüu allertianb ^öu^J^^'^^^^^ff^^n P^^) t)erfc^affct nnb barinn 
mit nroffem Jvlei^ unb ^rnft jo lang ftubiret, bi^ er mit bem 
gürftea ber (Vinfternug einen Pact eingegangen, nermög beffen er 
(nad) 3?erflieffung ber beflimten ßeit) [107] folte f)ingefü^ret, unb 
in ben Slbgrunb beg emtgen ^erberbend gefttir|et »erben. 

d) ^. 116. 

ßu beiauimern ift ee, baf; au luaiuljcn Crtcu jü(d)e Spiritus 
Familiäres ober 2)ienft=(iiei|ter in ©löfcrn, 33üd)(en, JcberKeleu unb 

t) '^efit)? bic .C^iftorien Joh. Fausti im crftcn unb foljjcnben (iapituln. 

280 



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141 

1687/ Gottlieb Spitsel: Gebrocbne JÜAcht dw FinsternuM 



i)eröleict)eii ^et)äihiu)'feii ein9e]|)emt, offeiitlid) ueitauffet, oöer auf 
fünf, je^en unb met)r ia\)x orrli^en, unb barnad^ mieber anberen 
mit ^öd^fter 0lefa{)r bcr igcclen unb ^Serlcfeung beg (SJcwiffeno iihcv- 
laffcn »erben. Sie fie offt burc^ abg&ttif^e, aberglaubi((^e iinb 
^ttfterif^e ^4iodrntt0S*Sott l^be^ gelodfet unb ^»egen 
bra^t iverben, alfo mtrb man il^Ter itt^t anberd nibentm, al<i 
mit l^etluft beg Sebent unb bcr ^eeligfeit log. ^^re 9Retnung 
ift, bie Stenf^en, welc^eti jie bienen, ind Serberbett ^u brittgen, 
unb fn bad ewige S^erbomnug su ftürfeenf). @obalb ber 
tov(\C'' [llJiJ baclitc FaiKstus mit einem loUljcii ünfluil)Un rien|t= 
C-icift fidi lU'mciii gemadjet, fo ift er nidii alicin beß guten (^)ei|'tee 
»erliiuuu'i, fonDeni üon bem Iaiiicnbfct)alct auf bad jd^diibU(^|te 
bet^öret unb ^ii (\innt) gerichtet aorben. 

e) @. 1*22. 

Unb 3toar, bag nir je^o gefd^meigen »on ber $5Dif(ten 3^» 
nogogen unb ^eufflifdjen ^aufrtflr»64u(en, bartfin t)oi hielten biefe 
3?o^J)eit öffentlich gele^ret worbenf), ol^ p Salamanca unb Tolet« 

in Spanien, bei) bem ')hir)inif(l)en See in Italien, ;;u (iiacoiu in 
^^>olen (ba ber uniiliidiclii)c l''austiis bie ict)iiiar|ic ,Ännft 

foUe begriffen ^abenj in ber iUiigmanij(^en Äiufft, unb anberer 
'Crten me^r; 

f) (B. 14«. 

Seilen ber unfeltge Faustus (laut fetner f(t)ro(flic^en lu^ebend» 
Sefc^reibungt) an foli^e ro^e ^ur(4 nnb d^fedf^afft geraten, 
»eld^e mit aberglaubiMen Oharacteren unb H^i^^n «@4nff ten 
umgegangen) fa fl4 3U benen bamal^ nmf^meiffenben 3i0(uncrn 
fleifftg gel)a(ten, jo ift er enbltf^ bur4 [149] btefelbe gar jur fBe* 
fd)mörung ber ^ifter, unb ber Xeufflif^en 0)emeini<^afft verleitet 
werben. 



t) t)on fol(beii 3)ienit«^ifteni beübe -öerm Ifreudium in ben iäkoiffend* 
;9tagen 99n ber 3aubercQ, 98 teqq, Sie .^iftoriam Don Joh, Fautto, 
p. 83 9eqq. Goldatt. im Sebcntfcii oott Canfiteation ber Boubcr* (Später, 
pag. 75. 3/. Salbfd)niib^^ ^-(^rebigeii Don ber •Öe^ 3« (Snbot, p. 453 unb 

tItCtnen I/if''r. hifd. i>. 189. neqq. 

t ) •.^iMt[)c l)icrüon .t/ar/. Delrio üb. 11 Di»qvi»it. Mag, gv. I 95 
un5 TholtiHnn. Synfaym. l. 34. r. :J1. >!j tO. 

t) Joh. Faust, ^ebend»4ki(f)rcibung ca/^. I. p. 3. 

281 



141 

1687. Gotaieb Spitswl: Gebrochae Macht der Fioateraam 

g) ©. 235. 

(rin yoId)er Öciell mar öormaie vivillielmus Edelinus, lueilaiib 
berühmter Doctor in Der Sorbona ^ii i^arip, uoii »e(d)em Job. 
Charterius mmclbcttt), ÖaJ ba er [286 1 ber >^aubcrci} l}alben im 
3ot)r 1453. 3um lob öcnirttieilct njorbeu, o^noer^oleu befennet l)al>e, 
i»a6 er be^ (Singelf^uno beg 3:eufflifd)cn i^acts feinem Schöpfer 
l^fttte abfagen, unb ben 3:euffel in <^eftalt etned IBodd anbetten 
muffen. (Sben bife Oondition l^t Qtt4 be^ fdner itobünbung 
mit bem letbtgen @atan ber unfeetige Faostusf) angenommen, 
bQ| er um fo billiger ®Dtt im Gimmel abgejagct, um fo otl 
me^r er gutjor (laut fetner eigenen äuMas) ft« ber llMferftel)uiig 
ber loMen c;e3iDeiffelt, iniö öacl jüngfte ©erid)t in feinem ^>erben 
öei1aci)ct Ijutic. 

h) '260. 

^er üerfluct)te Faustus rcri'prad) in feiner obligatio» ober 
'-lH'ilübiiue^!Sd)rtfft, baf? er bem Si'bild)tMi (Mott, (iiuc Die 
:h>elt ben Iciiffel uenncte) fein ?eib uiib Wli ^nlajicll , 
fo il)m burd) bie Altern gegeben, üon foldjer -icit an 
feil tragen, (h)£tt unb allem .v>imm= [•2VA] Hf(^en «o^er, 
unb mad (^Dtted 9^^unb fe^n mög, abfagen, auc^ fein 
äBort ®£)tted, no^ bie, fo foid^ed |)rebigten unb vor- 
trugen, l^ierin ft4 einige ISer^inberung t^un, ober fid) 
au (^t>tt befef^ren laffen molt. 3u Urfunbt ^Stte er 
foldje .'oanbfd)rifft mit feinem 35lut befräfftigct, unb 
etflen bdnbig untei jd)ricben, maffeu er fol(^em allem 
iii iiiulid) nad)5ufommen gtiadjU. 2o balb ber vgatan bem 
üffteimel) Ilten ^ran^öfifdien 3ti"^f*='i>föff«^» l^"^*- <^autVtMl« Dae 
3!*erfvred)e]i 0(ctl)aii, baf, er 34. '^«br ber oornchniftc i^rieftcr in 
(\ai\^ 4>roüau3 oerbleiben, oline .siraudl)eit unb Uni^lürf leben unb 
aller Seib6=i>erfonen, jo feinen ^'Uuien cicftclcn, genieffen folte; fo l)at 
er in einen eben fo fd)rocnid)eu ::^erglcid) ale Faustus eingemilliget, 
nnb bie nnfeelige 58erbiinbnng mit feinem iBlut auf geba(t)te tii^eife 
feftgefteUet, laut weither ^^er» [262] fd)reibung, er ben ^auff«Snnb 
mit @l)rifto gAn^li^ aufgehoben, unb bem 6atau ^eib unb 3eel, 

unb ^td tibaig gcfd^endet unb übergeben. 

tf) Jo/i. ( '/larh'fiHs tu h'iHior. Carol. Vll. Heg.G-all. 
f) ^l^CÜl}C FaUHti .piflör iiliii i><irt. I. <. J). }K 59. üd. 

2ä2 



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Ul 

1«87. Gottlieb 8pit>«l: QobrodiDe Haeht der FinsteniÜM 

i) 8. 270. 

antat ^mpei foic^er ^^euffUf^en ^^erfc^reibungen t5nten 
be^gebrad^t und attgeffi^tet nxrben, too <d [271] oonndtl^ unb 
itt(^t ol^ite bod gur 0eiulf0f befbnbt »Aref), bag ber na^ (S^tifUn* 
fdint fo fe^r burftenbe Seuffd ft<l^ mit ben ^enfdlen fetten auf 
anbere SBetfe in Allianz ober 9fmbitu§ einlaffe, ba^ f!e 
bnr<4 eine abfonberlic^e unb mit i^rem 9(tit be^etcf)nete mwt^ 
idirifft ftd) it)m 311 ei^en madien. Däfern aber folcf)c ^em 2atan 
Dcijc^riebene 2eut nicl)i aUirDuitjt? Wlaukii lullten, unb önrd) 
bic i^cfftic^e (^eiin|jeiiü«2lugft cietriobcn, loiber üoii iljm ab= 
fäUif^ tvcrbiMi, ober 311 @Dtt fid) betet)iou mollcn, fo Mtt er il)nen 
inct)t alU'ln ihre auf;öefertigte ()h!i?;tti<>!! (\anU ergrimmet vor, 
uub trobct )te uiiDer^uoItct) in <Stu(teu ^u^civcinea, joiibcru jtrcn^^et 
fic mit groffer nngeftnmmigfett an, bag fie ftc^ no(i) einmal uer« 
fd)reibeit, ben normal^ eingegangenen SBunb oon neuem mit il)rem 
^(ut befrdff tigen , unb fi<l^ ^infüro Don feinem 9Renf(^en, er fei^ 
aud) toer er moOe, miber fotten abmenbig machen laffen. Silier« 
maffen bann ber [272] mit guten 8efe]^rttngd»@ebait(!en auf eine 
3eit umge^enbe Fanstusf) eben bergleic^en t^un, fidb mberfe^en, 
unb bie anbere 3)euf[lt{(^e !Berbünbung0»6d)nfft verfertigen mi'iffen, 
nad)bem er uoU ßrftannnng bie eri(f)röcfli(^c Xrol^mort befe 
^öUijc^cu l^ugensSBattcrc aii^eljoict i)alU. 

3ft 3t>^ann Faustus mit feiner ©efeüfc^afft gen (^alöburg 
auf bem SRantel in beg Surften :£ßeiu« Detter gereifet, unb ba> 
felbften feiner @auff*Sttft gepfleget: @o mirb ber ^bllifd^e Sufft« 
®eifi au4 anbere, bie von i^rem ^hpfftt abgefallen, unb ji^ 
i^m ergeben, glet^ermaffen oi)ne groffe ^aben entführen, unb 
an bie beftimte 6rter liffent fdnnen. 
1) 4-2:^. 

Cfine gleict)mafftge C^ci(l)i(t)t mirö non (i^riftop^ Wagnern bej 
D. FauMti famulo er3el)let, bijer fam einftcn mit feinem ©efellen 
Johann de l^una nadtfToleto in^tjpanieu, an einen Ort, baft^ etliche 

t) ^eü^e Boflin, Hb, JJ. Vaemouoman. 6. 4. unb baö Veben J. Famfi, 

t) it*cji^c Uas i'cben Fautsd purt. iL c. l. p. 322. 

283 



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Ul 

ie87. GoUiieb SpitMh Gebroefane lUcht der Flosternün 

€ctitt)ar(jfünftlcr aufgctialten, ba borojclben Cbcrfter n>afn*iU'nommcn, 
ba^ äßaf^ner jeuicr Äiin]t nur gej^ottet, unb fiel) üor mit er= 
fo()rner gefc^o^et, fo mar er (Ieuf[Iijd)er @^6tt)of)n^eit nad^) alfobali) 
auf bie JRad) bebac^t, mie er bem fpottenben Sagner cinee üer- 
fetiien möchte; 92o^m bero^lbeti ein »di^feimed ^dnnldn, fta^ 
bemfellieii in Qk^ttmaxt ber anbern ein Hug oud, tootatiff bem 
ffiagner pIö|^U4 bad Ibtg im j^o|>f nerborben, »el^er ^ierfiber 
(effUg ergrimmet, einem [424] ftanfnt ÜReffer gegriffen, ein 
^ 3^0^ in ben Sltjc^ gemacht, unb burd) .pülff feined PrincipaloD 
öerfc^affet, ba^ eine ©Introt^c SfJofcn bcrüor gen3ad)fen, etie unb 
beuor ev abci i)ay 'JJieffcr ge3udct, fvaijic ei Den «i|;anier, ob er 
!f)m lein 3lug wiber i^ut macf)en roolte, bafeni er e^ in bae :liHTrf 
.^iinc^teu üermod)tcV Uiit» a(^ er ()ierauf mit ?Rein i^eantiiiovtet, 
^ieb Sagner bic :Kofen com Stengel ab, ivorauf unDerjüglid) Dem 
anbern ©c!)trar(3fiinftler ber Äo^)f auf ben lifcf) iiefatlcn, unb ipie^ 
moln er inftänbig gebettcn würbe, ba^in bebad)t ^u je^n, oa^ ber 
Äopf »iber an fein »orif^co Trt fommen möd)te, e^e bag er er» 
falte, unb oerblute, brad) ber ^bgmi^t in biefe Bort |erau#: 
6d ift gef<^e^en um meinHug, unbau^ um feinen ilopf! 
m) @. 438. 

SBie man Don bem nerbamten (Sri^- tauberer PaiiBto Ujet, baä 
er auf ernftlic^e« 3uj|)ied)en niler CN)ütteC'---iV'lel)itcn V'eute (bap er 
pd) bod) ^u (^Dtt befehlen, uiii) bem leuffel cutjagen tolle) in 
bife Dei^iueiffeUc ii^oit auiigcbrod)en; ^sd) befenne runb l)eraud, 
bap an mir nid)te ^nc\eiüinnen , bann id) J)ab mein Veib 
uub £eel 10 l)od) üer|)fänbet, baf; id) baraue nimmer* 
me^r fommen fau, unb bemna(^ guu^ feine ^eeltgfeit 
hoffen, ma^ einmal oerlo^ren, fan mau [4:^9] nid)t 
miber bringen, dv griff begmegen (wie bieM^oda melbet) gan^ 
rafenb na<^ einem tD^effer, ft4 felbft bamit gu entleiben, nur ba^ 
er ber tnnerlid^eit O^emiffend'Dual abfommen mb<(te, unb meil er 
ftd) bebuntfen lieffe, bag ber ^bllen ®lut fo gro| unb gteuli«!) 
ntc^t fei)n fbnne, a(l bie 4>etn feinel l^erftend, nad^ bem ed an 
®Dtted ®nab unb aBorml)ert;tgfeit »erjagt ^atte, fo unterftunbe 
er fid) beBioegen .panb an fid) fei ber ^u legen, nnb oer^meiffelter 
Seife feinen Menc- gelben ab^uidjiaiben, i>aian i>o\i) i)er 
leuffel felber me^rfdltig oer^tu^eret ^atte. 

284 



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141 

1<I87. OoHlieb Spitoel: Oebroebne Nacht der FinstemilM 

n) 6. 617. 
Dal VII. (S(M)ttel. 

^an^erle^ ^tftorifc^e Urtitnben Don bem id^tbä* 
Hdien @itb unb fSef^fütirung ^auberifc^er Seute, fo Me 
itincn atT(^ebotene ^Dttltd)c ^nab unb :^i5aiml)cr^iötcit 

du j?c^e)d)iagi'n unb üeiüd)U't [jubeu. 

Unb fömuMi njü" bep biejer (%lci]cnlieit ni(!)t umgc^eu, uuter- 
i(l)ieMid)e Öj:empcl an^ufüt)vcn, Urne bie aller bcrittimtefte ßflutjcrer 
unb 'lonffoKi^'Jyrcunb mcbrfältifi nov ein iämmerlict)eo (?nb 
nommeu, waa üor öljr [018] luib ^elot)uuH(; ber /^ürft ober bie 
^brigfeit ber Jinfternue, i^rem .f)of0efinb unb Sebicuteu aimi 
^rtteö gerechter SJer^enguug ertt)eilet unb gegeben ^abe. ^in bie 
@|H|en foI<^ oerflu^teii 5lettffetö«j^ne(^t, »eldye ben »erbienten 
8o(n %fr 8o0^t enbU4 überfommen, ftetteit »tr Mllid^ ben 3ßelt< 
bef (^r^nen Bau^trer Johannem Faustam, oon beffen greulk^em unb 
erfd^rödfl^em @nbe man niiSfi ofßi erftaunen ^um 99ef<tlu| ber 
^iftorif) feinet ärgerlid)cn^fbenölefen fan, »iefiäglic^ unberbärmlid) 
mit iftm ^ugeganqcu, nli^ bie befrtmtc Bett üerfloffen tinb auf?» 
gclaiiffcn: "Jlad] Dem il)iu fiut^ ^uiun-i]criLUiiiu'i, Da{i iiiclji Daiiuiauiciib 
böfe Wci|ter ]\i feiner .Hammer l)inetn tretten, tüelct)e mit feurigen 
;£(i)U)ertern üerfeljeu, auf ihn mit (\xoiicx Ungeftiim ^ufeiu'icu; fo 
ift ihm balö barauff ber Iiaum in berjenic^eu Oiact)t ausgegangen, 
roclct)e bet) it)m ben 'Einfang an ber eangen .'pöUen*jytnfterunf; ge^ 
machet, [61 9 1 nfs nemlic^ gegen 12. Ut)r plöfelid) ein groffer nu» 
^eftümer SSinb entftanben, nit^t anberd gerifien unb getobet, ald 
ob ba0 ^ufi 3u iäftvinb geftoffen tuerben folte, morfiber bod) bie 
in einem benadybarten 3i>niner p<l^ auf^altenbe ©tubenten nic^t fo 
fe^r erfc^roifen, atö ba ffe bod d^M^n ber $b(lif(^n @d)Iangeu 
nnb Ottenif bo9 Stoffen unb l^entm merffen be| armfeligen Fausti, 
vnt au(^ beffen er{4r5<flicf)e£l Better* unb !fRotb'(^efd)rei) angef^5ret. 
Sorauff fid^ mit anbre^enbem mb ^Öffnung ber €tuben 
bf^uuben, bafi bie lijct) unb €tit(e noll ^lute geiiuicu, Da«! .?>irn 
Den l)ingeri)H'iien Fausti an ben '^.ninben geflebet, bie >\ä\)\K auf 
£)er (Arbeit gelegen, unb ee aljo alle xHn^eignui^en geiicben, ban ber 
Xeuffel bijen oerfluc^teu Wlann niü)|e graujamer meiie l)tngertd)tet, 

t) i^cnlK öa* l'€licii D. Fausfi p. IL p. 17. 

285 



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141 

1687. Oüttlieb Spitzel : Oebrochne Macht der FWterniUs 

pou einer "li^anb ^ii ber anöei'cii (ic)d)mettert iinb cicfd)la(^eii hüben. 
3ioct) mel)i Qbci l)at jid) jold)e0 bcjc^etnet, ale öcffcn toöter (Sörper 
aufferl)alb beg ^aufeei auf einem ')3{tft^auffen mit ^rfpaUetiem 
[1)20] ^aupt gefunbeu, ja mit ^öc^fter Seftür^ung ioal(|rgenommett 
worben, t>ai fein ^lUb an {einem ganzen Sei^nam untterlc^t unb 
uttietrtfjfen geblieben. @d ift i^m alfo ntd^t oil beffer M bem 
861^mif4en 3<ittberer Zytonl ergangen, ber nad^ lang oerüMer 
!8ogteit (babur<l^ er {tdff be^ j(atfern Wenceslao fel^r beliebt ge^ 
ma^et) am l^eSen Sag vor Dtlen l^unbert ÜRenfc^en mit Sefb unb 
8eel baöon pefnfjrct, unb in ben nnouuIöfctjHd^en @(t)n)efeUi>ful 
gemorffen rooiDcur! ) "Tber jdic bem Gife-^auberei Juroaitri fclbcr, 
tt)elcl)eu eben bei >^cit ber leuffel jollc l)ttigerici)tct unb er» 
morbet haben, ale er doi einen t^)ott von bcn '!)J?cnf(t)cn angefeljen 
unb Qel)alten jet)n, ja biestern jclbev Dom Jpimmel ^ureiffen fid) 
gclüften 1 äffen molte. 

&\\\ glcictifd)rod;li(^ed (£nb ^at be0 Dorbefagten Fausti gaDefter 
Discipul (5l)riftop() ^Ä^agner genommen, ale ber 3tt)ifd)en i^m unb 
bem £atan gefcbloffene fttnffiä^rige i^act ju ^nbe gelauffen, unb er 
ben moloerbtenten £ol^n [6*21] feiner verübten 3attbei^So|^eit glei4 
mie fein Sel^rmeifter empfangen folte: HU bie Seit ^ergu tarn, 
(fo i<^reibt ber unbena^mte Author ber Jpiftori von beg ermelbten 
Sagnerd Seben unb %oh faft ^u Snbef), ba bie Dom leuffel für« 
gcfefete unb beftfmte Jyrift ber fünff Ja^v oeifloifen war, 
big nniiefehr auf einen Wonat, tam Weift 9lnerhan ^u ihm, 
unb3ciiju il)m an, Da^ er il)n ,iu (inD üci:' IKoii au- lU^i^^iB 
tt)egfü{)ren, unb geigen molte, mae er langft gern iicf ehen 
hätte, 'ii^aivier bäte ihn nod) um ein }^a\)x, mit ucrmelöen, 

er folctieo nml ^>erü1)!I!^et hätte, unb meilen er nil 
i^eate um lU-ib uuö ^cben i^'bracht, unb jonjtcu üerfiil)iet, 
fo mdre gantj; billid), ba^ er ihn beffcn geniejfcn licjfc. 
^er @eift antwortete: Db bu glei<b [622] oermeineft, mit 
beinern betrug Idnger ^luff^ub 3uerlangen, fo tft ed bodb 
umfonft nnb tiergebend, bann bu »ol tierbienet, ba| 
@IDtt mir oil e^er f^ewalt bi^ »eggufü^ren gegeben 

f) Dubravius in Hist. Hohem. 

t) öiftor. bon Cf^rtftoi>^ Sagnerö ^eben unb Zobf ^tbtadt im ^Abr 
ld»4 Ut. Jt*. 6. aeqq. 



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Ui 

1687. Oottlieb 8pitMl: G«bioehne Mft«ht der FinaternSM 

f)ätte. ^^iel^ t)aft bii bie iHiitmort. irae tct) je^it jage, joll 
roat)! üMin unb bleiben, öüinact) iiä)te bic^. Unb aljo 
jc{)icb ber @eift Don i^ui- S3alb baraiif (töt)rt bcr crntelbte 
Author fort) beruffte SS^agner feinen @efeüen unb g^reunbe, ben 
Johaanem de Luna fl4, itnb erjeltiite i^m, mal ber (9eift für* 
gebraut tfttk, unb begel^rte l^ierinnen feinen Siatl^. Johann de 
Luna fragte: Sie ed feinem $emt bem Fausto ergangen toäreV 
Unb atö er oema^m, ba§ er nic^t oor feinem @nb belehret 
t^ätte, fprad) er: ^ein Cbristophore, id^ l^ielte bafi'tr, mann bu 
no<^ Suffe t^äteft, unb btd) p ^^tt »enbeteft, unb bcinc Sünben 
bid) ijerfelic^ gereuen lieffcft, bu foltcft nod) aiu^cuüiu [«J'iHj men 
roerben, unb ®nab erlanc^en fönnen, etc. aiö tBagiiei öii'ee 
börcte. Iteffe erö il)iue gefallen, nal)m ihm für Poenitenz ^utl}uii, 
in y>. sBdiviftt ^ulefen, ftc^ mit (^^"Ttt nenüliiien, inib feiner 
^kihfiffuni] ^ueritiarteii: ?tber nniiut er lefen luolte, )ü mad)te ihn 
ber C^cijt bltnb, er gab bae '^ud) jeinem Famulo, ber laje iljm 
ein n^entg fitr, benn er lieg fic^ balb genügen, unb triebe alfo 
feine Poeoitenz bei) jioe^en ^ogen. iDer ©cift Sucr^^an geba(^tc, 
loenn ed lang mft^ren folte, fo bbrffteflu »ol einen böfen ÜRarctt 
^Iten. £Da nun )3Bagner eindmall f|>atieren aufgegangen, marb 
er batb einer fc^bnen grauen gemal^, ba§ er ber Suffe baritber 
gan^ imrgeffen, unb Don feinem ®eifl begetiret, bafi er i^m [olc^ed 
f46ne IBeibdbilb unoer^üglic^ anführen »ölte, ißie jie nun in 
fur^er B<^t in fein ßimmer gctretten, unb bret) ganzer 'Bo(l)en 
fic^ bin iliiu aurgeljalten, i)al a uillciiD aller Potmiteiiz nergeffen, 
uiib aUeui ieiner S3u^lfd)afft abgemartet. Die 3. 'Ji>ürf)en Der- 
flof= fen, unb bie %Ym Urlaub non ihm genommen, roarb 

er erft innen, ba^ eei ein t)e§(id)eö altee unb ungeftaltc^ 2löeib, 
unb einem tobten l'eid)nam gleicf) gcroefcn fet}c. ^a<i} bifem rüftete 
ft(4 -iliagner jur Rinnen» ober oUmel)r Höllenfahrt, forberte miberum 
feinen gefeiten Joh. de l.una 5U ftd), üerma(i)te bemfelben im 
SIeftament aüe feinen ^orrat]^, nebenft einem i^eift Cynabal genant, 
non meinem er groffe ^r, fftu^m unb ©efi^tdlic^Mt l^aben foUe, 
barauf gieng äBagner in feine ^Cammer, toeinete unb toe^ftagte 
immerfort ftber feine begangene @ünben, unb nerbrad^te bie Qeit 
mit @rjel)lung feinet gefü{)rten greulichen Sebent, big auf ben 
anbem ^ag, ba ^atte er einen ^xä befteOet, barein er ftc^ ge« 

S67 



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Ul 

1687. GotUiob S|»it2cl: OebrocJine Macht der Fittitemus 

letzet, unb lie^ beii ^oh. de ]a\u[\ huD jciiicn Miicdit auf bet^be 
leiten ftöen, mit inftüitbigem ^ege^rcii, baß fie (ä)Dtt um iShxab 
unb 33ürm^er^i9fcit für feine Seele anniffen folten. ^ann er 
meinte alfo ben böfen (^eift ab^ufd^röcfen, er ii)n nicl)t [(>'ir>| 
^olen folte; nun Me Stuitbe ft^ ^cnaf^ct, tarn her (^cift 
mie ein ftartfer groffer I»taufeitt)erSl^inb,-bre^ete'tot €arcf l)crttm, 
fKfffe bie be^be, fo barouf fiefeffett, auf einmal alfo, ba| t^iien 
(S^el^br unb ^eft(i)t berf^angen. 9la(^ ^rflieffiiiii) bre^er ©tunben 
lamen fie u>tber ftc^ felbften, unb funben nichts in ber @tnben, 
benn nur etiicf)e SBeinlein bon i^ingern unb fyu^^Äen, aud) bie 
bci)Dc ;'liu^ai, neben i'tUd)eu tleiutMi ^tucfleiu unb (:^)el)irn, 

l'ü an ber ^iniiiö gcflebet. tt)aten jie aM ^ufammcii in ein 
(§)efäH, iüeItt)co ber balö ^umd tommeube (^eift aud) Ijiniücc; c^c^ 
nommcn. 'J\>o aber fein Öeib mit bem Sarcf geblieben letje, ift 
lei(t)tUct) 3u erachten. Solchen molberbieiitcii, gefu(^ten unb be= 
ge^rten !^o^n ^tte (S^riftop^ iSagner bor feine oerübte Sauber« 
Sog^eit bom ieuffel empfangen unb überfommen. D erj(^röcf* 
lieber ^ol^n be| ^öUifcben ^encferd. meldten feine i£ne(l)te unb 
Trabanten augemarten l^ben! Gben benfdben empfieng and^ [626} 
ein anberer @d^mar(fitnfller, beffen Pieas Mirandnlanusf) 
gebencfet, ber ju ber S^it, all er feinem Sitrfien bie SelAgening 
Trojae bor $tugen fteQen motten, bon bem @atan lebenbig »eg« 
gcfüf)ret unb ^erriffen morben. 
JKegifter (£. [819]. 
i^Sluft, 3ol)nnn, ein uiic|iuiffeligcr '>S(f)at5gräbci , 71. fomt 
burc!) 'Jviirmife ^ur ieufflitc^en 2bunb0'-iyreunbjd)afft, 10(i. feine 
fci)iöcflict)e Obligation ober i^erlobnu0=S(^nfft an ben Jeuffel. 
-ii>(K abfct)eulict)e, ^erjmeifflungd^Sort, 438. graufamed 6nb unb 
idmmerlti^c ^inrid^iung, 618. 

9legifter [m)]. 
SSIgnerd fSta&te, an^geübet an einem 6panif(t)en 3<iuberer, 
423. elenbe Buffe unb erfcl)rö(fli(^cö ßnb, 620. 

t) Reu» Minmd de praenot superatit, I. 5. 



288 



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142 

168a Jaeob Daniel Eraai: Ehrenholdt KeifiUeh- betrachtete Eitelkeit 

Ui 

1688. Jacob Daniel Ernst: Ehrenholds Reifflich- 

betrachtete Eitelkeit 

^El)re^t)ol^e :lU'iftlict)-betract)tcte ' (it)ri|tmüti)iß*öcia(f)tote 
i&it€\tc\t I :X^e0 3iic^tig= unb tlüd)ttgen ^iiJeltsSSefene X'ariimt'u 
tlnmulitige (Sinii'^rfinbungen »or / mib anbäd)tige (Seuff^er nac^ 
jcbem (Sapitel / wie a\idj fonberbarc ^tftoiien / imb anbere / einer 
^eU*oer{(^mät)mbeii Seele anftdntige ^aiufett beflnben. 
äBteberum überfe^eii / oermel^ret / unb gunt dffentU^en ^rud 6e> 
fdrbert $on M Sacob 3)amel kniffen / P. G. 9lS3:S!lll9U9i® / 
Xntcf unb Verlag (^ottfrieb fS^Ux^ / 1688. 

e. 215. 

^aiuit Obel- baeicuitic nm>? bie andere iiH*itlmifftl(^ für- 
getragen luorDeii / ^um ^ej(t)Ui[) biejer ^btt)eUuug nDa)mali3 über 
^aubt füröcftcllet werbe / jo woflen wir foI(f)e§ mit folgeubcr 
©r^etilung bewercfftelliiien. ÜJiaii faget / baft ber befantc tauberer 
30^- 9auft beut J^aijer Maximiliano 1. einften eine n^nnberbare 
ober to^ twef^ Sreube gemalt l^abe. mv ^ix^^geba^ter 
it^tfer etufien M morgend t>on feinem @41af ermaßet / ba er 
wegen oeränberten 3uf^(tni^ 6(4(af«Bimmerd ft(^ ntd^t beftnnen 
funte / mo er bo<]^ immemtef)r jet)ii müjte. ^enn H trotte alled 
«n onber auefeften j unb fam itjm ba^ (^)ema(^ üor alö ein 
njunbeV'idjDuei- Baal i alba lud auiuuil)u\e unb luftige "i^äume 
von grünen DD^e^en gii benbcii ^citfii [tiinben / ncbenft aiibcrn / 
bic mit zeitigen Äirfdioii uiiö anöeni ^Tbü ieict)Ud) bel)ciu-\ct iinivcn. 
VcY i^üben bet^ 2anlö war an^^ufchcu nie eine i^rüne '^i^iefc / 
mit allerlei) butitcu 'i^Iiimcn c^cfdiniürfet. Um Deo .Hüiferi? iöett« 
füat ftunben no^ eblere i^änme i [216] ald *»^omerani5;en Ciira^ 
naten 7^dQ,tn unb i*imonien / alle mit reiften ^rüct^ten. 3iuf 
bem (^efime waren bte tt)o^l«rted)en[ten Blumen / unb an ben 
SMnben bie reiffeften unb f^mad^afteften Trauben ju fe^en. (Si 
ift Iet(^t 3u ero^ten ba^ fot^ane nngeiob^nlic^e l^erönberung 
htü ©d^Iafaimmerd / ben ^ftifer in bie l^öd^fte ^erwunberung muffe 
gefegt traben / geftaltjam er oud^ etwod länger jonften im 

Tille: F«u»t»pliUer. 289 19 



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142 

im .lacob Daniel £ru«t: £hrenhulds Keifflich-betrachtete Eitelkeit 

tkut ueiljarrct. er aber ciiMid) aiif[tiint> ; feinen 9lQC^N^^el^ 
um ftd) tf)at unb jid) nat)e ben beni :^ette auf einen Stul nieber* 
fefete ' l)öme er ben lieblid)|ten (>)efang ber ^iac^tigall / nnb bie 
ttUerjuijcftc äufammenftimmung anberer pnflcnben S?öijel / bie 
benit immer von einem '-Baume ^um anbern ^npffeten. Siu(4 fa^e 
er Don ferne f^neemeiffe (^atiini^eti nnb junge ^aafen ^n (Snbe 
M @aatö laujfen / unb balb barauf überaoge bad obere Saffel« 
werdt ein artige^ ©emölde. nun ber j^difer biefem aUen be» 
gierlid) juja^e / unb foli^er geftalt Rd^ im @aal neraieilete / 
gebad)ten bie ^mmerbiener / wie ed boc^ fommen mftfte / baf^ 
iftv gnäbic^er .^err nnb Äaiyer nicftt öom S5ette aufftünbe / ob i\)m 
eine Uiif)ai^lid)rcit niü|te ^nfleftoffen fet)n. C^rfütjneten tld) bem-- 
nad) / nnb eröffneten gar gcmad))üni bie Il)iirc bce i£d)Iafgcmad)ö j 
aim [k nidit nflei'- (217] ne ben ilüiier bet) guter 0^cfunbl)eit 
ontrnffeu lüuDcin auc^ aiiö ber gegenmävtigen 8uft abnehmen 
hinten ' wae bie Urfad) jeince '^H^nretlcnc gcmefen Ter .Haifer 
Heg aijobalb bie giirnct)mften am .v)ofe gn jid) berufjcu bie fid) 
benn ebenmdfftg ob ber Vnftbarfeit bei 8aale nic^t gnugfam 
nermunbern funteu. 3lUein / uac^ bem ungefel)r eine (Stnnbe oorbe^ 
IMtffiret / fingen bie ^(dtter an (e^e fid^ bie ^nmefenben beffen 
nerfa^en) an ben 93ftumen melc! ju toerben / unb ^u Derborren / 
nie au(^ bie Srii^te unb Blumen. IBalb barauf fam ein Sinb 
^nm 0)emad) t)inein / ber me^e allel ab / fo gar / bag alled in 
einem SlwgenblidP t>or ifjren xHngen t)erfd)roanb / unb i^nen bie 
^uftbarkii iiidit aubero luntam alö menn il)nen baoon geträumet 
^ätte. 'ilMe in Der VebentS'iBejd)rcibung bee i'^iunti am 4is. ^Mat / 
unb bot) Jol). (^)org ;gd)iebeln i im 1. At). beö .öiitoriid)cn 
Vnft'-.öniiieö (iap. H9. b(. -M;.^. mit niehreni babon ^u lejen. (5e 
ift biefe >?iirorio in 3i>alnl)cit ein bequemer (^ntunirff uUeö nid)* 
tigen unb lUTgänglidien '2iH'ltmefen0 / alc iiHid)e0 meiftcntticile< in 
einer bloHcn l^inbtibung unb ^lenbmerct befielet / nnb e^e man 
fi(^d oerfiei)et / ein unnermutt)etec 6nbe nimmet: Humana cuncta 
▼anitas, umbra. fumuH, iH ifl ttüt» gan^ eitel / [218] \pti^ 
ber ^bigev / ed ift afled gait^ eitel / ^teb« 1* 2. tmb bcK 
Xßefen biefer tSelt nevge^ / 1. €ov. 7. 3L 
SRegifter ©. 417. 

Sauft ma^et einem jidifer einen jel^amen 2uftgarten 215. 

2iH) 



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148 

1690. Christiui Strldtbeckh: Dinertetio Ac«d9inicB de Sagia 

143 

1690. Christian Stridtbeckh: Dissertatio Academica 

de Sagis 

(Praeses Valentin Alberti). 

Christo Sermtore Annuenie! Dissereatio Academica, De 
Sagis, sive F<pmini8, commercium cum Malo Spiritu habentibus, 

E ( hristiaua l*iievmatologia desuiiipta, et Suli Pra-sidio Viri 
Mauime Reverendiy Ai/qjiissimf nfque Ecelfentissimi^ Du. D. 
V'aN'iitiüi Alberti, P. P. Con.si-i iiii Assessoris, Academi* 
L>t^t »Mii-Viri. Cnllegii ß. Mari;! \ irgiiiis ColleRinti. Natioiiis 
PolonicÄ Seuioris, et Alumuorum Electoraiiuui Ephori, Dn. 
Pati'oni, Frmceptoris Et Promotoris Sui omni obsermnfiff cuUu 
afatem susplciendi , Publicje proposita ventilatioiii Ad diem 
<i, Decembr. A. O. R. M D( . XC. Ab Autore Christiano ©tribt* 
bect^ / Aofuetano, Phil. Baccal. et Mag. Cand. Lipsi», Typis 
Cbriatoph. FleiBcheri. 

p. (12) Caput II. Pragmatologicam. 

p. (25) § XXII. 

p. im 

Similiter in relatione de magia iu Suecia aute paucos 
■tunos ibidem iiiultid cum liheriH peracta diritiir: satanam 
lilit-ro8 «eorsiin saniere, attiuc frunti uotam inurere. vel in 
iiiiiütra Iifdere digitum parvnm, ex eorjue aut ipsum, aut per 
[(•26)] sagam. sanjrninis ali(|uam elieere parteui, magnotjue 
intincto calamt» nomen iuternali suo inscribere protocoUa; de 
quo etiam vide sis Mnx. Uecer, Üpizel, in Kxpngn. Orei 
p. 17s. seq. 274. 367. Nonnunquam etiam sibi desponsatas 
eo ad^t, ut, si ob dolorem sanguinem elicere ipsae noliut, 
tarnen leyiter ab ipso aut saga Tulnerato membro aliquo, 
eauguinem acciptant, eoque nomina sua subscribant Sic de 
infausto illo Fauste Widmannus refert, proprio sanguine ex 
leviter vulnerato pollice emisso illam se totum diabolo ad- 
scrip^isse, Deoque repudium misisse. 

m 19* 



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144 

1092. Misander [Adami): DeiiciM BibUcae, XVLL 

144 

1692. Misander [Adami]: Deliciae Bibiicae, XVIL 

gan^ SHeue Seftanuitt unfeif ^iSm 3<^u ^^rifii / Sorinnai 
ICne Curieuse merdf« unb ^eiKftDÜTbige / 3n)eiffel{)affte Derter ' 
(Sprüche unb meinen i na(f) bcr SRidit^Sd^nur ®5ttli<^e0 ^orte ^ 

auö liciuil)itcn Theologis erörtert / unb iebcm (5apUul 3" t^^cffen 
9lu^e Der Studiosorum wie auc^ 'i>nefter ' Loci Goramuüüs in 
Discursen I abfonberlid) in ^rebt(^ten 3U gebrau(f)en ' in ^iemlicf^cr 
^TJeui-^c Düii foiit>crba{)ren alten unb neuen .'oii'torien / (£inn-35ilbcru 
unb tMloictiiiiffcn bei)tiefüiict ' and) geliebte l^Ott! fort(^eict?ct Unö 
bamit bie nictit fttibiit 1 auc^ Söeibös^erfoncn i^re Jbibcl oerfte^eit 
(5nnen / oon Woixat 3U ^onat einige ^ogen licrane c^ef^eben 
»erben öon ^ijanbern. Januarius. 16i>2. TOt (J^urfürftt. 
(Bn. Privilegio. 5Dre|ben »nb £et^3tg / Verlegt l>on ijobann 

@. 38ß. 

l^^ae bie Magiam prHfstigiat«>ria»i anbelanget , \o ift bie= 
felbe eine iold)e Mnnft bo nur s^djeins^ilMinber burc^ .?)filffc 
bcc^ leufelc- gefdjel)on. s>ky wäre nun weit aue^nfdnrdffen > 
wenn man motte; O'o bcftcl)ct aber bie 3acl)e in lauter lölenbungeu 
bcö ©tttane baburd) er bie '!Dienid)en ^u betrieben pfleget, ^alitii 
get^ören atle fol(^eiDtnge / \o feine lieben (betreuen / bie^pejren unb Un- 
l)oIben t^un / ba| pe meinen / biefed ober jeneei fe^ loa^r / fo ed 
ho^ nur fo f (feinet; ^enn ba nimmt er i^ncn bol fenige toeg , 
m& fie fonft feigen folten / unb gtebt i^nen an bie @telle mae 
anberd unb falid)ee ja er be^oubert i^re ©innen f ba^ fie nid)i 
nriffen / fie fel)en unb frören. ®aö tf^aten bort bie e9i)ptifd)en 
j^anborer ■ biefelbcu woUcn allcö bcm iitofi lIll^ icinen rcd)tcu 
^IbiuiOcrmenfen nad)tl)un abcv ce war ^le^^llH'rrf Damit i liaiao 
badito ' Cü wären ^))?ofie feine 2Önnber uid)te joiibciiitDö. ii>nrbe 
nic^t eaui Don bem :Ieufcl geblenbei / bag er bie jenige iNerfou / fo 

») VoL XVIL; Nov. Test. Voll.; SWifanber ift bcr !PfarTCr ^ol^am 
(«amuel Sbarnt in !|$te|^f(^enb9rf bei S^i|)t)olbi«»al6e in Sod^feiu D. ^. 



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1009. Hisuider [Aduni]: DeUciae BibUcM, XVII. 

i^mc bic $ejrc üon ßnbor auei Der ßrben bra(f)te / üor ben red)' 
ia87] teil Sanuel ^ieltf ^ierl^r gelf6ret aM m ienige / »ad 
man tron D. Fausten f<l^rdM / ben man / ob er glei^ fein Doetor 
flewefen / bal^ ben Doctor genennet / »ei! er fo gelehrt foK geniefen 
fe^n. ^on biefem ift ein eigen fbu^ ^erauffen / fo ein Theologas 
mit i>ielen Tlieologijc^en tKnmerchinc^eu ()erau0 gegeben l^at / ald 
bartnne lauter ScrWcnbungen 3u finbcn ' old wenn er elnft einem 
iöaiia 3il)iikii:c ücifaufft ; nnt* ^ernad) au^ bcnfelben @troli'-5l^ijd)e 
ii^orbcn finb item > baj einer einauil)! Dem l austo Dov iiiicm 
jct)iü&ii; t^ciiH']cn I ein Sßein au^geriffen , jo allcö 23leubn)eict gtiuiicn ' 
it: ba er einem Söttuei ben 3Ba(^cn mit fammt bem .^eue gefreffen / 
bQPon ein medrerc f)in iinb iiMcber fau c^elcfeu werben, ^ad)* 
benrflid) \]Ui i roae ber ^crr (^rn)t üon ein paar foiift I6blid)en 
Äfi^t'ern unb il)reni 2?ormiJe melbet / bie Part. 1. feinet Sbilbcr^. 
p. m. 32. alfo lauten: Äät)fcr ^IRactmilian ber ^rfte < ein frommer 
unb grogmütbiger j)err / ^tte sur ©ema^lin Lariam / $er|ogd 
(Sartö Don Surgnnb Stod^ter / »el(be er nber bie maffen fe^r 
geliebet / unb bo^ero bur^ i^^ren tbbtlii^en Eintritt ni^t toenig 
^eMndet ttorben. 5Dtefer ()at fi(4 oon bem Kbt au ^pan« 
l>etm / Jobanne Trittenhemio, welcher ein grofjer Sftuberer unb 
3(l)n?arfefünftler njor / bal)in beveben (äffen ' baf; er einflc- \'-\><S] 
lüiÜiget ' bic C^H'ftalt bei 3>cri"türbfiicii iiucucium jctjcii. rarauif 
l)at ber ?lbt ben .^dpfer / benebonft einem I^icner / in ein ©emac^ 
benfeitc i^efiibiet i unb i^nen üerijüten / fo lieb alt? it)nen ^eib unb 
l'ebfu iiHiie fein f^or\ reben / »enu fie jüld)eö nid)t lialteu 
lüürbcn würben fieiiidn uneöerum lebenbic^ au^ bemBintmer fommcn. 
^^alb barouff fam ber böfe (^eift in ber (IJeftalt ber oerftorbenen 
jftä^ferin in bae Öemac^ getreten / unb gienge mit jold)en an= 
mutl^igen ^inen unb ^bel)rben oor ben ^dt)fer oorüber bag 
er fdnen Unterfii^ib unter btefen teuffeUfd^en unb ben menfcb* 
ti^en Silbe fetner t»erf!orbenen ^ema^lin bemercf^n funte / er 
erinnerte t!4 oncb i bag bie Sebenbige einen fd^mor^en ÜRa^Iflecfen 
an ifjßtm ^adtn ge{)abt / nad^ mel<(en er / a(d ber ®eift ^um anbem 
mafjl oorbei) gienge gar fdiarff jabe ' wnb benjelbigen and) fanbe. 
<Ec i^ciinii ift ber tanfenblifttge (Sd)alrf ber O.Veii]d)en funbig i ba^ 
er aiid) bie uerborgenfteu l'cibetisBeid^eii iti acl)t nmmt iiuö man 
baraue leicht j(^lieffen fan / wie nai)e unö biejer ^eelen=Ü)i5rbcr jcijn 

29d 



144 

1098. HuMd«r [Adami]: OeUciae Biblieae, XVIL 

mürbe / wenn wir i^n fel)en folten. Jnbem nun ^(grimilion ben ®cift 
alfo befc^auet / fömmet i^n ein @(t)re(!en an / nnb »tncfete bm 
Übt / bag er tl^n abful^ren foUe. 9la(^bent nun ber 6atan ab« 
getreten / betrad^tete ber ftA^fer bie (^fa^r / in [389] wdä^ 
i^n btef er Sauberer gefe^et / toenbete fid^ 3u bem übt / unb fagte im 
Born: ^öre bu 9Rön<^ / bu magft ^infü^ro mit mir m(j(t alfo 
(fielen! ©e^te ouc^ [)ingu / rote f(i)roerl{<^ er fic^ entt^alten fbnnen ' 
Da^ er ben @eift ni(^t angerebet , roelc^ee < wenn eö 0ei(het)en wäre 
n)iiiL)e it)n ber Jenfcl i^leirf) erwürget l)abcu , iüdd)co aucl) biefec 
?Horb=(^ci)tcö ^bfefien ohne ^iiiciffcl gciucjcn. ^Dcr anbcrc üortveff* 
Iict)c .vxlb I weld)cr uoii iiue loll niiffiu'füliret werben • ift .(tntifer 
(5arül ber V bicfeel ^)]al)mene wcUl)er beii;(lcicl)cu 33lenbinu-\ euifteii 
mit feinen ^u^n aud) mit an0eiei)cn. Denn er mit itinn 
.poffftatt nac^ Jnfprncf Derrüdft warb and) mit bat)in gebracht 
D. Joh. Faustus, weil er bnrc^ jeinc Äuuft Dielen iyrci)l)erren 
(Straffe» unb @blen ge^olffen i^atte / unb uon aderle^ jcbmer^ls^en 
j^ancf^eiteit befreiet • au4 ib^^^" f^ine f^toarle j^unft Diel 
munberlifbe ®a(ben gemiefen. ^iefed Saufte ^dnbel mürben 
bem j^d^fer au4 fürgetragen / unb i^m bad (S^emitt^ baburd^ lüftem 
gemad^t / ba| er benfelbigen nor f!(^ forbem lieg ' unb t>on t^m 
bege()rete / bo^ er burd) feine J?nnft ben aDerberiil^mteften ^dufer 
Alt'xaiidrum Den Öroffen nnb fein (SJemal)! in Der Tsoxm uuD 
(^cftQll / fo fie im $cben gerül)vci l)erfür biingcu joltc. ^auft 
antwortete er wolte i fo Diel er bnrd) .'öülffe 1^90] fetuce (^eiftce 
Derm5d)te o^hr Maniorl. ^JJafeft. 3?itte i^ewäbicu uu^ begehrte 
iserfoiicn eiiclieiiien iaifeii: i?lbcr hai^ lolte :^l)re "Wafeftät wiffcn ■ 
bag it)re l'eibe ntd)t anffftituDen nnb auff bigmal)l am bei ^vben 
f)erfnr famen: i?tber bie nl)ralten (!4eifter weld)e Alexandrum unb 
fein (^ema^l gefe^en ^aben ' bie fönten fi<^ in i^re Jorm unb 
@^eftalt Denoanbeln ' babur^ toolte er be^be $erfonen »a^rl^ffttg 
S^rer ÜRafeft. {elften laffen / in aller ^eftalt / rote fte geleibet unb 
gelebet, üaein SIftre ^ofeftdt folte i^m fogen / ba^ fie nidbtl mit 
i^m reben roolte ! aber be|id)tigen mödftte er fte fttUfi^weigenb mit 
aCem ^leiffe. .NSieranff gieng ^-auft «u^ M Äd^ferl ®maä^ i 
ftd) mit feinem (Meifte l)ierüon ^n nnterreben / unb ba pe ber Radien 
eiiio lüorben i^iciig er wieDenim binein ,^nm Miiiifcr luiD hq^ Die 
X^ür offen, ^k^balb trat nad) il)ni t}umn ^äqfer Alexander M. 

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146 

1608. NieotwM Bemigiua: DaemonoUtm 

in der Qkfialt / mt er gclebet; »o^lgcfebteci ^Mnnlcin / mit 
rotl^en ober gleid^falben unb bicfen ^arte > rotten i&acfen ' ttttb 
eined gefhrengen 9iigefi4tö / atö ob er ^afiltöteib$lugen ^dtte / ^atte 
einen gan^n Mftneit Donfommenen $arni)4 a«! trot 3um StISafitt, 
unb bücfte ftd^ für tl^me mit tieffer ffUüettni. ^er 5iai|fer molte 
aufffte^en nnb iSm bie $anb bieten / aber Sauft toincf^te t^m / 
bag cri nid^t tl^un folte. [391] ."oierauff neigte fid) Ääi)i'er 
Alexander, unb gieng giir 5!|ür hinauf. 33alb baraiiff trat 
^tiiciu fein (^eina!)l in einem blaucii <sammet'i)iorfe mit gülöenen 
©tüdcu Ulli) iu'ileu gci^iciet / Sic mai am ber maffen !cl)6ne unb 
rotl)bä(fic^t l roie ?)iild) uiib 29(ut ' iäni^lid)t > unb eincc nmbtcu 
2(nge|iil)te. äiMe fie nun ,Räi)ier l^ul laiu^e mit iierrouuDerung 
anndctiniict ; fiel ihm ein ' ba\\ er i^dcicii unb i]et)öret ()ätte < fte 
foite im 'Mden eine groffe ^^ar^n gehabt t)aben ' ftunb ber^albeti 
auff öon feinem Stuhle unb gieng ^n ii)r ju bejt(^tigen ob er 
6i| ^abr^eicfieu aud) an i§r finben unb alfo erfennen tbnte / ba| 
ber ^ft in it|rer bei^ber <^a(t ft<^ loa^r^afftiglit^ oenoanbelt 
l^tte / unb t^n nid)t mit falf^er $orm betrogen / fte ftunb ftiOe / 
Bficfte ben j^ofrff nnb ^KilB i bag er bie Sßar^ fe^n / nnb äugen« 
jd)einli4 erfennen fnnte. ^ierauff neigte [ie fic^ för i^m / gieng 
gnr Ii)iir tjinaud unb verjc^manb. K(fo gemd^ret ^. m^ift htm 
Äüi)fer jeine 25itte ' trieb fonft oiel larf)erlid)e Slbentfjeur am .»pofe / 
unb erlangete eine gute ^Beidjiuu^ Danuu 30g er l)iua>cg. 

m 

1693. Nicolaus Remigius: Daemonolatria 

INicoIai Remigii Daemonolatria Dber: ^fc^reibung Oon ^au- 
berem unb 3auberinnen. ^it n^unberl. (Sr^e^Iungen / Dielen natür« 
lU^en Srogen unb teufltf. ^e^eimntffen oermif^t. HSrfter il^eil. 
<Der Knber ^&lt in fl^: Snnber*fel^ame Historien ^on 
bed 3:euffeld ^interlift / ^rug / galf^l^t unb ^erfül^rungen / an, 
be^ unb iimb ben iRenfd)en / in mel)r bonn 300 / fo mo^I alte 
a(^ neue .piitorien 1 t^eil« Ddn Sttubcrern / 3«uberinnen , @et>en» 
(tifctieu (irjd)cinum3cii unb Wefictitcnt theile üon rffcnbaliruugcn / 
irüumcu i 33erbleubungen / Seifjaguugeu nnb l>ci[ul)iuugcH. OJ?it 

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145 

1<(88. NicoUut Remigius: DaemonoliAtia 

einem 3tiifiange. 3?oii falf(^cn erbi(f)tcten eingebilbetcn ' auef 
Äur^weil ünöerid)tetcn / betrie9Ud)en j öjftmal)le aber übel aap- 
f(^Iagenben j ja jlrancf^eit unb ^obt bringenben (^e|penftif(^en 
gebeit^eiten. Hamburg, ^ebrucft be^ ^^omad t>on ^^iering im 
Qttlbenen A, B, 0. Anno 1693. @iitb au(^ )u ftratidf. u. 3^etp|. 
bell 3a4<tiia0 Beiteln au befommeit 
II 6. 509 

SDer Don bem 2>ac^ Fati«to bitrd^ feine Stnnft l^err» 
Ud) geaierter @aal. 

9H!l(^bein Johannes Fanstns, ber Sßettbernffene S^tuberer / 

bem Maximiliano auft iuijdjun Alexandrum Magnum uuD iciite 
@emal)lin iierb(enbuiig^*2Beiic Donieftellet unb foldjcö fid) ber 
Ää^jertiiül)! iiefaUeu laffen 'lln^ Faustu ciiiea )"tattlicl)cii J^tecompoui^ 
Dere()rct; ale Faustus jold)ee mit I^aiicfbarfcit eiiinebcru , unb 
3t)vcr ^l^ajeftQt nocfi eine foiiDciLnilni' C^ri^ofeUd)fdt ^it üerjdiaffen 
gebact)te. 9^acl)bem nun fur^ baiauff auf einem ^bcnb ber ^ä^jer 
gur 'ölw^i oangen / unb f^i" gemb^nüc^e^ (8d)Iaf»(.^ema(l^ 

nerfüget / tunte er fi(^ frü^ ^orgen^ / Da er enna^ete mi^i be« 
finnen n^o er bo(| tmmermei|r lodre? S)enn ed l^atte ßc^ alle$ 
unnermut^et ner&nbert / nnb mar bad €i^laf('Bvamtt j burcl^ Fanati 
^unft / fo angertil^tet / a(9 »te ein fd^bner Saal / aOba Dtel an« 
müt^ige unb luftige 8&unie non grünen ^Apen ju be^ben Letten 
ftnnben / nebenft anbern / bie mit ^citi^cu jitrj^en unb anbem 
Cbft rei(t)Iicf) behänget waren. 5>er 33oben beö @aal§ »or an,^tt» 
jel)en / alo ciuc t^iüiie Siefe : i.iii alialii; bunten 3?lul)mcii i^e-- 
j(t)mn(fet. Um bee Ädijferö InUitabte ftunben nod) cblcie iöäume 
ale '^someranfeen / (Granaten ' ^yeigen nnb Simonien alle mit rciffen 
iyri'td)ten. JUiff bem @c|unö maren bie ii>ül)lried)euiten :ölul)men 
unb an bcii ^Jininben btc rciffftcn unb fdimarf^afftigftcn Trauben 
,5U je^en. Heic^t ift ^u glauben / oa^ [51 OJ folt^c nnt)eri)offte 
^er&nberung bed Sc^laff'gimmer^ / unb fonberlic^ bie äi^i^be unb 



') Nicolai üemißii Sereniss. Dvcis LothAringiae A Consiliis late- 
rioribus, Et Tn civ«? Ditionv Lfttharingica cognitoris publii'i Daeniotio- 
latroiae Lilui Itfs. Hx JiKru-ijs cnpitalilMis nonppntorum plus minus 
hominura, qui sortilogii criuiüu iutra uiiiio»« (luiiuhu-ini in Lothnringitt 
capite luerunt .... Lvgdvni, In Üöiiinu \ ineeniii Mi>XC V\ enthält 
no(t) feine giiuftitelle. X*. .p. 



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1605. Chratopli Zeineler: Mea-«roffneter Htttoruieber SclumpIfttK 

£uftbar!eit bee jugerict)teten 8aal6 bem löbüd^en aät)jer teine 
fletue ^eriDunberung werbe t)erurfa(^et fabelt / mie er beim au4 
etoad Idnc^er / fonften aUba im 33ette »erharret. 21 10 er aber 
enbli^ aufffianb ' ftinen 9tac^t'$elt umb ft4 t^t / unb ftd^ nal^e 
bc^ bem Seite aaiff einem @iti^l nieberfe^e / l^dtete et ben Heb* 
li^flen @efang ber !Ra4tigal ' unb bie anmut^tgfle Bufammen« 
fümmung anberer ftngenber ISbgef ' bie benn immer oon einem 
Saume j^um anbem t)fi|)fften ; 2luc^ fat)e er »on ferne jd)neemeiffe 
Cüinind)en inib junge .pajeii ^11 C^nöc bce eaalö laiiffen; unb 
balD Daraiir nber^i^c ba0 obere laffeU^serct ein nrticv'»? (^kiiuhtc 
'äle mm Dev Ääpjer biefem allen begterlid) ^u!ül)c unb iold)er 
(Mei'tnlt fid) im 5aal neniHUei iKbad)ten bie 6ammer=2)iener / 
mu et? bod-) fouuucu müfte 1 bap ihr qnöbif^er .wr unb .^aljjer 
nicht uoui iiüctte anfftunbe / ob ti)m ctivann eine Unpäglict)feit 
müjte iugeftoffen iei)n? (*rtiil)ueten ftd) bemnad) / unb eröffneten 
gar mdt)ltg bie S^iire M ed)(aff«(ä)eniad)c aUn>o fie ntd)t attein 
ben ^ä^fer be^ guter (^funbi)eit antraffen / fonoern au(^ aud ber 
gegenttArttgen 8uft abnehmen Junten / mad bie Urfa^ fetned Ser« 
»eilend genwfen. iDer j^&^fer aber lieg alfobalb bie Somel^mften 
am $ofe 3U ftc^ beruften / bie fi<^ benn ebenmödftg ob ber £uft* 
ba^rfeit bed Saal^ nid)t gnugfam oenounbern !unten. Udein 
na^bem unqefebr eine Stitnbe »orbei) ^)aötiret f fiengen bie 33Idtter 
an (ci)c fid} oic ;'iiiiiiejenbcn beffen uei1el)cii tiötten) an Den 
5^üumen lueUt 311 lucröen unb ju iicrboivcu wie andi bie t^riid)tc 
unb 55Uil)men. 5^alb baranff fam ein iKinb ^iini (^)emrtd) hinein / 
ber mehetc ailee ab \o gar ' bafi altee in einem i^liu^eiiblirf üor 
il)ren iHiu^eii üerid)ifanb unb ihnen bie viiitbaileit iud)t auöcr^ 
oarfam / alö wenn i^uen baoou getrdumet i)ätte. 

146 

1695. Christoph Zeisseler: Neu-er5ff neter 

Historischer Schauplatz 

Äeu-eröffnetcr |»iftorifd)er ©dianplat^ > ^orftedenb .?»nnbert 

üu^erlefeiie .'öiftonen unterfdiiebencr bcncfiüürbigei i5eöeben()citen ' 
aiid Dielen Autrtribu» luu iyk\\\ 3ujamiueii getragen / unb Denen 

897 



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146 

1695. Chiutoph Zeiaseler: Neu>eroffDeter HistoriKher Sohauplati 

2iebl)abern bcr .NMftorien / nebft einem nülUid)cii .liegifter jum öffent' 
Hetzen ^ruct beförbertoon (^^rittop^^ei^eUrii. ^eip^tg 1695. ^eibner. 
@. 147. 

VMftorie XXXV II. 6<^nNtr| l£ünftler Praesentiron burc^ ^ulffe 
bed toffetö Der oerftorbenen i^re leibltdye Qkftalt 

hm ^dl^fer Haximiliano I. feine Qlema^Itti Maria, 
^er^og (Sarld \)oi\ Surgunb Sod^ter / wel^e er fe^r Ikbete / burd} 
ben Sobt entrigen nmrb unb €rf!(^ baruber l^effttg IrAndete J er« 
böte [xd) Der fibt @pan()eim / Job. Trittenhemias, enootte 
3f)me 3^re kbeubifle (Meftalt ancbcrumb auff eine ßeit bar» 
[teilen ' H)elct)ee öciui öer SXmcv beliebete alö iDclc^er ücrlauijeii 
trug ' feine (^emal)lin nur iiod) einmal)! 3ufel)en. 

5ü>0rauff geba(t)ter 2lbt bcn AUujfer bencbft feinen Ticner 
einem in ein (Memndi ben ieite i^efitbrct ' inib if)nen iieibottieu / 
fo lieb i ala iljiieu ^^cib unö i^eben n)al)re ' fein ihJort jureben ' 
unb menn fie folcbe^t nic^t t)ieUeu / loürbeit fie iiic^t tuteDeruiiib 
lebenbig an^ bem Simmer fonimen. 

[148] ifllg niiit bet Ae^fer ein fol^e^ ftiQfcbn^eiden tier» 
fpro<beit / talfm barauff bie oerftorbene ^et^fenn in bad (§)ema(b 
getretten, unb gieitg mit folgen Snmut^tgen gebdrbeu Dor bem 
^e^fer vernber / ba$ er feinen uuterfct)eib unter bicfem Silbe < unb 
feiner Derftorbenen ^emobKn ma^en fnnte; erinnerte fid) aud) ' 
boj bie leben bicje ein fdircar^eßl 93^0 W an ihren 33atfen ne^abt 
nad) meld)en er ale ber (Mcift 3um aiiOerii mahl üorbeiiginge - 
gar idiarff fade / nnö baf; fclbe aud) fanbe; <öo genau traff bicfe 
geftalt mit feiner l^iemablin iiberein. 

^n bem aber ,ftiii))er Maximilian ben (Meift alfö bcfdiaiicte ' 
ta^m Sdirecfeu an ' unb roincfte ben ^Ibte / baj er ben 

®eift iDieber folte abführen. 'äW er nun meg i jagte ber 5tdt)fer 
in 3Drn ^um 3lbte: .v)ül)re bu Wind) > bn magft l}infül)ro nid)t 
ntel)r mit mir alfo fpielen. ©a^te and) bienjit / roie )4»erli(^ er 
fi(4 enthalten fdnnen / bad er ben Qktft ni<^t angerebet / meli^e^ 
3bn ben mf^i fein Beben burffte gefoftet ^ben. Wolf. Lect. 
Memor. T. II. fol. 992 i), 

') Xii'j "^lui) lohun. Wnlfii I. i\ Lectionum M*»mf>raliiliuiii et Ke- 
coiKlituriim ( 'eiitenarii XM. Laviugne ItiOO iu ^OÜO. X>it ^^btf 

ba^u I6üh ebenba. Jp. 



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146 

1693. Chrutopb Z«isaeler: Neu«er6ffnetor Hütoriseher Schauplats 

iDaei ift pd) ^iineripunbern: Äber nod) mct)r ift rounberng 
»firi^ig ' wie 2)er ^ofe 9«tnb aud^ bie (^{talt berientgen l^at 
loUberumb ge^euget />te aUeberett tot Dielen Sagten gelebct ^abeii. 

[149] ^gletd^en Carolus V. fRbm. Staifia erfahren / atö 
er ft4 mit feiner $off«Stabt p 3nf4>rttg befanb / adwo fi^ bo> 
^umo^l ber berülfinte 3ci"^ci'er / D. Jotiann Faust auff^ielt / oon 
beffen .<^unft nnb 3o«bere!) ber «<(d^fer »iel ^ehödret / unb bed« 
\iKi\a\ iior fid) tmiinien lief; mit ^cu bci;el)reu ' baft ev ihn 
bodi biircli feine AUinft ben aller binU)uitcfteii .Hdijjcr Alex;iii»lium 
ben Wroffcn uub fein (iJcma^l .; in öcr ^eftalt j \o pe in £ebeu 
gcfü^ret , jeicjeu jolte. 

^Seld)ct^ ^^f)m ber ed)H)arti Äftnftler aljobalb nerfprad) ieboc^ 
mit bem bebingc / 3^ie SKajeftdt folte 5t)me ^ufoflen / ba^ ©ie 
nid)t6 mit 3l)nen reben molte / aber bejic^tigen mochte @r fte ftitt« 
fd)iDeigenb mit allen flei^. 

$ierattff ging er auisl bee ^d^fer^ ®mü^ I unb fam in 
venig Bett ttieber ^ienein / unb liei bte offen, üldbalbt 
trabt na4 (ienein Alexander Magnus, in ber ®eftalt / wie 
er gelebet / ein too{)i geftalted bidel SRdnnlein / mit rotl^en ober 
nieidifalben unb bidfen Sorte / rotl^ badfon j unb eined ernften 
;V,atnd)tö ' al0 ob er ^l^afiliötfen 2liiflen ftätte ' l)atte einen fc^öncn 
ai.nt^tjollfommeuen .l■^Qrlu1(i) an trabt 311m Äät)(er / unb büctete 

für 5^)1" i" tieffeu rt^ereut;. 

fl')0] 2)er Äö^fer molte auff fteljen ' unb ,\(nue bie .^anh 
bietfieiT ' aber Faust n>inifete ^>t)m / bafj cve iiidit tbitn joUe. 
^pierauff aeigtc )ld) Alexander, nnb ging ,5nr ^t)iir t)ienautl 

:öalb J)ieranff trabt I)ienein feine Wemal^ltn in einen Dianen 
^mmet Mod / mit gülbenen (Sdimnrf nnb i^erlen ge^iel)ret / (Sie 
n»or and ber muffen f(^ön unb rot^ Sdtfig / wie ^il^ unb Slut / 
Idnglid) / unb eined runben Ungeßt^ted. 

ISie fie nun ber Stiafiex Carl longe mit oerwunberung an« 
gefe^ / fie^l Sl^me ein / bog er gelefen / unb ge^b^ret ^fitte / fie 
folte in 9laffen eine groge Sarbe gehabt ^aben / ftunb beroffalben 
auff t»on feinem @tnbl / nnb ging ju 5()r / fte 3nbefid)tigen / ob er 
bie ^^.ihMcidien nod) an \\)r finben / nnb baran erfenncn fbntc / 
ha\\ Dil (^k'ift )ld) in il)rer benber Weftalt lual^iijafftig Dcrnjanbelt 
^dtte i unb Faust "if^m uic^t betrogen. 

299 



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147 

1696. Wilhelm Schwartz: Dinerkatio HonlU De Peeeatis Eruditorum 

6ic ftunbc ftiUe / budte öen J^opff mib ,?)olg / bag er i>ic 
•iS^aifee fe^cn / unb augeiifd^einlid) erfcnnen funtc; §ierauff neigte 
fte ftc^ für 3§n / ging ^ur S^ür l^enaud / unl> oerfc^munb. 

149 

1696. Wilhelm Schwartz: Dissertatio Moralis 

De Peccatis Eruditorum 

(Praeses Phil. Anton Laub) 
a — b 

l)issertatio Monilis, De Peccatis EruditoruTu (.h-am Su- 
premo Niiuiiue Et Auiplissima Facultate Philosophica tavente 
in alma Julia publico Eruditorum exumitii submittit Pr*8es 
M. Phil. Antonius Laub, Augustanu.s, et R'-spondens Wil- 
helmvs Schwartz, Stada- Rroinensis. A. 0. R. MD("1V(\ Menw 
Decemb. in Auditorio Philosopbico. Helmestadi, Typis Georg. 
Wolfgaogi Hammii. Acad. Typogr. 

a) p. (19) 

Lippis et tonsoribos notum est, quod de infausto Jo. 
Fausio memori» proditur. Et lUe djemonis in se Imperium, 
solo Cario8itati8 sestu permotus, admisit, et per annos mnltos 

impostorem famosis.**imum egit, taiuleraque diguissimum ne- 
quitia siia pra-mium reportavit; mortuns scilicet juxta lectum 
repertüs. invi-rsa facie. et domo, nocte prfpcedenti media, 
gravitcr <iii;iss;ita. In ctMisuin liunc rfit-reruli sunt, qui Kru- 
ditioüis pariter ac cxistimatiuniH amplioris coiisequend» gratia, 
Da>inMnis adiiiittiiut magistt^rium, atque ÖPiRlTIBÜS utuntur 
FAMiLlARlBÜS, quos Gr^ci 3taQidQ<n*€ (eo quod adsint 
assidue) nancuparunt. 

b) p. (20) 

Utinam Dsmones iUi inter fithnicos mansissent neque 
inter Gbristlanos sese insinuassent; verum non paucos eorum 
receusot saepe ([uidem et nunquam satis laudatus Spizelius, 
qui C'hristiani audire volueruat, et daemoDum familiaritatem 

admisenint. Henric. Comeh Ai/rijipa hoc nomine apud omnes 
fanmsissimus habetur. Sirailiter tt Chriato^horum Aurigarium, 

soo 



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148 

1696. Vierteljahncbrift fär LittarakaigMchichte IV (18»1) 

s«eptein annos »ub äpet- ie Simii, et modo memoratumyo. Famfum 
XXIV. annos sub forma Mooacbi damonem circumdaxisse 
refernnt 

148 

1696. Vierteljahrschrift fUr Litteraturgeechicbte IV 

(1891) 

lfiiertcl|al)rfd?rift fiu i'itteratiiriiefd)id)te, mit Uutcrftujung 
Don SricJ) £d)mii)t mib ib. ^iipljau l);'iauk.H]cijt*bcu üüu 45. ^cuffert, 

e. 158 

1696 bcn 14. ^UoDcmbrie i)at mau 3:eutj(t)c ßomebiantcii angc* 
nommen. 2)en 10. J)abcn pc angefangen ju fpielen, roaren 3uiaminen 
VI ^^erfonen, t)atten f(4öne Kleiber, ^arfgraf ooti ^t^en»iDur« 
lad) tft mit feiner ^of^Ituitg aOe SEag zugegen gewefen. 

9lld ^tet obige (Somebianteit ben 24. bied ben ^oct. Sauftum 
agierten unb eine erfi^rbcfli^e Sragebt fi^ietten, begab ed p<^, 
ba| nad) geenbeter biefer Umgebt ber ^arlcgtn au S^eberen auf 
den 3unft neben bem 9aQen()aud, allvo gejpielt morben, l^aft 
t^claben würbe pon etltd)en Herren berfelben ^m\{, unb aW biefer 
iiiDhl l)ciiiu]il:iL Ml unb bie Jrippai t)ininitei- ftcii^n wollte, 

tt)att er ein ^hßtritt imD fiel tiüii^nlitu^cn biiumtei auf Den .Hopf, 
bap er bie anf bie t)irnict)üU'u plejiieit luorben. 2)ieier wavD in 
idn Voi^cmcnt iu'ti"ai]en, mbunben inib in fein i-^ott t^clegt, aber 
moniöerift tobt gefunbcii. A)icraiio ift ^ii meitcu, bag fi^ iiic^t 
fc^impfen laffe, jo gottloje (Somebien ipielen. 

149 

1697. Kristian Frantz Paullini: Zeit-kürtzende 

Erbauliche Lust 

Seit«ffir6enber drbaulic^en Suft / ober / Mer^anb au^rlefener / 
rar> unb euriofer / fo nitb« ald ergej^lti^er / ^eift« unb Seitlicher / 
üRcrcfioürbigteiten SDritter %\)d\ \ 3um tort^eU^afttgen Slbbrud^ 

801 



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149 

1697. Kmtian FraoUs Paullini; Zeit-kürtxende KrbauUche Lust 

Deii)iic^licl)cv l'anfiroeil / iiiib mel)icrm :)iacl)[imicn ; l)eiaucn3Cöebeii 
t)on ariftian isvaiib iHiiiüiiii. <s-vanctfmt am ^apu ; ^i^ei* 
leguug tyviebrict) Äuoc^ene / ia^i MDcXCVll. 
6. 694. 

CXIl 

^afi Me Chijd^Iiutg uon beut (fo genanbtett) ^. '^au^t eht 

leerce Coewafd) fc^ 

^2, tjat einer Oiamene Ciörci 'Wnbolf iöicbcman hierbenor 
Don bicjcö ^oamt S<iufteu l'ebeu unö 3;i)aten in $eutjct)ei- £pvact) 
ein lbu(^ ^erüor gegeben / roorin er al(erl)anb ©ciüäfd) jujammen 
rafpelt / unb bem C'öbel nac^ bem Maul jc^iua^t. Ob nu »o^l 
fol^e Ccartefen bed Sted^tö ni^t »ert^ pnb / beunoc^ tat man 
fie anberdiDO / unb ^loar mit 3iemli4em 3ufa( / mieber ftd^tbar 
gemacht. @onberIi(6 l^at D. $ft^r fol^e ju 9lümberg mit aUer« 
l^anb 9RoraIten gefpicft / mieber auflegen lagen. Sßelc^e ^nxtr 
etwal Slnje^en erjagen börften / »eil er fid) anf ein alt Manaseript, 
fo er in einer jtdiern 33ibliotf)ec mil gefunben (jaben I be^iel)t / 
möd)tc aiul) Der mit bei)gcl)Cfftctc '}{al)me bee bcfaiiDtcii Tlicologi 
Placii etmae vid)ein geben, befu'n 2i?ercf de spectris H lemuriluis 
ber gelarten ^lin'It üor >Hugen liegt, ©er ber ^I^icbeniou eigent= 
lid) (leiucien fci) ift tiimfcl. C^e lebte ^luar beim 'Jlnegang 
uorigen .N-culi ein foiner OJiann biejee ^^al)= [t5i>.>J mene »ie 
Crusiu8 melbet; (d) ber nad)bem er unterjd)iebner jeinec Sc^rifften 
ern)et)nt fo aber im ^anren^.Hrieg 3U Krümmern gangen, be* 
fennt / mic er ader^anb ^Ra(4rid)t megen ber .^ejrere^ von t^m 
befommen l^abe. IDbd aber biefer unfer fdiebentamt fc^ f ifl 
aweiffel^afft. Soann 9)9aitlitt6 / fo nur mi gelahrter Seute 
Didcurseu unb Relationen feine Collectanea 3ufammengefto|>t ^at / 
nennt Sauften einen ^rafauifd)en Schüler / bon j^üntihtgen / je^t 
j^nttlingen ge^eigen / einem geringen @tdbt(ein in @(t)maben bfirtig. 
ßn Ärafau fol er feine .>Sereret) gelernt baben mf fte uormald 
öffentlid) gelel)rt marb.(e) ^dioinr faft alfo ba\\ IVaulijnC' ^-auften / 
leinen Vanbemann getennt l)abc 3umaln er alle feine £ad)en 
bergejtaU er^atjU i ale ob fxc 5U feiner ^cit gefc^e^n wären. {£x 

(d) P. III annal. Suev. p. 809. 

(c) yid. collect, edit BasiL 1600 p. 88. 

302 



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149 

1697. Kristuin Franto PauUini: Zeii-kürtxeDde »bauliche l»u$t 

ld)tt)einte )|)iid)t er iibcrat)l l)ciuiu uiil» offcubahrtc uide n?' 
^eiine 3>intTie. er 3?enebi(] foiiie Aliinft nuct) moltc |cl)en 
laffeti c\ab er uor / ei rooUe gen .vmimcl fliegen. -Der ieufel 
l)Qlfr ihm 3mar eni^)ov , lieg if)n aber »ieber 33obeu fallen / 
bag er id)ier brflber hätte einbüßen muffen. ^eld)e^ (^e^Jlappcr 
hoiSi in obeme^uter ^iftorie feinet Sebent ja nic^t finbeu ift. 
@oI eindmal<i na4 Wittenberg lommen / aber ba i^u (^^urfürft 
äo^oim 9on Saufen loolte oreiffen la^en / entuHfc^t / unb in 
einem SSfirteiibergifc^en S)orff geftorben fe^n. ün^reo« ^onborff j 
$farrt)err ^rotgig / hat in guter Einfalt atter^anb ^tftörc^en 
nad) ber Drbnung ber ,^ehn ©ebote in groger ^Henge ^nfammen 
gctiügcu I mib ^n J^ramifurt am ''3Jiat)n im :^ahr 1572 l^cxaii^ 
gegeben ' promptuariuin Kxemploruin betittelt. 3)er [ö9G) fpric^t 
and) ' n)ie 311 iiiitteubevc] t)ättc follcn iiti)aid)t llHn■^ou, wöre 
er unfiditbar geworben / iiiib imd) üiimiberg gelauton.(f) ^oamt 
tlMcr <'orneIii Agn|tf»;e 2d)iiler ' menn Civspotns mahriatit ' (um 
jol üud) in l)öd)fter ^ebcik^<^)cfal)r i^cid)iiH'lit - bod) aber mit ber 
TKliidit \o\äi^ ttoc^ errettet höben / roieroohl t'arolus Clallus, ber 
Iheologus, unb ber ^urift i^artol ^tc^ i jamt oielen anbem 
!Rftnnern / t^n entf^ulbtgen (g). SiHer fagt non %tmfUn / er 
^abe nur 6)au(fele9 ; unb bie Beute wad »eid gemalt / oieler 
IDinge ft4 gerühmt / aber »enig oermod^t J|)abe feine jCünfle 3U 
jiratfou gelernt / tote bon ^ntltng bürtig gewefen / f)dtte ^tn 
unb »ieber $eutjd)lanb burd)ftrid)en / unb bie Beute belogen unb 
betroc^en. Monrab (Seiner / ein gelahrter ^ann / ^öhlt ihn sun 
:iHU]aJi:iii inic "^^aracelfne c]ciiu'ien ioi)u \o\. %^{}iüp\> Camerarius, 
aud) ein biibfdicr IKauii id)mä(5t ale IVanline luni ihm mit 
bcin ^ujau iinc iVanft bei) etltdien eiiu^efebvt unb i^ebetcu moiDen 
ba^ er bod) ein ^^iiobs^tücfldu jeinei »siun)t mi)d)tc iel)ni {a\m ' 
f)abe er fid) anfangs lang c^cmeigert > bod) cnblid) ihnen c\m'ü[^ 
fahret / unb gefragt roaö fie benn oeilangtenV 2lnmjovt: üx 
modite einige frifd)e Weintrauben ihnen auf ben Jifd) ftellen, 
l^auft fagte Ja ' bad rnoHe er leichtlt(4 t^un / nur ieber {olte 
|lo(fftitte fd^toeigen / unb nid^t e^e ^ugreiffen / bid erd i^nen er« 

(t) Ad pra'cept. secuud. 

(fi) \id. diseurs. de odio Satann*. 

(g) vid opiit. Wier. Tr. uiDez. pag. 687 et 690. 

303 



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140 

1697. Kmiian Fnaiz PaulUm: Zeit«kürtxeiuie firluiuliclie Lust 

laubte. ^IBie fie alle l)icreiii roilliöten ' blciiDcte er bic gaiitjc 
©cfellfdiaft bap fie meinte ba ftüiibeu fo mcl Trauben / al^ 
i^'iiti' nbtvm Jifd). ?^e^ev mar bcijieru^ feine iiovHon bai^on 311 
^aben. |097) C^iiblid) üciicl)iüimöcii bic irauben / uiib jebei l)atte 
bad ^ejer an jciiie ??aje i^cfcfet ; uub iim ein S;>i\av abi]C)d)nitten.(h) 
Bel(^ $iftör(^en («tmoii ^iajolue (i) »icberftolt. To^ meil 2>unon 
nur beti erften SS;^U biefed ^ui^cd gemalt f @dvg i^ront aber 
bie übrige^) / inu| i^m au^ btefe d^re 3U %il loerben. 
gleiten ^at DrexeliuB(k) {te iti feine ^opiereme ®olb «Gruben 
mit eingefd^oben. Slorten tbeIHo (I) ma^t QNntfteit p Agripp» 
l^ammeraben / unb fpnd)t: SBie |!e eitift mit etnanber gereifet / 
Wien pe bein (&d)ein nact) lauter ^^itt ®elb ben SSirtl^n / wo fte 
i^cU't^cii • i],ct]cbeu. :ilUis> aber vk tjuic i'ciitc l)cruQcl) bei)m \^i«f)t 
bejal)eii maicuö fleine «Stücfleln oon A;)ovn. ^Kictt)! abci luuli 
einem 93iäl)rle{n ) magen iiicmanb fonft berölei<^en Don Agrippa 
ertt)cl)nt. Mhw fie foUeii juöleid) gelobt traben / 3a einige mollen 
gar ' S^uft fei) Agripp;»^ ?obr='!))?oiftcr i]ciiicieu. 9lbcr afloe ol)ne 
©runb. feiger (m) neiuit Dic)cii f^auften probuoi piumque 
Filivnn, einen frommen (Boljn / wie ere aber eigentlid) gemeint 
^abe / ftc^t ba^in. (Sonft gciinf; / bag feine 33üd)er l)ie unb ba 
gebred^lic^ ftnb / obfc^on Wlatifäm ®re^et / {ein unebner Hista- 
ricus, fie (mb^te münf^en beba^tfamer) ^emud gegeben l^at. 
QMtiti Naudaaus, ein ^ariffner / ftabtlic^er Philologus unb 
Medicus, ()at eine artige €(^u^^d9ebe aona 1625. and Siei^t ge* 
fiedt i worin er bte, fo J^uberei) megen ttbel berüchtigt finb f 
eifrig oertbabigt / unb unter anbern ^oam ?yauften^ C^r3ät)lungen 
für [t)9Hl eine pure Jvabcl acl)tet. @iiiii]e mcuicii ' ber "Xabm 
^auft ici) evtiil)tet ' unb mcgen cin= ober üiiDciii gliuflid)oii Suc- 
cessois einem Magr» bei)i]ele(it nun■^c^. iHnbre breben ihn vom 
Faiissto Sociiio l)cr. 2)iejer l)at in i^olen (wo Souft feine Atiinftc 
get^olet ^aben jol i) feine ^rrle^re ziemlich ausgebreitet < ba benn 



(h) raiiK-rar. hnr. siiccis ( I p. 314. 

(i) T. II dior. catiioular. colloq. 3 p. t)02. 

') th>oraut fi(t) bicfc [tiitU, l)abc ic^ uic^t eriiiittdu foimcn. X. .y). 

(k) aurit'odin, P. il c, H. pag. llt>. 
(l) L. II disquifl. mag. qu. IL 
(m) L. VII nudei hiat. c. 18. 

301 



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149 

1607. Krutum Fnuite FkalUni: Zeit-kürtaende BrbuUche Luit 

^fr gemeine ^öbd ein giop '3Jiiiaful quö ii)iu machte , \o öaß 
Mx ^?örbcr=-Rat)m %att^t ^ieöurd) in bie Äunbe fommen ift. 
^Hein lang t>or Sociuo lieft (^emä|(4 oon ^ttufteit in ^eutfdb« 
lanb ^um. ttnb flnb ber ^^mf^en otele gemefen, tnagen Raphael 
Volatemnus i^rer ein gan^ Stegifter giebt SItibie oenöirren 
Soomi 9<iitß mit Joanne Teutonico, UKl(^r le^tm einc$ 
IMffÜard @obtt unb Canonicus p ^Iberflabt mx I mb alfo 
gor tnne @e]neinf(t)afft mit Sauften ^at.(n) SCUed übrige 9on 
ibm locrben ®t«bert ^ofttu6(o) / Thomasius, (p) ivreub ((|) unb 
^iler(r) mit «a'^icrm mdben. -Tod) müf;cn mir bot^ ^)Jiäl)rlcin 
nur in ciipm^ nodi prüfen. !^kitliuö bei bod) ^Vanftcu iinl 
geteaiit l)üben r ia^t: (fr mre von AUuit»lingeu aue ^djmaben 
(jemefcn »' "I^tcbcinan lum oinom :iiHnuiaiiid)cii 1>orf Sioha ge» 
naiiiiM Libi'niH't)iuc .^^iitonc iinl v^oltmebcl l)abeii. t)b itu 
^iMi er immer bi'vum oagirte - bod) fol er auf ber »V)o^en*^d)ul 
Jiiflolftabt eine Seile gelebt i)aben (s) mel(^c0 roo^l (eijn fönte / 
fintemal jn ber ßeit jolc^e in großem dlnf mt (t). Da^ er aber 
ein ^ittenbergifd) ^inb gemefen / ift im [699] @runb falfd). dr 
foK einft feine jtammeraben in einem tßalb / &p^tk genennt / 
nnb nal^ be^ ber €tabt gelegen / eingeloben l^aben / weld^er »eil 
er im S^firtembergifc^en 2anbe ift i tm {eber fe^en / wie fßftrten« 
«nb Stttenberg bie^fal^ nemirret werbe. Unbre jd)tt)äben: (St 
tfübc einen i^etter ^n 3Stttenbeiß t^eljabt bei) beiii er fid) eine 
3eitIoiui nnfgebalten unb au Alinöeö [ratt non ii)m aiu^euoinnieu 
iencu. ?s)'t abermal»? iiidit ein 'Ii^örtlein baüüu luahr. Tod) bleibt 
Ti a !i ! i u e |teir brniir baf; luie (5()urfürft ^voann ber ^tanb« 
l)aftitu' i^l" 'l\>ittenberi3 habe molleii bcnni Mraiien frieden ' 
tyxbt er ba6 i^or gcjut^t. 1>. Vutcr l)at in jciiieii Iijd)reben 
gar nii^ti l^itDon * oielweniger ^ticer / jo boc^ mit gutem gleig 



(n) Wolf. l«ct. memonb. T. II p. 434. 
(o) P. HL «elect. dispp. p. 580. 
(p) disp. de schol vagab. § 28. 

(*[) in casiial. <lo Mag., p. 265. 
(r) in ohron. Suevic. p. .>Ö4. 
(s) hist. VauMi P. I. c. 1. 

(t) viel, tlraüin. Üoterod. L. II. epit. 17, p. 121. udit. Lund. 
(u) P. I. f. I. 

Till«: F«utapitt<«r. 805 20 



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149 

1697. XritÜMi FnuitaB Faullini: Zeit-körtiende firbanüche Lost 



de diviiiatioiu' uiiD mn'^in ge((^neben ^at / unb Mcg jü)tut'iii4) 
»ürbe aiu\^c(a^cii (labcit )vü\m\ ctroa^ bran nnlrc (vbcn fo ifte 
mit aUcn .H^i)törd)eii bciuaiiDt ; fo man Don il)m t)erum trä()t. 
Sie Äaifer SNajctmUtaii I. einft 2uft t)albcr ^n 3nfpni(f mar, 
{ol er Rauften t)aben fid) {)oIen laffen unb gejagt: 6r mod)tc 
feine iSunft Dor i^m bart^un. %anft traute iftnfaiigd nic^t / bod) 
in S^erfl^eruttQ aHer ftatfertt^en (^nobe nerfpra^ erd t^un 
load ober ber ^aifer gern ^ditte? @r mbc^te / mx bte tlnüoort 
ben fRacebontfc^en Stbn\% mesahbem in feinem $abtt »o^l 
fei)en. ^auft fteUte if)n bar. :S8e$](|albeu t^m ber j^aifer vm» 
2lnfet)nUd)eö Deret)rte / nnb im ?<riebcn inicber ^tcf^cn lieg, (w ) 
l'auter l'iu-jcu! .Hl!^a•e ev^iUjltn iia»:^ \)on C^oaiiu Irittjem / ber 
fol bciglcid)cu gcinad]t liaben. Allein Äaijcr W^axU [700] mtUan 
mar ein frommer aiibiulitiiicr ."öerr , (x) integrae pietatis et iii- 
comparabilis virtutis Heros, (y) Der fid) mit fold)en l^appalien 
gar lüdit behengtc aiid) feiner ' fo femalö feiner gebadit f)icr)ou 
etmae enoebnt. Viefe beii ganzen (fo gcnanbten) %t)mt bancf 
unb feine ^^aten fo ettt itnbenanbter 3U Jngolftabt im 3^^^^ \ 
^tnox gegeben i^at / ba mirftu jioar aUert)anb oon i^m finden 
aber bte^ Geplapper gar ntc^t @ben fo mat^r iftd / ba| / nrie 
$ö(^rtbe(obter j^aifer SRojtmiliait einft aufgenKi<|t fe^ / mdre fein 
gan^ Stmmer mit aOer^aub Blumen / 93&umen unb j^rdutem 
gefc^miidt gemefeit / bie S!$5gel (dtten gefungen / unb mad M 
3eng0 mel)rift.(z) aber bie^ ift bem Alberto M. Qb9efto!)(en.(a) 
ll^enn loic anno l'JOO. Alaifer 'Jöiniclm ^n 2lad)en gefront marb 
fol er '5l'intercs>^eit allviljani) ungeioolinlid)e grüne l^nftigfciteii im 
Himmer il)in gcuiad)t ^aben. äÖeld)e weil fie ber i^obel in jeiu 
üerfdirnm^>ffree (^el)irn nid)t bringen fönte ^ mnfte er ein (Sdininr^- 
tiinftler In'if^en. 'Jhi mar öiejer Oiegenünirajulie ^i)d)üi| Gilbert 
Don i^auuigeit and) sEd)maben / (b) nnb 'i^^tcbcman , fo S^oufteite 
{)i)torie auagebriitet ^at / auc^ ein @d)n)abe. Mit^ i^m nun an 



(vv) bist. ead. P. II. c lU. 
(x) (Nisiünian. do Iiiip. Honi. p. 494. 
(y) ilnvius elop. o. p. ir>.'>. 
(z) hist. Fttust P. II. c. U. 

(a) vid Uicniu LH. 

(b) vid. chrou. Citix. f^Ang., p. 807. edit. Pistor. 

ao6 



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14» 

1097. Krutiftn Fnotz PauUini: Zrit-kürtmude Erbauliche Luat 

au0län5i{(^en gabuin mangelte / jd^arrte er in feiner jpe^nmtt) 
tucld)c ^nfammen nur bag bae Suc^ ooQ warb. ?a toolffi 
lad^rlid) ba| er dti|t mit einem S3auren fol geioettet ^oben / er 
motte t^m fein guber ^ freien, (e) Sitb aber bal [701] ni((t 
an(4 Hon einem ^dn(^ erad^Itf (d) 3a berglef^en mieber^olt 
Camenrios (e) and bem Dubravio oon bem ^öl)mifd)eii @auÄer 
39t^oit / unb fe^t beutUc^ t)inju: ^ben beTgleiä)en ^soffen / fo 
mon tion bem großen ^8öt)meu fagt mcrben and) i^auften ^u» 
i]cjct)ricbeii. 3"beffen meint ^octiu^:(f) tfaiift ^abc mit ^atan 
einen förmlidjen Contnu-t (^i'inacl)t luib fei) »on il)m gc3t'id)uet 
lüorben. Ta^ er aber ein Doctur Medicina* t^eiücitMi tft aber= 
male ertict)tet ' (g) ee wäre bcnn bafc il)m bie ibaurcu lolctien 
Iitel iKncben hätten une i'ie nod) ie^io bcn ^torgern unb Üuacf* 
laibern tt)un. ^ft alfo bae gan^e (^emäjct) ein Hoiuao Magique, 
miee Naad^eus nennt (b) eine {ol<^ ^xj/SiXflxm% i fo mit Der« 
dnberten Umftdnben erti(i)tet ift oon einer megen >)auber'jtunfte 
berit^mten ^^on ' bie ^ernad|^ ber ^ufaft non SaMxi ober 
.ptftbnten no^ mel^r ind (S^ef^te^ gebra<^t f^t ^o^ mdl 
99aiiltii« %QX^Un fo( getott l^aben / Camerarins, mae er ge[)i>rt / 
cT5ä()lt , unb SSHer oon einem $reunb / ben f^auft betrogen l^at / 
bc^ feinige oemommen f aud^ fo oft bie 6d)maben ^unblingl 
gebencfen / ^uglcicti JVauftenö babei) erroe^nen (i) borftc man faft 
ntdit aUeö fo gar iiiö Aiibui ;)ieivi|ter merffen ' bod) ifte aiid) teiiie 
A^ii'torie / maffen *^Icil»an i'^er lim alle iciit jd)c 2ad)eu (\iim\ 
!Öi'jd)eib mufte unb ionft maiid) (^efct)mä|3 mit anmerrtte ) auc^ 
man(t)mal meit gerinaore I^tnc^e anf^eirf)nete / ni(t)t einmal ftauftcnß 
[70*2] gebend't. lt)nan jagt jmar Don bem (8d)iDar^fün)tler 
!^aoib ©örgen bem *}iieberlänber gar roeitleufttg ; {k ) aud) ein 
Stemlic^ed oon bem (^|>enft $rag / (1) aber (ieoon mU er nid)t^ 



(c) P. I. 42; 

(d) In coUoq. ineusal. Luteii. 

(e) hör. sueeu. C. l. pw B14. 

(f) I. c, 

(h) in apolog. e. 15. p. 41ft. 

(i) C'.iir. Ditcru*. ootic. XVL in Ecclesiut p. 287. 
(k) L. XXII. bist. p. 427. 

(l) Lib. L.« p. 603 

807 20* 



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150 

1096. Peter Ooldachmid: HöUiacher Morpheus 

iDtfien. Cvac^par *|>eucer ict)rieb ' mic id)OH (\m(\t ' mit allein 
T^Um ^?u\ i^}cxd (!•• «livinationo. aber üoii 'Rauften l)at er iiu1)t^j- 
M. ^Jieumantt (ui) meint / ee fep faft mit 3<^uftett mk mit Dem 
Sud) Don ben 3ct)ilt>bürgern ' morin ni(i)t lauter i^abcln ciiU 
(galten / fonbent tcil^ folc^e ^tnge / t>ie ^ie unb ba gef^e^n 
toaren / ungead^tet folc^e nur al^ Hiir^ioelte mh ^ffen norge* 
fteKet nmrben. Unb mag %taifk ttm im Anfang t»ongen Seeuli 
fe^n {ung toorben. ^ag nu »tele bennocft ^em ^ritd)te beiyfaEen / 
meinenbe / er \tq aud) 3u SBittenberg gemefcn / fbmmt bal^r. 
^ie im boric^em bretjgig jö^rigen ^rieg bie i^te üm SBtttenberg 
l)crum ^ieuilid) mitgenommen mürben ' unb alfo ouf oUer^anb 
3luoflücl)tc bcbact)t iei)ii uuutcii i]c)d)ad)e M\{ ein ^d}iiiQrm 
^olbateu auf ein U(l)er 2)orf an ber ^Ibe ^,iitrabte / unb bet)m 
3d)iilt.cn ftd) ciniiuartiren molte. ^cr aber fagte ■ er »oüo ipldio 
(>Kiitc gern aiuicl)meu ' nur jeui ■'?an}\ iiuirt' bef;trieiicn iti ubicm 
^Kuff, meil D. gauft öarin innfommeu . geigte il)ueu üud) eine 
^anb / fo er mit D(^jen>iBlut t)ort)in gefärbt dattc < unb trieb 
fle alfo oon feinen Sc^meden. ßuic^t fol Sranften in jeiner 
^e^mat Bütlingen ber $ft(| ^ubroc^en morben fc^n / mie ber 
(Sd^mabe jlotttab ^ctri4 (n) / nebft feinem Eanbdmann Manlio, 
bea^ttgt / fo [703] alled ba^in gefteQt fd^n la^. (Mi mäfi 
9la»m bem S!Af(eier. (o) 

9iegi|ter. @. Cccc jv. a. 
gauft (3oan) tiat einen Spiritum in gorm eine«? ^iönc^ee 695 

ob Dat? Wci(t)tüä^ uou il}m tüül)r je^? <)94 .seq. 

fein Vebcuölauf iV.K) 

unb Wauitclpo^en ibid. 

ob er ein Doct. Medicia. g^toefen i 701 

150 

1698. Peter Goldschmid : HBilischer Morpheus 

Petri (^olbfi^mibci Pastoris Sternpensis. ^bdifd^er Morpheus, 
9Be(d^er funb mtrb ^ur4 gefd^e^ene (Srf^einttngen £)erer ®e^ 

(m) disp. de Fausto c. TTT, thea» 5. 
(ii) 0(1110. oit. p. 237. 
(o) Eyh. iV. 27. 

808 



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151 

1698. Miaander [Adami]: Delicine Hiatoricue 

fpenfter iinb i^olter«($)dftev <2o big^cro ^um X^eii oon teineu 
einzigen Scribenten angefü^ret unb brmertfet roorben finb. 
S)araud tii^t attein enoiefen »irb / bag (^efpenfter fei)n / tpad 
fie fc^n / unb 3tt lorld^oii <^be biefelbi^en erf^einen / Biber bie 
Dorige unb f^tnü^t Atheiften / Naturaliftett / unb 9la]^mentli<^ 
D. Beckern in ber IdQaubcrteti f&tii etc. 9ud aUen aber bed 
^cuftelet ^i|t / lücfe / ®emit i t)eimlid)e '3ta(t)fteUungen unb 9e» 
trii(^ ' l)aui)gidflid) !an erfeljrn unb erfanbt werben, ^mburö 
iH'iiiviic c^^üttfiici) i'icbauiltcl , Hi98 
@. 37'2 (Cap. IX.) 

^d)lägt bei* (Sataimi^ ben iiaulum mit Adufku unti tnini\ct 
öeii «v^iob nuff bcu '?h"dicbevi^ ftt^en; faii er pe boct) iii(l)t ba)De 
in bie ^'örube bniuH'ii. .^xn-gegeu aber ift fein Wottlojcr ein 
einzige«! Slugenblicf |i(t)er füv [373J beffen t)öllifd)e Miauen. Unb 
ob er 3war btefc feine ^})2örberif(f)e ©raufamfeit il)nen uid)t gleich 
fuiibt t^ut / bag er fte getroffenem 8unbe ptö^lid) jerftütfe / 
fi^onet er fie bod^ nur ein S^itiang. ^eiffet ee bod) bei) adce ' 
Ieuffel0«(S€laüen / na^ l^Serflieffung etli^er S^^ren folt bu mein 
fei^n. Fausti unglücffeügee ä;rem|>el bemeifet el. ^te oerborgeufte 
f&iffeii{ct)afften eil)ie(t er bur^ (Sntbecfung feinet um il^m fe^enben 
@eiftee f oHetn mit welchem Glenbe ber graufal)mer Jeuffel ßeib 
unC) 2oc! rteid)ieC>cn , bciucifct Dk' IciUc 'Jlbcnt»)tiiuDe vid. Gdclel- 
rnaini. df hniaUt üb. 2. cap. 3. de Lamii«. et Wiedmaiia ^iftoiia 
von D. Fausten. 

151 

1698. Misander [Adamij: Deliciae Historicae 

« — d 

Delicia; Histuricie, Dber: ^iftortfc^e @rgb(li(tfeiten / f&e» 
fte^nb in bendh9uri)igen Situln / bon fonber« unb tounberbaren 
.^iporien / ergb^Iitl^en 9lu|* unb Se^r*rei(^en <^efd)i4ten j (Sreuipetn 
unb Segebniffen; ^t bet)gefiigten fe^r nü^Iii^en SE^eoIogifd^en 
fragen / 9ud bemfi^rten / gele()rter Seutl^e fkit(f)ern ,^ufammeit* 
(^fbradjt ' ba^ fie nidit allein ^n beliebter ^ri^öfelidifcit , unb 
cibaalulici OtiitUiaifcit ioiiöcni and) in %^\xb\c\t\:\\ bei) .v?od),^eiten * 
^cidk^tix unb anbern 5öegebeiU)iiien moiji ^u gebrauchen; 'Jiebft 

809 



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15t 

1698. MiModer [Adami]: DeUciae UiatorieM 

einer 5^orrebe l)erau0 gegeben Don ^JäjanDeni $D9R©SX^(^5? 
tßerlegt üon Jotiann (!{)nftop^ •?}?ictf)en unb ^oh- ^t)riito|)l^ 
3immermann / lfi98. >;siriia / briicft^ (iieorg :öalt^. Subewig. 
@. 22a XXXlil. 3auber>|>dnbeL 

a) @. 224. 

• ®ie (51)riftovl) ii^agnci Dee Fausti Famulus unb Discipulus 
i^abua ' mit anbern eine (\nk SBeilc fvölict) geroefen njar h\\)ci 
eiuei unter ihnen an ' unb bittet 5i^acincrn ' er rooUe ilinen bod) 
einen furliiucilitu'n i^offen icl)en laffen. :iiiai\iki autuiortet unb 
flirad): (^t^ märe genug auff öif^maf)! ' er tiätte neben a^^er^ gnui^ 
9ejet)en. 211^ er aber weiter aut)ieU unb ut(l)t uact)laneu luolte ; 
)>ri(^t Wagner: ©o^lan / ee foU 9eid)et)en. 5öalb borauff in einem 
befönunt ber anber einen Dc^fen^^o^ff mit groffen .f)ontem 
ted^t mie ein D(^fe. ^Dte anbern fangen an feiner 3U Ia<^n unb 
)u fpotten. 5Da9 oerbreuft t^n t unb vM fl«^ oerantoorten mit 
@4elten / fftnget an greuUd^ 3U bruOen unb brummen ' mie ein 
re(^ter natftrlid^er Dct)fe. Salb molte er einen Se^er ine ^Iftaul 
nehmen f225] unb trinden / fnnte f!4 <tber ni(^t borgu {ci)i(!en; 
bie Wappen am ^iaule iiHiren ifim ^u c^roft. brad)te Ä^agnere 
Famulus ^i\>e{n in einem Jvaffe ' ba tliät er einen guten eoff. Sllfo 
Ratten bie anbern -v^erren it)re iNl)antafei) mit bem C'ctjfcn unb 
gonneten ihm biejeu sid)aht»?=iioifen c\av iüol)l. Uuterbeffeu fommt 
bne (»eutuei) an feine 'iDiabanie Die erfahret ' ba^ i^r "^anu ein 
Octifen=.s>anpt l)abe; @ic get)et gei(t)minbe ba(}in unb befinDet ee 
alfo / machet ftc^ mit lofen Störten an Wagnern unb tiHct)et i^m 
fel^r / toarum er i^ren ^ann alfo Derfcl)impfiret ^tte. Bagner 
gab ber grauen gute Sort / ^teg fle ftttte fd^meigen; SCIfo t^dten 
bie anbern au4 / aber ed n^ar ämfonft £Da zauberte SSagner ber 
Srouen einen ^ft^sj^opff auff / mit feinen $5inern ; baruber marb 
bad ©elödftter nod) gröffer / unb wolte bie «^au viel äBinbe^ 
ma<i^en / bub an ^u plarren ^ beeg(ei(t)en and) ber Dd^fe. Unb ale 
tle faf)en / böft ee uid)t anbere werben luolte mit i()ren Ätopffen < 
giengcu fie ()eim ' imb ijuüen 2diauer gnug auff ber Waffen; 
muften fid) and) al]u Damit jdjleppen bif) au ben anbern lag. 

') Xcr IBerfaifer i|t bei ';ifarrer $o^onit 2aniucl Ubami in iirc^iilKii. 
borf bei ^Tippolbidioalbe, '3a<^fen. ^cr^lei«^ Splitter 144. ^. J^. 

310 



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151 

im Misander [Adami]: DeUciM Hi«t(*ri«M 

^Da pe bcnu ©a^ncr / auff bcr anbern S^enn 55orbitt / roiebcr ent* 
lebtgte. Vid. ilildebraod. in Goet pag. 75. seqq. 

€o ift bo4 nu^t gu mneinen / ba^ €atan glet^too^l bun^ 
(9£)tted l^Srl^ängntg unb Bulaffung otel tounberlic^cd unb fel^med 
iwrbrtngfn unb pTacticircn mofl ^effen Urfad) tCrt imb ®eife 

aud) bie jctinifffiimic^ftcn ^JDienjct)cn iüd)t cigiüubcu unb aiiöiuiiieu 
uiügcn eutiüt'öcr Daß er 

1. ^^nrdi ^^e!)cnbi(^feit rotte ban^eftellot Daf; C6 bae *ilniel)e« 
g€^übt al0 mann erö felbften gemad)t unb erfdiaffen Ifätk i mit 
er burdj bie ßöiibercr in (^gpptcn getlian ba beim (Stäbe ju 
^langen iDorben ' ba fte gröjd)e gemad)t / mie ^tofte 4^^ob. 7 , 12. 
Cap 8 / 7. mt man axLtS^ in (S^nftopl^ SBagnerd ^tftorie liefet f 
ba| er be^ angeftalltet @afterei| gu dnem getifler immer eine 
(Sc^Sffel na4 ber anbeni hinein genommen unb auffgefe^t / ba| 
f\(f^ feine ^Nifte Dermunberu müffeu / m bad l^errltd^ (Sffeu ^er> 
fommeii mÖ<^te; mie er au^ an bie ^anb mit dnem Stabe ge« 
fct}lai]cn ' ift ein Jünglinfl t)ciauc tüiunicn ; ber ^roeene gülbene 
iöcd)cr in jeiner Apanb getragen baranff beö lürrfij [2^7] 5läi)jcrel 
'JJahmen unb Sappen geftanben; ^Inä ber anbern ^l^anb abcreine 
Auni^frau fommen mit einem ganiuMi .Morbe üoU )ct)öner giilöener 
unb filberncr Irinit=^(L^ki(1iirr barnnter üieler ^vürften unb -öerrn 
'}(lal)nien unb ^^apcu , jonbcrlid) bee Alönige in «Spanien unb 
Jranctreid) roaren. Vid. Hildebr. in Goet. p. 7:H so«]. ■T'ae aUee 
benn fein Weifter iftuer^an / ber leibige Xenffel mit jt^neller .per^u« 
bringung ber Xradamenten aud ^dbftlic^n unb j(önigUd)en 
Stüd^n t ber $rtn(f»(^fc^trre aud ^äi^ferli^en unb jC5niglid)en 
(Silber* unb @(^t«^ammem / burc^ @9£>tted ßulaffnng au ^enfe 
rieten unb praestiren fbnnen. 

8. 28.') XLl. Xer öcibiente ;}auber»2ot)n. 

:^i)ann $auft / ber berühmte 3ouberer / gelebet ju Lntlieri 
unb Melaneht. 3^ten / mel<^r von mi>I^Igeba(^tem Philippo 
MelaD4:htb(me cloaca maUorum Diabolorum ift genennet worben 
(Bianl. in I.oc. de Creat. p. 39.) Sdner @eburt^a»@tabt na«^ 
ift er bfirtig Don jlunbltngen f oud bem Sürtenberger $onbe / unb 

an 



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151 

im MiMDder [Adttni]: DelidM HutorieM 

fein Doctor. fonbern nur ein (gemeiner Val!^^Strd(^)Cl• ßcmelen. 
^cm\ al0 er üou loegeu öerübter 6obomitcrci) doh einem >£ctiiil' 
bienft / unter ^yranfe D. «Sicfingen ' abgejefet / ^at er / al^ ein ertal)rner 
@(^üler / in ber Si^elt ümvagirt / unb n\ Cracau in ^^^olen ba 
man t»or Seiten bie f^toar^ ilunft / ober Säubert^ dffentl. gelel}ret / 
Mefetbe gelemet / unb bamit fel^ame (9an(felf))iel unb SEeufeld* 
(dnbel an Dielen SDrten getrieben. (Snb(. aber ^at i^m fein pfeift 
übel unb nad^ IBerbienft gelo^nef / tnbem er im SSürtenberger« 
Sanbe / in feiner ^efmat / neben feinem 93ette gu ^a&jt in ber [289] 
Cammer ift tobt gefunben »orben / unb il)me ber Apal« fimgebref^et 
gewefen; üDcr mie Widmnnmis in jcinci .v^iftoria bcrici)tet i>a^ 
Wim in Der Stuben / öariuu er gemcfen / nid)te me^r gelegen, bcnn 
aUcin C>a[? fte Doli 33lutc / unb bie JBönbe be0glei(l)eu mit 33lute 
bcipütut ßciuefcn / (in6) fet) fein C^)et]irii l)iu unb »icber an ben 
2?äiiDcu gcficbot ' bie :]aliiie fet)n auff ber (?rbou unb 23än(fen 
gelegen / unb l)abc man augenjc^einlid) abnei)mcu töuneu / roie i^u 
ber ^leuffel Don einer ^anb gur anbern gejctilagen unb 3eij(l)mettert 
gehabt / enblic^ ^abe man ben Seib auffer^alb be^ .»paujeei auff 
einem SRift liegenb gefunben / meli^ed f^recfli^ anzufeilen gemefen. 
Georg. Rudolf. Widmanu. Hb. 3. Histor. Faust, cap. 18. pag. 152. 
d) 6. 681. 

OXIX. £Der Sauberer $attfi 
SD^ann ^auft / ber berühmte Söuberer l)at gelebt 
,^n Lathen unb Melanchthonis :jdkn i mel(t)er Don molil* 
iia^aditen »'pcvni l'hilippo Melanchtliuiie Cloacji iiiultonim 
l>iaiM»lorum i|t i^eneiinet luorben. (Manl. in Lc»c. th» ('rt-at. 
p. Seiner Weburtl)e*viiabr nadi ift er bürtig oon Äuab» 
liiu]en , aiic bem "iJi^iirtcmberger =Vanbe ' iinb fein Dortor, 
fonbern nur ein gemeiner \ranb=8treicl)er geiuefen. 2)enn ale er 
wegen ocrübtcr (öobomiterei) oon einem Sct)ul*2)ienft unter Sran^ 
»on Strfingen abgefetzt ' ()at er ale ein erfal)rner @d)äler / in ber 
Seit ümoagiret / unb ju (Cracau in Idolen / ba man Dor ä^Uen 
bie f^mar^e ^unft ober Saubere^ öffentlid^ geleitet / btefelbe 
geler [682] net / unb bamit fel^ame (S)au(fel«@|)iel an Dielen Orten 
getrieben. Unter anbern feinen Eeuffel^^iinften fe^nb folgenbe 
Don i^m practiciret unb Dörgen ommen morben: Sltö er auff eine 
3eit be^ guten greuuben cingctel)ret / Ijabcn fte oon it)m begehret / 

Ö12 



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151 

109a Minnder [Adami]: Delieiae HUtoricae 

ba^ er foUe «n i^robftiicfleiti t^un unb r>on {fjm fe^en laffeti. 
Ta er nun lange ntc^t baran gemolt ^at l^n bie tolle unb ootte 
@efeaf(4afft enbli(6 übembet / bag er i^nen octf))ro<^en / er toolle 
fie ein 6tit(f(ein fe^en laffen / ml fit ffir ein« begehrten. 

^ben beroniegen aUe mit einanber begehret / er folte fie einen 
SSetn^ocf DoSer aeitigeu 3:ranben fe^en laffen. 6fe Dermei^nten 
aber ' er »firbe foldiel megen ber Jal)reo=3«it ■ ^fi^ SBtnter 
wor > nid)t praestireu unb leifteii fönnen. i^auft gicbt feinen 
älUUcii aud) barein / unb öer^eift ihnen ' fte folten alfobalö auff 
bem Jifd) bot? jcnii^c icl)cn / ftc bci\el)ret; abcv folcl)cr (^k'ftalt 
ba§ fie aHc foltcu ftille id)irdiie!! fid) ni(t)t iC|^cn aiidi feiner 
unter ibnen eine Iraube abi(t)iieiitcit bij; er fie imiibc l)ciffen; 
i^^enn fie jolct)em ni(t)t uac^fämen jo jtünb it)nen l\nb unb !i^ebeu 
barauff. ^lo fie i()m nun foIcf)ei? ^u tt)un Derfprod)en ^at er mit 
feiner (^aucfelet) biefe üoUe Sopffen aifo »erblcubct / bag fie jo 
l»tel groffe unb x>o\it [68a] Trauben an einem f^bnen ^einftocf 
gefe^n / fo Diel t^rer am Sif^e faffen. 

flJeil nun biefee im SBinter eine neue 8peife . unb fie ol^ne 
bae er^i^et unb burftig nxiren / i)at i^m ein jebmeber eine Trauben 
ou6c^efet)en unb bae ^Keffer brau ff c^elegt / unb gemartet / big er 
fie t)eiffc bie 3^rauben abfct)ncibon. ^nbem er fie nun eine 
Seile geaffet ift bor :liHiu)iocf mit ictiicti Ivaubcn Dciuljuninbcii ' 
unb ba ein iebei geiiuMiict ' er babe eine Trauben in ber .pauö 
hat er ficb ben feiiicv ^iJajcu i^cbaltcn , unb bai^ ''Weffer brauff 
(^eiefeft: iHlfo i uhmui einer iinber Dae 5^crbptl) in Die Iranben i^ie- 
fcbnitten ' l)ätte er il)m jelbft bie Oiafen abgejc^nittea. M. (äieoige 
9Rat)er in feinem A5iftorifd)eu Vuftgarteu. 

äid eben biefer ;vanftuo be^ einem (^elag mar / unb bee 'Mxti^^ 
3unge i^m |UDo(letnf(^en(fte/ brauete er i^m / mann er« no(4 einma^l 
t^dte / fo molte er i^n freffen. <Da nun aber ber Junge feiner 
fpottete / unb fagte: mo^t freffen! unb t^m barouff mieber fo 
Dolt etnf^encfte / f)Krrete Faustus fein 9RauI auf / unb frag tt)n; 
^nmj^te barauff einen StäM mit bem jtü^Is^ßafifer / unb fagte: 
fluff einen guten 5?iffen gehört ein guter Jruncf / unb foffo au^. 
X'a aber ber 'ii'irtl) ihm ernitüd) |(IS4| ^nrebete ' er folte ihm 
iciuen ^sungen ipiebei icl)affen / ober er itiolte etwac» auDcrö mit / 
ii)m anfangen; ^a fagte er: 6r folte jufrieben fet^n / unb hinter 

818 



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151 

1098. MiaMider [Adami]: Delteuie HiitoricM 

bell rfcn ie()en. fanb er feinen ^^imgeu goiife iiap licneii • 
Ulli) füi @(^rerfeu jittevn. iticr(t)einier in i einem Sebenrfen »on 
ber ßauberei) Cap. 7. fol. 15. ^Ta^in l)atte i^n ber leuffel 
geftoffen / bae Softer auff i^n geftiir^t ben 3ufe^ bie Hugen 
bezaubert / bag fie tnei^neten / er »»Are gefreffen / unb bod ffiaffer 
aitd bem j^fibel gefoffen. 

C?r ^at auc^ einem Sauren / ber iJjm nic^t au^ bem 3öec|e 
uuidii'ii roolleii einen ^Bagen mit ."ötu luiu i^fcrben gefreffen / fo 
er baniaü] Liiauffen für bem Ihore ftel)enb mieber gefunben. 
D. Jacob Mart. de mag. acliuu. th. 17. u. 3. Lerch. c. 7. 
fol. 15. b. M. WalUsdiniitl. Python. Kodor. 

S)iefer %avLft ift au(^ offt auff bem tD^antel gefal^ren. @in0« 
ma^tö fu^r er mit feiner ©efeüfd^fft nac^ bem 9to4t*@ffen jum 
8(^Iaff«5£run(f / au6 ^Reiffeit gen 6al^burg / fiber 60. ^alm f in 
bee Sifc^offe ÄeUer / börinne« tninden fie ben beften SBein. ttnb 

ba ber Äellermeifter oi)ngefct)r Mneiii tarn ; iinb fie ale riebe 
aiirebete ■ nuKlite er fiel) mit jciiicr l^kjcU icluifft ll1ie^er 

baruoii iialimcu il)n mit ' bij an einen ilialb / ba felue il)n Aauftne 
anff ciiicu i}ot)ci\ lanncabanui j Uejj il)u fi^eu • unb fuljr mit ben 
jeineu fort, Lerciieim. 1. 2. 

£Dem jtft^fer (Saroln / bem 5. biefee tßo^men« / ^at geba(^ter 
Jauft einema^Id eine fonberbol^re SIenbung für Slugeu gefteQet. 
(Denn de er mit feiner .>>fftabt nad) J"ipt*»ö ocrrfirfet »ar / 
warb oudj mit babin gebracl}t ;so(innn ivaiiftne ' weil er bxxt&i feine 

Alniift iiicleu <vrei)herren , @rafeii inib C^blen iKtlolffen l)atu uao 
Dou allerlei f d)mci t^lidH'n .^rantfbeiteu befreiiet and) il)nen burd) 
feine fd)U>aii>e Mnnft öiel ronnberlii1]c Indien i^eiuiefen. T^iefetj 
X-anit»> .N^anbel nnii^en bem .Hüijev and) fuiiU'tiai-\on nnb ihm bat? 
(:9cmuU)e babnrdi Inftern nemndit ^^f? er bcnjelben vor fidi forbern 
iie^ unb üon ibm beget)rtc , ba^ ei burd) feine Alunft ben aüer= 
berii^mtefteii .Hdi)ier Alexandrum. ben (Mroffen nnb feine @emal)l ' 
in T^orm (Meftalt (i^ange unb C^ebd^rben / jo fte im :^eben ge^bt / 
berfür bringen folte. 

?5auft antwortete: 6r wolte / fo oiel er burd) .pülffc 
(^eiftee öermöd)te ' i()r .Hei)ferlid)e ^Jiajeftat Sitte geroäbren / unb 
begi"l)itc i^erjonen erjd)eiHcu laffen: ;'lber bae folte il)rc ^}Wa [t»86] 

ai4 



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151 

1686. Uiauider (Adaiiiii): Deliciae HiitoricM 

ieftöt tDiffeu bai i^re Leiber nt(()t auffftüiiben / unb auff dtgina^yi 
auB ber (Sthen ()erfür famen. 

SIber bie ul^ralten <^etfter f »elc^e Siiejranbnim M unh feine 
(Sentapn gefe^en litten ' bte tbnten fid) in i^re %om uiib (S^eftalt 
oenoanbelti / babut^ walte er betfbe $erfotien mtl^r^apg t^ier 
fRafeftdt fe^n laffeit > in aQer (Skftalt ' mie fie gelctbet unb gelebet 
iflein tbre iRajeftät jolte t^m snfagen , ba^ fit nic^t^ mit ibm 
reben iPoUe / aber befic^tigen mbc^te er ftc jtiUjc^iveigenb mit aUem 

.^>!erouf gicug »^auft ou<J bet^ .Haiforo (Memactio fiel) mit 
liuk'iu ^ki]tt \)kwo\\ untcncbcu i mib Da )ie Der £ad)cn dm 
ipoiDen flicng er n>i^r![n! Iniieiu ^umÄäijer ' unb (iep öie Ihiir offen. 
^lU'balD trat «ad) il)m hinein .^dtfcr Ali'xan(l«^r Mnumis, in ber 
Weltall luie er gelebet: (yin n3ot)liiofcl3tet> bicfee ^jDiänlein mit 
rotten ober 9(ei(l)falben unb bieten Jbart()e rotl)en :öacfen / unb 
einecl gcftrcitgen i[ngefi(t)tcf .' ald ob er ^bafilidten äugen ^&tte ()atte 
einen ganb frönen oottfommenen ^armjtb an / trat jum ^ätfer / 
itnb budfte fi<4 Dor il)ni mit tiefer dieoeren^. 

^er Mfer molte aufftel^en / unb i^m bie $anb bieten / aber 
Sauft mincfete i^m / bo^ tri nid^t tt)uu folte. ^terauff neigte fici) 
ber Äat)ier Alexander, ntib gieng ^ur Il)ür ^inaue. 35oIb r<$»7) 
baraufr trat t)ineiu fein Werna!)! in einem blaueu ^ammet4)(o(fe 
uu[ iii:iDcncn (Stücfcn unb inilai jU'^ierot. 8ie mar aue ber 
maffcn \am\ unb rütl)bdcfig / mic jJtild) unb ^lut lünglid) unb 
einee runbten '^ugettd)tt^ 

"iBie fte nun .sUii^fer Cüirl lani^ mit ^^enininberung ünge= 
jc^auet fiel il)m ein ba^ er LV'Iefeu unb gel)öret l)ätte fie folte 
im ^^acten eine groffe Sargen getrabt l^abeu ftunb berl)alben auff 
von feinem iStutyle i unb gieng ^u ibr ' beftc^tigen ob er bi^ 
^abrjetcben au^ an i^r finben / unb alfo erfennen fönte ' bag 
b€r (^eift in il^rer be^ber (SIeftalt ftd) mar^afftig oenoanbelt 
^dtte ' nnb i^n nic^t mit fa[f(^er %om betrogen. @ie ftunb ftiUe / 
iüdtt ben jlopf unb / bag er bie Sai-bc {ei^en unb äugen« 
{<^einli(^ erfennen fnnte. 

.t>ierauff neigte fie fid) fiir ibm • gieng ^ur 2;()ür btnauöi unb 
Derfd)UHinb. sllfo gemährte Atuift bem Aleifer feiner ^i^ittc trieb 
fonft Diel läd)erli(^e Slbent^eur am .pofe unb »erlangte eine gute 

315 



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161 

1608. Miiuider [Aduni]: Delicüte HiiioricM 

3^erel)niu9 / bamit 50g er ^inweg. ^Ticjc (Ir^etjlung roirö anü- 
ftt^rU(ft bcj(^neben in bem ficbeii ^aiiftö III. $l)ein3H.löl. seqq. 
unb mieber^olet von Wü^. @a(4fen in ber ^d^fer (S^ran. 4. S^. 
am 303. 304. 131. 

W Mefer 3o^anned Sauft fi(6 eine Seitlong au Sittettberg 
auff^ielte / unb offte gu Philippo [688] Melancbthone tarn / lafe 
il^m PhilippuB aßemaM einen Seitt ' f(f)alt unb oerma^nte t^n / 
ba$ er von bem ^Ding bei) 3^tt ablaffen folte / ed mürbe fonft 
ein böfee (Jnbc mit ifjm nehmen. Da^ Derbrop ibn / barum , atö 
et au»? ^cr Ätubici-^tulUMi mit il)m l)cniiUci i^iciu^ ^^'iK'i Offene» 
3eit üm 10. Ut)r m\t> i>l)ilippu0 i\)n lüickvuni t}cffti(^ fd)alte 1 
jagte er i!)m: ^cvr i^nlippc ibr fahret mid) alleuit mit 
raut)en SBorten a« / icfi mill eiamat)l mact)cn / wenn il)i 311 Ttidie 
gehet bag aUe A^afen in ^er .(lücbcn foKcn ^nm <ScJ)oiu|tcin 
t)evau0 fliegen / baft il)v mit euevn (Säften nictjtö joUet effen 
fuiben. ^T^aranft antwortete iNl)ilippn6: Dae foltn n?ol)l laffen j 
td^ t^te bir in beine ^nnft. Unb er tonte ed nic^t ju ^erdfe 
richten. D. Conr. Dieter. Sap. part 2. pag. 1041. 

ift aber enbli(b biefem Neuffen «^Dfanne Don feinem Reifte 
ubel unb na<4 S^erbienft gelol^net morben inbem er im SBürtenberger« 
8onbe i in feiner ^>ei)mat() / neben feinem SSctte ju ')Jüct)t in ber 
j^ammer tobt gcfunben »orben / unb ihm ber .^ai^ iimgebre^et 
geiüefen. t)ber wie Widmatimis in feiner ^iftoria borid)tct , ba^ 
man in ber Stnben ' barein er iv'iucfcu wif^t^ mebr iv'icl)en /' benn 
nüein öay [ie uoll 43lutt< unb i)ie 'ül'änhe ^ct^l^leid)e^ mit 33Iut 
boH>vit3et qe |<!S'.)| UH'fen ' aiid) fei) fein (Mcl)ini tiiii unb wieber 
an bell ^iiniiiDiMi i^ctlcbct ' bie p)ähnc jci)n nn^ i'^or C'^iben unb 
iBduifen gelecii'u unb t)at man augenict)einltd) abnehmen tönneu / 
mie ibn ber ieuffel oon einer ®anb ^nr anbern geid)lageii unb 
jerjdimettert gehabt, (fnbltc^ babe man ben ßeib auffer^alb be^ 
^ufed / auff einem ÜRift Itegenb / gefnnben / meiner fi^recHicb ati« 
3ufe^en gemefen. Georg. Rudolph. Widmann. Lib. 3. Histor. 
Faust! e. 18. pag. 152. Wiefel ift in bem ^ei-^ogtbum Spürten' 
berg geid)e()en ' bie mit bem gemeinen $öoeI«5BoI(f bafür galten / 
aU folte ber fo genannte Doctor ^auft bet) Wittenberg in @a(bfen / 
in bem nedift= angelegenen ^Dorffe *!|>rate ' biefe^ fd)rerflid)e C^nbe 
gcnommea Ijubca , unb wüic öajclbft nod) buo :iijal)i,5cid)Cü jeiue>S 



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151 

1096. SliMnder [Adami]: Deliciae HUtoriKiM 

3?fiit6 an einer Sanb jel)en ' öa i^m öer ieuffel Den »palj 
gebi'oc^eu. ^eld)e0 aber bajelbft nt(f)t befiiiben: Unb ift biefe 
irrige ^ei^nting i bag e^ bei) Sitteuberg foUe gei(t)e^en fci)n / ticl 
letcl)t t»al^r entftaiiben f loeil Wittenberg unb Sürtenberg faft 
Qlft4 lautet / ba|btefedDon ienem / ber gemeine ^ann ni^t l^at 
vnffm gtt unterfi^etbeu. 

@e^n 3um 9efd)(ug bie ?^rage: 
$ßon nem bie ur|prünglid) ^erfommef 

f690] Resp. mt$ Sauber» $eren* ntib ttii^olben»^er(f 
rühret ul)rjprünglid) üon bcm letbigcii Iciiffel / wie Lactantius 
1. J. Instit. c. 15. p. VV.l unb Cypriamis de Idctor. vatiit. 
tract. 4. p. 175. recftt ^emjen / bann ber ift iiidit allein mäd^tig 
in ben .Hinbern bce Unglaubens ' fonbevn unintet ani) burct) afler* 
let) lügenliafftige Äräffte ; Steilen SBunber / aUcrIci] ^icrfiU)» 
rung unb Uni]erecl)tigfeit ' 2. ^Wf« 2/9. 2)ann »ic Methodius 
fd)reibet in Revelat. qvao ab init. muud. conti{<. T. 2. Rihl. 
PP. Col 5U. Bo ^aben im bre^^unbert unb Dier^igften ^afyc 
bee Jarebö / bie !Ra(i^Iommen bed (^aM / ^obet^ / unb S^olufeob / 
bie 65^ne 8ame4 ' Viiri malae artis inventores, iniqyi et omni 
iiei|vtt!a pleoi, \o ungerechte ®efe0en / böfet jtunfl ^nber / DoK 
aller SBo^^it / jum erften ma^I aHer^anb d<iuberet) / burd) M 
Xeiiffel^ Eingebung / erfimben. Hemmin^. de Snperstit. magic. 
f|. I. B. H. unb bciuiiad) bie Posterität bc«:* Üain6 in ber @ünb* 
aIuü) liuibfornmen ' l)at er biefelbigc buid) bcu (il)am • ^loä Zoim > 
ben öottlofen ©c^anb=$appen ' roieber l)erfürgebrad)t UHidicr C^ham 
üon nielen (^cle^rten fi'ir ben Zoroustreni get)alten mn aH'lcl)cm 
Atiirnstinns Iii) '„M dec I). ( ap. '24. Tom [(iltl] :>. cdl. I-Jtt.V b. 
bejdjreibet , baß er allein unter allen ^JÜienjd)cn^. Hinbern crfunbcu / 
ber ba . al0 er auff (frben gebo^ren ; gelac^et; :föelc^er moustrosus 
riHU8, Wunber»]^(hen / nickte gut^ bebeutet bann er ber 9J^agifd)en 
Hauber« unb $esen*^unften ber erfte Inventor unb @rfinber 
gelpefen. 

SDiefer Zoroaster, meil er ein guter Astronomus unb Physicus, 
fo ini l^fmmell Sauff unb anbern natilrli^en fingen moi)l er» 
fahren / mie Jostinus 1. L p. 9 unb Dn. Mfilichius im Bauber* 

XcuFfel c. 4. fol. 208. et 209. non ihm fd)reibet ' bat er obn 
allen ^ß^fif^l ^anhcxtt^ i unter bcm ^d)ein unb Xerf=9Jiautel 

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152 

1699. EberiiArd (Bockel: Tractatiw Potyhistorieu* 

bei- '^li^nci) ' nic^t aUeiii für eine natüilict)e gute / {)eil)ame ,^un]t 
audgcgebcii riinins Hb. 30. cap. l. nat. histor. fol. *28*J. fon» 
bent au<^ feine $ad)fommen barinnen unterriditet / Oassioii. 
Coli 8. cap. *21. pag. -1073. ^annen^er fie durc^ Kanaan ouff 
bif ^ananeer i loel^e oon iftm t»en ^ia^men unb Urfprung ^aben / 
fortgepflan^et / M. Meiger. de Pannrg. lam. 1. 1. c 2. Qyln 
primns eam excoluerit, et a Diabolo didioerit, ineertum est. 
Viguisse ante dilnvium. periiase [692] in diluvio reviziBse, 
po8t düuvhim et apud Clialdaeos, Persas et Aegyptius potissi- 
imiin fhtnn'ssr anti(|Vix testautur historiaruni monumenta. 
Preiuliius iract. üon ^aubercQ unb 3öubcrm Vid. Autores ibi 
allegatoi;:. ' 

^nbe. 



152 

1699. Eberhard Gockel: Tractatus Polyhistoricus 

a — b 

Tractatus Polyhistoricus Magico-Medicus Curiosus, r>ber 
(^\n tmtci' mit üiclt'ii t)oniHniC>ciiict)en »^iftorien uiitauuiu^ier 
5Bciid)t Dou bcm 33cfdnci)eii iinb ^Vr^auberu iluct) öeneu baraup 
L'iit]|mugeuben .^rand:l)eiteu llu^ ;iaiibt'rifd)en (&d)dben. ^Baö 
baffelbe eic^ciitlid) jeticV am itiajcilci) Ui|iut)eii folcf)ce licrfoninie*? 
tt)ie fid) 001' jol(t)em Uuroefen i)iiteuy Unb auf n)a6 'iikije bie 
baraug entftanbctte ,^raucft)eiten unb 3aubevij(t)e i^dben / Oer» 
mittelft einco anbä(t)ti0eu lebete j unb beren bar^u gehörigen 
befonbem <flr^ne9«9Ritteln curiret toerben fbnne? Htted aud be« 
rü^mter Hilter unb %ner Medicorum Scriptis, auä^ auft eigner 
drfa^rung / unb 42 {Adriger Praxi gufammen getragen unb ^er« 
t»or gegeben Don Eberharde Gockelio, Med. D. $0(^furfil. 
SSBärtenb. fSeilting. Archiatro Priznario, aud^ beren bed $etl. 
SRdm. ^)^eid)^ ^tabt Ulm unb anberer jerfd^iebener fStHöß» 
yitänbcn Vhya. Ordinal io, et Illustr. Colleg. Curiosorum 

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p 

t ' J 

153 "^^^W.^i.' " 

1700. Jolumn Nicolmus Martins: DisaerUtio de ll«gi» Natimli 

Collega, lUcto Alectore. ^ranrffurt iinb ^eip^in ^iJerlag 
<Boren3 ^reuigere / unb (^ottUeb mhtl» / ^) [lü»i)V] 
a) <3. 7. 

Ja €0 tfl enblt(^ fo weit gefommen / bag Carpogates bee 
Simonis Harei f^nar^e Stmfi offentlid^ profitiret; Co ift au(4 
biefe f^nrar^ Stunft 9or {a^teit su (Erocau in ^ol^len in offent» 
lieber 8d)iil gelel^ret unb getrieben morben ' aUmo au(^ D. 
3ot)ann Faustns, tion ,1(rinbtltnflen ^^^"t'tig / gelernet unb biefelbe 
in furfeem fo wol)l bciiriffcn ^af, er clie man iiod) 1540. ge= 
3e^Iet bicjdbe mit groficr 5jH'ninnibciiiiu] ui Iiiiiulilanb ohne 
6(^eu ^l treiben angcfontieii l)at. Mic Wierus in iciuem iöuc^ 
de Pra*siig. Da^inoii. bezeuget. 

äi^üt^ D. 3ot)üuu rtüu|lue mit jdner H^^ubcreij füv jclfeame 
hoffen unb abcnt^uren angefteUet / bad ift in einem abfonber« 
liefen ^ud) / »ortnuen fein ^ebeu / unb ei'bärmlid)er unfeliger 
5£ob na4 ber £&nge befc^rieben »orben / unb in bem öffentlichen 
^rucf ausgegangen / ju lefeu* 

153 

1700. Johann Nicolaus Martius: Dissertatio de 

Magia Naturali 

a — b 

Q. 1) T. n. M. Ii. V. I)Js$€iiatio Inauguralis PhysicO' 
Mfdica, Ih' Magia Naturali, Ejusqiie Usu Medico Ad Magice 
Et Magica Curanduui^ Quam Indultii Illustris Ac Gratios» 
Facultatig Medic» Jn Alma Et PeranHqua Efectorali Hierana 
Pro Liceutia Summos in Arte Medica Honare» Et PriviUyia 
lM»etora!ia rite impetrandiy Publico £ruditorum Examini ex- 
ponit Jobannes Nieolans Martius, Erifurtensis, Dt« 21, Maji^ 
Anno M. DCC. In Auditorio Majore Collegij Majoris. Horis 

') 5" einjiiK" init bcfannteit U^iYinpliii i'iicfc^ 'i^ml)-^ (auf ber 
UniöcrntQtdbibUottjef in (^ottinc^en) ift Me imtcic vtiifrc i^ov 'i^crlart^n^alic 
iDegfleidinittcn. l^e^?it!ci(ticti au&i eine ctma i)0rl)aii£»cne ;3A^r6ö3at)l. 2>ie 
iioxxttx ift unterjcid^nct d, 15. hUnii l«t»<J. I). .p. 

319 



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154 

1790. Qwttg Pasch: De Xovis Inveutw 

cousvetis. Er/ordim, bxcudebat Jub. Ii cur. d^rojcb / Aead. 
Typogr. M 

a) p. 8. § 6. 
p. 9. 

Csterum bac occasione excusandus mihi veait Heinricus 
Ccmelius Agvippa a Nettesheim j cujus »ummam eniditioDem 
cum vera pietate conjunctam non aatis mirari possum in 
puleherrtmo ejus Traetatu de VanUate Scientiarum. Refertur 
autem inter Tenefieos ae magicoa doctorea a D» D. Pfitzero 
in eruditione pr%clara plenis ejus animadversionibus ad pitam 
D. Fausti p. 15. et 172. partim ob libruiu de Occulta Phi- 
losoph ia , partim ob anilem quaudam fabuiam de taue ejus 
Monsieur tlicto. 

b) p. 10. § 7. 
p, H. 

De Necromantia et Tbeurgia quid stataendum sit, quivia 
facile videt. Qui Magiw diaholioB et sagarura liistoriaa, 
operationeSf examina et p<pna8 seire cnpit, evolvat sequeniea 
Antores: Mari» Del Mio DisquisUtonem Magieam» Joh. Georg, 
@)5beldmannd Traet, de Magie , Venefiae et LamÜe, Joh, 
Bodini Tr. de Magorum Deemmomania, Paul C^irtand, Tr. 
de Sortihfflis. Lamberti Dmcsi Tr* de Sortiarüe, Remigij 
DsBmoDolatriam. Daniel. Fabr. bie v'öbUifdie ßaubertn. Ciree. 
Lips. Wlfif. 8. Pßtzeri Clergerlic^eö ßebeu uuö jd)u'ttlia)c^J C^uöc 
Fausti. Sorih. lOiiö. fni. 

154 

1700. (Seorg Pasch: De Novis Inventis 

Oeorgii Pascliii, Oedanensis. Phil. D. Ejnsdemque in 

Academia, quse Kilonl Ilolsatorum est, Prof. Ord. De Novia 

®er ^ile[ ber fiar! enoeiterteit fluftgabe oim 1715 lautet: lo. NieoUtis 

Martius, Med. Doci. Et Pratiicus Bnmopolitanus. De Niigia Natarali 

Eiusquc ITsu ^ledico Ad Magioe et Magion Ciiraiidum, i^on ^e^ '^^atiirÜffien 
;^aiiber >? Hilft imb "Terofclbcii "üJu^cn ;'^n ^or ^ItHlioin. ^v>ic nciulid) ^uf 
eine LH-rlHMi^ciu' ^'irt rcd)tc Ji^unber't'uren aiijuitcUcn. iTrittc ^^luflaiic 3\\X 
iMolcii Afiiir.t:iti«iiiil.ns erläutert. l/i[>sia<». Lit«»ris Andr. Marl. Schedü. 1715. 
Xuit itel}cti bie beiDcti i-ltUen lü uiib 20. jp. 

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155 

1700. Joh. Gottfried Zeidler: Paatotnyaterium 



Inventtö, Quorum Aeeuratlore (^ultui Facem Pr^etulit Autiquitas, 
Iradaius, Secnndum ductum Discipliaarum, Facultatem atque 
AiÜDiD in gratuun Ouriosi Leetoris concinnatus. Editlo Secunda, 
Priori quarta parte auetior. Ädditi sunt Indiees I. Audorum, 
•qwtrum scrifia, dida et faeta rteensenturj iUntiraniur^ laudan* 
ivr vel eastiganinr, IL Berum maxime memorttbilhm, Lipsiie, 
>>umptibn8 HaBredum «loh. Orosäl MDCC. 
p. 5«3. 

|'1^act)^cm aüoruf)rli(t) über 5?llbetlut> ü)iaönu0 uiiö :)io)tiat)amue 
^ejpiiHlicn luorbfit ift.| 

'laci'o Henr. ( oni. A;;ripj>am. quem atri caiiis iiidutuiii 
forma Djviuouein perpetuo tircumduxisse, Joviiis aliique tra- 
<lnut; sed .Joh. Wieras tidus Agrippa; discipulus, ö>ni 
aeerrimiisqne defensor, non uisi meruni commen- Agripp» *n 
tum id esfte affirmat Postroino et Joli. Faustum atri cania in- 
liic pnrtermitto, qui, ut idem habet Wierua, ex dutum form« 
Kundlinga oppidalo oriuudas, Cracovise Magiam, ^ 
(ibi olini docebatur palam, didicit, eamque paueis ti|,xeHt '' 
anni8 ante fiuadragesimum supra sesquimillesimum 
4*nm multornm adrairatione, mendaciis et fraude 
vaiiu ifj diverdis Germauiai locis osercuit: de quo »lui plura 
m;ire avet, ronsulat Cl. .loli. (icoi;». Neumanni Prof. Witteberg. 
I)is<iuisitioiiem Historicam dr Fuusto Prfestiyiufnrf, iu qua vit» 
factorumque ejus accnratius instituitur exameu 
Index I ÄnctoruM. UUtCV F. 

Fau8tus (Jo.) Magus 583 

1700. Joh. Gottfried Zeidler: Pantomysterium 

flfo^. ®ottfrie5 3eib(et^ Pantomysterium, ober baa 9teue oom 
3a^r( in ber 99$itnbf<te(rut]^ ' emem allc^emdnen Serdaeuge 



^) 2)i< ttTandgabe: Oeoipi Paschii Philos. Mor. in Academia Kilo- 
mensi IVof. Ord. Schediasma De Curiosia Kujus SecuU Inventis, Quorum 
Aecuratlori Cultui Facem Pnetulit Antiquitaa. Kiloni. Sumptibns .loh. 
Sohust. Kiecholii. Literint Joach. fieumanni. Anno MUi'XCV entt|äU bte 

^tctte no4i nid)t. jp. 

TUU: Paaaiipllttar. 331 2t 



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155 

1700. Job. Gottfried Zeidler: FAntomyaterium 

*ö?enjd)lid)er ücibüiöcnon :}iUfjenfcl)afft. Dadiincn 5^re 9latur 
mxb Uijad) i()rer '^^cuH'tpiiu^ ' aud) »eitläufftigcr (^ebraud) nnb 
"^hüi aiie ^co Autoris eißcnev (^rfa^runfl un^ 'iNlinfTcnliidieii 
iyiunölel)reii philosopliifd) aue9CUi()rct / unö ber gelel)itcii ^elt 
311 tücitern 5llad)fuinen überßebcii loirb. »Samt Sieberlegung bee 
Mg()er babci) gehegten Aberglauben^ / irrtgeT Urfad) it)re^ jct)Iagen6 / 
unb :i^erba(t)td eine^ ^eimli(^eu pacts mit bem Eeuffel 
Srran^öf. Physic» occult», Item bem Blenbmercf ber Philosophen 
entgegen gefegt. URit einer Sorrebe $errn ^^rifttan St^omafend ' 
a^ur«3ürrtl. ®ranbenburgtj(4en fftat\^ nnb Prof. Puhl 
etc. unb angef)öiigen .Hupffern, ^pall in !Ragbeburg / Hn. 1700. 
3u finben im Oicn0erijd)cn Su^laben. 
(S. Tri 7. 

eonberlidi Lutte id) c6 roolle ja ninmnb fo gottlop uiib 
ücrnjcgen jcMii uab [id) uiat'r)tel)cn bot) nirtoubeu ober kicffcncn 
iEd)ä|jen ' Mo h)eifter ,^u bannen nnb ^iiLu'idiroereu. Tain ob 
iDc! einen red)tidiaffencn ('"(niftiii aiid) Die (^cifter uüifjen unter« 
t^an jei)n ■ fo i)t bo1) eine toUfiiljne Jliermcffenl)eit / einer .panb 
Doli (^k'lb l)albeu i^ott 3nDerjnd)en / unb mit Wipbrauc^ jeinee 
I}ciligften '};a^inenl einen fold)en nönijc^en [528] unb unglaub« 
lid)en ^frUenj^ang / babei) einem bie ^aare 3U $erge fte^n 
möchten / an5ufte0en. a^te aQe biefe (Zeremonien nnb Clia- 
racteres ni^t fo gut ol^ eine ?Vid^fafle> foKen bie eigen« 
nü Ingen @)ebetgen / mit fo Dielen ^eraueforberungen bed ^euffeld 
anff ben .^ieb unb miff ben €tof} / ba^ er ben i^reift ni<!^t Der* 
let'ie fonbern ben 2d)at=i bringe bet) nielen ^RiUioueii in einer 
frcuüMidu'ii (^^eitiili iiidicine ; fid) mclbe ' wer er jei) iiiMe ^ie 
^dnli>uHid)e nirft: :.^iH'r DaV (^nit /sreiiiiD , cic.) ba[^ er in Aiiebe 
fid) miebei [ortpaitc baf^ er einen au rfn 'XVantel nad) ^ui^ipurg 
bringe n. b. c[\. ber i5eid)n)erer einen i)auffen .Üieiffe niadit > 
mie bie .'öerc ^n l^nbor / alle ^euffel in ber ^öüen mit :Kot^s 
U)elj(^eu %men nennet / fo ein l)anffen (irenfee ; Adonai, Tetra- 
grammaton etc. machet / ben C^eift in alle ewige (Jroigfeit 
{»tnigen miU / atö märe er aQer SDieb^ncfer Dbermeifter? ©oK 
man benn oue einem Wunbe beten unb flud^enf mit einer %ebn 
aipfüffe / ^euffelef « i^foten unb Sreu^e matten? 3« melier 
$roceg s Drbnung t)at man folc^e Der^uc^te Citattooei^ gelemeif 

622 



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155 

1700. Job. Gottfried Zmälur: Pantomysterinm 

JDo man einem jeOem 3;euffel i'onl)erIid)ecl fc^eiffet. T»a ^aben 
bie $unbdfuUer eine foic^e Coniioi88aace im ^öUen^Sl^eic^ / baB 
fte einen 3:euffel ^eiffen: j(inig Ggtn / ben anbem pift 9Rd« 
flrort / ben britten / Jfirft Meastofolus / ben oierbten / prft afrüa / 
(Derbetffet bal ^ai^en) ben fünfften f %uxft ^aroliof^ / [529] 
(®ott Dergebe ed ben ^eln / bag jie i{)Teu dürften in Bäflm» 
raffenlanb mit fo eine« l)ohen $»eutfcl)en ©efd)ie(ftt^ 9{a^men 
tduffcn /' ale hätten fie feine Aian3ü[i]d)e Marqiiisen. ober Grandes 
tl l>pague, feinen Melac, Due (ie Luxenbunig obei Honllt ur.) 
3^06 ift Aziel üor ein ,^erl bcv rect)te (acf)atbefit;ier? I^n 9?arr ' 
fenneftu i)enn Den Reddzi«'! nidit ; btu iy\U ^d)a^meifter / jo 
bijtn nod) nnbenianbert in Der ect)at}jn(^erei). Alomm mir ic^ 
lüill bir i^n in Cviginaii feigen. (5r »irb bid) nid)t fieffen. 
er »irb bir in freunMIdier (^cftalb erid)cinen / unb üieUeic^t ^aftu 
i^n ft^on gefel^n i unb incognito mit i^m couversiret. Temere 
me tangis et angis. 8. S. D. Muffen fi^ benn bie @eifter ade 
auff ein 6( enben / g(ei(t atö mftren fle aQe aud ber @breif<^en 
Settir $aben fie fdne ^o^lnifc^e Q^nbnngen / Ofzky? 
^Ite bie Stalienifi^en ^ufel »erben mof Job. Bottista ober 
Marcus Antonius Reiften / bie Ungarifd)cn Steffen / bie (fng= 
lifd)en ; Thomas, bic .*öoHenbifd)en ('ornelies, nnb bie rentid)en 
.<!>ünp ' bie 2inefi]d)eu U oDer Yanniuainsieu: ^>oie iiierben aber 
bic au^ui .Inpiter ober Saturuo ^etffen? O'd) niu[5 lad)cn . Dap 
fie bie föei|tei locten luic bie @d)UH"inc ilujain. diijani, <lnjain, 
fom fom ^ fom Cus, Cus, Cu«, lüol H>0. mal in einer 2tnni)e. 
Unb tan mam mol übeiö .per(j bringen , ba^ |.'>H(>J man bic 
untcbulbigen (^eifter jo greulid) martert unb peiniget t^nen 
S<?anifd)c (Stieffeln anleget nnb Sd)n)ebifd)e Irnnrfc giebt menn 
fie ni(bt fagen moUen / too pe i^ren ^at^ ^aben / unb aQen 
t^ren Soratb Ergeben. Sekret und benn &otiei ^ort / bog mir 
eine fol^e Execution unb ®e(b«$ref[ur in ber $d0en aufteilen 
foden / mie bie Sran^ofen in ber $foI^? $at eei mol eine SSar» 
f^einücl^fett / hai ein gcibiger ungefdjicfter 9Kenfd) , ber i^m 
nid)t mit einem $^aler Ijelffen / no<^ eine geringe Welbid)ulb mit 
aüer feiner Mnni't nnD ::liennögcn iion jeiuem 'J^ad)bar erlangen 
fan jo üicl -DZilionen ane ber .^^öUen er|neijen fönne. Unb ba^ 
einer < ber jeine «Vlötj nidjt zwingen fan , aUe lenffel Urningen 



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155 

1700. Job« (Gottfried Zeidler: PAntoiiiyst«iiuin 

föune. 'Bcnn tiat CMiriftiie mit) iciiic iHpoftol foldje *J\?iinber j\c« 
t^ani^ 4^tiiutl)e ee benii erft mit öen 2lpoftoIif(^u ^unöcrn 
JRebc un befände Spra(t)en / treibe Diemouia am 1 »ertreib 
^(t)Ian9fn / trincf (^ifft / bag ecl bir nic^t jc^abet / curire bio 
jhrandm mit ^tib aufflegen / itnb lag beine Sunber eift bic 
SSelt bürden / el^c bu bt(^ bamit tit ber $bllen anmelbefl. 3a 
fo0fht / bte Hi^oflolifd^en Suitber ^aben ou^ge^Öret. (Bolte &0tt 
bie nü^l^en äBunbemerif auff^ebeii / tinb an bereit ftat böfeit 
unb geizigen (Sd)a|>grdbern fol(^e unnii^e unb wrmeffene ÄrÄffte 
iinb Ji^unber frt()eilenV Tuö ift nid)t 311 glauben, ©in [531] 
iikiH'i l^taiiu fall allzeit (i^Jelb ermcrben / unb binnd)ct ba^ii 
feine l). »youftti S5ü(t)er uiib .<>ölloi^aHiuiv ®ev IMiysicani unb 
Matheniii i)cr|tel)et ^ netreu nnb nercdit ift unb fcinci? 'rmterlanbe^ 
^In^fmit fuct)et / ber tan iiicl)t luni^ciDeii , er iinrb id)on ^.Val)nnu\ 
uub iöeforbennici finben ?vür)ten unb sperren meiben i^u i(t)Ou 
aufnud)en / unb it)m etroaö nal^rl^offtct^ ^11 tl)un geben. Tmn 
i()re 3lngen iel)en nacf) ben freuen im l^anbe. 101. Unge* 
f(f)t(ften unb geizigen beuten ober ift fein ^elb nid^t tiä^e / benn 
einem Saufer fte^etö nic^t tool^l an teid^ fc^n / unb ukiI foU 
(^elb unb ^ut einem fargen ^nnbe? Sir. am 14. Unb <S)ott 
loirb il)rent()alben feine deinen unb Sßunber t^un. 'an mir 
ui<tt anberd einbilben / benn ee ^abe ein f(^elmijci)er ^nbbetrüger 
unb iivober Idiote jo ein Scriptum siipposititium unter D. jvauftc 
■J^amtMi erbi(f)tet ' unb ihm v>o\\ ben curiuien i2a)aKlk\,uu)ou co 
tl)em'v (nor HO. ^Ibalci j be3al)len laffen. Denn ^)iarren muji mau 
mit MolluMi Vaujoii. MiuKhis vult dt-cipi. ^\mv ber ^^^erhift 
bei^ C^elbee lüäre noct) ^^uperidiincrUcn aber ber ^^unbrand) reo 
l)eilinen "liahmene (M^ttcc^ in iinleiMid). ^ng^ ?veuei mit |ülct)eu 
ItiifcU*^üd)ern. (^poft. ^e((^id)t. i;)/19.) ^IKit ®eiftern joU 
lid) uiemaub üermeffener Seife einlaffen / ee( ift Öefatji" babe^. 
^in (^eift ^ot eine 3evict)mettcrnbc Ärafft .» [532] mennd aud) 
glei(4 eben fein Teufel ift. Sir ftnb fo »eit in ber Physica 
ober otelmel^r Pnenmativa no^ ni(^t tommen / bag mir aOe 
Sirten ber ^eifter mtffen / nnb fal<!^e i^on und abgalten fbnnen. 
^arum ift bir xüo[)\ fo bleib baoon / baß bu nidyt friegeft böfett 
$o^n. Übe bid) erftlid) ben tk'^ ber (^elfter naturUd) ^u er- 
fcunen ; unb \mv bic Urjad) ift iiHUum bie s^djäKc ludcii , ea 

324 



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Um 1700. Comte Aoioine ÜMiUtoo: Oem-m (1771) 

ift fp gar unmüglid) iü(^t ce au»> finben / uiiD ha^ :){iicfcn \\u 
ueitüc^ren ' fo fanftii iirabi'n in Wottci? Sabinen ' itnb biaiu1)c[t 
feinen 0. «rauft / Sadjelic^ter / IWonftian^eu - ^Ipfüjic unb 
leufel^'^uc^ftabeu. ^od) genung Don biefem / ee ift uieine# 
Sor^betui nid^t vom Sc^atflraben unb rutf^n f(t)reifien / fon» 
bcm nvr bal Pantomysterium 9^tlo{o)>^if4 au erildren. 
Stegifter (unter %) 

Saufid Doct.$iEeii^iDang. 52S. scriptum supposititium p.5Bl 
alber ^ing p. ibid 

m 

Um 1700. Comte Antoine Hamilton: Oeuvres [1771] 

(Euvres Mf'lf'es Kn Prose Et En Vers, I>u Comte Antoine 
Hamilton. Septieme Partie. 

[p lilj 0*^1 vres Diverses Du Comte AntoiDO Hamilton. 
Septieme Partie. 1777 

p. 162 

L'Encbanteur Faustus, 
Conte 

BELLE Daphne, je me repens 
De la petite eonfidenee 

[p 163] Que je voiis fis vers le printemps, 
Ell parlaut des amusements 
Que le loisir et Tindolence, 
Ou plutöt, fjue votie pre^euce 
MMnspiroieut A^m ces lieux cbarmauts, 
Oii les (rraces et les Sorans 
Ont etabli leur residenee. 
Je sais de quelle iudififereuee 
Le ciel tous fit pour tout encens, 
Sil s'adresse k voa agremens: 
Car j en ai quelque experience. 
II est mime eertains moments 
Oü, malhenr & qui vous encense, 
Et dans ses discours ou ses cbauts, 

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156 

Um 1700. Oomte Antoine Hamilton: Oeuvres [1771] 

Vmis va doimaiit la preference 
Sur les beautes fle iiotre temps. 
Pourqttoi donc, avec ce merite 
Si rare chez d'autres beautes, 
Voulez-TOU8 taut quo je m*acqttitte? 
Poarquoi faat-ü qtron vous irrite 
£n V0U8 disant voa Terites? 

Cela veut dire t^n peu de im»ts, MadtMiioiselle, qu'il y a 
je ne sais comhieii [WA] (jiie vmis me perstM-utez pour un 
miserable ecrit, iadigne de vou.s et de iiuii. Vous le voulez 
voir, quoique je voos nyc dit que j'ai täche dy mettre quelque 
ehose qui vous ressemble; et ( t pendaat voua oe voulez pas 
que ce qu'on fatt pour vous, ait de votre air, taut voua avez 
peur que ce ne seit tous flatter, que d*attraper yotre ressem- 
blance! II n*y a pas de Peintre que cela n'embarafise: mais 
pour depayser votre delicatesse sur les louanges, il faut vous 
conter une historiette ou vous serez miae tout au long saus 
pouvoir y trouver ä redire. 

La Reine Elisabeth (dout fut autrefois Grand- Amiral en 
Irlande im grand grand-pere, ou trisaieul de Madame votre 
mere) etoit une merveilleuse Priucesae pour la sagease, le 
savoir, la maguilicence et la graudeur d*ame; tout cela etoit 
beau mais eile etoit euvieuse eomme un cbien, jalouae et 
cruelle, et cela gätoit tout: 

J»' iiViiU'iids ])a8, eil pariant d'elle, 
[Kiäj Parier de < rttf «Tuaiite, 
Dont uue farouche beaute 
Martyrise an amant fidele: 
Car, entre nous, de ce cote 
La Reine n'etoit point cnielle; 
Et dans rhistoire on a deute 
Si la pudique Majeste, 
Qui fut au Dieu d' Hymen rebelle, 
L*avoit ete par chastete, 
Ou par uue iueouunodite 
D'espece bizarre et iiouvelle: 

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156 

Cm 1700. Oomte Antoiae fiAmiltoo: Oeuvres [1771] 

Mais en fait de virginite 

Ce fnt uiie etrange puoelle. 
Quoi qu'il eri soit, la Renomme, qui dit le bien et le 
mal, avoit porte 8od earactere jusqu'au foDd des AUemagnes, 
d'ou eertaiii persnnnnge partit en poste pour se rendre a sa 
Cour: il s'appeUoit Fauste; peut-dtre le nommerons-nous 
quelquefois Faustus, pour la commodite de la rime, en cas 
que la fantaisie nous prenne de la mettre en vers. Oe Fauste 
[166] donCf grand Magicien de profession, eut envie de s1n- 
former par lui-mdme, si cette Elisabeth dont on parloit taut, 
etoit aussi merveillense en helles qualites, qu'elle etott endiablee 
8ur l»\s untre». 11 eu pouvoit etre jiige competeiit ; tout <*e 
qui ?e passdit la-haut aux pays des etoiles et des pianettes, 
lui «'toit («»iHUi, et Satan Ini ohtMssoit comme son einen. 11 
savnit tout plein iW petita üecrct?* |»onr rire, et nn million 
de tonrs de passe-passe, qui ne faisoient ni bien ni mal: 
comme par exemple, quand il vouluit, une Duehesse couroit 
les cbamps apres son Cocher, et un Archevetjne passoit les 
jours k faire des vers pour sa servante de cuisüie, et les 
nuits, k lui donner des senerades. C*etoit lui qui le premier 
en Angleterre avoit enseigne ä mettre dans certains jours de 
Vannee, du romarin, du pissenlit, des os de beccasses et autres 
curiosites de cette nature sous les chevets des jeunes pucelles, 
pour leur faire voire, la nnit en son- (167] ge. oelui par qui 
elles De le seroient plus. La Keine, charmee des gentillesses 
qu*on en disoit, voulut le voir, et des (ju elle le tonnut. eile 
devint presijue fülle de son savoir et do ses nianit»res. Klle 
croyoit bien avoir elle-ni«'nie tout I r>pri( du uKmdtu et n'avoit 
pas tort; eile se flattoit aussi d etre la plus belle personue 
de son Royaume: mais il w en etoit rien. 

Un jour quelle s'etoit extraordinairement paree pour une 
audience d' Ambassadeurs, eile se retira daus son cabinet 
apres la ceremonie, et eile y fit venir notre Dooteur. Apres 
sVtre admiree qnelque temps daus deux ou trois grands mi- 
roirs, eile parut fort contente d'elle-mSme: 

Elle avoit cet air qu*au matin, 

Du Soleil a ravant-Couriere : 

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1 .k; 

Um nuu. U>mU: Autuiue HAmilton: Üüuvre« [1771] 

Rieii u'etoit plus frais que son teiu; 

C'etüit tuut Iis et tout jasiiiiu 

Meie de rose printaiiiere: 

Car des ou a torce or eu mum, 

I^es plus beuux teinte ne manqueut guere. 

Court etoit son vertugadiii, 

£t montroit, depuin Tescarpin, 

Sa jambe presque toute entiere; 

£t s'etant asaise 4 la fin, 

Le dos penche contre sa ehaise, 

Comme qut diroH saas dessdin« 

Ce penehemeiit montroit mq seia, 

Ayant fait regrimper sa fraise; 

Taiidis (jue sur la blanche main, 

iuiltis, et (liaiii;ints «ans fiu, 

Alloient bnllarit t<nit a leur aise. 
Ce fut dans cot etat (jiK' reiiclianteiir Kaustus la tnmva: 
c'etoit bien le courtisan le pluH adroit pour im sorcier, qu Ou 
püt voir au monde; et coiiaoid8aüt le foible de la Eeiue sur 
sa beuute iniatrinaire, il n eut garde de manquer une si belle 
occasion de lul faire sa coar. Ainsi choisissant le role d'Esther 
interdite, il fit trois pas ea arriere, comme poar tomber en 
foi' [169] blesse. La Reine lui ayaat demande sll se trouvott 
mal, il dit que non, Dieu merci! mais que la gloire d^Assuerus 
l'avoit ebloui. £lle «jui savoit rancien et le nouveau Testa* 
ment par ccBur, trouva l a^iplication juste et ingenieuse: mais 
u'ayant pa» alors son sceptre mr eile, pour lui en faire 
baiser le bout en signe de graee, eile se contenta de retirer 
un rnbis de ses doii^ts d ivoire. tlmit il If riontenta aiissi. 
Vuus nou8 trouvez (Ituic assez passable puiir une Reine, lui 
dit-elle en repa.ssant ses levres du bout de la larigue comme 
saus y sooger! A cela, il se donna au diable, (le present 
n'etoit pas nouveau) il se donua donc au diable non seule- 
ment il n'y avoit ni Souveraine ni particuliere qui Tegalät, 
mais m^me qu'U n'y en avoit jamais en. 0 Fauste , mon 
ami, lui dit-elle; si ces fameuses beautes des sieeles passes 
pouvoient revenir, il seroit aise de Toir que tous noos flattez. 

328 



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156 

Unk 1700. Comt« Aotoioe UamUton; 0«u\Tes [1771 1 

Votre Majeste Its veut-elle voir, <lit-il, eile uu qu a dire; 
eile [noj f^n aura bieutot le avwr mt. Notre liomme ne 
manqua pas (l\Hre piis au niot, soit (ju elle eiit i^nvie d*? 
l'eproiiver dari?» uii effet si mervcilleiix de siiience luagiijue, 
ou quelle voulüt satisfaire une curiosite quelle avuit eue 
depuu assez loDg-tempä. 

Au reste, Mademoiselle, n allez pas voua imagiiier que 
ee que je vais dire aoit une fable de ma favon. L'ev«iDeineiit 
est tire des roemoirefl d*un des beaux esprits de ce iemps-la: 
c*etoit le Chevalier Sidney, espece de favori de la Reine, qui, 
parmi (iuel<|ue8 faits parüculiers de sa vie, a mis cette aven- 
iure tottt au long; et e^est du feu Due d*Ormond, votre grand- 
oucle, qui in en a souveut fait le reeit, que je tieus ce 
passage d'histoire. 

Elle dit tluiir <ju»' iiotrr .Manicirii pria la Hein»' d«» voulnir 
bien passer dans uiic pt titf <ialerie qui etoit pres de son 
appartemeut, taudis (ju il innt » hercher son livrc, 8a baguette, 
et 3a grande robe ooire. 11 ne fut paa long^temp» ä revenir 
avec son equipage et ses tali^fnans. U y avoit une [HlJ 
porte a chaque bout de la galerie, par une desquelles les 
personnages que 8a Majeste souhaiteroit, entreroient, et sor- 
tiroient par lautre. U n*y eut que deuz personnes, sans 
plus, d'admises avee la Reine au spectacle; Tnne desquelles . 
fut le Comte d^Essex, et l'autre de Sidney, Auteur de nos 
memoires. 

La Reine etoit plaeee tlevers le milieu de la gaU*rie, ses 
deux favoris. a droite et ü guuche, aiipies de son fauteuil, 
autour desquels, aussi-l»i«'n que de b ur ^^a^tresse, 1 Kuchan- 
teur IM' manfpia pas de tracfr des cerrles iiivstt'rii'ux avec 
toutes les facons et eereniuuies en pareil cas u.sitees; il tu 
traya un autre vis-a-vis, oü il se mit lui-nienie, laissaut uu 
espace au milieu. pour le passage des Acteurs. l'ela fait, il 
supplia la Reine de ne pas dire un mot tant qulU seroient 
Sur la soene; et sur-tout de ne se point effrayer, quelque 
ehose qu*elle püt voir. Cette demlere precaution etoit assez 
inutile k son egard: car la [172] bonne dame ne craignoit 
Bi Dieu, ni dtable. Apres ce mot d'avis, il lui demanda la^ 

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156 

Um 1700. C'Omte Antoinc Uamilton: Oeu>*rea [1771] 



quelle (les l»euutes tres[>;isset's t'Ue ^joufinitoit de voir la pre- 
miere? Jille <lit i[\u\ pour suivre I'ordrc des temps, il falloit 
commencer par la belle Helene, bur quoi le Xegromaocieo, 
ditnt le visage parut un peii change, leur dit: tenez-vons 
bienl Le Chevalier Sidiiey dam» son recit, avoue qne aar le 
polnt de eette Operation magique, le ccBur Itti battit un pen, 
que le brave Oomte d*£88ex en devint pftle eomme nn mort, 
mals qn'il ne parat pas la moindre petite emotion k la Reine. 
Ce fut alors 

Qu'ensaite de quel(|iie oremuSf 

Kt de quel<|ue autn» momerie 

Qiie font gens de lu coufruirie, 

Dans les vieux contes rebattus 

D esprits ei d»- s(trc«dk'rie. 

I^e Reverend Docteiir haiustui}, 

Voyant trembler la galerie, 

Kt nos deux Herofl eperdns, 
[173J Dit, criant comnie uiie fiirie: 

Paroissez, fiUe de l^eda! 

Et d'une prompte obeissance, 

Offrez-vous k notre presence 
Teile qne vous ettez, quand sur le mont Ida, 
Venus au beau Paris jadis vous accorda 

Kii faveiir de la prefereiice 

Doiit vous futes la rtM-onipense 

Dans le prtH:e.s »jU il derida. 
Apres rette invoeatinn . la l)elle Helene n'eut garde de 
Bö faire attendre: eile parut au lunit «le ia galerie, sans qu on 
86 fiit appervu eomme eile y etoit entree. Elle etoit habillee 
a la greque: et. suivant les memoire» de notre Auteur, son 
habillement ne diÜ'eroit en rien de eelui de nos Deesses 
d'Opera. Sa <*o^ffiire etoit composee de quantite de plunieK 
flottantes sur sa tete, et surmontees d'une belle aigrette; des 
boucles de cbeveux nolrs hn deseendoient jusques k la ceinture 
pardevant, et jusques au croupion par der- [174] riere; ses 
engageantes lui battoient agreablement les genoux en mar- 
chant, et la queue qu elle trainoit a la Lacedemooieane, avoit 

im 



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156 

Um 1700. Comte Antoino Hamilton: Oeuvres [1771) 

pour \e moins quatre auues d uu riclie broeard de Coritithe. 
Cette figure s'arreta quelque temps devant la compagnie; et 
8'etant toiiroee faoe-i-faee devers la Reine« pour en etre mieux 
observee, eile en prit conge avec an certatu sourire, eotre- 
doux et hagard, et sortit, par Taatre porte. 

Des qu*elle disparut: quoi! dit la Reine, c^est Ii eette 
belle Helene! Je ne me pique pas de beaute, poursuivit-elle: 
mais je veax bien mourir, si je changeois de fignre avec eile, 
quand ni^nie cela se pourroit. Je le disois bien a Votre 
Majeste. repondit rEneliaiiteur: et cependaut voilä justeinent 
comine eile etuit daiis sa plus graiule beaute. »le troiive 
pourtarit, dit le Cointe d'Essex. que lle ne \mme pas d'avoir 
les y«'ux atjsez henux. Oui, dit le Sidney, iU sont graiids, 
iiübleinent?< f»*ndu8, uoirs et bril- [175] laiitis: mais. apres tout. 
ses regards diseut-ils quelque chuse? Pas iiii mot, repondit 
le favori. La Reine qui, ce jour-lä, sVtuit fait le visage rouge 
comme an coq, demandn. en parlaut du visage d*Helene, 
oomment on trOuvoit son teint de porcelaine! De porcelaine, 
8*ecria le Comte ; c est tout au plus de la fayence. Peat etre, 
poQTBuivit eile, qu'ils etoient ä la mode de son temps; mais 
▼ous m'avouerez que, dans aucun siede, il n*a ete permis 
d*avoir les pieds toumes comme eile*. 

Je ne hais pas son habit, ponrsnivit la Reine, et je ne 
sai.s si je ne le inettrai poiiit u la niode, au lieu de ces iinper- 
tiiients vertugadins dont les feiumes ne suvent <jue tair«' daiis 
quelques occasious, ft ou Wtu ne sait cjue fair«» des fcmiries 
»'u (|ut*!'iu»'s autres. INiur l liabit. passe, dit le Comte d Ksgex: 
maiäf Hia f<u! ce n est pas grand chose (jue la Kgure que 
nous venons de voir. Le Chevalier 2>idney, topant ä ia re- 
marque, s'ecria: 

[176] 0 Paris! quel amour fatal 

Te fit dans Ilion renfermer an proie, 

Dont nous venons de voir le pietre original! 

Si cet exploit d'abord te donna ([uebjue joie, 

Sa presence y üt plus de mal 

Que ce grand diable de cbeval 

Qui fit perir l autique Troie. 



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156 

Um 1700. Comte Antoine Hamilton: Oeuvres [1771] 

Cette benigne critique 8ur la iigure et les pretenduB 
defauts (KHelene, etant finie, la Reine eut envie de ?oir cette 
belle et infortimee Mariamne, dont Thistoire fait ime si belle 
mention. L'enehanteur ne «e le fit pas dire deux fois: maw 
il ne jugea paa a propos d*evoquer nne Priucesse qai avoit 
eonnn le vrai Dieu, de ta m^me maniere qu'il avoit appeUa 
la beaate payenne. C'est pourquoi, s'etant tourne quatre foia 
Vera lorient, trois vera le midi, deux au eoucfaant, et une senle 
du cote tlu s(»|)tentri<m, il dit eri hebreu, mais d uiu^ rnanit re 
honnete: Mananiiu'. lilK* li Hircan. inou- [1T7] troz-voiis. s'il 
vous j)lait. vetne coTniii»* Vdus avi»'/ coiitunie de 1 (-tn' piMi- 
daiit hl tpte des Tabernacles. A peiue eut-il tiiii, qiie re[u>use 
d Herode parut et s avariva gravenieiit jiisques au milieu de 
la galeiie, ou eile »arreta comme avoit fait la premiere. 
Quant a se» habits et son ajustement, ils .sembloient repaiidre 
8ur toute sa pereonne un air de noblesse et de dignite qui 
la rendoit respectable. Elle etoit mise a peu pres comme 
OD represente le grand Sacrificateur des Jnifs, exeepte qu'il 
ne lui pKroissoit point de barbe« etqu'au lieu de cette tiare 
en croissant, que portoient les grands Prdtres, un voile de 
gaze prenoit depnis la tdte, et qui etoit rattacbe vers la 
ceinture, trainoit bieii loin deniere eile. Apres s'etre assez 
long-temps arretee devaiit la compagnie, eile poursuivit sou 
clieiniii. iuik\6 sari> faire la iiiuiudr«' lionnetete ä la liere Eli.sa- 
betli. Est-il |)(»ssiljle, dit cette liciiie. des ((U Oii ne la vit 
plus, (jue (;ette ctlebre Ma- [178] riamne tüt faite comme 
cela? Quoi, c'etoit uoe graude idole pale, maigre et üerieuse ? 
et depuis tarit de siecles, eile a passe pour nne meneillet 
Ma foi, dit le ('otnte d'Kssex, si j avois ete ä la place d'Herode, 
je ne me serois jamais brouille avec un cbat sauvage comme 
eela, sur le refus de ses caresses. Je hii ai pourtant trouve, 
dit ^idney, une certaine langueur touchante dans les regards, 
un grand air, et quelque chose de noble et de naturel dans 
toute Faction. Fi! repondit lautre; la grandeur de son air 
est impertinente, la grace quVIle a dans ses manieres aisees 
que vuus admire/, est pleine de pit.sumption et je lui trouve 
de l insulencc jusques dans la taille. La Keine ayant approuve 



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156 

Um 1700. iV>mte Aotoine Hamütoo: Oeuvre« [1771] 



Uiut cela, condamna principalemi^nt la pauvre Frincesae 8ur 
le mepris et l'aversion qu elle avoit eue pour ]a perBoiiiie de 
80J1 maii, et sur 1a resistance continuelle qu*elle avoit faite 
k 860 plns tendres empressements; qu'elle avoit eu beaa dir« 
quo c*etoit parce [179] quil avoit egorge toute sa famille, 
CO a'etoit pas ane raison poar lui refuser los droits de rhymen, 
qiiand il les aaroit exiges vingt fois par jour, et eonclut que 
poor cette seule rebeHion, Herode avoit bien fait de lui couper 
la tete. 

Le Docteur Fauste, pour paroitiv savaut eu tout. a.s.sura 
que TP nVtoit poiut pour wUv raison (ju Merode s'etoit defait 
de la rliaste Mariamne: <|iie tüu« leej Ilistorjeiis s'v »'tMir iit 
rnepris; mais qu une eertaiue Salome, sa'ur du Koi, et uuuidite 
de Dieu, avoit rapporte a son frere, qu'etaut a un i>acritice 
aupres de la Keine, eile l'avoit enteudue de ses propres 
oreilles, qui prioit bien devotement le Dieu d'Abraham, 
d'lsaac, et de Jacob, de la delivrer de son vienx cocu de 
mari. Si ce trait-anecdote ne fut pas crn, au moins parut-il 
nouveau. Un moment apres, la Reine ordonna qu'on fit venir 
Cleopätre, du mime air qu*elle auroit pu demander nne de 
ses femmes de elmnibre: 

[180] Pas n y niancjua le savaut Fauste; 

Kt pour n'etre poiut eunuyeux, 

II fit partir devant ses yeux, 

Uu I" tit diublütili eu poste. 

Pour la transporter dau« ee« lifux. 
Peut-«Hre Herez-vous bien aise d'appreudre la mauiere 
dont ce ('ourier fut depeihe; la voici: II ne fit que prendre 
un grand bonnet fourre quil portoit, et en trois coups de 
baguette, layant metamorpbose en baquenee blanche la plus 
jolie du monde, il lui mit un beut de sa bagnette dans le 
deniere, et apr^s avoir soaffie dans Tautre, la baquenee partit 
comme un eclair, et en sept minutes, revint avec Tillustre 
Cleop&tre. qui mit pied a terre au bout de la galerie. I^a 
Reine eomptoit bien (jue cette apparition dedommajxer«»it sa 
curiosite du peu de satisfaction (|ue les charmes taut vant«'s 
des autres lui avoieut donue. Nous allons voir ce qui en an ivu. 

as8 



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156 

Um 1700. Conte Antoine HMoUtoii: Oeuvre« [1771] 

La Heine d'Kgypte avoit fait de grands [181] appreto, 
ayant appris par 8a moiiture, le siijei de son voyage. et le 
peil de cns qu'on av<iit fait de la belle Helene et de l'infor- 
tiinee Mariamne. Des qu elle parat, la galerie fut enbaumee 
des parfums les plas preeieux de L'Arabie heureuse: ear eile 
s'en etoit mis par-tout, tant a cause qu'il y aroit du temps 
qa'elle etoit morte, (jue pour laisser au moins sa memoire 
en bonne odeur, eu cas fiu'on ne füt pas content de sa figure 
apr68 son depart. Elle avoit la gorge fort decouverte: une 
uttacht* dl' riibis et de gros diamants retroussoit ses jupes 
beaucoup au-ilessua du ^enou gauche. Ce qui n'etoit pas 
deconvert d»^ m piTsoniie. paroissoit tres-distincteiiifiit au 
travers d une gaze tr;iii.spareiite i{m coun)()snit son habille- 
nuMit. Dans cet e<|uipage galant et leger, eile Kt au uiilieu 
de la galerie le meme manege qu'avoient fait avant eile les 
deux autres. 

Des qu elle eut le dos tourne^ on ne manqua pas de 
tomber sur sa personne et [182j sur na fripperie. La Reine 
crioit corome une possedee, qu*on lui brul&t du papier sous 
te nez, a cause des vapeurs 4|ue l'ouguent dont eette momie 
s*etoit fnittee, lui avoit causees. Elle la trouva moins suppor- 
table que la femme d* Herode et la fille de Leda: eile se 
moqua fort de ce qu elle s'etoit trou.ssee en Diain' {»our niontrer 
la plus vilaine janibe du monde, et dit (jutllc auiuit uiieux 
fait d«' j)aroitre en rohe fourree. <|Ut' dans ce petit liahille- 
ment d ete. qui exp«»soit a la vu<' ties tres(»rs qui ü eiuiunt 
faits que pour etre eternellement eaches. Kn eilet, dit le 
Comte d'Kssex, voilä un i-orps plaisamment bäti pour aller 
aussi debraille qu'elle fait. 11 est vrai qu'elle a quelque eclat, 
et que sa peau est assez blanche pour une Egyptienne : mais 
c'est Fapanage de toutes les rousses dont eile a sans doute 
ete rArchi-Doyenne en son temps. Le Chevalier Sidney, qui, 
outre ces defauts, trouvoit qu*elle avoit trop de ventre et 
trop peu de derriere. s'ecria: 

[18H] Fauste, par (^ette vision, 

Combien de choses ä rabattre 

Dans la riante tictiou 

S34 



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15« 

Um 1700. Comte Antoin« Hamilton: Oeuvrei [1771] 

Que riiistoire uous fait ä «sa coofusioD 

De ]a famense (Jleopatrc ! 

Ah! dans le combat d Actium, 

Antoine, pour eile poltron, 

Oevott Cent fois plutdt se battre, 

Ca Be faire teair k quatre, 

Que de suivre cette giienon. 
GueDOQ taut qu'il vous pl&ira, dit le Docteur! voilä pour- 
tant Celle qui mit dans ses fers le Heros (jui s'etoit rendu 
uiailre du monde, et v,'e»t cetttf iiieme gueiion qui tuurna la 
tete a cet autre Heros que vous venez de dire. Mais, Ma- 
tlanie, dit-il a la Keine, puis(^ue ces tameuses etrangeres ue 
sont pas de votr** unut, n en cherchons plus hors de vos 
Etats. I/Angleterre qui a toujours ete en possessiou de pro- 
duire des beautes parfaites, comme nou8 le voyons par Votre 
M^este, Jious |lj^4j fournira peut-etre un objet plus digne 
de votre attention dans Tapparition de la belle et malheureuse 
Rosenionde. Votre Grandeur qui sait tout, n'en ignore appa- 
remment paa Thistolre. J'en ai quelqne idee« dit-elle: mais 
comme mes grandes occupations Font presqne effacee de ma 
memoire, je ne serai paa fächee qu*on l'y retrace par nne 
petite repetitioD de ses aventnres. 

11 n'y a pas enrore trois jour^. dit le Chevalier Sidney. 
que je lisois cet endroit de la vie dlleiiri seeoiid, uii de vos 
plus illustres jir(-d«'( t'ss('urs. ('»• i^rajul Roi avoit le etJ'ur du 
monde ie plus tcinire. niaif» rieu uioins <n>e serupuleux sur 
rineonstanee: l ependant il y avoit quelques annes <ju une cer- 
taine .leanne «Sboar en etuit en paisible possessiou: eile avoit 
d«* la beaute; mais il 8*en falloit bien qu'elle n'en eüt assez 
pour fixer une legerete comme la sienne, si le diable ne s en 
etoit m^le: car en ces temps-U tout le monde tenoit [l^^] 
paur conetant que c^etoit par sortilege et pure magie qu'elle 
s*etoit fait aimer, et qu*elle conservoit sa conquSte. C'est k 
Faustus i nous dire ce qu^il en pense, lui qui est verse dans 
ces innocentes petites nibriques. Quoi qu*il en soit, voici 
comme l enchantement de Dame Jeaune se rompit, si tant 
e^t qu'il y en ait eu ä sou fait. 

885 



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15t» 

Um 1700. Oomto Antoine Hamilton: il^uvrcs [1771] 

Le Hoi s'etant uu jour egare ii la chasse dans iiiie vaste 
foret, fit taot en tournoyant et retouraoyant de cöte et (l autre, 
qu'il se trouva au bord d un raisseau doot l'eau etoit l^elle 
et daire: il en suivit quelque temps te coiir», et cela le 
mena dans an endroit oü le raisseau s'elai^jssaDt» faisoit iine 
espece de bassin, borde d'im gazon verd et frais, ombrage 
de grands arbrea extr^mement touffus. Or, comroe ces sortes 
d*eiidroitB eont d'ordinaire les scenes de quelque aventure, 
Celle qui Itii arriva, fiit de trouver d'abord de» hMts de 
femme au pit^d d uii de ces arbrcs, et» ijui lOhligea [18t)] de 
mettre pieil ä terre avec (pielque emotion, et s'etaiit avance 
trois on (|natre pas, il vit les persoiines h ([ui (m's lialiiis 
a{)partenni»>nt : c'etoient deux Nymplies qui etoieut jusqu au 
cou dans cette fontaiue, et qui pousserent eii rneme temp8 
deux cris des plus aigus, voyant un homine de cette apparence 
qui Tenoit droit a elles. Le visage de la plus feune le frappa 
d'un si graod etonnement, qu*il en demeura quelque temps 
immobile, et parut tout eperdn: il ne prit pas garde k Tantre, 
quoiqu'elle füt sortie de l*eau comme une etourdie, pour 
courir k ses habits. Sa compague, qui avoit bien autant de 
peur, et qui n'avoit pas ete moins surprise quelle, oe jugea 
pas a propos de Timiter. Elle etoit fort enibarassee: mais 
voyant (|ue le Roi ne l etoit pa^ muins, eile se rassura un 
peu, et hü dit, (|ne cdninie tout ce (pii paroissitit eii sa pt r- 
sonne lui tuisoif jimer (|u'il avoit ete arnn' ('lu'vuli< r. eile 
U' siipplioit de lui aci-ortlir un don: c'etüit la [1^7] graniie 
niaiiiere en ces temps-la. Ainsi le Roi qui lui avoit deja 
doQue sa personoe, sa liberte, son ewnr et son anie, jura 
«pfil HC lui refuseroit rien de ce <|uelle lui feroit l'honneur 
de lui deniaiuler, quand ce seroit la moitie de aon Royaume. 
A ce mot, la belle tressaillit, et pensa se lever pour lui faire 
la reverenee; maia supprimant ce premier mouvement que 
le respect et les devoira lui avoient inapire« la graoe qu'elle 
lui demanda, fut d'avoir la bonte de se retirer, jusqu'i ce 
qu*elle füt sortie de Teau et qu eile efit repris ses habita. 
11 obeit coninie un enfant. quoique dans ces sortes dOccasions 
il tut d ordiuaire aventureux: mais le pauvre Priuue 1 uimoit 

d3ö 



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15« 

Um 1700. Ctmite Antome Hamilton: Oeuvres [1771] 

deja ä la fureur. H u't^u fuut pas liavaotage pour que Thommt) 
du moode le plus delibere devienne plus souinis et plus tiinide 
qu'ane pucelle aupres de Tobjet aime. 11 se retira donc: 
msa» ce ne fut pas avec lotention de tenir tout-a-fait sa parole. 
Des qa*U se vit eouvert de quelques buie- [188]soiis, il doDna 
im coop de fooet ä sou cheval, qui se mit k galopper par le 
bois, et Sa Mi^este se mit a quatre pattes, et 8*etant trainee 
▼er» l'endroit d'ou il venoit, il ecartoit doucement les braucfaes 
qui Ini fermoient la Tue de la fontalne. justement comme 1a 
belle iucounue en sortoit sans aufuue precaution. et sans «e 
douter de cette Huperrherie de la part d un Chevalier errant, 
^jiii dt' plus ctoit Koi. Dieu sait si le l'riuce, (jui etoit devenu 
i I "1(1 neun rit amoureux, ä ne lui voir püur ninsi dire <jue le 
bout «1(1 uez, trouva de quoi achever de .sVunuuimer dau8 la 
eontemplatioD de tout le reste. l/histoire dit que quoiqu'il 
fut a quatre pattes, il y aurott bien reste trois jours sans 
boire ni manger, tant les objets lui plaisoieut: mais on ne 
lui en donna pas le temps. La Nymphe fut s*habiller, et son 
Douvel adorateur, apres un petit detour, se preftenta devant 
eile. La premiere chose qu'il fit, ce fut de se jetter a ses 
pieds pour lui [189] jnrer qu*il ladoroit, sans s'informer qui 
eile etoit. Ijk suprise, le respeet. l'emotion et la rougeur, 
qui s'etoient empares tout a la fois de la charmante Etranffere, 
aur<»i»»nt saus duiite «losurieutt' les appas de tout uiitri' : iiiais 
les siriis nett tireut <jue eroitre et embelHr: si bien «pie le 
pauvre Koi . . . Chevalier, dit la Heine, abregeons, s il vous 
plait. Tant qu'il vous plaira, Madume, reprit-il. On entendit 
uu grand bruit de chevaux: « 'etoient ies geus de la suite du 
Kui, qui Tayant cherrhe pendaut une grosse demi heure, lui 
ramenoient son ebeval par la bride. 11 renionta dessus, apres 
avoir appris que sa nouvelle Divinite s appeUoit Rosemonde, 
iille d*un Baron dont le Chäteau n'etoit qu'ä cioquante pas de 
cette foret. 11 revtnt tout riveur et tout refroidi pour sa 
maitresse Joanne. Elle s*en apper^ut bientot; il ne 8*en mit 
guere en peine; il alloit plus souvent k la chasse, et en re- 
venoit toujours plus refroidi pour eile. Oela fit naitre les 
£oup(;on8, et les soup- [190] C<uis niiient forte espions en 

Tili«: Famupü tt er. 3$7 22 



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156 

Um 1700. Comte Antoine UamiUon: Oeuvre« [1771] 

«•anipagiit'. an (les(|ut'ls l'infnrma (\n'(yn avoit trouve le Roi 
k deux gtMiiiux dttvant uiie jeiiue persuaue belle comme un 
ange, le joiir ifu il s etoit egart -, et que toutes les cliasses 
([u il avoit faites depiiin. n'avoieut ete qu ä son inteotion. A 
cettf^ (loronverte, la Dame Jeanne, qui, sauf le respect de 
Votre Majeste, etoit la plus iTiei-hante carogne de Tuiiiverä, 
jetta feu et flammes, gourmauda le Roi eomme eile auroit 
fait son laquaU; et comme eile avoit un ascendant diabolique 
Sur 8011 esprit, eile Tobligea, par ses moDaces et sea vacar- 
raes, de conaentir, comme iin grand benit qall etoit, qa'oa 
enlevät la pauvre Rosemonde, et qn*on l'enferm&t dans un 
vieux chäteau. au müieu d un desert, qui s'appelle encore de 
nos jours la y)nsou de Ro.semoiide. Ce fut dans cette prisoiu 
<|u'au boüi tle (luelqui's aniiees. la detestable Sliuar fit etraugler 
sa nval(\ peudaut uu voyage que le Roi fut oblige de faire 
en France. 

[191J Voila, dit la Keine, une tin bien deplorablel ( e 
quil y eut de i)lu8 triste, dit l'Enchauteun c'est quelle fut 
enicvee. et qu elle mourut sans que ce Roi si passionne eut 
jamais mis d'autre tin a une aventure (}ui avoit eu de si 
tendres commencements. ha bonne Elisabeth, apres an certaln 
branlement de tete et un petit sourire d'incredulite, temoigna 
beauconp d'impatience de voir celle dont on venoit d abreger 
rhistoire. II y a, dit Faustus, un instlnct secrejt dans cet 
emprensement. puisque, snivant la traditiou et quelques me- 
moires de res vieux tenips. la belle Rosemoude avoit beau- 
(•ou[) de votre air. vt resenibloit pa.sHablenieiit a Votr*' Majeste, 
«jiioi«(ue <•«' fnt ( II laiil. rdunut' oii peut cniire. Voyons-la. 
dit la Hriiit'! Mais dvs (|a eile paroitra, Chevalier Sidney. je 
vous ordouue de 1 ubserver avec la derniere exactitude, afin 
que, si nous trouvons qu elle en vaille la peine, vous en 
puissiez faire une description ressem- [192] blaute. Cet ordre 
donne, et (pielques petites cniijurations finies, comme l'endroit 
oü la Belle etoit enterree n etoit qu'4 trente lieues de Londres, 
eile parut au bout d'un moment. Des la porte de !a galeriOf 
son air et sa ligure plurent extrSmement. A mesure qu'elle 
avanQoit, ses attraits semblolent briller d'une nouvelle lumiere; 

im 



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15« 

Um 1700. Comte Anloioe Hamilton: Oeuvres [1771] 

et öi-tot (ju eile fut ä portet' d etie mieux exaiinnt'e, l'appro- 
batiou de la couipagnie parut a <:ertamä airs de plaisir et 
d'admiratiou qm chacun temoiguoit en la regardaut; et ebacUQ 
sembloit approuver en sni-meme le goüt d'Henri second pour 
eile, en detestant la foiblesse dont il Favoit immolee. Le 
Doeteur ne lui avoit point donne d'autre habit qae celui 
(|u'elle aToit repris en sortant da baln: ce n*etoient qae des 
cornettes unies, rattachees an haut de sa tSte; une robe de 
cbainbre de taffetas, an jupon de teile jaune assez court, et 
legerement brode de soie. C'etoit pourtant dans cet eztrSme 
iie- [193] glige qu elle effa^oit I'eclat du jour au gre de» 
speotateurs. Elle s arreta beaucoup plus luug-temps devaiit 
eux, que u avuieiit fait les autres: et comme 8i eile avoit su 
les ordres qu'oii avuit (ioain's au ( "lievalier, i'lle sc tourna deux 
MU trois fois ver« lui en le regardant astjez aKreal)lement. 
Uo eilt dit qu a chaeun de ces regards, le cceur lui fondoit 
lians rcstomac. tant il en avoit la miue niaise et deconfite. 
II fallut eufin qu elle fut prit <-onge de la compagnie; et des 
qu elle fut sortier mon Dieu! s eeria la Reine, la jolie urea- 
tore ! non, je n*ai rien vu de ma vie qui plaise tant. Quelle 
taille! quelle noblesse d'air sans affectation! et quel eclat sans 
artifice! et Ton me iriendra dire que je lui ressemble! (pi'en 
«IHes-vaus, Comte, pouTsuivit-elle? II etoit alors si pensif, 
«|u*il ne Ini repondoit rien tout haut, mais il disoit a part 
söit: plüt a Dieu. Habet, ma Keine et ma maitresse, j'en 
(ittiinends le meilieur cheval de mon ecurie, quaud ce ne 
[ r.»4] seroit <ju*en laid que tu lui ressembierois I et puis. il 
iui dit tout liaiit: si vous lui rcj^eiuldez! Votn* Majesic ii auroit 
qu a faire un tour de galerie en robe de ehanibre fiottante. 
et en jupon brude de soie; et si notre Surcier lui meme ne 
s'y meprenoit, tenez-moi pour un faquin. Pendant toutes ces 
fadears, et quantite de miseres de cette nature, dont le favori 
flattoit la vanite de la bonne Dame, le Po6te Sidney, un crayon 
k la main, achevoit de mettre au net le portrait de la belle 
Rosemonde. Des qu*fl y eut mis la derniere main, il eot 
ordre d*en faire la lecture, et voici par oü 11 commen^a: 

339 22'*' 



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15« 

Um 1700. Coinie Antoine Hamilton: Oeuvres [1771] 

Allons, mt!S vcrsl obeissons. 
Fuisque ma Reim me rordonne; 
Et tu plus heau de iios crayoiis, 
Trapoiis et 1 air et In personne 
D un «biet dont l eclat de mille feux rayoiine, 
Et qui du Dieu des vers merite le« ühanfioiis. 
[195] Loin d'ici, flatt»Mix impnsture, 
De fictions, de faux brillants 
Dont on embellit la peintiire, 
Quand leB objets sont indigents! 
Pour mettre a fin mon avanture, 
D'uoe main et fidelle et s&re, 
PeigDOitö Toriginal sana fard et saus encens: 
11 suffini des ornemens 
(^ue fournit rHimul)ie nature. 
11 faut, en trarant la beaute 
De la diviiie Kosemondr. 
Dans le plus beau porttait du monde 
N employer que la verite. 
Voili parier en bonoSte bouime, et qni, pour un faieeur 
de vers et de romans, senible avoir ({uelque conflcience. 
Voici comme il poursuit dans le detail des charmes qu*U 
dient: 

De graces et d'attraits un brillant assemblage 
AecompagQoit mille agrements, 
Inseparables des beaux ans, 

[VM] De la jeunesse lieureux partage! 

Tout plaisoit (laus 8on beau visage; 
D»* Flore les tresors naissaats 
Y [)anjis.s((ient eii etalage. 
Mais purs, naturels, innoceuts, 
Kt tels qu'on les voit au printemps. 
Quaud Zephire les seche, apres un prompt orage. 
^a beuche eouroQDoit Touvrage: 
Elle etoit faite pour ses dents. 
Heureux! parmi tous les vivants, 
Qui jouiroit de Tavantage 

Bio 



Üigilizeci by LiOOgle 



15« 

Um 1700. Comte Antoine Hamilton: Oeuma [1771] 

Apres miUe et mille tourments, 
D'y pouToir offrir son hommage! 
Ses yeux n^etoient pas des plus grands; 
Mais, clel! quel etoit le langage 
De leuTS traits vifs et seduisants! 
Poisqae par leurs regards, les plus mdifferents, 
Jnsques au fond du ccBun ils s^ouTroient un passage! 
Rieii u'etoit si hoau (|ue suii in z: 
D'Hebe e'etoit le nez Celeste: 
[197J Et ses deux pieds etoient t^uirnes, 
Dm mnniere que pour le n*sh' 
De re.s attrait» toujcmrs moins nus (jue deviues, 
Ou n'av(ut t^oh besoin d'uo autre manifeste. 
Sa taille avoit des oes appas 
Qu oD sent, mais qu^ou n'exprime pas. 
noblesse ea etoit snpreme. 
Dans toute sa figure, et jusques dans ses pas, 
C'etoit im certain air digne da diad§me; 

Mais c etoit de ces airs qu*on aime, 
Et qu'on aime iu*;(|u*au trepas; 
Bref, a rexamiuer du liaiit jiustjues an bas, 
Belle Dapliiie, t'etoit vous-irieme 
Qii on peignoit sur c** fanevas. 
Du ni(tiii!< eu auroi.s-jf jnii'. taut la description vous 
»•-üuvient, exeepte pourtant la gorge, qu On a oubliee; et cer- 
taioement, st I on prenoit h li)>erte de vous copler, ce oe 
seroit pas un article a sup- [198] primer. Certaine forme, 
certain eclat, et certaine Situation dont la natixre a doue 
le peo que vous en laissez voir, offriroient d*assez agr^« 
ables idees ä mettre en prose ou en vers, sans la moindre 
exageration, pour rendre la cliose plus touchante. Je ne 
suis guere plus content de ce qull dit de la bouche de 
son original. On diroit que c'est celle de (piehjue Sybille, 
taut il craiut d v toucherl 11 est bi»Mi vrai ([Uv <lire qu elle est 
faite pour assnrtir Ifs plu."> b« il»»s derits du m(in<ie. o est (juel- 
que chfise; raais re n etoit pas assez: et > il avdit eu coti- 
uoissauce de la votre, il auroit depeint eu vers aussi gracieux, 

841 



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156 

Um 1700. Gorate Antoine Hamilton: Oeuvres [1771] 

V08 levreB fraiches et vermeilies: i1 auroit dit qu'autour de 
ces leyres, quand il toqs plait de sourire, le eiei a place 
certains agremeats quMl oublie, ou qull ne se donne pas la 
peiae de plaeer antoui des autres. 

Revenona k ootre galerie. On y deliberoit sur le ehoix 
de rapparition qui devoit sueceder k eelle de Rosemonde. 
L'En [199] chantenr fut d'avis de ne plus sortir d'Angleterre 
pour chercher des beautes de repiitation, et prujjosa cette 
celebre Comtesse de Salisbury, qui avoit donoe lieu a l insti- 
tution de 1 Ordre de la »larretiere, cooiine un«^ «^ertaine Beau- 
te {iaiiiande avoit ete cause de l'invention de ceiui de la 
ToiHon d Or. On trouva la propui^itiuo bieii imagioee: mais 
la Reine dit qu'avant toute chose, eile vouloit voir eucore 
une fois sa chere Rosemoode: le Drx tcur sen defendit fürt 
et ferne en disant que la chose n etoit guere pratiquabie 
dans Tordre des conjurations, oatre que la retrogradation des 
fantomes irritoit les puissanoes soiimises ä ses preiniers en- 
chantements. Mais il eut beau dire, on erat qu1i faisoit ees 
fapons (|ue pour se faire valoir, et la Reine -Ini parla d*un 
ton 81 serieux. <|u'il fut oblig^e de s y rendre. I! assnra pour- 
tant que si l{<»8einunde faisoit tant que de reveuir. ce ne 
seroit ni pur ou eile etnit entree, ni par oü eile etoit stutie 
la pre- \'200] niiere fois. et f[iie oharim j>rit uarde ä fui, car 
il ne repondoit plihs de riea. La Keine, eonune on a dit, ue 
savoit ce que cetoit que la peur, et nos deux Messieurs 
etoient un peu aguerris sur les apparitions. Ainsi les paroles 
du Docteur ne leur causerent pas grande emotion: cependant 
ii avoit commence. «famais conjuration ne lui a?oit donne 
tant de peine; car apres avoir marmote queique temps en 
fatsant des grimaees et des contorsions qui n etoient ni belies, 
ni honnetes, 11 mit son livre k terre au milieu de la galerie, 
en fit trois fois le tonr a cloclie-pied; ensuite jde quoi, il fit 
l'arbre fourchu contre la muraille, la tete en bas et les jambes 
en haut: mais voyant que rien ne i)arois8<)it. il eut recours 
iiii dt mier et au jdiis piiissaiit de ses prestiges, et ce fut de 
faire trois sants t-ii arriere. le jx-tit didi^t de la niain droite 
dau£^ l oreille gauche, et de se douner trois claques sur les 

842 



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156 

Um 1700. Gomto Aotoin« Htmilton: Oeovret [1771] 

fesses, en criant trois fois, Rosemonde, [*201] ä pleioe tete. 
A la derniere de ces claques magiquoB, un vent ^oudain 
ouTiit EToe impetnosit^ la fenetre d une grande croisee, par 
oü la charmante Rosemonde mit pied ä terr« an milieu de 
la galerie eomme ai eile ne füt descendne que d'ime berlme. 
Le Doetenr etoit tont en eau; et pendant qu'il s'esfinyott, 
la Reine qui la tronva incomparablement plus aimable qu*a 
eon premier voyage, laissa, puiir le eonp, endormir sa pru- 
dence ordiiiuire par uii traiisport d eiiiprt'sscjneiit. et sortit 
de son eercle les l)ras ouverts, aussi etounliiiitMit 411 uiiroit 
p« faire la Dame a la picce jaune. eu «'«k-riaiit; all. ma clicre 
Ko.seinoude! Des (in elle eut lache la [)ai<)le, un viojent «M-lat 
de tonnere ebranla tout le palais: une vapeur epaisse et uoire 
emplit la gaierie. et plusieurs petit8 eclairs uouveaus nes 
serpentoieot a droite et a gauche autour de leure oreilles, 
et faisoient transir les epectateurs. l/ohscurite s etant enfin 
diasipe petit k petit, on vit le Ma- [202] gicien Faustus les 
quatre fers en Tair, eeumant comme un sanglier, son bonnet 
d*uii cote, sa bagnette de Tautre, et son alcoran magique 
entre les jambes: personne dans cette aventure n en fut (^uitte 
pour la penr. 

Les eclairs reduubloient aver vivadte; le ('omte d'Essex 
eu avuit perdu le sourcil droit. Sitliu y la luoiustache gauelie. 
On ne ^^ait s'il en couta fjuelcjue i fmse ä la Reine: mais notre 
Auteiir (lit dans ses meuiuires. ([ue la fraise de Sa Majeste 
sentoit le sontre, et le bas de smi vertiigadin le rissole. que 
c'etoit une pitie d eu appnx her. Vous jugez bien, charmante 
Daphne, qu'apres une teile deroute parmi nos curieux, le 
desir de voir la Comtesse de 2:>aüsbnry, fut remis a un autre 
jonr; je ne trouve pas meme daus les memoires du Chevalier 
Sidney, qa'il en ait jamais ete questton depuis. 

Je me Hatte de mon cote, que cette longue rapsodie 
▼ous aura tellement excedee, que vous ne vous aviserez plus 
[*203] de me prier de mon deshonneur, en m'obligeant ä re- 
tomber dans ees softes de recits: 

Ainsi chautoit par n<»s vallons. 

Par nos hois, et ])ar nos prairies, 

d43 



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157 

1701. Felix HarUn BrUim: De FaUadbus Indiciü lUgiae 

Ou biea 8ur les rives fleuries 
De quelqu'on<le des environs. 
Ua certain berger Sans nioutouB 
S'occupant de ses reveries; 
Ou decrivant dans ses chansooB., 
Saos y radier de flatteries, 
De Trais appas soub de faiix uoms. 
Mais c*eii est falt! et ce langage, 
Dont ü 8ut par fois enchanter 
Quelques bergeres du village, 
Dn temps qnil aimoU h chanter, 
Ne Uli paroit cju'un sot rainage, 
Qui ii a plus du (|Uoi le teuter. 
Adieu, dit-il, celohn^ rive. 
On tant de tois, mes chalumeaux 
Act'ompagnoient ma voix plaititive, 
l^orsque je racoutois mes maux 
[204] Au cours de votre eau fngitive 
Adieu ¥0118 dis, celebre rive! 
«le vous coDsacre mes pipeaux. 

1701. Felix Martin Brtthm: De Failacibus Indiciis 

Magiae 

üisputatio Inauguralis De Failacibus Indiciis Maui«, 
Quam Rectore Mairnifrcentissiino. SertMiissiiuo Princi|R- Ac 
Domino. Dn. Friderico Willielnio. Kegui Borvssiae Ac Electo- 
ratV8 Brandenbvrgici Herede. etc. etc. etc. In Illustri Friden- 
ciana Ex Decreto et Authoritate inclyfc Fnculfatls Juridicie^ 
Praeside Dn. Henrico Bodino, SereDissimi Kt Poteutissimi 
Regia Boruss. Consiliario Eeelesiastieo In Dueatu Magde- 
burgensi, Professore Iuris Ordtnario Et Facult. Juridicae h. t. 
Decano, Patrone Ae Promdore Svo JBtatem Devenerando, Pro 
Licentia Summos in utrotpie «Türe Honores et Privilegia rite 

844 



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15$ 

1701. [Job. Ocofg £€c«rd]: Koiiftthltch«r Aunufif 



capessendi Die XXIl. Octohris A. C. MDCCI. horia ante et 
jxmerldiitnis lo Avditorio Majori. Placidap Kruditorum disqui- 
8itioni siibmittit Felix Martinus ^rät)m / Hilperhusa Francas. 
Halae Magdebvrgicae, Literä Christiani Henckelü, Acail^Typogr. 
[1701] »). 
p. 27. 

§ XXII. 

Indiciuin reputatur u Crusio certuiu loc. alley. num. 32 
»juaiidu penes reum ejiisfjiie supellectilcin reperta 
fuerit schcduhi :tiniijHitn arrijitn. Kiitio est, qiii «cAerfui« 
legitiir Fau^tuB. famo8U8 ilie iMauus \ itiebergensis. gcHpfa*iHdu 
talia factitasse, bactjue solenuitate Diabolo sese 
devovisse Frieterqiiam vero quod tota illa narratio Magia, 
de Fau8to putidura conunentum sapiat, et adliuc 
8ub judice Iis sit, an Wittenbergae, an WOrtenbergica in terra 
(Bat grandi inter utramque hiatu,) commoratns sit; certe de- 
bilis est consequentia: sanguine Faustos Apocham diabolo 
scripsit, ergo qui eonvinci possunt, quod sanguine aliquid 
pinxerint, idem feeerunt. Nam et potueruot literufl amatorias 
seribere, exempla cum hujus rei non sint infre<|iientia, et 
aiiiaiites es ameutiu soleut quidvis arripere ad declaruudas 
paijsiones suas. Potui.sset igitur sangiiin^ ain scliedulam omit- 
tere, et potius inseripti<mem et sensum schedula; urgere, au 
ad diabolum directus üle ijit, uec ue. 



158 

1701. [Joh. Georg Eccard]: Monathlicber Auszug 

JBSonati)lid)er SluejUß aue anerf)aub neusbevaueöeßt'bciu'n ' 
lüifelidicn iinb avtiöen S3üdicrn. ^IH^KirsHS MDCCI. ßu fiuöeu 
bcQ 5{icol. gorfteni / iBuc^^dribl. tu ^auoucr. 

S- •'><). 

VIII. (£unofc (^wefliinft bcr SÖortc SJ^on«:^ Genes. Vlrl^ 
^ fabelt He ^%nt @Ptte« / mte bte ^oc^ter bet äKenMett 

\» Xao Dan mir bomituc lijLcmplar ^cl •l'unburaci üiii£>crfitat'2«l'>ililiüfl)ef 
itt '\o i'(t)atf bcfc^nittcii, ^llB fiejc ^al^u'vial)! i>criuutlid) ice^öt'faUcii ift. 2. .y». 

345 



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158 

1701. [Job. Oeorg Eccaivl]: MoDathUeh«r Atmag 

f(^ön umren / unt> italimcit tl)ncn ^I^cibcr am alieu &te fie 
erwc^lcu k. ^Cmftcrfcam 1700 in bic 2. "l^o(^cn. 

TQx .peraii^cber ') fagt / l)cv Autor öiefeö iöüc^lciuö ^abc 
C0 i^n c^efd)rieben ^ugeftcUct / unb er ^abe eö nac^ feinen lobe 
publiciret. toixb bariitneu unterfud^et (1) ob burd) Die Beneha 
Ehhim, bie ^d^ne ®Ctte6 mit ben alten i^ir^en ©aibenten 
(SnQd iiitb (Stifter / ober (2) [57] mit ben 9leuem natfirli^e 
9Renf4en / nemlvä^ ber frommen IkuU j^tnber / oerßanben »erben? 
SBeld^ed er leugnet / weil / bad erfie anlonget / bie Ctngel 
ftd) ald ein jpirttnaled SBefen mit ben ^enfdien ni(l)t oermiftben 
Diel menic^cr etauiö ci^ciuv'n fönnen. !Dai3 anbete oon ben 9Jienid)en 
will il)m aiid) nid)! in öcu ilopff ""^ ^'il^^^t er P^) 1^'^) 
biefe iHueU'niuu^ bee SBortc^ Beneha Elohim üon einem Woieditcu 
3?olcte in feiner Stelle bei ^Öiücl nod) einmal)! in bergleicl)cii l^er* 
ftanbe .^u finben: ja er irill nort^ebcn / ee fonime fothaiie iHue= 
bentunfl oon einee geioiltea :?lraber0 Fatricidis »^abel t)er Dein 
W. fledaliclia in feinem Sdiaischäler, bie mciftcn C^viften in 
Drient unb Cccibeut unb Klmacino ein anberer Araber bepfallen. 

^er iKutor aber oerfte^et mit ben (Sabbaliften / Theophrasto 
Paracelso unb bem Autore bed Suc^d Entretiens sur les sciences 
secretes intitaliret / bie substantias iutermedias ober Ginmo^ner 
ber 6lementif(4en Seit bed Seuer^ / ber Snfft / bed SBafferd unb 
ber@rben(f) bie etwod mit ben Ingeln unb !Ken>[58] fcben ge« 
mein l^dtten / bation er ein bauffen Befen mtt<Ht / unb fogt / ed 
fei)n biefe ooii ben (Miliiukii in Agathodifinones unb Carod»- 
niones nuterictiiebeu niib Wilren öor Dielen HM). Jaljren unter 
ben Flamen ber (fetilonnti bem riatoui. Pytha^ora' Celso. Pstdiu, 
Prnclo. I^orpliyrio, Jiinihlirho. Nollio. Tri8nie{;ii)to, Plotino, 
Fhulo, Domeo, Fausto jelbft al0 er uo(^ ein guter ilfagus gc» 

2)tc :i^ter)mnrtiott bed itj^t^ ift: liMSr .^eroudg<ber / fa^t Autor 
MeM 6ü(filein8 / babf. 3>. 

t) ?cr Ülutor \^at nittit iKU'uft baß Thomas de Aqv'ow öcjiuU / 
bnß ber 3^cnidilaff mit [58] bicion (Mciftcm iiirfit oUcin fru(t)tbat)r fei) ioiibern 
bnß auch fie bara«§ er^eiu^te Minber eine •in-'»'ni:ihM ■'t' unb IhtoiiiIh" "^'atur 
baben. LncfavHu» ift in eben ber "iDiei)nuiiii k. :>HMtcl)c aiuli i Histoirr 
de Melusine \\i 'iMiri^ in 12. tiobriifft i'^ariinu'u iiH'itläuftlii^ ihmi ben 

befiiiiten Weiftcni ijct)aiibclt u'irb . luib ^mn cbcit tu loie eo bei 'ilutor 
gerne ()aben loil. 

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158 

1701. (Joh. <}eorg Eccard]: MonAthlicher Au«tug 

.loefen / (s) unb Trithemio «tc. befomit [59] geroefen / n)eld)en fie 
hie Dftborgenften (^e^eiiitnif[e ber Statur gelelf^ret / biefe ^dnner 
[60] 5tt berulmten Seuten in ber Seit Qema^t ^Atten / unb be^ 
anterf<^tebli(^en no^ i^te Stmft fe^en lieffen. ^ fagt / biefe 
(IreatuTeii fi(| günftig 3U mad^en / möxt nic^tö befferd all bie 
^racticirung ber Siegetn ^ fo ber Comte Gftbalis f^icv^n t>9x» 
gejc^ricben. 

(i^ föminet mir aber mc hau gantic t^üd)lein ' alfo aiid) 
biefe? h^dicrlid) uor / ba| ev ^o^ ('<i!iite (ial);ilis 2,inn (''ciniiüiiiiM' 
^Reiftcr uiiö Introdueteur bei Apciieii ?^IatteiiUMti i mac^n mi\i j 
ba bod) bie nteiften meinen / er {)abe fein ^ü(t)lein nur jum 
hoffen t^raul gegeben / um ber ^^ort)eitcn / n)eld)e in biejem 
Salle begangen toerben / 3U fpotten. @onft iß ber Autor M 
Comte Gab&lis ber 9[bt oon SiQard geoefen / ioeI<^er son Tou- 



(s) *ii>aö rcn bcn Cttnils. I'lntouis, l)/tha';orft' rf. \n balfiMi fcn / 
KiMo iHTuiinfftuuTC iHMiitlicilcn ; ^iim rpenii^ftcn ipcir, uli niilit nur eine« 

n?en!i iljiii nicht Dicllcuti: ^ic .öoncn (MciiKi üncnbal)rct l)alH'n. Tonil 
iPtiui ManliuH in CoUectayteis ntil)( ja^te l)at)e Mefcn horribiiicribri/ajr 
%tttnntt I iD&rbc nuiit ^mciffcln . ob er jemald auf ber Seit (^etoefen: s^eitt 
^bcn fo man S(utf<^ trab iKfaii|o{if<f) ^at / ift mit ied)t von Xaudvo ein 
A>fiMn Magiqoe ^flirnnet [59] morgen / unb f^at ber tar D. A^wiimmi, ba 
CT no(^ Magifter gcwcfcn ' in einer 3u Jüittcnberfl (\ol)altencn Dispu.'ation 
de Fnustn prttHtigiatore gewiefen / baß bic .öiftordicn fo i^mc in feiner 
^fbcn'j«^«efcfcreibun9 ju iiecii^nct werben Don a^^t'r^ rrribcnUn anbern ber 
Mntpr tp<"afn beniffencn wwUw vor il)m ^ui^efitricben iporben: Taf} e»? atio 
bainit tuhi" hmc mit ber .»^iUürie ber ^^tlt)«!&ür()cr / (^iilenfpicgcle unb 
61aue'92arreu9 bie eine ^njanintenlefunii aUerl)anb luitti\er :Käncfe unb 
2<^nacten {ci)n , wie fic ber *j)iafliid)en *4Jonen. Unb ^Qm]^ , »enn man ba* ; 
mA von ben 3ttben Sedtehia fo bcn Carohtm Caicum vergeben ^abrn foll 
/CrtM. Ann, Svev, p. II. l 3 e. I.) von ben ^i)l)mtf(^en Zytone, Trithemio, 
Cornelio Agrippa, Alberto Magno unb berglefd^en beuten fabultrt mirb / 
9on Aiiuftd lt)akn n>ec(nei)men iolte / mSrbe gar wenii^ übrig bleiben / unb 
ber ?Heit nid}! »erbienen flelefen ju werben. >;n übriiien weifet ber .<>err 
r. 3?euntan weitliiiifftiii bat ^- Fansfiis fid) ni(t)t wie man tnöcientein 
facjt , jiu 'jyitteiib rr» aurqihalton iDiu'^cru ^an e* ein 3nrt)um im *iiat)nien 
fep unb pur 'äÄJittcHbcrii mum tö.ürtenbcri\ i^ejc^[t] werben i^^enl ber 
3vefiait ^al)iH er üfft ^jert^n^en niil)t ben i^oittcnberij , fünDciu iuil)e au 
:2>ürtenberä lie^ift rtf. 

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159 

170S. Lu3K«nburga Verbündniai mit dem Satftii 

louse nac^ f^am tommen fein ©litcf biird) prebtgen 3umact)eiu 
5Dic fünf @efprÄ(fte / barauig bie pofperlic^e ^d)rifft befte^et / pnb 
aud benen luftigen unb finnteif^en £)ilcurfen entftanben / bie ber 
Autor mit aüerl^anb luftigen Stt}p^ Don aeit ju arit ge^bt. 
Suerft iDurbe el ni<j^t gea(^tet / nadbd'^^^bd aber confiscirt unb 
feinem aubd^tigen Autori bie (Sandel oerbol^ten. ^at berfdbe 
einen anbern t^il oerfproc^en / er tft aber balb (ema^ ftuf bem 
IBege nac^ Lion oon bbfen beuten ermorbet Würben, ^e Spötter 
l)abcii ()ierauf gejagt c»? mdren Dcrntafqöirte C^inomcn unb 
^i\pt)m geroefen / bie il)iuc Dae $?eben [61] genommen / weil er 
i^re (^e()eimniffe eiitDerfet / al0 iueld)e0 bei) ben ©eiftern Dor eine 
Üobjünbe i]el)aUen werbe / wie ber 9lbt üon Siliarö in befatiten 
leinen i^üd)k'in felbft be5euöe. Tbigeö öon ben ^bt 5^i(la« haben 
wir aue ben Melanies d' Hiistoire et de Litterature beö Don 
Vigneul-Marville entlehnet. 



159 

1702. Luxftnhurgs Verbündniss mit dem Satan 

Be(< Duc de $?u]renbur00 I (.^ewefenen Äbniglidien Sran^« 
fif(^en Generals unb ^of^Warfc^afld / IBerbiinbnt| / So er mit 
bem Satan gemacht / 3)a er Snno 1659. p $artd in ber Basteille 
in ^er^afft gefeffen / unb befleißet baffelbe in *28. $uncten / 
melcbed ben 2. Januarii, obbefagten ^a^rei^ angegangen / unb bat 
jid) geenbiget ben 2. Januarii, bed 1695. ^a^rel / ba gletd) M 
36. 3äf)nge ißimbnife an i))\n bnrd) ben 6atan ein icf^röcflidie^ 
(Jnbe genommen :Iv^clcl)C0 bifi baliero jel)r secretiret woiDcu. 
8(Uen nnb ieben fo feine lenrd erlauben mollen ; jum ßrempel 
and ilagelid)t gegeben. @üUn / bei; 4>^ter ÜJ^arteau / ^nno 1 702 



C^mcral -^ol^':l)(ar^ltaI^? Dne *|p I>nx«Mil)urg«5 "^nTbruibnii^ 'Ii>clrfic* mit 
^em Ini^iani 2atl)ait Imi; ir,«»,', m\t> aljü tu ^ic .'ii;. ^sahv laiui i^-^ 

Iroffcii aiifh hi-ffeii barauf erfL>KU»;c^ ciiitiroifluli unb iiaiiiiaoo' (^iibo. ;'ius 
bcin Aranpjiiiiicn im Zmt\(i)i übcnc^ct unb allen «ict)crn unb ^Mudiloje« 

»4^ 



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1702. Luxenburgs Verbäuiiniss mit dem Satan 

^. [3] 

Pacta, 
ober 'i^er^)UIt^l^f? 

®e6 in bcr Bastei} U "^^arie in 3.^er^afft fittcnben 
huc de ^»renbiui; fo er mit bcm Ictbigcn Zat(x\\ ouf 
^a()r uou :Uuuo l<>59. au bij^ l<i95» gentad^t. ^ud beut 
.gran^dfifc^en in« 2:etttfc^e uberfe^et. 

£^3eie«J toarc ber ganzen Seit pd^ft ju »enüunbern / unb 
funte ft(4 Mefelbe ntd^t einbilden / aul »ad Urfa^en bi>(^ ber in 
Dem jängft oergaitgnen 9lieberldnbif(^en J^tiege / tl^dtö bur4 
ta{>ffeTe j(riegd«Actioa, tl^ettö aber au^ bur4 barbarif^e unb un« 
menf^It^e greultd)e ^^aten / »ouon ble $ottAnbif(^n SCecfen / 
fo fange bie Seit ftel^et / gebencfen fdnnen f mie ber in gan^ 
Eoropa beruffene ^erfeog Don ^«renburg fo plöfeli(t) / unb wiber aller 
1Kcnf(t)eu ^^cnmaticn in i)cö ;nucrd)riftl 5töuii)ö Uiu^uibe i^eratlien / 
ba^ er in bie fo genannte Bji.stcillc 3U %(xx'\^ in i^cil)aftt iiefei3et 
loorben ' jvenge ^iinir ineiicmcin bie ^age ■ ale ob ei bei) bei 
fo beid)ricbeutMi ('•^tni io.ilii .iiit iiitr«*ssiit geroefen lüchlict^ man' 
loei! feine grnnMict)e :Hacl)rictit hienon uerlianben an feine?!i "Trt 
gefteüet jet)n läffet tebod) t)at man nod) crfa^^'<-*" / ba^ beijeibe 
in feiner ©e-- [4] fangenfd)atft au^gefaget unb befeunct ba§ er 
ft(^ mit bem ^öUtfc^en 1D?orb>@)eift / Dem Satan / in ein ^^er« 
bänbnif auf na<]^efe^te Puncta etngelaffen / unb ftdf) mit i^m 
folgenber maffen oerbunben: 

1. 

siolte i^m öa <,<xi\x\i aiittbalD 100000 i)itl). üu baarem 
ÜJelbe liefern. 

2. 

Jlüc elfte Dicuftage cinee ieben 3)2ünat0 1000. 3iÜb. liefern. 

:i 

<^otte btcfed Qklb \ fo er i^m bringen mürbe / gebe unb 
gangbar fe^n / alfo unb bergeftalt / ba| ni^t allein er / fonbem 

;iir '!i^aniinii\ nu\if'tcllt ' im ^a{)r ITO-j." ^LHHHM'L>lun\n1nO'^ ^Maft mit iironcm 
''hüt? üttiMofU', mir lUif einer 2citc bl'^nlvft, in i>or '^Mbliothi't 1^00 Mdiw ^iwlhixn 
.noctiftift'S i|a .uiintfurt a. ^i., lcl)ut )ut\ uüil> iK'ii^nei an ^le iJiuogtUH" Don 
\m\ (ipltttcr 130) an, l)at aber ^cn 3|?ru(^ ^Üiütll). 16 no(^ nlc^t, baffir 
aber fbtc audfüf)riid^ Sefd^rdbung ber ^rattfamfeiten bed ^ujrfnbvrgerÄ. ^. ^. 

34U 



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159 

1700. LuMnburgs Verbündniis mit dem Satftti 

aud) beueu eä gegeben mürbe / jol(^ee ju i|)ieiu 'J^u^en aiuveiibeu 
fönnen. 

4 

tJejagted ®elb folte nid)! faljd) ober bctrüglid) / nod) üou 
einer folc^en ^Katerie (eijn / roeldje« ciUweber uerit^roinbet ober 
3u Stein unb jio{)len merbe ' jonbern e^ fott baffetbe an {ol(t)em 
SRetatt fe^n / loeld^ed Don ^enf4eii«|>äiiben get>rftgt morbeit ; un^ • 
an aOen Ortl^n unb Sdnbern / mo H au^ ^nfommen mag / 
gültig unb gangbar fei^n / 

6. 

Soferne er au4 eine 6umma ^Ibed uon 9Utben ^aben 
ttörbc / ed möge fei^n ju toai oor einer äi^t td immer 
noKe / fo foll ber @atan obligirt fei|n / t^me verborgene ober 
»ergrabene Schöbe etn^u^anbigen / unb awar ntc^t alfo / ba$ er 
felbige an bemienigcii Crt mo fie t»erborgen fe^n mbi^ten / felber 
erbeben mi'iffe fonbcrn er folte i{)m bicjelbigen ofine einzige 
feiner ^)Jiül)cir.a[iuiiti an Crt / wo er fid) 511 iiaiiltun Heit 
anff)alten mürbe / liefciii , mit lueic^eu er na(^ belieben iDuitcu 
moUe. 

6. 

8ofl er {(in meber an jcincm i'cibc iiod) an joincn i^licb' 
maffen bejd)dbigen / noc^ i^n au [einer (5)ejunbl)eit antuciffcn ' 
jonbern i()m biefelbe o|ne einige menfd)Ii(4e 8c^macbi|ett unb &c* 
brecben H6. :Jabr lang underfe(|rt erhalten. 

[51 7. 

E^oferne er aber mibcr ^er^offcn in eine .^rancf^cit fallen 
folte / unb er iold)eo nid)t Derl)inbern fönte / |o jolte er i^m bo<b 
t)ei[)ame nnb bemd^rte ÜKittel f(baffen / unb ju feiner Dorigen 
(Skfunb^eit / fo balb H mbgli(^ fe^n mürbe / oer^Iffen. 

8. 

iDie Ja^re auf meld)e fie ftc^ mit einanber bergleid)en / 
foUen in 1*2 Monaten / mie ed nicbt aMne in Srandlreic^ / jonbern 
au4 in ber ganzen Sßelt gebrAud^ltcb ift / beftel^en / unb ^nar 
ieben Wonat au 30 ober 31 Saugen / unb SUg nnb !Ra4t 
*24 @iunben gerechnet. S)iefe ä^t nun foQ fi(4 heute anfa^en I 

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159 

170fi. Luxenburgs Verbündmu mit dem Satan 

al0 ben 2. Jauaur. öiefce KJoJJfteii ^\ai)xc^ i unb )l(t) enbigcn 
eben öiejcii ^a(^ bcö 1695 fteu 3üi)it'o aljo uub ber (^cftalt / 
bafj im i^crintiftcii ni(i)te üon biefer Rrit abaede ' nocf) er ihm Me« 
jelbe nerfiir^e / ober eine falfc^e 9iect)iiuii0 uni) ^uebeutung / »ie 
er »0^1 e^e anbem get^an / ba^er ma^e. 

*). 

%a\w nun bic Jeit i";an|3 iHirUMicn nnb auertclauffcn ; füll 
er il)u nact) i^cmcinem iiauff / ieböd) fonber groffe ©c^mer^en unb 
Cöönl auc^ ol)ne Spott unb @d)anbe / fterben laficn | au^ nit^t 
Der^inbern / ba| fein !geib e^rli^ begraben »erbe. 

10. 

8on er il^ii bei^m jlbnige / toie au<( be^ aOen Dome^men 
(^rren / in @umnta / beiy troffen unb j^Ieinen / {»o^en unb 
9Kcbri0en / beiy fRanne« unb Betbd*¥erfonen / beliebt ma^en / 

jo bag er i^rer @unft unb (Stögen ^eit iebetjeit Derftd^ert fe^ / 
unb fie i^nt in ollem f »ad er an fic begehren mürbe / unge* 

weigert »iüfal)ren möd)ten. 

11. 

@oIl er t^n an aUe Oerter unb @nben ber äBelt | »o^tn er 
oerlange / aldbalb nnbefd)dbtget füt)ren / unb tf)n berfelben 8pra(f)e 
ftinbig mad)en / ba^ er [ic redjt fertig reben fönne; Unb wenn er 
jt'incr Curiosität ein ©uüge .idhan joll ei U}u loieberum an« 
Derjetirt juriict in feine So^nuug bringen. 

[6J 12. 

!goU Sütau ücrbnnbcn feiin / i[)n für allem ^ejd)oft / Stiitf / 
2^ombcn ' ^^ener=^iörfoI ©vaiuiten / ^luiqiHicn ^siftolen / ("^-eiier« 
3iöl)re / unb allen anbern @emel)r unb ?l^affen |ie mögen and) 
DRabmeu haben / n^ie ne rcollen / beiealiren ' bag il)m feineö ber-- 
jelbcti rühren / no(^ an ieineni £eibe unb (^liebem einigen ^c^aben 
.)ufägen fbnne. 

13. 

@olte er i^m be^üifflic^ fe^n / fo mol^i bee ^önig^ öffent« 
U(^e oU particular-9einbe au überminben unb über jte au 
triump^iren. 

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159 

170S. Lusenburgs Verbündniss mit dem Satan 

14. 

6oltc er i^m einen diin^ üei*j(^affen j lueldjer / fo offt er 
i^it an feinen Singer ftecten mutbc j i^n unjt(t)tt)ar unb uuüber« 
winbliit ntad^en f5nne. 

15. 

Soll er it)n für aOen / unb insgemein wiber i^n uor« 
genommen unb angefponnen roürbe / jeitlid) mamen / i^m an^ 

mit lliittcln unb ilt)atcu au bie ^anb ge^en fol(l)e wibcr iijn 
ijcuiaajic ^oiid)läöe hintertreiben j imb nid)te luaü^cu. 

16. 

£oltc er i^m in allen Stürfen / fo er il)n fragen roürbc / 
getoiffc n^ar^afftige unb cirüublic^e / nic^t aber oerfe^rte unb 
^me^beutige ^31a(^ri(^t ert^eiien. 

17. 

isolte er ihm alle S;?racf)cn fo er ücrlangen würbe ' !affen 
reben unb auejprec^en lernen unb jo c\\it unb perfect, ale ob 
er berfelben Don l^ugenb auf tunbig gemefen märe. 

18. 

@olte er i^m i^lüä Me\i,\)tit unb Jöerftanb oerlet^en / in 
aQen Sad^en nernünfftig 3U diseuriren unb judiciren. 

19. 

@oIte er i^n oor allen <^eri4td>@tü^(en M j^önigd / bafur 
er mdge eitiret »erben / mie aud) $ftbftif4« unb Caoomf^en Slat^ 
praeserviren unb oertreten. 

[7] m 

&oU er i^m fein ,v)au§n)efen oenoa^rea / ba§ meber Cfin» 
IIJdmif(f)c noc^ J^rembe i^m fold)e^ angreiffen ' ober etwad baoon 
entmenbeu fönten / fonbern folc^ed unDerfe^rt erl^alten. 

21. 

®oite er i^m julaffen / oag er j beut euferli^en @<l^ein nact / 
all ein guter (S^rtft fein 2eben führen / unb ben 6ffentlid)en 
©ottelbienft / o^ne ^inberung / be^mo^nen möge. 

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159 

170S. Luxenbuig» Verbündniss mit dem SaUd 

6o(te er tl^m bie UniTersal-Medicin praepariren lenten / 
i%mt ati(^ ben re^ttn ®thxau^ berfelbeti / unb bie dosin einer 

iebeii iierjou fagen. 

3Soferne etroan in einer Uccasion, Charmüjjel ober (^efed)te / 
Oll jeiner $erfon attaqiiirct merben foUe / {oU er i^m ^uförberft / 
unb für aEen SHngeri Se^ftanb leiften. 

24. 

SoQ er i>er^tnbem / bog niemanb / m er auc^ fei)n möd^te / 
liefen i^ren gemad^teti Aceord innen merbe / oielmeniger aber 
Sremben 3» $anben fomme. 

25. 

<Bo offt er fein bcnel)rcn mi'tröe joltc er il)ni in einer lieb= 
lict)cn ; fcineoiuegee aber erjct)rötflict)en ii^ieftalt eijd)einen. 

2«. 

Zoil er i()m üerft^affen / bae C>)ebäd)tuip erl)aUon iiub 
$11 LH'rftaicfcii ; nnb biefe^ nicht nur für feine ^^^erfon fo^^c^n 
bog fülci)e0 allen SRenjc^en / beneu ere mittl)cilen mürbe / ^eiffeu 
tnöd)te. 

27. 

^olte er il^m aud) ^ufagen nnb Dei*f^red)en bafe er alle 
angeführte $unrta / unb einen teben infonber^eit / unDerbrüf^üc^ 
^Iten / unb btefen allen fleigtg naii^fornmen loolte; »ofem er 
aber eben in bent geringften fehlen / unb bannnen ft(^ faumfelig 
erzeigen würbe / f d fofi aldbenn biefer Pact unb !Bertrag null unb 
ni(f)tig / unb Don feinen 5(rdfften fe^n. 

[8J 28. 

IDo^ingegen gelobe- er nid^t nur unterfd)iebene Beelen in feine 
@fmalt ^n lieffern / fonbern »erlän^ne m&j O^DJJ ' unb bie 

aUtiliciii^^ltc I^reqciin^fcil uuD tuuDuu' Doufclbcii :i3unb / ben er 
in ber ."ocil Inuffe mit il)r gemnd)t, i]iiiU3iiti} auf ' trete ()ingegen 
mit bem s^atan in ein neu ^erbünbntß ; unb ergebe fi(^ il)m mit 
^b unb 6eele ewügUc^. 

Till«: PmaatepliMtr. 858 28 



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1708. LuxenbttiigB VerbttodoiM mit dem Hatao 

311 Derftelien mit biejcr Ordre, bog fie Den Äerl oon leinetiiu'i^cn 
fagcn (ölten / '»Dbrgen »iebev fommen / ober bic ^öriefc Don 
gu geben / unb jo lange bei) ber erftcn 3i>a(t)e anf Slntioort 
31t märten | mo nid^t j \o folten fte tl^m erftlid^ treiben mit 100. 
^geln / im %afL er aber mit (^emit burv^bringen tootte f 
nieberftoffen; gleiil^en )93efe^I belam au(( bie anbere unb britte 
Ba(^e. Z\§ nun bie SBadie biefe 9om OenerAl ertl^eitte Ordr«« 
bem j^erl brutfen 3U üerfte^en gab / replicirte er: 9tun mo^Ian | 
bie ^nt passiret ba^in ; fieng barouf an mit fd^retflic^er Stimme 
bie *^li>ad)c 511 fragen / ob pe itin molten in &ntc \)umn laffen 
ober iud)tv ^ie folten nur fein gcjd)toinb tl)re resolution uoii 
fiel) geben. nun bie crfte ©adje iftn hcivt abcieiüiejen , mit 
^ro^eu / unb bloffem ®eiDel)r ' judte er aud) feinen J^egcn i 
l)ifb red)t unb lincf ' hod) olinc Q^erlefeung ' mit aroffcr (^icroalt / 
ba^ bie ©ad)e tobt ^iir (^rben fiel; barauf fam er ^ur aubeni 
äßac^e / jo baö ('oejc^reQ get)öret / unb ftc^ fd)on in mac^fame 
positur geftellet / al^ er aber nod)mal)ld bittenb brol)ete / mit ^e» 
mit bur(^3ubre<^en / fielen fte i^n alle mit entbiöften unb 
fc^teffenbem ^kmel^r an / benen er aber glei^er ®eftalt / loie 
benen erften / begegnete / unb fie alfo in einer Dbnma^t gur 
@rben falleub [11] mad^te. Sttö bie britte Sßa<^e biefeü graufame 
Spectacul l^brete unb fa^e / entfetten fte ftd) / Iteffen etlenb f bem 
Gent'ral biefe^ wiffenb madjen / «nb entfd)loffeu ftd) i ben 
Eingang aufo befte bei\l)iil3eii. 'JiU er fie nun abermabl roic 
Dorlitn ' i^n ein3ulaffen bäte / fie aber tnn^u^ aiitmorteten u^^ 
il)u v'gl^f^ "^i^ @d)ie|fen ' .pauen unb (£ted)en iiberfieleii tl)üt 
er nur bie jenii^eii \wer) etreidye rec^t unb lincf getreu fie / ba 
fielen fie alle anöenblidlid) ale tobt barniebcr. i^ierauf gieng er 
ben (^)ang l)inauf in ben ^or^^aal / ba i^m ein Pag« begegnete , 
n)eld)er ; aU er i^n fal)e / für entfe^lic^em Schreiten anfteng 3U 
f(^ret)en / unb feine gluckt nad) bem @emad) naf^me / m ber 
^arfi^oft / mit anbern l^o^n Officirern / unb feinen bei|ben 
@ammer«S)ienem mar / morunter aud^ ber / fo biefe ma^tibaf^ige 
historia erjel^Iet / famt Pagen unb Laqvayen jur ^iufoartnng 
maren / melier Page, hux^ fein f<l^re(fli4 erblafted Huc^fe^en unb 
Raport, groffeö ^ntje^en wrurfad)ete; tnbem fie aber be3 !Rar» 
ff^aHd feine resolution barüber ocrneömen wolteu / fie^e / ba gieng 

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1709. Luxenbui^i Verböndniit mit dem äftUn 

Die Zi)nx plo^lict) auf ' iinb tarn öcr gvope jd)töQvfc^bdrtit]e ÄYrI ' 
itt re(t)ter menict)lic^er (^eftalt unb jllcibung / hinein > blieb be^ 
ber S^ür fte^eti / unb begräffet ein menig bie '^nmefeubcn / 
bem SiqKitiurg alier fagte er: jpöreft bu / ^arf^all / »arum 
iKift btt mi4 ni^t l^erein unb oor bi(^ getaffen? Sie fommfi 
bu bar^u? ©te^eft bu miu / bag i4 wtber beinen SiOen 
unb (SkOKiIt ber o^nm&((tig Don bir befleHten fSaddc bod^ herein 
fommen bin? A Möns, fort! (enneß bu mt(^ nid^t me^rV 
bu iDetft ja 100^ l ; roer id^ Bin / unb m9 icft fon; A Möns, 
fort! fort! idi muf, biv cilic^ft iuid)tigc cad)cu ucrtraiiciL ;Hlle 
;'luiiKienbeu oer|niuniteiiii aber biefee .^erle 3kbc ' abfonberIi(^ 
Innren biirc^ ' bem bie (geele im l'cibe 'gitterte ' bod) eublic^ au^ 
2diQiii iiub iv»rd)t ' bamit bie ^Iniin'jcnbcn lüdit inöd)ten ein 
loicDrii^co üon biejer @ttd)e urtljeilen luiD er bae jd)r6d:lid)e üom 
Xeufel t)ttbenbc Dessein öffentlidi auö|tei)en möd)tc , resolvirte er 
fid) Dolens volene mit if|m biejen ^bjditcb ju 0et)eu / unter 
einem gemiffen prsetext aber jagte er: Messieurs, [1*2] biefer 
^erl ift ein S^alcEd • äHarre unb po8sirlt<^ Stopff | ber mi^ 
unterf^teblt^e nta^I fel^r divertiret / unb groffe treue S)ienfte 
get^n / i^t fenne t^n / l^dtte id) ed geu^uft / ha% er ed fe^ / 
fo motte i4 folc^e fd)arffe Defension, i^n nic^t t)erein laffcu / 
meiner Sa<l^e nid^t befof)Ien t)aben / fonbern er I^Atte gleid^ oor 
mid) fommen foKcn ' id) (}ebraud)e i^n öffter^ ale einen (geheim* 
bell :){atl) iet)r iHuU)cUi)anüi^ / bo er mir uicinc jiitriiivt'ii unb 
Corresponilenfeen mit tt)cilö [ciublid)eit Officirern öfftcrci idxk'h' 
unb iriditige Avertissements. ^n 'JiiiU luib T^icnft unfcre c]ro|U'n 
Monarrlion ' ()in unb l)cr traget / 511 bein fau er aiidi foiibev= 
Ud)e Äünfte ^u foId)em 2l?orf)aben ' benn er fidi imrid)tbar mad)en 
tan 1 (biefee jagte er , nur glaublich ^u mad)eu bag er ein 
natürlicher ^}Kenfd) \ex}) ift and) dou groffer Stärcfc • tan auc^ 
bie IBeute / burc^ fein bloffed ^nrüt)ren / atö tobt ma^en. !i$nbem 
fieng biefer ^erl uieber an: l^öreft bu / Sujrenburg / milft bu 
nif^t mit? @oa i<^ bi(( au(f| Don bem Stifd^ megfül^ren? A 
Mona, fort! fort! folt^ed leibet nic^t länger ^eraug; Wilft bu 
ni<4t mit? hierauf antmortet ber ^arjc^atl: mein Sol^n | 
get)e nur ttoran ' id) miD bir gleid) folgen, «v^ierauf gieng ber 
Äcrl roieber 3U I^ür ^inauö; l^urenburg aber jagte mit gc- 

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1702. Luzenburgs Verbündniu mit dem SaUui 

.^iDungeiuiiL x.'aii)cu: Messieurs, aiant eud) :üd)t an Diejeni 
Boussoiig. ioId)e tote liaben aUo rua)t)eit fo ftc ftd) nüfe= 
lid)eu SDienfteii gebrüuct)cu laffcu; cx brinc^ct inifxirtante :öiiefe : 
Die \<ü) nieicf) beantworten roeröe ' iinb fein rapport boren ' \\)n 
benn jcl)rifftlicl) / aU auc^ münbltd) abfertigen; iubeffen liitfertiret 
eucf) ivot)I in meinem .^aufe / Adjeu! bt| auff bas Sieber je^en. 
3u feinen !öcbienten fagte er; deiner tjon cuc^ folge mir ; 
n04 k)er^tnj>ere mid^ / htm rntQ mit biefem jCerl gaii| aHeine 
fe^n / foldied {aget im<i allen / Me na4 mir fragen, hierauf 
gieitg er üon fle jur 2:^fir l^inaud / ba er mit bem no4 anf t^u 
martenben ^erl fenfeit bed @aald gerabe (tnfiber gteng / na4 
feinem ordtoairen Aportement gn foId)eei öffnete / unb nad^ 
ibrem A!>inein feijn / bie J()üre mit abf^elaffenem 3d)Ioife oufö 
\^]icnc luriiabrcte. Jnbeffen resonnUii ^u im (Memad) [13] oer» 
blicbcncn (it-nerals jet)r n)unbcilid) über Du'icn A^äll^cln ,' ronften 
e«? oiul) nid)t 5n bc(^rdfffn; ber eine (5Qmmerbiencr aber ein 
XeiitiduT fo ') ^ic^o Avcntura cntmorifcn ; fieng anff ciiiniat)! 5U 
fie alle an: C 'l<dK mes Patrons o jfi>ebe! ?(b find)tc fcbr 
mir iel)en unjern tapfern (Jeneral £ujrenburg nid)t mcl)r öenn 
marlid) ber Merl ber fo mnnberlid) eingefommen nnb gerebet / 
ift fein red)ter ^^eiijd) / jonbern ic^ glaube feft / et» ift ber ^tan. 
SBoriiber jte aQe erjf^racfen ' unb ed mol^I gl&nbten / in eine« 
beffen / bag i>on i^m \^on Idngft spargiret morben / baft er 
einen ^ontract mit i|m gemalt. (Snbli(^ ^at ber Boiiffleur an« 
gefangen: Messieurs , laft und ^eimlif^ über ben €aal für fein 
(S)ema4 no(^fd)le!d»en / unb forfdien 1 fid) i5ii»iid)en biefen 
^iteijen begeben mödite beffen Mo anbern ben Aeronl an« 
ual)iucn . n\\\) hi'iuiiiit) h\[]u\ iiiilklHii a;Ui>o [ic t)efftig disputiren 
t)Cirten ; foiiöcilid) baf; Vinenbura liiu länqer ^eben bäte um 
l. isal)r ' ber anbere ' nicldieö Der Teufel ficnlid) war ' wie bie 
?lntiuort nnb Crrfolgung üucUMcfe molte gar iiicbt ditiiiilligen 
Die ,',eit loäre ane nnb \)änc er it)ni 'M'k ^sat)r ja alle pniu-ta 
icbiid) (^cbaltcn jo er feinem ale Doctiir Fauüito, bcm C^rfe= 
3ünbcrer ber :il^cU getrau; fo bäte er nur no(^ um ein balb 
Sai^r / aber er befam auc^ eine abfd)läglid)e iftntmort. (^nbli«^ 



') '^m ieictc ftcbt «fte*. 5?. .ö. 

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1702. iHixeobuiigs V'erbimdniM mit dem Satan 

bat er inu' nod) um ein tjaib 2?tertel iühr '^liifjct)ub ' üBer bcr 
replicirte i^m / er iolte fdimdgen unb bebencteii wie faiier er 
il)m feine 2)ienfte geiuact)! , aiö faft nie fein auDer l)äitt' aud) 
bae anfferftc iniiffen antworten bap er üüeö jo ei üon il)m 
üerlanget / bei) (^Ctt nict)t t)ätte erlangen fönnen. Qy ^dtte ja 
alle yiü]t j ^Jcrgnügnng / 6^re Ölücf unb bie »erlangte fiebcnö* 
3«t / nac^ benen felbft anfgefetjteii HJuncten , gel)abt alfo roöre 
alled untfonft I unb btlltct) / bag er au(^ fein $erf{»re(^en red« 
li4 ^alte; ^er Idge ia feine ^anbf^rifft beftatiget mit feinem 
S9lute unb ^anb. Sudenburg bäte mit evb&rmlid)en Siefen unb 
€euff ^en / bag benen brauffen »or ber aud ttRttleiben bie 
^ugen ftberliejfen / er folte i^m bod^ nur 1. IRonat fein Seben 
erlottben / fo wolte er mit fort unb f rieben fei)n ; er befenne 
ja frei)li(t) allee mahr ;u feim wie er fl4] gebacl)t ' aber \o 
eine ^ciiiu^c ;U'it aniri)c er il)m }a i^cmabrcu! Seld)ei^ er it)m 
abermal abid)lug unb mit gräiUiclicn ii^orten \)c\am fuhr: C^r 
folte fc>rtmad)en. fiil) je^en i unb öaö ienige tt)un iiuio er ihm 
f)eincn unb t'^'-M'^ir^*^^ nnbefcf)(cn uMir^t•; l^iirciiburii aber bat 
nur nod) um eine il^od)c mit gittern uiib >iaöcn aber bei leufel 
motte gan( unb gar ni^t / er foite immer fort matten; enbltd) 
fle^ete er nur nod) um ein paar läge um fid) ^u feinem W^tt 
3U bete^ren} barauf fieng ber Xeufel ein grägüf^ 2a^en an / 
marum bift bu bo(^ fo einfAIttg i bag bu gidubeft j ba§ be^ fo 
geftalten 6a4en / ba bu beinern ^^bpffct fo bffterd fre^midig 
abgefagt / unb bicb mir mit i^etb unb @eel ergeben / aud) aOe 
erfinnfic^e 6änben>Suft unb Ubettf^aten mtber ©Ott / @nget 
unb ■!)}ienfd)en eigeufinnig unb rad)gicrig begangen beij .^eiligen 
(^ei)icc unb ('»iCtieö ^J^armbertsigfcir fo offt fie bet) bir angc- 
ftoüffet I mit mutlmMlligci Ohiuimigteit üou bir gcftoffen ' wie 
magü bu öiv eiiibili'eii ba^ bidi (^^rtt micber aunebmen rocrbeV 
5J?ir l)aft bu Didi irenroillig burd) vntcv^ iHnruffeu unb mit 
expressen Örforbern auf emig mit l'cib unb 2ccl evcicbtm 
aljo bift bii mein meil bie 3^^^ ""^ '""ft »ut niir fort / 

QU beinen beftimmtcn Ort / ba fo oiel leufel ^u bcr ^ufiiufftigen 
Ooaal bir bienen parat, al^ unfc^ulbtge ^iutiätropffen bu uer- 
gieffen ^elffen ' meü bie ßeit oorbe^ passiret / unb meift bu 
mo^I ' bag um 5 U^r / ^benbe oor HU ^at^reu / unfer Accord 

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1702. Luxenburgs Verbündnin mit dem SatAn 

Dcvfcrtigct ' unb wir mir iiod) eine l}albc .Etuuöe jcit ^aben ' 
bip bic ©locfe 5 Ul)r fdildgct unb bie 3fit prsecise um ift. 
Ulfo fette btd^ nieber / unb jd)reibe bem Mma, ' ba^ bu biet) itjm 
gu iMebe ' mir er(^eben ^aft ,' auö i^iiia|juni^ (mi tiee bee .vödiftcii ' 
auö jtue^en midjtigen Avertisseraents, nemlict) jeinee ^ci(^ö 'äiu 
gclegen^eit biejeä alle^ mürbe Si'an^öijd) gerebet. .ftiei bat 
Surenburg mit lauter ©euffgen gcfaget: ^(^l mug ee fe»)« fo 
{69 ed! (Sr ^Atte au<^ @)Dtt um ^ülffe angeruffen / beffen aber 
ber Teufel immer me^r gclad^et / uitb i^it ernftUc^ mmal^net / 
fort au mad^en. Sßorauf Surenburg fagte: @d ift aber fein 
$a|>ier unb ttinte |ier / fonbem ift in ber SDtener ®ma^ / i4 
mug it)nen [15] flingeln. Slber ber Teufel antwortete: 9{ein / 
^ler ^aftu ^ebcr / Jinte unb i^apier; roelt^ed benn bic brmiffcn 
t>or bei 2f)iir lüa^rnclinua tuuki;. .pierauf felUe fid) £u?renburg 
an ben ^ijd) unb ber icufel barueben , fienii au 5U dictiren ; 
in einer ^an^ befonbern 8prad)e / biefe^ mö()rete bei)nat)e einer 
falben i^iertcl ^tunbc ' baranf ften^^ ber Teufel an / lec^e ben 
33ricf ^iifaniiiuu iHuiiei^ele ilin; iiiorauf abevmabl Vnrt'nbnni mit 
einem id)meren ^eufjger aufieng: o»d) Ijtibe meber ^ücf nod) ^id)t; 
muj aljo uüll)n)enbig meinen 2)iencrn tiingeln. Slber ber leufet 
fprad): £iet)e ba i)aft bu unb auße^ünbet 2id)t / e^ie / t)er= 
fiegele ben ^rief / unb {(^reibe bie Uberfc^rifft / benn ed mtrb 
gleid^ f<^lagen / unb ©SDtted gere<^t <Steri(^te mu^ exeqvitet »erben / 
benn i(^ »iü unb barff ni(^t Idnger »arten / big bie (^tocfe ge* 
fc^lagen. Wan funte bad 2i^t burc^ bad ^(^lüffeUSo^ fe^n. 
hierauf ()ie^ ber Seufel Sudenburg ben $rief mitten auf ben 
2ifd) leqen I ba fieng bie ©lorfe on gu fdi(a(^en / mit (Jrftau* 
miiii] öee \^u^'eubaröcs bei leufcl aber (piiul); .\>net U)r ^iNcr« 
ttjefleuen bie ihr üor ber X^ür ftel)et / unb ()öret um? ^n 1 
©S^ttee .t^aiiti lidit mid) ^urü(fe ' fonftcn molte id) cud) allen bie 
$älje bred)eu; -öier lieiu't ein iöricf an euren Äönii^ auf bem 
lifcf) ' ben briiu^et il)r ^Jjiorgen frül)e t)inüber ' feiner aber unter 
end) uatci|tel)c fid) felben ^u eröffnen / fonften foü il)ni äugen- 
blirflic^ ber ."pale gebrochen »erben. Ä'orüber fic^ alle bie für 
ber X^ür entjeiuen / fid) fegneten / uiib baoon lieffen. Snbem 
f|5rten fle ^u^enburg fc^rei^en / 3uglei(| au^ einen groufamen 
j^nall / bog fie me^neten r ee ȟrbe alled untergel^n. 

800 



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1«0 

1708. Joluuin Beiche: ÜDtenduedliehe Sciuifiten 

fincr t&tunbe fteug obbemclbtcr Äammer»2)iener au: Wan m\\^ 
hD(S) fe^en / m unfer ^crr ^infommen ift / td) luill eö in t^Cttee 
lRai)inen tfacien luovauff ftc alle mitjuge^en ficf) rcsolvirteii. 
Zl& pe nun Dor Die iljür famcii i mb burc^ bae 8c^lü|f eU l'od) 
fa^en / ^ör^en urt^ mercften fte lüc^t bad gedngfte / auffer bag 
fie / megen entgegen ^te^nben ^ag - (^eftancfe meid^en muften i 
big i»er Liener einer über eine ^ile dtöu^emerc! I^olte; ba fte 
benn bo0 &maä^ bffneten funben fie nid^tö / atö eilige S^ropffen 
frtf4 [IH] Slut ba (iegen / aber 3. 9enfter«@dulen / nebft ben 
genfteni / varen fort itnb auf bem in ber @tuben fte{)euben 
i^ettgen funben fte bte t^öllige j^Ieibung unb parnqven fo orbent' 
lief) ba \[c(\c\\ j alö mmi er jc^lieffe / ev aber iiiar mit Veib unb 
^ccl Daljiu. 3)er gefunbcne 33rlef tüurbe bem Äonifl eiuge» 
^dnbi(\et 

^Tk'ieij ift nun ba^ jd)rerflidH' unb flraiiiamc (i^nbe bee miU 
beruffeneu ^u^enburge / fo mau big bicfe ^eit fonberbar »ecre- 
tiret {)at. 

:ä>3(rnung an aüc Dber^» unb Unter^Officirer / unb oÜc Öe» 
meine i fo fid) in Ärieg02)ienfteu beftnben / fo »o^l an ade fo 
ftd) in groffen Remtern befinben / unb ner ed aud^ {et) / ^o^ed 
unb niebrigen @tanbel / tröffe unb kleine / Steide unb Slrme / 
bebencfet biefen fd^recfii^en Accord miß I unb laffe fid^ \a nie« 
manb 3u fol^er 6a4e oerleiten / in folc^e einzugeben / ober oor« 
3une^men / benn ed folget gewig ein fd)led)ter l^ot}n jum ^rindt« 
gelb ' mofür und (^Ctt aUe in Knaben bemal^ren »oUe! 



160 

1703. Johann Reiche: Unterschiedliche Schritften 

«— b 

4lttterf(^iebU4e (S^rifften S^on Unfug ^ed ^egren^^rojeged 
3u fernerer Unterfuc^ung ber 3auberei) ()eraud gegeben f&on 
^oifam Steic^en / ^e^ber ^ec^te Licent. Stebß einer ^orrebe 

361 



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160 

170B. Joiumo Keiche: UptenchiedUche Schriffteu 

fSon be^ iiH'idci< ^^oi1)abtn iinb lUQi? fonfteii Don ben 3<i"t>fr* 
2Bcjen unb .'peiieusinvo^eyeii 3U l)Qltcii. .NjaUe im 3Nagbeburg. 3U 
finbe« im 9iengcri(fecn ^uc^»2aöeu / im ^at^v MDCCIII. 

@. 1. 

I. Malleufl Judicum, bo^ ift: ®efe| |Kimmer / S)er 
uiibam^er|l0eii $ejrenri(^ter / auB bnn beften ^ (S(6ttli(^er / 
9hitfirlt4er uitb SeltHd^er alterten / oon ^tltd^eit ^riftUd^en 
9]^eifteni gejc^nuebet: ttnb jc^o bur«^ einen barmherzigen @at^o« 

lifd)en (Stjriften aiiffö neue bcftielet. 

a) (B. 12. 

£)ad Vierte $au^t«@tü(f. § 1. 

Sllfo fu^t £D. Sttttfi einmal in ber ^a^nad^t 1 mit feiner 

(Sk* [13] feaicl)afft / na(I» bem 9{a<6ts(Sjfen an^tlRelffen in^a^em 
gen Sal^biug iitd $tfd)offe j^eQer ^nm @c^lafftrundP / unb ba fie 

ber ^tcdermeifter o!)i^efe()r alfo in ber anerbcften S^ein^ed^ an* 
tiaffc unD ald Ticb aiifpiacl)c ruiiicii [ic ^auoii / nameu it)n 
bar^u mit bi|; in einen 'Auilr ba je^et il)n T^. 7s^n\t auff eine 
t)oi)e ^annc nicber [teilet Den guten (^ef eilen an ff bie Dcrlol)rue 
ed)ilbmacht / unb er mardiirt mit feinem %io\)\> iincber gec^en 
bem ^au|)ts£luarttr / bal)iii er au4 uoc^ jeibigc -)ia^t gelaiij^ct. 

b) @. do. 

2)al Sickte .?»aiipt*8tftrf. $ I. 
. . . . 35ir t^eifteben eei bet)be von (^Hfft Alödien . unb uon allen 
anberu iülcl)cii ^ianberern ' aU' 5a Woiec .fetten i^eioejen ^n ber 
:>it aber unb l)eniad) Hiad)ten bie p,anberev i^roffe ^ikiblenbung j 
t»einit)vten bao i^oltt mit ialjduMi ^^i>imDeniier(fen 1' meiffagteu burd) 
iiiwotiueiibe Weifter ^^ögcU^ieidirci) / aue Ir^iumen / ftelleten 
^euffeli^H^kfpenft an ftatt ber ^^erftorbenen / ftd)tbarlicl) ^u jeben 
unb Matfi 5U fragen / ßyobi 7 / d. V2. 22. item s / ö. 7. l^eoit. 20/ 
ö. -27, «Deut. 18 / ü. 10. 11, 1. Samuel. 28 / n. 11. actor. 8. 
@o((^e0 aber fbnnen unb t^un [35] ni<!bt unfere $ejren / fonbem 
bie tBarfager / ^efc^nierer / bed gaufti / Bagneri, Scoti 9la(4* 
fül^er unb ?lKitßeieUen. 



a62 



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lÖl 

1703. Ronigl. PkeiUM. Geh. äUat$-Archiv m BerliD 

IBl 

1703. KSnigl. Preuss. Geb. Staats- Archiv zu Berlin 

a — b 

!l{Diiij]Ud) iNiiiiJijct)ee ©c^eimc«* ^taaic 511 Berlin. 

Acta de 1703 betr. Comoedien des Italitners Sebaj^tian de Cio^) 
auf dem Kathbause iu Beriia. fo] 7. Hep. D LL. 7 c. 

a) m 3. 

mtx ^ur4Iatt(l)ti9fter (^ro|md4ttgfter jlönig mb ^ux Surft 

H&ergndbigfter $crr*) 

^)ie(t)ft inniglidier amuünfdiiiiu] alloö icictioftcii l)imlif(t)en fcgcne 
über öcu .ilöui9lict)cu Il)iüii, jo ein 11 iinfere täöUd)eH gebcte 
ift, borociict unö treibet mu^ t<or (?. M. in ticfffter 5)ctniitli mit 
gegen imiitit^ er allcrnutcrthiuiicinen birtict)nffl ein^nfominen, jo \vo\ 
bic Wottlidie ncibinDunij un|eio amti?, ivai? bie iine aiift t^ic unjiti^c 
öon üben t)er anocrtraute jeden ärgern tan, nacf) allem üermogen 
t)on teitfelben ab3nmenben, ale and) bie nti^t meniger nitt^ ob« 
ligenbe pfii^i md)t6 Degen ^unnterlagen, iDorinnen mir einigen 
fc^ben, oornel(}mli(4 im geiftU<^en, ober urfat^ femer g5ttiid)er 
geriete, um benfelben in 3^ten oor3ufominen, gefförlge» ^o^en 
ortd anju^eigen wüßten, all bie mir fonften burd) begeu oerfdu> 
mung eine fd^me^re oerantmortung auff nnd laben mürben. <Bo 
ift el nun an bem, Dag »on unterj<i^ieblid)en jo^ren ^er Oer« 
fct)iebene gefelf^often t»oii comcpdianteii fid) in biefiger (S. Ä. 
:)ic)iDcii5 ^^)n cfelidien uiulen eingefuiiDcu, uiiD mit uüvu'ignng bero 
J^üuiglic^en aUergnäbig|ten roncesfiou auff unjerm iHniinijd)en 

i| Xad 00m 16. Cftvbtx 1703 batierk iTefret be« At^önige, bai ft(6 ale 
91. 1. in betn obigen «ftcnlierte finbet, deftattet bie ^Anffii^run^t bor (Sonübtai 

auf bm 9^crlinif(f>cn fRal)tt)ain'e „mW ber ttttB^rmfliAen *3c&iiu;uucj baft w 
ntt^td sranüalcuses ober fi» (int(^e !?lr|}eriiä^ 0«bt'n tonne mit unter menge." 

X. .0. 

ti'iii iitrciben m fiii '|,irir»atbviof unferuMilMict iM)tlivp oiKüb 3lHMicr 1). 
b',Ma*'t\i'bcn, biT an bcii 'Winincr iH'n'onluti i't. i^l''''^ "ur i''"^'" '-J*»"^* 

^u;\ i'Cc iit>reit>eiK> OaiUclu, unD Auuft^» niil)t ticiün£>crä C5riiHil)inuiö tl>ut, 
:2 be^ ^iaS^if^t«. X'. ^. 



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161 

1706. KönigL Preius. Geh. Stftats-Archir w Berlin 

iatt){)aii§ it)re fpielc gehalten. 3lun J)Qtte man ficf) t)erfei)en folleu, 
bag bie (eute, ni(^t allein au| algeinetner vflid)t, ba frc ald 
(Stfriften gehalten merben tDoflen, fonbern au(^ abfonberli^ ( . ba 
d. 51. ertl^etlte ooncefifien btefen oerftanb not^menbig gehabt 
ffaben mit|, fa bergUi^en mit au|< [SL 3 b] trtti!(t<(en »orten 
folte emgerüdet norben fein) ftc^ auff i^rem theatro aüH begen 
mit forgfalt etitl^atten würben, lotui \dm\ gegen bie moral e^r« 
barfeit ai^ anc^ bie cl)re (^Jottee ftrttte. 3lber, Slllergnäbigfter 
^önig, »ir mngen ^. -JJi. iintcniiaiui^ti Huiuh, i^ap loldie co- 
TTKiMiien leiber nicht ohne uiele äviieniujen abgciiaiigcn, ni(t)t 
üUciu bmd) bei" aiiffi^citclteii iiancu uub picfelhcnnqen oiclc narren^ 
t()eibt(^en, fo bann ropra-iYMitirte rei^cnbc liebce gefct)id)tc ( . o!)ne 
aH'lcticrlci) arten bio Unitc fclbe ihn* cornuMlieu angciu'bni 
mact)cn fid) nid)! getrauen, unb ba^cr biejelbe gan^ nottjtucnbig 
achten.) jonbern ba man and) in bed vorgegeben D. Aanftend 
tragcedie bie forinIid)e befc^roe^rungeu ber teuffei, bie erfc^einen 
foltfii, unb bie Idfterlid^e nbfc^toe^ning ®ottt^ an ben böfen fetnb 
anl^bren, nnb bie Derffeibete teuffel anfe(|en mügen: meldb^Iei^ 
au(^ aber 3u gebenden erf4re(flt(!b ifi, unb bie babcv gemefen, 
il^r barüber empfunbene^ graufen benennen, ^arbum^ aber finb 
ntc^t nur in ^icftger ftatt inele t^etl^ nm()r()afftig geärgert, t{)et(d 
mit une i)er^!id) betrübt nnb i\n fenff^cn bewogen morbcn, fonbem 
ee ift aiid) bae liiuulir Dniiioii an anbvc ort an§gebri»d)i'ii, alfo 
ba§ cinitic nöt()ig crüd)tct haben, aiiDcniuntöher bnrd) fd)reibeu 
unö bariilH'v iinferö antto ;]n= f'^l. 4a| crinncin. i^iMc nur nun 
t»on C^. .H. begicrbe ihre cron nnb ice^Uer, bao ift oon oben 
t)cr cmpfangnc (icn?alt, boin 'JUlcrhöctiftcn (\dm' nnbcrnm 3uf)eiligcu 
( . fo and) in offcntlid)cn ocrjamlnngcn ftcte oor Dejen ^. ange« 
ft(^t betannt mirb.) an^ oie(en wirtflic^cn proben loblid)cr anorb> 
nungen unc^ oerfi(^ert galten, bag fie aug berfelben feine t^r lunb 
geworbene firgernuffen in i^ren 2anben, fonberlicb (icfigen reß- 
denzen, fre^ in f(^mang gelfen lagen werben, fo ma^t und fol^ed 
and) oor bi^mal getroft, f)iemtt ben greuei big^erigen comoedien- 
wefene oor bero angcn Jn gerechtem eiffer unb fteürung 3" 
bringen, beiS atteruntert^önigften oertrauenö, 6. ^. werben 
nid)t allein biejcnige, nH'ld)e ber erhaltenen cimcesfiüu miber bero 
Äöniglid}c ab)id)t mi^farand)i:t Ijaben, unb jioa^r »ibnuui üüu 

im 



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161 

1708. KonigL Prems. Geh. Staato-Arahiv su Berlin 

^ter weg ftnb, 6a jte viberum fornmenbe, ber fre^^ett fi^ ge* 
brauchen »ölten, M Dorlar gegbnneten nunmel^r mibentm m* 
Ittfitgt erflAl^ren, fonberii a:i4 mit l^o^erleudbtctem mftanb, bo§ 
btefen leuteii attff i^reit toerf|)ru<t in t^rem fpielen fi(^ o^ne ärger» 
nuffen 3" galten, nidjt 3wtrfl«cn, fonbera bie(er gemiBcr erfolg 
nunmehr von i|rer profesfion nnabfonberlid) morben fei)e, aud) 
auf; ^iciem ejempel erfeniicn, Dal)i.'i iii iicijcüii^tcm ciffer bie 
(St)riftlictic refolutioii fapeii, >\n cumuMÜtMi inib aiibern berglcic^en 
4bJ jd)anfpie!ni ( . bahin aii(^ feilraniuni, unb ba^ 3" jpielen 
on'entnd) 9ci(^cl)cnbc au mtetieii ber marctjd)reier gehöret.) bcro 
a(Ierc^nabt\-\ftc coiKM'Kl'io» lüiumcrnu'br :^iigcbcn, tiiclmct)r ba einige 
burd) giitee uorgeben berglei(t)en beieitö erlanget l)ätten, wegen 
fu^ mtu ereigneten mi§braud)ö gered)ter lua^en 3»rii(f 3» 3ie^cn. 
2)ar}u Quc^ bie gegenwärtige betrübte iiitm einen fonberbarcn 
antrieb biflic^ geben: unb ba mir» bie »tr allein bad offenbal^re 
ananfel^en üermbgen, bad elenb bed gemeinen S^f^nbed unb bie 
gro§e gefalyr, fa tnigefamt M ganzen- reic^iS atö befonber^ ber 
<£vangelifd)en Streben ni^t gnug bejammetn fbnnen, mögen wir 
leicht ernteten, bag @. ^. bero äugen Don bero ^öbern Iro^n 
uiel jc^drffer unb meiter f)inan^ ndci^ einzuleben üermögen, folcl)c 
gefahr and) fict) uitl lUjtiiliaja, uu5 M}] aud) bero laiiDc, ii'>cld)c 
bifi bai)ci auf? ber .v)immli)d)cu i^itt' uod) ^it'^^l'^ft iJerid)onet 
geblieben ftiiD, bot) mehr gereiftem gerid)t C^otteei mit etniictloct)ten 
tücrbeu börffeu, erfennen öüI)cv ben 3"ftcinb iinirbig ad)ten nunbcn, 
bQ§ al»3 in einer attiienicmen Iraner öergleid)cu, nod) bar^u arider* 
lid)e, Iuftj4>iel, bie ben 3o^» bee 5lUerl)6c^ften met)r en5Ünben, 
gdn^ücb »erboten werben. [331. 5a] @e fommet nod) bar^u ber 
fd)roef)re anftog, fonberlti^ ber armen jugenb, bie, ma^ jie atö ein 
^nnber, in i^re garte gemütl^ aug ben fi^anbbaren morten unb 
narrent^eibungen, bie fie ge^bret, unb anrei^ungen Sax fünbe, 
bie fte gefe^, gefaget (aben, fo lei^t niSfi, miber barau^ 
bringen fbnnen, fonbem ed flagen mand^e no(^ »ol bi^ in il^r 
olter, mad bie bnrc^ fold)e gelegen^ett htt) i{)nen reggemac^te b5fe 
luft ihnen fdbaben getrau höbe; ba aber unfer .^!»eilanb jo ernftlid) 
unb mii ai[i]cl)eui]itn |d)roehren ftrar] uoi aiUii äri-\ernuffen unb 
bero Derftattung warnet. 2Bir mi)d):cn obigem üUcu bei)fenen, bie 
une tne^r al0 aubcrn betaute armut^ ber nteifteu einwo^ner ber 



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161 

1703. Konigl. IVeiin. Geh. StMts*Archiv xu Berlin 

i)ieftgcn ftatt, au4 monier bie bcgeit anfcben ai'tgerlid) nic^t ^ben; 
bie bifltg ober einiratl|en mag, (eine gelegeti^eü i^nen unb beit 
irrigen, etmad unnüllt^ auszugeben, benen fremben comoBdiaiitoii 
aber gelb »egantragen, 3ugeben. Sann bann, SQergndbigfter 
^5ntg unb $err, toir und in unfern gemigen -Derflftert ^(ten, baft 
bie [$t. 5 b] angefiit)rte grunbe er^ebli(^ unb gbttUd^ miflen 
(^mä^, ba()er aud) ^. aller^näbic^fte approbation finben 
iiHvi^cii, 10 alTibiuMi ani iine, uor bcroielben imire nott) unb bitte in 
tiiflitir bcinmli inmxt bar^nlcgcu, unb trpftlid)e liülfje i^n fud)cn. 
^Dcr Jperr .Oerr unb ^c|uMl n)ci^t)eit, biird) bie bie Äonicjc rci-^iereu, 
imb bie dürften unb alle :){egenteii auff erben berfdicn, regire 
aud) t)icrinnen aliee ;^nr vettnnci feiner cfire, in eiiigebinui (leilif^er 
unb Äüiiißlict)ei gebancfen. «Seine eroige allmac^t unb gute be* 
feftige au(3^ bero Jtiron, Sterte i^ren jceptor, fegne i^re anjc^ldge 
unb UKiffen, fdjü^e i^re lanbe, erhalte bae AUrd)» unb policeyU)efen 
in guten ftanbe, unb üornemlid) überMütte er fdne6 gefalbten 
gemfirbigte $erfon unb gan^ed ^dniglid^e $au| mit allem bem, 
»oDon benfelben ^\t\\^ unb e»tg ml fein mag, mit uwl^em 
inniglic^ften [81. 6 a] iDunfc^ ber ewigen l^ulb be^ 9[flmft<!^tigen 
erlagenbe mir oer^rren 

SlUerguäbigfter Äöuig unb .perr 

i^ü liebet unb allen gct)or(ani 
alleruntertl)äuigfte6 
S3erlin b. 18, ^^Bangelifd) Vntt)erif(l)e0 ministerhim 

Oct. 1703. ber S3crUnif(^en Äirc^en»). 

b) [n. 7aJ 
S). 25 jCct. 1703. Resointion auf 
bed MiniBterii in Berlin memorial 
megen ber Oomoedien unb Bdßü» 
f^tele. 

jvribcrtt^ .<tönig in ^ren^en p. 

UuB ift ö^'l) Ol ja mfi üoicietiaöCH, iiNap ^s{)\i üenuiltele eine^ 
f(^riftlid)en memoria^ megen berer auf bem Berlinifc^en ra^t^auge 

') licie Unter jd)rift in oon <i|)cncre mnb, (owie auc^ JCrt unt> 

im 



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192 

1704. Wilhelm Ernst Teoteel: Curieuse Bibliothec 1,1 

prsesentirteti Comoedien unb 8((au«f{>ielen aUeruntl^t erinnmt 
unb oorgefleQet. tRnti feinb biejenige, fo berglei(^eit von eu4 
angeführte Scandala unb örgernüge gegeben, 93ereitd abgejc^affet 
roorben; (Bonftcn aber ift ce an bem, ba^ in einer fo grof»en 
(Stübt, alp t)ic|"ii]c residentzien jcinb, alle ^d)aii]piclc nid)t i^änUlict) 
abfleftcllet iiicröcii founen, Jeboc^ wollen mir bal)in icl)cn. bafj 
mann hiorned)ft einic^en Comoediantcii ober anberen ;]u j^ielen 
mi6ernmb »erftnttct merben folte, allci?, roa^ mibcr bic Moral 
ei)rbürfeit unb infonber^eit bie (^^rc unb baö ^iJortte i^ottee ift, 
nad^bleiben unb abgeftellet merben foUe, toelc^e^ mir auc^ bann 
in aOgfhr resolution nic^t Der^alten. 6einb p ($blen 

ben *25 Octobr 1703. 

an 

i2)a# Ministerium iu Berlin ^. ^^r. ^nc^e. 

Hamraht. 

162 

1704. Wilhelm Ernst Tentzel : Curieuse Bibliothec 1, 1 

Gurieuse Bibliothec, Dber {^ortfe^ung ber ^onatli^en Unter* 
rebungen einiger guten f^rreunbe i fßon aßerl^onb 33ii(^ern unb 
anbern annebinli(f)en (Mefd)ici)tcu iHllcii Vicblialicrn bor Curiosi- 
täten ^ur (jrgöUliditcit unb *)?a(l)|inncu ooirnal)!*? l)crauö gegeben 
l>ou Anno KiM). i»;!).s. I)urd) 5Bilbelm (nnft $entteln i 
Äönigl. i^oUi. luib C^l)urfih[tl. 8äct)f. ^Hatt) unO Hiistoriographuin 
in -Tref^hen. 2)ee erftcii H»'itüsit(irii erffcc Jvad) / 1704. ^i^and» 
furt uiib ^ei^aig ^ei) i^^ilipp ^iU^elui ^tod, 
3»if4en e. 720 unb 721. 

^tB erften Kepositorii oi^ted 9a4 1704. 
@. 7'21 [39efprec^ung oon| 

Xicoicn Jlf /ielii ab Henm nje^d , ^. C^fff. Maj. (onsih'trii,, 
ICH et Syndici o/im Wratishtviensis, Sileskujraphia renovafa, 
neressartis Schal iis, Obaervationibm et Indice aucta, 1704. quarto. 
FAJiS FUWH. 

8(i7 



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168 

1704. Jobann Reiche: ThoroMiiu' iiehnätie \'<m Zauberey 
745. 

SDeffeit allen ungead^tet gidubet ber Scholiaat, fe^ bawn 
fo nie! loal^r / ald Don einer glet((en gabel / bie Faber in feinem 
Sabotho er^el^Iet / oon einem / ber auff biefeui 3otteubfr0e JSögci 
audjunet)men auff Slbmege geratl^n / unb in eine bunifefe .pble 

(ontmen / ba er groffe ®olb«.t)auffen angetroffen / feine <3c^nb«@d<fe 
bamit anc^efüKet / unb im ^erau0rtet)en alle @tönben unb Söume 
0e,^ei(l)iui aber Dod) i)ie .pöl)Ie iii(l)t luicbcrfinbcu fouucii. IVeinee 
nicni^en (jiiu1)ienei [746] ift eö ol)ne (^Jaucteleij mit» '^>crblcnbuni^ 
öee ©atane nicf)t abgegangen • mie fromm aud) '^cci unb 
iyran(fenbcvt] fid) Oaben annefteüet. iDae auff bem Itf(^e gelegene 
®e()or|amc^'^iid) ücnäth allot? ' iinb miß iviancfenberg felbft mit 
ber @|)rad)c nic^t red)t ^erauö / menn er in parenthesi fe^ct: 
Ob mtn Oh'dientia Spirituum, ber 'Motfff obet ^e^orfammd« 
3toang ber ^fter / ober toa^ attberft bariniteit cnt^aUeit unb 
begriffen? |atte Ui lodtec ni«^ Dentomitteit: »ieiootl e< mag 
eine ^9Be nnb Serfni^nng gemefen fe|^n / meiere« 3t^t bent 
anbem wirb nai^geben ober bei^yfiic^ten foOen. ^ entpfinbet 
nt4t / bag biefed fd)me(!e no^ ber oerbotenen evocatione spiri- 
tnnm, baüon nebft ben CiavicuHs Salomonis gel^anbelt f^at baS 
Don Wielen jo eifrig mit Darbietung groffen C^elDcö acf!i(f)te 5^nd> 
D. ^soi), ;Vanftenß ©cifter^'^mang genannt : fo %hV)i\u {oim 
3iucifel bie uerbamte iniijaun -Äunft bee iye|t»ma(t)enö 511 bebeuten) 
in octavo gebiiirft fei)n fofi? 

Slnbcreo ^Kcgiftei unter F, 
D. Juhauu Sauft p. 746. 

163 

1704. Johann Reiche: Thomasius' Lehrsätze von 

Zauberey 

Verm D. a^rifiion i:^omafit jtönigl ^^renff. :*Katl)0 unb 
Prof. PuM. in ^afle ,<Üurtje Sebr»@äi^c 'l^on bem Softer ber 

,3iaib<.'ia) Juut) Dan iiuiljren i^er|Iau^c Dte 5L'ateinijd)en (^jrenu'laiö 
ine T^eutjd)c übeifetiet ; Unb aue beö berül)mtcu Theolo^i D. 
Meyfarti, Nautlaei unb auberer gelehrter 2Kdnner (&(^rinten er* 

868 



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168 

1704. Johann Hetehe: TbomMius' Lehrsatse von Zauberey 

leutert / au^ |u fernerer UnteHu^ung bee nötigen 3au^^n»e{en^ / 
nnh ber unHUigen $e|eit«¥ro3effe I nebft einigen Actis magleis 
^auf gegeben oon So^nn 9{ei<!^en be^ber 8)ed|ten Liceni ^afle 
im 9)2agbcburgt|(t)en / 3" finben im 9icnQerfd)cit SSnd^laben / 
Anno MDCCIV. 

[>in)eiter %itc\] fernerer Uufiit^ bev j^aubcici) l'lue i^clal)itcr 
i^ciitc ^dirifftcii abcrmal)!«? ßc^ci^ct luib hciaiie iici^ebeu »on 
i^ohanii :licid)en bt'i)öcr fyicd)tcu Lir»'iit. iicbft einer '^Hnrobe. 

hu lJ}iagbeburnifd)ett i Aduo ML>CC1V. ßu finöen im 
^engeiijct)en '-8iid)laöeii. 

a) [^orrebe bon Olei^e.J 

m, 6a 

Solte er^) aber i9or ber !n()iiisition unb anberen 3e> 

gfiuftigiinöcn fid)cr fepn ' unb ni(t)t fdbcr bcn C^l)ren $ttu( 
einee HöuIh'kiü Daiuui :iLU]Ln |o miiftc er fiiidnt) bcm eufciiuliiii 
Sct)ciiic nad) ooii ber leiiffeliidieii -Jaiiberei) etmao bei) bct)alten j 
unb I). tsöufteii beu o^ubcu Zedckiani. ben fleiucn Scotmu 
unb eiuiijo nubeve öor >iaubcrer aueoeben nid)! ^it^ar , ale luemi 
fr fo ciuföltig unb ndrrifc^ i^erpelcn jüldiec in ber Ihnt 
glauben / unb bie tböriditen Jxrüt^en unb ?^Qbc(u uon L>. j^auften 
bcm Jubcn /edekia, Magistro videntt* unb anberen ; moutit fi(^ 
s|i> bie jlinber>*}3ht{)men unb ^dgbe in bcn <Eptnns6tuben fd)leppen/ 
i>ot icar^affte (S^ejil^i^te an^une^men / fonbern ba| er ein ^D^ttel 
^tte fi(6 von ben be^gemeffenen Söftentugen aubefreqen. 

*) »I. (7 a) 

(labriel Naudiei ^(l)ul3 2d)rifft "jjl'orin ;H((c poriuhmen 
reute bic Der 3<iubctc)) iälj(t}li(^ bcjd)ulOiget jiub ; Dcrtt)aDtgct 
iverbcn. 

|£ea(i^]cr {)at jt4 9)^üt)c gegeben, berühmt ^u werben 
unb )ute|t felbft eine 9)^torit i^erau^gcgebcn] 

. . . ju beffen )9SergeItung / ^alte icb babor / mürbe man 
rn^t ermangelt ^aben / weit fein Slnfe^en ft(4 bon ^age ^u läge 
vcrme^rete / ba§ man innerlfialb 50. "^ai^m eine eben fo fc^öne 
«^'torien t>on i^m mürbe gerebet i^aben / ald man l^eutigee %a%eü 

Till«; FutttopHttar. 869 24 



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m 

1704. Johann Kelche: Thomasitis' Lehrwtse von Zaub«rey 

Don D. Sauft, Maug», Merliuus, Nostradamus ttnb Dielen 
anbete» et^e^let / bie mit rot^n iSn^ftaben in bem l^aleitber ber 
3auberer aufoejeict^net finb ; 

c) 1H4 

iDae futittjel^enbc ^pauptjtiicf. t^'OH hm Heurico Cornelio 
Agrippa. 

$ I. 

5fö@nn fonft lüdjlü 511 einen roarJiafftcn ^flwbcrci t;lri>l^cl^ 
muxbc j all? baf; er (id) tiaoor aucruffen licffe ; oöci )id) rül)mete 
wie er tauieub ^treitfie am ber (Bcl)marfeeu Äunft unb tl?c(d)n)e= 
ningen üerriditet Wk I io würbe ei^ !ei(t)t urtl)eilen feijn 
Dap bicfer öroffc ^etvioiV'i" n»ö l^tardt ^v2ctirci)n bcr ^11 bcn 
Reiten bee Trithemii ganö Ientfd)laub burcl)5üci üor bcu aller* 
erfal^rneften 4>ejrenmcifter unter beiieii iieueüeii müfte angcfe^en 
»erben; weil er mit l)dc^ften glciffc nod) ber C^t)re ftrebcte biefc 
^ot)e Xitel unb -Jlatmen ^ubefontmen: Magister Georgias Sabel- 
licas, Faustus junior, fons Xecromaoticoram, Astrologiis. 
Magus, Chiromantieus , Agroraanticus, Pyromanticus, et in 
Hvdra arte nuHi secnndns. 

>ii Dein nnn alio Dinoi .i-^micif; ivddier bod) ber aller 
hdfftig)te iiHö iuü^iid)einl! 1 n ijt / bcu uuiere :ii>ibeviacticr 
finben fönueu t>or nid)tyu>iirbifl unb ungültig ift ertid^ret 
morbeu / fo ift uid)t0 leichter« i ale bei} bcn an bern ju unfern 
(Snbjmecf gelangen r mel^e man Diel eber in ben 3auberif4en 
Komainen M Merltni, Maugis unb M Doctor Rauften fui^en 
folte f al^ in bcn @d)nfften / n^eld)e mit (Sruft unb guter 93eba4t» 
jamfeit ge(d)rieben feijn t ober Dielttiet)r gefi^iieben fe^n folten /' 

'Mein )vd\ Mc lluficmif^hcit Der :^hmUil ron feinen') 
.<öunDen weld)e fiel) ol)ubeui nod) täglid) dnbeui tönte / jum 
'Xad)tl)eil unferer ^}}{ei)nttng nid)te jd)lieffen ober auerid^ten (an / 
jo l)alte baoor / ba§ man nid}t irren merbe wenn man mit 
bem oben gebauten Wiero ben Schlug machet / ba| fte feinen 

'I Klör^vpa^^, X. .v>. 

97U 



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163 

1704. Johann Reiche: Thomaams' LehrsKtve von Zauberey 

i^etnbeii einige Urfact)e mt> (^legen^ett au 6ie ^nb gegeben / 
babur(4 fie bie Seit uberreben »oKen / bag bet €atan unter ber 
(^talt einc0 groffen f^mar^en ^unbed mit i^in umgegangen / 
meil fie Dielletctt fonßen mo^tm ge^bret ^oben / bag Simon 
ber 3ttitberer • Sylvester. Doetor §auft unb Bragudin ton 
SeneöiQ if)n unter ber (S^ftalt cinee jolc^en I^ieree jeberjeit hinter 
jtc^ l)er9e()eii laffen. . . . 

f) (g. 197 

£Da^ fei^^e^enbe ^au^tftäcf. fßon Merline, Savonarola unb 

Nostradamo. 

6. 201 

2i^eii)cn iolct)c L^ebict)te öor eben je citd unb »or fo roeit 
entfernet Dou ber 'K'ar()ett ge()alten ale alle ^tftonen ' bie in 
Denen ^auberifi^en Romainen bee Maugis d'Aigremont, heü Doctor 
Rauften / ober unfered Merlini erhalten finb. . . . 

^rauer4>)ejd)ta)te r>o\i ber greuüd}en ^«lubereQi^ubmigCi^offrct)^ / 
)U ^arfolten in ^rancfreic^. 

6. 564 

(rnblid) aha ift Dicjcr >\\]to mit l'cib m\b 2ccl ofieiUlid) für 
bcn Kenten Dom leuffel t)iimH\i iv'fiihict luüiben. ^aft bcrölcict)en 
(Krempel ei^el)let aiid) And. Hoiidurf. in Tlieatru llistor. in tit. 
de Maj^iris Artilius. 5i>ic ^cm befaiiteu ^^auberer Johann 
Fau.sto. üoii ,^inblin(^en (Mnitliiuu'n) bärtig ' ber jciuc ,^auberei) 
^n (5racfau ftubirt (unb auct) Dergleichen ' luie Zyto mit bcn 
2d)iüeinen / begangen traben fol) ergangen ":Ü>ic er 3U beliebig 
in bie moUen fliegen / ber ieuffel i^n falle» laffen / ba| 
er f^ier geftorben rnäre^ äSie er ben Seuffel in ^ftolt einel 
^unbed / mit ^erum gefuf^ret ^ unb 3u SBittenberg auff 8efel^I 
(S^urfürft 3o4<tnn ^u Saufen / wie auii^ Dürnberg t}at foQen 
eingebogen merben / aber entrunnen / unb bo4 enbtic^ in einem 
Torffe im Sür* [5<;r> Jtenbergcr l'anbe f bei) ber ^arf)t üom 
Icuffcl umgt"bvad)t luorDcu i|t ' alfo bai^ il)n iciu :!iiirt() nal)c 
bem :Bette mit umgemanten Ölngefidite bee aw^ciw la(\ci> ge= 
funben jol(t)Cö ift aue beu Locis l ouiruuuibus Johannis Maulii 

371 24* 



Üigilizeü by LiOOgle 



164 

1704. [Erdmann Vha»]: Dm Gelehrte Criticus 

iu, loco <le creatione, p. 40. uuD jonfteii genuiig|aiu betanbt. 
<Sie^e tnjouberl)ett R. Vidmannum in Histor. D. Jobann Fausti. 
9tegtfter 

Fattstus (loami) ber berühmte ßaubmr / wad mit vor« 
gangen / vtixb füttli^ erje^let. II. 564. 

164 

1704. [Erdmann Uhse]: Der Gelehrte Criticus 

Her gelehrte Criticus über l^unbert cnrieufe Dubia unb 
fragen aud ber ^trd^en* unb Profan-.sptftorte / mie ntd^t »eniger 

aue ber ^eoc^vapbie i i^biloloßtc ' Moralite unb Politlc, abge* 

fajjt't üüii bciu Alitore öcd uiol)l=iiif(irniii teil :)ici)iu'iü. ^^tip^ig f 
beQ Sot). "itnWiQ C^lebitfc^eu , im Jö^r C^cifti 1704. 
SL^orfto^ 8. 9 

^^er^et4ni{} Der iu biejeui ^uc^e abge^auDelteii ^unbert 
Srrogen. 

5»orftoB 2. ^ 

Vü. ^0 unb oon mem bie ^uc^brucfere^ erfunben mu 
ben / 85 

VÜL ^ae ed mit bem beruffenen 3<tuberer jo^. gauften 
m eine Seft^affenlieit ^abe / 102 

6. 102 

SDte VIII. Stage. 

iiHic mit bcm beruffenen ^^auberer / Johann 5öuf*c" / Dor 

eine ^8ef(l)affciU)cit habe? 

[10:i] ^Wiii 4)fleöet o^ax offt uub üiel t>on Doctor Jxauften 
bem 3<iuberer reben unb ift ein önnlu^ 'leitet) in beutf<^ 
iBprac^e oon beffen ^eben unb Sl^aten in ^rucf ^eraud fommen 
aud^ etliche ma^l mieber auffgeleget unb vermehret »orben / ttel^eö 
George ^ubol^b i^ibemann foE verfertiget l^aben. Sßer biefer 
Sibemann gemefen / ift fel^r ungeivt| / auffer bog Crnsius 
Annal. Svev. Part. 8 p. 369. f(^retbet / eci \iaht fold^er SBibe* 
mann beijm Slnfanc^e be8 16. Secnli gelebet / unb oflerl^anb onbere 
23üil)t'i gejdjiicbcii u>cld)c aber im 33aucru-Äriege uerloren ge* 

372 



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1704. (Erdmaan Uhse]: Der Oelehrte Critirus 

gangen 5^or einiger ;]cit ift b!effc> 'l-^iid) Diird) D. iNfit>cni ^ii 
*)h'irnborn ron noitoiu t•^c^l■lutt rooröcn iiH'ld)o Kdition öaburd) 
|oU begiaubt g€mact)t luerben iveil fie fid) auf ein Manuseript, 
fo in einer alten 53ibliott)e(f gefunben mirb grünbct. ^nöleid)en 
wirb au(| bee Plazii, einee gcmiffen Theologi, bei fonft de Spec- 
tris et Lemuribus gef(i)riebeti / Stamen biejem ^uc^e oorgefe^et. 
Ebener maffen ^at JohasDes Manlius Don biefem Sauflen ge* 
Mrieben / bod) gefielet er felbft / ba| er {eine ©grifft nur auci 
ben ^^e^Inngen uitb gelehrter Seute Sieben jufatnmen getragen 
^abe. ^efer Hanlius nun er3et)(et Don nnferm Sauften: <Sr 
feil [1041 öon ÄunbHng (!}eute läge beifjt ee .tnitüng) einem 
^täbigi'ii in i,cl)iuabcu i^cbüvtit"; (UMiH'jcii hulH' ^ii CSracan 
l'tubiiTCt unb bie Magie i)QÜib)"t erlernet, v. ('i»l!tM'tan. Ha.sil. 
Eilit. 16(K). p. 38. .^^erna(^) fei) er hin unb l)cr gerciiet ' ftabe 
allerbanb (Mehcimnifje uori";ebract»t; nbjonberltd) l)abe tr il^enebig 
uortv'i'^eben er umlle in ben .v)immel fliegen / ba ihn benn ber 
lenfel fortgefät)ret nnb )o gef|nälet ; ba^ er ale tobt ^nr O^rbe 
gefallen / bod) nid)t geftorben roäie. (I^ieje (^r^e^lung aber ftc^et 
ni(^t in ber iBebend^^efc^reibung.) (Snbli(^ je^ er auff einem 
^orffe im ^er^ogtl^nm Sftrtenberg geftorben. 

Andreas Hondarffius nimmt bed Manlii tDie^nung au • 
uub faget in feinem Promptuario Exemplonim ad II. Praecep- 
tum p. 167. Sauft t)abe |'id) na4 Wittenberg begeben / weil 
ober ber ^'rürft bafelbft 33efel)l erttietlet / tt)n gefangen ^n fe|en / 
^abe er fid) anö bem ^Etanbc iiub nadi Ociirnbevi] i]e!nad)t. 

.loliaunes Wieru.s meinet aiiku fei) nidit fo it>ol ein ;^an= 
berer alt? ein ii^etriiger gcirejen Der bnvcl) ^HuffidineiDeretjen 
unb '^H'rfprednnu]en etniae ancn-;erid)tet l)abe weil er in ber 
Äunft 3n betrügen gar iüol)l erfal)ren gemefcn. 

[105] ('onrailus Gesuerus 5el)let in feinem < Mioinnstin» 
i^auften nnter bie Vaganten unb mad)et il)n bem Fanu dsf) nnb 
aiibern 6d)war^ - ^liinftlern gletd). (^leic^wie aber bie (ä^ele^rten 
3Wetffe(n / ob ber Paracelsus einen Spiritum familiärem getrabt 
^be; a(fo ift nod) ni<^t erwtefen / ob tyauft fo((4en Betrügern 
fönne be^gejetfiet werben / ai^ weld)e nid^t eben 5S:eufeId«^itnfte ^ 

^auitbuc^cö. ä^crgkii^c Pie ^Inmerfuni^ su Splitter KIT. X. 



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1H4 

1704. [Erdmana UhseJ: Der Geleiirtc Criticu» 

jonbern nur onbere Betrügerei)«! gebraudjieu. v. Thoinasii Disp. 
de Vag. .Scbolaist. § 28. etc. 

Philippus Camerarius in Horis Subcisivi.s Cent. 1. p. '^M. 
ift mit Manlio iinb ben anbcrn eincrlet) 9J?ctinnni^ unb fa^et 

iDöre faft uiemanö Don ben gemeinen ^euttjen gcmcjeu Der 
ni(f)t etroa^ uon iyauft^ fünften l)ätte 311 er5el)len gerauft. ?lb« 
fonbcrtic^ melbet er biefe^: Sllei fic^ eiuitcu ^auft bei) etlidicn 
^erfoncti auffgel^alten / litten fle Don ü^m begehret / er foite bod^ 
etmi von feinen 5(unft*8tu(fen fe^en laffen. gauft l^abe fi4 
lange geiodgert / enblii^ aber / onff inft&nbiged Hn^Iten ber 
Corapagnie, Derfproc^ / ba^jenige ^u t^un / fle begehren 
nfirben. (Dannen^ero je^ eiunuitt)tg iion i^m oerfanoet morben / 
einen 2Beinflott üoll Irauben auff ben Jifd) ^tr fteUcn. m\i}t 
oerfprad) c»? lol^ [KMi] te ftd) biefee balb jet)cn laficu bod) 
müfteii |ie alle (\<xr\^ |ti(le id)n)eigen bip er fie Trauben nbflirfen 
l)ieijc. (^ö lüüreii alle ba^u lüillig 1 unb Anuit uerblenbeto f^iefe 
truncfene i'euthe bap fiel) fo Diel ^^^nnutraubcu pni^Heiitivteu ' 
alc' iNCiiüiieu zugegen waren. Die ^ä]k ntarcn alle neuc^ierig ' 
iiat)men ein ieber it)r Ü}^effer l)erauö ' unb ermartctcn / roenn fie 
Attuft loürbe Sriutraubcn abjcl)neibeu ^eiffen ali^ fie aber ber» 
feibe eine 'Beile mit vergebener Hoffnung abgef4>etfet ^atte / oer« 
fc^manb ber Setnftocf miber. Unb ba fallen bte cnrieufen Sieb« 
I)aber / ba| fle bte Keffer an t^re !Rafen gefe^ f unb pc^ fol^e 
bamit mfirben abgef^nitten ^aben / wenn fle Sanftö Sefei^l über« 
gangen [)dtten. ^iefe (Sr,^el)lung l)at aud) Simon Majolu8 (ober 
nielmel^r Georgius Draadius. al^ ber Autor biefe^ anbem Tomi) ^) 
in feinen Diebu.s Canifularihus ioui. J. ('oll. 3. p. «JO-J. in 
glt'idKii Drexeliu.s in feiner Aurifodina Part. Cap. H. miberl)olet. 

„Martinas Delrio in feineu Dis(iiiisiiiuiiil)n> Magicis Lih. '2. 
„(\u. 11 rebet alfo: Cyo gel)et ein gcmeiuce (i^eii1)ret) bap jyauft 
„unb Agrippa. .^mei) i^auberci \)cuc\\ Veutbo?! in ben .v^Tbcriicn ' 
^bem 3lnfehen nad^ i^iit (^HID gegeben n)clcl)eö aber uad) wenig 
„^agen [KU] ui(l)tö ale >Etü{tgcn .öom unb @ijen gewefcn. 
«de melbet aber t)ieDon fein einziger Autor, ber bee Agripiiae 
«Seben bef (^rieben ^at/ 



*) Serdictdie bte «nmerfung l su «f^liner 149 «. »H. Jo> 

874 



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m 

1704. iKrdmann L'hveJ: Der Gelehrte Criticus 

Meigerus ^iiigtijtii i[i Nudeo Historien Lih. 7. ('ap. IH. 
defendiret Aaufteu gar fe^v > iiiib uemict it)n ciiuMi outen imö 
fronimcn 2ol)u. ^dc^ee aber bic\cx Mam jdjiDciua) mirö er* 
tteijeu fömu'ii. 

'iabriei Natulrpus f)at An. Hriö. eineil befoiiberu Iractat 
gef(t)neben i uiib fiO) bariiuien oerjenigen angenommen i toelc^e 
in [alfd)em 33erDa(t)t wegen ber i^auberet) genjefen. Unter anbeni 
faget er au4 / 6te ^tftorie / jo in ^utf^Ianb oon Johann 
Sanftfn entfbinben , nur eine Roman Magique ober eine mit 
afler^nb etfonnenen Umft&nben oerfel^ene ^^td^t fe^ / »eil gauftö 
. ^nbel Don fdnem beodf^rten Histurico, fonbent nur oon Delrio, 
Wiero, unb anbern .pe;reii»@d)reibern geinelbet mürben. SSobon 
aber f^na&f ein meftred mxb \\\ fagen feijn. 

33ei} jo iiutciiaiiiL'iikiu ^H'i[it)te nun hüben man(t)e C^^cfebrten 
nietet gciüuft / lüaö fte au0 rauften uiacl)cu ioUen. C^tUdie mci)iien / 
Faustus fei) nur ein crbid)tctcr '3(ame unb einem i^anberer bei)» 
iiclcget morben ' ber in [WH] fdiUH'ien 4)ingen einen glüd:lict)en 
iKau.stum) Success rief)abt. JlnDeic }a(\m , e»> würbe t)iebnrd) 
Faustoä boeiuus üerftanben: renn alö berjelbe ben Plmtinia- 
nismum in ^^olen (m nnjer gauft joU gelebet ^aben) anege^ 
breitet ^ätte / unb uon bem tummen ^oidt nwgen fetner ^ele^r« 
famf^tt unb fünfte oor ein Sunberwenf mdre gehalten morben / 
^dtte man t^n gor ber Säuberet) bef^ulbiget / ben Zunamen 
Sodnua loeggelaffen unb Faustns bel^atten / glei(^iine man oud^ 
Lutbemm nur Bfartinam unb Melanchtbonem nur Philippum 
ju nennen pflegen. fCdein e^ ift f(^on lange bor Soclno bie 
3?ebe Don ?^auften herum gegangen ba^ alfo biefe ^}ici)nnng 
bcilb nH'i^fallt. (^tiiu^c cjcben Dor ^ llMir^e "sohanii 7saun fonft 
.loiiauuc.s 'l\'iit(tiiiriis i^cncnnet meld)er aber m\-\c\\ einer foni^er^ 
Iid)en .Hnnft uiema()Ic in Coiisideration gefoninien nnb mit 
jjauüen nid)t^ ^u tlinn hat. v. Wolffii I.»'(ti<»ii. Meniorab. 
Tora. j. p. 434. ^U'l)rerö non biejem (kauften ift ui lejen bei)m 
(lisberto Voetio Part. .S. Sflect, Disp. p. äHi). Thoinasio in 
Di.sp. d«" Scholast. Vagab. § 2S. Freudio in Casual. de mag:, 
p. *ii>5. et Zeilero in Cbron. Svevia^ p. 564. 

Senn man nun gauftenl Seben unb S^a« [1<>9] ten genau 
betrauten mil / fö finben fid) anfange fonberU(i ^re^ Oerter / 

875 



KU 

1704. [Erdiu&uu Chse]: Der Gelehrte CriUcus 

m er fol gebol^ren fet)n. Manlius iiiib anbeic c^eben ^tiibUngen 
in <icl)iuülicu mx jeiiic (*»k'biiitl)ö5^taM aiie: ii^ibcmann JRobc / 
ein 5>orff im 3Bet)manid)cu; iinb Die .v)i|toric öon >^auftcn / fi> 
ein Maiuist ript ;iim Fiiiidament i)ai SoIbtDcbel ' ein £täbtgen 
im AÜiftcntl)iim ;Hiit)ait M Hilter iüeld)en 'XVeijuiiiu^eii tuol ÖeiJ 
Man Iii bcu iUa^ behalten wirb i meil bie meil'teu Autores eben 
biejen "Crt benennen. 

2)aJ Sanft bie Academie Jngolftabt bcfndiet I)abe / 
(v. Histor. Fausti Part I. Cap I.) ob gleid) fol^e^ (ein anberer 
^ibent befrdtftiget / fan man gar tool^l passireit laffen / »eü ge* 
badfite Academie ^ur f elbigen gar fe^r üoriret. v. Erasin. 
Roterod. Lib. II. Epist. 17. p. 121. Edit. Lond. S)er Utamc 
Wittenberg aber ift o[)ne Bmciffel mit SBitrtenberg üeme^felt 
TOorben / obfd)on Manlius nebft ber r»iftorie t>on ^sauften be* 
l)aiipteii inollen ha\\ fidi Janft beftduDu] ^n Sittenbevij aiifqe« 
l)alteu habe. 6o wirb jeboc^ nicmaub Uuirtuen / baf^ er aud) 
^iNittenbcrg bejet)cn , ba er 3iürnberg / ^enebig unb teip^ig 
geroejeii ift. 

Uiitei beu Tf)aten ^sol)ann ?5'fl"ftene lüub aad) biejee er* 
^e^let; ber ^ät)]er Maximi- [llOj liaaus 1. einften 
{pntdf mar lieg er Sauften , Don bem bama^le fo Diel gerebet 
tDarb / 5» ftd) ()oIen / unb oerlangte oon i^m ein ^unftftücf ju 
fe^en. Sauft entfcbulbtgte fid^ anfangt; aU il^n aber ber i^ft^fer 
feiner ©nabe oerfid^erte / fragte er: Sae 3^re j^fii^ferl. ^Rai* 
bcgeffreten? Borauf Maximilianus beu Alexandrum M. ju fe§en 
oerlangte, ^er ^üuftler braute al^balb biefen ^onar<^n in 
folcl)er (Meftalt / mic er oon beu Historlcis gebilbet toirb < f)ert»or - 
unb n)al■^ heniad) mit WuaDcii unb (^cidKnrfcn irieDcv forti^elaffen. 
(v. llistur. Faiisti Part. 2. Cap. 10) Xiejeo aber l)ül teiiieii 

Tic brittc ^liiffflctc uen 1715: „Ter iicU'brtc Critictis über ^ipcn hunbett 
liebe» mt> vkr^io, nuieuie Duliia unb Äraren ft> juüIiI aui^ ber MirAen« IVofan- 
mt> ('•HHefntctt Hisioria. ülv aiidi aiiv? bem Jure l'ublico bc-j .*Ki)inii(tv^eutf(tcn 
^)ieirfv5 / uuc nicht tnenii^er aue ber «Teo^raphff. IMiiloloei»'. .Moralitö unb 
3taat'^-P'>1i»i.- bor moincn ^Tieiitie iiub K('|Mil>li.jiH-ri ni KniMpn, in brencn 
Shoilen obj\c»anct uuii ^xiriiiann 3nben. C^rfter Vcip3iv^ im ^^t« 

loö ^oi). i'ubm. (^Ubttfdid unb ^Jori^ Öcorft :k^cibmannft 3)ritt€ tluflai^e 
Anno 1715." bat ffir bie ^Borte „im gfirftenttium ftnl^alt'' «in ber alten 

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1«4 

t704. [KrdmAnn ühM»]: Der Gelehrte Criticus 

Wntnb iiibcin foldic^ von aubcni Joh. Tritheiiiio ^ugefdinebcn / 
uiib über Maximilianus 1. öon ("uspiniano de Imperat. 
Rom. pag. 494. roie au(^ öou Jovio Elog. Cap. 5 p, 155. Dor 
«inen frommen isriiijen auögencbcn tnir^. 3" Kicuorbantf 
utU> andern Cc^rifften oon Maximiliani i. E^aten mird tein ^ort 
9on folc^er 9obet gebaut. £)q$ er aber in feiner :3ugenb gar 
toDTOi^ig gemefen / geftel^en faft aKe Historie!. 

^Diefed mbienet nt^t me^r (Glauben / ha erlebtet mirb: Ktö 
gebauter ^fi^fer einten hti morgend oom ®(blaf er»a(bet , ^abe 
er fein ®ema(b / bnrc^ iyauftend ^unft f »oder [III] SBIumen 
5?äiime unb Kräuter inciiiicii and) Den UcblHl)itcii (^u-iaiui ber 
^Huu'l sK^lf^i^ft / unc iVik ci]uiulicl)i' l'u|tbarfeit crblittct. v. llistor. 
Fau.>^ti \Äb. II. Cap. 11. ^enn ee ift ]o[d]ct> auc öce Alberti 
Masni. n)clcl)er eben fold)cö l'aftcre bcidiulöiflet wirb ' A^iftpric 
iKnommcu al^ ber Anno \'2iU) hnn .H'nt)fer "Willitlinn ^ii 
2la(t)eii einen 2?lumcn=l^arten im iiiiiuei uorßcfteUet ' unb baijcr 
ben -3iameH eine» v£ct)n)arbfünftlcri? befommeu f)at. 

^oli)enbe0 tiet)et 3iemli(^ la(i)erlict) ane ' ^a iu Historia 
Fausti P I. C. 42. gemclbet roirb: t^bt %aüit einem ^auer 
mit einem 3uber $eu begegnet / unb t^m folc^ed abgefaufft / 
al^ nun ber ^anbel ricbttg gemefen j ^abe er bad gan^e i^uber 
üerfc^lnngen. @9 wirb aber foI(be @efd}i(bt einem onbern ^ün(^e 
in bce Lutheri ^ij(i)^d{eben 3 u^ejc^ rieben / unb enoebuet Came- 
rariii» in Horis Siibcis. Cent. I. p. H14. au^ bem Dubravio 
cbcii jüldier i^egcbciUKit üüu Dem Zytone. AliUjferö Wenceslai 
ed)roarl.; .Hünftler unb fettet babc«: 3i?aii t>ou bicjem Zytone 
gcmcl^cI llun•^cll iniiöe Faii>t(i ninoütiiiobcn. 

(^iiDlid) wixb uon AaiiUcii illi^tm*. I'. !. rap. '2h) beiid)tct 
er habe ftcte einen ü1)ii)arUen -öiinD bei) fid) i^'hobt luelrfiei^ ber 
ieiiffi'l gc» [112] meje«. 'ilber aiid) biejee gei^öiet ^11 öee Cor- 
nt'lii Agrippa^ Veben. v. Paulus .loviu.s Flog. p. 121. obfcbon 
Jovius wegen Diefee 'i^erid)t^ öiel ^nte(^tnng gehabt. 

Gifibertus Voetius Disp. Select. Tom. 3. p. 448. faget: 
Sauft babe ein bffentlicb Sünbnig mit bem Seuffel aufgeTi<btet / 
eine Obligation begmegen oon fi4 gcfteUet / unb ein genriffeif 
9ranbma()l an feinen Velb äugen ounnen. Seun biefco luabr ift / 
fo tan man i^u wob! ni(bt mit Gesnero loc. eit. unb Wiero 

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HU 

17U4. [Erdmaon UhseJ: Der Gelehrte Criticus 

nur einen bloffcn Öanb'2ticid)er nennen. iiHciuol aiicl) Wierus 
fclbft Lib. II. (lo Tra'sti^. p. 143. etc. U)a dov einen ;^aiiüerer 
au0giebet. ( onf. Tlionjasii Disp. de Vag. Scholast. 145. 

^an nennet biejen iVauften int^(\emein einen Doctor, ber 
jolcl)cii (iradnra Don ber ^?ebi^inif(t)en Facnltdt erlanc^ct tiabe: 
iHilein ee hat fol(f)ee( Frendius Casual. de Mag. pag. 2<)5 billid) 
bat)er miberleget / ba§ man einen |o oerbät^tigen 9)Jen((^en ' i)cr» 
gleichen ß^ren^litul nimmemel^r ert^eilen würbe, man 
t^n aber einen Doctor genennet / ift n>ol^l bal^er entftanben / 
metl er atö ein ^rcft^St^re^er um^ix gebogen / unb nadj gembl^n« 
(id^er tlrt^ i»on ben gemeinen beuten Doetor gaufi genennet 
l90rben. 

[113] SBil man nun einiget ttrt^eil Don btejer ganzen (St* 
je^lung fdflen / fan mon mit .'öv. Jot)ann ©eorge ^Jcnniannen 
Prof. Wittel), in jeiner Disput, de Fausto Pni.stigiutore Cap. .i. 
§ -2. L>ec Naud*i 5>?ei)nnng in Apolu«^. ( ap. 15. pag. 419. gar 
mol)l annel)men / nnb ee eine Romau Magi«jue, ober eine .sSiftonc 
^u lücklH'v anerl)anö Uinftanbe erfonnen njorben / nennen. X^enn 
eine bloife Anbei fan man e^ nid)t nennen rocil ja in ganti 
reutict)lanb eine bcftanbij^e 'Hebe oon ganften gewejeu. Maalius 
fagct / er ^abe bicfen ^ann f elber gefennet; Camerarius be« 
rietet / n)a0 er gehöret nnb Wieras hat e^ Don einem ^teunbe 
oernontmeu / ben Sauft mit feinen ^^offeu betrogen ^tte. 
bie S^RKiben gefte()en ed felbft / nnb fönnen niemals ^nnblingen 
nennen / ba^ |ie nt^t augleid) an Sauften gebencfen foltcn. 
V. Conradi Dieterici Conc. 16 in EcdeBiaBt. p. 237. (Sine 
cH>iftorie fan Fausti Seben auc^ nic^t genennet werben ' »eil fein 
bewehrter Historien« baton lüjfelbung ti)ut. SBeijm Sleidano. 
Thuano, ja audi beijm I)<Mliiio in Daemonomaiiia, Scaligero nnb 
Cardano de reium suhtilitate, unb ("a.sparo IVucero de Divi- 
uatione, roirb beö ryanft»3 mit feiner Si)lbe tjeöac^t. 'I^emnadi 
ift \vo\ ein ^anft i^eiiieieii [114] aber ni(^t mit jol(^en Um» 
ftänben uiie iiKn-^emein boidirieben mirb. 

^l^on ber >jeit loenn er gelebet faget Wierus loe. cit. 
p. 141. bap ee fnrt^ Dor bem 1540. 5al)re gewejen / unb muffe 
man bieriun bem Delrio ioc. cit bei) ^fii(t)ten / tt)el(ber fage / 
bag Agrippa unb Sauft |u gleid^er 3^t gelebet / nun aber wäre 

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164 

17CM. [£rdinMn Ubae]: Der Gelehrte Critioua 

Agiippa Au. uiib ^eritac^ 5ei ib^eit {oni)erli(^ betaut 

U)orbeu. 

Manlius mei]iiet er ^obe ba^umal gclebet ale itä^fer 
(Carohis V.) ben i^abft ^ur Raison gebracht, ^tm er faget 
Collect, pag. 39. gauft ^abe fic^ gerü^met / da§ er aQe bie 
•Stege f loel^e bie j^A^fetli^en in Stalien gehabt / bur<^ feine 
jhtnft guiocge gebraut. €ol4e^ aber fdKet / nadft Thuani $eri<4t 
Lib. I. in bod 1527. Sa^r. Unb eben ba^umal regieret au<^ 
Joanne! / (5t)urf ürft 6ad)fen / »el(4er bun^ ein Edict biefen Eanb« 
ftreid)er ttu^ feinen (Shrenfeen 311 jagen befahl, v, Hondorff, loc. cit. 

3Sittenbera aber bat weiter ni(t)te mit pjauften tl)un ge« 
t)abt fonbcin iiniteiiberg ' wie oben gcfaget morben. :l\>oUe 
man bie i]emeinc ^ebe Derid)ii()en / n)eld)e uid)t allemal falfc^ 
wäre jü tft biejee baüon \\i luiffcn: im -io. jüDrigen Alricge 
aud} £ad)fen t»o((er eolDaten wax ' fielen i^iefe Alrtec;e = ^)}Mnncr 
in [11.')] ein iDorff an ber (iTlbe ? Ühimeno ^braOe bamit nun 
ber (£d)ultie felbigen X^orffö bie eolbaten öon feinem ^aufe ab* 
galten m5d)te / fo bejd)Q}a|te er fie / fein $au^ mdre megen M 
entfe^lif^en %oM Sol^ann Sauftö gar unfttl^er: B^ig^te t^nen 
aud) bie Sanb / melt^e etman mit C4fen*8(nte bef|)ri|t mar / 
unb iagte baburi^ benen @olbaten eine Sun^t ein / ba| ße batoon 
flo^n. 

!9un noUen wir nod) ben %oh unferi Jauftend anfeilen. 
Conradus Dietericns in CoD<rion. IH. ad Eccles. pag. 237. 
melbet: (*r ronre ^11 .HiiiiMinQen in feiner ©clniithe - 2tabt t^e^ 
ftorben Da ibm Der .t>nlp 0ebrüd)en morben. 3iHld)eiu ,;ciu]iufi 
man (\aT iPol)l trauen um} ; roeil Dirti rims ielbft ein ediiuabc 
.aewcje« iiuD aljo öic £ad)eii bie in feinem ^l^aterlanbe passivet 
ohne 3"?cifT«^l ^^^ii^* yerftaiiben fiaben. Manlius, (^Iridifalli* ein 
2(l)n)abe , ift eben biefer Ü)fei)nung. Wierns unb ( anierarius, 
loenn fte ben lob ^auftend befd)reiben / unb ein I^orff im 
.^er^gtbum Sirtenberg ntmcn sielen wol auf nic^tfli auber^ / 
al0 eben biefed jtunbliugen. Conf. Neumanui Disputatio de 
Faosto Praestigtatore. 
SRegifter. unter 

ffauft ber Sauberer 102 
ob er bie S3u#ru(fere9 erfunben 94 

379 



166 

1705. Peter Gold»ehmidt: Verworffener Hexen- ond Zauberer- Advokftt 

165 

1705. Peter Goldschmidt: Verworffener Hexen- 

und Zauberer-Advokat 

a — d 

Petri ^olbfi^mibtö / Huso-CimbrL t PoBtor Sierup, 
SSenDorffener ^^eit* unb 3ouberer«Advocat. ift: SoU 

^CQrftnbete ä^ernid^tunfl ^ed tl^5n(!tten S^orl^abend Chrotiani 
Thomasii J. U. D. et Professoris Hailensis, unb aQer berer / meld)e 

burd) it)re SuperflußC Phantasie -grillen bem teuffUjc^en »pejrcn« 
©efd)meift baö 2Bort reben moHcn f Jnbem gegen biejelbe Äitd bem 

iumncbafpiecl)lidicm C^öttl. 2Borte ' unb bcv täglicl)4ct)Vl'^^en (jr- 
faiuuiui baö Wi\^ciUl)cil ^^ur (^3iiüi^e angeraieicn unb beftdiriiiet 
lüiiö OüB in öer Jt)at G?ine 'JciiflijdH' ."Öe^rerei) unb ^öuberet) 
fcn Unb banuenl)ero C^ine (il)iiftlicl)e Cbiigtcit (\e[ia(ten / biefe 
abgejagte ^cinbe C^^rttee ' (2(t)aben»frol) 0)ininl)cn= u^^ i'^idy- 
^3?örber aut^ ber (Slinftlidjen (^cmeiube ^n fcl)anen ' unb bicjelbe 
,^ur n)ol)Iüeibienten etraffe Rieben, ^pamburg / 53ei) ©ottfricb 
l'ieberntcfel ' '^ud)()änbler im ^o^m. 2auenburg / brudtd ÜJ^nft, 
mbx, i^feiffer. 1705. 

a) 6ap. VI. ®. -201 

(^e l■^c^tchc^ and) tente Spizelio I. c. p. in. 274. Me öor 
nntevfd)iebli(.l)t:n ^salmni nitDcitU' Magijdje Wedeimniffc ' ^ai; ber 
(Eatan ut'ignngt gewefcn jci) . menn feine neugeuHnboiio i^ao ihnen 
»orpcleate lcitffeIc-=''Bnd) nur aurteru^rct luib mit aiiffulei^^^^'« 
i^tit(;ciu it)m treu ju fei)tt unb i^u bleiben gefc^tDorcu l)at>eu. 
'^ei) anbern aber pflegt ee and) jt^rifftlid) 5U gejd)el)en / in bem 
fie mit it)rein 43lnt bem €atan Peii(^ricben haben. :iiUe alfo 
get^an haben Theophilus ^irc^enf^affener Adaaa tu Cicilieii 
t)or 3^^ten; unb GofTredus in ber Provence, Fauistus, Tyllius 
Seiffe nebft adb^ feiner Cameraden ' jener ^ortugieg i£gidiu8, 
bad ^eib Gebula na(6 Dion. Oarthusiaui BefAnntni^ / unb anbere 
me^r ' woDon be^ bem «^n Spizelio mettlönfftig 511 (ejen. Mohtti 
biefee merrfen / baß «He Fornjnlen ber OMi^^ation ntd)t gleid) 
gcwcj'en. I^ie Crinfültiijc gi'l}cn mit gcringcin iicipitid)tüngcu ab 



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m 

1706. Peter Ooldachmidt : Verworffeoer Hexeu* und ZMiberer» Advokat 

olo Die @elcl)rtcn. ^^on etlid)cn (5n9dQnbifd)cn .'9f?en melbet ber 
Glaovil, au^ htm @€ri(l)te=Pnttocolleii bog ber ^cuffel ftc 
in ben otertcn Singer ber rechten jpanb geri^et / mt> fte mit bent 
aud 0etr6|>fften Glitte feine / non i^m felbft auf« [202] ge.)d(^nete 
3d)iifft eine mit bem 3^t4^ t anbere mit bem O 
unterfi^felben müf)en vid. Olanvil part. 8. Sadd. Triumph, 
bist 3. p. 51. et bist 4. p. 84. ober bo fie nid)t f einreiben 
fbnnen / tft ber 3>uftel frieben > baj er bie 3:vöpfflein ^lut 
aii6 tl)ven Aingern um ciiunaiuicu fönne. Cilanvil. 1. o. Iiist. ,>. 
p. tu. 73. Unb nad) i'iii^a^uiuj öcc ,pn. Spizelii i:|cbcn öic i^e* 
riditlidic Ut)rfiinbe ' Dan ^ie iicmcinc ciiifältii^e ^^.H'iber uh'UIk' 
nidu c\cm\)i / ba^ er il)ucn crulHMiicnbcr C^nmlicv Der icurfd 
tUMrcüMi jet) / fidi feinem Tii'iinc nlfo lunidiriobc i l)abi'u. 
ergebe unb berfprec^e mid) beut ^>errn auf fo unb fo titele 
v^a^rc etc. I^a tiergegeii aber üerftäiibige unb finge l'ente härtere 
^eric^roi billigen tt)un muffen / nemiid) / bag fie oou ^r^eu unb 
allen aräfften abfagen / (S^riftum oerleugnen / bem ^euffel 

mit Seib unb €eel ftd) auf emig ergeben / unb feinet d^eictd'SIar 
unb Sa^dt^um ua4 Aufferfteu Vermögen »oUeit fu^en / unb 
beforbern ^elffen. Sie M Fausti Obligation gelautet / ba er 
beut irrbif^cit / wie Me iSelt bem ^eiiffel itetmet 

feinen ^eib nnb ®liebmoffen / fo i^nt bnrd) bie (fitem ge» 
geben uon fuldjer ,^eit an ^eil tragen f ®C5^ unb allen 
bimmUfriicii .Occr / uub roeldje (^)CHee <Vreunb fct)n ab« 
iageu; aiiili fein "JSJort C^Cttee noä} bie fo foldjce prebtgteu 
unb üürtruiuMt hierin fid) einige ^inbentng tl)un über fic^ 
ui (>!»C;$1 betd)icii laften motte, .inr Urfnnb batte er foldjc 
ieiue A>anbf(^riftt mit feinem IMut befrdfftiget unb eigen* 
^dnbtg untev gefd^nebeu / muffen er folct^en in allen getreulich 
na^ )tt fom* [20.3J ntett gebdc^te« 
b) (g. H62 

Johannes Faustus feine QQuhttü) in ber Cra- f3H3J 
camfdben €4tDar^n«@(i»uIe gelemet / unb ein 9[udbunb aller 
itauberer mit gemefen f ift and beffen Sebend«$ef<^reibung befanbt. 
vtd. ^ai Seben Fausti, ober beffen ^iftorien j unb Cammer, in 
Hör. Succisiv. cent. I. eap. 70. p. m. 314. Unb bap fein Dij^H* 
jmhis ( 'hri.sto{)her Wajjuer in eben )üld)en teufflijd)en AUuiften 



165 

1705. Peter Ooldsehmidt : VerwotfTener Hexen* und Zauberer«Advokat 

uict)t uneifaf)rcn tieroejen < lehret auc^ be)fen lieben unb Zot>t 
anno 1594. ^ebni(tt. 
c) 49(> 

§ 2. Michael Sac^fe luelbet in {einer ^ai)fer:(5^i'onifa part 4. 
pag. 278, 279. ex Fausü Histor. part 3. fol 133. sqq citant« 
Scfaaetder \n Titio coDtlnuato loc IL n. 29. p. 446 folgenbeo. 
Slld j^d^fer Carol ber V. mit feiner ^offftat na<^ Insbruck m« 
rüffte / warb auc^ bamit t)iiigebra(^t Johannes Faustus, roetl er 
mit feiner Ännft Dielen ?Vret)^eirn @blen unb trafen geljolffeii 
^atte tton allerle!) f(J)mer^l)afften böfeii Ävan(tt)citen it)nen audi 
bunt) iiuu id)iuaiije=Äuiift »icle ^lbcntl)cur ge^ciflet. X'ü öcr 
iläi)jci bcffcii über Jaffcl au|ici)tiii raarb > frac^te er - luer er 
roäre? uiib lucldjc Alnnftc er tönteV fobcrtc il)ii nad) ciiuu'nonimeneii 
ßffen ,5U fid) unb bctjc^rtc ei foltc bitrd) jeinc bejdiriciu' SXnn]t 
x\)m ben berü^mteften Ädt)jer Alexander Magnus uebft beffcn 
(^ema^Iiu ' in hex (^eftalt unb ^letbung i C^Mug unb (^eberben / 
fo fie int gebeu ^icliübt ,^u feigen fc^offen, Faustus antiöortctc / 
fo üiel er burct) fcince ©eifted ^ullffe öermöc^te / njolte er bcm .Hütjjer* 
Ii(^en ^efe^l ge^orfamen. Über ^i)xo ^di^ferlic^e Wajeft. folten 
mtffen / bag i()re iBeiber nic^t Dor bigma^l aufferße^en fbnten; 
fonbem bie nl^r« [497] alten %tfter mürben toar^fftig bce 
.\lexandri M. unb beffen ®emal(flin $er{on unb (^eftalten bar« 
fteDen / mle fie gelebet unb befleibet ^eroejen. C^e fbnten au4 
Jf)re "i)3?aje|t. biejelbe alle bei)bc gnau betrad)ten unb befet)en 
aber £k müften uid)t üu; ihnen reben. .'pieranf c^el^et Kiiustns 
auci bem AUUjjcvlidien (Mcinad) l)iuauo uiib bcrcbct fid) mit joiiicm 
(^c'ijic uub i!ad)Dcm )ic ber 3ad)en eiui? i^ewurbcu gebot er 
irticberum ^uui ,Häi)fer hinein nnb läft bie Thür hinter ftdi offen 
fteheti; nlfobalb foulet ihm auf Dem Aiif? nnd] AlexainItM- >1. in 
ber (>Hitalt iine er gelcbet ' ein fleineö "i)i(5Hd)eu mit rothen inib 
gelbfärbii^eu bicfeu ^öarte rothen "i^aifew ' unb eiuee ftrcngeu "äiu 
gefi4)te«f / alc ob er '^^afilijfen ^ugen ^dtte. @r mar betleibet 
mit einem fd^önem ;parni{<^ / trat ^u bem Mxjütt unb bücfte 
jt(( mit einem tieffien Reverentz üor il^m. ^er jla^fer motte 
aufffte^n / unb it^m bie $anb bieten ; aber Faustus minifte il^m / 
ba^ erei nidit t^nn folte. darauf neigte fl^ Alexander unb ging 
jur It)ür ^inau0. ^alb barauf trat herein feine (Skma^lin in 

a«2 



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165 

1705. Peter Ooldtehmidt: Verwofffener Hexen» und Zauberer^Advokat 

einen blauen Sammeten d\od j mit gülbencn 6tiicfen unb 4^crin 
befe^t; €ie toar öberaui? fd)6n / mit rot^ Bangen i Idngiidyt . 
unb eined nmben ^naejlc^tee. S3te ber j^ä^fer btefelbe eine Seile 
angefi^auet batte / fiel i^m ein / bafi et gelefen unb gehöret ^atte / 
bog fie in bem 9lQ(fen eine groffe Sar^e folte gehabt Iiaben f ftunb 
bero^lben auf Don feinem 6tttt / uiib ging 311 i^r / jtc ^^u be[td)ttgen / 
ob er bie :il^abr^eid)en au(f| an ibr ftnbcn unb a!ft> erfenuon fönte . ban 
ber (;^eift lul) luailjanni^ in il)rcr bajDfii t^>c)talt ucvtleiDci liaitc unb 
i^ni nict)t mit falfct)cv aoi ui bctiDiV- ftunb ftiUe/ biidte öcn AUipf 
unb .pülö baf; f4!)<s| cv bie SSaifee jeljcn nn^ nc^entlid) eifeiuieu 
fönte. >>ieiaui uciiite fie fid) t»or ihm c\\\\c\ \nx it)ür l)i"aiu' f unb 
Dcifditimnbt. "Jltfo (^caiäl)rotc Faustus bcni .Häi)fer jeine ^i^itte ; unb 
nadibeni cv Diele lä(^erli(t)e 2lbentt)euer am ^pofe getrieben 1 unb eine 
gute ^^erebinng empfangen l^atte ' 30g er Donbannen l^inmeg. 
d) @. 551 

Sad bemna^ bigmeilen und fc^einet absurd 3U fei^n ift bot^ 
in ber ^^at nvi^t absurd. (6) ^ie Siberfa^er menben ferner 
ein: ^eil aM uerfc^minbet bei^ ^Benennung M ^Ramend 3@fu / 
fo mfiffe ed nur $()antajei) fei)n / bcnn »a^rtjapge ringe »er* 
fd)n)inben fo leidste ni<tt. SOein man antmortet / baS bie Con- 
seqvenfe falfd) fei). ''Man mn^ nnterfdf^etben unter bae welche? 
proprie. unb iniproprie Derjct)unnbct ; iuuilaclicii luoUDn boö 5^cr- 
icl}iinnbeu late et stricte, in ganlj genauer / unD audi a^cit^ 
Idufftiger !:Petriu1)tu»g gejaget mirb. ^)lan jaiict baf; ctiuao üer* 
fchn>inbe in bcni ce ben Singen ber 3"id)aucnDcu entriffeu roirb ' 
unb bodi bleibet bae roae ee geiKcjcn umc lum ben )?tugen* 
blenbungen ber tauberer lejen ' imgleict)en auct) , bag etwao 
oeridjrciubet in bem berj'elbe ber etmat^ nieijuet ^u haben in ber 
£^at ein anberei / ali$ er meinet ^at. SBie bec Fausti Trauben 
folc^ed bereifen inbem ein jeber unter ben ^nwefenben feine eigene 
9{afe an ftatt ber Trauben gefaffet . unb menn er baoon ab» 
gef^nitten / feine eigene 0{afe mürbe verlebt / unb Dermunbet ^aben 
rid. Cammer. Hör. Succis. Cent. L cap. 70. p. m. BIZ. 
SRegifier 

Fausti Sunb9«FormaIien mit bem leufel 202 

ein .{aubcroi. 3c>:i. beffeii 'Irauben 551. 
:h?agner. (tiljriftofj.j ein ^iauUrer. 



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166 

1706. Bureard GotthelfT Htruve: Intniducti« 



106 

1706. Burcard Gottbelff Struve: introductio 

Bvrcardi Gotthelffii Strwii IntroUvetio ad Notitiaiii Kei 
Litterariae Et Vsvm Hibliütböcarvm arcessU dissertaffn Da 
Doetis Impostoribvs Edith sfcunda, aucflor et emendatior. 
lenae Sumptibus Emesti CiaTdii Baiüiar MDCCVI. ^) 

p. 438 Capvt NoMum De Libris Damuatis Et Problbitis 

p. 439 § WWW. lo. Fausti Magica, 

p. 473 

XWlIl. 

Magicjv artig fere Princeps habetur, lOANNES FAVSTVS, 
Sueuus, sub caius oomine Über circumfertur Mstns, quo netTo- 
manti» habentiir fundamenta. An ipsius sit, pro certo nolim 
adserere« ueque etiam, pro verifl habere omnia, quae de eodem 
dieiiDtiir: hoc vnicum adfirmamus, astrologi» studio fere faiase 
eaptum. Vitam eins, acta magica, finemqiie horrendum partim 
ex ipsiiis Fausti, partim famnii ipsius Toannis Waigeri scbedis 
eongessit, vt ipse testatur, GEORCIVS RVmH.PHVS WID- 
MANNVS, JJfnii/)Hri/i l.yjit. 4. <l»'mi<> aiMitis vbi<|ii»' «»bser- 
vationibus, Histuriam istaiii cdidit et <]uibusdaiii oiiser- 
uatioiiilni> ;Ml:iiixit lOANNI'.S MCOj.AVS |>FITZK!?VS. mh 
titulo: (ln:i ärgerliche Lrhen und schrei L I iciw Ende des viel he- 
rüclUiffti'u Ertz tichuarizkiuisUery D, loamis Fausti y Xiint- 
herg lOttl. S, 



^) Xte erftc auflagt 9on 1704 riitl|ält bte JvanftftcUc niKl^ ntd)t> 3ii 
ben «udfiabcn Don 1710 (3. «ufl.) unb 1715 (4. «ufl.) ftef)t fte an Mdbcn 

Stelle \vk in ^cr ^iiucitcn ^ufUHK- Ter Jitel t>ci britten Sluflaflc »on 1710 
lautet: Mvreunli (ioUhfilflii Str^'vii Iiitnxhftio In Xotilinm Roi Litt<*rarine 
Kt A'svni HiMiotlu'cnnm Accessit Disscrtntin Dt- J)i»ctis linjiostorihns El 
liuic i( iti;i- <'<liti<ini fH'<'i«fhiiit SvppN-im'iita Nci'cssnriu Kl Orati" IV* Mt-riti» 
(»crmtmoi Ulli In Hisloriaui ivuiv Suuiptibiui Eriiusti Clavdii Hailliiu- 
3U)CCX. X. .V». 

884 



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167 

170«. Bibliothecm Antitiu« 

Iudex Avtorvm, F. 
F&iistua lo 473. 

P. 

Pfitzenis lo Nie 473. 

W 

Widmaiinus Georg, Hud 473. 



161 

1706. Bibliotheca Antiqua 

Bibliotbeca Antiqva Pvblicata lenae Addo MDGCVi. 
Svmübvs Bielckiauis. Literis Nisianis. 

p. 'J'J.") Bibliotheca Autiqva Pvblicata leuae Kulemlis 
Junii Anuo MDCCVI. 

Wakrhaffthje Historien Von den Grevlichen rtüi (tbscheulicheu 
Sauden vnd Lastern 2>. loanuia Fausti, erkläret durch Georg 
Rudolph Widmann f Hamburg 1599. beg Hermann Afoiler 

constat 4. Alph. eirciter^) 

l*Yrrlionismiim Historii mn sapit llistoria K;ni<ti. «Ic 
niaxiitte adlmc diiliitatur. aii vin|uam extitcrit. IC^it de iHHlt*iu 
siFiLTiiInri dis<jujMti(me loaiiues iieomiiis Neumaniuis. Witte- 
b.T^a'. Uix'A. 4. (pia omiii»Tn Fausti historiani exrutit. ita 
cpiideiii, vt de illo ({uideii) oon plane üubitet, lioc saitim ad- 
ferens^ artes magicaä ilium non Wittehergae, potius apud Sueuos 
atque in VVärtenber^nco Ducatu exercuisse. Primus, qui einsdein 
raeDtionem iniecit, est loannes Maolius in mis locorum Com* 
muDium ColleetaDei». Hic enim ita de eodem: Noui quen- 
dam nomine [233] Fausium de KundUng: qmd est paruum 
oppidum patrim mete meinum; Hic cum esset Seholastieus 
Cracouisnsis , ibi magiam didiceraty sivui iffi olim fuit eins 
mognus csuSf et ibidem fiifnmt puMiem eiustäem artis pro/rs- 
siones. Vagabatur passim, dicebat arvanu iiui/ta: llle Venet/is 

TiiU: Fu»MpUtt«r. öiih 



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167 

170B. BibUothcca Antiqua 



cNfN feilet ostemlert sjH'ctacn/t(my dixit ae rolutui'um invalittn; 
Uiabolus iyitiir snhucxit eum: et a/jiixU adeo, vt allisus humi 
pene fxantmftfHs essety std tamen non est morfitus. Ante paucoa 
anms idem lohaHnes Faustus postrrmo die sedit admodum 
nuestus in quadam pago Dueatus WitienUrgensis* Harpes 
ipaum alloquifur, cur nuBstus esset prater marem et eonsuetU' 
dinem (erat aUoqui turpissimus nebulo, inquinatinsimw vitm 
iia H semel atque iterum pene inteffeetus sitpropter libidines) 
ibi dixit Hospiti in illo payo: Xe perterreßas hae noete. Media 
ftocte Domm quassata est, Manecwn Faustus nm surgeret^ et hm 
essf't fere meridies, hospen adhihitis aliis, ingressus est in eius 
roHclaue, imo tiittfue eum iacenfem prope lertiim inuers*' f<f« ie, 
sie (t Diabolo iitirrhrins l iuens adhuc hahehni ffecnm ituHtn, 
(fut erat Difthnfus . >;lfn( /.s/p upJmhi f/ui ttcr/jisf fit de r<ittit<ite 
(irtiuni, etiain liabehat eanem sccmii eurrentnn y qni et(tt dia- 
boins, JUic Faustus in hoc oppidu Wlttemherya fiKuity cum 
optimus prineejts tfnx loannes dedisset mandata de illo ca- 
piendo, Sic Xorintbergm etiam euasit, cum iain inciperet pru»' 
dere, wstuadtf surgitque statim^ siduens quod hospiti d^ebai^ 
vix autem reuerat aute portam, ibi veniuttt lietores et de eo 
inquifuut Hunc Manlium secitiuntur plures alii, Andreas 
Hondorffiiis, loannes Wierius, Conradus Gesnerus, Philipi)ii8 
CamerarittSf Martinus Delrio, Martinus Zeilenis atque alü. Nec 
minns testinmiiiimi de hoc Fausto fert priorum temporiim 
scriptor, Daniel SilialkTUb, Pa5:tor Sten(lalien.sij?. vbi da eodem 
itu scribit: Herr P/iifippus hat dm teuflischen finhen Faustum 
ojitinithls ' i nstfie/i (frst rafft, rnd rermainu i , ron 
in »lebender Teati'rlui tihsnlassen. Der mitirortef ilitn 

^^J^ f'inst . Herr Philippe, ihr fahret mich aliezeii mit 
Zautier* i'uuheM Worten an, ich wU euch einmahl einen 
kändfln, setzamen Possen reisseu, rnd machen, wenn ihr 
mit euren Tischydngern zu Tische sitzet, rnd essen 
wollet, ditss alte Töpfe mit der Speise in der Kü- [234] ehen 
zum Sehorstein hinauss fliegen sollen, vnd ihr mit euren Gästen 
nichts werdet zu essen haben. Darauf antwortet ihm Herr 
Philippus, das soltu wohl lassen, ich hofiere dir in deine Kun9t% 
vnd er muste es auch lassen, Vt dicamus, quid nobis videatur, 

a86 



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167 

1706. Bibttothec* Antiqua 



varlaut Seriptores circa Fausti patriam. variaut circa vitam, 
variant etiam circa morlem, omues tarnen vno ore Faastum 
dieuDt, eundemque magum. Verum, si historiam ipsias, 
artesque magicas coDsideremus, tales erunt, qnales oliin 
Agrippse vel Trithemio vel aliis adseribebantur. Testis est 
IfMiDDes Dubrauius in Historia Bohemica, vbi de 
nuptiis Wencesiai« cum Sophia Palattna dum agit. ^^^^j 
ita loquitur. Xouuft porro SoaT, vhl (/ettentm ludi- " , ' 
cris Sf/ectacuh's tf itim/icis jir(rsfi<j/is dativtitre 
ffK/fiu/df. phiiuiii f ml HUI um et pi'ifiitiifHitin-Hm phiusirinn setum 
Uih(r.iri, Ihi ilmti prwstaiitissrnnis artifuu/fi (mltbrni artis ad 
pfnitu/rfudos oculos pxplicat , atleat int er spectatores Ziito 
Vencesiai magus, ore usque ad aures dßhi$cetite, accedens pro- 
piuSf arfißcem Wtim Palatini ruw otmu apparatu subito devoratf 
Mifts dunUtxat calcfOB, guia luU> ohJiti videbanturf expuens, 
9eee89umque inde petens, renirem imolUa esca grauem in aolium 
aqua plenum exonerat^ praatigiatormque adhuc madidum 
Mpedatorihus rfstituif paasim deridendutHf adeo vi cmteri quoque 
9$H9 socii a ludo deshiereuL Ipse wro artem 9uam Mtentans, 
nunc 8ua nunc aliena faeie, sUUuraqne^ modo item h put-pura 
et tterieOt ac confestim fn lana et panno sordido Jieyi se offe- 
rehaf, (imbulantemqup in sotido ips»- in eodem solido tanquam 
in aqua adnauiifofmt , et aliquot ies Retjem equis rehedariis 
nctiim, idfitn f/ollis ifullinareis rttf fpirhpdiftm ntuftK alUfffitifi 
suhst iint'linf H r. Conuiufts jn'ii terett h'eyia rurif huh'Jxif^ intt rdinn 
mantts eorum nf illas ad putinas p<n'ri(jei'e va/erent , in pedes 
hfßum inferdum in ungulas eqttorum tram/ormans et aliquoties 
front i illnimm cornua ceniorum latissima adiiciens, quotiee 
videlicet e fenestrie ad eubitum speetaeulum prospiceretUf ne 
ruTBHM Caput et ora ad meneam re/erre po89ent, autequam ipse 
Ptno dapibusque illorum se ingurgitasset* Atque vt ostenderet, 
se pecuniam quoque pro vsu suo /aeile eonflare posse, triginta 
sues hene saginaias, ex manipU' ['235] /is grammum proereat, 
Ulasque postum, proxime sues pistoris parei sed loeupletis 
exfruditf proponitqfte renales, quo pistor mit pretio: hoc tantum 
emptorem admonens , ue yregem noumn ad ßumen fofnm pro- 
pellat. Qua Ule monitione nef/lecfa, cernit in jiumine ma/npufoSf 

887 25* 



1«7 

1706. Bibliotheca Antiqua 



ßuitare, 8uibn$ subtnersiSf itn vt tief^ve ström iuibuHf »eqite suibtt$ 
potiri patuerit. Xihilamtnus prechm datttm reeuperare jHiraf, 
dtuque tenditore qua^sito utque in tahfrua vinaria tmtdem 
repertOt in tjifo porrecfis pedihus in Scamno retubat utomacha- 
bfmduSf atternm pedem excitandi causa inuadit^ eumque a rttr- 
2>orfi jyrnfiHfts cum Cftxendicf attfltif, darf ZUUme quiritante ff 
ohtorio rollo ftintorfm <itl nidicein fnihente. OhhI Jurt ref plafor, 
in in(iii ilrsti) iff in t /letiSHS , rf slhi t'nh h(tl ii ,\ iunnore, nisi rf 
duiniiviii ihninio <uhl('ret, ot»jUP tlf Jinr iii.oiji'r lulurln ruitt 
Ziitonr (ifCfi/ffft. l'surjHiHf ml/mc rstjar tcinjfHs Hottini, » f 
muliim eniptiotwm cxjirohrafttrl, rire prouerbii dicant: Ln< rmn 
facie^ qURiitnm Micliju*! in suilms: pistori namque Miclmel 
nomen erat, C<eterum Ziito itnpostor od t id tnmim a Cactf 
d<rmone supersfes, cum corpore et anima de medio hominum 
sMatus fuit: iniecitqne Vencesfao curam de retitfiosis deincejm 
ac tnagis serii^ rebus cotfitandi, Pi*ae8ti^iator forsan fuit. qui 
noD inagtca arte, ast pm^stigii» aliiüt liominibus illudebat. 
Notnm autem, quod oinnia. qua» vel ex pm^stigiis iiaturalibii!) 
orireutur, maficie dieei'entnr operationes, quo factum, vt pnp- 
sti^^i;p ist?«* Fausti illnsoria' eunl«rarentur . et pro more mnlta 
a<l(lt'i>'iitnr. vt pro coinuuiiii lidinimim captii nun ni.>i inaui- a 
adpari-nt. Il;ec in vnlü:ns iiota. neijue tanini cnuliti (K* 
iisdtMii pra'stiiriis mulla aotaiv (ipnra* prctiiim »iacdtant. Sul- 
lirit nobis. Maiilitiiii. tut « otligebat viilgaria. isla, tamiiiain 
suoriini teiiiporum certa» ita adiiotasse. Interim, qiuv de 
Fau8ti a tioriihiis siiit commeota, ex auctore proponenuis. 
Ree de hac ladieetore adeo > rta iion est, um qaod Crusius 

inter doctore» iübingenses qiieiidam reeeivoat 
p.^JlL Georgiiim Widmaiinum. cui pliires <le Franennta* 
^uci' > ^aeuis rebua adsignat libros, qai tarnen a 
f^ff rustieis seditiosii« fiieruat lacerati et plane [»erditi. 

[236] Wie antem. qui circa annum 1553. adhue 
vixisse dicitur, vix erit prafseiitis lihelli eollector Sed jx rjiit 
Crushis: Jifium reViquit Geunjinm, t^ui IJahf viuit hodic, stth 



3auitbutt}eö. ;Bcr9lcid)e ^ie '^niiuTtuiiij ju Splitter uy 304, l. uub 1»>4. 

38t< 



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167 

1706. Uibliothecs Antiqua 



moHtf tu s/fl)fnh(i> mfiyimfi>, H sct'lfnim Chutnbnitf*/ii sinnt (Kjlt, 
vir multn' It'dionts (ittinitnicie. Cintts fi/ins, SKperioris Gf-orffü 
nejtoSf GeoryiuB et ipse dictuSf tmter Tnbiiujw anno millesimo, 
ijninijniiesinnt, ocfuagesitno nonoy audifor erat, ado/e.^f'fnri bona* 
»peL 8i viii ex biso' coUectio haecce attribuenda, medius erit, 
cuius tempora potisfiimam conueniuDt Singiilis qua^ de FauBto 
uarrantur historiis adiecta» sunt obseniationes, quibus ipsius 
bistonae ex parallells aliis illostrantur, vel quam exsecraade 
siot, multis confinnatur rationibus. Noua denuo prodiit editio 
per loaDiiem Nicolanm Pflitzerum Medicinse Doctorem, Nori- 
berg» 1695. 8. Hie etiam nouas adiecit obseniationes et 
historias. maa:icas piiRsertim Lappouum actioues. Ipsam autem 
adgri-Hlicmur hi.^toriarii. 

Exbibet Author in lioc sriipto tribiis paitibu» histuriuin 
et acta loliannis Kausti, iiiiiui olini famosissinii; subiectis 
viuli(|iie obsi^riiati((iiibiis nioralibus et lii.storicis. <|uan(b)qiu' etiam 
aiiriotatioiiibu« et discursibus pbysieis. Fuisäe autem quen- 
(iam Kausttim, non solum ex Liitlieri et aliorum prsemiesia 
iudteiis probare vult, aed et in prsefatione notat, se omnia 
magQO cum studio, ex litteris illoruni excerpsisse, qui ipsi 
fuerint familiäres, Inter eos citat M. Thnmam Wollialdt von 
Torgau PnrL L top, 14, lü. Henricum Comitem Isenburgicum 
Part L cap. 25, Notat igitiir, enndem Pari, L cap L non 
Roda, baud procul a Vinaria sita, vt valgo creditur, ortum, 
seil veram ein?* patriani es.se Coinitatum Aulialtinuin. Pa- 
rentes eins t'in iuiit rustiei in der Marekt SontNvt rlel baliii.ditcs. 
Statura fuisse piirua ae cibbosnm. angu.<>tiuris oris et <ana 
barba P. III. /ajt. elf. retert, qnotl priinam pui iitiain W ittv- 
l»er^a' egerit. vbi a jtatruo eins, diuite viro at'iue iniprole 
propter pnestautiam iugenii adaniatus et educatu.s; [)ublici8que 
srbohe litteri«« eruditus. Exactis hiboribus sclKdastieis, In- 
[237] golatadium ad Academica studia disces^it. Tlieologiie 
destinatus, anno setatis vt coniicere licet ex ParL JJL cap, 12, 
decimo sexto. In bis breui tempore cum adplausu Doctorum 
ita profeeit, vt insignia magisterii cum multa laude reportaret, 
anno cursas academici tertio, vti d. l. asseri videtur. Sed, 
cum eo tempore crescente Papismi abnsu, multa» snperstitiosa» 



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I(i7 

1706. Bibliothei!« Antiqua 



ceremoniae in jiultlico inon* versureiitiir. eonnn, qiii necro- 
mautici.s cliaracteribiis varii.sque sürtiles:ioruin artihus (tpfrani 
(InnMit, abrcptus pt riculosa illanim curiositate. reiicto Tlicolo- 
gia» studio, Me(li( inam adgressus fuit t t Astrologiam, nec 
ezignos fecit profectus, adeo, vt ab Astrologica seientia a 
nonnuIli.s alter ZoroaBtres dictus, apud Frincipes viros in iiuilto 
pretio fuerit habitus, et aecaratissima prognostici Kalendarii 
spedmina exhibuerit, quamobrem et defensus a quodam Ma- 
gistro Wittebergensi Friedr. Bronauero. Part L cap, 27, 2K 
et 30, Sicut hanc et Chiromantieam scientiam ac physiogiio- 
micam inprimis ealluisse dicitur Part I. cap. 29. Imo etiam 
artis medfea; lauream adeptus, anno .'^tatis vige.simo, notante 
autbore biographo (/. Purt. III. cap. 1'2. luni statim (|nideni 

a decimo sexto ;i'tati.s aiiiio illicit.'« eurio>iitati 
R 1. cap. iiibieisit, sed nccuh iii.s. Sed fM<>t«'at|uaiu post 

mortem patriü .sui. h;eres eiusdem diuitiarum ex- 
titisset. a)) liigolstadio Wittebergam mii^rauit. constitutoque 
ibidem domicilio, iam apertius in otium et lusuriam prolapsua, 
profuudius Ulis studiis iiicubuit, mali8«|ue artibus et itwao- 

tamentis spiritiium totum se dedit. Comparati« liinc 
p. 1. cap. .H. variis eiusdem generis scriptis. inprimis pnecep- 
J\ L f ;i. jq^^ ygjjg ^yjj (jhristophoro Hayllingero, Cbristallo- 
\'t Irf' *' maotico, a quo spiritum Ghristallomantiae adeptus 
r. 1. rup. iL His ergo prieparatus et per biennium exer- 

citas, Qpe Neeromantise diaboltim citanit cnmqiie 
eo siib certis artieulis pactum ad 24 annos fecit. atque ab 
eo spiritum familiärem, quem Mt'j)liistopboK'ii voenuit. accepit. 
qui t'idciii sub specie rmmaehi l'ranriseani seniitia pnestitit. 
Iluius ergo adiumeu- ['J.'i.S] to Miaiii faniiliariMii h<* <l(»inr- 

sticam a(b)rnauit. variaMjue L>i><])utafi(>in> runi 
RLcait.lv. etKlem et Kausto baldta* iuterseruntnr. nimirum 

de multitudiiie malorum spirituum. eorum lapsu. 
statu I'aradisi. <»rdinibu8 diaboloriini. statu bominum, de 
redemtione diaiiolorum an speranda, de iuferno, de creatioiie 

miindt et primo hominis ortu. Habiiisse et He- 
P.I.cap.H2. lenam quamlam ex orco. eum qua filium 

Instum Faustum suAceperit, qua' post mortem 

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1706. Wilhelm Ernst Tentsel: Curieiue BiblioUiec, III, 8 

eiuä euaiiuetiut. Memoratur eiusdem etiain eauis, qui iu 
momentiim colores mutauerit dictua Praestigiax. 
Part, L cap, 25, et Pari. 2. cap. 6. Doiuiis et P.ILeap,:dlk 
hortu8 eiasdem prsBstigi&toris describitiir Part, L 
eap, 14, Famulum habuit dictum lohaniieB Wayger, filittin 
pastoris zu Wasserburg f eiusdem farinae hominem, cui dein 
omnia bona sua reliquit. PaH, IL cap. 5, luter aeta eins 
magieu pnecipuasunt, <juas in Aula Anhaltina Part, IL cap 18, 
atqiie in aiila Maximilian! Imp. exercuis.se fertiir, vbi Alexan- 
diüiii M. eiusi|ue vxorem Inipuratori pnetstMitauit aliaijue 
P. Jf. cap. 11. et .ff'ff. Nee non alia gesta Witteberg». Frauco- 
furti et Heill>r(iiiiKe. iuter »jua- |>alliiiiii l'Miisti f'st iinMinirnhile, 
«|iio Nobiles quosdam per aereni in Haiiaiiaiu abdiixit et 
bimilia Part. I. vap. HH. I)eni(|ue Part. III. ntj). 1. Fausti 
testaraeiitum; Cap. 3, Yaticinia de Papatu » t rebus politicis. 
Cap. (i. et .se/p/. Disputationes cum diabolo et desperatio. 
Cap. 18. Exitum horreudum describit, et quoniodo per dia- 
bolum in multas partes fuerit discerptus; qui iinis vitsB ipsi 
anno astatis 41. contigerit, Part, III. caj). VI. 
Membra deniqne eins a studiosK«» esse colleeta et ' 

* cap. 1!K 

sepulta. 

1706. Wilhelm Ernst Tentzel: CurieuseBibliothec, III, 3 

Ourieiist» Bibliothec. ^^^cl Aintjetnuig bcr lK'oiiaTlict)cn Unters 
rebuugcu einiger gnten JVreunöe : i^on aKcrbanö :öüd)evn nnb 
anbern annel)ndid)en (^ejd)id)ten / ^llen l^iebbabcin ber Curiositätcu 
}^\\}L ßrgö^lid)feit unb OMc^fiunen Ijerauo gegeben , il^urd) "^iMlbelm 
iSmft ken^eln / ^önt^L $oIn. unb (it)urfür)tl. (^äd)j. :Hatl) unb 
Historiograplium in ^regben. ^ed britten Bepositorii brittel 
9a4 / 1706. grondfurt unb Setpatg / 8e9 $^iUpp ^ia[)elm <Sto(f. 

[3n einer ^efprec^ung non B. G. Struvii Introductio ad 
notitiam rei litterariae. Editio secunda anctior et emendatior. 
lenae 17(M5. 8vo. jagt ber 'öerauegebcr fiber baö neunte ßapitel 
biefee iöuc^eo uom ^l^erfaffcr:] 

391 



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1706. WUhelm Krost TeoUel: Curieuse BibUotbec, ill, d 

(rr (^ebemtot hierncdift fürbli(f) ber Cmitru verdien mit öcm 
(^rl^bijct)Off ^11 Cainhray, baöou aml) Oer k^tc i))?onot unicrer 
llntcnebungcn an. lf>98. paj?. 1017. sotm. 9ct)anbelt l)at: uiib 
tuhct fort 3u bm i4opl)eti)ct)eii ober 3i^at)iiac^evifcl)cn 2d)iiffteii 
bee Lichtenbergers. Nostratianii, Kotteri, PoniatoviacDrabitii etc. 
ßu ben Cah))ali.stijd)en bc^ l^iBtorii, Mori mh kuorrii« Dcrtoirfft 
aber M Henrici Khunrathi Cabbalam perversam. fBkiitt nr« 
t^eilet er üon ben Chimicifc^eit ^üd^ern / ba§ bte meiften um 
^etritg^ (Ktlben gef (^rieben / [l^-^J utib bte menigftett etioad hinter 
ft(^ ^aben / ber3leid)en er Dom Philaletha, unb Dom ägaffcrftcin 
ber SBeifen Bontiret / unb i)in^n tbut: Chymia aut pium invenit, 
ant pium effidt, aut Atlieuni. Si^cil aiicl) bie !j^rüberfd)aftt beß 
'Trbciiö bcö rKofencrcut^ce ilircii TheologijdHMi ^itnirftcii luni ^^cr= 
be|)eruuö bci l\'i|Undud)c, uicl ( hymica adiiiiscirct fo iiniD evj;ehlct 
bii); nmu D. >»ol)anu Valentiaum Auüroain ina i^euunu ^im üv- 
frnbfi' bcrfelbcii madie ; lueldKm unter aiibcrn aiidi ^'•"»iHinn 'Avnb 
uuö ^>ol)auu (^!)crl)arb bei)3cfaUcu; micmo^l bicjce ol)nc raison. 
SDoc^ jci) uid)t 3U5iüeiffclu . ba^ Tobias Adami, ber jonft mit bcm 
Campanelia mof)! bcfttut (^emeien ' cintgec 2:()cil au ber 5?riibers 
f(^afft gebabt ^abe. ^tteiti nad^bem il^nen bie meiften Theologi 
n>ieberfpro4en / l^aben fle felbft na^gelaffeu / bag man nid|tö me^r 
oon ilinen oemommen. 

gel)ören l^te^er bte 3auber«SBüd^er / toiewo^I Naudaeus 
eine ?yrauli;ö|ifd)e Apologie oor bic jeuigen gcfcbrieben / bie man 
falid)(id) üor tauberer (\e()alten / fo iuo ^eutjd)e burc^ Jo()ann 
^Kcid)0!i i'iberfelU ^u .v^alle anno. 1703. in X^rurf füinuien. C^iuer 
Don öcu bcfd)iiclicn[ten ift wohl Ilenricus Cornelius Airrippa. 
iüCi\eu fcinct^ 5i>errf de occulta l'liilosophia. luiciuol)! ci felbft bee= 
falben revdciiet in frincm '-i^idic (!•' vaiiitato scientiaruni. 
bnrtiiucii cv nur brci) i^üd]cv ^d)ki / folglid) bae üierbtc / lücldics? 
mit üiclcu chara« teribus Ma [U)5] gicis augcfüüct uid)t scnuiii 
fci)u muf;. ii^ir mlkn nur ctiid)c feiner am fü^rlic^ bci)9ebrad)teu 
^^orte anbbren: De Magiei» scripsi ego juvpni*^ adhuc libros 
tres amplo satis voliimine, qvos de occulta Philosopliia nun** 
cupavi, in qvibus (|vic<|Tid per curiosam adolescentiam erra- 
tum est, nunc caiitior hac palinodia recantatum volo. Per* 

892 



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168 

17Ü6. Wilhelm Ernst TentMl: Curieuae Bibliothec, UI, 8 

miiUiini enim temporis et renim in his vanitatibus olim cori- 
trivi. Tandem huc profeei, qvod M-iam, qvibus rationihuR 
oparteat alios ab hac pernieie debortari etc. ^er oome^mfte 
S^mar^'^ünftler mtrb ind gemein D. Johann Sauft gehalten / 
uiib unter feinen !Ral^men ein gef^riebenea ^üc^Iein Don ber 
Necromantia üm^er getragen: aber man fonne ntd)t ijemiB jachen / 
bog ed Don il)m gemacht / ober bag aQed mijx fei) / m9 oon ii^m 
er^eftlet »irb. ®iettJol)l fein befönntcr $fbend'»5^efd)ieibcr , {>)i'0V[]c 
Kudolph ^sibmauii )id) I)ieniiucv io ivo[)[ aiiff Aaiiücne cicjcnc I 
ali? auff beffcn Famuli. Joaimis Waigeri. scli.da.^ bciiiffct : bavauö 
er feine ri'Iati.ni t^c^üiu'tt. Adi fan tiictu luitcilaffen i bei) biefer 
(^>clCi]f!ilioir aiul) ctn?ai^ von i>k\em ^aulKixx ben^ufii(]en ' !prnii-(iroiiö 
)euie exi.strii/. ^ii beivcifeu ivel(f)e i^on eiuigeu iH'iiU'blid) in 
• imeiffcl fle^ogeii loiri). Diefeibea weife ict) ^ipepen bamahlii 
lebenden / bic feiner tn i^ren trieften ern)ef)nct l)aben. 

Xtx erfte ift Jdanne.s Tritheniiiis, n)eld)ev in feinen C^VMtt'ln 
pag. 559. editioni« Freberianae, Fan- [19i)] stum auebrüd'Ui^ 
nennet. Seil jte aber ie^o ni(^t bet» ber A>anb ^abe / tan bte 
^iorte nic^t allegiren. ^ev anbere ift Conradus Mutianus 
Riifus, beffen ^pifteln i(b felbft im erften Supplemento Historiae 
Gothanae ediret babe wetcber t()n ^war George vvan|tcn nennet / 
(fo aber ^nr 2(i&\c nid)te tl)ut| iinb er^eblet • ba^ berfelbe ad)t 
iiai^c ^uDor (i^or '^Mieff ift ben Octolier. datiret ) 

iiH'icü , lUlO feine iliinitc iehen laffen. Venit octavu aliliim- di»' 
<(vidam ( "liiromaidieus Kplimdiani. nomine (leorgiiis I'aiisfiis, 
Helijiitliens Iledi'hertjt'nsix . iiktiis o>tt'iitator i't FatuiiJ^. Klus 
et oinninm divinacnldruni vaiia est prolVssnio. vi talis pliy- 
«iognoiiiia levior typula. Hudes admirantur. lu eum Theoiogi 
insurgant. Non conöciant pliilosophnni CaiJnionem. Kujo 
aiidivi garrieDtem in bospitio. Non ca$tigHvi jactantiani. Qvid 
aliena insania ail me? Unb m& ^inbertd / ben britten Beugen 
an$nfä^ren / ber Faustnm felbft getennet f^at: nemli<4 Phiüppura 
Melanchthonem, and beffen Leetionibus unb Sieben Manlius ben 
meiften Z^ii feiner Locorum eommnnium jufammen getragen 
bot. @inb olfo ni<bt Manlii. mte etli^e woNen ' foubern Melanch- 
thonis fi^crte maß iu gebad)ten CoIIectanfis pac 3.s. :v.K 4<>. 
vvü oiiiuiii ^djiDar^^Aliinftler ^n Icfen ; mit Diejem iHnfange: Novi 

a93 



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1706. LoDcin ran Oommin: Christlicher Weltweiser 

qveudam Faustum de Kuadling. «[vod est parvum (>])pi(luin, 
patriae mono vicimun. eie. iBarüin follten wir nun Melanch- 
[197] thoni nic^t gldu6en / wenn er {priest / Fauatus fei) au^ 
Wittenberg entloben / ha ^erj^og ^otianned il^n arrefitiren 
befohlen ^atte? 3n0l^i<i^^n / toenn er fo mfjü anbete S)inge / fo P4 
mit jenem jugetrageii er^c^Iet j al9 infonberl^tt folgenbe«: Idem 
Faii8tu8 Magus, turpissima bestia, et cloaca multorum diabo- 
lonim, vanf gloriabatnr de se, omnes vietoria», qvas habu- 
erimt Caesariaiii exercitus in Italia, esse partas per ipsuin 
suii iiiagia. lili|ue fuit nieadai-iiiii) \ aiiissiniiuii. Id eiiiin 
diro prnpter jiiveiitutein, ue statiiii talüuis vauis huiuiiiibus 
aääeutiautur. 



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1706. Uncin von Gommin: Christlicher Weltweiser 

Rer L^l)nftlict)e liliH'lt-'Bdic 23caiciiicnt ric Ilioibcit ^cr iicu= 
ciitberfton ')tarrn'-'IlH'lt :iiitid)or bte in biciem ^iid) lH'nnMid)C 
Üüuiii ^iiiiblid) bind) bic .>>dd)ol ^iod)i jcbod) allco mit littiidjcr 
l'cl)r iinö >>. ed)nfft mitcruiiic^ct. ''K^oiin über 200, luftig miO 
Uid)crlidK ^öcgcbeiUjeiten i bereu fidi uit allein Me .perru iNfarrer 
auf 5er C'au^el fonbern ouc^ ein jebe Privat-iierfobu bei) e^r> 
liefen Q^efettjc^afften nublid) bebienen tonnen, ^orgeftellt oon 
Alberto Josephe Lonein Don Gouimhi'). Wi 9t5m. .^ö^ferl. 
!IRa|eftdt aUergndbigftem l^rivilegio nit nnr anl bem Su(j^ nic^t^ 
nad)3ubnicfen / fonbern fein jlupffer no(l^^ufted)en. Cum Per- 
mism s,ij,eriorum. SHtÖ^i^uu^ Jufinben bc^ Daniel halber / 
:üudil)äuMer auf bem alten .>>eU'ÜJiarcft 170(5. 

^. l ^cx 5iH'iber'-')iarr. 

S. 10 

C^iuer ift i^ciueft bcffeu '^.H'ib laii iiiiD '3iad)t geuuirret 
foblert boMucrt cjeruuiplet geiuorffeii i^eftampfft (lefd^lai^eu 
neiuiitt tjeüolberr i3eid)n)en k. ^arum feiu :ii>unber Dap er 
il)r beu Ooctor ;vau)t $u lejen geben nnb i^r bao (^cft(t)t mit 

') Icf ^iHTfaiU'i iü xHllHit ^uü'pl) (^Duliu im\ ^Uiünuiujv X. «v). 

au4 



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170 

1707. Ch>t-Üieb Spitsel und MiehAel Freude: (^ewarnet« Schatsgriiber 

bem u>ilben Ultromaria überftn(t)en bag Mefer %tu\\c\ in 
Gimmel blauen ^tbere^ tnufte aufjiei^en / al^ er aber einmal mit 
gar gu groffer B^tt^ag gemeffen / ba fyit fie fi4 in^ S^et^ gelegt f 
utib geftettt aU fe^e il^r bie Qpta^ oerfaEen / bem ^anii war 
iii<jbt ml be9 ber 6a(^ / fragt be^ megen (in unb ^r um 9^atb / 
unb glaubt H mare uti^t ubel / mann tl^r ber |>uf[id}mibt tbdt 
ein aber bffnen / bod) enblicf) I)at il)m gar ein befcl)eibne Arau 
eiugcrattien f er foll il)r alle lag ^meii ober biei)mal fchmavh 
Ä"crf(t)en»53aiicv cu^ebeii / ^cv gute 'IVaiui biaua)t Die aiicie^uiu'iit 
M»'«li< in. fpüil aber fein cint(\e 'i^e»'|ciung / eiibiicf) faiit ihm fein 
')iaa)bar , beme bae ii>eib iiidit nnbcfant er joU lieber öüö cpolfe 
brandieu üon fd)itiar^eii .^cnd)eiibaum aiiö mit (11] Diefem bem 
®eib etlict)mal über ben fal)reii bem ^)Jiann geniltt ber 

diattj gebad)t anbei) bae foft mict) weiter fein (^ib | ein jolcbeu 
Saum (abe felbften im (Sorten: 

1707. Gottlieb Spitzel und Michael Freude: 
Gewarnete Schatzgriber 

Bie i^einariictcu 2(t)a64'>hdbci oDci- ywci) <s-üiucl)mer THKO- 
I/)(iORUM. alc .v>n. (Mottlieb 2pit5elc unb m. Ojiict). Avenbii 
aninDlicl) niol)lt3e)cl.ue :>\'benifeu "iJiMio iumi bon ^dialuiraben ^n 
halten fei)V iHm erlicblid)en Uri'ailH'u ^in'ainineii iiL-biudt nebenfr 
einem ^^iitori'dH-ii ;Hiil)anfle nne bao 2dutUiuaben üielfältii] 
unc\lü(fU(^ abgclaufieu. l-eipsig / oerlegt bei) ^auctijc^eud ^rbeu / 
1707. 

2. (5) (Mottlieb 2pi(jeU^ (Mebvo(t)ene 'ilioc^t ber ^finfternlg 
1. I^eil I iSap. 1 t55— HO: 
®. (8) 

Siein Sunber tft ee marlii^r mann g(et(t) falc^e tbörtc^te 
Sc^a^grdber in bie fiufferfte ü^etbe« unb Beelen«® efal)r geratben / 
fintemaln t>on ber äS^ur^el aM Ubeld fetne anbere ^ntd)te 3n> 
gemarten 'ber id)änbHd)e 9)?üi|i0i3ang Die .'oinbanielnuui be? orbent* 

Mku i^eniffc' bno tiu^t^lit' i^rad)t= unb ^li^oUun i^ebcn pflciU (burd) 
geredjtc göttlid)e ikrl^engnüp) jold)eo eutfeblid)e Unl)eil nad) [id) 

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171 

1708. P. Ii. Berckenmeyer: Getreuer AntiquariuB 

pichen, wol bie fd)dnbHdie ^aiillentjcr uub ii^-üllüftlci ' 
alö bie (^ielöfiicötige ^)Jiümmtme^\liiecl)i öcratheii .^iiletU in folct)c 
9efdl)rli(^c il^crfu(fciinfi^^ 2tncf baburdi fic im 5>erberben uub 
:i>erbamui§ ucrfeuctet lueröen. ;Huf bee uuicligen Fausti 3lrbcit 
folget aud) Fausti erbdnnlid)cr l^o^u! ^Zaffen bcrjclbigc 9lci(l)fald 
burc^ täglid)e0 SoUebeit unb müjfigge^en ba^iu gerot^en i ba| 
er e